Der große Plan - Arthur Fisch - E-Book

Der große Plan E-Book

Arthur Fisch

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Beschreibung

Massenmigration, die den Hass unter den Menschen schüren wird. Inklusion in den Schulen, die zur Verdummung der zivilisierten Welt führen wird. Industrie 4.0, die eine Massenarbeitslosigkeit verursachen wird. Politiker weltweit scheinen nicht mehr von dieser Welt zu sein. Was geht in den Köpfen der Eliten vor, was steckt dahinter, wenn die Bürger von den Politikern hinters Licht geführt und von den Medien manipuliert, getäuscht und belogen werden? Der Autor versucht hier Antworten zu finden und vermutet einen großen Plan, der die Eliten antreibt.

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Seitenzahl: 200

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Arthur Fisch

Der große Plan

Der Mensch auf dem Weg zu einer neuen Weltordnung - Der Abschied des Menschen von der Erde

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Vorwort

Der Aufstieg Deutschlands zur Supermacht

Thema Zeitarbeit und Werkverträge

Die Folgen für Deutschland, die Folgen für Europa

Noch einmal Agenda 2010

Fachkräftemangel?

Wie sozial ist Deutschland?

Volkes Wohl?

Kinder?

Verteilte Intelligenz

Bildung

Erziehung

Berufsausbildung oder Abitur?

Klimawandel

Bakterien und Viren, Epidemien und Pandemien

Wie wir von der Industrie vergiftet werden

Der Mensch – Auf dem Zenit der Evolution?

Die deutsche Schuld

Der Beginn der Flüchtlingskrise

Die Wirtschaft meldete sich zu Wort

REFUGEES WELCOME

Silvester 2015

Der Islam gehört zu Deutschland

Integration

Parallelgesellschaften

Die Weigerung einiger Staaten, Flüchtlinge aufzunehmen

Die Rolle der Kirchen

Deutsche Kultur

Die Angst Europas vor dem Rechtspopulismus?

Die Völkerwanderung aus Afrika

Falsch verstandene Humanität

Wachsende Kriminalität und Terror

Medizinische Versorgung

Die Kosten der Zuwanderung

Zwangsverheiratung, Ehrenmorde und Kinderehen

Die Macht der Medien - Lügenpresse

Der Fall Deniz Yücel

Der politische Einheitsbrei

Patriotismus in Deutschland

Genderwahn und Political Correctness

Gemäß der Natur oder wider die Natur

Industrie 4.0

Alternative Wege

Die Zukunft der Arbeiterklasse

Des Deutschen liebstes Kind – das Auto

Privatunternehmen versus multinationale Konzerne

Die totale Kontrolle

(Kauf-) Wünsche und Zwänge

Die Ziele der USA

Die Ukraine-Krise und die Rolle der NATO

Die Eliten

Der große Plan

Der große (3. Welt-) Krieg (reine Verschwörungstheorie)

Das Leben danach

Das Ende

Epilog

Wirtschaftliches und Soziales

Kinder, Bildung, Erziehung

Natur und Umwelt

Zuwanderung

Die Politik und die Medien

Digitalisierung

Das Ende des Menschenzeitalters

Impressum neobooks

Vorwort

Für den normal Denkenden ist es kaum vorstellbar, zu welchen skurrilen Gedanken einige Menschen fähig sind, was sich in den Hirnen dieser machtbesessenen Köpfe abspielt. Kaum jemand nimmt wahr, wie er von dieser Elite getäuscht und manipuliert wird. Wir alle werden täglich belogen und hinters Licht geführt. Wir applaudieren noch, finden das, was um uns herum geschieht auch noch gut und rennen sehenden Auges auf den Abgrund zu.

In den nachfolgenden Kapiteln schildere ich zunächst einmal die Situation in unserem Deutschland, ja in UNSEREM Deutschland, womit mir durchaus bewusst ist, dass ich damit für viele schon einen großen Schritt zu weit gehe und Gefahr laufe, als Rechtspopulist, rechtsextrem oder was auch immer abgestempelt zu werden. Ich versuche im Folgenden, sachlich darzustellen, was mich dazu veranlasst hat, diese Zeilen, dieses Buch zu verfassen. Wenn es mir gelingen sollte, einige der hoffentlich zahlreichen Leser zum Nachdenken zu bewegen, dann wird es nötig gewesen sein, meine Gedanken, meine Zweifel und meine Befürchtungen durch dieses Werk der Öffentlichkeit präsentiert zu haben. Viele werden sicherlich auch nach dieser Lektüre einige Dinge als Verschwörungstheorien abtun und dies sicherlich an einigen Stellen nicht einmal zu unrecht. Viele Anzeichen sprechen aber dafür, dass es sich nicht um Hirngespinste handelt, sondern dass die reale Gefahr besteht, dass die Zeit des Menschen hier auf der Erde sich dem Ende zuneigt. Wie der Weg dorthin und wie das Ende aussehen könnte, ist Thema dieses Buches.

Der Aufstieg Deutschlands zur Supermacht

Als die Regierung Schröder mit der Agendapolitik ein neues soziales Zeitalter einläutete, hatten wohl nur wenige vorhersagen können, welche Auswirkungen dies auf Deutschland, auf Europa und auf den Rest der Welt haben würde. Deutschland galt als der ‚kranke Mann' Europas. Die Wirtschaft Deutschlands verfügte im globalen Vergleich zwar über enorme Potentiale, sie war jedoch nicht wettbewerbsfähig. Löhne und Sozialabgaben waren für Unternehmen hier zu Lande zu hoch. Arbeitsplätze wurden in großem Stil abgebaut, Firmen kehrten Deutschland den Rücken, um im Ausland billiger zu produzieren. Durch die Agenda 2010 wurde es den Unternehmen ermöglicht, Löhne zu senken. Die Sozialabgaben wurden reduziert. Langsam fand die Wirtschaft wieder Vertrauen in den Standort Deutschland. Es wurde verstärkt in Zukunftstechnologien investiert. Deutschland entwickelte sich zur führenden Wirtschaftsnation in Europa und zu einer der führenden in der Welt. So könnte man in wenigen Sätzen den Weg vom ‚kranken Mann' zum Wirtschaftsgiganten skizzieren. Was aber ist der Preis, den Europa und auch die Bürger Deutschlands dafür zu zahlen haben?

Die Appelle an die Gewerkschaften und an die Arbeitnehmer, Lohnzurückhaltung zu leisten, wurden großenteils befolgt. Jahrelang wurde auf die gewohnten Lohn- und Gehaltserhöhungen verzichtet. Weihnachts- und Urlaubsgeld wurde zeitweise oder dauerhaft gekürzt oder auch komplett gestrichen. Die Beschäftigten nahmen teils aus Rücksicht und Verständnis für ihren Arbeitgeber, teils aus Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, diese Maßnahmen zähneknirschend hin.

Was aber eigentlich für die eher vom Export abhängigen Unternehmen gedacht war, wurde gerne auch in anderen Bereichen realisiert. Handwerksbetriebe, Einzelhandelsunternehmen, Produktionsbetriebe, die weniger oder gar nicht exportorientiert arbeiteten, nutzten diese Möglichkeiten ebenfalls. Die Folge war, dass das gesamte Lohnniveau in Deutschland gesenkt wurde. Letztendlich war jeder gezwungen, seinen Mitarbeitern zum Zahltag weniger aufs Konto zu überweisen, um nicht selbst Opfer eines ruinösen Verdrängungswettbewerbs zu werden. Es wurde eine Spirale in Gang gesetzt, die nach unten gerichtet war. Nachdem Zulieferer bis auf den letzten Prozentpunkt heruntergehandelt waren, blieb nur noch die Möglichkeit, Löhne und Gehälter der Mitarbeiter zu senken, um überhaupt noch Aufträge verbuchen zu können. Im oft angesprochenen Frisörhandwerk sah die Sache noch ein wenig anders aus: Hier waren es die Salonketten, die die Preise senkten und deshalb zum Teil unverschämt niedrige Löhne zahlten. Der Frisörmeister ‚an der Ecke', der seinen Angestellten gerne ein paar Euro mehr hätte zahlen wollen, war gezwungen, auf das Preisniveau dieser großen Wettbewerbsunternehmen einzusteigen und die Löhne entsprechend anzupassen.

Werfen wir einen Blick auf den Einzelhandel. Auch hier herrscht ein ruinöser Verdrängungswettbewerb. Es geht um Marktanteile, die es zu gewinnen gilt und koste es, was es wolle. Die Nahrungsmittelindustrie drückt die Preise der Erzeuger, also ihrer Zulieferer. Sie verfügt darüber hinaus über einen sehr hohen Automatisierungsgrad innerhalb ihrer Produktionsanlagen, kommt also mit immer weniger Personal aus, aber natürlich wird auch hier gespart und um jeden Cent bei Löhnen und Gehältern gerungen, um den Einzelhandel wettbewerbsfähig beliefern zu können und nicht aus dem Regal genommen zu werden.

Oft wird ja der Verbraucher für die Niedrigpreise verantwortlich gemacht. Wer aber fordert schon einen Liter Milch zum Preis von 45 Cent oder Schweinefleisch für 2,50 € das Kilo? Nein! Zuerst gibt es das Angebot beim Discounter. Dass dieses dann vom Käufer angenommen wird, sollte niemanden wundern. Steigt der Milchpreis wieder auf 56 Cent an, führt das bei dem einen oder anderen schon zu Protesten, was aber nicht automatisch heißt, dass der Kunde den Preis nicht zu akzeptieren bereit wäre und nun keine Milch mehr tränke. Es sind Dumpingpreise, bei denen der Handel nicht einmal mehr Gewinne erzielt. Die Kunden sollen dadurch in die Geschäfte gelockt werden. Die Gewinne werden mit anderen – teilweise dann überteuerten – Produkten erzielt.

Thema Zeitarbeit und Werkverträge

Nein, es reicht immer noch nicht, dass Mitarbeiter auf Lohnerhöhungen, auf Urlaubs- und auf Weihnachtsgeld verzichten. Es müssen noch andere Instrumente her, um dem Preisdruck des Wettbewerbs standhalten zu können und, um dies nicht zu übersehen, den Gewinn nach oben zu schrauben. Als durch die Agenda 2010 die Möglichkeit gegeben wurde, Zeitarbeit in allen Unternehmen einzuführen, wurde dies in vielen Betrieben gerne angenommen und praktiziert. Zu bemerken ist, dass Zeitarbeit eine eigentlich gute Sache ist: Kommt es in einem Betrieb z.B. zu einem unvorhergesehenen Auftragsboom, der mit der Stammbelegschaft nicht fristgerecht abgearbeitet werden kann, so ist der Einsatz von Zeit- und Leiharbeitern ein probates Mittel, mit diesen Auftragsspitzen fertig zu werden. Es gibt aber einen Pferdefuß dabei: Ein Leiharbeiter ist für das Unternehmen, in dem er arbeitet, billiger als ein Mitarbeiter aus der Stammbelegschaft. Es entstehen weder Kosten für die Lohnbuchhaltung, es braucht kein Urlaubs- und kein Weihnachtsgeld gezahlt zu werden. Lohnfortzahlung während des Urlaubs oder wegen Krankheit der Mitarbeiter gibt es nicht. Betriebliche Altersvorsorge und andere mögliche Sozialleistungen, von denen die Stammbelegschaft profitiert, braucht das Unternehmen für Leiharbeiter nicht aufzuwenden. Die Folge ist, dass immer mehr Leiharbeit geleistet wird und dies über Jahre hinweg. Wenn das Gesetz es fordert, dass Leiharbeiter maximal ein halbes Jahr in einem Unternehmen beschäftigt werden dürfen, dann werden sie nach Ablauf dieser Zeit eben ausgetauscht. So spart das Unternehmen Lohnkosten, die wie erwähnt, die Wettbewerbsfähigkeit erhalten und die Wirtschaftlichkeit steigern.

Es gibt ja kaum etwas, was man nicht noch billiger gestalten könnte, und da bieten Werkverträge gute Möglichkeiten: Es wird eine Firma beauftragt, im Unternehmen bestimmte Aufgaben zu übernehmen. Einweisung am Arbeitsplatz, Anweisungen zu den Arbeitsabläufen usw. sollen von der Werkvertragsfirma ausgehen. Man kann sich das Ganze etwa so vorstellen, dass ein Fremdarbeiter in einer Werkhalle z.B. Teile für die Autoindustrie zusammenbaut. Alles, was mit der Arbeit zusammenhängt, die Ein- und Anweisung des Mitarbeiters obliegt der Vertragsfirma, die ihn auch entlohnt. Jedoch wird dies etwas anders praktiziert: Der Mitarbeiter ist integriert in ein Team bestehend aus Stammbelegschaft und Werkvertragsleuten. Er erhält seine Anweisungen vom Vorarbeiter oder welchem Fabrikmitarbeiter auch immer. Er hat keinerlei Anspruch auf innerbetriebliche Sozialleistungen und erhält nur ein Drittel des Lohnes, der seinen festangestellten ‚Kollegen', monatlich auf ihr Lohn- oder Gehaltskonto überwiesen wird. Der Einsatz dieser Leute in den Unternehmen ist nicht einmal zeitlich befristet.

Neben der kostengünstigen Beschäftigung existiert für Leiharbeiter und Werkvertragler kein Kündigungsschutz. Das heißt, dass man sich völlig unkompliziert von unliebsamen Mitarbeitern oder von denen, die man nicht mehr benötigt, trennen kann. Auch hier muss die Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle des Arbeitnehmers nicht vom Betrieb, sondern von der Vertragsfirma aufgebracht werden.

Um die soziale Gerechtigkeit zum Teil wiederherzustellen, wurde tarifvertraglich ein Mindestlohn für Leiharbeiter vereinbart, der auch Branchenzuschüsse beinhaltet. Dem Ziel der Forderung nach ‚Gleichem Lohn für gleiche Arbeit‘ kam man hierdurch ein Stück näher. Außerdem wurde die Beschäftigung des einzelnen Leiharbeiters zeitlich befristet. Nach Ablauf dieser Frist muss der Mitarbeiter vom Betrieb entweder übernommen werden, oder er muss den Betrieb verlassen.

Durch diese Maßnahmen entspricht die Leiharbeit langsam wieder ihrem ursprünglichen Sinn, nämlich kurzfristige Unterbesetzungen auf Grund unerwarteter Auftragseingänge fristgemäß bearbeiten zu können. Der Missbrauch des Instruments Leiharbeit wurde einigermaßen eingeschränkt. Mängel bestehen jedoch immer noch z.B. in dem Punkt, dass es heute üblich ist, einen Arbeitsplatz erst mit einem Leiharbeiter zu besetzen, anstatt einen Mitarbeiter festanzustellen. Eine eventuelle Übernahme des Mitarbeiters sieht dann häufig so aus, dass er zunächst einen befristeten Arbeitsvertrag erhält. Dieses ‚Spiel‘ kann auch mehrere Male fortgeführt werden, bis er eine endgültige Festanstellung erhält. Das Problem in diesen Fällen: Der Arbeitnehmer kann während dieser Zeit keine vernünftige und sichere Planung durchführen, sei es bei der Familiengründung, bei größeren Anschaffungen oder beim Vorhaben ein Haus zu bauen.

Das Argument der Politik, dass durch die Leiharbeit viele Menschen wieder in Arbeit gekommen seien, und sie ja die Chance hätten, zu einer Festanstellung zu kommen, ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Es kommt aber auf die auszuübende Tätigkeit an. Wenn also jemand spezialisiert ist auf eine bestimmte Tätigkeit und nicht so einfach gegen einen anderen Leiharbeiter ausgewechselt werden kann, dann ist die Chance gegeben, dass er vom Betrieb übernommen wird. Wohlgemerkt: Er darf ja nicht unbefristet für das Unternehmen tätig sein und müsste von seiner Leiharbeitsfirma an ein anderes Unternehmen vermittelt werden. Für niedere Arbeiten, die keiner außergewöhnlichen Qualifikationen bedürfen, ist eine Festanstellung wohl weitgehend ausgeschlossen. Dieser Arbeiter wird einfach gegen einen anderen Leiharbeiter ausgetauscht. Und warum ist das so? Nun, weil's halt billiger ist, als ihn fest anzustellen. Inzwischen ist es so, dass in vielen Unternehmen die Personalabteilungen aufgelöst und deren Aufgaben an Personaldienstleister übertragen wurden. Man spart also nicht nur bei den Stundenlöhnen und den Sozialleistungen, sondern auch noch die Kosten für den kompletten administrativen Aufwand.

Die Folgen für Deutschland, die Folgen für Europa

Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland ist durch die Agenda 2010 deutlich gestiegen. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist allerdings, dass die Vergabe der meisten neu oder wieder zu besetzenden Stellen über Leiharbeitsfirmen und somit zu niedrigeren Löhnen erfolgt. Das Lohnniveau wurde auf diese Weise insgesamt herabgesetzt und dies bei permanent steigenden Lebenshaltungskosten. Mieten, Strom, andere Abgaben aber auch Preise für Lebensmittel steigen stetig an. Immer größer wird die Zahl derjenigen, die trotz Vollbeschäftigung zusätzlich zu ihrem Lohn staatliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Jungen Berufseinsteigern fehlt die Planungssicherheit. Jeder muss genau überlegen, ob er das Risiko eingehen kann, eine Familie zu gründen. Niemand kann sich sicher sein, auch im Folgejahr noch weiter beschäftigt zu werden. Die andere Seite ist die, dass es schlicht unmöglich ist, mit einem Stundenlohn von 8,84 € (dies ist der Mindestlohn in Deutschland Stand Januar 2017), aus dem sich je nach zu leistenden Wochenarbeitsstunden ein Nettolohn in Höhe von ca. 1.100…1.200 € ergibt, eine Familie zu ernähren. Wenn die Ehefrau im Falle einer Schwangerschaft ihre Anstellung aufgibt oder verliert, und der Mann allein für den Unterhalt aufkommen muss, wird ganz schnell klar, dass man sich Kinder in dieser Situation nun absolut nicht leisten kann. Arbeitnehmer in der Altersgruppe oberhalb 35 Jahren, die in tarifgebundenen Unternehmen z.B. in der Automobil-, Elektro-, Chemie- oder Pharmaindustrie tätig sind, erhalten in der Regel (noch) gute bis sehr gute Löhne und Gehälter, die vielleicht sogar für eine auskömmliche Rente reichen werden. Für Neueinsteiger bleiben diese Regionen wohl für immer unerreichbar.

Für Politik und Wirtschaft wird es immer mehr zur Selbstverständlichkeit, dass Frauen mitarbeiten. Es werden auf der einen Seite immer Anregungen gegeben, dass die Frauen mitarbeiten sollen, zum anderen können junge Familien auf den Zuverdienst der Ehefrauen gar nicht verzichten. Es wird dabei entweder in Kauf genommen; man könnte aber auch zu der Annahme kommen, dass es gewollt ist, dass immer weniger Kinder geboren werden.

Alles, was bisher zur Diskussion stand oder noch steht: Frauenquote, Mindestanzahl an Kitaplätzen, der gesamte Emanzipationswahn, Rentenkürzungen usw. führen dazu, die Frauen in die Arbeit zu drängen.

Fakt aber ist, dass das Aufstocken der Löhne durch den Staat jährlich Milliarden von Steuergeldern verschlingt. Nicht wesentlich den Aufstockern wird geholfen, sondern es werden die Lohn- und Gehaltszahlungen der Unternehmen subventioniert, und jeder, der brav seine Steuern zahlt, unterstützt Arbeitgeber, die nicht mehr als nur Löhne auf unterstem Niveau zu zahlen bereit sind.

Die Tricks, die z.B. in der Fleischbranche angewendet wurden, haben dazu geführt, dass Fleischer in europäischen Nachbarländern aber auch deutsche Fleischer ihre Jobs verloren, dafür aber Bulgaren, Rumänen und andere hier in Deutschland Beschäftigung fanden, zusammengepfercht in menschenunwürdigen Unterkünften unter menschenunwürdigen Bedingungen und abgespeist mit menschenunwürdigen Löhnen. An Hand solcher Beispiele drängt sich wirklich die Frage auf, für wen die deutsche Regierung überhaupt tätig ist, etwa für die Bürger dieses Landes oder ist es der reine Lobbyismus, der hier Blüten treibt? Täglich landen in Deutschland LKW-Ladungen mit geschlachteten Schweinen und Rindern z.B. aus Richtung Dänemark, um dann mit den hier zerlegten Tieren die Rückreise anzutreten. Deutschland - ein wahres Billiglohnland.

Während Deutschland in Richtung Vollbeschäftigung marschierte, stieg die Arbeitslosigkeit in den südlichen europäischen Ländern permanent an. Besonders unter den Jugendlichen liegt sie zum Teil bei annähernd 60%. Zahlen, die eigentlich alle Alarmglocken zum Klingen bringen müssten. Rezepte, die diesen Trend aufhalten könnten, gibt es offenbar nicht. Zumindest zeigt keine der bisher eingeleiteten Maßnahmen Wirkung. Wie sollte es auch dazu kommen? Das einzige Konzept, das angewendet wird, heißt SPAREN. Anstatt Anreize für Industrieansiedlungen zu schaffen, die vorhandene Industrie und den Konsum zu fördern, Hilfe zu leisten, die Bürokratie zu verschlanken, heißt es immer nur: sparen, sparen, sparen. Die Länder, die eine Lohnpolitik analog zu Deutschland nicht mitgegangen sind, bleiben auf der Strecke. Ihre Wettbewerbsfähigkeit im globalen Vergleich bleibt weit hinter der von Deutschland zurück. Eine ganze Generation ist ohne jede Chance, in eine Ausbildung zu kommen, Arbeit zu finden, eine Familie zu gründen. Der soziale Frieden ist in Gefahr. Man sitzt dort regelrecht auf einem Pulverfass. Wehe, es kommt zur Explosion. Mit aller Gewalt wird am Euro festgehalten, aus Angst, die gesamte Wirtschaft würde zusammenbrechen, wenn irgendein Staat sich vom Euro als Landeswährung verabschieden würde.

Welches Interesse aber hätte unsere Bundesregierung daran, andere Länder zu stärken, dafür zu sorgen, dass sie wettbewerbsfähiger werden? Dies ginge nicht ohne Einbußen für die deutsche Wirtschaft von statten. Wettbewerbsfähiger hieße ja schließlich mehr Konkurrenz für deutsche Exporte. Die Zugewinne anderer Staaten würden also mindestens zum Teil zu Lasten der deutschen Exportwirtschaft gehen. Schließlich ist der Markt nicht beliebig zu vervielfältigen. Sicherlich würde durch Stärkung der südeuropäischen Länder auch die dortige Kaufkraft und die Nachfrage gestärkt werden. Der Konsum würde anziehen. Es dahin zu bringen, erfordert aber erst einmal Investitionen, und das, was es später einbringen könnte, wird sich möglicherweise nicht rechnen, was wiederum bedeuten würde, dass das viele Geld fehlinvestiert gewesen wäre. Solange der asiatische Markt boomt, und von diesem Boom profitiert im Wesentlichen die deutsche Wirtschaft, kann sie auf die ‚paar Südeuropäer' verzichten. So oder ähnlich mag die Denkweise der von der Wirtschaft gesteuerten deutschen Politik sein. Die Menschen spielen hier keine oder nur eine sehr untergeordnete Rolle. Hauptsache, man kann mit guten Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten aufwarten, und wenn diese den Bürgern vor den Parlamentswahlen gut verkauft werden, dann hat man auch gute Chancen wiedergewählt zu werden. Zukunftskonzepte braucht man da nicht aufzufahren. Mit Worten seitens Angela Merkel wie: "Sie kennen mich ja, also wählen Sie mich wieder" oder „Die Beschäftigtenzahl war noch nie so hoch wie heute“ ist das schon getan.

Eines soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben: Europa braucht den Euro zur Friedenserhaltung. Die Demonstrationen in den Straßen einiger Südländer, die sich gegen die vom europäischen Parlament verordnete Sparpolitik richtet, sind erst der Anfang. Dieses Spardiktat, das nicht zuletzt durch erheblichen Druck der bundesdeutschen Finanzpolitik zur Verarmung der dort lebenden Menschen beiträgt, kann irgendwann das Fass zum Überlaufen bringen. Die Situation, dass die Menschen keine Arbeit und keinerlei Perspektiven für ihre Zukunft haben, kann ganz schnell dazu führen, dass der Hass auf Deutschland wächst und dass sie zu allem bereit sind, auch zum Krieg. Da geben die EU und der Euro noch ein bisschen Zusammenhalt, und solange noch Geld in diese Saaten fließt, haben es die Regierungen dieser Länder es bis jetzt jedenfalls geschafft, die Bevölkerung ruhig zu stellen. Mit dem Geld wäre es vorbei, wenn diese Staaten aus dem Euro oder gar aus der EU austreten würden. Was dann geschähe, mag man sich nicht vorstellen.

Es ist ja kein Geheimnis, dass die Kredite, die von der Europäischen Zentralbank (EZB), vom ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) und vom IWF (Internationaler Währungsfonds) z.B. an Griechenland vergeben werden, nicht dazu Verwendung finden, die dort in die Armut geratenen Menschen zu unterstützen, sondern dass der griechische Staat damit seinen Verpflichtungen den Banken gegenüber nachkommen kann. Würde aber Griechenland nichts aus diesen Töpfen erhalten, wäre der Staat zahlungsunfähig. Dies hätte fatale Folgen für das Vertrauen in den Euro und für die europäische Gesamtwirtschaft.

Noch einmal Agenda 2010

Hier kommen wir wieder zur Agenda 2010. Dadurch, dass in Deutschland das Lohnniveau soweit gesenkt wurde, dass die Menschen durch staatliche Aufstockung gerade einmal ein Existenzminimum erreichen, das zum Sterben zu viel ist und zum Leben nicht reicht, werden eben nicht die betroffenen Menschen, sondern die Firmen, die diese Menschen mit Hungerlöhnen abspeisen, subventioniert. Die Folge ist der wirtschaftliche Zusammenbruch der Länder, die diesen von Deutschland beschrittenen Weg nicht mitgegangen sind. Und das ist es, was wir im Süden Europas sehen. In Deutschland wird alles für die Wirtschaft getan, damit der Export brummt. Für die Menschen wird am liebsten gar nichts getan. Die sind die Opfer einer Regierung, deren Politik einzig und allein der Wirtschaft und deren Lobbyisten dient.

Nun rühmt sich unsere Regierung damit, dass die Beschäftigungslage noch nie so gut gewesen sei wie heute. Und es sei ja überhaupt das Wichtigste, eine Arbeit zu haben. Dass aber Sozialausgaben durch Aufstocken der Niedriglöhne und der Renten, durch Bezuschussung der Kosten für die Unterbringung der Kinder in den Kitas, um nur einige Beispiele zu nennen, auf dem bisher höchsten Niveau liegen, wird gerne verschwiegen. Ich wiederhole mich hier, wenn ich sage, dass durch all diese Dinge die hiesige Wirtschaft subventioniert wird.

Ein schwacher südeuropäischer und auch ein zum Teil schwächelnder Binnenmarkt in Deutschland wird in Kauf genommen, solange der Aufschwung in Asien nicht abreißt. Der Export in die asiatischen und in die südamerikanischen Länder kompensiert das stagnierende bzw. rückläufige Geschäft innerhalb Europas.

Fachkräftemangel?

Seit Jahren wird von Fachkräftemangel geredet. Wenn Elektro- oder Maschinenbauingenieure sowie Facharbeiter aus vielen Bereichen angeblich händeringend gesucht werden, aber vor Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand gehen, dann wirft sich schon die Frage auf, welche Fachkräfte es denn sind, die da fehlen. Hier der Versuch Antworten zu finden:

Nicht Fachkräfte, sondern billige Fachkräfte fehlen, die bereit sind, über Leiharbeitsfirmen zu möglichst geringen Löhnen und Gehältern zu arbeiten. Deshalb schickt man ältere Arbeitnehmer und Angestellte in den Vorruhestand und stellt da, wo es möglich ist, fertig ausgebildete Kräfte z.B. aus Spanien oder Portugal aber auch durchaus aus Deutschland über Leiharbeitsfirmen ein.

Der Automatisierungsgrad nicht nur in der deutschen Industrie ist sehr hoch. Für vieles, was vor Jahren noch per Handarbeit erledigt wurde, werden heute Roboter eingesetzt. Die brauchen keine Kranken- und keine Rentenversicherung, kein Weihnachts- und kein Urlaubsgeld, streiken nicht um höhere Löhne, sind keiner Gewerkschaft angeschlossen, benötigen keinen Kündigungsschutz, brauchen keine Mittags- oder Raucherpausen und kommen nicht mit einem schweren Kopf zur Arbeit. Sie leiden nicht unter Burnout. Solange sie nicht irgendeinen Defekt aufweisen, tun sie ihre Arbeit ohne zu murren und ohne sich in irgendeiner Weise zu beschweren. Problematisch nur, wenn sie tatsächlich auf Grund eines technischen Defekts ihren Dienst verweigern. Dann müssen Leute her, die sich darauf verstehen, diese Roboter zu reparieren. Nun sind diese Systeme mittlerweile sehr komplex geworden, weil die Aufgaben, die von ihnen zu erfüllen sind, immer komplizierter werden. Fachkräfte hierfür, die sowohl die Hardware als auch die Software beherrschen, sind rar. Nicht allein für die Wartung und Reparatur werden gut ausgebildete Kräfte benötigt, es arbeiten ganze Mitarbeiterstäbe daran, solche Geräte und Systeme fertigungs- und serienreif zu entwickeln und zu konstruieren. Kurz – an diesen Stellen fehlen die Fachkräfte.

Wie sozial ist Deutschland?

Das deutsche Sozialsystem gilt als eines der weltweit besten. Jedoch wurde in den letzten Jahren kräftig an ihm herumgefeilt. Beginnen wir bei unserer Betrachtung mit der Rente. Die Renten wurden in den letzten Jahren mehrfach gekürzt:

Auf die Renten sind Beiträge zur Krankenversicherung zu zahlen.

Auf die Renten sind Beiträge zur Pflegeversicherung zu entrichten.

Der Prozentsatz der Rente wurde mehrfach gekürzt.

Die Renten sind steuerpflichtig geworden.

Das Renteneintrittsalter wurde angehoben – bei Frauen von 63 auf 67 Jahre, bei Männern von 65 auf 67 Jahre.

Das gesamte Lohnniveau wurde abgesenkt. Dadurch fallen natürlich die Renten niedriger aus.

Bei Arbeitslosigkeit werden die Beiträge zur Rentenversicherung nicht mehr vom Staat weitergeführt.

Die Maßnahmen sorgen dafür, dass künftig immer mehr Rentner auf staatliche Hilfe angewiesen sein werden.

Die Bürger werden dazu aufgefordert, zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung privat vorzusorgen z.B. durch den Abschluss einer Riesterrente. Hierzu ein Beispiel: Eine Frau – geschieden – hat sich jahrelang um die Erziehung ihrer beiden Kinder bemüht. Sie kommt mit ihrer Rente nicht aus und nimmt staatliche Hilfe in Anspruch, indem sie diese auf das Existenzminimum aufstocken lässt. Eine private Zusatzversicherung hatte sie nicht. Stattdessen gönnte sie sich ab und zu Dinge, die sie sich quasi vom Munde absparen musste. Einer anderen Frau erging es ähnlich. Anstatt sich aber das Leben ein wenig zu versüßen, entschied sie sich für eine private Altersversorgung. Als sie dann in Rente ging, wurde ihre staatliche Hilfe um den Betrag der privaten Rentenzahlung gekürzt. Beide beziehen unter dem Strich die gleiche Rente. Wer hat jetzt mehr aus seinem Leben machen können? Dies ist nur ein Beispiel dafür, dass derjenige, der die Ratschläge der Politik, der Finanz- und Rentenberater kritiklos befolgt, am Ende häufig der Dümmere ist. Gewinner sind in solchen Fällen die Rentenversicherer und die Versicherungsmakler. Man kann dies auch als Geschenk der Regierung an die Versicherungsbrache bezeichnen.

Krankenversicherung: Hier wurde der Arbeitgeberanteil auf 7,3% eingefroren, d.h. erhöht eine Krankenkasse ihren Beitragssatz auf über 14,6%, trägt der Versicherte den Anteil allein. Alles, was oberhalb 14,6% liegt, wird nicht mehr zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt.