Der T-55 - Ralf Hagedorn - E-Book

Der T-55 E-Book

Ralf Hagedorn

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Beschreibung

Der T-55 ist weit mehr als nur ein Kettenfahrzeug; er ist eine technologische Legende und ein Symbol für die Ära des Kalten Krieges. Mit über 100.000 produzierten Einheiten (zusammen mit seinem Vorgänger T-54) hält er den Rekord als meistgebauter Panzer dieses Buch beleuchtet die faszinierende Geschichte, die ausgefeilte Technik und den brutalen Alltag in einem Panzer, der für das Zeitalter der totalen Vernichtung konstruiert wurde. Zielgruppe Dieses Werk richtet sich an Militärhistoriker, Technikbegeisterte und Modellbauer gleichermaßen. Es bietet sowohl technische Details für Experten als auch packende historische Kontexte, die die Bedeutung dieses Panzers als Rückgrat des Warschauer Paktes verdeutlichen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 35

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Der T-55

IMPRESSUM:

Ralf Hagedorn

c/o IP-Management #4887

Ludwig-Erhard-Str. 18

20459 Hamburg

Mithilfe von ChatGPT geschrieben

Der T-55 ist mehr als nur ein Panzer, er ist ein Symbol des Kalten Krieges und mit über 100.000 produzierten Einheiten (zusammen mit seinem Vorgänger T-54) der meistgebaute Panzer der Weltgeschichte.

HVO T-55 in Glamoc, Bosnien und Herzegowina (1998)

Von SSG KIM PRICE - NARA Identifier: 6505043, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1191604

Kapitel 1: Die Genese einer Legende – Vom T-54 zum Objekt 155

Die Geburtsstunde des T-55 ist untrennbar mit der Erkenntnis verknüpft, dass die Kriegsführung der Mitte des 20. Jahrhunderts vor einem radikalen Paradigmenwechsel stand. Um die Entwicklung des T-55 zu verstehen, muss man den Blick zurück auf das Jahr 1945 werfen. Die Rote Armee war aus dem Zweiten Weltkrieg mit dem T-34/85 und dem schweren IS-2 als Sieger hervorgegangen, doch die sowjetischen Ingenieure wussten, dass die Halbwertszeit dieser Konstruktionen begrenzt war.

T-34/85, Fort Winiary, Poznań

Von Radomil - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2473509

IS-2-Panzer

Von Bestalex - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2765596

Das Erbe des T-54

Der direkte Vorläufer, der T-54, war bereits ein Meilenstein. Er brach mit der Tradition der hohen Silhouetten und setzte auf eine extrem flache Bauweise und einen halbkugeligen Turm. Doch in den frühen 1950er Jahren änderten sich die Anforderungen drastisch. Das Wettrüsten zwischen Ost und West nahm Fahrt auf, und die USA sowie Großbritannien begannen, Panzer mit stärkeren Kanonen und besserer Panzerung zu entwickeln.

Der entscheidende Wendepunkt war jedoch die Nuklearstrategie. Die sowjetische Militärführung realisierte, dass Panzerverbände in einem möglichen Dritten Weltkrieg direkt auf dem atomaren Schlachtfeld operieren müssten. Ein Panzer musste also nicht nur Schrapnellen und Projektilen standhalten, sondern auch die Druckwelle und die tödliche Strahlung einer Kernwaffenexplosion überstehen.

T-54-Panzer

Von Der ursprünglich hochladende Benutzer war נחמן in der Wikipedia auf Hebräisch - Übertragen aus he.wikipedia nach Commons., CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2236357

„Objekt 155“ – Die Geburtsstunde

Unter der Leitung von Leonid Karzew im Konstruktionsbüro des Werks Nr. 183 in Nischni Tagil begann 1955 die Arbeit am Projekt „Objekt 155“. Es handelte sich zunächst um eine tiefgreifende Modernisierung des T-54B. Die Zielsetzung war klar definiert:

Erhöhung der Mobilität durch einen stärkeren Motor.

Steigerung der Feuerkraft durch ein größeres Munitionskontingent.

Implementierung eines ABC-Schutzes (Atomar, Biologisch, Chemisch).

Vereinfachung der Produktion bei gleichzeitiger Erhöhung der Zuverlässigkeit.

Die technischen Durchbrüche

Die Ingenieure ersetzten den V-54-Motor durch den neuen V-55-Dieselmotor. Durch die Optimierung des Kühlsystems und der Kraftstoffzufuhr konnte die Leistung auf 580 PS gesteigert werden. Ein entscheidender Raumgewinn wurde durch den Wegfall des Flak-MGs (das damals gegen moderne Jets als wirkungslos galt) und die Umstrukturierung der internen Kraftstofftanks erzielt. Diese Tanks wurden teilweise als Munitionshalterungen genutzt, eine riskante, aber platzsparende Innovation.

Besonders hervorzuheben ist das PAZ-System (Protivoatomnaya Zashchita). Dies war das weltweit erste integrierte System zum Schutz vor der Strahlungswirkung und Druckwelle von Atombomben. Es basierte auf Sensoren, die Gammastrahlung detektierten und daraufhin alle Luken und Öffnungen des Panzers hermetisch verriegelten, während ein Überdrucksystem verhinderte, dass radioaktiver Staub eindrang.

Die Abkehr vom Althergebrachten

Am 8. Mai 1958 wurde das Fahrzeug offiziell unter der Bezeichnung T-55 in den Dienst der Sowjetarmee gestellt. Es war der Moment, in dem aus einer Evolution eine Revolution wurde. Der T-55 war nicht mehr nur eine gepanzerte Kanone auf Ketten; er war ein hoch spezialisiertes Werkzeug für das Zeitalter der totalen Vernichtung. Er vereinte eine Feuerkraft, die damals fast jeden westlichen Gegner (wie den M48 Patton) gefährden konnte, mit einer Mobilität, die im schwierigen europäischen Gelände entscheidend war.

Sowjetischer T-55AM mit Laserentfernungsmesser auf der Kanone

Von --Gutsul 06:43, 5 October 2006 (UTC) - Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1247201

M48 Patton.

Von Osama Shukir Muhammed Amin FRCP(Glasg) - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=125856218

Die Produktion wurde in einem Tempo hochgefahren, das im Westen Besorgnis auslöste. In Werken wie Omsk und Charkow liefen die Panzer in Tausender-Stückzahlen vom Band. Die Einfachheit der Konstruktion erlaubte es sogar weniger qualifizierten Arbeitern, ein hochkomplexes Kriegswerkzeug zu montieren, ein Kerngedanke der sowjetischen Verteidigungsphilosophie.

Stillgelegte T-55 der ehemaligen VRS in Bosnien

Kapitel 2: Das Herz der Bestie – Antrieb, Mechanik und Mobilität

V12-Dieselmotor T-54/55

Von Balcer~commonswiki - Eigenes Werk, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1202184