Die Schatten von Teheran - Ralf Hagedorn - E-Book

Die Schatten von Teheran E-Book

Ralf Hagedorn

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Beschreibung

Die Schatten von Teheran Von Ralf Hagedorn Ein Attentat. Ein Land am Abgrund. Das Öl auf den Straßen Teherans schimmert schwarz wie das Schicksal des Landes, als ein einziger präziser Schuss die Ära von Präsident Farhad Ahmadi beendet. Inmitten des marmornen Palastes hinterlässt der Mord ein ohrenbetäubendes Vakuum – und eine gefährliche Spur, die tief in das Herz des iranischen Geheimdienstes "Ettela'at" führt. "Die Schatten von Teheran" ist ein hoch spannender Polit-Thriller über Machtmissbrauch, Zivilcourage und die Hoffnung, dass selbst auf verbrannter Erde ein neuer Garten gepflanzt werden kann. "Der alte Baum hat überlebt – doch der Preis für die Wahrheit ist mit Blut geschrieben."

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Seitenzahl: 59

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Die Schatten von Teheran

IMPRESSUM:

Ralf Hagedorn

c/o IP-Management #4887

Ludwig-Erhard-Str. 18

20459 Hamburg

Mit Hilfe von ChatGPT geschrieben.

Einleitung

Das Öl auf den Straßen Teherans schimmerte im Licht der späten Novembernacht, ein spiegelndes, schwarzes Tuch, das die Ankunft des Unausweichlichen verheißt. Es war nicht der Schuss, der die Welt in Atem hielt, nicht das krachende Geräusch, das im marmornen Inneren des marmorierten Palastes Widerhall fand. Es war das anschließende Schweigen. Ein abruptes, ohrenbetäubendes Vakuum, das die Stille des Todes in sich trug.Für Präsident Farhad Ahmadi endete die Ära seines umstrittenen Wirkens nicht in einer feierlichen Staatszeremonie, sondern auf einem orientalischen Teppich, durchtränkt vom Rot, das einst sein Herz speiste. Ahmadi, der mächtigste Mann des Iran, der das Land mit eiserner Hand durch Sanktionen und Aufstände geführt hatte, lag nun da, eine politische Leiche, deren Tod das empfindliche Gleichgewicht des gesamten Nahen Ostens in eine gefährliche Schieflage bringen würde.

Der Mord war klinisch, präzise und bar jeder Spur. Die offiziellen Berichte würden von einem tragischen Unfall, einem Unglück oder vielleicht dem Anschlag einer ausländischen Macht sprechen. Doch im labyrinthartigen Geflecht der Geheimdienstzentrale "Ettela'at" wusste man es besser: Dies war ein Insiderjob. Ein perfekt orchestrierter Akt des Verrats, ausgeführt von einer Hand, die Ahmadi vertraut hatte.

Wer hatte den Mut, das Herz des persischen Staates zu durchbohren?

Welche Schattenorganisation zog die Fäden in den Gassen Therans?

Und vor allem: Was geschah wirklich in jener schicksalhaften Nacht hinter den dicken Mauern des Palastes?

Dies ist die Geschichte von Oberstleutnant Ramin Sharifi, einem ehemaligen Elite-Ermittler, der in Ungnade gefallen ist, nun aber heimlich vom inneren Zirkel rekrutiert wird, um die Wahrheit zu finden, bevor die Lügen den Iran in einen Bürgerkrieg stürzen. Sharifi muss sich durch ein Minenfeld aus rivalisierenden Mullahs, rachsüchtigen Revolutionsgarden und undurchsichtigen internationalen Interessen bewegen. In Teheran wird die Wahrheit oft mit dem Blut derjenigen geschrieben, die sie aussprechen.

Kapitel Eins: Die kalte Stille

Der Rauch von Bahman-Zigaretten hing wie ein feuchter Schleier in Oberstleutnant Ramin Sharifis schäbigem Apartment in Nord-Teheran. Normalerweise war der Ausblick von seinem Balkon auf die geschäftigen Straßen und die fernen Alborz-Berge sein einziger Trost. Heute Abend jedoch glich die Stadt einem gespannten Drahtseil. Die Nachricht hatte sich wie ein elektrischer Schlag verbreitet: Präsident Ahmadi war tot.

Sharifi, der vor zwei Jahren aus dem Dienst der Geheimpolizei gedrängt worden war, ein Opfer politischer Intrigen, die er nie vollständig verstanden hatte, fühlte eine vertraute, kalte Wut in sich aufsteigen. Er wusste, dass die offizielle Erklärung, die morgen in den Staatsmedien verkündet werden würde, eine sorgfältig konstruierte Lüge sein würde. Ahmadi hatte zu viele Feinde, sowohl im Ausland als auch innerhalb der Revolutionären Wächter.

Er trank den letzten Schluck bitteren, kalten Schwarztee. Die Uhr an der Wand, ein kitschiges Modell mit einem Bild die verstorbenen Ayatollahs, zeigte 02:17 Uhr. Ein Geräusch an der Tür riss ihn aus seinen Gedanken: ein leises, präzises Klopfen, zweimal kurz, einmal lang. Das Klopfen des inneren Kreises.

Sharifi zog seine Pistole, eine alte, aber zuverlässige Makarov PM, die er illegal behalten hatte. Er öffnete die Tür nicht sofort, sondern blickte durch den Spion.

Draußen stand General Parviz Azizi. Azizi, der Leiter der Abteilung für innere Sicherheit und Sharifis ehemaliger Mentor, sah aus, als wäre er in den letzten zwei Stunden um zehn Jahre gealtert. Sein makelloser Uniformkragen war zerknittert, und die sonst so scharfen Augen waren müde und panisch.

Sharifi ließ die Waffe sinken und öffnete die Tür einen Spalt. "General," sagte er, seine Stimme war rau von Inaktivität und Rauch. "Ich dachte, Sie hätten mich vergessen." Azizi trat ein, seine Anwesenheit füllte den kleinen Raum sofort mit einer Aura von Macht und Gefahr. Er sah sich nicht um, sondern fixierte Sharifi mit einem Blick, der keine Fragen zuließ.

"Sie wissen, warum ich hier bin, Ramin," sagten Azizi und seine Stimme war ein tiefes, gefährliches Flüstern. "Der Präsident ist tot. Ermordet. Und der Idiot von dem Chef des Personenschutzes erzählt uns etwas von einem Herzversagen." Er machte eine Pause, die nur durch das leise Zischen von Sharifis Klimaanlage unterbrochen wurde. "Ich brauche Sie. Nicht den Mann, der Akten bearbeitet. Ich brauche den alten Ramin Sharifi den, der die Schatten jagt." Azizi zog einen kleinen, versiegelten Umschlag aus seiner Innentasche und drückte ihn Sharifi in die Hand. "Darin steht, was wirklich passiert ist. Sie haben 48 Stunden, um den Namen zu nennen. Wenn Sie scheitern, oder wenn Sie reden, werden wir beide morgen früh in einem anonymen Grab in der Wüste liegen."

Sharifi wog den Umschlag in seiner Hand. Er war wieder drin. Tief drin. Er sah Azizi in die Augen, ein Funke des alten Jagdfiebers glühte auf. "Ich brauche meine Akten, General," sagte Sharifi. "Und ich brauche die Zusicherung, dass mir niemand in den Rücken fällt. Nicht dieses Mal."

Azizi nickte langsam. "Sie bekommen, was Sie brauchen. Aber denken Sie daran, Ramin: Sie sind jetzt nicht der Retter Irans. Sie sind nur derjenige, der dafür sorgt, dass das System überlebt." Mit diesen Worten drehte sich der General um und verschwand so schnell und geräuschlos, wie er gekommen war. Sharifi schloss die Tür, zog den Vorhang vor dem Fenster zu und riss den Umschlag auf.

Kapitel Zwei: Die Geheime Botschaft

Ramin Sharifi entfaltete das Papier im Umschlag. Es war kein offizielles Dokument, sondern ein einzelnes Blatt mit einem Code-Namen, hastig auf einem Stück dickem Büttenpapier notiert. Die Nachricht war kurz, aber ihre Implikationen waren wie ein Schlag in die Magengrube. Nur ein Wort: Qamar. Darunter, in einer winzigen, fast unsichtbaren Schrift, war ein Zeitstempel notiert: 22:45 Uhr. Das war exakt die Zeit, zu der die Palastwache im Protokoll das vermeintliche "Herzversagen" des Präsidenten registriert hatte. Qamar war kein Name; das persische Wort bedeutete Mond. In den komplexen Codierungen des iranischen Geheimdienstes war es der hochsensible Deckname für das persönliche Archiv der ersten Dame, Soraya Ahmadi. Ein Tresorraum, der inoffiziell Haft-Aseman (Sieben Himmel) genannt wurde, tief unter der Privatresidenz des Präsidenten. Sharifi runzelte die Stirn. Die erste Dame hatte seit Monaten inoffiziellen Hausarrest, nachdem sie versucht hatte, einen Brief über Korruption an einen westlichen Diplomaten zu schmuggeln. Warum sollte ihr Archiv der einzige Hinweis sein, den Azizi ihm gab? Er dachte zurück an das Protokoll für einen Mordfall im Palast: Sicherung des Tatorts: Wurde getan, aber manipuliert. Verhör des Personenschutzes: Sinnlos, da diese entweder gekauft oder verängstigt waren. Suche nach dem Motiv: Hier lag der Schlüssel.Azizi vermutete nicht den Täter, sondern das Motiv. Und er glaubte, dass es im Archiv der Ersten Dame verborgen lag. Sharifi zog sein altes, staubiges Notizbuch hervor, das er seit seiner Entlassung kaum benutzt hatte. Er kritzelte den Code-Namen an den oberen Rand der ersten leeren Seite:

$$\text{Qamar} \rightarrow \text{Soraya Ahmadi's Archiv} \rightarrow \text{Motiv}$$.