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Das Buch "Robert Gysae : Ein Leben zwischen den Gezeiten" von Ralf Hagedorn ist eine Biografie über einen der profiliertesten deutschen Marineoffiziere des 20. Jahrhunderts. Es beschreibt den Lebensweg Gysaes von seiner Kindheit in Berlin bis hin zu seiner Karriere in der NATO. Technischer Fokus: Das Buch bietet detaillierte Vergleiche zwischen verschiedenen U-Boot-Typen (Typ VII C und Typ IX D2) und erklärt technologische Neuerungen wie den Einsatz des Tragschraubers "Bachstelze". Die Biografie zeichnet das Bild eines Mannes, der unter Wasser ein Jäger und über Wasser ein Brückenbauer war. Sie dient als Beispiel für die komplexe deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts – zwischen preußischer Tradition, totalem Krieg und demokratischem Neuanfang. Das Buch enthält zudem ein umfangreiches Impressum und Bildnachweise, die Gysaes militärische Auszeichnungen und sein Grab in Maxhütte-Haidhof dokumentieren.
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Seitenzahl: 20
Veröffentlichungsjahr: 2026
Robert Gysae
Ein Leben zwischen den Gezeiten
IMPRESSUM:
Ralf Hagedorn
c/o IP-Management #4887
Ludwig-Erhard-Str. 18
20459 Hamburg
Mithilfe von ChatGPT geschrieben.
Coverbild: By http://uboat.net/men/commanders/396.html, Fair use, https://en.wikipedia.org/w/index.php?curid=37320804
Robert Gysae
By http://uboat.net/men/commanders/396.html, Fair use, https://en.wikipedia.org/w/index.php?curid=37320804
Kapitel 1: Die Wiege in Charlottenburg – Preußisches Erbe und Weimarer Chaos
Robert Karl Friedrich Gysae wurde am 14. Januar 1911 in eine Welt hineingeboren, die kurz vor ihrem Untergang stand. Berlin-Charlottenburg war zu dieser Zeit ein Zentrum des Bildungsbürgertums. Sein Vater, ein strenger, aber gerechter Staatsanwalt, prägte Roberts Weltbild früh durch die Ideale des Rechtsstaates und der unbedingten Pflichterfüllung. Während die wilhelminische Ära in den Ersten Weltkrieg taumelte, erlebte der junge Robert die Entbehrungen der Heimatfront, den Hungerwinter 1917 und die darauffolgende Inflation, die das Vermögen des Mittelstandes vernichtete.
Diese frühen Entbehrungen führten dazu, dass Gysae eine tiefe Skepsis gegenüber politischer Instabilität entwickelte. In der Schule glänzte er weniger durch Genialität als durch Fleiß und eine bemerkenswerte Beobachtungsgabe. Während seine Mitschüler sich in den politischen Straßenschlachten der Weimarer Republik verloren, zog es ihn an die Gewässer der Havel und Spree. Das Element Wasser bot ihm die Ruhe, die das laute Berlin vermissen ließ.
Als er 1931 das Abitur ablegte, war die Arbeitslosigkeit auf einem Rekordhoch. Die Reichsmarine war mit ihren nur 15.000 Mann eine winzige, aber hochprofessionelle Elite. Für Gysae war der Eintritt in die Crew 31 am 8. April nicht nur eine Berufswahl, sondern die Flucht in eine strukturierte Welt. Die erste Station, die II. Schiffstammdivision der Ostsee in Stralsund, war ein Schock: preußischer Drill, endlose Märsche und das Einschleifen militärischer Grundformen. Hier lernte er, dass ein Offizier zuerst dienen muss, bevor er führen kann.
Kapitel 2: Segel im Wind – Die Ausbildung auf der "Niobe" und der "Karlsruhe"
Die maritime Taufe erfolgte am 30. Juni 1931 auf der Niobe. Das Segelschulschiff war eine hölzerne Welt für sich. Hier gab es keine Maschinen, nur Muskelkraft und den Wind. Gysae musste in die Wanten steigen, bei Sturm Segel reffen und lernen, die See blind zu verstehen. Diese "Schule der harten Hand" war entscheidend für sein späteres Verständnis von Kameradschaft. Wer in 30 Metern Höhe bei Windstärke 9 am Mast steht, verlässt sich bedingungslos auf seinen Nebenmann.
Niobe, 1929
Von Torsten1073 - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=149606309
