1,99 €
Fritz Axtmann: Der Weg eines Ritterkreuzträgers Diese Biografie zeichnet das bewegte Leben von Fritz Axtmann nach, einem jungen Mann aus der Oberpfalz, dessen Schicksal untrennbar mit den dramatischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts verbunden war. Geboren im Winter 1914 in der idyllischen Pfaltermühle bei Rappenbügel, wuchs Axtmann in einer Welt auf, die von harter Arbeit, tiefer Religiosität und dem Rhythmus der Natur geprägt war. Der Leser begleitet Axtmann von seinen Wurzeln in der ländlichen bayerischen Heimat bis hin zu seinem freiwilligen Eintritt in die Reichswehr im Jahr 1933. Was als Suche nach Perspektive und Ordnung in einer instabilen Zeit begann, führte ihn durch die mörderische Schule der militärischen Ausbildung in Regensburg direkt in die Feuerstürme des Zweiten Weltkriegs.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 31
Veröffentlichungsjahr: 2026
Fritz Axtmann
Ritterkreuzträger
IMPRESSUM:
Ralf Hagedorn
c/o IP-Management #4887
Ludwig-Erhard-Str. 18
20459 Hamburg
Mithilfe von ChatGPT geschrieben.
Fritz Axtmann
Kapitel 1: Wurzeln in Rappenbügel– Kindheit und Jugend (1914–1933)
Der Winter 1914 war ein dunkler Schatten, der über dem Deutschen Kaiserreich lag. Während an den Fronten in Frankreich und Ostpreußen die ersten großen Materialschlachten des Ersten Weltkriegs tobten, wurde am 7. Dezember 1914 in der abgeschiedenen Idylle der Pfaltermühle ein Junge geboren: Fritz Axtmann.
Die Pfaltermühle, ein Ortsteil von Rappenbügel heute ein Ortsteil von Maxhütte-Haidhof, war weit mehr als nur ein Wohnort; sie war ein Symbol für das alte Bayern. Hier, wo das Wasser der Naab und ihrer Nebenläufe das Mühlrad antrieb, wuchs Fritz in einer Welt auf, die von harter körperlicher Arbeit, tiefer Religiosität und dem unerschütterlichen Rhythmus der Natur bestimmt wurde.
Geburtshaus Fritz Axtmann
Eine Kindheit zwischen den Kriegen
Fritz war ein Kind des Krieges, auch wenn er die Fronten nie sah. Sein Vater und die Männer der Umgebung waren fort, und die Last der Arbeit auf den Höfen und in der Mühle lag auf den Schultern der Frauen und der Alten. Diese frühen Jahre prägten ihn tief. Er lernte früh, dass nichts im Leben geschenkt wurde. Während andere Kinder spielten, musste der junge Fritz mit anpacken, beim Getreideschleppen, bei der Ernte auf den kargen Feldern der Oberpfalz und bei der Instandhaltung der Mahlwerke.
Die Nachkriegszeit war geprägt von Entbehrung. Die Inflation der frühen 1920er Jahre und die darauffolgende Wirtschaftskrise machten auch vor der Pfaltermühle nicht halt. Doch die Familie Axtmann hielt zusammen. Diese familiäre Solidarität und der Stolz auf das Erreichte legten den Grundstein für jene Kameradschaft, die Fritz später als Unteroffizier so sehr schätzen und vorleben sollte.
Schule und Prägung
In der Volksschule galt Fritz als aufmerksamer, wenn auch eher wortkarger Schüler. Er besaß jene typische Oberpfälzer Ruhe, die oft als Sturheit missverstanden wurde, aber in Wahrheit eine tiefe Konzentrationsfähigkeit war. Er war kein Träumer; er war ein Praktiker. Wenn eine Maschine in der Mühle streikte, beobachtete er so lange, bis er den Fehler verstand. Diese Gabe, technische Zusammenhänge schnell zu erfassen und in kritischen Momenten die Ruhe zu bewahren, sollte ihm später an der Front das Leben retten.
Das soziale Leben in der Oberpfalz war eng mit der Kirche und den lokalen Vereinen verknüpft. Fritz war Teil dieser Gemeinschaft. Die Werte von Ehre, Treue zum Wort und Pflichtgefühl waren hier keine abstrakten Begriffe, sondern gelebte Realität. Er wuchs in einem Umfeld auf, das Hierarchien respektierte, aber auch den Wert des Einzelnen an seiner Leistung maß.
Der Entschluss
Als Fritz das Ende seiner Schulzeit und die ersten Berufsjahre erreichte, war die politische Lage in Deutschland hochgradig instabil. Die Weimarer Republik lag in den letzten Zügen, und für einen jungen Mann aus der Provinz boten sich kaum Perspektiven. Die Mühle konnte nicht alle Söhne ernähren.
In dieser Zeit reifte in ihm der Entschluss, sein Glück beim Militär zu suchen. Die Reichswehr genoss trotz ihrer geringen Größe ein hohes Ansehen. Sie versprach Ordnung, eine fundierte Ausbildung und die Chance, über den Tellerrand der Pfaltermühle hinauszublicken. 1933, im Jahr der großen politischen Umwälzungen, meldete sich der kräftige junge Mann freiwillig zum Dienst.
Als er das letzte Mal über die vertrauten Wege der Mühle ging, war er noch ein Bauernsohn. Er ahnte nicht, dass er als einer der am höchsten dekorierten Soldaten seiner Generation in die Geschichte seiner Heimat eingehen würde. Der Weg von der stillen Naab bis in die blutigen Gräben von Propoisk und schließlich nach Kiew hatte begonnen.
Kapitel 2: Der Ruf der Fahne – Ausbildung in Regensburg (1933–1938)
