Ernst Udet - Ralf Hagedorn - E-Book

Ernst Udet E-Book

Ralf Hagedorn

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Beschreibung

Ernst Udet war ein fliegerisches Genie, ein gefeierter Kriegsheld und ein rastloser Lebemann, zugleich aber ein tragischer Charakter zwischen Freiheit und Verantwortung. Diese biografische Erzählung folgt seinem Weg vom begeisterten Flugpionier und Jagdfliegerass des Ersten Weltkriegs über den internationalen Star des Kunstflugs und Films bis hin zum innerlich zerrissenen General im Dienst des NS-Regimes. Schonungslos und vielschichtig zeichnet das Buch das Porträt eines Mannes, der den Himmel liebte, an der Macht zerbrach und zum Sinnbild für die Verführbarkeit des Unpolitischen wurde.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 37

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Ernst Udet

IMPRESSUM:

Ralf Hagedorn

c/o IP-Management #4887

Ludwig-Erhard-Str. 18

20459 Hamburg

Mithilfe von ChatGPT geschrieben.

Generaloberst Ernst Udet

Von Bundesarchiv, Bild 146-1984-112-13 / Conrad / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de,https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5419351

Kapitel 1: Die Kindheit in München und das Erwachen einer Leidenschaft

Ernst Udet wurde am 26. April 1896 in Frankfurt am Main geboren, doch seine Geschichte ist untrennbar mit München verbunden, wohin die Familie kurz nach seiner Geburt zog. Sein Vater, Alois Udet, war ein wohlhabender Ingenieur und Fabrikant für Sanitäreinrichtungen. Diese Herkunft aus einem technikaffinen Elternhaus legte den Grundstein für Ernsts späteres Leben.

Das München der Jahrhundertwende war ein Schmelztiegel aus Tradition und technischem Aufbruch. Während die Kutschen noch das Stadtbild prägten, begannen die ersten Automobile und die Berichte über die Gebrüder Wright die Fantasie der Jugend zu beflügeln. Ernst war kein Musterschüler; das starre bayerische Schulsystem und die lateinischen Vokabeln interessierten ihn wenig. Sein Blick wanderte stets aus dem Fenster des Klassenzimmers in den bayerischen Himmel.

Udet-Karikatur und nationaler Geschwindigkeitsrekord auf He 100V2 aufgestellt

Udet besuchte das Theresien-Gymnasium in München.

By Gamsbart - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1962040

Der Aero-Club und die ersten Flugversuche

Schon im Alter von acht Jahren begann Ernst, Modellflugzeuge zu basteln. Was als kindlicher Zeitvertreib begann, entwickelte sich schnell zu einer Obsession. Gemeinsam mit Gleichgesinnten gründete er 1904 den „Aero-Club München“. Man muss sich die Naivität und den Mut dieser Zeit vorstellen: Junge Männer bauten aus Holzleisten, Leinwand und Klavierdraht Konstruktionen, die heute kaum als flugfähig gelten würden.

Udet war oft auf der Theresienwiese zu finden, wo er seine Modelle steigen ließ. Er beobachtete Vögel, studierte die Thermik und las alles, was er über die Pioniere der Luftfahrt wie Otto Lilienthal finden konnte. Lilienthals Tod im Jahr 1896 Udets Geburtsjahr, wirkte auf den jungen Ernst wie ein mystisches Erbe. Er wollte vollenden, was Lilienthal begonnen hatte.

Lilienthal mit Flügelschlagapparat am 16. August 1894

Der Kampf um die Fluglizenz

Der Weg ins Cockpit war für den jungen Udet jedoch steinig. Mit einer Körpergröße von nur etwa 1,60 m entsprach er nicht dem Idealbild des wilhelminischen Soldaten oder Piloten. Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, versuchte er sich sofort als Freiwilliger zu melden. Er wurde mehrfach abgelehnt, zu klein, zu jung, zu schmächtig.

Doch Udet besaß eine Eigenschaft, die ihn sein ganzes Leben auszeichnen sollte: eine fast trotzige Beharrlichkeit. Da die Armee ihn nicht ausbilden wollte, überzeugte er seinen Vater, ihm eine private Pilotenausbildung zu finanzieren. Dies war damals ein extrem teures und gefährliches Unterfangen. Er schrieb sich in der Flugschule von Gustav Otto (einem Mitbegründer der späteren BMW) in München-Puchheim ein.

Dort lernte er auf instabilen Doppeldeckern die Grundlagen der Aerodynamik. Jeder Start war ein Risiko, jede Landung ein Manöver zwischen Leben und Tod. Im April 1915 hielt er schließlich seinen Flugzeugführerschein in den Händen. Er war nun kein Bittsteller mehr, sondern ein Pilot. Mit diesem Dokument in der Tasche und seinem eigenen Motorrad fuhr er erneut bei den Militärbehörden vor. Diesmal konnten sie ihn nicht abweisen.

Der Eintritt in den Kriegsdienst

Udet wurde zunächst als Kraftfahrer eingesetzt, da Pilotenstellen rar waren. Doch sein Schicksal wendete sich, als er durch Zufall einen Offizier traf, der einen Piloten für Beobachtungsflüge suchte. Sein Weg führte ihn an die Westfront. Hier, in den schlammigen Gräben Frankreichs, endete die Romantik des Fliegens und die harte Realität des modernen Maschinenkrieges begann.

Die ersten Einsätze flog er in einer „Taube“, einem Flugzeug, das aufgrund seiner Form an einen Vogel erinnerte, aber extrem schwer zu steuern war. Udet musste Aufklärungsfotos machen und Artilleriefeuer leiten. Es war eine undankbare Aufgabe, fernab vom späteren Ruhm der Jagdflieger. Doch hier lernte er die wichtigste Lektion: Das Flugzeug war für ihn kein Werkzeug, sondern eine Verlängerung seines eigenen Körpers. Wenn er im Cockpit saß, verschwanden seine Unsicherheiten. Er war kein kleiner Junge aus München mehr, er war der Herrscher über die Lüfte.

Etrich Taube

Kapitel 2: Der Tanz mit dem Tod – Aufstieg zum Jagdfliegerass

Von Schleich und Udet

Die Feuertaufe im Stahlgewitter

Als Ernst Udet 1915 an die Westfront versetzt wurde, war die Fliegerei noch weit von der romantisierten Vorstellung des „Ritters der Lüfte“ entfernt. Er diente zunächst in der Artillerie-Flieger-Abteilung 206. Seine Aufgabe war unglamourös und gefährlich: In klobigen, unbewaffneten Doppeldeckern musste er über den feindlichen Linien kreisen, um die Einschläge der deutschen Artillerie zu beobachten und zu korrigieren.