Der Weihnachtsengel - C.A. Silel - E-Book

Der Weihnachtsengel E-Book

C.A. Silel

0,0

Beschreibung

Nikolai ist wie jedes Jahr an Weihnachten alleine und versinkt in Selbstmitleid. Doch alles ändert sich auf einen Schlag, als er plötzlich Besuch von einem Engel bekommt. Mit ihrer süßen und naiven Art verzaubert sie Nikolai sofort und als sie ihm eröffnet, dass sie ihm einen Wunsch gewährt, muss er nicht lange überlegen...

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 37

Veröffentlichungsjahr: 2014

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



C.A. Silel

Der Weihnachtsengel

Eine erotische Weihnachtsgeschichte

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Der Weihnachtsengel

Impressum neobooks

Der Weihnachtsengel

Nikolai war unglücklich. Er saß mit einem Glas Rotwein auf seinem alten, abgenutzten roten Sofa, das sich in diesem Moment überlegte, ob es Nikolai abwerfen und ausreißen sollte, um vielleicht heute noch eine sexy Ledercouch aufzureißen. Nikolai starrte auf den ausgeschalteten Fernseher und überlegte sich, ob er ihn wohl einschalten sollte. Das Problem war, dass er dazu hätte aufstehen müssen, da er in einem Moment der geistigen Umnachtung die Fernbedienung direkt zum Fernseher gelegt hatte. Seufzend schaute er die Fernbedienung an und wünschte sich einmal mehr, er hätte „die Macht“. Andererseits würde das Fernsehprogramm ihn auch nicht aufmuntern. Um diese Jahreszeit kam irgendwie auf allen Sendern der gleiche Mist.

In diesem Moment drang von draußen gedämpft Musik an sein Ohr. „O Tannenbaum, O Tannenbaum ...“ Nikolai stöhnte gequält. „... wie grün sind deine Blätter!“ Er hasste diesen Text. Blätter? Nadeln! Wie grün? Immer gleich grün! Nikolai seufzte wieder. Er machte sich etwas vor. Er war nicht wirklich wütend, er war einfach nur traurig, wie jedes Jahr. Er hatte keine Freunde, keine Familie, keine Kollegen (zumindest keine netten) - einfach niemanden, mit dem er Heiligen Abend verbringen konnte. Um ihn herum versprühten alle Leute Wärme, Liebe und Geschenke, und er betrank sich wie jedes Jahr mit einem billigen Rotwein allein zu Hause.

Zumindest hatte er einen Kamin. Nicht jeder hatte einen Kamin. Nikolai hatte einen echten, offenen Kamin, in dem man echtes Holz verbrennen konnte. Nikolai mochte seinen Kamin und er war sehr stolz auf ihn. Er starrte einige Zeit in die knisternden Flammen und ließ sich nur zu gerne von ihnen hypnotisieren. „Leg Holz nach ... Leg Holz nach ... Leg Holz nach ...“, schienen sie zu ihm zu sprechen und Nikolai wusste, dass er ihrem unwiderstehlichem Ruf früher oder später folgen würde. Wenn man einmal Feuer im Kamin gemacht hatte, war es schwer wieder herunter zu kommen.

Ein plötzliches Kratzen und Schaben aus dem Schornstein lenkte seine Aufmerksamkeit auf sich. Nikolai lauschte angestrengt. Ja, da war definitiv irgendwas in seinem Schornstein. „Verdammte Tauben!“, grummelte Nikolai griesgrämig und wollte gerade aufstehen, um nach dem Rechten zu sehen, als plötzlich ein panisches „UAAAAH“, aus dem Schornstein schallte. Augenblicke später krachte eine schwarze Gestalt in die Feuerstelle und rollte sogleich auf den Baumwollteppich davor. Sie sprang auf und hüpfte im Kreis. „AU! AU! AU!“, jammerte die Gestalt. Schließlich hatte sie die schwelenden Flammen ausgeschlagen, blieb stehen und drehte den Kopf um zu überprüfen, ob sie noch irgendwo brannte. Nikolai war aufgesprungen und betrachtete den seltsamen Gast aus dem Schornstein. Es war eine ca. 1,65m große junge Frau. Sie hatte ein jugendliches Gesicht mit zwei strahlend blauen Augen, das von langen wallenden Haaren eingerahmt wurde. Ihr Körper war recht schlank und mit den kleinen Brüsten und der schmalen Hüfte wohl irgendwo auf dem halben Weg zwischen Mädchen und Frau mal kurz rechts rangefahren. Sie trug ein kleines Nachthemdchen, das so gerade ihre Brüste und ihren Po bedeckte. Sie war barfuß. Viel interessanter waren für Nikolai jedoch ihre Flügel. Sie wuchsen durch zwei Löcher in ihrem Nachthemd aus dem Rücken und hatten eine beachtliche Größe. Ihm fiel auf, dass sie ganz besonders flauschig aussahen. Außerdem war sein Gast schwarz - komplett schwarz. Ihre Haare, ihre Haut, ihr Nachthemd, ihre Flügel - alles schwarz. Nur die Augen waren leuchtend blau. „Bist du ... der Weihnachtsmann?“, fragte Nikolai zögerlich. Sie schaute jetzt von den kleinen Brandflecken in ihrem Gewand auf und schien erst jetzt zu bemerken, dass sie nicht alleine war. Sie runzelte die Stirn. „Nein, natürlich nicht. Wie kommst du denn auf so einen Unsinn?“, fragte sie mit einer lieblichen Stimme, die Nikolai unweigerlich an das Zwitschern von Vögeln an einem lauen Frühlingstag erinnerte. „Na, wenn du durch den Schornstein kommst ...“, stammelte Nikolai. Sein Gast antwortete noch immer mit gerunzelter Stirn. „Red‘ keinen Unsinn. Den Weihnachtsmann gibt’s nicht.“ Sie reckte sich und legte theatralisch die geballte Faust auf die Brust, während sie mit erhobenem Kopf stolz in die Ferne schaute. „Ich bin natürlich ein Engel.“ Es dauerte einen Moment, bis Nikolais Synapsen den unweigerlichen Schluss aus dieser Aussage fassten. „Oh nein! Der Engel des Todes!“, keuchte er und starrte angsterfüllt den schwarzen Engel an. Sie senkte verwundert die Faust und schaute ihn erneut mit einer in tiefe Falten gelegten Stirn an.