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Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 13 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert. Es war an einem Montagmorgen, als die dreiundzwanzigjährige Marlene Lippert die Bäckerei Terzing betrat. Die immer gut gelaunte Marlene lächelte und grüßte: »Einen wunderschönen guten Morgen, allseits.« Es waren drei Frauen und ein Mann sowie die Bäckermeistergattin, Frau Terzing, die soeben den älteren Mann bediente, die ihren Gruß mehr oder weniger aufgekratzt erwiderten. Nicht jeder war am frühen Morgen bester Laune ... Marlene stellte sich hinten an und hörte den Mann sagen: »Das wär' alles, Frau Terzing. Vielen Dank.« Die Bäckermeistergattin tippte den Einkauf in die Kasse, nannte dem Kunden den Betrag, den er zu bezahlen hatte, der Mann beglich ihn und verließ mit einem ›Pfüat euch‹ auf den Lippen den Laden. Der metallische Bimmelton der Türglocke verklang. »Wie gehts denn allweil so, Marlene?«, fragte einer der Frauen und lachte. »Du sollst ja den Landgraf-Sigmund ganz schön an die Kandare genommen haben, hört man. Manche behaupten sogar, der Bursch' würd' dir regelrecht aus der Hand fressen.« Marlene, eine hübsche, dunkelhaarige Frau mit warmen, braunen Augen, lachte amüsiert auf. »Das ist schon ein bissel übertrieben«, erwiderte sie dann. »Ruhiger ist er schon geworden, der Sigmund. Er ist beispielsweise nimmer allzu sehr drauf erpicht, jeden Berg in der Umgebung zu bezwingen, oder in seiner Freizeit mit seinem Motorrad durch die Gegend zu brettern.« »Und die Madeln soll er auch in Ruhe lassen«, mischte sich eine der anderen Frauen ein. »Na ja, er wird auch auf dem Hof ziemlich gefordert sein.
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Veröffentlichungsjahr: 2026
Es war an einem Montagmorgen, als die dreiundzwanzigjährige Marlene Lippert die Bäckerei Terzing betrat. Die immer gut gelaunte Marlene lächelte und grüßte: »Einen wunderschönen guten Morgen, allseits.«
Es waren drei Frauen und ein Mann sowie die Bäckermeistergattin, Frau Terzing, die soeben den älteren Mann bediente, die ihren Gruß mehr oder weniger aufgekratzt erwiderten. Nicht jeder war am frühen Morgen bester Laune ...
Marlene stellte sich hinten an und hörte den Mann sagen: »Das wär‘ alles, Frau Terzing. Vielen Dank.«
Die Bäckermeistergattin tippte den Einkauf in die Kasse, nannte dem Kunden den Betrag, den er zu bezahlen hatte, der Mann beglich ihn und verließ mit einem ›Pfüat euch‹ auf den Lippen den Laden. Der metallische Bimmelton der Türglocke verklang.
»Wie gehts denn allweil so, Marlene?«, fragte einer der Frauen und lachte. »Du sollst ja den Landgraf-Sigmund ganz schön an die Kandare genommen haben, hört man. Manche behaupten sogar, der Bursch‘ würd‘ dir regelrecht aus der Hand fressen.«
Marlene, eine hübsche, dunkelhaarige Frau mit warmen, braunen Augen, lachte amüsiert auf. »Das ist schon ein bissel übertrieben«, erwiderte sie dann. »Ruhiger ist er schon geworden, der Sigmund. Er ist beispielsweise nimmer allzu sehr drauf erpicht, jeden Berg in der Umgebung zu bezwingen, oder in seiner Freizeit mit seinem Motorrad durch die Gegend zu brettern.«
»Und die Madeln soll er auch in Ruhe lassen«, mischte sich eine der anderen Frauen ein. »Na ja, er wird auch auf dem Hof ziemlich gefordert sein. Es ist ja net nur die Landwirtschaft, sondern seit vergangenem Jahr auch die Zimmervermietung, die ihn in Anspruch nehmen wird. Seine Eltern sind halt auch nimmer die Jüngsten, und wenn’s stimmt, dass der Landgrafhof während der Saison ausgebucht ist, dann hängt da einiges an Arbeit dran.«
»Es ist sicher an der Zeit, dass sich der Sigmund eine Bäuerin auf den Hof holt, die ihm und seinen Eltern bei all der Arbeit ein bissel unter die Arme greift.« Es war Frau Terzing, die das von sich gegeben hatte. »Aber du bist ja auf dem besten Weg, seine Bäuerin zu werden, Marlene. Es ist schon Zeit geworden, dass den Burschen jemand die Zügel angelegt hat. Wenn alles stimmt, was man sich so erzählt, dann war er ja ein ausgesprochen Wilder.«
»Da ist auch viel aufgebauscht worden«, verteidigte Marlene den Burschen, den sie liebte. »Sicher, er war net der Ruhigste. Aber viel umtriebiger als all die anderen Burschen in seinem Alter war er auch net.«
»Er hat sich halt die Hörner abgestoßen«, war der Kommentar einer der anderen Frauen. »Besser in einer Zeit, in der er noch frei und ungebunden ist, als hinterher, wenn er einen Trauring am Finger trägt und plötzlich meint, eine Menge versäumt zu haben.«
»Wie wahr«, sagte Frau Terzing. Sie hatte wieder eine Kundin bedient und nannte den Preis für die Waren. Die Kundin zahlte, nahm ihre Tüte mit den Semmeln und wandte sich ab. »Was kriegst denn du, Kathy«, fragte Frau Terzing die nächste Kundin, die in der Reihe stand.
So fertigte Frau Terzing eine Kundschaft nach anderen ab. Schließlich kam auch Marlene an die Reihe. Mit ihrem Einkauf stieg sie wenig später in ihr Auto, um nach Hause zu fahren. Sie lebte mit ihren Eltern und einer Schwester auf einem Aussiedlerhof in der Gemeinde.
In der Zwischenzeit waren einige weitere Frauen und ein Mann in die Bäckerei gekommen. Eine der Frauen war die Erbling-Maria, die Dorftratsche Nummer eins von St. Johann, vielleicht sogar des ganzen Wachnertals.
Eine der Frauen sagte: »Die Marlene ist schon die richtige für den Sigmund. Die hat ihm gezeigt, wo der Bartl den Most holt. Richtig handzahm soll er geworden sein, der Bursch‘. Von dem Womanizer, der er einmal gewesen sein soll, ist nix mehr übrig.«
»Da kann man nur hoffen, dass das auch so bleibt«, gab eine der anderen Kundinnen zum Besten. »Manche können S‘ nämlich net lassen. Für einige Zeit kann man sie bändigen, aber dann bricht’s wieder bei ihnen durch und sie treiben’s toller denn je.«
»Der Sigmund ist, wenn ich mich net täusch‘, fast achtundzwanzig Jahre alt«, sagte die Bäckermeistergattin. »Da werden die meisten ruhig. Viele sind in dem Alter ja schon verheiratet und haben Familien. Die Marlene wird ihn schon herbremsen, sollt‘ bei ihm noch einmal die Sturm- und Drangzeit zum Ausbruch kommen.«
»Man darf keinem Mannsbild trauen«, mischte sich nun die Erbling-Maria ein. »Gelegenheit macht Diebe. Und wenn so ein Kerl die Gelegenheit bekommt, über die Stränge zu schlagen, dann sagt er bestimmt net nein. Ich könnt‘ eine Reihe von Beispielen aufzählen. Aber das würd‘ zu weit führen. Ich will ja auch ...« Sie brach ab und schaute einen Moment lang nachdenklich auf einen unbestimmten Punkt, schließlich vollendete sie: »Ich will ja auch kein schlechtes Zeugnis abgeben wider meinen Nächsten.« Sie lachte. »Schad‘, dass das unser Pfarrer net gehört hat. Eine solche Äußerung dürft‘ mein Ansehen bei ihm immens heben.«
In dem Moment ging die Tür auf, die Glocke bimmelte, und in den Laden trat Sophie Tappert, die Pfarrhaushälterin.
»Sagen Sie’s der Frau Tappert, Frau Erbling«, rief die Bäckermeistergattin lachend. »Die gibts sicher weiter, und unser Herr Pfarrer wirds zur Kenntnis nehmen.«
Die Tür war zugefallen, Sophie stellte sich hinten an. »Was sollen S‘ mir sagen, Frau Erbling?«, fragte Sophie. »Was soll der Hochwürden zur Kenntnis nehmen? Gibts etwa was Neues zu vermelden? Nachdem Sie immer auf dem neuesten Stand sind, Frau Erbling ...«
»Nix Neues, Frau Tappert. Ich hab‘ lediglich geäußert, dass den Herren der Schöpfung net unbedingt zu trauen ist, dass sie gewissermaßen Gelegenheitstäter sind, und dass ich im Hinblick darauf einige Beispiele aufzählen könnt‘. Ich seh‘ aber davon ab, weil ich net möcht‘, dass ein Gerede entsteht. So etwas geht nämlich schnell. Sie wissen ja selber, wie das ist, Frau Tappert. Man macht eine Äußerung, sie geht von Mund zu Mund, und am Ende ist aus der Mücke ein Elefant geworden. Davon muss man sich tunlichst fernhalten. Man will ja in nix hineingeraten, und man möcht‘ schon gar kein böses Blut erzeugen. Drum lautet meine Devise: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.«
»Das ist eine sehr gute Einstellung, Frau Erbling«, erklärte Sophie. Sie hatte Mühe, ernst zu bleiben. Solche Verbalergüsse der Maria Erbling klangen in den Ohren der Pfarrhaushälterin wie Hohn. »Daran sollten wir uns alle halten. Um wen ists denn gegangen, weil S‘ den Herrn der Schöpfung gewissermaßen in Bausch und Bogen die Vertrauenswürdigkeit absprechen.«
»Um den Landgraf-Sigmund«, antwortete an Stelle der Erbling-Maria Frau Terzing. »Die Lippert-Marlene war vorhin im Laden. Es heißt doch, dass der Sigmund ziemlich in sie vernarrt sein soll. Es ist ruhig geworden um den Burschen. Eine Kundin hat ihn als handzahm bezeichnet.«
»Die wildesten der jungen Burschen, die nie was anbrennen haben lassen, werden oft die besten und treuesten Ehemänner und gute Väter«, sagte eine der anwesenden Kundinnen. »Dafür gibt‘ auch eine Menge Beispiele.«
»Man darf die Mannsbilder net alle über einen Kamm scheren«, erklärte nun Frau Terzing. »Es gibt immer ein paar Ausreißer. Aber es sind ja net nur die Männer, die hin und wieder mal am Rad drehen. Auch Frauen sind net immer frei davon.«
»Es gibt halt solche und solche«, philosophierte die Erbling-Maria. »Aber von meiner Auffassung, dass Gelegenheit Diebe macht, lass‘ ich mich net abbringen. Dazu ist die Versuchung viel zu groß. Das hat ja schon im Paradies begonnen, als die Eva den Adam verführt hat.«
»Heut‘ sind S‘ aber sehr bibelfest, Frau Erbling«, erwiderte die Bäckermeistergattin.
»Tja«, machte die Maria, »man muss halt überall ein bissel mitreden können.«
Sophie und Frau Terzing wechselten einen vielsagenden Blick, Sophie hatte sicher einen Kommentar auf der Zunge, verkniff ihn sich aber und sagte lediglich: »Das kann in der Tat net schaden, Frau Erbling.«
Als der Pfarrer die Morgenmesse gelesen hatte und ins Pfarrhaus zurückgekehrt war, hatte Sophie den Frühstückstisch gedeckt und Kaffee gekocht. Sebastian setzte sich an den Tisch im Esszimmer. Sophie brachte noch ein weichgekochtes Ei im Eierbecher.
»Haben S‘ was Neues erfahren, Frau Tappert?«, fragte der Pfarrer, indes er begann, eine Stangerlhälfte mit Butter zu bestreichen. »Die Bäckerei Terzing ist doch der Ort in St. Johann, an dem die meisten Informationen bereits in aller Frühe zusammenlaufen und von wo aus sie in die Gemeinde getragen werden.«
»Kurz vor mir war die Lippert-Marlene im Laden. Als ich gekommen bin, haben sich die Erbling-Maria und einige andere Kunden sowie die Frau Terzing über den Landgraf-Sigmund unterhalten. Er ist ja seit einiger Zeit mit der Marlene liiert, und die soll ihn ziemlich unter Kontrolle haben. Die Maria hat allerdings sinngemäß geäußert, dass man keinem Mannsbild trauen darf, denn das sind alles Gelegenheitstäter, die der Versuchung nur schlecht oder gar net widerstehen können.«
»Nun ja, der Sigmund war nie ein Kind von Traurigkeit«, erwiderte Sebastian.
»Der Mensch kann sich ändern. Und seit der Sigmund mit der Marlene zusammen ist, tritt er überhaupt nimmer in Erscheinung. Er soll ja mordsverliebt sein, und die Liebe hat ihn vielleicht geläutert. Wobei ich sagen muss, dass er im Endeffekt nix angestellt hat, was man ihm zum Vorwurf machen könnt‘. Dass er mit dem einen oder anderen Madel ein bissel geflirtet und zum Teil auch angebandelt hat, das ist doch normal. Dass er ständig irgendeine Herausforderung gesucht hat, ich möcht‘ fast sagen den Nervenkitzel, sei’s beim Bergsteigen oder beim Motorradfahren, kann man ihm net anlasten. Es ist sein Naturell, das ihn sein lässt, wie er ist.«
»Eben weil er so ist, mag ich ihn«, erwiderte Sebastian. »Ein bissel Luftikus und ein bissel Abenteurer, im Grunde seines Herzens aber ein passabler, junger Bursch, der weiß, wo der Hammer hängt und der da draußen auf dem Landgrafhof den Laden schmeißt. Ich hab‘ mich hin und wieder mit dem Hans, seinem Vater, unterhalten, der lobt den Sigmund in den höchsten Tönen.«
»Darauf kommt’s doch an«, sagte Sophie, »dass einer mit beiden Beinen im Leben steht und den Platz ausfüllt, der ihm zugewiesen ist. Es laufen genug Tagediebe herum, auf die diese Welt verzichten könnt‘. Zu denen gehört der Sigmund ganz gewiss net.«
»Ein wahres Wort, Frau Tappert«, pflichtete Sebastian seiner Haushälterin bei.
*
Am späten Nachmittag war Marlene zum Landgrafhof gefahren. Seit nicht ganz drei Monaten half sie Sigmund Abend für Abend, die Kühe zu verrichten und den Kuhstall zu säubern.
Zunächst aber ging sie ins Wohnhaus, wo sie Sigmund und seine Mutter in der Küche antraf. Sie umarmte Gretl, die sechsundfünfzigjährige Bäuerin, die einen stark vorgealterten Eindruck vermittelte, und die ständig kränkelte. »Grüaß di, Mutter«, grüßte Marlene. »Alles so weit gut bei dir?«
»Na ja, man lebt halt so dahin«, erwiderte Gretl. »Es wird einem halt nix geschenkt. Der Rücken schmerzt, die Hüften schmerzen, mein linkes Bein ist manchmal wie taub ...«
»Du solltest halt mal zum Arzt gehen«, erklärte Marlene. »Solang du versuchst, deine Leiden mit den Einreibemitteln und Salben des Brandhuber-Loisls wegzukriegen, wirst du net von deinen Schmerzen geheilt werden. Der Loisl ist ein Trickdieb. Der stiehlt dir und dem Vater das Geld aus der Tasche und gibt euch dafür wertloses Zeug.«
»Ich glaub‘ an die Naturmedizin«, versetzte Gretl. »Wenn der Loisl sagt, dass einen die Schulmediziner mit ihren Chemikalien ruinieren, dann hat er recht. Meine Eltern und meinen Bruder haben diese studierte Köpf‘ umgebracht. Die haben drauf vertraut, dass die Tabletten und Spritzen helfen. Einen Pfeifendeckel haben sie geholfen. Sie sind alle drei gestorben.«
»Deine Eltern und dein Bruder waren unheilbar krank, Mutter«, entgegnete Marlene. »Da hätten dem Loisl seine Tinkturen und Wässerchen schon gar net geholfen.«
Marlene ließ Gretl los und wandte sich Sigmund zu. Der umarmte sie und gab ihr ein Busserl. »Grüaß di, Schatz«, sagte er mit zärtlicher, weicher Stimme. »Schön, dass du wieder da bist.«
Marlenes Augen strahlten. Seine Liebesbekenntnisse waren Balsam für ihre Seele. »Ich kann es täglich kaum erwarten, dass du mich in die Arme nimmst«, gestand sie.
Später, nachdem sie beide im Stall waren, sagte sie zu Sigmund: »Kannst denn du net mal ein Machtwort sprechen, Schatz? Dem Brandhuber-Loisl seine ...«, Marlene malte zwei Anführungszeichen in die Luft, »... Medikamente sind doch so müßig wie ein Kropf. Man behauptet sogar, dass er für seine Salben, Tinkturen und Tees Unkraut verkocht. Der Wiesinger-Toni hat doch schon vor längerer Zeit das Zeug einer Prüfung unterzogen. Es ist zwar zu dem Ergebnis gekommen, dass es net schadet, aber auch zu dem Schluss, dass es überhaupt net hilft.«
»Sagt dir der Begriff Placebo-Effekt etwas?«, fragte Sigmund.
»Natürlich, ich bin ja net von gestern.«
»Die Mama und der Papa glauben an die Wirkung der Medikamente, die ihnen der Loisl liefert. Sie behaupten es jedenfalls. Und der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge. Ich kann zwar net erkennen, dass sich vor allem bei der Mama ihren Wehwehchen was verbessern würd‘, aber sie ist der festen Überzeugung, dass ihr die Salben und das Mittel zum Einreiben helfen. Schon ihre Mutter war von der Wirkung der Naturmedizin überzeugt. Als sie dann schwer erkrankt war und endlich einen Arzt aufgesucht hat, wars zu spät.«
»Wenn deine Mutter merkt, dass ihr der Loisl wertloses Zeug verkauft, wirds sicher auch zu spät sein«, prophezeite Marlene.
»So krank ist sie ja net, dass man sich Sorgen machen müsst‘«, versetzte Sigmund. »Wenn die Mama meint, es hilft ihr, und wenn sie der Papa in dieser Auffassung bestärkt – was will ich dagegen machen? Also sollen s‘ dem Loisl sein wertloses Zeug kaufen. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.«
