Die schönsten Kindergeschichten - Melany de Isabeau - E-Book

Die schönsten Kindergeschichten E-Book

Melany de Isabeau

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Beschreibung

Die schönsten Kindergeschichten zum Lesen und Vorlesen...

Das E-Book Die schönsten Kindergeschichten wird angeboten von Books on Demand und wurde mit folgenden Begriffen kategorisiert:
Mädchen, Wald, Tiere, Garten, Liebe

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Seitenzahl: 70

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Inhaltsverzeichnis

Wie knipst ein Glühwürmchen sein Licht an?

Peter Pinsel, Fachmann für Leuchtfarben aller Art

Pips und Pipseline

Plinki das Glühwürmchen

Hallo jetzt komme ich...

Der Ur – Enkel von Robin Hood

Hugo der Wal

Die gefährliche Hexe

Sven und der Traum vom Fliegen

Der Tannenzapfen

Wie knipst ein Glühwürmchen sein Licht an?

Die Nacht war warm und klar. Der Vollmond schaute blitzblank geputzt auf die Erde herab. Am Himmel funkelten tausend Sterne. Und auf der Erde hörte man überall in den Büschen und Sträuchern sehr leises Flüstern und lautes Wispern: „Habt ihr schon gehört – es ist wieder mal soweit... Und denkt daran – bald ist wieder Glühwürmchen Fest. Das dürft ihr nicht vergessen... „Au, fein, bald ist Glühwürmchen Fest. Das habe ich gerade draußen auf den Wiesen und in den Zweigen gehört. Darf ich denn da auch einmal mitgehen? Bitte, ja, bitte“, bettelte das kleine Glühwürmchen Mädchen. Was willst du denn je, auf dem Glühwürmfest?“, brummte nun sehr streng Vater Glühwurm, der immer großen Wert darauf legte, als „Leuchtkäfer“ und nicht als Glühwürmchen bezeichnet zu werden. Überhaupt, Glühwürmchen, was für ein schrecklicher Name für so ein edles Geschlecht aus der Familie der Johanniswürmchen“, schimpfte er. „Und dann auch nun noch, Glühwürmchen Fest – wie sich das schon anhört. Da geht es doch um die tolle Nacht der Johanneswürmchen. Und da haben so kleine Mädchen wie du absolut gar nichts zu suchen. Und damit war für den Papa das Thema zu Ende. Aber die Johanna ließ gar nicht locker: Mein lieber Papa! Wenn du schon glaubst, dein kleines Töchterlein sei für das Glühwürmchen Fest noch zu klein, dann kannst du ihm doch aber bitte nur eines erklären: Wie machen es die Glühwürmchen, dass sie an warmen Sommernächten nun so wunderschön leuchten können? Wie bekommen sie denn ihr gelblich grünes Blinklicht an? Papa, verrate es mir doch.“ „Das weißt du also auch nicht“ ,triumphiert' der Vater. „Damit ist der Fall, doch ganz klar, dass du nicht zum Glühwürmchen Fest – äh, ich meine zum Liebesfest der Johanneswürmchen gehen kannst.“ „Und wieso nicht?“, fragte Johanna nun ein wenig bockig. Weil am Eingang Gieselbert, der Oberglühwurm, als Kontrolleur steht', erläuterte der Vater. „Und nur wer sein Glühwürmchen Licht an – und ausknipsen kann, der darf hinein ins tolle Vergnügen. Und wer noch so klein ist wie du, der muss eben noch draußen bleiben.“ Mama Glühwürmchen tat ihre kleine Tochter leid. Sie zog sie ein wenig näher zu sich heran und streichelte ihr mit den Fühlern über das Köpfchen: „Sei nicht traurig, kleine Johanna. Ich weiß auch nicht genau, wie das mit dem Blinklicht geht. Ich kann dir nur eines sagen: Als ich deinen Papa kennenlernte, hat es plötzlich geklappt. Ich blinkte! Aber wie – das weiß ich bis heute nicht.“ Johanna verließ das große Kürbisblatt der Eltern und zog sich ein bisschen beleidigt unter ihrem Stachelbeerstrauch zurück. „Pah, das wäre doch gelacht, wenn ich nicht herausbekommen würde, wie nun der Trick mit dem Blinklicht funktioniert“, dachte sie und schlief darüber ein. Am nächsten Morgen hatte es bei Johanna „klick“ gemacht. Sie war sich sicher, dass sie jetzt ganz nahe vor des Rätsels Lösung stand. Siegesgewiss steuerte je das Glühwürmchen Geschäft von Karl – Heinz Kabel an.

Guten Tag, Herr Elektriker“, begann das kleine Glühwürmchen Mädchen sein großes Problem zu erklären. „Ich brauche nur einen Lichtschalter und eine Glühbirne, weiter nichts.“ „Und was willst du denn damit anfangen?“, wollte Karl – Heinz Kabel wissen. Ganz einfach“, antwortete Johanna. Ich nehme die Glühbirne in die eine Hand und knipse mit der anderen den Schalter an. Und dann bin ich ein richtiges Glühwürmchen, weil dann nämlich das kleine Licht angegangen ist...“ „Hahaha – hihihi“, lachte der Elektriker, „du bist ja süß. Aber so geht das eben wirklich nicht, mit dem Blinklicht bei euch Glühwürmchen. Da muss es noch einen anderen Trick geben. Aber welchen...?“ Johanna verabschiedete sich von dem freundlichen Elektriker Karl – Heinz Kabel und schlenderte langsam unschlüssig und einn bisschen enttäuscht nun die Straße entlang. Plötzlich blieb sie an einem Schaufenster kurz stehen und machte gleich einen Luftsprung. “Das ist die Lösung. Ich kaufe mir eine Laterne und leuchte damit. Endlich kann ich dann auch zum Glühwürmchen Fest gehen und werde am Eingang nicht von Giselbert, dem Oberglühwurm, wieder weggeschickt.“ Johanna betrat nun das Kaufhaus von Ludmilla Lampe, und sagte dann artig „Guten Tag“ und kam dann auch gleich zur Sache: „Ich brauche eine Laterne, damit ich mit ihr wie ein richtiges Glühwürmchen leuchten kann. Ludmilla Lampe sah sich das kleine verzweifelte Glühwürmchen genau an und schüttelte dann den Kopf. „Mein liebes Kind, so eine Laterne ist doch viel zu schwer für dich. Außerdem – ein einziger Windstoß – und die Kerze in der Laterne ist ausgepustet. Das geht so nicht. Du musst dir etwas anderes ausdenken, wenn du wie ein richtiges kleines Glühwürmchen leuchten willst.“ Das kleine Glühwürmchen wurde immer trauriger. Es hatte sich doch schon so sehr auf das Glühwürmchen Fest – oder wie der Papa immer sagt – auf dieser Liebes – Nacht der Johanniswürmchen gefreut. Dann erblickte Johanna plötzlich ein Schild, auf dem der Maler Peter Pinsel seine Dienste anbot. Und wisst ihr, was auf diesem Schild in ganz großen Buchstaben stand?

Peter Pinsel, Fachmann für Leuchtfarben aller Art

Das ist es“, schoss es Johanna durch den Kopf. „Leucht – Farbe! Da lasse ich mich doch ganz einfach von Kopf bis Fuß mit gelblich grüner Leuchtfarbe anmalen – ich bin ja schließlich aus der Familie der Leuchtkäfer – wie der Papa immer sagt. Und so komme ich bestimmt auch durch die Einlasskontrolle.“ Kurz darauf betrat sie den Malerladen, und kam dann auch gleich zur Sache. Oh, bitte, bitte, lieber Peter Pinsel“, bettelte Johanna, male meinen ganzen Körper mit Leuchtfarbe an. Ich möchte auch die Schönste auf dem Glühwürmchen Fest sein. Ich möchte nämlich dann, eine ganze lange Nacht gelblich grün erstrahlen. Aber dem Maler kamen Bedenken. „Wir probieren es erst einmal mit ganz wenig Leuchtfarbe an deinen Fußspitzen. Mal sehen, ob die Farbe an deinem Körper auch wirklich leuchtet.“ Johanna war einverstanden. Aber als Peter Pinsel den ersten Strich mit der gelblich grünen Leuchtfarbe auf Johannas vorderstes linkes Bein gemalt hatte, schrie das Glühwürmchen auf vor Schmerz: Stopp, Stopp, hör sofort auf“, rief es, das brennt ja fürchterlich. Das kann ich nicht ertragen.“ Jetzt war auch der Maler Peter Pinsel ratlos. „Tut mir ja sehr leid, ich hätte dich gern zum Glühen gebracht. Aber mit meiner Leuchtfarbe geht das wohl nicht. Armes kleines Glühwürmchen!' Traurig verließ sie den Laden von Peter Pinsel. Johanna senkte nun ihr kleines Köpfchen und setzte sich völlig entmutigt an den Straßenrand: Keiner kann mir helfen. Keiner kann mir sagen, wie ich mein Glühwürmchen Licht nun anknipsen kann. Der Elektriker Karl – Heinz Kabel hat nur gelacht, als ich ihm eine Glühbirne und einen Lichtschalter je abkaufen wollte. Und die Verkäuferin Ludmilla Lampe hat nur den Kopf geschüttelt, als ich nach einer Laterne fragte. Und der Maler Peter Pinsel hat mir mit seiner Leuchtfarbe sogar wehgetan. Was fange ich jetzt nur an, ich armes kleinnes Würmchen?“ Und zwei dicke Tränen kullerten aus Johannas Augen und tropften in das Gras. Es war inzwischen schon etwas dunkler geworden, und die Abenddämmerung brach herein. Johanna hatte gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen war. Sie wollte sich schon irgendein Blatt zum Schlafen für die Nacht suchen, als es plötzlich ganz hell wurde. Eine Fee mit langen blonden Haaren in einem weißen Kleid stand vor ihr. Johanna wusste im ersten Augenblick gar nicht, ob sie schon träumte oder ob alles tatsächlich so war, wie sie es sah. Die Fee sprach: Warum weinst du denn, mein kleines