Dr. Karsten Fabian - Folge 168 - Ina Ritter - E-Book

Dr. Karsten Fabian - Folge 168 E-Book

Ina Ritter

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Beschreibung

Eben hatte Florentine Fabian ein merkwürdiges, ja, geradezu unheimliches Erlebnis! Sie war mit dem Fahrrad unterwegs, als sie Jan-Peter Busch am Straßenrand stehen sah. Natürlich hat sie angehalten, um ein kurzes Schwätzchen mit ihm zu halten, doch er hat sie nicht erkannt. Dabei duzen sie sich seit ewigen Zeiten!

Was ist los mit ihm? Florentine hat ihm dringend geraten, in die Praxis zu kommen und sich von ihrem Mann untersuchen zu lassen. Aber ob Jan-Peter sich morgen noch daran erinnert?

Und Jan-Peter ist nicht der Einzige, um den Florentine sich momentan große Sorgen macht. Auch seine Schwester ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Leidet sie so sehr unter der Trennung von ihrem Verlobten? Dabei munkelt man doch, dass Daniela selbst Arne verlassen hat. Und das kurz vor der Hochzeit.

Da werden noch viele Tränen fließen ...

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Seitenzahl: 110

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Inhalt

Cover

Impressum

Die wichtigsten Bewohner Altenhagens

Noch eine letzte Nacht im Glück

Vorschau

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabe der beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

© 2016 by Bastei Lübbe AG, Köln

Verlagsleiter Romanhefte: Dr. Florian Marzin

Verantwortlich für den Inhalt

Titelbild: Anne von Sarosdy / Bastei Verlag

Datenkonvertierung E-Book: Blickpunkt Werbe- und Verlagsgesellschaft mbH, Satzstudio Potsdam

ISBN 978-3-7325-3582-8

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

Die wichtigsten Bewohner Altenhagens:

Dr. Karsten Fabian – Arzt mit Leib und Seele, ehemals Chirurg im Elbe-Krankenhaus.

Florentine Fabian – geborene Fiedler, seine immer vergnügte, bildhübsche Frau.

Svenja, Tim und Jan – die aufgeweckten Kinder der Fabians, die von allen verwöhnt werden.

Dr. Albrecht Heideck – der ältere der beiden Landärzte, wohnt und praktiziert mit seinem jungen Kollegen in der Löwenvilla. Er ist Witwer.

Johannes Bruhns – Imker, Heidschnuckenzüchter und bester Freund von Dr. Heideck. Er kennt sich in der Naturheilkunde bestens aus.

Gerlinde Semmelweiß – Haushälterin in der Löwenvilla, abergläubisch und immer auf dem Laufenden, was Neuigkeiten im Dorf betrifft.

Schwester Bernhardine – unentbehrliche Helferin von Dr. Fabian und Dr. Heideck.

Helene Fromm

Noch eine letzte Nacht im Glück

Als Daniela den Mann verließ, den sie liebte

Von Ina Ritter

Eben hatte Florentine Fabian ein merkwürdiges, ja, geradezu unheimliches Erlebnis! Sie war mit dem Fahrrad unterwegs, als sie Jan-Peter Busch am Straßenrand stehen sah. Natürlich hat sie angehalten, um ein kurzes Schwätzchen mit ihm zu halten, doch er hat sie nicht erkannt. Dabei duzen sie sich seit ewigen Zeiten!

Was ist los mit ihm? Florentine hat ihm dringend geraten, in die Praxis zu kommen und sich von ihrem Mann untersuchen zu lassen. Aber ob Jan-Peter sich morgen noch daran erinnert?

Und Jan-Peter ist nicht der Einzige, um den Florentine sich momentan große Sorgen macht. Auch seine Schwester ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Leidet sie so sehr unter der Trennung von ihrem Verlobten? Dabei munkelt man doch, dass Daniela selbst Arne verlassen hat. Und das kurz vor der Hochzeit.

Da werden noch viele Tränen fließen …

»Wo steckt Jan-Peter bloß wieder?«, fragte Elsbeth Busch seufzend ihre Tochter. »Er weiß doch, dass das Essen abends pünktlich auf dem Tisch steht.«

»Er wird vergessen haben, auf die Uhr zu schauen«, vermutete Daniela nachsichtig lächelnd. »Wahrscheinlich ist er noch bei Henrike, und da kannst du nicht erwarten, dass er an dein Essen denkt. So wichtig das natürlich auch ist«, setzte sie schmunzelnd hinzu.

Ihre Mutter ärgerte sich über dieses Lächeln. »Jawohl, es ist wichtig«, beharrte sie auf ihrem Standpunkt. »Regelmäßige Mahlzeiten dienen der Erhaltung der Gesundheit.«

»Amen«, ergänzte Daniela und lachte laut. »Ich rufe bei Henrike an und erinnere deinen Sohn, dass er im Begriff steht, ein Staatsverbrechen zu begehen.«

»Mach du dich nur lustig über mich! Wenn du erst einmal selbst Verantwortung für eine Familie trägst …«

»Ja, ja …« Die bildhübsche Daniela lief hinaus, weil sie keine Lust hatte, sich die Predigt ihrer Mutter anzuhören.

Sie wählte die Nummer von Jan-Peters Freundin und hatte Glück, dass Henrike selbst an den Apparat kam.

»Erinnerst du Jan-Peter ans Abendessen?«, bat Daniela nach ein paar einleitenden Floskeln. »Bei uns hängt der Haussegen schon ein bisschen schief. Kann er sich mal wieder nicht von dir losreißen?«

»Jan-Peter ist nicht bei mir. Wir waren zwar verabredet, aber … Ob er Überstunden macht?«

»Dann hätte er angerufen. Hoffentlich ist ihm auf der Fahrt nichts zugestoßen. Doch dann hätte man uns sicher schon benachrichtigt«, versuchte Daniela sich zu beruhigen. »Es passt gar nicht zu ihm, so rücksichtslos zu sein.«

»Einmal muss er damit anfangen. Er ist ja sonst immer so ein braver Sohn, der tut, was man von ihm erwartet«, meinte Henrike. So, wie sie es sagte, klang es nicht abfällig. »Vielleicht besichtigt er noch einen Bauplatz?«

»Ohne dich mitzunehmen?«, wandte Daniela skeptisch ein.

»Wenn er mich überraschen will … Rufst du mich an, wenn er bei euch eintrifft?«

»Selbstverständlich. Bis dann.«

Ein paar Falten standen auf Danielas Stirn, als sie den Hörer zurücklegte. Sie konnte sich nicht erinnern, dass ihr Bruder sich jemals verspätet hatte, ohne das vorher mitzuteilen.

»Bei Henrike ist er nicht«, teilte sie ihrer Mutter mit, als sie in die Küche zurückkehrte. »Aber deshalb brauchen wir uns bestimmt keine Sorgen zu machen.«

»Das kannst du leicht sagen. Wenn ihm nun etwas zugestoßen ist …«

»Dann hätte die Polizei uns längst benachrichtigt. Stell sein Essen warm, Mutti.«

»Etwas anderes bleibt mir nicht übrig. Dein Vater hat Hunger und ein Recht auf eine pünktliche Mahlzeit. Dass Jan-Peter uns gar nicht informiert hat, wenn er später kommt …«

Auf ihrer Stirn standen Falten, als sie zum Schrank ging und den Tisch deckte. Selbstverständlich half Daniela ihr dabei.

»Das Essen ist fertig«, rief sie ihrem Vater zu, der gerade frisch geduscht aus dem Badezimmer kam.

»Ich bin gleich so weit.«

Die beiden sahen sich an und lächelten in geheimem Einverständnis. Sie verstanden sich sehr gut und machten sich manchmal über Elsbeth ein bisschen lustig, weil diese Kleinigkeiten so schrecklich ernst nahm.

Nach dem Essen wusch Daniela das Geschirr ab, dann folgte sie ihren Eltern ins Wohnzimmer, wo die Nachrichten liefen.

»Kommt Arne heute nicht?«, fragte Elsbeth Busch leise, denn sie wollte ihren Mann nicht stören, der intensiv den Bericht über die Wirtschaftslage verfolgte.

»Nein.«

Daniela gab keine Begründung, denn es ging ihre Mutter nichts an, was ihr Freund vorhatte. Sie sah nicht auf den Bildschirm, sondern träumte mit offenen Augen vor sich hin. Nächstes Jahr wollten sie heiraten. Bis dahin war ihr Haus bestimmt fertig. Wenigstens einmal die Woche besuchten sie den Bauplatz, den Arne schon vor Jahren am Rande von Altenhagen gekauft hatte, ein Grundstück mit schönem Blick auf die Heide.

»Ich rufe mal bei der Polizei an.«

Mitten in der Wettervorhersage stand Elsbeth auf. Es war inzwischen dunkel geworden, und Jan-Peter hatte immer noch nichts von sich hören lassen.

Daniela stand neben ihrer Mutter, als die telefonierte. Nein, ein Unfall war nicht gemeldet worden. Der Beamte riet, noch etwas abzuwarten.

»Vielleicht hat Ihr Sohn einen Freund getroffen und dabei vergessen, auf die Uhr zu schauen. Machen Sie sich noch keine Sorgen, Frau Busch. In Deutschland geht kein Mensch verloren.«

»Das kann er leicht sagen«, knurrte Elsbeth, als sie den Hörer zurückgelegt hatte. Sie nagte nervös auf ihrer Unterlippe, während sie vor sich hinstarrte. »Bestimmt ist ihm irgendetwas zugestoßen.«

»Ich setze mich ins Auto und fahre die Strecke ab, die er kommen muss«, schlug Daniela vor, die sich jetzt gleichfalls Sorgen machte.

Vielleicht finden wir sein Auto irgendwo am Straßenrand, dachte sie. Jan-Peter war gesund, aber trotzdem konnte ihm irgendetwas zugestoßen sein. Vielleicht war ihm Wild vors Auto gelaufen, er instinktiv ausgewichen und im Graben gelandet …

Horst Busch, Danielas Vater, schüttelte nur den Kopf über die Nervosität seiner Frauen.

»Der Junge sitzt bestimmt in irgendeiner Kneipe mit einem Bekannten zusammen. Macht doch nicht solch ein Theater!«

Die beiden Frauen hörten selbstverständlich nicht auf ihn. Daniela öffnete die Tür ihres Autos auf der Beifahrerseite und ließ ihre Mutter einsteigen, bevor sie sich selbst hinter das Steuer setzte. Als sie das Ortsschild von Altenhagen passiert hatten, fuhr sie sehr langsam weiter, schaute intensiv nach rechts und links, und nach ungefähr acht Kilometern sah sie tatsächlich den Wagen ihres Bruders auf einem Feldweg, der von der Landstraße abging.

»Sein Auto!«, stieß Elsbeth erregt hervor.

Sie öffnete die Wagentür, noch bevor Daniela ganz angehalten hatte.

Jan-Peters Wagen war leer, die Türen unverschlossen. Hilflos sah Elsbeth ihre Tochter an, als erwarte sie von Daniela eine Erklärung.

Die junge Frau zuckte ratlos mit den Schultern.

»Lass uns in den Wald gehen«, schlug sie vor.

Irgendetwas mussten sie tun, und etwas Besseres fiel ihr nicht ein.

»Jan-Peter«, rief sie, als sie nach etwa hundert Metern den Waldrand erreicht hatten.

Ein paar Vögel schreckten hoch und protestierten empört gegen die Störung ihrer Ruhe.

Daniela entdeckte ihren Bruder zuerst. Er kam von einem schmalen Seitenweg und blieb dann stehen.

»Jan-Peter!« Elsbeth raste auf ihn zu und nahm ihn in die Arme. »Wir haben uns solche Sorgen gemacht. Was hast du hier zu suchen?«

Ihr Sohn sah sie an und schloss dann gequält die Augen.

»Ich weiß nicht … plötzlich war ich hier, und …« Er fuhr sich mit der Hand über die Stirn. »Wie spät ist es eigentlich?«

»Fast zweiundzwanzig Uhr. Warum hast du nicht angerufen? Und was willst du hier?«

»Ich weiß nicht … ich weiß es wirklich nicht, Mutti. Tut mir leid, dass Ihr euch Sorgen gemacht habt. Ich bin pünktlich losgefahren, und … was dann passiert ist, weiß ich nicht. Habe ich einfach vergessen.«

»Wie kann man so etwas vergessen?«, fragte Elsbeth aufgebracht. »Nun sag schon, was du hier wolltest.«

»Ich weiß es nicht«, wiederholte Jan-Peter gequält. Er war fast einen Kopf größer als seine Mutter, ein athletisch gebauter Mann mit einem meist zufrieden wirkenden Gesicht. Aber jetzt machte er einen zerquälten Eindruck. »Ich vergesse manchmal, was ich will. Im Büro machen sie sich schon über mich lustig.«

»Du bist einfach überarbeitet. Es wird Zeit, dass du Urlaub bekommst. Henrike hat übrigens heute auf dich gewartet.«

»Henrike?«, wiederholte Jan-Peter den Namen, als verbände er damit keinen Begriff.

»Ja, deine Freundin.«

»Und die heißt Henrike?« Jan-Peter schluckte. »Wenn ihr es sagt …«

»Was ist mit dir los, Junge?« Elsbeths Entsetzen wuchs. »Du musst doch wissen, wer Henrike ist. Ihr wollt demnächst heiraten.«

»Tatsächlich?«, fragte der junge Mann. Er schien förmlich in sich zusammenzusinken. »Es wird wohl wirklich Zeit, dass ich Urlaub mache«, murmelte er kaum verständlich.

Henrike … Er versuchte sich zu erinnern, aber da kam nichts. Ihm war, als griffe eine eiskalte Hand nach seinem Herzen und presse es zusammen. Er rang nach Luft.

Daniela schob ihren Arm stützend unter seinen. Sie hatte Angst, ihr Bruder würde umsinken.

»Komm jetzt mit. Ich mache dir dein Abendessen warm. Wie lange bist du schon hier im Wald?«, fragte Elsbeth.

»Ich … ich weiß es nicht.«

Aber Jan-Peter verspürte jetzt tatsächlich Hunger. Sein Magen knurrte unüberhörbar. Am Waldrand blieb er stehen und blickte zum klaren Sternenhimmel empor. Was wollte ich hier?, fragte er sich. Es muss doch einen Grund geben, weshalb ich in den Wald gegangen bin. Doch er konnte sich nicht erinnern.

»Setz dich in mein Auto, Mutter fährt mit deinem zurück.«

Daniela war klar, dass ihr Bruder jetzt nicht ans Steuer gehörte. Irgendetwas musste ihn völlig durcheinandergebracht haben.

Wortlos fügte sich der junge Mann. Er ließ sich schwer auf den Beifahrersitz fallen und starrte vor sich hin. Aber so sehr er auch grübelte, die Erinnerung kam nicht zurück. Er wusste, dass er im Büro gewesen war. Doch was danach passiert war …

»Ruf zuerst Henrike an, sie macht sich schon große Sorgen um dich«, schlug Daniela vor, als sie ihr Elternhaus erreicht hatte.

»Wenn du meinst …«

Was soll ich ihr bloß sagen, dieser Frau, die ich nicht kenne?, fragte sich Jan-Peter. Doch er nahm den Hörer in die Hand und ließ sich von Daniela die Nummer wählen. Schon nach dem zweiten Klingeln wurde am anderen Ende abgehoben.

»Hallo, da bin ich wieder!«

»Gott sei Dank«, stieß Henrike hervor. »Wo warst du nur so lange? Warum hast du nicht angerufen?«

Wenn ich das nur selbst wüsste, dachte Jan-Peter.

»Bitte, sei mir nicht böse …«

»Kommst du noch mal kurz bei mir vorbei?« Henrikes Stimme klang sehnsüchtig. Sie hatten sich den ganzen langen Tag nicht gesehen. »Oder soll ich kommen? Deine Stimme klingt so merkwürdig. Hast du irgendetwas?«

»Nein, nein, mit mir ist alles in Ordnung.«

»Gar nichts ist mit ihm in Ordnung!« Daniela nahm ihrem Bruder den Hörer aus der Hand. »Wenn es dir nichts ausmacht, komm bei uns vorbei. Ich glaube, Jan-Peter braucht dich.«

Der junge Mann schluckte, als er das hörte. Würde er Henrike erkennen? Er verspürte plötzlich rasende Kopfschmerzen, während er vergeblich versuchte, sich zu erinnern.

Elsbeth war noch damit beschäftigt, sein Abendessen zu wärmen, als Henrike klingelte.

»Nun geh schon öffnen, und lass dir eine gute Ausrede einfallen«, riet Daniela und gab ihrem Bruder einen gut gemeinten Knuff in die Seite. »Du hast einiges wiedergutzumachen.«

»Ja, ja, wenn du meinst …« Jan-Peter hatte es keineswegs eilig, zur Haustür zu kommen. Seine Hand war bleischwer, als er sie hob und auf die Klinke legte.

Eine junge, hübsche Frau stand draußen.

»Henrike!«, stieß er erleichtert hervor. Er streckte die Arme aus und zog sie an sich. »Mein Liebling …« Die Erinnerung war wieder da, und mit ihr kam das Schuldbewusstsein. »Tut mir leid, dass du dir Sorgen gemacht hast. Ich … ich hatte noch zu tun und darüber ganz vergessen, anzurufen. Wird nicht wieder vorkommen, großes Ehrenwort.«

»Das will ich auch hoffen.« Henrike schmiegte sich an seine Brust. »Und was hattest du Besseres vor, als dich mit mir zu treffen?«, fragte sie und sah zu ihm hoch.

Jan-Peter war überdurchschnittlich lang, wirkte aber dabei durchaus proportioniert.

»Das … das will ich nicht verraten.« Weil ich es nicht weiß, dachte Jan-Peter, aber das konnte er unmöglich sagen.

»Du hast bestimmt einen Bauplatz besichtigt. Nun mach es nicht so spannend!«

»Dir kann man auch gar nichts verheimlichen. Ein Kollege hat mir den Tipp gegeben, aber das Grundstück hat mir überhaupt nicht gefallen. Es liegt an einer viel befahrenen Straße und ist zu teuer. Ich wollte dich nicht unnötig bemühen, deshalb habe ich nicht angerufen.«

Jan-Peter fand es schlimm, dass er Henrike belügen musste, aber die Wahrheit konnte er ihr unmöglich sagen – weil er diese Wahrheit selbst nicht verstand.

***