Dr. Karsten Fabian - Folge 185 - Ina Ritter - E-Book

Dr. Karsten Fabian - Folge 185 E-Book

Ina Ritter

0,0
1,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Dr. Albrecht Heideck, der zusammen mit Dr. Fabian die Landarztpraxis in Altenhagen führt, erinnert sich noch gut daran, wie er Daniela Salander vor über zehn Jahren sagen musste, dass sie niemals eigene Kinder haben würde. Damals führte er die Praxis noch ohne seinen Kollegen.

Schwester Bernhardine verhalf Daniela und ihrem Mann Robert zu einem Adoptivkind, der vierjährigen Annika, der damit ein Leben im Heim erspart blieb. Aber wer glaubte, das kleine Mädchen hätte nun sein Glück gefunden, der sah sich im Laufe der Jahre enttäuscht. Denn Daniela wurde zu aller Überraschung doch noch schwanger, bekam Zwillinge und hätte die Kleine am liebsten wieder ins Heim gebracht, aber das ging natürlich nicht, und so lässt sie Annika auch heute noch Tag für Tag spüren, wie unerwünscht sie ist. Den einzigen Trost findet das Mädchen in Robert, ihrem Adoptivvater, der sie mehr liebt als seine eigenen Kinder ...

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 114

Veröffentlichungsjahr: 2017

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhalt

Cover

Impressum

Die wichtigsten Bewohner Altenhagens

Wer schenkt Annika ein bisschen Glück?

Vorschau

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabe der beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

© 2017 by Bastei Lübbe AG, Köln

Programmleiterin Romanhefte: Ute Müller

Verantwortlich für den Inhalt

Titelbild: shutterstock / Alena Ozerova

Datenkonvertierung E-Book: Blickpunkt Werbe- und Verlagsgesellschaft mbH, Satzstudio Potsdam

ISBN 978-3-7325-4681-7

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

Die wichtigsten Bewohner Altenhagens:

Dr. Karsten Fabian – Arzt mit Leib und Seele, ehemals Chirurg im Elbe-Krankenhaus.

Florentine Fabian – geborene Fiedler, seine immer vergnügte, bildhübsche Frau.

Svenja, Tim und Jan – die aufgeweckten Kinder der Fabians, die von allen verwöhnt werden.

Dr. Albrecht Heideck – der ältere der beiden Landärzte, wohnt und praktiziert mit seinem jungen Kollegen in der Löwenvilla. Er ist Witwer.

Johannes Bruhns – Imker, Heidschnuckenzüchter und bester Freund von Dr. Heideck. Er kennt sich in der Naturheilkunde bestens aus.

Gerlinde Semmelweiß – Haushälterin in der Löwenvilla, abergläubisch und immer auf dem Laufenden, was Neuigkeiten im Dorf betrifft.

Schwester Bernhardine – unentbehrliche Helferin von Dr. Fabian und Dr. Heideck.

Helene Fromm

Wer schenkt Annika ein bisschen Glück?

Zu Herzen gehender Heideroman um das Leid eines Heimkindes

Von Ina Ritter

Dr. Albrecht Heideck, der zusammen mit Dr. Fabian die Landarztpraxis in Altenhagen führt, erinnert sich noch gut daran, wie er Daniela Salander vor über zehn Jahren sagen musste, dass sie niemals eigene Kinder haben würde. Damals führte er die Praxis noch ohne seinen Kollegen.

Schwester Bernhardine verhalf Daniela und ihrem Mann Robert zu einem Adoptivkind, der vierjährigen Annika, der damit ein Leben im Heim erspart blieb. Aber wer glaubte, das kleine Mädchen hätte nun sein Glück gefunden, der sah sich im Laufe der Jahre enttäuscht. Denn Daniela wurde zu aller Überraschung doch noch schwanger, bekam Zwillinge und hätte die Kleine am liebsten wieder ins Heim gebracht, aber das ging natürlich nicht, und so lässt sie Annika auch heute noch Tag für Tag spüren, wie unerwünscht sie ist. Den einzigen Trost findet das Mädchen in Robert, ihrem Adoptivvater, der sie mehr liebt als seine eigenen Kinder …

In atemloser Spannung wartete Daniela Salander damals, vor fünfzehn Jahren, auf Dr. Heidecks Antwort. Der Landarzt hielt den Brief, den der Gynäkologe aus der Kreisstadt ihm geschrieben hatte, in den Händen. Dabei zog er die Brauen zusammen.

»Ich kann doch Kinder bekommen?«, drängte die junge, recht hübsche Frau, als ihr das Schweigen zu lange dauerte.

Noch immer schaute Albrecht Heideck, der damals noch die Praxis allein geführt hatte, auf das Schreiben des Kollegen, obwohl er es längst durchgelesen hatte. Es fiel ihm schwer, seiner Patientin die Wahrheit zu sagen, aber er hatte keine Wahl.

Erst einmal räusperte er sich ein paarmal, bevor er den Bogen sinken ließ und über den Schreibtisch hinweg auf Frau Salander schaute.

»Es tut mir leid«, sagte er mit belegter Stimme. »Aber der Frauenarzt kann Ihnen keine Hoffnung machen, dass Sie jemals eigene Kinder bekommen können.«

Daniela Salander wurde aschfahl. Sie umklammerte mit beiden Händen die Lehnen des Stuhls.

»Sind Sie ganz sicher?«, fragte sie mit versagender Stimme.

Dabei war ihr klar, dass Dr. Heideck die Wahrheit sagte. Seit fünf Jahren war sie verheiratet, seit fünf Jahren warteten sie und ihr Mann auf ein Kind, fünf lange Jahre vergeblich.

»Haben Sie schon einmal daran gedacht, ein Kind zu adoptieren?«, fragte Dr. Heideck. »Sie werden es genauso lieb gewinnen wie ein eigenes Kind, davon bin ich überzeugt. Im Waisenhaus warten viele Jungen und Mädchen darauf, neue Eltern zu bekommen. Denken Sie einmal darüber nach.«

Daniela presste die Zähne tief in die Unterlippe. Sie wollte ein eigenes Kind haben, kein fremdes, und sie war überzeugt, ein adoptiertes Kind nie so lieben zu können wie ein eigenes.

»Und eine Operation?«, fragte sie gepresst.

Der Landarzt zuckte resigniert mit den Schultern.

Daniela senkte den Kopf. Sie hatte verstanden.

»Dann … dann danke ich Ihnen, Herr Doktor. Die Medizin macht ja täglich Fortschritte … Wenn Sie einmal von der Möglichkeit hören, wie man mir helfen kann …«

»Dann werde ich Sie selbstverständlich sofort informieren«, fiel Dr. Heideck ihr freundlich ins Wort und stand auf.

Er war wie immer in Zeitdruck, das Wartezimmer übervoll. Selbst die Stühle auf der Diele der Löwenvilla, wie man das Haus in Altenhagen allgemein nannte, waren besetzt, und einige Patienten mussten sogar stehen.

Dr. Heideck seufzte, bevor er seine tüchtige Helferin, die Hebamme Schwester Bernhardine, bat, den nächsten Patienten hereinzurufen. Heute würde er nur eine sehr knapp bemessene Mittagspause haben, aber daran war er allmählich gewöhnt. Wie lange halte ich diese Schufterei noch aus?, fragte er sich und erwog wieder einmal, einen jungen Kollegen in seine Praxis aufzunehmen.

Nur wer hatte schon Lust, auf dem Lande zu arbeiten, noch dazu in einem Heidedorf, in dem gar nichts los war! Kein tüchtiger Arzt, dachte er, keiner, für den sein Beruf auch Berufung ist. Und ein anderer passte nicht hierher, das war jedenfalls Albrecht Heidecks feste Überzeugung. Nur Idealisten starben allmählich aus.

Besorgt schaute Schwester Bernhardine ihn an, bevor sie zur Tür ging, die ins Wartezimmer führte. Sie machte sich Sorgen um ihren Chef, der schließlich nicht mehr der Jüngste war.

»Daniela tut mir leid«, sagte sie, bevor sie die Tür öffnete, um einen neuen Patienten hereinzurufen.

»Mir auch«, knurrte Dr. Heideck gereizt. Er litt darunter, jemandem nicht helfen zu können.

Trotz der vielen Jahre, die er schon als Arzt arbeitete, hatte er sich noch kein dickes Fell zugelegt.

Schwester Bernhardine verstand und nahm ihm seinen Ton absolut nicht übel. Wie alle Patienten liebte und verehrte sie ihren Doktor, der seit einigen Jahren Witwer war und keine Zeit und vielleicht auch keine Lust hatte, sich um eine neue Frau zu bemühen. Mit ihren Gedanken folgte sie Daniela Salander. Als Hebamme wusste sie, was für ein Glück es für die meisten Frauen ist, zum ersten Mal ihr Baby im Arm zu halten. Ein Glück, das Daniela für immer versagt bleiben würde.

Es sei denn, es geschieht ein Wunder, dachte sie, und obwohl sie mit beiden Beinen in der Wirklichkeit stand, hatte sie nicht verlernt, an Wunder zu glauben. Sie erlebte sie manchmal in der Praxis. Patienten, die alle Ärzte aufgegeben hatten, wurden plötzlich gesund. Und vielleicht …

Nein, dachte sie, ich will mir nichts vormachen, der Gynäkologe aus der Kreisstadt ist tüchtig und zuverlässig, er hätte solch eine Diagnose niemals gestellt, wäre er sich seiner Sache nicht sicher. Ob ich Daniela heute Abend einmal aufsuche und mit ihr über eine Adoption sprechen?, überlegte sie.

Sie wusste einiges über die Ehe der Salanders, eine gute Ehe. Aber wenn ihnen ihr größter Wunsch versagt blieb, wenn der Mann wusste, dass er Kinder zeugen konnte, würde die Ehe dann Bestand haben? Robert war ein Kindernarr, das wusste Bernhardine. Und deshalb …

»Ich tu es«, murmelte sie im Selbstgespräch.

»Was haben Sie gesagt?«, fragte Dr. Heideck brummig.

Seine Nerven lagen in letzter Zeit bloß, er ging beim geringsten Anlass in die Luft.

»Nichts«, antwortete Schwester Bernhardine. »Frau Wohlers, bitte.«

Die Arbeit in der Praxis ging weiter, Daniela Salander war schließlich nur eine von viel zu vielen Patienten.

***

Inzwischen hatte Daniela ihr Haus erreicht und schloss die Tür auf. Wie still es hier war. Sie blieb in der geräumigen Diele stehen und lauschte, aber außer dem Tropfen eines Wasserhahns, den sie wohl nicht gut genug geschlossen hatte, hörte sie nichts.

Ich sollte vielleicht wieder arbeiten, dachte sie, denn sie brauchte eine Beschäftigung. Das Herumsitzen zu Hause lag ihr nicht, und wenn sie keine Kinder bekommen würde … Wie bringe ich das Robert bei? Das war die Frage, die sie schon die ganze Zeit beschäftigte, seitdem sie die letzte Diagnose kannte. Such dir eine andere Frau, die dir Kinder schenken kann? Nein, dachte sie, niemals. Aber er sehnt sich nach Kindern. Sie schob einen Finger in den Mund und biss verzweifelt auf den Knöchel. Der Schmerz brachte sie zur Besinnung.

Ein Kind adoptieren … Robert wäre damit vielleicht einverstanden, dachte sie, aber ich nicht. Nur habe ich eine andere Wahl? Sie ging nervös in der Diele hin und her. Was sage ich Robert? Wieder die Frage, auf die es doch eigentlich nur eine einzige Antwort gibt: Sie musste ihm die Wahrheit sagen. Und damit vielleicht ihre Ehe riskieren.

Soll ich ihn belügen? Ihn hinhalten? Wir sollen Geduld haben, hat Dr. Heideck gesagt … Nein, dachte sie, ich kann Robert nicht belügen. Er würde es sofort merken.

Sie beschloss, ein paar Einkäufe zu erledigen, hauptsächlich, um sich abzulenken. In dem Heidedorf Altenhagen gab es ein Geschäft, das sein Besitzer in einem Anfall von Größenwahn »Supermarkt« nannte. Allerdings konnte man dort das meiste kaufen, das man normalerweise brauchte. Sonst musste man in die Kreisstadt fahren. Die Busse fuhren allerdings relativ selten. Wenn man kein eigenes Auto besaß, brauchte man viel Zeit.

Aber die habe ich ja, dachte Daniela, als sie ihren Einkaufswagen an den Regalen vorbei schob, ohne die angebotenen Artikel bewusst wahrzunehmen.

»Was hat der Doktor gesagt?«, riss eine unangenehm schrille Stimme sie aus ihrem Grübeln.

Daniela schreckte zusammen und drehte den Kopf.

»Ach du, Grete.«

Neben ihr war eine hagere, spitznasige Frau aufgetaucht, Grete Roloff, die gefürchtete Klatschbase des Dorfes. Sie wusste alles über andere und steckte ihre Nase liebend gern in fremde Angelegenheiten.

»Was soll er gesagt haben?«, wich Daniela aus.

»Das möchte ich ja gerade von dir hören. Is wohl nichts mit Kindern?« Sie wusste selbstverständlich, weshalb Daniela den Arzt aufgesucht hatte. »Nimm es nicht zu schwer. Kinder sind im Grunde genommen nur eine Last, eine richtige Plage. Als Babys lassen sie dich nicht zur Ruhe kommen, und so wie sie aus dem Gröbsten raus sind, werden sie frech, und dann verlassen sie dich, ohne sich um dich zu kümmern. Ich verstehe einfach nicht, weshalb manche Frauen so verrückt nach Kindern sind.«

Daniela verspürte nicht die geringste Lust, sich ausgerechnet mit Grete Roloff über ihre Herzenswünsche zu unterhalten. Ein Wunder, dass die jemals einen Mann gefunden hat, dachte sie.

»Sprichst wohl nicht mit jedem?«, fragte Grete und kicherte hämisch. »Brauchst mir gar nicht zu sagen, was dir der Doktor verkündet hat. Ich sehe es dir vom Gesicht ab. Ist nichts mit Kinderchen.«

»Lass mich doch in Ruhe!«, fuhr Daniela die aufdringliche Frau an.

Ihre Augen füllten sich mit Tränen.

»Schon gut, schon gut. Man darf ja wohl noch fragen. Schließlich nimmt man Anteil.«

Die junge Frau floh förmlich zur Kasse und legte die Waren mit zitternden Händen auf das Laufband.

Bertha Lammers, die Frau des Besitzers, blickte mitleidig zu ihr hoch. Sie wusste, was für eine Plage die Roloff war. Leider hatte sie nur keine Möglichkeit, ihr das Betreten des Geschäftes zu verbieten. Die Roloff kam jeden Tag, manchmal sogar mehrfach und kaufte immer nur eine Kleinigkeit. Beim Diskounter in der Kreisstadt war ja alles viel billiger, hatte sie Bertha einmal gewohnt gehässig mitgeteilt.

»Dann kauf doch dort, was willst du hier noch?«, hatte Frau Lammers damals geantwortet, aber Grete Roloff ließ sich selbstverständlich nicht abhalten, ihre »vergessenen« Einkäufe bei Lammers zu erledigen, auch wenn die Wucherpreise nahmen.

Wissen denn alle, dass ich keine Kinder bekommen kann?, fragte sich Daniela Salander, als sie nach Hause hetzte. Ihr war, als schauten die entgegenkommenden Frauen sie mitleidig an. Sie stellte die Einkaufstasche auf den Küchentisch und vergaß, die Sachen in den Kühlschrank zu räumen. Sie blickte durch die bis unten verglaste Tür in den Garten, den Robert liebevoll und mit viel Geschick in Ordnung hielt. Die Sommerblumen blühten verschwenderisch und dichter und schöner als irgendwo in der Nachbarschaft. Dort sollte die Sandkiste hin, dachte sie, während sie auf eine Stelle im Rasen sah, dicht vor der Terrasse. Sie hatten damals alles geplant, als sie dieses Haus kauften. Und jetzt … gepflegter Rasen, aber keine Sandkiste.

Die Zeit bis zum Abend verging ihr quälend langsam. Sie hatte die Fenster geputzt, obwohl sie an und für sich sauber gewesen waren. Sie konnte nicht stillsitzen.

Und dann kam ihr Mann, pünktlich wie immer. Als er aus dem Auto stieg, sah Daniela seinem Gesicht an, wie gespannt er war. Ihre Augen überzogen sich mit einem feuchten Schimmer, als sie zur Tür ging und öffnete.

»Was hat Doktor Heideck gesagt?« Robert nahm seine Frau in die Arme und schaute prüfend in ihr blasses Gesicht. »Es muss doch eine Möglichkeit geben … Wir sind beide gesund, und …« Er brach hilflos ab.

»Das Essen ist fertig. Wenn du willst, kann ich es gleich auftragen.«

»Ich wasche mir nur noch die Hände.« Die Stimme des Mannes klang tonlos.

Er wollte seine Frau nicht weiter fragen, ihr Gesicht und ihre Haltung hatten ihm schon gesagt, was er wissen wollte. Er brauchte heute im Badezimmer länger als sonst, bis er ins Esszimmer ging. Wie immer hatte Daniela den Tisch hübsch gedeckt. Sie war eine sehr tüchtige Frau. Und dass sie noch keine Kinder hatten, durfte er ihr nicht übelnehmen.

»Was hast du heute gemacht?«, fragte er freundlich beim Essen.

»Eingekauft, Staub gesaugt, alle Fenster geputzt … Arbeit finde ich immer.«

Eine Beschäftigung, um die Zeit totzuschlagen, dachte Daniela. Sie machten ja kaum etwas schmutzig, weshalb also jeden Tag sauber machen?

»Du solltest dir mehr Ruhe gönnen.« Er tupfte sich mit der Serviette die Lippen ab und stand auf. »Gibt es heute Abend etwas Vernünftiges im Fernsehen?«

»Ich habe noch nicht ins Programmheft geguckt.«

Ich muss es ihm sagen, dachte Daniela, während sie das benutzte Geschirr aufs Tablett stellte und in die Küche trug. Abwaschen würde sie es morgen.

Sie schreckte zusammen, als es an der Tür klingelte.

»Ich mache schon auf«, rief sie Robert zu, der schon im Wohnzimmer war.

Ihre Augen weiteten sich vor Erstaunen, als sie Schwester Bernhardine draußen stehen sah.

»Darf ich reinkommen?«, fragte die schon damals mollige Arzthelferin.

»Selbstverständlich. Entschuldigen Sie …«