Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Niemand ahnt, dass Delia ein Geheimnis in sich trägt. Als kleines Mädchen erweckte sie die letzten Drachen Ruans aus ihrem tausendjährigen Schlaf. Doch nicht nur dieses Geheimnis ist besonders an ihr. Früh zeigt sich ihr Talent im Schwertkampf und sie findet ungewöhnliche Kampfgefährten. Doch ihre wahre Gabe offenbart sich erst in Molgula, der verschollenen Zauberstadt. Hier findet sie ein Artefakt, das nicht nur ihr eigenes Leben verändern wird.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 253
Veröffentlichungsjahr: 2015
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Antje Marschinke
Drachenkind
Ruan: Aus dem Zeitalter des Chydors, Buch 4
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Ein Sturm
Drachenkind
Das Drachental
Ein Gasthaus
Zwei Krieger
Reisegefährten
Der Schwertmeister
Schwertschüler
Schwertfrauen
Parannais
Schwertträgerin
Unerwartete Hilfe
Grünhäuter
Eine ungewollte Schiffsreise
Eine Abmachung
Eine Karte
Nach Norden
Molgula
Ein Schwert
Etwas Brauchbares
Der Untergang
Der Älteste
Darien
Zerstörer der Dunkelheit
Dram
Eine weitere Reise
Historie von Ruan
Namen von Personen, Völkern und Städten
Vorschau 5. Buch: Träumerin
Impressum neobooks
Magie,
ob schwarz oder weiß,
nur Eine zahlt keinen Preis.
Der Sturm wütete mit einem Zorn und einer Kraft, wie sie Kaufherr Sandez von Trand noch nie erlebt hatte. Verzweifelt klammerte er sich an die Schiffsreling und starrte hoffnungsvoll in den Wind. Er sandte ein Stoßgebet nach dem anderen zum Himmel.
Warum musste dieser Sturm ausgerechnet jetzt ausbrechen? Gerade auf dieser Fahrt hatte er seine Familie mitgenommen, um sie zum ersten Mal von der Insel Trand ans große Festland zu bringen.
Wie sehr hatten die beiden ihn gedrängt sie mitzunehmen. Und wie sehr hatten sie sich gefreut, als er endlich zugestimmt hatte.
Bei allen Göttern, es wäre so ungerecht, wenn ausgerechnet auf dieser Fahrt etwas passieren würde.
Unruhig warf er einen Blick zu den Kajüten. In einem kleinen Zimmer saßen seine Frau Leona und seine neunjährige Tochter Delia und klammerten sich aneinander. Beide waren zum ersten Mal in ihrem Leben auf dem Meer und standen Todesängste aus.
Ein Warnschrei ertönte, und gleichzeitig hörte Sandez ein fürchterliches Knirschen. Der Mast brach und donnerte mit einem gewaltigen Krachen nach vorne.
Sandez hatte Glück, dass er nicht getroffen wurde, aber zu seinem Entsetzen sah er, dass der Mast auf die Kajüten geschlagen war.
„Nein“, schrie er und arbeitete sich durch das Chaos hin zu den Trümmern. Die Matrosen kümmerten sich nicht um ihn. Sie versuchten mit all ihren verbliebenen Kräften das Schiff manövrierfähig zu halten, doch es war unschwer zu erkennen, dass alle Mühen umsonst waren. Besorgt warf der Kapitän einen Blick in den Süden. Der Orkan hatte sie während der letzten Tage immer näher an die Frostwüste getrieben, und es war empfindlich kalt geworden.
Trotzdem, die einzige Möglichkeit zur Rettung bildeten wohl nur die Rettungsboote, da das Schiff leckte und es sich nur noch um eine kurze Zeit handeln konnte bis es sank.
Er gab die entsprechenden Befehle.
Unterdessen wühlte Sandez verzweifelt in den Trümmern und suchte nach seiner Familie. Er bekam gar nicht mit, wie die Beiboote ins Wasser gelassen wurden.
Ein Matrose wurde beauftragt, die überlebenden Passagiere zu holen. Er fand lediglich Sandez, welcher wie wahnsinnig Holzbalken und Trümmer beiseite schleppte.
„Geben Sie auf“, schrie der Seemann gegen den Sturm. „Da ist niemand mehr am Leben. Kommen Sie ins Beiboot.“
Sandez sah ihn mit glühenden Augen an. „Das sind meine Frau und mein Kind“, brüllte er, „Ich glaube erst an ihren Tod, wenn ich ihre Leichen sehe.“
„Sie sind verrückt“, schrie der Matrose, „wir können nicht auf Sie warten. Die Frostwüste rückt immer näher, und bald wird das Schiff sinken.“
Er versuchte Sandez fortzuziehen, aber dieser riss sich los und wandte sich wieder seiner Suche zu.
Der Matrose stieß einen Fluch aus, aber er hatte kein Interesse weiter auf Sandez einzureden. Sollte dieser Kaufherr doch verrecken. Er hatte sein Möglichstes getan. Weiter fluchend eilte er zu den Beibooten.
Sandez ächzte unter dem Gewicht der Trümmer. Erst als die Beiboote schon längst wie verirrte Nussschalen weit fort auf den Wellen tanzten, wurde er fündig.
Das blaue Kleid seiner Frau leuchtete zwischen zwei Balken hervor und spornte ihn erneut an. Keuchend stemmte er das Holz zur Seite und drehte seine Geliebte vorsichtig auf den Rücken.
Sie war tot. Ein Balken hatte ihr das Rückgrat gebrochen und ihre toten blauen Augen starrten ihm voll Entsetzen entgegen.
Unter ihr lag zusammengekauert und bebend die kleine Delia. Ihre Mutter hatte sich schützend über sie geworfen und sie damit wie durch ein Wunder gerettet.
Sandez war schon zu erschöpft, um zu weinen oder gar zu schreien. Innerlich zerriss es ihn, doch er schob mit aller Macht die Trauer beiseite. Zärtlich schloss er mit der Hand die Augen der Toten.
„Leb wohl, Geliebte, Leona, mein Herz“, hauchte er. Dann zog er das verängstigte Kind hoch und trug es an Deck.
Das Schiff schlingerte heftig und konnte jeden Moment auseinander brechen.
Sandez drückte Delia an sich und murmelte beruhigende Worte. Dabei ließ er seinen Blick über das Chaos schweifen. Schließlich sah er eine breite Planke. Er raffte mit einer Hand Seilwerk an sich und trug Delia zu dem Brett. Vorsichtig setzte er sie darauf und schnürte das Mädchen fest. Delia sah ihn mit großen blauen Augen an. Sandez kniete sich nieder und blickte ihr ernst ins Gesicht.
„Du musst jetzt tapfer sein“, sagte er. „Mutter ist tot, und vielleicht werden auch wir sterben. Aber ich werde alles tun, damit du lebst. Ich werde dich gleich ins Wasser bringen, das muss sein. Doch werde ich so lange wie möglich bei dir bleiben. Hast du verstanden?“
Delia nickte und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht.
„Du bist ein mutiges Mädchen“, murmelte Sandez und streichelte ihr ein letztes Mal durch die blonden Locken, die so sehr den Haaren seiner Frau ähnelten. „Ich liebe dich.“
Dann schleifte er das Brett mit Delia zum Bootsrand und stieß es vorsichtig ins Wasser. Glücklicherweise landete es auf der richtigen Seite. Sandez sprang seiner Tochter nach.
Die Kälte raubte ihm den Atem, als er in die Fluten eintauchte. Das Meer war eisig. Sandez versuchte verzweifelt das Brett zu erreichen, welches mit seiner Tochter immer weiter abtrieb.
„Vater“, schrie Delia panisch und streckte die Arme nach ihm aus
„Delia“, keuchte Sandez und spuckte sofort Salzwasser. Das aufgewühlte eiskalte Wasser schien sämtliche Lebenskräfte aus ihm zu ziehen. Der Kaufherr spürte wie seine Bewegungen immer langsamer wurden.
„Delia“, flüsterte er. „Mögen die Götter dich schützen.“
Delia schrie, als sie sah wie ihr Vater immer weiter zurückblieb und schließlich versank. Dann raubte das Entsetzen ihr jegliche Sinne.
Sie sah nicht die zarten, durchsichtigen Leiber, die den Körper ihres Vaters tief hinunter zogen, um ihn dort zu seiner letzten Ruhe zu betten. Und sie sah nicht den schwebenden Tanz der Nyrphiden um die zerborstenen Reste des Schiffes. Durchscheinende Augen betrachteten das kleine Mädchen, traurig und mitleidig.
Ein Menschenwesen. - So klein, so allein. - Es wird sterben, so wie die anderen. - Was scheren uns die Erdverbundenen? - So klein, so allein. - Es ist nur ein unbedeutendes Geschöpf. - Nein, es ist anders, fühlt ihr das nicht? - So klein, so allein. - Es braucht Erde. - So viele Tote, lasst es genug sein. - Bringt es zur Erde. - Ja, bringt es nach Süden.
Als Delia erwachte, schaukelte das Brett langsam auf den Wellen. Das Wasser hatte eine tiefgrüne Farbe und der Himmel war von leuchtendem Blau. Als sie einen Blick nach Süden warf, schloss sie geblendet die Augen.
Vor ihr lag die Küste der Frostwüste in einem strahlenden Weiß. Keuchend stieß Delia den Atem aus, der sich als weiße Wolke erhob und gegen den Himmel schwebte.
„Wie schön“, flüsterte Delia. Langsam wurde sie die Küste entlang getrieben und konnte sich kaum an der gleißenden Schönheit satt sehen.
Nachdem sie ihr erstes Staunen überwunden hatte, spürte sie die durchdringende Kälte. Sie trug zwar einen dicken Wintermantel, doch er war nass und schwer und Delia hatte das Gefühl nackt zu sein.
Mit der Kälte kam auch die Erinnerung. Sie schlug sich die Hände vor das Gesicht und wimmerte leise in sich hinein. Immer wieder sah sie den hellen Kopf ihres Vaters in den Wellen und erblickte die gebrochenen Augen ihrer Mutter.
Ein kleiner Ruck stieß sie aus ihrer Verzweiflung. Das kleine Floß war gegen eine Eisplatte gestoßen und lag für kurze Zeit still.
Delia reckte den Hals und erkannte, dass die Eisplatte mit dem Festland verbunden schien. Hastig versuchte sie die Knoten des Seiles zu lösen. Aber das Tau war steifgefroren, und Delia rieb sich die Finger blutig. Verzweifelt merkte sie, wie sie an der Platte vorbeigetrieben wurde. Trotzdem mühte sie sich weiter ab.
Als sie endlich frei war, schwamm sie wieder über eine größere Wasserfläche. Delia unterdrückte ein Weinen.
´Du musst jetzt tapfer sein´, hatte ihr Vager gesagt; und das würde sie sein, das nahm sie sich fest vor. Sie wollte ganz schrecklich tapfer sein.
Doch nicht nur die nagende Kälte war unangenehm. Langsam spürte sie großen Durst, und ein Hungergefühl bohrte sich penetrant in ihre Eingeweide. Es blieb ihr trotzdem nichts anderes übrig, als auf eine weitere günstige Gelegenheit zu warten.
Was sie an Land erwartete, wusste sie nicht. In den Erzählungen, die sie kannte, wurde berichtet, dass keine Menschen in der Frostwüste lebten, und auch Tiere gab es nur wenige. Delia hatte vom gefährlichen Schneetiger und den harmlosen Robben gehört. Auch Vögel fanden keinen Lebensraum hier im Süden. Der Name Frostwüste hatte schon seine Berechtigung.
Delia stellte fest, dass sie immer weiter auf einige Eisberge zugetrieben wurde, doch es dauerte noch eine endlos lange Zeit, bis sie eine weitere Gelegenheit an Land zu springen erhielt. Dabei hielt sie krampfhaft das Seil in den Händen, um mit dem Floß in Verbindung zu bleiben. Sie hatte zu große Angst ins Wasser zu fallen und sich nicht festhalten zu können. Aber sie landete unverletzt auf dem Eis.
Keuchend zog sie das Brett ein Stück hinter sich her. Dann blieb sie stehen und sah sich um.
Vor ihr erhob sich ein riesiger zerklüfteter Berg, welcher aber nicht ausschließlich aus Eis zu bestehen schien.
Delia überlegte, was sie tun sollte. Das dringendste was sie brauchte waren Nahrung und Wärme, und beides schien unerreichbar zu sein. Immerhin konnte sie ihren Durst an dem Schnee und Eis stillen. Doch wie sie hier Nahrung finden konnte, wusste sie nicht.
Schließlich beschloss sie, zuerst die Umgebung zu erkunden. Vorsichtig kletterte sie über ein paar Felsen und begann den Berg zu umrunden. Dabei musste sie die Augen zu kleinen Schlitzen zusammenkneifen, da das Eis die Sonne grell reflektierte. Als sie auf der Landseite des Berges war, verschnaufte sie und blickte nach oben. Ihre Lungen brannten vor Kälte. Plötzlich entdeckte sie eine höher gelegene Stelle in den Felsen. Das war doch eine Höhle!
Aufgeregt fing sie an zu klettern, aber dann stockte sie. Wenn nun Schneetiger darin waren? Und sie hatte gar kein Licht! – Nach kurzem Zögern kletterte sie weiter. Sie hatte keine Wahl. Sie musste einen wärmeren Ort finden, sonst würde sie erfrieren.
Als Delia ihr Ziel erreichte, hielt sie unwillkürlich die Luft an. Das Loch war viel größer, als sie gedacht hatte. Es war riesig. Aber sie konnte nicht weit hinein sehen. Innen war es stockdunkel.
Vorsichtig betrat sie die Höhle und tastete sich in die Dunkelheit hinein. Langsam, sehr langsam gewöhnten sich die Augen an die Dunkelheit, und sie nahm schemenhafte Umrisse wahr. Furchtsam hörte sie auf ein tiefes Pfeifen und Rauschen, das die Höhle erfüllte. Es war sehr laut, aber noch erträglich. Das ist bestimmt der Wind, dachte sie und tastete sich weiter.
Delia stellte fest, dass die Höhle alles andere als geräumig war. Dauernd war sie gezwungen riesigen Felssäulen auszuweichen, und das unheimliche Raunen erfüllte sämtliche Höhlungen.
Schließlich blieb sie vor Angst zitternd stehen. Aller Mut schien aufgebraucht. Das Mädchen erwartete jederzeit, einem Schneetiger in den Rachen zu laufen.
Sei tapfer, dachte sie immer wieder, sei tapfer. Nach ein paar weiteren zaghaften Schritten stieß sie plötzlich gegen etwas Hartes, das raschelnd zur Seite kippte.
Delia blieb wie erstarrt stehen. Doch dann fasste sie sich ein Herz und bückte sich, um den Gegenstand zu ertasten. Es fühlte sich an wie ... wie Holz! Holz! Delia juchzte erfreut auf und schlug sich im gleichen Moment die Hand vor den Mund. War sie verrückt? Wenn hier nun wirklich ein Schneetiger war? Ihr war überhaupt nicht klar, dass, wenn wirklich ein Schneetiger dagewesen wäre, dieser sie schon längst entdeckt hätte.
Schnell stellte sie fest, dass sehr viel Holz den Boden bedeckte. Sie fragte sich nicht, wie es hierher gekommen war. Für sie zählte nur, dass es da war.
Sie trug einen riesigen Stapel zusammen und hockte sich dann vor ihm nieder. Ihr Vater hatte ihr beigebracht, wie man mit einem Feuerstein Funken schlug. Er war ein weitgereister und erfahrener Mann gewesen, und Delia war ein wissbegieriges Kind, das bereitwillig alles gelernt hatte, was er bereit war zu zeigen.
Jetzt hockte sie vor dem Holzstoß und mühte sich mit steifen Fingern mit ihren kleinen Feuersteinen ab. Sie hatte die Steine vor einiger Zeit geschenkt bekommen und trug sie seitdem immer mit sich herum. Jetzt war sie froh und dankbar darüber.
Endlich gelang es ihr, ein paar kleine Ästchen zum brennen zu bringen, und nach kurzer Zeit fraß sich die Flamme immer weiter den Holzstoß empor.
Delia rückte nahe heran, um sich die Hände zu wärmen. An Schneetiger dachte sie im Moment überhaupt nicht.
Glücklich und stolz starrte sie in die Flammen. Aber sie hatte nicht mit dem restlichen Holz gerechnet, welches weit verstreut in der Höhle lag, und plötzlich sprang das Feuer über.
Delia sah fasziniert zu wie das Feuer sich in der Höhle ausbreitete. Als sie daran dachte, dass es ihr gefährlich werden könnte, war es schon zu spät. Erschrocken stellte sie fest, dass das Feuer ihr den Rückzug abgeschnitten hatte. Die Luft war trocken, heiß und raucherfüllt. Delia hustete und presste ängstlich den Rücken gegen den Felsen. Doch dann erstarrte sie. Der Felsen - er bewegte sich. Langsam, aber gewaltig schien er sich zu heben und zu senken. Delia stieß sich ab und sah an ihm hoch. Er war riesig, wie sie im Feuerschein bemerkte und er war oben gezackt, obwohl er insgesamt rund aber lang gestreckt war. Und da sah sie wie er sich bewegte, so als würde er - atmen.
Delia presste sich die Hand auf den Mund, als sie erkannte, wer vor ihr lag. Sie hatte ihn auf einigen Bildern gesehen, aber er war eine Legende. Schon tausend Jahre sei es her, dass der Letzte der Drachen gesehen wurde hieß es. Delia wich langsam zurück bis sie wieder Felsen im Rücken spürte. Das Feuer umzüngelte den Drachen, welcher offensichtlich im tiefen Schlaf lag.
Plötzlich schrie Delia und sprang wieder vor. Auch der andere Felsen bewegte sich!
Das Mädchen keuchte, es war einer Panik sehr nahe. Vorsichtig sah Delia sich um und durchschritt langsam das Feuer. Voller Angst erkannte sie, dass die Höhle riesengroß war. Das, was sie für Felsen und Korridore gehalten hatte, waren Drachen - lauter Drachen. Und der Wind war ihr Atem.
Der Rauch brannte in ihren Augen und Delia versuchte stolpernd den Ausgang zu erreichen. Irgendwann fiel sie auf die Knie. Als sie sich hoch rappelte und aufsah, erkannte sie, dass sie direkt vor einem riesigen Drachenkopf stand, und genau in diesem Moment öffneten sich langsam die Augen.
„Mutter, Vater, helft mir“, flüsterte Delia und wich zurück. Erneut stolperte sie und fiel auf ihr Hinterteil. Dabei verbrannte sie sich die Hand, als sie zum Abstützen auf einen brennenden Zweig fasste. Mit einem Schmerzenslaut riss sie die Hand hoch und lutschte am verbrannten Handballen.
Der Drache hielt seinen Blick unverwandt auf sie gerichtet.
„Tu mir nichts“, flüsterte Delia, „bitte tu mir nichts.“
Delia traute sich nicht, sich zu bewegen. Vielleicht würde sie ihn dadurch nur reizen. Ängstlich beobachtete sie die schlitzförmigen Pupillen des Drachen. Nach endlos langer Zeit hob der Drachen den Kopf von den Klauen und blickte sich um.
Delia hätte beschwören können, dass er lautlos lachte, als er die anderen Drachen sah. Schließlich erhob er sich auf die Füße, wodurch er mit seinem Rücken fast an die Höhlendecke stieß.
Delia machte sich ganz klein. Der Drache schien keine Notiz von ihr zu nehmen. Er reckte und streckte sich, und sein Atem fauchte pfeifend durch die Höhle. Vorsichtig trat er zu dem nächsten schlafenden Drachen und betrachtete ihn. Dann begann er die brennenden Zweige mit einer seiner krallenbewehrten Klaue näher an die anderen Drachen zu schieben.
Delia entschloss sich, jetzt doch eine Flucht zu wagen. Der Drache schien sehr beschäftigt zu sein.
Auf allen Vieren krabbelte sie so leise wie möglich weiter zum Ausgang. Sie schrie auf, als ein riesiger Schatten vor ihr niederging. Delia prallte zurück und erkannte, dass ihr ein Drachenschwanz den Weg versperrte.
Ängstlich wendete sie den Kopf und blickte direkt in das Drachengesicht.
Delia wimmerte. „Tu mir nichts, bitte, bitte.“ Sie hob flehend die Hände, aber der Drache rührte sich nicht. Er starrte sie einfach nur nachdenklich an.
Vielleicht ist er ja intelligent, dachte Delia plötzlich und erinnerte sich an die alten Geschichten, in denen von magischen Drachen die Rede war, welche zurückgezogen lebten und nur selten mit Menschen zusammenkamen. In diesen Geschichten hieß es, dass die alten Drachen sehr intelligent und weise waren. Vielleicht war dieser hier gar nicht böse.
Vorsichtig richtete sie sich auf und erwiderte ängstlich, aber auch neugierig den Blick. Schließlich streckte sie zögernd die Hand aus und berührte seine Schnauze.
Die riesigen Augen verengten sich erst, aber plötzlich schienen sie zu lachen und der Drache gab einen tiefen Laut von sich.
Die Luft, die dabei aus seinem Rachen fauchte, warf das Mädchen prompt von den Füßen. Sie kugelte nach hinten und wurde erst von dem großen Schwanz gestoppt. Als sie sich wieder hochgerappelt hatte, gab der Drache weitere Laute von sich.
Delia lauschte verwirrt. Sprach er mit ihr? Sie glaubte Worte zu verstehen, aber sie erkannte nicht deren Bedeutung. Hilflos hob sie die Schultern und schüttelte den Kopf.
Der Drache brach seine Laute sofort ab und wendete sich wieder seinen Artgenossen zu.
Delia hörte, wie sich immer mehr Drachen bewegten. Die ganze Höhle war von ihrem Fauchen und Scharren erfüllt. Ehrfurchtsvoll sah sie, wie sich die riesigen Leiber durch die Höhle schoben und dabei das Feuer austraten. Einer nach dem anderen hockte sich vor dem ersten Drachen nieder. Schließlich begann dieser wieder zu reden.
Als sich sämtliche Drachenaugen auf Delia richteten, machte sich diese so klein wie möglich und traute sich nicht, ihre Blicke zu erwidern. Da spürte sie wie der Drachenschwanz sie nach vorne drückte. Der Drache schob sie direkt an seinen Körper, und Delia war gezwungen auf seinen Fuß zu klettern. Der Drache schob seine Schnauze unter sie und hob sie auf seinen Rücken. Das Mädchen begriff und hockte sich aufgeregt zwischen den Schuppen nieder. Sie konnte es fast nicht glauben: Sie ritt auf einem riesigen Drachen.
Dieser strebte unverzüglich dem Ausgang zu, und als Delia einen Blick zurückwarf, sah sie, dass sämtlich Drachen folgten.
Ehe sie sich’s versah, waren sie draußen, und der Drache stieß einen donnernden Schrei aus. Dann entfaltete er seine Flügel und erhob sich in die Luft. Delia hielt unwillkürlich den Atem an und klammerte sich an seinen Schuppen fest. Die Drachen flogen mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit und schienen trotzdem noch ausgelassen hin und her zu toben.
Sie müssen sehr lange geschlafen haben, dachte Delia und freute sich, dass die riesigen Reptilien wieder fliegen konnten. Fröhlich jauchzte sie und betrachtete die Landschaft unter sich.
Die Frostwüste erstreckte sich noch weit vor ihnen. Das Mädchen erkannte, was es für ein Glück gehabt hatte. Niemals hätte sie die Frostwüste durchqueren können. Sie wäre elendig gestorben.
Die Drachen flogen unermüdlich nach Norden. Delia zählte 27 Tiere offensichtlich unterschiedlichen Alters. Ihr Drache schien der größte und älteste zu sein.
Einen Tag dauerte der Flug, und dabei überquerten sie die Wasserstraße, welche die Frostwüste vom Westgebirge trennte. Schließlich hatten sie das Westgebirge erreicht und wurden langsamer. Sie schienen etwas zu suchen.
Endlich landeten sie in einem kleinen Tal, das von hohen Bergen abgeschlossen wurde. Es war ein schönes, grünes Tal, und die Luft war würzig und frisch. Der Drache ließ Delia von seinem Rücken klettern und flog sogleich weiter. Die meisten folgten ihm. Nur zwei blieben zurück und wälzten sich behaglich im Gras.
Delia fand in dem Tal Wasser und Früchte, so dass sie ihre Bedürfnisse endlich stillen konnte.
Vor den Drachen hatte sie keine Angst mehr. Sie schienen ihr nichts tun zu wollen, eher im Gegenteil. Einer von ihnen zeigte ihr sogar eine Stelle an der sehr schmackhafte Früchte wuchsen.
Irgendwann kehrten die anderen Drachen mit zufriedenen Augen zurück und die zwei Zurückgebliebenen erhoben sich in die Lüfte, um ihrerseits auf Futtersuche zu gehen.
Der alte Drache baute sich vor ihr auf und stieß einen Laut hervor. Delia lauschte gespannt.
„Was meinst du“, fragte sie. Der Drache wiederholte den Laut und hob die Klaue, um sie sich auf die Brust zu drücken. Delia verstand.
„Dein Name“, lachte sie und versuchte den Laut zu wiederholen. Es klang wie Brogo. Nach einigen Versuchen schien Brogo zufrieden und deutete auf sie.
„Delia“, sagte sie langsam und Brogo wiederholte ihren Namen. Delia klatschte vor Freude in die Hände. Die erste Verständigung hatte begonnen.
Ungefähr ein Jahr lang blieb Delia im Drachental und lernte die Drachensprache. Es fiel ihr nicht leicht, aber Brogo ließ nicht nach. Da es dem alten Drachen sehr wichtig zu sein schien, gab sie sich alle Mühe. Zudem fand sie es unglaublich spannend, dass sie sich mit einem Drachen unterhalten konnte. Nebenbei erfuhr sie dabei auch die traurige Geschichte des Drachenvolks.
Vor tausend Jahren wurde das Drachengeschlecht durch Kämpfe der Menschen und durch mächtige Zauberer im Norden fast ausgerottet. Schließlich hatten sie sich müde in die Frostwüste zurückgezogen, um dort den langen Kälteschlaf zu schlafen, der ihnen schon Jahrhunderte vorher prophezeit worden war. Es hieß, dass ein Mensch sie durch Feuer wecken würden, wenn die Zeit es verlangte, und dieser Mensch war offensichtlich Delia, was sie mit Stolz, aber auch mit Traurigkeit erfüllte. Immerhin war die Erweckung der Drachen mit dem Tod ihrer Eltern verbunden, und sie sollte noch lange brauchen, bis sie darüber hinwegkam.
Das Mädchen wurde von den Drachen aus verständlichen Gründen freundlich und fürsorglich behandelt. Doch trotz dieser Aufmerksamkeit spürte Delia schnell, dass sie anders waren. Ihre Gedanken und Gefühle schienen so grundverschieden und fremd, dass immer ein Abstand zwischen ihnen blieb. Erst war das Mädchen enttäuscht, aber nach und nach akzeptierte sie diese Distanz. Sie lernte, dass Drachen sich tatsächlich kaum für das Geschick der Menschen oder der anderen Geschöpfe Ruans interessierten. Nur Weniges schien ihrer Aufmerksamkeit wert und Delia war natürlich stolz darauf, dass sie zu den wenigen Personen gehörte, mit denen diese riesigen Geschöpfe redeten.
Aber die Faszination, die diese Bekanntschaft ausstrahlte, verblasste schnell. Obwohl sie ständig von Drachen umgeben war, fühlte sie sich bald einsam. Ihre neuen Freunde waren keine Gesprächspartner für ein kleines Mädchen. Sie waren ernst und redeten über seltsame Dinge, die Delia oft genug nicht verstand. Als sie darum bat, zu den Menschen zurückkehren zu dürfen, war sie erleichtert, dass Brogo zustimmte. Der alte Drache sah ihr ernst in die Augen.
„Wir werden dich zu deinem Geschlecht bringen, doch du darfst ihnen nichts von uns erzählen. Noch sind wir nicht stark genug und unsere Weibchen noch nicht trächtig. Aber wenn du Hilfe brauchst, dringende Hilfe, dann stoße den Drachenruf aus, den ich dich gelehrt habe.“
„Aber ihr seid so weit weg“, sagte Delia. „Ihr könnt mich doch niemals hören.“
Brogo lachte sein lautloses Lachen. „Den Drachenruf hören wir immer, egal wo er ausgestoßen wird. Wir werden dir helfen! – Immer!“
Brogo brachte sie nachts bis in die Nähe einer Stadt nördlich der Westberge. Unbemerkt von anderen Menschen flog er wieder nach Süden, und Delia blieb alleine auf der Straße zurück. Entschlossen stapfte sie nach Norden. Aber je länger sie unterwegs war, umso mehr verschwand ihre Zuversicht. Immerhin war es stockdunkel und sie war nur ein kleines Mädchen. Wer konnte schon wissen, was für Gefahren hier in dieser einsamen Gegend auf sie lauerten?
Die Straße schlängelte sich durch ein kleines Wäldchen, das zwar bei Tageslicht harmlos erscheinen mochte, aber in der Dunkelheit schwarz und unheimlich war. Für Delia, die bisher noch nie nachts alleine gewesen war, barg der Wald alle Schrecken, die sich ein kindliches Gemüt nur vorstellen konnte. Als sie endlich Lichter vor sich sah, rannte sie erleichtert darauf zu.
Vor ihr erhob sich ein großes Gasthaus. Es sah zwar nicht unbedingt wie ein nobles Haus aus, aber zumindest schien es Gäste zu haben. Das Gebäude bildete zusammen mit dem angrenzenden Stall eine Hufeisenform, und auf dem halboffenen Hof standen zwei Reisewagen.
Zaghaft öffnete das Mädchen die Gasthaustür und spähte ins Innere. Die Luft war stickig und warm, und die meisten Gäste schienen zu schlafen. Nur noch eine Handvoll Männer hockte um einen der Tische und vergnügte sich mit zwei jungen Frauen, die kichernd ihre unverschämten Hände abwehrten.
Für Delia war das ein sehr ungewohntes Bild. Nicht nur, dass sie noch nie so lauten und ungehobelt wirkenden Männern begegnet war, auch diese Sorte Frauen war völlig neu für sie. Mit großen Augen betrachtete sie die Szene. Als eine grobe Hand sie im Nacken packte und hochhob, war sie vollkommen überrascht und schrie erschrocken auf. Ein feistes, rotes Gesicht schob sich in ihr Blickfeld.
„Na, was haben wir denn da? Eine kleine Herumtreiberin, hm?“
„Lass mich los“, rief Delia und fing an zu zappeln. „Ich bin keine Herumtreiberin. Lass mich los, du tust mir weh.“
„Soso, keine Herumtreiberin. Und was bist du dann, bitte schön?“
Er setzte sie mit Schwung auf einen der Tische. Delia blickte ängstlich zu ihm auf.
„Ich ... ich heiße Delia und bin die Tochter von Sandez von Trand“, stieß sie schließlich hervor. Der Mann lachte nur. Inzwischen waren auch die anderen Kerle auf sie aufmerksam geworden und umringten den Tisch. Ängstlich sah Delia in die grinsenden Gesichter. Die Frauen kamen ebenfalls neugierig näher.
„Ein hübsches Kind“, meinte die Größere, eine blonde, wohlproportionierte Frau. Der feiste Mann lachte wieder.
„Zilla, du findest doch alles hübsch, was klein und weiblich ist. - Aber ausnahmsweise muss ich dir Recht geben. Blonde Locken und strahlend blaue Augen. Das gefällt mir. - Tima, hol der Kleinen mal ein Glas Milch. Sie sieht ja richtig verhungert aus.“
Die andere Frau eilte sofort in die Küche.“
„Also, wo kommst du her, und wo willst du hin - Delia?“
„Ich ... ich komme von der Küste und will in die Stadt“, erwiderte Delia vorsichtig. Der Mann grinste.
„Soso, das ist ja wirklich spannend. Und wo stecken deine Eltern?“
„Die ... die sind tot“, stammelte Delia und schluckte schnell die aufkommenden Tränen hinunter.
„Soso“, wiederholte der Mann. „Und was willst du in der Stadt?“
„Ich weiß noch nicht. Ich dachte, vielleicht treffe ich da jemanden, der mich nach Trand zurückbringt?“ Unsicher blickte sie ihn wieder an. Der Mann strich ihr mit seiner Pranke sanft übers Gesicht.
„Du weißt noch nicht. - Nun, bis in die Stadt ist es noch ein weiter Weg. Viel zu weit für ein kleines hilfloses Mädchen.“
Tima erschien mit dem Glas Milch. Dankbar nahm Delia es entgegen.
„Ich bin übrigens Germer, der Besitzer dieses ehrenwerten Hauses. Dies sind Zilla und Tima, meine reizende Bedienung und die Kerle da meine geschätzten Mitarbeiter.“
Die Männer kicherten.
„Wie alt bist du?“ fragte Germer. Delia rechnete schnell nach.
„Zehn Jahre“, erwiderte sie dann. Germer legte freundschaftlich seinen dicken Arm um sie.
„Weißt du, kleine Delia. Ich glaube, der Weg in die Stadt ist wirklich zu weit und zu gefährlich für dich. Wie wäre es, wenn du vorerst bei uns bleibst und uns etwas zur Hand gehst? Und wenn einer von uns in die Stadt fährt, kann er dich dann mitnehmen.“
Delia fühlte sich alles andere als wohl in seinem Arm, aber sie traute sich nicht zu widersprechen. Irgendwie spürte sie, dass das nichts nützen würde, eher im Gegenteil.
„Was ... was soll ich denn machen“, piepste sie daher. Germer lachte wieder. Er schien das gerne und oft zu tun.
„Nun, das wird sich zeigen. Ich denke, wir werden dich erstmal in der Küche unterbringen, und alles andere wird sich finden.“
Also blieb Delia bei Germer und seinen Freunden.
Germer war zufrieden mit ihr. Delia war fleißig und fix im Denken und entpuppte sich tatsächlich als eine wertvolle Hilfe. Aber das hatte auch seine Nachteile. Das Mädchen merkte schnell, dass ihr „Gastgeber“ sie immer mehr vereinnahmte und nicht gewillt war, sie gehen zu lassen. Schließlich war sie eine gute und billige Arbeitskraft, denn Lohn erhielt sie natürlich keinen. Zwar bekam sie eine winzige Kammer zum Schlafen zugewiesen und auch genügend zu Essen, aber dafür musste sie auch kräftig mit anpacken, sowohl in der Küche, als auch im Stall und bei der restlichen Hausarbeit. Und Germer scherte sich wenig darum, dass sie nur ein kleines Mädchen war. Tag und Nacht scheuchte er sie durch die Gegend und ließ sie auch harte Arbeiten verrichten wie Wasserschleppen und Holzhacken.
Delia verlor nach und nach jede Hoffnung aus ihrem Gefängnis auszubrechen. Einmal versuchte sie zu fliehen, doch das scheiterte jämmerlich. Germers Männer fingen sie schnell wieder ein, und sie erhielt eine kräftige Tracht Prügel. An die Reisegäste traute sie sich nicht heranzutreten, da immer jemand ein wachsames Auge auf sie hatte.
Nach und nach bekam sie auch heraus, dass Germer alles andere als ein lauterer Gastwirt war. An manchen Tagen war das Gasthaus nur wenig besucht und nur ein oder zwei Gäste blieben über Nacht. Und dann konnte es durchaus sein, dass diese Gäste über Nacht spurlos verschwanden - nur ihre Pferde standen noch im Stall, die dann prompt geschlachtet wurden.
Delia war nicht dumm und konnte sich denken, was da passierte. Und das förderte nicht nur ihre Angst vor diesen Leuten, sondern auch vor Flucht. Manchmal stellte sie sich vor, wie es wäre, wenn sie Brogo zu Hilfe rufen würde, aber es kam ihr irgendwie nicht richtig vor. Zwar fürchtete sie sich vor Germer und seinen Männern, aber eigentlich ging es ihr nicht allzu schlecht. Sie wurde nur sehr selten geschlagen, da Germer ihre eifrigen Hände schätzte und nicht daran interessiert war, sie zu verlieren.
Trotzdem wartete Delia von Tag zu Tag mehr auf eine günstige Gelegenheit ihm zu entwischen.
Delia arbeitete bereits über ein Jahr in dem Gasthaus, als eines Abends zwei etwas abgerissene, nichtsdestotrotz aber gutgelaunte Männer das Haus betraten. Draußen regnete es in Strömen und die beiden zogen eine wahre Schlammflut hinter sich her. Der Eine war riesengroß und von kräftiger Statur, blond mit einem Zottelbart und blauen ernsten Augen. Er trug eine abgenutzte Lederrüstung, ein kurzes Kettenhemd und ein riesiges Schwert auf dem Rücken. Sein Partner war etwas kleiner und schmaler, dunkelhaarig mit verschmitzten braunen Augen. Er war mit einem Langschwert bewaffnet und ebenfalls in Leder und Kettenhemd gekleidet.
