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Um Rache an Gott zu nehmen, weil er sich in seinem Recht auf Zufriedenheit verletzt sieht, reist ein Mensch in die Hölle. Dort sucht er den Teufel auf, damit dieser ihm Beistand leistet, wenn er an die Tore des Himmels klopft und sein Recht einfordert.
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Seitenzahl: 17
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Leo Brescia
Ego te absolvo
Gott, vergib dem Teufel
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Ego te absolvo – Gott, vergib dem Teufel
Impressum neobooks
Dies ist die Geschichte über einen Suchenden, der die Unterwelt befuhr um dem Teufel Vergebung zu bringen. Danach suchte er Gott auf und forderte von ihm, Rechenschaft über all das Übel der Welt abzulegen und darüber, weshalb er es geschehen ließ. Und diese Geschichte handelt auch davon, wie der Suchende Erkenntnis erhielt und sein Seelenheil fand.
„Man hat mir alles genommen, die Liebe, den Glauben und die Hoffnung“, klagte der Suchende zu jener Zeit. Ob dieses Jammern berechtigt war, darüber kann man sich kein Urteil bilden. Was zählt ist nur, dass der Suchende einen großen Schmerz empfand.
„Nun besitze ich gar nichts mehr, nur noch Wut und Hass auf das Höhere“, sagte er sich. „Alle heiligen und unheiligen Wesen sind mir zuwider, niemand hat mir aus göttlicher Liebe oder aus teuflischer Bosheit beistehen wollen. Himmel und Hölle haben mich verlassen. Ich habe Gott und das Schicksal verflucht und geschworen, Rache zu nehmen.“
In seiner Trauer hatte er Rache geschworen und tatsächlich alle Flüche auf Gott gelegt, zu denen er im Stande war. Für die Schandtaten, die an ihm begangen wurden, sollte der büßen, der das Zepter hielt. Der König der Könige, der Gott der Götter, sollte dafür bezahlen, ihn im Stich gelassen zu haben. Oder hatte er ihm nicht nur die Hilfe verwehrt, die er so dringend gebraucht hätte, sondern war sogar absichtlich so grimmig zur Tat geschritten?
„Gott, ich möchte kein Hiob sein. Ich habe nie um viel gebeten, wollte nur ein gutes Leben haben. Wollte keinen Reichtum, keine Extravaganzen, wollte nur zufrieden sein. Doch nach diesen letzten Schicksalsschlägen kann nie wieder zufrieden sein.“
