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Stünde die Welt am Abgrund, hätte sie Rettung verdient? Diese Frage muss sich eine Gruppe von Menschen stellen, die mit dem Ende allen Seins konfrontiert sind. Die Gesellschaft zerbricht, Schreckenstaten werden vollbracht, das Böse treibt unaufhaltsam dem Sieg entgegen. Nur Wenige können sich gegen den Verfall stellen. Ausgerechnet ein Zweifler, eine geheimnisvolle Frau und ihr Beschützer haben die - scheinbar zufällige - Chance, die Welt zu retten. Die ersten vier Kapitel führen in den herrschenden Wahnsinn ein. Ab dann folgt die Geschichte dem Weg von Dee, Hope und Harvey. Umgeben von einer toten und leeren Welt und alleine mit ihren inneren Dämonen, weigern sie sich beharrlich, einfach aufzugeben.
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Seitenzahl: 123
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Leo Brescia
Finsterlicht
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Detective Monroe
Pauly und Karen
Die dunkle Burg
Die leere Stadt
Rückkehr in die Welt
Schatten
Das Notizbuch
Am Abgrund
Die Hoffnung auf ein Ende
Epilog
Impressum neobooks
Das Telefon auf Detective Monroes Schreibtisch läutete in den von dicken Rauchschwaden durchzogenen Raum hinein. Nur eine brennende Schreibtischlampe verbreitete Helligkeit, obwohl draußen die Sonne schien. Die Jalousien war so weit heruntergelassen, dass nur durch einen kleinen Spalt etwas Sonnenlicht eindringen konnte. Wie dünne Lichtspeere stachen sie in die Dunkelheit hinein; Monroe nahm keine Notiz von diesem Schauspiel. Er schottete sich lieber von der Außenwelt ab, wollte sich nicht von ihr ablenken lassen. Jedes Fitzelchen Konzentration war ihm willkommen, das er sich vom Alltag zurückerobern konnte.
Monroe nahm die Zigarre aus dem Mund und legte sie in den Aschenbecher. Er kannte das Läuten zu genüge, stets war es der gleiche Klang. Diesmal jedoch transportierte das Klingeln eine gewisse Hektik.
Gemächlich wie immer beugte er sich in seinem Ledersessel nach vor, befreite das Telefon von den unzähligen Papieren, die auf seinem schweren Schreibtisch lagen und ihm die Arbeit erschwerten, und hob den Hörer ab. Mit der anderen Hand fuhr er sich durch sein unrasiertes Gesicht und unterzog seine Wangen einer schnellen Massage. Er war schon viel zu lange im Dienst. Sowohl betraf das den heutigen Tag als auch sein ganzes Leben.
„Detective Monroe“, meldete er sich übermüdet und angespannt. Während der zivile Bittsteller am anderen Ende der Leitung sein Anliegen vorbrachte, fuhren Monroes Finger über seine brennenden Augen. Dann hielt er plötzlich inne. Reglos lauschte er einen Moment auf die Worte des Anrufers. Monroe riss die Augen auf. Die Müdigkeit war wie weggeblasen. Überraschung und Unglaube hatten von ihm Besitz ergriffen.
„Sind Sie sicher?“, unterbrach er den Anrufer barsch. Er konnte nicht glauben, was er hörte.
Wie in Trance legte er dann den Hörer auf und starrte einen Moment lang auf das braune Telefon, das sich wie ein Götze zwischen Bergen aus weißem Papier erhob und ihm ein teuflisches Grinsen schenkte.
Monroe zog eine Lade in seinem Schreibtisch auf und fischte eine Pistole heraus. Er steckte sie in den Schulterhalfter, den er über dem zerknitterten, weißen Hemd trug, und stand auf. Auf halbem Weg zum Kleiderständer, der gleich neben der Bürotür stand, verharrte er und drehte sich dann mit einem wütenden Schnauben um. Hastig griff er wieder nach dem Hörer, hörte das garstige Lachen des Dämons, und wählte eine kurze Nummer.
„Sag dem Team bescheid. Wir müssen los.“ Nach der kurzen Anweisung durchschritt er wieder sein Büro, zog seinen braunen Mantel vom Haken und trat durch die Tür. Nur langsam drang der Inhalt des Telefonats und seine Bedeutung in seinen Geist. Er fühlte sich geschockt. Überfordert. Mit der seligen aber ermattenden Routine war es nun vorbei.
Als Detective Monroe die Tür hinter sich zuzog, begann er langsam den Ernst der Lage zu begreifen. „Verdammt!“, stieß er hervor.
Monroe warf sich mit solcher Wucht gegen die reich verzierte Tür der Kapelle, dass er noch zwei Schritte weit in den einladenden Vorraum hinein stolperte, als das Schloss brach. Er stellte sich äußerst ungeschickt an und verfluchte sich in Gedanken dafür. Trotzdem kümmerten ihn seine Fehler nicht mehr viel. Den anderen ging es genauso. In der Ausbildung hatte er es natürlich anders gelernt. Sie alle mussten es besser wissen. Aber Monroe und sein vierköpfiges Team waren wie ausgewechselt, seit sie erfahren hatten, dass es um einen von ihnen ging.
Harold Blager, einer der besten seiner Zunft, war offensichtlich durchgedreht. Er war in die Katakomben der Stadt eingedrungen, die noch aus einer Zeit stammten, als der Platz auf den Friedhöfen knapp zu werden begann. Die alten Toten wurden exhumiert und ihre Gebeine in den unterirdischen Katakomben gebracht, um Platz für neue Tote zu schaffen.
Eine schön gestaltete Kapelle erhob sich über dem Eingang, der hinab in das Reich der Toten führte. Schaudernd stürmten Monroe und sein Team durch die Kapelle und rannten die steinernen Stufen hinab.
Die Nackenhaare stellten sich ihnen allen auf, als sie daran dachten, dass die Katakomben ein beliebtes Touristenziel waren. Wie viele mochten dort unten sein? Wie viele waren dem übergeschnappten Harold Blager ausgeliefert, der sie mit einer Waffe bedrohte?
Das Team von Detective Monroe, das außer ihm noch aus zwei Männern und zwei Frauen bestand, kamen an den Nischen der Toten vorbei, versuchten, nicht an die Vergänglichkeit zu denken sondern nur an ihre Aufgabe.
Nach einem schier endlosen Weg und nach vielen nervenzehrenden Schritten hatten sie den großen Raum erreicht, das Heiligtum der Gruft. Bei den Grabungsarbeiten war man auf diesen natürlichen Hohlraum gestoßen, der von einem praktisch veranlagten Priester zuerst in eine religiöse Pilgerstätte und dann in einen Touristenmagneten verwandelt wurde.
Auch jetzt fanden sich eine handvoll Menschen hier, die bloß gekommen waren, um etwas zu sehen. Stattdessen fuchtelte das sechste Mitglied aus Detective Monroes Team mit seiner Dienstwaffe hektisch vor ihren Augen herum.
Fünf Erwachsene, zwei Kinder und ein Priester waren in seiner Gewalt. Harold hielt gerade zwei der Touristen mit dem Lauf seiner Waffe in Schach. Den Bedrohten stand das Leid in die von der Waffe abgewandten Gesichter geschrieben; Ströme von Tränen flossen aus ihren vor Furcht geschlossenen Augen und bildeten Flecken auf ihren weißen T-Shirts. Monroe erfasste die Situation mit einem Blick.
„Harold!“, rief er durch die Kaverne, um die Aufmerksamkeit seines guten Freundes zu erlangen. Der Angesprochene fuhr nervös herum und zielte im selben Moment auf Monroe. In seinen Augen konnte Monroe die reinste Panik erkennen.
Beruhigend hob der Detective seine leeren Hände und sah Harold tief in die Augen. Dann trat Erkennen in den Blick des Waffenmannes. Monroe konnte sehen, wie er sich entspannte und er ließ die Waffe sinken. Erleichterung zeigte sich auf seinem Gesicht.
Monroe bedeutete seinem übrigen Team zurückzubleiben und näherte sich betont langsam seinem guten Freund. Verdammt, was war nur mit Harold geschehen?
„Harold! Harold, hör mir zu!“ Detective Monroe kam Schritt für Schritt auf Harold zu, noch immer hatte er die Arme erhoben um zu signalisieren, dass er keine Bedrohung war. Er wollte nur, dass sich Harold ganz allein auf ihn konzentrierte und für einen Moment seine Geiseln vergaß.
Harold stieß erleichtert die Luft aus, als hätte er sie für eine lange Zeit angehalten. „Da bist du ja“, sagte er. Er wischte sich die Schweißperlen aus dem Gesicht und nickte zufrieden. Seine Augen glänzten feucht.
„Du hast damit rechnen müssen, dass wir kommen“, bestätigte Detective Monroe und hielt Harolds Blick mit seinem eigenen fest. Er konnte ihn nicht entkommen lassen.
Ohne Vorwarnung ruckte Harolds Waffe wieder in die Höhe und zielte auf einen Punkt hinter Monroe. Der Zeigefinger krampfte sich um den Abzug, zitterte. „Zurück!“, schrie er panisch. „Geht zurück!“
Monroe warf einen Blick über die Schulter und sah, dass sich Detective Johnson aus seinem Team einen Schritt vorgewagt hatte. Eine Hand griff gerade unter den Mantel. Johnson musste seine Waffe schon umfasst haben, zögerte aber angesichts der Bedrohung durch Harold, sie auch zu ziehen. Wie erstarrt stand er da und wagte nicht einmal zu atmen.
„Bleibt zurück!“, rief auch Monroe seinen Leuten zu. Sein Herz schlug schneller und er wusste, dass er sich nicht mehr lange beherrschen würde können. Die angestaute Anspannung musste irgendwie raus. „Keiner rührt sich, habe ich gesagt!“ Er wollte auf keinen Fall ein Massaker hier unten riskieren. Er betete, dass niemand die Nerven wegwarf.
Dann richtete er sich wieder an Harold. „Harold, sieh mich an! Harold!“Der Waffenmann reagierte nicht. Der Wahnsinn stand ihm wie ein Schleier vor den Augen. Das Weinen der Kinder und das Schluchzen der Erwachsenen waren für einen Augenblick das einzige Geräusch, das in die gespannte Stille fiel.
„Mr. Blager!“, bellte Monroe im Befehlston. Und tatsächlich, das funktionierte. Wieder richtete sich Harolds Aufmerksamkeit auf Detective Monroe; seine Waffe zielte aber noch immer auf sein Team.
Langsam machte Monroe ein paar Schritte zur Seite. Die Zeit, die er dazu brauchte, kam ihm endlos lang vor. Es fiel ihm schwer, nach außen hin ruhig zu wirken; in seinem Innersten pumpte pures Adrenalin wie flüssiges Feuer durch seine Adern.
Harolds Blick folgte ihm bei jedem seiner Schritte. Als Monroe in der Schusslinie stand und so seine Kollegen schützte, blieb er stehen und bewegte sich keinen Millimeter mehr.
„Was machst du hier, Harold?“, fragte er seinen Freund. „Was ist passiert?“
Statt einer Antwort lächelte Harold gequält. Eine einsame Träne rann seine Wange hinab.
Monroe räusperte sich. Bedächtig schob er eine Hand unter den Mantel und tastete nach seiner Waffe. In jeder Nanosekunde vergewisserte er sich, dass Harold nicht darauf reagierte. Der Mann verfolgte zwar die Bewegung Monroes und schien auch zu wissen, was sie bedeutete. Aber trotzdem änderte sich der Ausdruck des gequälten Lächelns nicht.
„Du warst immer der Klügste von uns.“ Monroe versuchte irgendwie, ihn in ein Gespräch zu verwickeln. „Was treibt dich nur zu so etwas?“
Monroe fühlte den Griff der Waffe, der seine Körpertemperatur angenommen hatte. Seine Finger schlossen sich darum. Er zog sie vorsichtig aus dem Halfter. Geschmeidig glitt sie zwischen Hemd und Mantel hindurch.
Harold verfolgte die Bewegung aufmerksam. Mit einem Mal fiel jegliche Anspannung von ihm ab. Seine Schultern sackten herab und er schloss sanft die Augen. Dann hielt er sich die Waffe an die Schläfe und schoss sich eine Kugel in den Kopf.
Detective Monroe prallte erschrocken zurück. Seine Beine gaben nach und er plumpste auf den Hosenboden. Kinder schrien, die Erwachsenen waren entsetzt; Monroe konnte nur auf die Leiche seines guten Freundes starren.
„Sind wir nicht die zwei glücklichsten Menschen auf der ganzen Welt?“, fragte Pauly verträumt und streichelte den beträchtlich angewachsenen Bauch seiner Ehefrau Karen. Ihre Hand lag auf seiner, gemeinsam fuhren sie gedankenverloren über die gespannte Haut, unter der neues Leben heranwuchs. Sie lagen eng beieinander auf der großen, alten, gemütlichen Couch im Hinterzimmer ihrer Tankstelle und hielten sich gegenseitig im Arm.
„Ach, Pauly.“ Karen seufzte übertrieben und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. „Wir sind bald zu dritt. Wird Zeit, dass du dir das endlich merkst.“
Pauly lachte und sah Karen in die Augen. „Du übernimmst das Denken für uns beide.“ Als Karen die Augenbrauen zusammenzog, verbesserte er sich schnell. „Für uns drei, meine ich.“ Er sah auf ihre Lippen und gab ihr einen innigen Kuss.
„Ich liebe dich, Karen“, hauchte er.
Seine Frau kicherte. „Das kann ich gar nicht oft genug hören, weißt du das?“
Pauly löste seine Hand vom Bauch seiner Frau und nahm ihr Gesicht in beide Hände. „Du sollst es jeden Tag hören, das schwöre ich dir.“
Karen streichelte ihm durchs schwarze Haar und war zufrieden. „Du bist der Beste, Pauly. Das wusste ich seit unserer ersten Begegnung. Darum habe ich mich für dich entschieden.“
Pauly zwinkerte ihr zu. „Ich sorge dafür, dass du es nicht bereust.“
„Trotzdem mache ich mir Sorgen um unser Kind.“
„Was meinst du?“, fragte Pauly alarmiert.
Karen schüttelte den Kopf und sah zur Seite. „Ach, es ist nichts. Vergiss, was ich gesagt habe. Es war dumm von mir.“
Pauly setzte sich auf und drehte ihr Gesicht mit sanfter Gewalt wieder zu sich. „Oh nein, so leicht kommst du mir nicht aus. Jetzt sag schon, was du meinst.“
„Es ist nur die Welt, Pauly. Sie ist gefährlich. Ich bin da übervorsichtig, darum habe ich Angst, dass unserem Kind etwas zustößt.“
Ihr Ehemann schenkte Karen ein Lächeln und küsste sie. „Du brauchst dir keine Sorgen machen, Karen. Wir werden schon aufpassen. Unser Kind wird in einer guten Umgebung aufwachsen, wir werden alle Schwierigkeiten von ihm fernhalten. Wir schaffen das. Hab nur Vertrauen, dann wird alles gut.“
Karen nickte. „Natürlich wird alles gut. Trotzdem habe ich Angst, dass wir unserem Kind nicht die bestmögliche Welt bieten können.“
„Das ist nur natürlich. Sei doch froh, dass du dich so sorgst. Es wäre viel schlimmer, wäre es dir egal.“ Er grinste. „Wird langsam Zeit, dass ich wieder arbeiten gehe. Die Pause ist vorbei.“
Pauly kämpfte sich hoch und brachte beide Füße auf den Boden. Karen zog eine Schnute. „Das ist unsere Tankstelle, Pauly. Du bist der Boss. Aber noch immer hältst du dich strikt an die Arbeitszeiten. Ich habe ja gar nichts mehr von dir.“
Pauly schenkte ihr ein herzerweichendes Lächeln und zwinkerte ihr erneut zu. „Einer muss ja das Geld nach Hause bringen. Und da du gerade in anderen Umständen bist… tja, jetzt beiße ich eben in den sauren Apfel. Ich will meiner Zuckerpuppe und unserem Kind immerhin eine gute Zukunft bieten. Wenn Feierabend ist, komme ich nach Hause.“
Karen seufzte theatralisch. „Was soll ich so lange machen?“
Pauly überlegte einen Moment. Dann sagte er: „Geh doch ins Museum. Die haben da eine neue Ausstellung über die Frühzeit des Menschen. Das ist doch dein Fachgebiet.“
Seine Frau sog erschrocken die Luft ein. „Ist das schon heute? Ich dachte, die Eröffnung wäre erst!“
Pauly schüttelte den Kopf. „Ich hab’s von ein paar Kunden aufgeschnappt, die schon dort waren. Ist ja auch kein Wunder, das Museum ist gleich hier in der Nähe. Wenn die Besucher eine längere Heimreise vor sich haben, kommen sie noch zum Tanken vorbei.“
Karen rappelte sich auf und zog das geblümte Kleid wieder über ihren Bauch. „Dann weiß ich schon, was ich jetzt mache“, sagte sie und griff nach ihrer Jacke. Sie stand auf, gab Pauly einen schnellen Schmatzer auf die Wange und verließ die Tankstelle durch die Hintertür.
„Was für ein Weib“, seufzte ihr Mann verliebt.
Die Ausstellung war äußerst interessant. Die Anthropologin Karen fand sie gut aufgebaut und erhaschte sogar den ein oder anderen Blick auf ein Objekt, das selbst ihr noch einige Bewunderung für die Menschenrasse abringen konnte.
Viele Besucher waren nicht in der Ausstellung, für die das Museum den größten Teil seiner Fläche bereitgestellt hatte. Aber das war immer so, wie Karen wusste. Die wenigsten Menschen interessierten sich für den Menschen. Am Eröffnungstag kam die Prominenz und ließ sich selbst mehr betrachten als selbst ein Auge auf die Exponate zu werfen. Andere kamen nur, um ihren Drang nach Skurrilitäten zu befriedigen. Aber so war das eben. Karen hatte an diesem Tag nichts gegen die Banausenhaftigkeit der Menschen. Das verschaffte ihr nämlich eine verbilligte Eintrittskarte.
Gemütlich schlenderte sie von Exponat zu Exponat und begutachtete verschiedene Sandmumien, Werkzeuge und die Kleidung der Menschen aus fernen Epochen. In einem kleinen Raum am Ende der Ausstellung fand sie ein ganz besonderes Stück.
„Was für ein Gefühl muss das sein, am Anfang der Zeit zu stehen“, hauchte sie, als sie vor dem ältesten Ausstellungsobjekt stand und es mit dem Auge eines Kenners begutachtete. Es handelte sich um den Teil einer Schädeldecke, die von einem Vorfahren des Menschen stammte, der unvorstellbar viele Jahrtausende in der Vergangenheit gelebt hatte.
