Ein erfüllender Biss - Charlie Richards - E-Book

Ein erfüllender Biss E-Book

Charlie Richards

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Beschreibung

In der paranormalen Welt: Es ist alles nur Spaß und Spiel, bis jemandes Leben bedroht ist. Adalric Bachmeier ist der Anführer seines Vampirzirkels und nicht daran gewöhnt, geduldig zu sein, aber um die Zuneigung seines Geliebten zu gewinnen, versucht er genau das zu sein. Leider läuft die Zeit zu früh ab. Adalric kann die Rückkehr zu seinem Zirkel und seinen Pflichten nicht länger aufschieben, und er plant, Seth Goodwin mitzunehmen, ob der Mann will oder nicht. Seth hätte niemals geglaubt, dass es die Wesen aus Mythen und Legenden tatsächlich gibt. Einem rachsüchtigen, blutrünstigen Vampir von Angesicht zu Angesicht gegenüberzustehen, öffnet ihm ganz schnell die Augen für eine völlig neue Art von Übel in der Welt. Er kann nicht verstehen, warum Adalric sich weiterhin um eine Freundschaft bemüht, besonders da er dem Kerl gegenüber immer nur unhöflich und kalt ist. Schließlich will Seth nichts mit einem Vampir zu tun haben. Adalric beharrt darauf, dass Seth mit ihm zu seinem Zirkel gehen muss, und benutzt den Vorwand, ihn als gebunden zu markieren – was ihn für andere Vampire unantastbar macht –, um seine Reißzähne endlich in den Hals des Menschen zu versenken. Seth empfindet zwar große Freude in Adalrics Armen, aber wird das zarte Band zwischen ihnen der Spannung widerstehen, wenn die Wahrheit über ihre Beziehung ans Licht kommt? Oder wird es reißen und Seth davonlaufen lassen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 34.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

ÜBER CHARLIE RICHARDS

LESEPROBE:

Ein erfüllender Biss

In der paranormalen Welt: Es ist alles nur Spaß und Spiel, bis jemandes Leben bedroht ist.

Adalric Bachmeier ist der Anführer seines Vampirzirkels und nicht daran gewöhnt, geduldig zu sein, aber um die Zuneigung seines Geliebten zu gewinnen, versucht er genau das zu sein. Leider läuft die Zeit zu früh ab. Adalric kann die Rückkehr zu seinem Zirkel und seinen Pflichten nicht länger aufschieben, und er plant, Seth Goodwin mitzunehmen, ob der Mann will oder nicht.

Seth hätte niemals geglaubt, dass es die Wesen aus Mythen und Legenden tatsächlich gibt. Einem rachsüchtigen, blutrünstigen Vampir von Angesicht zu Angesicht gegenüberzustehen, öffnet ihm ganz schnell die Augen für eine völlig neue Art von Übel in der Welt. Er kann nicht verstehen, warum Adalric sich weiterhin um eine Freundschaft bemüht, besonders da er dem Kerl gegenüber immer nur unhöflich und kalt ist. Schließlich will Seth nichts mit einem Vampir zu tun haben.

Adalric beharrt darauf, dass Seth mit ihm zu seinem Zirkel gehen muss, und benutzt den Vorwand, ihn als gebunden zu markieren – was ihn für andere Vampire unantastbar macht –, um seine Reißzähne endlich in den Hals des Menschen zu versenken. Seth empfindet zwar große Freude in Adalrics Armen, aber wird das zarte Band zwischen ihnen der Spannung widerstehen, wenn die Wahrheit über ihre Beziehung ans Licht kommt? Oder wird es reißen und Seth davonlaufen lassen?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: rund 34.000 Wörter

CHARLIE RICHARDS

Ein erfüllender Biss

Paranormal verliebt 2

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „A Bite of Fulfillment“:

Charlie Richards

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2019

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Für die Familie – ob Blutsverwandte oder weil wir sie uns ausgesucht haben – danke, dass ihr neben mir steht.

Kapitel 1

Adalric lehnte eine Schulter an die Steinmauer und hielt sich im Schatten des Mauervorsprungs. Schweigend beobachtete er seinen Geliebten Seth Goodwin, der sich leise mit Bobby Truman unterhielt. Er wusste, dass Seth und Bobby eine Weile miteinander ausgegangen waren, aber das war, bevor Bobby sich mit dem Gargoyleführer Maelgwn verpaarte und ein Ziel für einen wild gewordenen Vampir wurde.

Seth hatte Bobby ausfindig gemacht, um sich für das ein oder andere Verhalten zu entschuldigen, und war auch dem sadistischen Bastard in die Quere gekommen. Leider hatte diese Einführung in die paranormale Welt die Vampire für Seth nicht in ein sehr gutes Licht gerückt und es für Adalric schwierig gemacht, sich dem Menschen zu nähern.

Er hätte ihr Gespräch mitanhören können, aber nach der Art, wie Seth die Stirn runzelte und mit seinen Händen fuchtelte, war es wahrscheinlich nur ein weiterer Versuch, Bobby zu überzeugen, mit ihm zu fliehen. Die Flucht vor diesen Monstern schien ein wiederkehrendes Thema für den Mann zu sein, und seiner störrischen Haltung zuzuhören frustrierte Adalric nur.

Für jemanden, der wegen seiner sexuellen Orientierung verfolgt wurde, schien Seth der vorurteilsvollste Mensch zu sein, den Adalric jemals getroffen hatte. Ständig erinnerte er sich daran, dass Seth Paranormale nicht unter den besten Bedingungen kennengelernt hatte – um sein Leben zu rennen vor einem wilden Vampir, der darauf aus war, ihn auszusaugen, würde jeden ausflippen lassen.

Allerdings konnte Adalric sich nicht erklären, warum Seth, nachdem er fast zwei Wochen im Haus des Gargoyles gelebt hatte, noch nicht erkannt hatte, dass es gute und schlechte Vampire gab, so wie es gute und schlechte Menschen gab.

Adalric grinste bei diesem Gedanken, da er sich seit mindestens einem Jahrhundert nicht mehr für gut gehalten hatte. Schnell wurde er wieder ernst. Jetzt musste er einen Weg finden, den vorsichtigen Menschen davon zu überzeugen, dass nicht alle Vampire so schlecht waren. Wenn er nur einen Weg finden könnte, um Seth zu zeigen, wie viel Vergnügen er ihm bereiten könnte. Die Menschen änderten immer ihre Meinung, wenn sie merkten, wie viel Vergnügen damit verbunden war, nicht wahr?

Ein großer Schatten verdunkelte die Nische, in der er stand. Adalric schaute nach links und entdeckte, dass Maelgwn ihn beobachtete, und der Gargoyle runzelte besorgt die Stirn. „Glück gehabt?“, fragte der massige Anführer und verschränkte seine muskulösen, dunkelblauen Arme über seiner ebenso eindrucksvollen Brust.

Adalric schnaubte. „Aber klar. Deshalb bin ich auch hier und Seth ist dort und versucht Bobby noch einmal davon zu überzeugen, von uns wegzulaufen.“

„Er tut was?“, grollte Maelgwn und starrte die beiden an.

Jetzt stand Bobby mit einer Hand auf seiner Hüfte da und machte mit der anderen kleine Gesten, während er sprach. Seth runzelte die Stirn, mochte Bobbys Worte offensichtlich nicht. Bobby starrte ihn wütend an.

Adalric verdrehte die Augen und sagte trocken: „Bitte, als ob irgendetwas auf dieser Welt Bobby dazu bringen könnte, dich zu verlassen. Der Mensch ist so hoffnungslos in dich verliebt, dass es einem fast übel wird, es zu beobachten.“ Er verzog den Mundwinkel, sodass Maelgwn wusste, dass er ihn neckte.

Maelgwn grinste reuelos. „Ja, so wie es sein sollte.“

Adalric seufzte. So wie es sein sollte. Ja, Geliebte sollten so füreinander fühlen. Wenn er Seth nicht einmal dazu bringen konnte, ein anständiges Gespräch mit ihm zu führen, würden sie leider nie an diesen Punkt gelangen.

„Es tut mir leid“, sagte Maelgwn. Der Gargoyle packte Adalrics schlanke Schulter mit einer Hand. „Es wird passieren. Lass dir nur Zeit. Er wird mit Sicherheit seine Meinung ändern.“

„Ich kann es nur hoffen“, murmelte Adalric. Hoffnung war so ziemlich das Einzige, was er noch hatte. Er hatte jedenfalls keine Fortschritte gemacht.

„Schau, ich bin gekommen, um dich zu finden, weil du einen Anruf von Edwin erhalten hast. Er sagt, er müsse so schnell wie möglich mit dir sprechen“, sagte Maelgwn.

Adalric nickte. „Ich werde ihn dann am besten anrufen.“

Er drückte sich von der Wand weg und ging den Gartenpfad entlang zur Tür. Adalric entschied sich absichtlich für einen Weg, der ihn in die Nähe der sprechenden Menschen führte, und kam näher an seinen Geliebten heran. Der Geruch des Bluts des Mannes rief nach ihm. Obwohl ein Vampir nicht hundertprozentig sicher sein konnte, dass es sich um seinen Geliebten handelte, bis er dessen Blut gekostet hatte, würde Adalric seinen linken Fangzahn darauf verwetten, dass er in seiner Einschätzung, dass Seth seiner war, richtig lag.

„Guten Tag, meine Herren“, grüßte Adalric, als er sich näherte. Er bemerkte die Versteifung von Seths Schultern, was bewies, dass er ihn gehört hatte, aber der Mann drehte sich nicht zu ihm um. Adalric zügelte kaum seinen Drang, die Aufmerksamkeit seines Geliebten zu fordern.

„Hey, Adalric“, sagte Bobby, drehte sich um und lächelte ihn an. „Genießt du die Gärten?“

Adalric blieb stehen und lächelte den kleinen Menschen an. Wenn Bobby mit seiner Größe von kaum mehr als einem Meter siebzig, dem schmalen Körperbau und den kurzen dunklen Haaren neben seinem zwei Meter zehn großen Gargoylegefährten stand, stachen ihre Unterschiede wirklich heraus. Es waren jedoch ihre Persönlichkeiten, die wirklich einen Kontrast bildeten … auf die bestmögliche Weise. Während Maelgwn ernst und zurückhaltend war, sprudelte Bobby fast vor Vitalität und seiner Liebe zum Leben. Adalric fand, dass sie gut zusammenpassten.

„Ja“, antwortete Adalric und richtete seinen Fokus wieder dorthin, wo er hingehörte. „Ich habe zu Hause nicht oft Zeit, mich einfach so zu entspannen. Ich genieße es, hier die Gelegenheit zu nutzen.“

Schließlich drehte sich Seth zu Adalric um. „Sie haben keinen Garten zu Hause?“, fragte er, und seine Neugier war offensichtlich größer als seine Furcht.

Adalric, der Empfänger von Seths haselnussbraunem Blick, hielt den Atem an. Sein Geliebter sprach endlich mit ihm. Für eine Sekunde war er sprachlos. Adalric wollte diese Gelegenheit nicht verpassen und zwang seine Zunge zum Mitmachen.

Adalric lächelte Seth an und achtete darauf, dass seine Zähne nicht zu sehen waren. „Ich lebe am Stadtrand von Santa Fe in New Mexico. Obwohl wir Gärten haben, habe ich nicht viel Zeit, um sie zu genießen. Es scheint immer etwas anderes zu geben, um das sich gekümmert werden muss.“ Er hielt den Blick des anderen Mannes fest und fragte: „Gefällt dir der Garten?“

„Er ist ganz nett“, antwortete Seth.

„Komm schon, Seth“, mischte sich Bobby ein. „Du liebst diese Gärten. Du hast den grünsten Daumen, den ich je bei einem Mann erlebt habe.“

Also mochte sein Geliebter Gartenarbeit. Interessant. Er fragte sich, in welchem Zustand die Gärten bei seinem Zirkelhaus waren. Adalric konnte sich wirklich nicht erinnern, wann er das letzte Mal hindurchspaziert war. Er nahm einfach an, dass ihr Gärtner, Xavier Agueda, sie makellos in Ordnung hielt.

Trotzdem … „Vielleicht könnte ich dich dazu verleiten, meine eigenen Gärten zu überprüfen. Möglicherweise hättest du einige Ideen, um sie zu verbessern“, bot Adalric an.

Seth verschränkte die Arme vor der Brust und zuckte die Achseln. „Ich kann nicht wirklich sehen, wie ich jemals da draußen landen würde.“ Sein Fokus verschwand, als er über Adalrics Schulter sah.

So schnell schien Adalric Seths Aufmerksamkeit zu verlieren und eine neue Welle der Verärgerung überkam ihn. Verdammt!Was muss ich tun, um mit diesem Mann eine Verbindung aufzubauen?

Die jahrelange Kontrolle über seine Gefühle gab Adalric die Möglichkeit, ruhig zu wirken, obwohl er etwas anderes fühlte. „Vielleicht habe ich ja noch die Möglichkeit, deine Meinung zu ändern“, antwortete er und hielt sein Lächeln fest am Platz. Adalric wollte keine Gegenargumente hören, nickte er ihnen zu und begann sich zu entfernen. „Die Herren.“

Einige Meter entfernt hörte Adalric, wie Bobby zischte: „Du Idiot. Alle sind in deiner Nähe wie auf Eierschalen gegangen. Würde es dich umbringen, höflich zu sein?“

„Ich möchte nicht hier sein, Bobby“, schnappte Seth zurück. „Ich möchte nach Hause gehen, und ich werde so unfreundlich wie möglich sein, bis sie mich gehen lassen.“

„Du machst dich nur selbst unglücklich“, antwortete Bobby, und sein Tonfall war fast traurig. „Das sind gute Leute.“

Adalric trat ins Haus, schloss die Tür hinter sich und schnitt alles ab, was er noch sagen mochte. Er fühlte sich, als würde er mit dem Mann überhaupt nicht weiterkommen. Er verdrängte das Problem für den Moment und schritt durch die Villa zu seiner Suite. Er nahm sein Handy vom Schreibtisch und wählte Edwins Nummer.

Er fand es seltsam, dass sein Zirkel-Vollstrecker ihn anstelle seines Zweiten kontaktierte. In den letzten zwei Wochen hatte er jeden Tag mit Daystrum gesprochen und sich über die Vorgänge in seinem Zirkel informiert. Nur sein innerer Kreis wusste, warum Adalric noch nicht zurückgekehrt war – weil er versuchte, seinen Geliebten zu umwerben – und dabei kläglich scheiterte.

„Hallo?“

Edwins Gruß zog Adalrics Aufmerksamkeit auf sich. „Hallo, Edwin. Ich habe die Nachricht erhalten, dass du mich sprechen wolltest.“

„Ja, Sir. Es tut mir leid zu stören, aber …“

Adalric runzelte die Stirn. Er konnte die Sorge in Edwins Stimme hören. Selten sorgte etwas den großen Vampir. Das war es, was ihn zu einem fantastischen Vollstrecker machte. „Edwin … sag mir, was los ist.“

„Ich muss respektvoll um deine Rückkehr bitten“, kam seine überraschende Antwort. „Daystrum wurde letzte Nacht angegriffen. Wir wissen nicht, wer es getan hat. Er hat nur knapp überlebt, und wenn Spieron das Gerangel nicht gehört hätte, hätte er es nicht geschafft“, fügte Edwin hinzu.

„Verdammt“, flüsterte Adalric. Es schien, als wäre ihm gerade die Zeit ausgegangen, aber warum sollte jemand seinen Stellvertreter angreifen? „Wer weiß davon?“

„Ich, Spieron, Darian und Melissa“, antwortete Edwin.

„Hmm“, murmelte Adalric.

Darian war Daystrums Bruder und einer der besten Tracker, die Adalric jemals gesehen hatte. Er wusste, dass der Vampir absolut vertrauenswürdig war, glücklich über seine Position im Zirkel und seinen Bruder respektierte. Melissa war ihre Zirkel-Ärztin – seit über dreißig Jahren. Sie würde sich gut um Daystrum kümmern.

Andererseits war Spieron vor weniger als einem Jahrzehnt seinem Zirkel beigetreten, nachdem er mit seinem letzten in Schwierigkeiten geraten war. Er hatte sich offenbar von jemandem genährt, den er nicht hätte beißen sollen, und der Zweite seines vorherigen Zirkels hatte daran Anstoß genommen. Der beleidigte Vampir hatte ihren Anführer überzeugt, ihn zu verbannen. Der Typ war ziemlich eigenständig, ein Einzelgänger, aber Adalric hatte ihn nie bei einer Lüge erwischt.

War Spieron Teil der Gruppe, die Daystrum angegriffen und vielleicht kalte Füße bekommen hatte? Oder war er wirklich zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen?

Adalric wusste eines mit Sicherheit. Es war Zeit zurückzukehren.

„Ich werde dich kontaktieren, sobald ich unterwegs bin“, sagte er ihm. „Behalte in der Zwischenzeit Spieron im Auge und achte auf jeden, der sich verdächtig verhält.“ Er wusste, dass es überflüssig war, es Edwin zu sagen, aber sein Bedürfnis nach Kontrolle war zu tief verwurzelt.

„Ja, Sir.“

„Und hindere Darian daran, irgendetwas Dummes zu tun. Je weniger Leute Bescheid wissen, desto besser“, entschied Adalric. „Vielleicht können wir jemanden erwischen, der Gerüchte verbreitet oder Fragen stellt, die er nicht stellen sollte.“

„Richtig, ähm … bringst du deinen Geliebten mit?“, fragte Edwin und senkte seine Stimme.

„Ja.“

„Soll ich ein Zimmer für ihn vorbereiten?“

Obwohl er Seth in seinem eigenen Bett sehr bevorzugen würde, wusste Adalric, dass der Mensch die agressive Taktik nicht zu schätzen wissen würde. Ohnehin würde er ein wenig Geschicklichkeit einsetzen müssen, um ihn dazu zu bringen, mit ihm zu kommen.

„Wir werden ihn im blauen Zimmer unterbringen“, befahl Adalric. „Und ich möchte, dass es neu dekoriert wird.“ Er gab seinem Vollstrecker eine kurze Beschreibung dessen, was er wollte.

„Ja, Sir.“

„Wenn sich etwas ändert, kontaktiere mich.“ Ohne auf eine Antwort zu warten, beendete Adalric den Anruf. Er hielt einige Minuten lang inne, sein Telefon in der Faust haltend. Obwohl Edwin es niemals sagen würde, hatte Adalric die schnelle Atmung des Mannes bei der Wahl von Seths Schlafzimmer nicht überhört.

Das blaue Zimmer befand sich direkt neben dem von Adalric, getrennt durch Schränke mit Verbindungstüren. Seine Unterbringung würde das Tagesgespräch des Zirkels sein und Seth sofort als Adalrics Geliebten bezeichnen. Es würde auch nicht lange dauern, bis Seth die Neuigkeiten hörte, so wie die Menschen, die bei ihnen lebten und die Betten der Vampire teilten, tratschten.

Und er wusste, dass ein paar der Menschen nicht glücklich sein würden.

Ungefähr ein Dutzend Menschen lebten bei seinem Zirkel und ernährten seine Leute, wechselten freimütig Betten und Partner. Sie genossen den Nervenkitzel, von einem Vampir gebissen zu werden, und die Freude, die der Vampir ihnen bereiten konnte. Leider hatten sich zwei der Menschen – Jason und Chad – ziemlich an Adalric gebunden, obwohl er sie nie absichtlich dazu ermutigt hatte.

Die beiden Männer schienen zu glauben, er würde sich für die Verbindung mit einem von ihnen entscheiden, was ihren Status in der Gruppe erhöhen würde. Sobald Adalric die Gerüchte vor zwei Monaten gehört hatte, hatte er aufgehört, sich von den beiden Männern zu nähren, egal wie sehr sie sich an ihn rangeworfen hatten. Er hatte sogar befohlen, sie aus seinem Flügel des Hauses zu verbannen, nachdem sie ungebeten in seinem Bett aufgetaucht waren.

Es war einen Tag nach diesem besonderen Vorfall gewesen, als der Vampirrat ihn kontaktiert und hierher geschickt hatte, um die Verbrechen von Damune zu untersuchen, ein Vampir, der den Gargoyle-Schwarm belästigt hatte. Seitdem war Adalric nicht mehr zu Hause gewesen, und er machte sich Sorgen um die Folgen bei seiner Rückkehr gemacht – mit seinem zögernden Geliebten im Schlepptau.

Adalric sah keinen Weg, die möglicherweise explosiven bevorstehenden Begegnungen zu vermeiden, und entschied, dass er jetzt am besten die erste aus dem Weg räumen sollte.

Zeit, meinen Geliebten zu verführen.

Kapitel 2

Seth funkelte Bobby an. „Sieh mal, es mag für dich in Ordnung sein, mit diesen … Männern rumzuhängen, aber für mich nicht.“ Er schaffte es gerade so, sie nicht als Kreaturen zu bezeichnen, aber Bobbys finsterer Miene nach zu urteilen nahm Seth an, dass der Mann wusste, dass er es gedacht hatte. Wer könnte ihm einen Vorwurf machen? Sie waren wirklich Kreaturen! „Ich möchte nach Hause gehen und das Ganze vergessen.“

Tatsächlich plante Seth, da er jetzt wusste, dass es Gestaltwandler gab und eine Reihe von ihnen in Colin City wohnte, wo auch er lebte, bald umzuziehen. Er würde irgendwohin ziehen, wo er niemanden kannte, und dann so tun, als wäre das alles nie passiert.

Bobbys Gesichtsausdruck wurde nachdenklich, er öffnete den Mund und klappte ihn zu. Seths Augen verengten sich. Er kannte diesen Blick. Bobby hatte etwas zu sagen und er war sich nicht sicher, ob es Seth gefallen würde.

Er war monatelang mit Bobby zusammen gewesen, bevor der etwas mit dem Gargoyle angefangen hatte. Um fair zu sein, Seth war nicht der beste Freund gewesen. Er hatte ein Auge zugedrückt, als seine Kumpels Bobby mies behandelt hatten. Seth fühlte sich deswegen schuldig, aber da er nicht zurückgehen und die Vergangenheit ändern konnte, musste er jetzt eben mit dem Wissen leben … und hoffentlich aus der Erfahrung lernen.

„Was?“, fragte Seth vorsichtig.

„Ähm, na ja …“ Bobby knabberte an seiner Lippe und wollte seinem Blick nicht begegnen.

Seth verschränkte die Arme vor der Brust und wappnete sich für weitere schlechte Nachrichten. „Also?“

Schließlich platzte Bobby heraus: „Du hast dich wochenlang in deinem Zimmer versteckt und dich geweigert, jemanden zu sehen oder mit jemand anderem als mir zu sprechen. Als du dann nicht zur Arbeit erschienen bist, hat dein Chef deinen Kollegen Grant zu dir nach Hause geschickt. Du wurdest als vermisst gemeldet und Leute waren auf der Suche nach dir, also mussten Maelgwn und Adalric entscheiden, was zu tun war.“

Seths Herz pochte in seiner Brust und es gefiel ihm nicht, wohin das führte. Nachdem er schwer geschluckt hatte, fragte er leise: „Was haben sie getan?“

„Sie haben dich für tot erklärt … Du bist bei dem Autounfall ums Leben gekommen, bei dem dein Truck völlig zerstört wurde“, flüsterte Bobby.

---ENDE DER LESEPROBE---