Ein Maler für den Manny - Jane Perky - E-Book

Ein Maler für den Manny E-Book

Jane Perky

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Beschreibung

Sie sind vielleicht Mannies, aber sie sind besitzergreifende Alphas, wenn es um ihre Gefährten geht. Tanner ist ein Alpha-Werwolf, der Teil eines Programms ist, das ehemaligen Gefangenen helfen soll, indem es ihnen zusätzliche Lebenskompetenzen beibringt. Er hatte eine Pechsträhne, weil ihn niemand als männliches Kindermädchen einstellen wollte, aber der Omega-Wolf und alleinerziehende Vater Neal wagt einen Versuch mit ihm. Funken fliegen zwischen ihnen und Tanners Wolf erkennt Neal als ihren Gefährten. Neal hat Tanner in seinem Haus willkommen geheißen, aber was ist mit seinem Herzen? Neal hat zunächst Bedenken, was seinen neuen Manny angeht, aber Tanner beweist, dass er mit seiner Tochter großartig umgehen kann. Er beginnt zu verstehen, dass Tanner der Mann ist, den er sein ganzes Leben lang gesucht hat, jemand, der ihn vervollständigen wird, aber Neal wurde schon einmal verletzt und er muss auch an seine Tochter denken. Wenn die Zukunft so unsicher erscheint, können Tanner und Neal die Dämonen der Vergangenheit besiegen, um voranzukommen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Enthält Hinweise auf Mpreg. Länge: rund 26.500 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Epilog

ÜBER JANE PERKY

LESEPROBE:

Ein Maler für den Manny

Sie sind vielleicht Mannies, aber sie sind besitzergreifende Alphas, wenn es um ihre Gefährten geht.

Tanner ist ein Alpha-Werwolf, der Teil eines Programms ist, das ehemaligen Gefangenen helfen soll, indem es ihnen zusätzliche Lebenskompetenzen beibringt. Er hatte eine Pechsträhne, weil ihn niemand als männliches Kindermädchen einstellen wollte, aber der Omega-Wolf und alleinerziehende Vater Neal wagt einen Versuch mit ihm. Funken fliegen zwischen ihnen und Tanners Wolf erkennt Neal als ihren Gefährten. Neal hat Tanner in seinem Haus willkommen geheißen, aber was ist mit seinem Herzen?

Neal hat zunächst Bedenken, was seinen neuen Manny angeht, aber Tanner beweist, dass er mit seiner Tochter großartig umgehen kann. Er beginnt zu verstehen, dass Tanner der Mann ist, den er sein ganzes Leben lang gesucht hat, jemand, der ihn vervollständigen wird, aber Neal wurde schon einmal verletzt und er muss auch an seine Tochter denken. Wenn die Zukunft so unsicher erscheint, können Tanner und Neal die Dämonen der Vergangenheit besiegen, um voranzukommen?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Enthält Hinweise auf Mpreg.

Länge: rund 26.500 Wörter

JANE PERKY

Ein Maler für den Manny

Geliebte Mannies 1

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Managing the Manny“:

Jane Perky

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2019

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Kapitel 1

„Gibt es noch mehr Fragen an mich?“, fragte der große, mit Tattoos bedeckte und hinreißende Alpha-Werwolf vor ihm.

Neal Sparks sah von den Papieren auf, die Tanner Web ihm – er sah auf seine Uhr – vor anderthalb Stunden gegeben hatte. Moment, war das richtig? Er hatte diesen armen Mann so lange ausgefragt? Armer Mann war nicht unbedingt die Beschreibung, die er normalerweise verwenden würde. Tanners massiger Körper passte kaum in den Sessel gegenüber seinem. Der Alpha sah nicht aus, als hätte er es bequem, aber Tanner hatte sich nicht beschwert.

Da er ein Omega-Wolf war, fühlte er sich nicht wohl damit, in Gegenwart eines dominanten Wandler-Mannes zu sein, vor allem eines Mannes, der so mächtig war wie Tanner. Tanner benutzte seinen Wolf jedoch nicht, um ihn einzuschüchtern oder herumzukommandieren. Trotz des rauen Äußeren des Alphas waren die blassblauen Augen, die aus diesem Gesicht, das ein paar Narben und eine krumme Nase hatte, herausschauten, misstrauisch, erschöpft.

Seine Hände zitterten, als er die Papiere packte. Neal wusste nicht genau, in welcher Stimmung er sich befand, als er bei der örtlichen Stadtversammlung war und seine Teilnahme am Second Chances-Programm unterschrieben hatte. Neal hoffte, dass Tanners Temperament ihn nicht mitreißen würde.

Gefährliche Gedanken. Nach seiner persönlichen Erfahrung neigten dominante Wandler-Männer dazu, gewalttätig zu werden, wenn sie nicht das bekamen, was sie wollten. Zumindest hoffte er, dass Tanner einfach nur rausgehen würde.

„Haben Sie wirklich einen BA in frühkindlicher Bildung?“, platzte er heraus, da er eigentlich keine Fragen mehr hatte.

„Jeder Ex-Sträfling im Second Chances-Programm muss diese Qualifikation haben. Das Zertifikat ist echt, wenn Sie das meinen“, sagte Tanner.

Der große Mann mochte es offensichtlich nicht, dass Neal seine Qualifikationen in Frage stellte.

„Will nur sichergehen“, murmelte er.

Tanner erfüllte seine Checkliste für Kindermädchen. Als er Tanners Bewerbung erhielt, hatte er nicht gezögert, die Telefonnummer des Mannes zu wählen. Die tiefe Stimme überraschte ihn. Als Tanner fünf Minuten später vor der Tür seiner Wohnung erschien, hatte Neal beinahe einen Herzanfall, während sein Finger auf dem Telefon lag, um Hilfe zu rufen.

Gott wusste, dass er unfair war. Es war Neals Schuld, dass er nicht gelesen hatte, worum es beim Second Chances-Programm ging. Es half straffällig gewordenen Wandlern, eine zweite Chance im Leben zu bekommen. In diesem Fall hatten sich die Männer für das Kinderbetreuungsprogramm entschieden. Während des Treffens wurden nicht viele Hände gehoben, aber sein bester Freund Zack, ebenfalls ein Omega-Wolf, hatte ihre kleine Gruppe überredet, sich freiwillig zu melden.

Er musste einen Nerv getroffen haben, denn Tanner sagte: „Ich habe vier Jahre gebraucht, um meinen Abschluss zu machen. Ich verstehe, wenn Sie dieses Gespräch beenden wollen, aber ich bin gut mit Kindern. Das Programm stellt sicher, dass wir tatsächlich praktische Erfahrung haben. Ich habe ein Jahr lang einen Vorschullehrer begleitet, bevor ich meine Bewerbung als Manny einreichen durfte.“

Neal sah den großen Mann wieder an und spürte in seinen Worten nichts als Ehrlichkeit, aber auch etwas anderes. Versteckter Schmerz. Er fühlte sich plötzlich wie ein Arschloch. Es gab einen Grund, warum er sich vor dominanten Wandlern fürchtete. Sich mit Anfang zwanzig auf einen solchen einzulassen, hatte ihm Lizzie beschert. Ihr leiblicher Vater, Lester, verschwand gleich nachdem Neal ihm die freudige Botschaft überbracht hatte.

Er beschloss, Tanner ein wenig entgegenzukommen und ihm die Wahrheit zu sagen. „Ich habe nichts gegen Sie.“

„Bullshit. Sie haben keine Fragen mehr, weil ich sie alle beantwortet habe.“ Diese blassblauen Augen trafen seine. Es leuchteten gelbe Flecken darin, ein Zeichen, dass Tanners dominanter Wolf aus dem Mann hervorspähte.

„Ich habe mich Ihnen gegenüber schlecht benommen“, stimmte er zu. „Aber warum sind Sie nicht gegangen?“

Tanner sackte niedergeschlagen in seinem Stuhl zusammen. Neal kannte Tanner nicht, aber es schien unfair zu sein, dass ein solch stolzer Alpha so besiegt aussah. „Sie sind der Einzige, der mich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen hat.“

„Okay, lassen Sie uns eine Wahrheit gegen eine andere tauschen. Sagen Sie mir, warum Sie zu einem Manny geworden sind, und ich sage Ihnen, warum ich gegenüber dominanten männlichen Wandler-Männern, besonders einem Alpha, Misstrauen hege.“

Wie bei Omega-Wölfen unterschied sich die Energie eines Alphas erheblich von anderen Männern, der Wolf in ihnen war größer, tödlicher, von räuberischer Natur. Er hatte jedes Recht, als Vater vorsichtig zu sein, denn Lizzie war sein ganzes Leben. Ihr Vater zu sein, war eines der wunderbarsten Dinge auf der Welt, aber er musste auch für sie sorgen, und jetzt, da sie vier Jahre alt war und zur Schule ging, konnte er wieder in Vollzeit arbeiten.

„Sie kennen meine Akte.“ Eine Aussage, keine Frage.

Er nickte. Tanner war wegen eines großen Banküberfalls inhaftiert worden, der Einzige, der von einem angeblich fünfköpfigen Team verurteilt worden war. Hatte Tanner die Schuld für das Verbrechen übernommen? Laut den Unterlagen schien das aber keine Rolle zu spielen, da Tanner seine Zeit abgesessen hatte und sogar eine ganz neue Fähigkeit zusammen mit einem Diplom erworben.

„Ich war dumm und habe eine Bank ausgeraubt, mich einer nicht vertrauenswürdigen Crew angeschlossen, weil ich verzweifelt war. Mein Rudel bestand damals aus Wandlern und Ausreißern. Es gab auch Kinder. Ich bin als Alpha, ihr Alpha, gescheitert, aber ich habe es immer geliebt, die Welpen in meinem früheren Rudel zu beobachten.“ Die Worte des Alphas waren voller Scham und Enttäuschung.

Er bemerkte, dass Tanner „früheres Rudel“ gesagt hatte. „Was ist mit dem Rudel passiert?“

Tanner sah in die Ferne. „Ich weiß es nicht. Ich habe versucht, nach ihnen zu suchen, als ich rauskam, aber ich habe nichts gefunden. Ich denke, dass sie besseren Rudeln mit besseren Anführern beigetreten sind.“

Dass Tanner sich ihm gegenüber in Bezug auf seine Vergangenheit öffnete, erwärmte Neal ein wenig für den Ex-Sträfling. Tanner begegnete seinem Blick wieder. „Sie sind dran.“

„Ich hatte eine schlechte Beziehung mit einem dominanten Wolf. Lizzies Vater“, erklärte er.

Tanner musste vermutet haben, dass Lizzie seine Tochter war, denn der große Wolf drehte sich um und sah sich die Fotos an der Wand an, alle mit Neal, seiner Tochter und seinen besten Freunden. Dann fragte Tanner: „Wie alt war sie, als ihr Vater ging?“

Er lachte bitter. „Lester hat mich sitzengelassen, gleich nachdem ich ihm die Neuigkeiten erzählt hatte.“

Tanners unerwartetes Knurren erfüllte das Wohnzimmer und ließ Neal zusammenfahren. „Dieser Lester hat seinen Gefährten und sein Kind verlassen?“

Das Alpha war vorher stets nur höflich gewesen, aber er konnte jetzt die wilde Energie von Tanners Wolf spüren, hatte jedoch keine Angst. Tanner war ein Beschützer, das erkannte er jetzt, jemand, der in seiner Rolle versagt und schlechte Entscheidungen getroffen hatte, aber am Ende hatten alle eine zweite Chance verdient.

Er schüttelte den Kopf. „Ich glaube nicht, dass Lester mich jemals für seinen Gefährten gehalten hat. Wir waren Kinder, seit der Highschool zusammen, und wussten nicht, was wir taten.“

Neal sprach leichtfertig und versuchte es abzuschütteln, aber die Wahrheit war, dass Lester eine Narbe auf seinem Herzen hinterlassen hatte, als er buchstäblich von der Erdoberfläche verschwand und nichts mit Neal oder Lizzie zu tun haben wollte.

„Sie müssen mir nichts vorgaukeln. Ich verstehe, was Verlust bedeutet. Wunden im Inneren heilen nicht so leicht“, grollte Tanner in dieser tiefen Stimme, die Neal die Zehen krümmen ließ und sein Inneres ein wenig schmolz.

Das war nicht gut, stellte er fest. Vielleicht war er besorgt in Bezug auf Tanner, nicht weil er dem großen Alpha nicht zutraute, auf seine Tochter aufzupassen, sondern weil er sich zu Tanner hingezogen fühlte.

Die Eingangstür sprang auf. Tanner stand auf, aber es war nur Zack, der Lizzie und seinen eigenen Sohn Brian in den Armen hielt.

„Hey Neal, willst du Eis essen gehen? Die Kinder quengeln –“ Zack brach ab, als er schließlich Tanner bemerkte. „Oh, Entschuldigung. Ich wusste nicht, dass du Gesellschaft hast.“

„Daddy, Daddy, schau mal meine Zeichnung. Ich habe eine Eins im Kunstunterricht.“ Lizzie lief zu ihm. Laut seiner Mutter sah sie wie eine Miniaturversion seiner älteren Schwester Mary Anne aus, abgesehen von ihren Locken. Lizzie hatte seine braunen Augen, aber Lesters blondes Haar, das einzig Gute, das dieser Bastard jemals zurückgelassen hatte. Sie rannte zu ihm und drückte ihm ein Blatt Papier ins Gesicht.

Er studierte die Zeichnung. „Das ist sehr gut, mein kleines Mädchen. Sind das zwei Muffins, die ich da sehe?“

„Sie und Ihr Vater?“, fragte Tanner, plötzlich beim Sofa. Er hatte die Bewegung des Alphas gar nicht gesehen.

„Gut geraten.“ Lizzie sah auf, blickte Tanner an und kicherte dann. „Großer Wolf. Bist du Daddys Freund?“

Tanner sah ihn an und Neal nickte. „Ich nehme an, das bin ich. Das ist eine hübsche Zeichnung, die du da hast. Sind das Bäume?“

Tanner beugte sich vor, um einen genaueren Blick darauf zu werfen. Lizzie sah überhaupt nicht eingeschüchtert aus. Der Alpha-Wolf, stellte Neal mit Überraschung fest, hatte jetzt eine sanfte Ausstrahlung, beschützend, aber beinahe fördernd.

„Mm-hmm, das ist der Wald, in den Daddy mich zum Unterricht mitnimmt“, sagte Lizzie stolz.

„Welche Art von Unterricht?“

Lizzie runzelte die Nase. „Wolfsunterricht. Ich bin aber lieber ein Mädchen.“

„Neal.“ Zack schien sich erholt zu haben. „Warum lädst du nicht auch deinen Freund zum Eis essen ein?“

Verdammter Zack. Er hatte den falschen Eindruck gewonnen. Der dämliche Omega grinste ihn an, seine braunen Augen glitzerten schelmisch.

„Ah, danke, aber …“ Tanner warf Neal einen Blick zu, der auf seine Unterlippe biss. „Ich werde mich dann selbst rauslassen.“

„Du gehst?“, wollte Lizzie schmollend wissen. „Aber ich möchte dir auch meine anderen Zeichnungen zeigen. Wenn ich groß bin, möchte ich Künstlerin werden, genau wie mein Daddy.“

Tanner streckte die Hand aus, um ihr Haar zu zausen, hielt aber vorsichtig inne. „Ich bin sicher, dass du das mit viel Übung erreichen kannst.“

Warum überraschte es ihn, dass Tanner mit Lizzie gut zu sein schien? Tanner hatte schließlich die nötige Erfahrung, aber er wusste nur zu gut, wie es war, beurteilt zu werden. Als er gerade nach Cedar Valley gezogen war, hatten einige der Wandler hier über ihn geredet und sich gefragt, ob ein alleinerziehender Vater ohne Verbindung zu einem Rudel wirklich einen Welpen großziehen konnte.

Er hatte ihnen bewiesen, dass sie falsch lagen, andere Omegas gefunden, die sich in derselben Situation befanden, und sie wurden auch seine Freunde.

Zack warf ihm einen neugierigen Blick zu, eine stille Frage in seinen Augen, aber er schüttelte den Kopf. Neal musste zuerst etwas klären.

„Tanner“, begann er. „Warten Sie, wann können Sie anfangen?“

Der Alpha sah überrascht aus, ein guter Ausdruck, entschied er. „Sie bieten mir wirklich den Job an?“

„Lassen Sie es uns zuerst ausprobieren, ohne dass sie bei uns wohnen. Ich kann mich morgens um Lizzie kümmern, aber können Sie sie nach der Schule abholen? Lassen Sie uns bei unserem nächsten Treffen die Details klären?“, schlug er vor.

Gott, er war sich nicht sicher, ob dies eine gute oder eine schlechte Idee war, aber ein Versuch konnte nicht schaden, oder? Neal hatte das Second Chances-Formular möglicherweise aus Versehen unterschrieben, er hatte Zweifel und Ängste, aber der einzige Weg, sie zu unterdrücken, war zu sehen, wo dies hinführte, oder nicht?

„Besiegeln wir es mit einem Händedruck“, sagte er und streckte die Hand aus. Lizzie sah sie beide mit großen Augen an und hielt immer noch ihr Bild fest. „Ich vertraue Ihnen das Wertvollste auf der Welt für mich an.“

Tanners Gesichtsausdruck wurde ernst, aber er packte Neals Hand mit seiner eigenen, großen, schwieligen und doch unglaublich warmen Hand. Bei dem Kontakt schoss Strom durch seinen Arm. Sein Omega-Wolf stieg in ihm hoch und prüfte die Luft, neugierig auf den Alpha vor ihnen. Seit Lester vertraute sein Tier niemandem mehr mit seinen Freunden. Was war jetzt anders?

„Das werden Sie nicht bereuen“, sagte Tanner. Seine leisen Worte waren ein Versprechen. Seine blassblauen Augen schienen voller feuriger Entschlossenheit zu sein. „Vielen Dank.

---ENDE DER LESEPROBE---