Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Neunzehn Jahre alt und auf der Suche nach der großen Liebe: Das ist Andy, als sie Danielle kennenlernt, Besitzerin einer Werbeagentur. Danielle hält Liebe für eine Illusion. Sie lädt Andy zu einer Reise durch die Ägäis ein, doch fordert dafür einen hohen Preis. Andy lässt sich darauf ein, weil sie Danielle liebt und hofft, dass Danielle auch lernen wird zu lieben. Fast scheint es, als hätte Andys Liebe eine Chance, doch da geschieht etwas Unvorhergesehenes ...
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 390
Veröffentlichungsjahr: 2013
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Teil 2
Originalausgabe: © 2006 ePUB-Edition: © 2013édition el!es
www.elles.de [email protected]
Alle Rechte vorbehalten.
Es war Samstag. Meine Mutter und ich waren zum Einkaufen in der Stadt. Als wir die Haupteinkaufsstraße herunterkamen–meine Mutter betrachtete die Schaufenster, und ich langweilte mich ein bisschen–sah ich Danielle uns entgegenkommen. Auf der anderen Seite. Sie sah uns nicht.
Ähm... Ich schaute auf meine Mutter, die gerade in die Betrachtung eines Kleides versunken war. Ich versuchte mir gleichzeitig zu merken, welches es war, damit ich es ihr zu Weihnachten schenken konnte, und Danielle im Augenwinkel zu behalten.
Bislang hatten meine Mutter und Danielle sich noch nie getroffen. Es war kein Thema gewesen. Und wenn ich daran dachte, wie Danielle es gleich zu Anfang vermieden hatte, war es ihr vielleicht auch gar nicht recht.
Meiner Mutter wäre es schon recht gewesen, das wusste ich. Sie war schon lange neugierig. Aber sie beherrschte sich und hoffte wahrscheinlich, dass ich irgendwann einmal von selbst mit Danielle ankommen würde.
Ich blickte wieder hinüber. Danielle stand vor einem großen Schaufenster auf der anderen Seite und betrachtete die Auslage. Aber gleich würde sie sich bestimmt umdrehen. Ich musste meine Mutter einfach in die andere Richtung dirigieren, in die nächste Nebenstraße–aber die war leider erst hinter Danielle. Vielleicht sah sie uns gar nicht und ging einfach vorbei?
In diesem Moment drehte Danielle sich um und sah zu mir herüber. Sie lächelte.
Meine Mutter drehte sich ebenfalls um und wollte mich auf etwas im Schaufenster aufmerksam machen.
Ich stand zwischen Danielle und ihr und wusste nicht, was ich tun sollte.
Für einen Augenblick schien es so, als ob Danielle einfach weitergehen wollte, als sie erkannte, dass ich nicht allein war, so als ob sie mich gar nicht gesehen hätte. Sie tat ein paar Schritte auf der anderen Seite, dann entschied sie sich aber doch anders. Energischen Schrittes überquerte sie die Fußgängerzone und kam auf mich zu.
Meiner Mutter war inzwischen aufgefallen, dass ich ihrer Aufforderung, das Schaufenster zu betrachten, nicht gefolgt war und in die andere Richtung blickte. Sie folgte meinem Blick und sah Danielle kommen.
»Hallo«, sagte Danielle freundlich lächelnd zu mir.
Meine Mutter blickte mich an, und ich kam der unausgesprochenen Aufforderung nach.
»Das ist–Danielle«, stellte ich beklommen vor. Und dann in die andere Richtung: »Meine Mutter.«
Die beiden Frauen sahen sich forschend an. Dann streckte meine Mutter die Hand aus. »Ich habe schon viel von Ihnen gehört«, sagte sie.
Danielle nahm ihre Hand und blickte meiner Mutter tief in die Augen. »Jetzt weiß ich, woher Ihre Tochter ihr gutes Aussehen hat«, sagte sie mit einem merkwürdigen Timbre in der Stimme.
Meine Mutter stutzte. »Oh.–Danke«, erwiderte sie dann artig und etwas verwirrt, wie ich sie eigentlich noch nie erlebt hatte.
Ich sah Danielle an und konnte es nicht fassen: Sie flirtete mit meiner Mutter!
Sie dehnte das jedoch nicht sehr lange aus. »Ich muss weiter«, sagte sie. »Viel Spaß noch beim Einkaufen.« Sie drehte sich um und entfernte sich in die Richtung, aus der meine Mutter und ich gekommen waren.
