ETERNAL BIER - Die Männer - E-Book

ETERNAL BIER E-Book

Die Männer

0,0

Beschreibung

Conny Achten ist ein besonderer Mensch. Sensibel, intelligent, weltenmüde - und deswegen gerne betrunken. Seine Liebe zum Bier schickt ihn auf eine Reise der Lust und Erlösung. Interstellare Geilheit erfasst ihn und seine Mitstreiter und schickt eine unvergleichliche Reisegruppe in den Orbit der Exstase. Eine radikale, in weiten Teilen unmenschliche Erzählung über die Erotik des Bieres. Und die unbändige Freude, ihr zu verfallen.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 31

Veröffentlichungsjahr: 2019

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Die Männer

ETERNAL BIER

Galaktische Power jenseits des Vorstellbaren

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Impressum neobooks

Kapitel 1

Es war bereits nach neun, als Conny Achten langsam wach wurde. Er schaute sich ein wenig verwirrt um, dann richtete er mühsam seinen massigen Oberkörper auf und setzte sich auf die Bettkante. Nach ein paar Minuten, die er einfach so dagesessen hatte, griff er nach der Schachtel Zigaretten und ging hinüber ins Wohnzimmer.

Er öffnete das Fenster, draußen war es nass-kalt und grau, wie üblich in dieser Gegend. Achten zündete sich eine Zigarette an und sah hinunter auf die Straße. Er atmete tief durch. Das Polyester des schwarze Rollkragenpullis, den er sich zur Feier seines Geburtstages angezogen hatte, kitzelte angenehm seine Brustwarzen. Jetzt hätte er gerne seine frühere Nachbarin angerufen und sie auf ein Glas Cola eingeladen. Leider wohnten sie nicht mehr nebeneinander. Achten atmete nochmals tief durch und lächelte. Unten liefen ein paar Kinder vorbei auf ihrem Weg zur Schule, aber er verstand ihre Sprache nicht. Er verstand überhaupt so vieles nicht mehr. Er ging jetzt auf die Fünfzig zu, und es war alles so verdammt unübersichtlich geworden.

Conny Achten schlurfte in die Küche, drückte auf den Knopf der Kaffemaschine und nahm sich die Käse-Scheibletten aus dem Kühlschrank. Sein Blick fiel auf die Schwartau-Extra-Himbeermarmelade. Das Glas stand seit Jahren dort, vermutlich fraßen die Maden bereits von innen den Deckel an. Conny Achten ließ es stehen. Als Warnung.

Er ließ sich auf einen Stuhl fallen, schmierte sich ein Käsebrötchen und griff nach der Zeitung. Nach zehn Sekunden legte er sie wieder weg. Früher hatte er noch Zeitung gelesen, das war lange her. Irgendwann hatte er angefangen, nur noch über die Überschriften zu fliegen. Auch das hatte er mittlerweile dran gegeben. Es interessierte ihn nicht mehr. Obwohl es verrückt war, schließlich arbeitete Conny Achten als Drucker. Er missachtete gewissermaßen seine eigene Arbeit. Dabei war es nicht einmal die Arbeit selbst, die ihm zum Halse heraus hing. Es waren die Menschen dort, all ihre Wichtigtuerei, ihr Geschwätz. Gewiss, es gab Nette, Frauen vor allem. Die, die ihm den Rollkragenpulli geschenkt hatte. Oder die mit den unglaublich großen Möpsen. Dafür, immerhin, lohnte die Spätschicht.

Aber der Rest ermüdete ihn einfach. Das war der Kern: Conny Achten war eine reine Seele. Aber der ganze Dreck um ihn herum machte ihm zunehmend zu schaffen. Er machte ihn zum Eskapisten. So hatte er sich neuerdings den schönen Künsten zugewandt. Sie schwemmten, für ein paar Stunden zumindest, den Dreck weg.

Gerade, als er sich den Bildband zum Pariser Salon aus dem Regal holen wollte, klingelte das Telefon. Conny Achten lächelte, als er aufs Display sah.

Müller war dran, ein guter alter Kumpel, der zum Geburtstag gratulierte. Sie sahen sich nicht oft. Müller war knapp über 50, die Kinder waren aus dem Haus, die Frau auch. Er drehte Vorabendserien, die kaum noch jemand schaute, belangloses Zeug, aber was war heutzutage nicht belanglos? Müller hatte blendende Laune, „Junge, Junge!”, schrie er ins Telefon, wohl wissend, dass Conny Achten sein eigener Geburtstag eigentlich ziemlich egal war.