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Ein unerschöpfliches Thema in der Geschichte der Menschheit ist die Liebe. Das komplizierte Verhältnis der Liebenden zueinander ist für viele Betroffene ein Mysterium. Mit den Mitteln der Satire aber ist es möglich, Licht in den dunklen Dschungel der Gefühle zu bringen. In acht Geschichten vermittelt Erhard Schümmelfeder interessierten Lesern seine satirische Sicht der Dinge des Lebens. – Die tadelswerte "Unaufrichtigkeit der Männer" wird thematisiert in dem Poetry-Slam-Text "Klarstellungen". "Das Dorftrampel und der Prinz", die wohl spektakulärste Erzählung dieser Sammlung, beschreibt eine leidende junge Frau zwischen zwei Männern. "Figuren eines Spiels", der hintergründige Bericht aus der Sicht eines Arztes, vermittelt Einblicke in die besondere Problematik ehelicher Untreue. "Brautschau", eine Groteske aus der Welt des Adels, zeigt die Schwierigkeiten der Liebe von einer anderen Seite, die hier nicht verschwiegen werden darf. Außerdem enthält der Band die Texte "Schwesternstreit", "Die Verabredung", "Über die Liebe" und "Einige meiner Vorzüge". Als Gratis-Zugabe veröffentlicht der als sehr schüchtern geltende Autor ein bislang streng unter Verschluss gehaltenes Liebesgedicht mit dem Titel "Was ich für dich empfinde". LESERSTIMMEN zu der Beziehungskomödie DAS DORFTRAMPEL UND DER PRINZ: " "Sprachgewaltig!" (Michaela Gruenig) "" … ausgereifte Erzählkunst ." (Arnold Andreas) "Eine absolut gelungene Studie über zwei gescheiterte Beziehungen." (Djamila Azila) "… wunderbar …" (Maja Sonnenthal) "… tiefsinnig und sprachlich beeindruckend." (Jorge & Jolina)
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Seitenzahl: 30
Veröffentlichungsjahr: 2012
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Erhard Schümmelfeder
FIGUREN EINES SPIELS
und andere Satiren #13
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
KLARSTELLUNGEN
DAS DORFTRAMPEL UND DER PRINZ
FIGUREN EINES SPIELS
BRAUTSCHAU
SCHWESTERNSTREIT
EINIGE MEINER VORZÜGE
ÜBER DIE LIEBE
DIE VERABREDUNG
WAS ICH FÜR DICH EMPFINDE
Impressum neobooks
Leihst du mir denn jetzt das Geld?
Erst reden? - Wie es dir gefällt.
Worüber?
Ach, darüber.
WAS DU SCHREIBST,
GEFÄLLT MIR GUT.
ABER DEINE BEINE
GEFALLEN MIR BESSER.
Habe ich das gesagt?
Ja, mag sein.
Nun, äh, versteh das nicht falsch.
Nichts soll den Frieden stören.
Ich kann das sofort erklären.
Auch wenn es jetzt so scheint:
Es war nicht so gemeint.
Man sagt das so dahin -
ganz ohne Sinn.
Ich meine es nicht so wie es klingt.
Ich rede halt etwas zu geschwind.
Bei mir schwingt vieles mit.
Vergiss das nit.
Also noch einmal im Klartext:
Mir gefallen deine Reime.
Besser aber noch deine Beine.
Nein - falsch!
Besser ALS deine Beine.
Jetzt hast du mich verstört.
Aber du hast es gehört,
wie ich was meine.
Ich will nicht nur das Eine.
Für mich ist alles,
was du sagst, richtig.
Auch dein Schweigen ist mir wichtig.
Noch wichtiger als das Gesprochene.
Nein, das ist schon wieder falsch.
Krieg das nicht in den falschen Hals.
Nun reg dich doch wieder ab.
Ich erkläre es knapp.
Dein Schweigen ist reines Gold.
Dein Reden ist nicht aus - Stahl?
Ach, das wäre doch zu banal.
Nein, versteh mich nicht verkehrt.
Ich meine es umgekehrt.
Dein Reden ist NICHT banal,
nur wirkt es fast trivial.
Zumindest nicht ganz optimal.
Auch ist es für mich keine Qual.
Aber das ist ein zu starkes Bild.
Ich sehe schon: Es macht dich wild.
Versteh mich doch bitte genau:
Ich bin ein Mann und du bist Frau -
Ich habe eine andere Sicht.
Begreifst du das nicht?
Ich sage nicht: Du redest Blech.
Das wäre doch zu frech.
Wir schweifen jetzt ab.
Wir sinken hinab
ins Ungenierte
und Kleinkarierte.
Man sollte das nicht analysieren
und alles weiter komplizieren.
Wir reden hier nur über das Eine -
nämlich über deine guten Reime.
Die sind besser als deine Beine.
Halt, versteh das nicht falsch.
Ich meine das anders als es klingt.
Ich meine:
Nichts gegen deine Beine.
Aber deine schönen Reime
haben doch mehr Qualität -
intellektuell - ja, das geht.
Dabei will ich nichts gegen
deine Beine sagen.
Das würde ich nie wagen.
Du sollst nicht jedes Wort
auf die Goldwaage legen.
Manchmal bin ich selbst verdutzt,
was meiner Zunge entrutscht.
Ich will DAZU nicht mehr viel sagen.
Ich red mich sonst um Kopf und Kragen.
Du sollst das Gesagte gleich vergessen
und ihm keine Bedeutung beimessen.
Unsere Meinungsverschiedenheit
bringt uns nicht weit.
Diese Bagatelle
kläre ich auf der Stelle.
Nun ja, äh, hmmm ...
Du gehörst doch zu mir.
Deshalb wohn ich bei dir.
Ich - ich mag dein Gesicht.
Ich mag dein Gedicht.
Ich mag deine Reime.
Ich mag auch deine Beine.
Das ergibt sich unwillkürlich.
Das ist sogar natürlich.
Ich möchte, dass du das verstehst
und nicht vorschnell von mir gehst.
Versteh doch: Ich liebe dich –
und zwar GANZHEITLICH:
Nach dem Wort hab ich gesucht.
Das war verdammt schwer – verflucht.
Endlich ist DAS Problem aus der Welt.
Reden wir jetzt über das Geld?
Ich sitze am Tisch beim Fenster und schreibe diesen Satz. Auch DIES ist ein Satz, der zweite, aber nichtssagend wie er erste. Worüber soll ich schreiben? –
