Beschreibung

Nicht WAS, sondern WIE man fragt, ist entscheidend: Der Schweizer Bestsellerautor Rolf Dobelli hat daraus eine kleine Lebenskunst der Selbstbefragung gemacht und provoziert mit seinen im ›stern‹ veröffentlichten Fragekolumnen zum Nachdenken. Spielerisch ironische Fragen zu Themen, die jeden betreffen – zu Glück, Liebe, Sex, sozialem Verhalten, Erfolg, Karriere, Alter, Gott und Tod.

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EPUB

Seitenzahl: 67


Rolf Dobelli

Fragen

an das Leben

Die Erstausgabe

erschien 2014 im Diogenes Verlag

Sämtliche Kolumnen wurden von

Oktober 2013 bis Oktober 2014 im stern

veröffentlicht und für dieses Buch

in leicht veränderter und gekürzter Form

neu zusammengestellt

Covergestaltung von Kobi Benezri

Alle Rechte vorbehalten

Copyright ©2016

Diogenes Verlag AG Zürich

www.diogenes.ch

ISBN Buchausgabe 978 3 257 24358 1 (1. Auflage)

ISBN E-Book 978 3 257 60433 7

Die grauen Zahlen im Text entsprechen den Seitenzahlen der im Impressum genannten Buchausgabe.

[5] Inhalt

Glück  [6]

Lebensstrategie  [10]

Geld  [14]

Alter  [18]

Politik  [22]

Leben  [26]

Die Anderen  [30]

Ehe  [34]

Gedanken  [40]

Sport  [44]

Die Wörter  [48]

Erfolg  [52]

Moral  [56]

Gott  [60]

Identität  [64]

Denken  [68]

Freunde  [72]

Bildung  [76]

Gewissen  [80]

Liebe  [84]

Gefühle  [88]

Job  [92]

Scheitern  [96]

Tod  [100]

Weltall  [104]

Gedankenwelt  [108]

Das Gute und das Böse  [112]

Natur  [116]

Karriere  [120]

Sterben  [124]

Buchstaben  [128]

Kinder  [132]

Wer sind Sie?  [136]

Wahrheit  [140]

Börse  [144]

Mode  [148]

Einstellen und entlassen  [152]

Hoffnungen und Ängste  [156]

Seele  [160]

Jenseits  [164]

Gäste  [168]

Status  [172]

Lebensfreude  [176]

Gesundheit  [180]

Generationen  [184]

Check-out-Fragebogen  [188]

[6] Sind Sie sicher, dass Sie wissen, was Sie glücklich macht?

Glück

[7] Wäre die Welt gerechter, wenn Glückliche eine Steuer auf ihr Glück bezahlen müssten?

*

Gibt es einen Menschen, mit dem Sie Ihr Leben tauschen möchten – unter der Bedingung, dass Sie alles Positive und Negative dieses Menschen übernehmen? Falls nicht, wie erklären Sie sich, dass Sie nicht vor Glückseligkeit strotzen?

*

Angenommen, Sie sind sehr glücklich. Stellen Sie Ihr Glück zur Schau, oder nehmen Sie Rücksicht auf die weniger Glücklichen?

*

Würden Sie den Sinn des Lebens akzeptieren, wenn er in Wahrheit hauptsächlich aus Handlungen bestünde, die Sie unglücklich machen?

*

Wie viele, die sich glücklich glauben, sind es wirklich?

*

In welche Haut würden Sie schlüpfen, wenn Sie aus Ihrer eigenen herauswollen?

*

[8] Wenn Sie das Leben als Geschenk bezeichnen: Wie herzlich hätten Sie sich nach dem Auspacken dafür bedankt?

*

Brauchen Sie einen Grund, um unglücklich zu sein? Sind Sie ein bisschen weniger unglücklich, wenn Sie einen Grund gefunden haben?

*

Macht es Ihnen Spaß, einen Abend in der Gesellschaft von Menschen zu verbringen, die davon überzeugt sind, den Sinn des Lebens gefunden zu haben?

*

Sind Sie noch immer auf der Suche nach dem Sinn im Leben, oder haben Sie den Unsinn schon gefunden?

*

Macht es einen Unterschied, ob ein anderer Ihren Lottoschein ausfüllt?

*

Schließen Sie aus der Tatsache, dass Tiere keinen Selbstmord begehen, dass Tiere glücklicher sind als Menschen?

*

[9] Angenommen, Sie könnten über Wasser gehen: Welchen Weg würden Sie einschlagen?

*

Wann sind Sie das letzte Mal bei einer Blume stehen geblieben?

[10] Wie oft kommt es vor, dass Sie am Ziel ankommen, und es stellt sich heraus, dass es das Ziel anderer ist?

Lebensstrategie

[11] Wofür haben Sie bisher gelebt?

*

Wie hoch ist der Realisierungsgrad Ihrer bisherigen Lebensstrategie?

*

Hoffen Sie auf eine private Renaissance?

*

Ab welchem Alter haben Sie aufgehört, Ihre Eltern für Ihr Schicksal verantwortlich zu machen, oder tun Sie es noch immer?

*

Wie viele radikale Neuanfänge in Ihrem Leben haben Sie versucht, und wie viele sind Ihnen geglückt?

*

Welche Kollateralschäden nehmen Sie für einen Neuanfang in Kauf?

*

So viele Möglichkeiten im Leben! Würden Sie sie ernster nehmen, wenn es weniger gäbe?

*

[12] Wie häufig, wenn Sie aus Ihrem Leben ausbrechen, landen Sie bloß in der nächsten Zelle?

*

Wenn Ihr Lebensweg, wie es ab und an vorkommt, eine Hauptstraße kreuzt, gewähren Sie anderen den Vortritt, oder riskieren Sie eine Kollision?

*

Gibt es Wegweiser, die Ihren Weg versperren?

*

Wie leicht fällt es Ihnen, innere Grenzen zu überwinden, oder scheitern Sie schon am Zöllner, der Sie nach den fehlenden Ausreisepapieren fragt?

*

Gesetzt den Fall, man würde Ihnen ein Denkmal errichten. Welches wäre der wahrscheinlichste Grund?

*

Verändern Sie Ihr Umfeld stärker, als Sie von Ihrem Umfeld verändert werden, oder verhält es sich andersherum?

*

[13] Können Sie loslassen, ohne sich an etwas Neuem festzuhalten?

*

Angenommen, es gäbe Sie nicht. Was – außer Ihnen – würde der Welt fehlen?

[14] Würden Sie weniger atmen, wenn Luft einen Preis hätte?

Geld

[15] Gibt es Reiche, die Sie nur deshalb interessieren, weil sie reich sind?

*

Ab wie viel Millionen, glauben Sie, nimmt der Nutzen von Reichtum ab, weil man ihn verwalten, versichern, verstecken oder verteidigen muss?

*

Gibt es Menschen, die Sie um ihre Armut beneiden?

*

Finden Sie Trinkgelder in Ordnung?

*

Finden Sie Trinkgelder bei Ärzten in Ordnung?

*

Wie täuschen Sie Interesse vor, wenn – zum Beispiel bei einem Dinner an Banketttischen –, über die Aussichten von Aktienfonds gesprochen wird?

*

Stört Sie Neid? Bei Ihnen? Bei anderen?

*

[16] Ist Neid auf Neidlose besonders schäbig? Oder besonders verständlich?

*

Jemand schenkt Ihnen eine Kinokarte. Zwei Filme stehen zur Auswahl: »Vom Tellerwäscher zum Millionär« und »Vom Millionär zum Tellerwäscher«. In welchen Film gehen Sie?

*

Wie sympathisch sind Ihnen Menschen, die aus steuerlichen Gründen an hässliche Orte ziehen?

*

Wären Sie lieber ein reicher Bettler oder ein armer Fürst?

*

Wenn Sie einem Bettler Geld geben, machen Sie den Betrag davon abhängig, wie viel er von anderen bekommt?

*

Wie viel Überfluss braucht der Mensch mindestens?

*

[17] Erwarten Sie von Reichen, dass sie ihren Reichtum mit einer Extraportion Sympathie kompensieren?

*

Wo ist die Börse, an der man äußeren gegen inneren Reichtum tauschen kann?

*

Wie hoch wäre eine realistische Versicherungssumme für ein Huhn, das goldene Eier legt? Bitte mit Herleitung, und verwenden Sie den aktuellen Goldpreis bei der Kalkulation.

[18] Freut es Sie ein bisschen, wenn die Kosten, die Sie mit Ihrer Krankheit verursacht haben, höher sind als Ihre Krankenkassenprämien?

Alter

[19] Was kommt zuerst?

a) Sie nehmen junge Menschen nicht mehr ernst.

b) Junge Menschen nehmen Sie nicht mehr ernst.

*

Wie überzeugen Sie Gott, dass er Ihnen ein Late Check-out für Ihr Leben gewährt?

*

Falls Sie sehr alt werden: Möchten Sie eine Ausnahme sein, oder möchten Sie, dass Ihr Alter der durchschnittlichen Lebenserwartung entspricht?

*

Wenn Sie junge Menschen beobachten, ihre Leichtigkeit, ihre Vitalität, ihre Lebenslust, wenn sie zum Beispiel auf einer Wiese sitzen, Grashalm im Mund, lachend, gestikulierend, trunken von der Gewissheit, dass alles möglich sei – sind Sie dann neidisch? Oder trösten Sie sich mit der Tatsache, dass Sie dieser Illusion nicht mehr unterliegen?

*

Was würden Sie hergeben, um sich noch einmal so zu fühlen?

*

[20] Was gäbe Ihnen das Recht, sich ungefragt zu diesen jungen Menschen zu setzen, um etwas von ihrer Lebenslust einzuatmen?

*

Beunruhigt Sie die Tatsache, dass Sie vor einigen Jahrzehnten als hirnlose Eizelle gelebt haben – oder bestärkt Sie diese Tatsache darin, dass aus Ihnen etwas geworden ist?

*

Glauben Sie an eine Korrelation zwischen Alter und Reife?

*

Jahrelang sind Sie an einem schönen Haus vorbeispaziert und träumten davon, darin zu wohnen. Plötzlich steht es zum Verkauf. Sie erwägen, rechnen, führen erste Gespräche mit Banken. Die Besitzer signalisieren, dass Sie es haben könnten. Doch dann bekommen Sie kalte Füße. Sie sind unsicher, ob das Haus finanziell tragbar ist, und bleiben in Ihrer engen Mietwohnung. Dreißig Jahre später stellt sich heraus, dass Sie es problemlos hätten kaufen können. Ärgert es Sie, dass das Geld, das Ihnen einen Traum hätte erfüllen können, nun unverbraucht an die Erben fließt?

*

[21] Nimmt Ihr Schatten mit dem Alter zu oder ab?

*

Möchten Sie, dass Sie bis zum letzten Jahr Ihres Lebens kein Leid empfinden und dann alles auf einmal wie eine dicke Kanonenkugel? Oder ist Ihnen die heutige Situation lieber: das Leid über die Zeit verteilt in kleinen Kügelchen wie aus einer Schrotflinte?

*

Fühlt sich der Mann mit einer jungen Frau jünger – oder älter, weil ihm sein Alter erst recht bewusst wird?

*

Wäre es Ihnen erträglicher, wir würden alle am Gleichen sterben?

[22] Ab welchem Alter wird Politisieren taktlos, weil die Konsequenzen nicht mehr einen selbst betreffen, sondern nur noch die anderen?

Politik

[23]