Frauen reden anders - Männer auch! - Melanie Tintera - E-Book

Frauen reden anders - Männer auch! E-Book

Melanie Tintera

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Beschreibung

Ein Buch mit Überraschungseffekt. Es bringt die Themen pfiffig auf den Punkt. Wer weiß schon, warum Männer das Witze-Erzählen regelrecht brauchen, Frauen nicht darüber lachen können, warum Männer sogenannte Rattenrennen laufen und Frauen sich im Krabbenkorb zwicken? In diesem kurzweiligen Ratgeber beschreibt die Soziologin Melanie Tintera die unterschiedlichen Kommunikationsstrukturen von Männern und Frauen. Dabei kombiniert sie wissenschaftliche Erkenntnisse mit typischen Beispielen aus dem Alltag. Jede Leserin ertappt sich in der einen oder anderen Situation selbst. Auf spielerisch humorvolle Weise gibt das Buch sieben Tipps, wie Frauen im Gespräch souverän, klar und feminin ihre Ziele erreichen. Kapitel 1. Könnte, sollte und vielleicht - bin ich nur der Konjunktiv-Typ oder habe ich etwas Wichtiges zu sagen? 2. Gebückt, gedrückt und unterschätzt - muss ich mich wirklich beugen oder habe ich Lust auf den aufrechten Gang? 3. Nebensätze sind Nebelsätze, - taste ich mich mal wieder nur langsam heran oder komme ich direkt auf den Punkt? 4. Das Schweigen der Männer - eine Form der Nichtanerkennung oder nur banale Wortkargheit? 5. Frauen reden gerne über Gefühle. Doch Vorsicht, Männer sind da anders. 6. Zwicken, zerren, seitwärts gehen - bin ich noch im Krabbenkorb oder wage ich den Schritt nach Draußen? 7. Lachen, scherzen, Witze reißen. Die Funktion des Humors in den Sprachwelten der Männer und Frauen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 50

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhalt

Könnte, sollte und vielleicht

– bin ich nur der Konjunktiv-Typ oder habe ich etwas Wichtiges zu sagen?

Gebückt, gedrückt und unterschätzt

– muss ich mich wirklich beugen oder habe ich Lust auf den aufrechten Gang?

Nebensätze sind Nebelsätze

– taste ich mich mal wieder nur langsam heran oder komme ich direkt auf den Punkt?

Das Schweigen der Männer

– eine Form der Nichtanerkennung oder nur banale Wortkargheit?

Frauen reden gerne über Gefühle

– doch Vorsicht, Männer sind da anders.

Zwicken, zerren, seitwärts gehen

– bin ich noch im Krabbenkorb oder wage ich den Schritt nach Draußen?

Lachen, scherzen, Witze reissen

– die Funktion des Humors in den Sprachwelten der Männer und Frauen

Epilog

Literaturtipps

1.

Könnte, sollte und vielleicht
–BIN ICH NUR DERKONJUNKTIV-TYP ODER HABE ICH ETWASWICHTIGES ZU SAGEN?

SEHR DEUTLICH UNTERSCHEIDEN sich die Sprachwelten von Mann und Frau in der Art und Weise, wie Fakten, Argumente und Meinungen vorgetragen werden. Wenn beispielsweise in einem Meeting die Markttauglichkeit eines Produktes diskutiert wird und wie man ein Produkt attraktiver machen kann, machen Frauen oftmals nur vorsichtige Vorschläge. Etwa in der Art: “Ich denke, wir sollten uns die Frage stellen, ob man dem Produkt durch ein neues Design vom Image her etwas mehr Modernität geben könnte, so dass es eventuell für jüngere Zielgruppen ein bisschen attraktiver wäre.“ Ein Mann würde dasselbe in seiner Sprachwelt etwa so formulieren: „Lasst uns das Ding cool verpacken und den Markt der 14-25-Jährigen aufrollen!“

Wir sehen sofort den Unterschied. Die Frau tastet sich sensibel heran. Versucht autoritäre Formulierungen zu vermeiden und spricht in Frageform. Das ist zwar gut gemeint, da sie aber obendrein noch mehrfach den Konjunktiv verwendet, schwächt sie ihren eigenen Beitrag ab, wirkt unklar bis hin zur Ausstrahlung von Unsicherheit. Dies kann dazu führen, dass die Männer ihre Idee für eine allgemeine, eher unspezifische Stimmungsäußerung halten und nicht weiter beachten.

Der Mann hingegen kommt sofort zum Punkt. Er fragt nicht und verwendet kein hätte, könnte, sollte, sondern gibt einfach mal vor, was zu tun ist. Dadurch wirkt er sicher, kompetent und verständlich. Zwar nimmt er den Kolleginnen und Kollegen zunächst Spielräume und gibt den Kurs vor, doch wird dies im Männersprachspiel nicht als dogmatisch empfunden, sondern als konkrete Aussage, der man jederzeit eine andere entgegenstellen kann.

Gerade das Konkrete wird als handfeste Basis empfunden, um andere Lösungen draufzusetzen.

ZWEI KOMMUNIKATIONSWELTEN

Wir haben es also mit zwei verschiedenen Kommunikationswelten zu tun. Die weibliche Sprachwelt wird in der Sprachforschung auch als „symmetrisch“ (gleich–, ebenmäßig) bezeichnet und ist auf Harmonie ausgelegt. Während die männliche Sprachwelt als asymmetrisch (ungleichmäßig, unebenmäßig) bezeichnet wird und stärker auf Wettbewerb und Siegen setzt.

Ganz deutlich werden diese verschiedenen Kommunikationswelten in der E-Mail-Sprache. Frauen sind u.a. evolutionär davon geprägt, entsprechend ausgleichend und freundlich zu sein. Sie stellen – in patriarchalen Gesellschaften – seit jeher in der Familie, im Clan und in der „Horde“ das Zusammenleben sicher und sind auf sorgfältige Verständigung geprägt. Frauen wollen dazugehören, gemocht werden und senden deshalb entsprechende Signale. Diese Signale sind von der Grundstruktur her so beschaffen, dass sie keinesfalls zum Ausschluss oder einer Dissonanz in der Gruppe führen. Denn dies war in früheren Zeiten lebensgefährlich für sie selbst und auch für ihre Kinder.

Entsprechend versuchen sie auch in der schriftlichen Kommunikation eine solche Grundstimmung der Verständigung und Harmonie herzustellen.

BEISPIEL:

Es geht um eine Terminanfrage per E-Mail.

Welche der beiden Anfragen kommt von einer Frau und welche von einem Mann?

Sehr geehrter Herr Maier, wir sind am Montag in Frankfurt. Passt Termin 14:00 Uhr / Office? GrußSehr geehrter Herr Maier. Hiermit wende ich mich mit einer Terminanfrage an Sie.

Am kommenden Montag sind mein Kollege Herr Schmidt und ich in Frankfurt. Sehr gerne würden wir Sie in Ihrem Büro in der Hauptniederlassung besuchen; beispielsweise um 14:00 Uhr. Es wäre schön, wenn dies bei Ihnen passen würde.

Ich freue mich bereits auf Ihre Antwort und stehe für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Vielen Dank vorab und mit herzlichen Grüßen

Wir erkennen auf den ersten Blick, dass die zweite E-Mail wesentlich ausführlicher ist, mehr indirekte Formulierungen und mehr Gefühlsäußerungen enthält; Worte wie „sehr gerne“, „sich freuen“, „wäre schön“, tauchen in der Männer-E-Mail nicht auf.

Tatsächlich haben die Männersprachspiele auch einen großen Nachteil. Da sie gerne ungefiltert und offensiv vorgetragen werden, können sie unfreundlich, forsch und einschränkend wirken. Weitere Optionen kommen nicht zum Tragen. Kreative Potentiale werden nicht gefördert und laufen Gefahr unter den Tisch zu fallen.

Zudem besteht bei Männern die Gefahr, dass Terminvereinbarungen scheitern, wenn diese ohne Zutun von Frauen getroffen werden, da nur ungenau hingeschaut wurde und es schon „passt“. Assistentinnen können ein Lied davon singen.

Dennoch: Bei E-Mails, Meetings, insbesondere bei Brainstormings und Entscheidungsfindungen sollten wir Frauen uns davor hüten, zu sehr in der Harmoniesprache zu verbleiben.

„WIR-SPRACHE“

Vielen Frauen fällt das Wort „Ich“ schwer und sie verwenden dann das „Wir“. Also solche Ausdrücke wie, „wir hatten zusammen die Idee, dass…“ Dies ist zwar angenehm verbindlich, jedoch geeignet, dass unser spezifisches Anliegen weder als unser eigenes gesehen wird noch durch das Gegenüber bemerkt wird, was unser persönlicher Anteil an der Idee war. Wir können dann bis zum Sankt Nimmerleinstag darauf warten, dass dies geschieht. Vielmehr nehmen wir Harmonie zum Preis eigener Nachteile in Kauf und sollten uns fragen, ob das in jeder Situation angebracht ist.

BEISPIEL: