Gamemaker - Mein Spiel - Kresley Cole - E-Book

Gamemaker - Mein Spiel E-Book

Kresley Cole

4,8
2,99 €

Beschreibung

"Gamemaker - Mein Spiel": Der zweite Teil der dreiteiligen Chapter-by-Chapter-Veröffentlichung des Mega-Bestsellers aus den USA! Nach langen Jahren der Suche hat die Studentin Natalie Porter in Russland endlich ihren leiblichen Vater gefunden. Pawel Kowalew legt Natalie auf seinem Landsitz bei Moskau die Welt zu Füßen und hat ihr mit Alexander Sewastian einen Mann zur Seite gestellt, der sie von nun an gegen alle Gefahren beschützen wird. Sewastian blickt tief in Natalies Seele und weckt eine Leidenschaft in ihr, von der sie bisher nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Aber wird Sewastian auch ihren sehnlichsten Wunsch endlich erfüllen können?

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 172




Inhalt

Titel

Über dieses Buch

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Anmerkung der Autorin

Über die Autorin

Impressum

KRESLEY COLE

Gamemaker

Mein Spiel

Ins Deutsche übertragen

von Bettina Oder

Über dieses Buch

Nach langen Jahren der Suche hat die Studentin Natalie Porter in Russland endlich ihren leiblichen Vater gefunden. Pawel Kowalew legt Natalie auf seinem Landsitz bei Moskau die Welt zu Füßen und hat ihr mit Alexander Sewastian einen Mann zur Seite gestellt, der sie von nun an gegen alle Gefahren beschützen wird. Sewastian blickt tief in Natalies Seele und weckt eine Leidenschaft in ihr, von der sie bisher nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Aber wird Sewastian auch ihren sehnlichsten Wunsch endlich erfüllen können?

18

»Moment mal!« Ich wich stolpernd vor Sewastian zurück, der mir durch den wirbelnden Dampf folgte. Er schien es darauf abgesehen zu haben, mich unbedingt von meinen nassen Klamotten zu befreien.

In einer sinnlichen Sauna abhängen, nackt, mit einem Vollstrecker, den ich nicht anrühren durfte, bei dessen Anblick mir aber zufällig immer das Wasser im Mund zusammenlief … was konnte da schon schiefgehen?

Sewastian schien mir ein wenig zu gut darauf vorbereitet zu sein, sich das Unwetter zunutze zu machen. Das Saunafeuer war angezündet worden, ehe wir angekommen waren. Er hatte angedeutet, meine Verführung zu planen, was mir doch zu denken gab. »Was ist denn in dich gefahren, Sibirier? Ich kenne die Regeln – wir dürfen nicht miteinander tändeln.«

Mit leiser Stimme und Worten, denen ein Versprechen innewohnte, sagte er: »Ich habe nicht die Absicht, mit dir zu tändeln.«

Ich runzelte die Stirn. »Aber das ist doch der Grund, warum du mir aus dem Weg gegangen bist, oder? Weil du nicht riskieren willst, mich am Ende am Hals zu haben. Und worum geht es dir dann jetzt?«

»Ganz einfach.« Er hatte mich fast erreicht. »Dir ist schrecklich kalt, und ich kann dich wärmen.«

Als ich ihm auswich, hob er die Hände, als wollte er mich wissen lassen, dass er mir niemals etwas aufzwingen würde.

Ich verdrehte die Augen. Als ob das jemals nötig wäre.

»Dann werde ich wohl die Temperatur hier drin erhöhen müssen.« Er kehrte zum Feuer zurück. Nachdem er ihm noch mehr Wärme und Dampf entlockt hatte, setzte er sich auf eine Bank und begann sich ganz selbstverständlich zu entkleiden.

Ich sah ihm verzückt zu, wie er mit diesen beringten Fingern sein Hemd aufknöpfte. Ich wusste nicht, ob der Wodka in meinem Bauch oder die wachsende Erregung mich mehr erhitzte; nur dass mir mit einem Mal nicht mehr kalt war.

Als er den nassen Stoff von seinem Oberkörper zog, spannten sich die Muskeln in seinen Armen und Schultern an, und die Tattoos hoben sich deutlich von seiner muskelbepackten Brust ab.

Inzwischen hatte ich mehr über diese Motive herausgefunden. Die zwei Sterne bedeuteten, dass er ein Aristokrat unter den Kriminellen war, ein Mann, der sich den höheren Rängen der Bratva genähert hatte. Die auf seinen Fingern bedeuteten, dass er ein Dieb und Auftragsmörder gewesen war. Aber ich sah auch Narben, die mir im Flugzeug nicht aufgefallen waren; eine an seiner Seite, die von einer Kugel verursacht worden sein musste, und eine längere an der Rückseite seines Arms, die wie eine Messerwunde aussah.

Noch mehr Erinnerungen daran, wie viel Schmerz sein Körper schon ertragen hatte. Doch diese Narben taten seiner Attraktivität keinen Abbruch, ganz im Gegenteil.

Er hob stolz das Kinn. Dieser Mistkerl wusste genau, wie gut sein Körper aussah.

Wie maskulin.

Wie sexy.

Unwillkürlich trugen meine Füße mich näher zu ihm, meine Hände sehnten sich danach, seine feuchte Haut zu berühren. Welche Frau könnte ihm widerstehen?

Ich schaffte es jedenfalls nicht.

Ehe ich mich versah, saß ich schon auf der Bank, höchstens einen Meter von ihm entfernt. Ich fühlte mich verpflichtet zu sagen: »Ich will das nicht.«

Er hob die Brauen. Ach ja? »Zieh deine Jacke aus.«

Ich schluckte und tat es. Meine elfenbeinfarbene Seidenbluse war durchsichtig, meine steifen Nippel und korallenroten Vorhöfe durch meinen weißen Spitzen-BH deutlich zu sehen.

Als er einen leisen Laut der Anerkennung ausstieß, gab ich zu: »Ich hab Angst.«

»Vor mir?«

Niemals. Ich schüttelte den Kopf. »Ich habe Angst vor dem, was das hier bedeutet. Soweit ich das verstanden habe, wirst du mich auf Dauer am Hals haben, sollten wir weiterhin miteinander rummachen. Da könntest du mir ja gleich einen Ring an den Finger stecken. Vor allem, wenn wir miteinander schlafen.«

»Lass das mal meine Sorge sein.«

Vielleicht war die Drohung ein wenig übertrieben gewesen? Wie wenn Eltern ihren Kindern erzählen: »Wenn du mit nassen Haaren rausgehst, holst du dir eine Erkältung.«

Wenn du mit einem Vollstrecker rummachst, holst du dir einen Bund fürs Leben.

Sewastian würde niemals eine dauerhafte Zukunft mit mir riskieren, richtig? Und wenn ich während dieses Treffens Jungfrau blieb, würden diese Mafialogik-Regeln sicherlich nicht für mich gelten.

Vielleicht hielt sich mein Gehirn auch an jeder Ausrede fest, um dieses Intermezzo nicht abbrechen zu müssen. Nebelschwaden lagen in der Luft, ließen alles aussehen wie im Traum. War es nicht leichter, im Traum leichtsinnig zu sein?

»Was willst du von mir, Sewastian?«

Er packte meine Knöchel und zog sie auf seinen Schoß, sodass ich mich auf meinem Hintern drehte, bis ich ihm zugewandt war. »Vertraust du mir, milaja moja?« Meine Süße.

Schon hatte er mir einen Stiefel und die dazugehörige Socke ausgezogen. »Aus irgendeinem Grund tu ich das.« Dann den zweiten.

Er streckte die Hand aus und knöpfte mir mit seinen tätowierten Fingern die Bluse auf. Ich dachte immer noch über einen Rückzug nach – bis mir sein maskuliner Duft in die Nase stieg.

Game over. Man hatte mich unter Drogen gesetzt.

Ich folgte seinen Anweisungen und zog meine Bluse aus, die mir auf der Haut klebte. Nun trug ich nur noch den BH, der meine Brüste eher betonte als verbarg.

Sein Blick sank hinab, und er rieb sich über den Mund. »Du beherrschst die Lage, Natalja«, sagte er. Seine Stimme lullte mich dermaßen ein, dass ich nur noch seine Lippen anstarrte. »Sag mir, was du willst.«

Ehe ich es mir anders überlegen konnte, war ich schon mit der Wahrheit herausgeplatzt: »Mehr.«

Er umfasste mein Gesicht mit beiden Händen und fuhr mit den Daumen über meine Wangenknochen. »Dann werde ich dir auf die Weise Vergnügen bereiten, wie ich es brauche. So, wie du es von mir brauchst.«

Ich wusste nicht, was das bedeuten sollte, nur, dass es nach etwas klang, das notwendig und von entscheidender Bedeutung war. Wie Atmen. »Aber ich kann nicht mit dir schlafen.«

Er ließ die Hände sinken. In seinen zusammengekniffenen Augen blitzte nackte Wut auf. »Ist das alles, woran du denken kannst? Dir einen Ausweg offen zu halten? Dann sei versichert, ich werde dich nicht eher nehmen, bis du mich anbettelst. Aber wenn du nicht stark genug bist, mir zu widerstehen, dann ist das dein Problem«, sagte er und wiederholte damit, was ich im Flugzeug zu ihm gesagt hatte.

Kein Betteln bedeutete keinen Sex? Ich würde bestimmt nicht betteln. Damit lag die volle Kontrolle in der Tat bei mir. »Wenn wir nicht miteinander schlafen, was hast du dann im Sinn?«

»Ich werde dir Befehle geben, und ich will, dass du sie bis ins Detail befolgst.« Ein Schimmer purer Lust begleitete seine rauen Worte.

Wie sehr er dies brauchte! Die Vorstellung, seine »speziellen Interessen« zu erfüllen, ließ jeglichen Widerstand in mir verschwinden. Ließ meinen Körper nachgiebig und meinen Willen schwach werden.

Er wollte mir befehlen; ich wollte dasselbe.

Er zog mich näher zu sich, bis ich auf seinem Schoß saß, bis nur noch wenige Zentimeter unsere Gesichter trennten, unsere Atemzüge sich vermischten. Er biss sanft in meine Unterlippe, um gleich darauf beruhigend mit der Zunge darüberzufahren. Als er seinen Mund auf meinen presste, gestand ich seufzend meine Niederlage ein und ergab mich seinem sinnlichen Kuss.

Während unsere Zungen sich miteinander verschlangen, wurde mir vage bewusst, dass mein BH sich auf magische Weise in Luft aufgelöst zu haben schien. Der Schock, meine bloßen Brüste an seiner sengend heißen Haut zu fühlen, erregte mich. Während er noch seine Hose anhatte, trug ich jetzt nur noch meinen Slip.

Er brach den Kuss ab und hob mich von seinem Schoß hinunter. »Leg dich zurück.«

Mein erster Befehl. Die Bank war gut einen halben Meter breit, das Holz glatt poliert. Darauf ließ es sich bequem liegen, wenn ich auch den Verdacht hegte, dass Bequemlichkeit nicht Sewastians Hauptsorge war. Ich schluckte nervös und legte mich für ihn zurück.

Er streckte die Hand aus und zog mir mit einem Ruck das Höschen herunter. Dann starrte er mich an.

Seine goldenen Augen leuchteten mit einer derart animalischen Intensität, dass mein Herz zu rasen begann.

Ich folgte seinem Blick, der über meinen nackten Körper wanderte, fragte mich, was er wohl sah, das ihn dermaßen heftig erschütterte. Meine normalerweise blasse Haut war vor Erregung gerötet und mit winzigen Tröpfchen überzogen, sodass sie aussah, als würde sie glitzern. Meine unruhigen Hüften schienen einfach nicht stillhalten zu können.

Er will mich auf tiefe, dunkle Weise, wiederholte ich in Gedanken immer wieder. Was mich zuvor verunsichert hatte, machte mich in diesem Moment wahnsinnig an.

»Schließ die Augen, Natalie. Mach sie nicht wieder auf. Und bleib, wo du bist.«

»Sewastian …«

»Ich gebe die Befehle. Du gehorchst. Sdavaisja.« Ergib dich.

Ein Gefühl der Beklemmung stieg in mir auf – aber gegen mein ungeduldiges Verlangen hatte es keine Chance. Sobald ich die Augen schloss, verließ er den Raum. Ich konnte ihn im Vorraum hören. War er dort, um mehr Wodka zu holen?

Während ich mich fragte, was er wohl vorhatte, nahm ich eine Veränderung wahr. Jegliche noch vorhandene Unsicherheit verschwand unter einem Ansturm von Wahrnehmungen. Ich konnte fühlen, wie sich die zarten Nebeltröpfchen überall auf meinem Körper sammelten, um schließlich meine Seiten hinabzufließen oder sich in meinem Nabel zu sammeln. Mit jeder Dampfwolke zogen sich meine Nippel noch fester zusammen. Der Duft des Feuers erfüllte meine Nase.

Meine schweren Haare hingen über den Rand der Bank hinab. Ich biss mir auf die Lippe, als ich im Holz unter mir das Grollen des Donners spürte, das mich von Kopf bis Fuß vibrieren ließ.

Jeder einzelne meiner Sinne war überwältigt.

Ich wurde noch nasser, meine Schamlippen schwollen an. Ich hätte am liebsten meine Schenkel gespreizt, um mich ihm zu öffnen. Er hatte gesagt, ich sei dort wunderschön; er hatte jede Falte und jede Spalte dort unten mit räuberischer Gier geleckt.

Ich brauchte ihn hier! Was machte er nur? Die Neugierde brachte mich fast um …

Ratsch.

Ich erstarrte. Das hörte sich an, als ob Stoff zerrissen würde.

Ratsch … ratsch … ratsch …

Was sollte das? Ich glaubte auch, Wasser laufen zu hören.

Als sich seine Schritte endlich näherten, musste ich all meine Willensstärke zusammennehmen, um nicht zu blinzeln.

»Hast du getan, was ich dir gesagt habe?«

»Ja.« Meine Stimme zitterte.

»Braves Mädchen.« Seine Fingerknöchel fuhren über meine Kinnpartie. Von all den Stellen, die ich ihm anbot, wählte er ausgerechnet mein Gesicht.

»Ähm, was hast du getan?« Ich stellte mir vor, dass sein Blick den Bewegungen seiner Finger folgte.

»Vorbereitungen getroffen. Ich will, dass du die Arme über dem Kopf ausstreckst.«

Zögernd streckte ich sie aus. Er packte meine Handgelenke.

Ich erbebte, als er sie mit einem Stück Stoff zusammenband.

19

»Sewastian, ich weiß nicht.« Er hatte mich als hilflos beschrieben. Er hatte mir gesagt, er wolle schmutzige Dinge mit mir tun.

Wollte ich mich wirklich noch einmal von dieser Brücke stürzen? In diese Begegnung eintauchen?

»Du kannst mir jederzeit Einhalt gebieten, Natalie.«

Einen freien Fall kann man nicht aufhalten, einen freien Fall –

»Aber wenn du mir gehorchst, verspreche ich dir, dass du stärker kommen wirst als je zuvor.«

Auch wenn ich nicht wusste, wie das überhaupt möglich sein könnte, hatte Sewastian seine Versprechen bisher immer gehalten. Was bedeutete, dass er vorhatte, mir einen besseren Orgasmus zu verschaffen als den im Flugzeug und den in der Wäschekammer?

Das war Anreiz genug, ihm zu gehorchen.

Während ich vor freudiger Erregung zitterte, band er meine Handgelenke fest zusammen und befestigte sie an einem Bein der Bank.

Ich spürte, dass er sich wieder bewegte. Als er über mich hinweggriff, glitt der runde, feste Kopf seines Schwanzes über meine Haut und ließ meine Bauchmuskeln sich anspannen. Er hatte sich ausgezogen? Wie sehr ich mich danach sehnte, ihn vollkommen nackt zu sehen! Doch ich hielt die Augen fest geschlossen und widerstand dem Drang, sie zu öffnen.

Er legte die Hände unter meine Knie und bog meine Beine, bis meine Füße auf der Bank standen. »Lass die Knie auseinanderfallen.«

Als ich es tat, fühlte ich den Nebel über meinen geschwollenen Schamlippen tanzen.

Als er hörbar den Atem einsog, wusste ich, dass er genau auf diese Stelle starrte. Ich war versucht, die Beine wieder zu schließen, doch da sagte er mit rauer Stimme: »Ja sptrju na to schto prenodlezhit mne.« Ich sehe mir an, was mir gehört.

In diesem Moment gehörte ich ihm ganz und gar.

Ob er mir auch die Beine fesseln würde? Jetzt wollte ich, dass er es tat. Und dann wollte ich, dass er mit mir schmutzige Dinge machte.

Ich erwartete, Stoff um meine Knöchel zu fühlen – doch stattdessen knotete er einen Streifen um ein Knie. Ich hatte keine Ahnung, was er da machte. Zog er den Streifen nach hinten über das Ende der Bank hinaus?

Sobald er mein anderes Knie befestigt hatte, wurde mir klar, dass meine Beine weit gespreizt fixiert waren, mit einem einzigen langen Stoffstreifen festgebunden. Wenn ich mein rechtes Knie bewegte, wäre mein linkes gezwungen, sich nach oben und außen zu bewegen, ähnlich wie bei einer Balkenwaage, sodass ich die Beine noch weiter spreizen müsste, wozu ich gar nicht in der Lage gewesen wäre.

Wie konnte ich ihn aufhalten? Ihm sagen, dass dies zu viel war?

»Lass dich ansehen. Rote Locken und pralle rosa Lippen zwischen diesen weißen Schenkeln. Wunderschön.« Mein Innerstes erbebte unter seinem Blick, und er holte abrupt Luft. »Weißt du, wie sehr ich mich danach verzehrt habe, dich so zu sehen? Meine süße Natalja, gefesselt darauf wartend, dass ich mit ihr anstelle, was ich will.« Seine Stimme wurde eine Oktave tiefer. »Was ich alles mit dir tun werde.«

Mein Widerstand schwand mit einem Wimmern dahin.

»Öffne die Augen.«

»Okay.« Meine Augen wurden riesengroß, als ich ihn vollständig unbekleidet erblickte.

Das Feuer warf Licht auf seinen Körper, flackerte über die Berge und Täler seiner Muskeln. Tröpfchen schlängelten sich über seinen Oberkörper, glitten über Sehnen. Mein Mund öffnete sich, meine Lippen sehnten sich danach, jeden Quadratzentimeter seiner glitzernden Haut zu berühren.

Die muskulösen Schultern und der Brustkorb verjüngten sich zu seinem strammen Waschbrettbauch. Zwischen schmalen Hüften ragte gierig sein Schwanz hervor. Mir blieb glatt die Luft weg, als ich die pralle Eichel sah, die mit Lusttropfen bedeckt war. Sein langer Schwanz pulsierte.

Dieser Anblick rief ein sehnsuchtsvolles Pochen in mir hervor. »Oh Gott, oh Gott.« Noch nie zuvor hatte ich etwas so gewollt wie diesen Schwanz bis zum Anschlag in mir vergraben zu spüren. Aber das konnte ich nicht haben.

Verzweifelt sehnte ich mich danach, meine Schenkel zusammenzupressen oder meine Klit zu reiben, um diese Sehnsucht zu stillen. Als ich an meinen Fesseln zog, merkte ich, warum er mir die Beine auf diese Weise gefesselt hatte. Er wollte, dass ich imstande war, mich ein klein wenig zu bewegen, sodass er mich beim Kampf gegen meine Fesseln beobachten konnte, was ihn offensichtlich noch mehr erregte. Seine Lippen öffneten sich, seine Augen schienen vor Leidenschaft zu glühen.

Als ich meinen Blick endlich von seinem losreißen konnte, fielen mir die anderen Tattoos auf seinem Körper auf. Auf jedem seiner Knie prangte ein mächtiger Stern, passend zu denen auf seiner Brust. Ich wusste, was sie symbolisierten: Er würde vor niemandem auf die Knie gehen.

Sewastians Körper anzustarren war wie die Sonne anzustarren.

»Ich will, dass du das Verlangen siehst, gegen das ich ankämpfe.« Er legte die Faust um seinen Schwanz und ließ den Daumen über die Eichel gleiten, sodass er vor Feuchtigkeit glänzte. »Will, dass du siehst, wie sehr ich mich nach dir verzehre.«

Mit der anderen Hand hielt er den letzten Stoffstreifen hoch. Selbst mein vor Lust vernebeltes Gehirn wusste, was er damit vorhatte. Und tatsächlich legte er eine Hand unter meinen Kopf und hob ihn an, sodass er mir mit dem Tuch die Augen verbinden konnte. »Und ich will, dass du nichts mehr siehst.«

»Warte!« So gefesselt sein und dann noch blind?

Er vollendete den Knoten. »Damit du besser fühlen kannst. Vertraue mir, dass ich auf dich achtgebe. Sag mir, dass du mir vertraust.«

Nach kurzem Zögern sagte ich: »Das tue ich.«

»Gut. Jetzt wölbe den Rücken und bleibe so.«

Sobald ich es tat, hörte ich Wasser plätschern. Dann die Kelle, die gegen den Rand des Eimers stieß?

Wasser strömte auf meine Brust. Die Hitze war gerade noch erträglich, wie es zwischen meinen Brüsten zu meinem Zentrum hinunterfloss.

Ich konnte spüren, wie der Strom über meine Klit lief. Konnte das verführerische Tröpfeln direkt über meiner Öffnung spüren. Eine intime, flüssige Liebkosung. Ich stöhnte und konnte meine gewölbte Position kaum halten.

Ein weiterer Schwall tanzte über meinen Hals. Wie ein Halsband.

Ich begann zu schwitzen. So heiß –

»Ahh!« Nun schwappte eisiges Wasser über meine Brüste. Er hatte von dampfend heiß zu eiskalt gewechselt. Ich bemühte mich, den Rücken gewölbt zu halten, während er eine weitere kalte Linie von einem Nippel zum anderen zog.

Dann goss er Wasser über die Innenseite meiner gespreizten Schenkel. Gänsehaut. Schweiß. Zittern. Keuchen. Mein Körper wusste nicht, wie er reagieren sollte.

Dann kaltes Wasser direkt zwischen meine Beine.

»Sewastian!« Vergebens wand ich mich.

»Leg dich wieder flach hin. Öffne den Mund.«

Ich erschauerte, während ich blindlings gehorchte. Kaltes Wasser traf meine Zunge. Ich schluckte rasch, ich hatte gar nicht gemerkt, wie durstig ich war.

»Mehr?«

Ich hatte noch nie derart köstliches Wasser getrunken. »Mhm.«

Ein weiterer Strom folgte, zusammen mit seiner Fingerspitze, die meine Lippen nachzog. Ich saugte an dem Finger, trank von ihm, ehe er ihn wegzog.

Dann nichts als Geräusche. Das prasselnde Feuer. Meine keuchenden Atemzüge, seine harschen. Die Sekunden vergingen …

Ich spürte die Spitze seines Schwanzes an meinen Lippen. Er fuhr damit meinen Mund entlang, während Wasser an ihm hinabtröpfelte. Die Vorstellung, wie Sewastian über seinen Schaft Wasser in meinen wartenden Mund leitete … Oh Gott, oh Gott.

Ich hob den Kopf, um an ihm zu saugen, aber er hielt seine herrliche Eichel von meiner Zunge fern. Ich mühte mich ab, um meine Hände zu befreien, musste ihn unbedingt aussaugen … doch er quälte mich, indem er seinen Schwanz abwechselnd gegen meine Lippen drückte und ihn dann wieder fortzog.

Eine weitere kurze Berührung, mehr kühles Wasser. Die Welt begann dahinzuschwinden, bis nur noch Sewastian existierte.

Dann Leere. Kein Kontakt. Ich wollte schon rufen, als sein Finger zurückkehrte. Ich saugte fest daran, ließ meine Zunge um ihn wirbeln, um ihn wissen zu lassen, was ich mit seinem Schwanz tun würde. Er musste die Nachricht wohl verstanden haben; denn ein Knurren entrang sich seiner Brust.

Als er den Finger zurückzog, keuchte ich auf. »Warum quälst du mich so?«

»Will mein gieriges Mädchen mehr?«

»Das weißt du genau!«

Druck auf meinen Lippen. Seine eigenen?

Sewastian küsste mich mit leichten Zungenschlägen gegen meine suchende Zunge. Ich stöhnte in seinen Mund, doch er behielt das langsame Tempo bei und legte mir eine Hand seitlich aufs Gesicht. Er brach den Kuss ab, um meine Wange, mein Kinn, meine Kieferpartie mit federleichten Berührungen seiner Lippen zu streifen; dann kehrte er zu meinem wartenden Mund zurück, um meine Zunge mit seiner zu erobern.

Das war der zärtlichste, romantischste Kuss, den ich je bekommen hatte.

Als ob er mich vergötterte.

Er hatte mich gefesselt, um meinen Körper zu benutzen, und mich dann geküsst, als ob er mich liebte.

Dieser Mann würde mich noch in den Wahnsinn treiben! Während seine Lippen und seine Zunge allmählich meine in Besitz nahmen, wehrte ich mich verzweifelt gegen meine Fesseln, weil ich mich danach sehnte, seinen Kopf mit den Händen zu umfassen, meine Finger in seinen Haaren zu vergraben, um seinen Mund an meinem festzuhalten.

Ich fürchtete schon, den Verstand zu verlieren, noch ehe der Nachmittag vorbei war. Und höchstwahrscheinlich meine Jungfräulichkeit. Glaubte ich das, was er gesagt hatte? Dass er mich erst dann nehmen würde, wenn ich ihn anbettelte? Ja. Aber glaubte ich auch mir selbst, dass ich mein Versprechen mir gegenüber halten würde, um keinen Preis zu betteln?

Vielleicht war ich tatsächlich nicht stark genug, um ihm zu widerstehen.

Er zog sich zurück, strich mir das Haar aus der Stirn und zog meine Augenbinde zurecht. »Süße kleine Natalja.«

»Wieso besitzt du so viel Selbstbeherrschung?«, platzte es aus mir heraus.