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Auf einer diplomatischen Standardmission stürzt das Raumschiff Prospero auf dem Planeten Mingus III ab. Der Captain Candy Crabbe wird gefangen genommen und von der Crew getrennt. Sie soll in bizarren BDSM-Ritualen immer wieder gequält werden. Mithilfe Aynaras, der Tochter der Königin des Planeten, gelingt ihr die Flucht. Doch damit beginnt ihr Leiden erst.
Das Leben auf der Erde hat sich verändert. Sie wurde erobert und wird nun von einem Kaiser beherrscht, der jeden Widerstand brutal unterdrückt.
Eine neue Form der Datenübertragung verspricht, schneller an Information und Unterhaltung zu gelangen. Doch wie wird diese Erfindung das Leben der Menschen verändern?
Zwischen all diesen Ereignissen, die Welten entfernt und Jahrhunderte auseinander liegend, gibt es einen unheilvollen Zusammenhang. Doch welche Macht steckt dahinter?
Ein bizarrer Science-Fiction- BDSM-Episodenroman zwischen Utopie und Dystopie.
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Veröffentlichungsjahr: 2025
Michael Harte
Gefangen auf MingusIII
Science-Fiction-BDSM-Roman
Copyright © by Author/Bärenklau Exklusiv
Cover: © by Steve Mayer nach eigenen Motiven von edeebee (KI), 2025
Verlag: Bärenklau Exklusiv. Jörg Martin Munsonius (Verleger), Koalabärweg 2, 16727 Bärenklau (OT), Gemeinde Oberkrämer. Kerstin Peschel (Verlegerin), Am Wald 67, 14656 Brieselang
www.baerenklauexklusiv.de / [email protected]
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Inhaltsverzeichnis
Impressum
Das Buch
Gefangen auf Mingus III
Die Rebellion
Der Aufstieg des Kaisers
Die Sklavenjägerinnen
Der Beginn
Anhang
Auf einer diplomatischen Standardmission stürzt das Raumschiff Prospero auf dem Planeten Mingus III ab. Der Captain Candy Crabbe wird gefangen genommen und von der Crew getrennt. Sie soll in bizarren BDSM-Ritualen immer wieder gequält werden. Mithilfe Aynaras, der Tochter der Königin des Planeten, gelingt ihr die Flucht. Doch damit beginnt ihr Leiden erst.
Das Leben auf der Erde hat sich verändert. Sie wurde erobert und wird nun von einem Kaiser beherrscht, der jeden Widerstand brutal unterdrückt.
Eine neue Form der Datenübertragung verspricht, schneller an Information und Unterhaltung zu gelangen. Doch wie wird diese Erfindung das Leben der Menschen verändern?
Zwischen all diesen Ereignissen, die Welten entfernt und Jahrhunderte auseinander liegend, gibt es einen unheilvollen Zusammenhang. Doch welche Macht steckt dahinter?
Ein bizarrer Science-Fiction- BDSM-Episodenroman zwischen Utopie und Dystopie.
***
Science-Fiction-BDSM-Roman von Michael Harte
Landung auf Mingus III
Der Weltraum ist unendlich. Lange Zeit dachten die Menschen, der Raum zwischen den Sternen wäre leer. Doch da gibt es Staub, Strahlung und Gase. Und es entstehen chemische Verbindungen, aus denen sich Leben entwickelt, wenn sie auf Planeten fallen, deren Bedingungen es ermöglichen. Das geschieht jede Sekunde, überall, ununterbrochen. Wie überrascht war die Menschheit, als sie feststellte, dass sie nicht allein im Universum ist. So brachen gewaltige Raumschiffe auf, um Kontakte zu anderen Lebensformen zu knüpfen. Doch nicht alle von ihnen waren freundlich …
Logbuch des Captains
Wir befinden uns im Anflug auf den Planeten Mingus III. Unser Auftrag ist es, Verhandlungen über ein Handelsabkommen und einen wissenschaftlichen Austausch mit den Bewohnern dieses Planeten zu führen. Vor drei Jahren war bereits die Othello mit dem gleichen Auftrag unterwegs, verunglückte unterwegs aber. Wir haben bisher keine Spur des verschollenen Schiffes ausmachen können.
Soweit wir wissen, wird Mingus III von einer Königin regiert. Wir sind gespannt darauf, sie kennen zu lernen.
Captain Candy Crabbe legte das Aufnahmegerät beiseite. Wie es aussah, würde es wohl wieder so eine langweilige Mission werden. Stunden- oder sogar tagelange Gespräche mit Politikern, Verhandlungen, Diskussionen und das ganze Drum und Dran. Sie hätte eher Lust, neue, unbekannte Planeten zu erforschen, fremde Kulturen auszukundschaften und dabei vielleicht auch den einen oder anderen Liebhaber abzuschleppen. Aber keine Politik oder Wirtschaft, fremde Kultur hin oder her. Sie hatte sich für das Raumforschungsprogramm beworben, weil sie Abenteuer erleben wollte. Langweilige Bürokratie war absolut nichts für sie. Aber Kontaktaufnahmen gehörten nun einmal auch zu ihren Aufgaben. Und vielleicht gab es am Hof der Königin ja doch einen Schwanz, der ihre Bedürfnisse befriedigen könnte. Dann hätte sie wenigstens etwas Spaß in Aussicht.
Die Crew kannte ihre Aufgaben zur Genüge. Sie hatte also nichts weiter zu tun, als auf dem Kommandostuhl zu sitzen und den Bildschirm zu beobachten.
Noch vor einigen Generationen wäre es unmöglich gewesen, einen solchen Raumflug überhaupt zu unternehmen. Die Erde war damals von einer kaiserlichen Dynastie beherrscht worden. Und zu dieser Zeit eine Frau als Captain eines Raumschiffs? Undenkbar. Doch die Rebellion hatte letzten Endes über die kaiserlichen Streitkräfte gesiegt und seither war es mit der Raumfahrt stetig voran gegangen. Und auch die Gesellschaft hatte sich verändert. Nun konnte auch eine Frau wie Candy Crabbe ein Raumschiff befehligen und niemand stellte ihre Autorität in Frage.
Als sie die Befehlsgewalt über die Prospero übernommen hatte, konnte der Anblick des endlosen Alls sie noch in seinen Bann ziehen. All die fernen Sonnensysteme, die sie von fern sah, während sie immer ein bestimmtes als Ziel hatten. Doch inzwischen kannte sie diese Aussicht zur Genüge. Sie gähnte gelangweilt. Doch genau in diesem Augenblick ging ein Ruck durch das Schiff. Sie fuhr auf. »Was ist passiert?«, fragte sie den Navigator.
»Genau kann ich das nicht sagen«, antwortete Gleeson, »Wie es aussieht, sind wir in eine Art Magnetfeld geraten. Damit hätten wir eigentlich rechnen müssen. Mingus III soll einige gravimetrische Anomalien aufweisen. Nur deshalb war es überhaupt möglich, dass wir dort von Bord gehen sollen. Der Planet ist mehr als fünfmal so groß wie die Erde. Ohne diese Anomalien würde die Schwerkraft uns einfach zerquetschen.«
»Können wir diesen Störungen irgendwie ausweichen?«
»Negativ, Captain. Wir werden in einer der unbewohnten unbewohnten Gegenden von Mingus III notlanden müssen.«
»Haben wir Alternativen?«
»Negativ, Captain.«
»Also gut. Machen Sie`s so!«, entschied sie. Etwas anderes fiel ihr auch nicht ein.
Gleeson gab einige Werte in den Computer ein. Dabei wurde er immer hektischer.
»Captain, ich befürchte, wir haben absolut keine Kontrolle mehr über das Schiff. Wir müssen auf unser Glück hoffen.«
»Was können wir sonst noch tun, Mister Gleeson?«
»Da fiele mir nur noch eins ein …«
»Ja?«
»FESTHALTEN!«
In diesem Augenblick schlug die Prospero auch schon auf dem Planeten auf. Gerätschaften, die nicht fest installiert oder wenigstens gesichert waren, flogen durch den Raum und verwandelten sich in gefährliche Geschosse. Menschen wurden durch die Erschütterung von ihren Posten gerissen und knallten hart auf. Auch Candy konnte sich nicht auf dem Stuhl des Captains halten. Schmerzhaft fiel sie gegen eine Konsole und krachte dann nach unten. Einige der Konsolen brannten durch und schlugen Funken, als die Energieleitungen rissen oder überlasteten. Natürlich beschränkte sich dieses Debakel nicht nur auf die Kommandobrücke, sondern ereignete sich im gesamten Schiff.
Candy rappelte sich hustend vom Boden auf. Soweit sie sehen konnte, hielten sich die erkennbaren Schäden in Grenzen. Zumindest war das auf der Kommandobrücke der Fall. Sie betätigte den Knopf für das schiffsweite Kommunikationssystem. »Bericht über Schäden und Verluste an die Brücke melden!«, gab sie das Kommando durch.
Es folgten Berichte über kleinere Verletzungen im gesamten Schiff. Zum Glück war der Personenschaden nur gering. Doch das Schiff als solches schien es schlimmer erwischt zu haben. So schnell würde es wohl nicht mehr starten können. Es waren umfangreiche Reparaturen notwendig. Hoffentlich verfügte die Wissenschaft dieses Planeten über eine kompatible Technologie, sonst wären sie in echten Schwierigkeiten. Wenigstens waren sie auf einem bewohnbaren Planeten mit angenehmer Atmosphäre und es waren bereits diplomatische Verhandlungen angestrebt. Eine direkte Gefahr durch die Bewohner sollte demnach nicht bestehen. Also war unter den entsprechenden Umständen noch alles relativ gut verlaufen.
»Wir evakuieren das Schiff. Keine Sorge, es ist alles in bester Ordnung, das ist eine reine Sicherheitsmaßnahme«, gab sie ihren nächsten Befehl durch die Schiffskom.
»Herrschaften, sichern Sie bitte Ihre Konsolen und verlassen Sie ebenfalls in aller Ruhe das Schiff!«, befahl sie der Kommandocrew.
»Aye, Captain!«, bestätigte ihr erster Offizier, deaktivierte alle Systeme und erhob sich. Er schien unverletzt zu sein.
Die gravimetrischen Anomalien erwiesen sich als Glück im Unglück. Denn so konnten sie das Schiff ohne größere Schwierigkeiten verlassen und waren nicht auf die künstliche Schwerkraft im Schiffsinneren angewiesen.
*
Ihr Versprechen, dass sie in Sicherheit waren, erwies sich dennoch als falsch, als sie das Schiff verließ. Eine ganze Armee wartete auf dem Gelände mit Waffen im Anschlag und nahm die Mannschaft gefangen. Es waren immerhin über dreihundert Männer und Frauen, die die Prospero verließen.
»Was soll das? Wir sind eine Delegation von der Erde und komme in friedlicher Mission. Wir werden erwarten!«, versuchte Candy, mit den Soldaten zu sprechen.
»Wir handeln auf direkten Befehl von Königin Dalaria«, erwiderte ein Mann, der einen Offiziersrang innezuhaben schien. Zumindest war seine Uniform etwas auffälliger und er trug einige Orden auf der Brust. »Bitte leisten Sie keinen Widerstand und verhalten Sie sich folgsam! Wir sind nicht daran interessiert, Ihnen oder Ihren Untergebenen Schaden zuzufügen.«
Sie wurden in kleinere Gruppen aufgeteilt und in Käfige verfrachtet, die von Tieren gezogen wurden, die Ochsen ähnelten. Es war seltsam. Auf der einen Seite Hochtechnologie, die alles übertraf, was es auf der Erde gab, auf der anderes Seite Hilfsmittel, die aus grauer Vorzeit zu stammen schienen. Es konnte sich nur um einen Irrtum handeln, immerhin war ihr Kommen angekündigt und von der Königin selbst genehmigt worden.
»Leistet keinen Widerstand!«, ordnete Candy an, »Ich werde mit der Königin sprechen und protestieren. Wir werden bald alle frei sein. Bis dahin, verhaltet Euch ruhig und friedlich, wir wollen keine Konflikte provozieren.«
Die Crew war gut genug ausgebildet, diesen Befehl zu befolgen. Das war auch gut so, denn ein Bruch könnte diplomatische Folgen haben, die ihre Befreiung erschweren würde. Candy war sich sicher, dass hier nur ein Irrtum vorlag und sie diesen Fehler bei einer Audienz bei der Königin richtigstellen konnte.
Doch dazu kam es nicht mehr. Als die Fuhrwerke am Ziel waren, wurde sie unsanft herunter gezerrt. Weit und breit war keine Stadt zu sehen. Es war ein Tal, vielmehr eine Schlucht, in der es nichts gab außer einem Zeltlager und eine Reihe mit Holzkäfigen, die aus massiven Stämmen gefertigt zu sein schienen. Candy wurde von einigen Humanoiden, die die Wächter zu sein schienen, ihrer Kleidung beraubt und in eines der Verliese geschleppt. Sie versuchte, Widerstand zu leisten, doch alle Gegenwehr hatte keinen Sinn, ihre Gegner waren einfach zu zahlreich. Vier Männer waren notwendig, um die durchtrainierte Offizierin der Erdstreitkräfte zu überwältigen und in den Holzkäfig zu sperren. Obwohl es noch viele andere Gefangene gab, die ebenfalls splitterfasernackt waren, war sonst niemand aus der Crew der Prospero darunter. Offensichtlich waren sie absichtlich so getrennt worden, dass sie nicht miteinander sprechen konnten. Die Gefangenen waren offenbar alle von Mingus III, zumindest vermutete Candy das, obwohl sie zu unterschiedlichen Spezies und Kulturen zu gehören schienen. Auf einem Planeten von der Größe von Mingus III war es nicht unwahrscheinlich, dass die Evolution zu so unterschiedlichen Spezies und Rassen führen könnte. Sie alle waren humanoid, doch mit unterschiedlichen Eigenschaften. Einige hatten einen unübersehbaren Blauton in ihrer Haut. Sie hielten sich weiter hinten in den Käfigen auf und befeuchteten sich immer wieder mit Wasser, das in einem Fass extra dafür bereitstand. Wahrscheinlich stammten sie aus einer Sumpflandschaft oder waren sogar Wasserbewohner. Andere schienen aus einer Wüstenregion zu stammen. Sie waren in weiter entfernten Käfigen eingesperrt und hielten sich bevorzugt im prallen Sonnenschein auf. Auf ihrem Kopf hatten sie ein natürliches Segel, ähnlich dem mancher Echsenarten, mit dem sie die Wärme speicherten, die sie aufnahmen. Und noch weit vielfältiger waren die Wesen, die hier gefangen gehalten wurden. Nur eines hatten sie alle gemeinsam: Es waren junge und sehr attraktive Individuen.
Was geschah hier nur?
Ob diese Wesen sie verstehen konnten? Ein Versuch konnte jedenfalls nicht schaden. Irgendwie musste Candy erfahren, was hier vor sich ging und wieso sie gefangen genommen worden war.
Da die anderen Gefangenen ebenfalls nackt wären, hätten sie es wahrscheinlich für ein Zeichen von Schwäche gehalten, wenn sie versucht hätte, ihre Blöße mit den Händen zu bedecken. Sie musste unbedingt Souveränität ausstrahlen, wenn sie sich hier behaupten wollte.
»Was ist hier los? Warum werden wir hier gefangen gehalten?«, fragte sie. Sie sprach niemanden gezielt an, sondern warf die Worte bewusst ins Leere. Einige der Wesen tuschelten miteinander, bevor sein Sprecher antwortete: »Wissen Sie das wirklich nicht?«
»Woher sollte ich das wissen? Ich komme von der Erde, in einer diplomatischen Mission!«
Wieder sahen sich die Wesen und berieten sich, bevor der Mann wieder sprach. Jetzt endlich erkannte sie, welcher von ihnen es war. Er wirkte fast wie ein Mensch, war aber etwas größer und muskulöser. Und sein Haar war blau. Sie hatte keinen Grund, daran zu zweifeln, dass dies die natürliche Farbe seiner Art war. In einer anderen Situation hätte sie sicher Gefallen an diesem schönen Mann gefunden. Er entsprach genau dem, was sie sich vorgestellt hatte, als sie von einem amourösen Abenteuer geträumt hatte.
»Die Erde? Was ist das?«, fragte er.
Na großartig. Diese Wesen wussten nicht einmal, wovon sie sprach, wie hätten sie ihr da weiterhelfen sollen?
»Die Erde ist eine andere Welt, weit entfernt. Wir sind als Freunde gekommen und jetzt wurden wir entführt. Unsere Regierung wird das nicht hinnehmen.«
Der Hüne lachte. »Was wollen sie denn dagegen tun? Königin Dalaria wird sich bestimmt niemandem fügen. Und egal, was Eure Regierung auch tun will, gegen den Magnetstrahl der Königin kommt kein Raumschiff an. Auch keins von der Erde.«
Der Absturz des Raumschiffs hatte also nichts mit der natürlichen Anomalie des Planeten zu tun gehabt. Sie waren offenen Auges in eine Falle gerannt und hatten sich wie die Hasen fangen lassen.
»Was haben sie nur mit uns vor?«
Wieder wurden ihre Worte mit allgemeinem Gelächter quittiert. »Sie wissen wirklich nicht, was uns bevorsteht, oder? Wir werden geopfert!«
Entsetzen erfasste sie. War es das, was ihr bevorstand? War sie wirklich hunderte von Lichtjahren gereist, um hier als Opfer für einen archaischen Götzen zu enden?
Und was war mit ihrer Mannschaft? Sollten sie dieses Schicksal etwa ebenfalls erleiden müssen?
Sie unterhielt sich noch Stunden mit diesen Wesen, hauptsächlich mit dem blauhaarigen Riesen. Doch sie konnte nichts Genaues über die Art der Opferung herausfinden.
Die Nacht über schlief sie sehr unruhig. Die Panik hatte sie lange wachgehalten, doch irgendwann war die Erschöpfung übermächtig geworden und sie war eingenickt. Doch grausame Träume quälten sie. Träume, in denen sie nackt, mit seltsamen Zeichen auf dem ganzen Körper verziert und gefesselt auf einem Steinaltar lag und ein Priester in einem blutigen Gewand und einer Kappe über dem Kopf, die nur die Augen frei ließ, ein rostiges, schartiges Messer in ihr Herz rammte. Sie erwachte mehrfach nass geschwitzt und von Angst erfasst. Doch sie schlief immer wieder ein. Die Länge der Nacht machte ihr zu schaffen. Die Bewohner dieser Welt hatten sich an die langen Tage und Nächte angepasst, doch sie war den Rhythmus der Erde gewohnt. Das Jaulen von ihr unbekannten Tieren war zu hören, doch sie schienen weit entfernt zu sein und stellten keine Gefahr dar. Selbst, wenn sich ein größeres Raubtier in die Schlucht verirren sollte, würde es wohl kaum zwischen den engen Stäben hindurch passen. Das, was sie gefangen hielt, war gleichzeitig ihr bester Schutz. Welch makabre Ironie. Sie konnte nicht anders, sie musste darüber lachen.
*
Früh (nach den Verhältnissen von Mingus III) wurden die Gefangenen von einem lauten Gong geweckt. Es wurde Essen gebracht. Ein gepresster Würfel aus Getreide und Gemüse. Klein, doch sehr nahrhaft. Und tatsächlich schmeckte er besser, als sie erwartet hätte.
Nach dem Frühstück kamen fünf Mann in grauer Uniform. Einer von ihnen trug einen auffälligen Orden. Er zeigte auf einen Mann und eine Frau, die daraufhin aus den Käfigen geholt wurden.
»Was ist mit ihnen?«, fragte Candy besorgt.
»Sie wurden ausgewählt, geopfert zu werden«, erklärte der Blauhaarige. Sie konnte nicht einmal sagen, was sie mehr erschreckte – Die Tatsache, dass sie miterleben musste, wie zwei ihrer Leidensgenossen abgeholt wurden, um als Opfer zu dienen oder die beiläufige Selbstverständlichkeit, mit der der blauhaarige Hüne das aussprach. Wie lange musste er wohl schon hier sein und wie oft hatte er so etwas miterlebt, dass es ihn nicht mehr berührte? Oder war seine Art etwa so gefühlskalt? In ihrem Gespräch einige Stunden zuvor hatte er eher sensibel und gütig gewirkt. Sie hatte ihn sogar als feinfühlig und weise wahrgenommen.
Traurig sah Candy den beiden, die gerade fortgeschleppt wurden, hinterher. Das also stand ihr bevor!
Die Wachen öffneten die Käfige und führten die Gefangenen in ein anderes, nahegelegenes Tal. Niemand schien über die Verschleppten traurig zu sein, sondern alle fügten sich den Anweisungen der Wachen.
So kamen sie in Dreierreihen in dem größeren Tal an. Es gab dort sonnige Stellen, aber auch genug Schatten für die Wesen, die ihn suchten. In der Mitte des Tals gab es einen kleinen See. Der Boden war von feinem Sand überdeckt und am Ufer wuchs Schilf. Die anderen Gefangen lachten ausgelassen, sprangen ins Wasser um zu schwimmen, und spielten im Strand. Candy war entsetzt. Zwei von ihnen waren geopfert worden und sie zeigten nicht einmal Trauer oder Mitgefühl. Auf was für einer Welt war sie nur gelandet? Wie hatte sich eine Kultur, die doch einige beträchtliche wissenschaftliche Fortschritte erzielt hatte, nur so entwickeln können?
Sie zog sich in den Schatten zurück und dachte nach. Wenn sie wenigstens jemanden aus ihrer Mannschaft finden könnte. Vielleicht gäbe es dann eine Fluchtmöglichkeit. Aber es blieb ihr in ihrer jetzigen Situation keine andere Möglichkeit, als so viel wie möglich über diese Kultur zu erfahren. Möglicherweise würde ihr das einen Weg offenbaren, wie sie entkommen könnte. So verbrachte sie den Tag damit, sie mit einigen der Individuen zu unterhalten. Was sie in Erfahrung bringen konnte war, dass Königin Dalaria schon über tausend Jahre über den Planeten herrschen sollte. Dies erschien ihr sehr unwahrscheinlich. Zumal sich der Planet weitaus langsamer drehte als die Erde. Der Tag hatte hier vierzig Stunden und das Jahr fünfhundert Tage. Sie erfuhr weiter, dass es auf diesem Planeten unterschiedliche Völker gab, die sich an die jeweiligen, teilweise sehr extremen Lebensbedingungen angepasst hatten. Das erklärte die auffälligen Unterschiede zwischen den Gefangenen. Sie waren auf dem gemäßigten Teil von Mingus III gelandet. Alle Völker hatten sich der Herrschaft Königin Dalarias unterworfen. Sie hatten immer noch ihre eigenen Regenten, die aber Dalaria als Vasallen unterstanden und ihr Rechenschaft und Tribut schuldig waren. Und es gab zwischen den unterschiedlichen Völkern Rivalitäten, die aber nie zu einer offenen Feindschaft führten. Das hätte die Königin nicht zugelassen. Sie zwang die ihr untergebenen Völker, Frieden zu halten. So vergingen die Stunden mit Gesprächen.
Bis ein Signal ertönte und sie wieder in die Realität zurückrief. Das Heulen der Sirene ging Candy durch und durch. Ohne zu murren gingen die Gefangen zurück zu ihren Käfigen. Es erschien ihr besser, sich vorerst anzupassen und ihnen zu folgen. Wenn sie das Geschehen ein paar Tage beobachtete, fand sie sicher einen Ausweg.
Angekommen bei den Käfigen erlebte sie eine Überraschung: Der Mann und die Frau, die am Morgen geholt worden waren, waren wieder da. Erschöpft und kaum ansprechbar, aber dennoch am Leben und wie es schien unverletzt. Lediglich rote Striemen und Druckstellen waren auf ihrer Haut zu sehen.
»Aber, das sind doch …«, mehr brachte Candy in ihrer Verwirrung nicht heraus. Sie hätte nicht erwartet, sie noch einmal wieder zu sehen.
»Ja, natürlich. Was haben Sie denn gedacht?«, fragte der Blauhaarige.
»Aber sie leben«, fasste Candy das Offensichtliche zusammen.
»Warum denn auch nicht?« Der Blauhaarige konnte Candys Überraschung nicht nachvollziehen.
»Ich dachte, sie würden geopfert.«
»Ja, das wurden sie auch. Genau wie jeder andere von uns schon zuvor und immer wieder. Was ist daran so seltsam? Ich selbst wurde schon fünf Mal geopfert«, erklärte er mit seelenruhiger Selbstverständlichkeit. Für ihn schien hier nichts Ungewöhnliches geschehen zu sein.
»Aber heißt ›opfern‹ denn nicht, dass sie getötet wurden?«
Der Blauhaarige sah sie mit einer Mischung aus Überraschung und Widerwillen an.
»Ihr tötet Eure Opfer? Aus was für einer grausamen Kultur entstammen Sie?« Auch seiner Stimme war pures Entsetzen anzumerken.
Candy fühlte sich etwas beruhigt. Niemand wurde getötet. Also würde auch sie nicht sterben. Andererseits kreisten ihre Gedanken um das Rätsel, vor dem sie nun stand. Was war mit den Beiden nur geschehen? Und was hatte der Blauhaarige gemeint, als er gesagt hatte, dass sie alle schon einmal geopfert worden waren und das immer wieder durchmachen mussten? War das der Grund, weswegen sie hier gefangen gehalten wurden? Stand ihr ebenfalls ein solches Schicksal bevor, welches auch immer das sein sollte? Wieder lag eine unruhige Nacht vor ihr. Doch sie schlief wenigstens ein bisschen besser als in der Nacht zuvor.
*
Sie erwachte am nächsten Morgen fast ebenso erschöpft wie am Tag zuvor. Wieder bekamen sie das zu Würfeln gepresste Essen gebracht. Doch während sie es zu sich nahm, wurde sie plötzlich unterbrochen.
»Du da«, der Wächter zeigte auf sie »Aufstehen und mitkommen!«
Na endlich. Sie hatte sich mehrfach beschwert und darauf aufmerksam gemacht, dass sie die Abgesandte einer anderen Welt war und deshalb als Diplomatin zu behandeln sei. Sicher würde ihr jetzt endlich jemand zuhören. Dachte sie zumindest. Denn kaum, dass sie den Käfig verlassen hatte, wurde sie von zwei anderen Wächtern, die sie bisher noch nicht gesehen hatte, brutal gepackt.
»Was soll das? Ich verlange, sofort losgelassen zu werden!«, rief sie.
»Du wurdest ausgewählt, heute geopfert zu werden. Hör auf, Widerstand zu leisten und komm mit!«
Sie geriet in Panik. Das durfte einfach nicht geschehen! Auch, wenn sie nicht getötet werden würde, es konnte nichts Gutes sein, das sie ihr antun wollten. Sie wehrte sich verzweifelt mit Händen und Füßen, doch gegen die fast übermenschlich scheinende Kraft der Wächter kam sie trotz aller Anstrengung nicht an. Als sie nicht nachgab, packten sie sie kurzerhand mit jeweils einer Hand am Hand- und einer am Fußgelenk und hoben sie hoch. So, an Armen und Beinen gepackt und ohne Kontakt zum Boden, war all ihr Gezappel wirkungslos. Wie ein Fisch, der sinnlos an Land zu zappeln versuchte. Sie trugen sie zu einem er Holzkarren mit Käfigaufbau und sperrten sie hinein. Kurz nach ihr wurde der Blauhaarige, der sich Thuracha nannte, gebracht und ebenfalls verladen. Er zeigte nicht die geringsten Anzeichen von Widerstand, sondern war völlig ruhig und entspannt mit den Wachen mitgegangen.
»Sie haben großes Glück«, sagte er, »Nur wenige von uns wurden schon so kurz nach ihrer Gefangennahme ausgewählt.«
»Glück?« Grauen erfasste Candy, »Für dich ist es Glück, geopfert zu werden?«
»Sie wissen wirklich gar nichts über uns, oder? Ihr Menschen seid seltsame Wesen. Ihr fliegt zu anderen Planeten, ohne zu wissen, was Euch erwartet.« Thuracha schüttelte verständnislos den Kopf.
»Natürlich. Wie sonst sollen wir sie kennen lernen?«
Dieser Logik konnte Thuracha nicht widersprechen. Inzwischen war der Karren bei einem Gebäude angekommen, das auf Candy wie ein alter Tempel wirkte. Ein gewaltiger Bau aus riesigen Quadern in Form einer Pyramide.
»Aussteigen!«, befahl ein Wächter. Sie wurden bis zum Eingang eskortiert und dann hineingeschoben. Die Wachen blieben vor dem Tor zurück.
Das Innere wirkte kühl, aber nicht zu kalt. Nur wenig Licht kam durch Fenster herein die sich weit oben befanden. Die große Halle lag in einem Halbdunkel, es reichte aber aus, ohne Probleme zu sehen und sich zurecht zu finden. Der Tempel wirkte, als wäre er wirklich schon über tausend Jahre alt. Im extremen Gegensatz dazu waren die Computer, die sich an einer Wand befanden und die Kabel und Drähte, die zu den Altären führten. Der Mann, der die Konsolen bediente, Werte ablas und Justierungen vornahm, hatte einen sehr auffälligen Hautton. Eine blaue Haut mit roten und gelben Pigmentierungen. Candy wusste, von welchem Planeten er stammte.
»Legen Sie sich auf die Altäre und legen Sie ihre Hände und Füße in die dafür vorgesehenen Öffnungen.«
Thuracha kam diesem Befehl ohne zu zögern nach. Candy verschränkte die Arme vor der Brust und blieb stehen, wo sie war. So ohne weiteres würde sie sich nicht ausliefern, um geopfert zu werden.
»Ich bin Offizierin eines Raumschiffs der Erde und in diplomatischer Mission auf Mingus III. Ich verlange, sofort freigelassen zu werden!«
»Ich fürchte, Sie verkennen Ihre Situation«, erwiderte der Mann von den Konsolen aus, ohne sich umzudrehen, »Sie sind eine Gefangene und hierher zu mir gebracht worden, um geopfert zu werden.«
»Ich sage es noch einmal …«
»Candy!«, wurde sie von Thuracha unterbrochen, »Wir alle müssen unsere Aufgaben im Leben erfüllen. Hören Sie endlich auf, alles zu erschweren! Es ändert ja doch nichts.«
»Sollten Sie meiner Order nicht nachkommen, muss ich die Wachen hereinrufen und sie werden Sie mit Gewalt zwingen. Das würde ich nur sehr ungern tun«, sagte der Mann, der immer noch an den Konsolen arbeitete, mit Nachdruck.
Sie fügte sich für den Augenblick, nahm sich aber fest vor, so bald wie möglich etwas zu unternehmen. Sofort, nachdem sie sich auf den Altar gelegt hatte, schlossen sich die Öffnungen, in denen ihre Arme und Beine steckten. Sie versuchte, sich daraus zu lösen, doch die Umklammerungen saßen zu fest. So lag sie nun nackt und hilflos ausgeliefert hier, um in einer seltsamen Zeremonie einem Opferritual unterzogen zu werden, bei dem die Opfer nicht getötet wurden und bei dem ihr Mitgefangener sich sogar noch darauf zu freuen schien. Absurder konnte die Situation nicht sein.
Der Mann von der Konsole hatte endlich alles so eingestellt, wie er es wollte und kam auf sie zu. Zuerst stellte er an Thurachas Altar einiges ein, verband die Kabel, die von der Decke herunterhingen, mit Anschlüssen und setzte einige Kabel mit Elektroden an die Haut des Hünen.
»Sie stammen von Croix Delta«, sagte Candy, »Wie kommen Sie hier her?«
Er war überrascht und zögerte kurz, Doch dann fuhr er mit seiner Tätigkeit fort. Als er mit allem zufrieden war, kam er zu Candy und tat bei ihr das Gleiche.
»Sie sind mit der Othello hergekommen«, vermutete sie. Und traf ins Schwarze, denn endlich sprach er mit ihr.
»Ich hatte das Glück, wohlbehalten auf Mingus III zu landen und die Bekanntschaft der Königin zu machen.«
»Und jetzt verraten Sie Ihre eigenen Ideale. Croixianer sind doch Pazifisten und setzen sich für den Frieden ein.«
»Sie irren sich, wer immer Sie sein mögen.« Während er sprach, fuhr er unbeirrt mit seiner Tätigkeit fort.
»Ich bin Captain Candy Crabbe von der Prospero.«
»In Ordnung, Captain. Trotzdem liegen Sie falsch mit Ihrer Vermutung. Ich habe meine Ideale niemals verraten. Im Gegenteil. Noch nie habe ich einen Planeten gefunden, auf dem meine Ideale so erreicht wurden wie auf MINGUS III. Hier wurde die tödliche Gewalt vor tausend Jahren von Königin Dalaria so gut wie abgeschafft. Deswegen habe ich mich entschieden, hier zu bleiben und hier eine Aufgabe zu erfüllen. Obwohl die verschiedenen Völker hier untereinander verfeindet sind, führen sie keine Kriege gegeneinander. Die Königin nutzt sexuelle Unterwerfung, um den Planeten zu beherrschen. Und so unterwerfen die Menschen sich ihr auch in allen anderen Bereichen gehorsam.«
Ungläubig hörte Candy dieser Erklärung zu. Tausend Jahre? Das konnte er nicht wirklich glauben. Sie versuchte, an sein logisches Denken zu appellieren.
»Wirklich tausend Jahre? Überlegen Sie, so lange kann niemand regieren. Wie sollte sie denn so lange leben?« Er fuhr langsam mit dem Finger über ihre Muschi, worauf sie mit einem unkontrollierten Zucken reagierte. Sie hatte es sich nicht eingestanden, aber die Nacktheit, das Betrachten der nackten Körper ihrer Leidensgenossen, die Art, wie sie herumkommandiert wurde und wie sie hilflos präsentiert war, dies alles hatte sie doch erregt. Sehr erregt. Sie hatte nicht darauf geachtet, weil sie zu vielen widersprüchlichen Gefühlen ausgesetzt gewesen war. Doch jetzt wurde ihr klar, wie nass sie bei dieser Behandlung geworden war. Und der Croixianaer wusste es nun auch. Genüsslich leckte er die Feuchtigkeit von seinen Fingern und lächelte anzüglich. »Es hat mit Energien zu tun. Das werden Sie gleich selbst sehen. Das Zeremoniell kann endlich beginnen.«
Er stellte brennende Kerzen auf ihren Oberkörper. Kleine Kerzen mit einem breiten Boden. Es dauerte nicht lange, und das Wachs verflüssigte sich und lief über den Rand. Sie schrie, als sie die Hitze auf der Haut fühlte. Thuracha dagegen stöhnte nur, als er ebenfalls das flüssige Wachs auf seiner Haut zu spüren bekam. Er nutzte jedes bisschen Bewegungsfreiheit, das ihm verblieben war, um sich hin und her zu bewegen, wodurch das Wachs schneller auf seinen Körper floss. Es schien ihm zu gefallen.
Eine nackte Frau kam aus einem hinteren Teil des Tempels hervor. Wahrscheinlich hatte sie in einem kleinen Nebenraum gewartet, bis ihre Zeit gekommen war. Sie ging aufrecht und hatte einen Körperbau wie ein humanoides Wesen. Doch sie wirkte mehr wie eine Katze. Und so bewegte sie sich auch. Lauernd, schleichend und jeden Moment bereit, zuzuschlagen. Ihr Körper hatte ein leichtes schwarz-grau getigertes Fell. Sie war das erste humanoide Wesen, das Candy auf diesem Planeten sah, das nicht am Körper rasiert war. Möglicherweise widersprach das den Gepflogenheiten ihrer Art. Der Kopf war runder als bei einem Menschen und die Ohren ebenfalls typisch für Katzen. Sie hatte sogar einen Schwanz am Ende ihrer Wirbelsäule. Sie machte sich schnurrend über Thuracha her. Sie krümmte ihre Finger und fuhr gefährlich aussehende Krallen aus. Damit strich sie über den Oberkörper des nackten Mannes. Dann ging es weiter, sie kratzte leicht über die Lenden des Opfers. Sein Stöhnen wurde lauter und Candy konnte sehen, wie sich sein Schwanz aufrichtete, was der Katze sehr zu gefallen schien. Sie begann, den Stamm entlang zu lecken, was ihm heftige Schreie entlockte. Candy zerrte an ihren Fesseln, versuchte, sich irgendwie zu befreien, was die Aufmerksamkeit der Katzenfrau auf sie lenkte. Die Katzenfrau ließ von dem Blauhaarigem ab und kam nun Candys Altar näher. Sie schlich sich langsam an, wodurch sie noch bedrohlicher auf Candy wirkte.
