2,99 €
Ein Auftrag führt Toby Weston nach Österreich, auf eine abgeschiedene mittelalterliche Burg in der Wachau, deren Mauern mehr Geheimnisse bergen, als sie preisgeben. Der Baron des Hauses sucht diskrete Hilfe, und Toby erhält Zugang zu einem Anwesen, in dem merkwürdige Rituale, verborgene Gänge und eine Hausherrin mit gefährlichen Neigungen den Alltag bestimmen. Was als kalkulierter Auftrag beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Spiel aus Versuchung, Beobachtung und wachsender Bedrohung. Doch diesmal holt Toby seine Vergangenheit ein. Eine Frau, die ihm einst ausgeliefert war, sinnt auf grausame Rache. Entführt und auf einer abgelegenen Burg gefangen gehalten, lernt Toby die andere Seite von Macht und Kontrolle kennen. Die Flucht gelingt, doch sie markiert nicht das Ende, sondern den Beginn eines Albtraums, in dem Vertrauen, Lust und Überleben neu verhandelt werden. Band 4 von Der Preis der Begierde führt die Reihe in eine dunklere, gefährlichere Richtung und zeigt, dass selbst der Jäger irgendwann zur Beute werden kann.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 205
Veröffentlichungsjahr: 2026
Toby Weston
Gefangen in ihren Händen
Der Preis der Begierde (Band 5)
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Prolog
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
Impressum neobooks
Es gibt Tage, an denen scheint die Sonne so warm und harmlos, als hätte sie nie etwas anderes vorgehabt, und kaum blinzelt man einmal zu lange, fällt Regen vom Himmel, kalt, unangekündigt und unerquicklich. Das Wetter ist launisch. Unzuverlässig. Ein Wechselspiel aus Hoffnung und Ernüchterung.
Im Leben ist das meist genauso.
Mit einer einzigen Ausnahme.
Toby Weston ist ein Arschloch.
Das ist keine Meinung. Es ist eine Feststellung. Eine dieser Wahrheiten, die sich nicht wegdiskutieren lassen, egal wie oft man den Blick abwendet oder die Stimme senkt. Ich weiß das, weil ich Toby sehr gut kenne. Fast so gut wie den bittersüßen Geschmack von Schokolade, die zu langsam auf der Zunge schmilzt. Oder dieses unangenehm-befriedigende Gefühl, wenn man einen Pickel auf der Nase ausdrückt und sofort weiß, dass man es bereuen wird.
Glaubt mir. Toby ist ein Arsch.
Meine Mutter hat mich allerdings dazu erzogen, große Behauptungen niemals ohne Beweise in den Raum zu stellen. „Wer etwas behauptet, muss es auch belegen können“, pflegte sie zu sagen, während sie mir mit strengem Blick die Welt erklärte. Ein Professor behauptete einmal im Internet, der Mensch lüge im Durchschnitt zweihundert Mal am Tag. Die Berliner Morgenpost korrigierte das großzügig nach unten und sprach von lediglich zwei Lügen täglich. Wo genau die Wahrheit liegt, weiß niemand so recht. Wahrscheinlich irgendwo zwischen Selbstbetrug und schlechtem Gewissen.
Aber dass Toby Weston ein riesiges Arschloch ist, bleibt davon unberührt. Eine Konstante. Felsenfest. Unverrückbar.
Und weil ich meine Mutter nicht enttäuschen möchte, werde ich nun liefern. Beweise. Fakten. Geschichten. Ich werde euch Toby vorstellen, sein Leben ausbreiten wie eine gut gedeckte, moralisch fragwürdige Tafel, und am Ende werdet ihr mir zustimmen. Ganz sicher.
Fragt man Toby Weston, was er beruflich macht, lächelt er. Dieses selbstzufriedene, leicht überhebliche Lächeln, das Männern vorbehalten ist, die zu oft gehört haben, wie attraktiv sie doch seien. Dann sagt er nur ein Wort:
„Verführer.“
Ihr lacht? Macht den Fehler nicht. Toby lacht nicht. Er meint das ernst. Bitterernst. Für ihn ist Verführung keine Laune, kein Spiel, keine zufällige Begegnung zwischen zwei Gläsern Wein. Für ihn ist sie Disziplin, Wissenschaft, Kunstform. Herausforderung und Genuss in perfekter Symbiose. Er glaubt fest daran, dass keine Frau ihm dauerhaft widerstehen kann.
Ich sagte doch: Arsch.
Den Großteil seiner Zeit verbringt Toby damit, Frauen zu analysieren. Blicke zu deuten. Gesten zu sezieren. Worte zu wiegen, bis sie genau das richtige Gewicht haben. Verführung ist sein Lebensinhalt geworden, sein Antrieb, sein verdammt gut gepflegtes Hobby.
Dass er sich dabei finanziell keinerlei Grenzen setzen muss, macht alles einfacher. Bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr sah das anders aus. Damals war Toby Sachbearbeiter bei einem Münchner Automobilkonzern, gefangen zwischen Excel-Tabellen, Kantinenessen und dem bitteren Wissen, dass München teuer war, ist und immer sein wird. Träume hatten dort keinen Platz.
Dann kam die Erbschaft.
Eine dieser Geschichten, die man sonst nur aus schlechten Filmen kennt. Der einzige Bruder seines Vaters starb unerwartet – und hinterließ Toby ein Vermögen, das groß genug war, um sein Leben neu zu schreiben. Und genau das tat Toby. Ohne Zögern. Ohne Skrupel.
Er hält sich für intelligent, offen, flexibel. Und fairerweise muss man sagen: Ganz Unrecht hat er nicht. Er verstand es, sich anzupassen, sich einzufügen, sich hochzuspielen. Ein gewisser natürlicher Charme, gepaart mit neu entdeckten Talenten auf dem Golfplatz, öffnete ihm Türen, die ihm zuvor verschlossen geblieben waren. Die gehobenen Kreise Münchens nahmen ihn auf – dankbar, neugierig, beeindruckt.
Heute ist Toby fünfundzwanzig. Er besitzt eine Villa am Starnberger See, eine Penthouse-Dachterrassenwohnung in Schwabing, ein Chalet in St. Moritz und ein Strandhaus auf Mallorca. Orte, an denen andere Urlaub machen. Orte, an denen Toby lebt.
Das allein reicht natürlich schon aus, um in den Augen vieler Frauen interessant zu sein. Attraktiv. Begehrenswert. Anfangs nahm Toby, was ihm gefiel. Fast wahllos. Jede Frau, die ihm ins Auge sprang, landete früher oder später in seinem Bett. Es war leicht. Zu leicht.
In den letzten Monaten allerdings hatte sich etwas verändert. Toby begann, seine Leidenschaft zu verfeinern. Zu kultivieren. Nicht mehr jede Frau war würdig. Er suchte nach Herausforderung. Nach Widerstand. Nach Beute.
Und in Tobys Welt waren die wertvollsten Jagdopfer verheiratete Frauen. Frauen, die niemals fremdgehen würden. Frauen mit Moral, Prinzipien und Eheringen. Genau hier lag sein Ehrgeiz: aus treuen Ehefrauen fremdgehende Lustobjekte zu machen.
Aber wie findet man solche Frauen?
Toby fand die Antwort schnell.
Das Internet.
Er schaltete Inserate auf einschlägigen Plattformen, bot diskret seine Dienste an. Anfangs richtete er sich an gelangweilte Hausfrauen, die tagsüber, während der Ehemann arbeitete, etwas Abwechslung vom immergleichen Alltag suchten. Und ja – er fand sie. Viele. Willige. Bereite.
Doch das befriedigte ihn nicht. Toby wollte jagen. Nicht serviert bekommen.
Also änderte er seine Strategie.
Seine neuen Inserate richteten sich an Ehemänner. An Männer, die wollten, dass ihre Frauen fremdgingen. Männer, die Toby beauftragten, die eigene Ehefrau zu verführen. Treue zu brechen. Grenzen zu überschreiten.
Toby hatte seinen Lebensinhalt gefunden.
Und als wäre das nicht absurd genug, bekam er dafür auch noch Geld. Oder andere Gegenleistungen. Man fragt sich unweigerlich, was in unserer Gesellschaft schiefläuft. Toby tat das nicht. Ihm war es egal. Sein Tag war ausgefüllt. Sein Ego genährt. Sein Hobby perfektioniert.
Habe ich schon erwähnt, dass er ein Arsch ist?
Lest selbst. Ich werde euch von seinen Aufträgen erzählen. Von seinen Abenteuern. Denn fast täglich landeten neue E-Mails in Tobys Postfach, alle mit derselben unausgesprochenen Frage:
Ob er bereit wäre, die Ehefrau eines anderen Mannes zu ficken.
Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie
Dr. Günther Greulich
Leopoldstraße 52, 80802 München
So eine Scheiße!
Toby war gar nicht begeistert, dass ein weiterer Termin bei diesem blöden Psychiater anstand.
Aber er musste. Leider.
Sein Onkel hatte es in seinem Testament so niedergeschrieben. Als Alleinerbe war Toby verpflichtet worden, einmal im Jahr seinen geistigen Zustand untersuchen zu lassen und einem Rechtsanwalt das ärztliche Gutachten vorzulegen. Der Onkel wollte damit sicherstellen, dass seine Millionen nicht in die Hände eines Irren gefallen waren und damit Schaden in der Welt anrichten würden.
Ja, Onkel Hannes hatte schon zeitlebens einen Sinn für Humor besessen. Ob ich meine komische Seite von meinem Onkel geerbt habe? fragte sich Toby regelmäßig. Onkel Hannes aus Salzburg! Scheiße, warum zu einem Psychiater? Ein regelmäßiger Gang in ein Bordell oder ins Hofbräuhaus hätte vollauf genügt, um das Andenken zu wahren.
Toby hatte den Termin solange herausgeschoben, wie es nur möglich war. Aber dieser bescheuerte Rechtsanwalt drängte auf die jährliche Untersuchung. Scheiße! Also hatte Toby zwangsläufig einen Termin vereinbart. Er beschloss, es über sich ergehen zu lassen und so schnell wie möglich hinter sich zu bringen.
Aber nicht alles!
Nein, da gab es doch noch eine Kleinigkeit, auf die sich Toby in der Psychiatrischen Praxis freute, und es nicht schnell hinter sich bringen wollte. Und diese Kleinigkeit hatte zwei Beine, lange blonde Haare und drei Löcher, die sich bei jedem Besuch dankbar für Toby öffneten.
Die Kleinigkeit hatte sogar einen Namen, da waren die Eltern vor zwanzig Jahren großzügig und kreativ gewesen. Die Hübsche hieß Anna mit Vornamen und Bolika mit Nachnamen. Toby überlegte regelmäßig, warum die Eltern bei diesem Nachnamen die Tochter Anna genannt hatten. Waren damals Drogen oder Alkohol im Spiel gewesen? Die Menschen in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts – Anna war 1996 geboren – hatten sehr häufig auch ein ungelöstes Tablettenproblem mit sich herumgetragen. Und dass die süße Anna auch noch in einer ärztlichen Praxis – besaß ein Psychiater überhaupt eine ärztliche Praxis? – zu arbeiten begann, gab dem Namen noch eine besondere Würze. Anna Bolika! So ein Scheiß.
Aber eines war mit diesem Namen sichergestellt!
Toby konnte sich immer an das Mädchen erinnern. Und das heißt etwas, bei seinem Frauenverschleiß!
Und noch etwas blieb ihm bei der süßen Anna in Erinnerung. Die Zwanzigjährige war ein aktives Mitglied des Vereins Poils Pubiens. Das Mädchen hatte sich sogar genötigt gesehen, den Hintergrund dieses Vereins zu erklären. Nicht, dass es Toby auch nur ansatzweise interessiert hätte; nein, an dem Mädchen waren nur die drei Löcher spannend, aber er hatte instinktiv geahnt, wenn er nicht aufmerksam zuhören würde, oder zumindest so tun würde, dann wären die Löcher für ihn nicht einsatzbereit. Also hatte er zuhört, und sich dabei hübsch den Schwanz wichsen lassen.
Zurück zu diesem Verein Poils Pubiens. Die Mitglieder glaubten, dass der menschliche Körper zwei spirituelle Punkte am Körper besitzt: am unteren Hals, knapp über dem Brustkorb, soll der göttlicher Punkt liegen, über den ein Mensch seine göttlichen Energien empfängt. Im Gegenzug gibt es den schwarzmagischen Punkt. Alles hat immer zwei Seiten; Yin und Yang, Tag und Nacht, Ebbe und Flut, Positiv und Negativ beim Magneten und vieles mehr.
Also, dieser zweite Pol, der schwarzmagische Schlawiner, soll sich genau hinter dem Venushügel verbergen. Durch diesen Punkt sollen schwarzmagische Angriffe erfolgen, wie ein Fluch, böse Verwünschungen, Hass, Neid und Eifersucht.
Na ja, und da Gott ein netter Bursche ist, hat er der Natur einen Auftrag erteilt, die Menschen gegen diese Angriffe zu schützen. Und laut dem Verein Poils Pubiens sind das die Schamhaare. Warum nun Geister oder Dämonen eine Angst vor Mösenhaaren haben sollten, konnte Toby niemand erklären. Irgendein Typ war ja auch mal über das Wasser gegangen, oder ein anderer hätte Wein in Blut verwandelt. Also sollte man nicht für alles eine Erklärung suchen. Toby war das sowieso völlig egal, solange das Mädchen ihm ordentlich den Schwanz wichste.
Also, so erklärte Anna weiter, dürfte man sich nicht die Fotzenhaare abrasieren, da sonst irgendein schwarzmagischer Mist in den Körper eindringt. Da in Tobys Augen sowieso neunzig Prozent der Menschen einen an der Waffel hatten, glaubte er, dass ein weiterer Mist auch nichts mehr ausmachen würde.
Anna erzählte von einem Hexenbuch von Salem, dass irgendein verdrehtes Weib vor über dreihundert Jahren geschrieben hatte, und darin war alles genau erklärt worden. Dieses Buch wäre nun das Heiligtum dieses Vereins, und ob Toby es mal lesen wollte. Um sich eine Antwort zu ersparen, hatte er dem Mädchen den Schwanz in den Mund geschoben und sie brav nuckeln lassen. Da Weiber meistens nur ein Hirn in Erbsengröße besaßen, hatte sie die Frage nach wenigen Sekunden des Mund-Ficks wieder vergessen.
In Tobys Augen bewies dieser Verein erneut, dass alle Weiber bescheuert waren. Aber es war ihm egal. Wichtig war nur, dass es immer drei Löcher gab, die er besteigen konnte.
Aber aufgrund dieses Vereins blieb ihm Anna ebenfalls in Erinnerung. Sie hatte einen bescheuerten Namen und eine komplett behaarte Möse. Er wollte sie wegen ihrem Kult nicht verurteilen und beschloss, dieses Heiligtum, dass immerhin Dämonen verscheuchte, angemessen zu würdigen, indem er bei jedem Besuch sein Sperma in den blonden Busch des Mädchens pumpte. Amen.
Anna war auch immer klug genug, für Toby einen Termin zu legen, wenn das Wartezimmer leer, und der Psychiater noch nicht in der Praxis war. Ja, das musste Toby anerkennen, wenn es ums Ficken ging, waren die Weiber nicht ganz so bescheuert, sondern manchmal sogar erstaunlich clever.
Nun hatte er die Blondine halb über den niedrigen Aktenschrank und halb an die Wand gepresst. Ihr Höschen lag zusammengeknüllt in einem kleinen, rosa Häufchen auf dem Boden. Er war sogar zweimal absichtlich darauf getreten, aber sie hatte es nicht bemerkt.
Das Mädchen mit dem bescheuerten Namen bemerkte im Moment nichts, außer der Tatsache, dass sein steifer Schwanz unter kräftigen Stößen ihre nasse, blondbehaarte Fotze unter Feuer setzte.
Seit etwa zehn Minuten hämmerte er seine Stange in die nasse, rosige Öffnung ihrer Möse, und er hatte gezählt, wie oft es der Blondine dabei gekommen war. Sie verstand sich gut darauf. Wirklich gut. Nicht nur kleine, kurze Zuckungen. Nein, sie benahm sich wie eine echte Nymphomanin. Jedes Mal, wenn sie einen Orgasmus bekam, schien ihr gesamter Schlitz sich um seinen Schwengel zu pressen, wie große, eingeseifte Hände; seinen Pint drückend und quetschend, zwickend und kneifend, um ihr eigenes Lustgefühl zu steigern und länger anhalten zu lassen. Die Weiber sind alle Huren.
Im Moment kam es ihr gerade wieder.
Um zu sehen, wie geil er sie machen konnte, unterbrach er das Pumpen für einen Moment und ließ lediglich die große Röhre seines harten Schaftes im ausgeweiteten Tunnel ihrer Hitze stecken.
Ihre großen Augen öffneten sich flatternd, rollten einige Male hin und her und konzentrierten sich schließlich auf ihn. Er sah sie an, um sich zu überzeugen, dass sie noch von derselben Farbe wie vorhin waren, von diesem warmen Azurblau.
„Warum?“
Keuchend stieß sie dieses eine Wort aus, dann brach sie ab.
Er vermeinte beinahe, ihr schlimmes, kleines Herz wie eine Buschtrommel in ihre Fotze schlagen zu spüren, die so gierig an seinem Schwanz saugte.
„Warum was?“, flüsterte er.
„Warum ... ahh ... hast du aufgehört?“
Er grinste. „Aufgehört? Womit? Sag´s!“
Dunkelrote Flecken der Scham bildeten sich auf ihren hübschen, jungen Wangen.
„Sag´s!“
„Mit ... äh ... ficken!“ Sie schluckte. „Warum hast du aufgehört, mich zu ficken?“
Wenn das schmutzige Wort über ihre Lippen kam, zuckte ihre Pussy jedes Mal. Das machte ihm Spaß. Weiber wollten ständig nur ficken, aber wenn es galt, darüber zu sprechen, bekamen sie Hemmungen. Dabei liebte sie nichts mehr, als ihre hungrige Fotze vom Schwanz eines Fremden füttern zu lassen! Und doch hatte gerade dieses eine Wort im Lexikon ihrer Vergnügungen einen schlechten Geruch.
Sie braucht eine kleine Lektion, dachte er.
„Sag weiter ficken zu mir!“, flüsterte er. „Sag´s wieder und immer wieder, und wenn du nur ein einziges Mal auslässt, ziehe ich meinen Schwanz endgültig aus deiner schäumenden Fotze! Klar?“
„J-jaaa ...!“
„Also ... ich bin bereit, wenn du´s bist! Es kann losgehen!“
„Fick!“, wisperte sie. „Fick ... fick ... fick ...“
Er bewegte langsam wieder seine Hüften und ließ damit die Leidenschaft des Mädchens von neuem aufflammen. Monoton und mit leicht heiserer Stimme wiederholte sie ständig diesen vulgären Ausdruck. Jedes Wort tropfte von ihren Lippen wie ein Dämon aus der Hölle.
Dieses Ritual war für sie erregend. Er spürte, wie sein Schwanz in ihr noch härter, noch länger wurde, bis er so stark angeschwollen war, dass Toby Mühe hatte, ihn überhaupt noch ganz in sie hineinzutreiben. Aber er schaffte es, mit jedem langsamen Stoß die Schwanzspitze bis in den tiefsten Winkel ihrer Vagina zu bohren. Die samtweichen Wände ihrer Pussy waren bereits vom dicken Honig der Wonne durchtränkt.
Das Mädchen brachte keine Worte mehr zustande. Zwar drangen immer noch Laute aus ihrer Kehle, aber es waren tierische Geräusche, ein stoßweises Krächzen der Wollust und Verzückung.
Und dann begann sie wild zu zucken, in einem Orgasmus, der alle Schleusen ihrer Fotze öffnete.
Er ließ ihr drei, vier Sekunden Zeit für den Höhepunkt, dann packte er das Mädchen an den Hüften, drehte es und legte den schlanken Körper rücklings auf die Tischplatte.
„Spreiz deine Beine!“
Und Anna gehorchte, denn sie kannte das Ritual. Sie spreizte die Schenkel, soweit es möglich war und präsentierte die völlige Nacktheit ihrer Fotze.
Toby wichste seinen Riemen noch zweimal, dann schoss ein wahrer Strom heißen Spermas direkt in ihr blondes Schamhaardreieck.
„Los! Du weißt, was du zu tun hast.“
Anna erhob sich leicht und führte ihre Hand nach unten. Während Toby seinen Samen verspritzte, rieb das Mädchen die klebrige Flüssigkeit in den blonden Busch. Für Toby war es die Spende an den Verein Poils Pubiens: Sperma für die Schamhaare, als Schutz vor den Dämonen. Der Gedanke daran ließ ihn schmunzeln, aber solange es das einzige Problem der Weiber war, konnte es ihm gleichgültig sein.
„Danke, Toby. Das hättest du nicht zu tun brauchen“, sagte sie heiser.
Er stopfte sein erschlaffendes Werkzeug bereits in die Hose zurück.
„Doch. Dein Glaube, oder Verein, oder was auch immer, soll nie auf meine Spende verzichten.“
„Danke.“
„Und du wirst mein Sperma entsprechend würdigen und es den ganzen Tag nicht herauswaschen, auch wenn es klebt und ziept. Klar?“
„Ja, Toby. Ich werde erst heute Abend duschen.“
„Jetzt zieh dich wieder an!“, befahl er schroff. „Dein Boss wird jeden Augenblick kommen.“
Sie blieb gegen den Aktenschrank gelehnt, die Beine lüstern gespreizt. Ihre Fotze schimmerte wie der Mund eines Wallross-Babys.
„Ich ... äh, habe es noch niemals so wie eben erlebt“, flüsterte sie.
Er grinste sie unfreundlich an. „Sicher, bis auf die anderen Ficks, die du dir mit den Kunden deines Chefs täglich gönnst!“
Jetzt sah sie ihn leicht verärgert an. „Warum musst du so ... so beleidigend sein?“
„Weil ich dir deine Show nicht abkaufe! Ich soll glauben, dass du mich für was Besonderes hältst. In Wirklichkeit aber meinst du doch weiter nicht damit, als dass ich genau die Sorte von Schwanz habe, die deine Pussy zum Knurren bringen kann. Aber das werden die anderen Patienten auch können. Sogar ein Dildo schafft das.“
„Du Arschloch! Ich sollte ...“
„... es dem Doktor erzählen? Nur zu! Erzähle es ihm! Sag ihm ruhig, dass du dir fast täglich von seinen Patienten das Höschen hast ausziehen lassen, damit dich die Kerle um deinen Verstand ficken konnten. Für dieses Geständnis wird er dich bestimmt liebend gern selbst auf die Couch legen, vorausgesetzt, dass er Freud lange genug vergessen kann, um einen Steifen zu bekommen!“
Sie starrte ihn aus ihren großen, runden Augen ein paar Sekunden lang hart an, dann seufzte sie und rutschte vom Aktenschrank herunter. Sie langte nach ihrem Höschen und steckte langsam ein Bein nach dem anderen hinein.
Er beobachtete sie nicht dabei. Stattdessen schlenderte er ins Wartezimmer zurück und warf sich in einen der tiefen Sessel. Lässig begann er in einem Magazin zu blättern.
Als Dr. Günther Greulich seine Psychiater-Praxis betrat, fiel ihm nichts Besonderes auf. Er sah den jungen Toby Weston bequem im schweren Ledersessel sitzen und in einer Zeitschrift lesen.
Auf der anderen Seite des Raumes saß seine zwanzigjährige Angestellte pflichtgemäß vor dem Computer sitzend und ließ die Finger über die Tastatur huschen.
„Guten Tag“, sagte Dr. Greulich, dann sah er sich aufmerksam um.
„Tag, Doktor“, antwortete Toby.
„Irgendwelche Anrufe für mich, Anna?“
Das junge Mädchen sah rasch zu ihrem Chef empor. Er glaubte, in ihren großen, blauen Augen fast so etwas wie Schuldbewusstsein zu erkennen.
Und noch etwas Anderes fiel ihm an ihrem Aussehen auf und beunruhigte ihn. Die Wangen der jungen Frau waren viel zu stark gerötet, als wäre sie soeben von einem anstrengenden Dauerlauf zurückgekommen.
„Keine Anrufe, Doktor.“
„Fühlen Sie sich nicht wohl, Anna?“
Das Mädchen wurde sich bewusst, dass Toby sie amüsiert beobachtete. Anna spürte, wie ein kleines Schweißbächlein zwischen ihren Brüsten hinablief, und das von Sperma verklebte Haar zwischen ihren Schenkeln schien plötzlich ein kräftiges Kratzen nötig zu haben.
„Mir geht´s ausgezeichnet, Doktor.“
Der Psychiater musterte sie noch einen Moment besorgt, dann drehte er sich nach Toby um.
„Sie können gleich mitkommen, Herr Weston.“
Dr. Greulichs Praxis lag in einem Geschäftshaus mit Blick auf die Leopoldstraße. Es war ein großer Raum mit dickem Teppich. Das Licht war sehr gedämpft. Der Psychiater hielt ein solches Behandlungszimmer für perfekt, weil es den Patienten das Gefühl verlieh, sich wieder im Mutterschoß zu befinden, von ihrer Seite aus natürlich nur eine unbewusste Reaktion.
Der Psychiater nahm hinter seinem Schreibtisch Platz. Er war ein drahtiger kleiner Mann mit einem sorgfältig gestutzten Schnäuzer und Gesten, die manchmal eine Spur geziert wirkten. Er machte nie Aufzeichnungen oder Notizen. Für die absurde Fülle von Daten hinsichtlich seiner Patienten konnte er im Computer nachsehen.
Die Hände im Schoß zusammengelegt, saß Toby artig auf einem bequemen weißen Polstermöbel, während Dr. Greulich mit einem schwarzen Kugelschreiber spielte.
„Sie hatten mir zuletzt von einer Stimme erzählt, die durch ihren Kopf spukt“, begann der Psychiater.
„Handelt es sich dabei nicht um ein weit verbreitetes Problem?“
„Wie kommen Sie darauf?“
„Gibt uns nicht laufend unser Unterbewusstsein bestimmte Befehle?“
„Sagen Sie es mir. Was erhalten Sie für Befehle?“
„Egal. Ich möchte, dass Sie mir die befehlende Stimme vom Leib halten! Ich bin ein freier Mensch und akzeptiere keine Befehle. Besonders nicht von irgendeinem Arschloch, das in meinem Kopf sitzt. Also vertreiben Sie die Stimme!“, sagte Toby in einem trotzigen, kindlichen Ton.
„Ich? Wie kann ich das tun?“, fragte der Psychiater. „Schließlich ist es Ihre Stimme, und sie sitzt in Ihrem Kopf.“
„Ich zahle Ihnen neunzig Euro die Stunde! Also verdienen Sie sich das Geld. Ich will diese Stimme nicht mehr hören.“
„Hören Sie sie im Augenblick?“
Ehe er antwortete, wartete Toby, als horche er in weite Fernen.
„Nein.“
„Wie klingt die Stimme?“
„Winselnd, vorwurfsvoll, wie sich ein Arschloch eben anhört.“
„Wann haben Sie diese Stimme zum ersten Mal gehört?“
„Vor Jahren.“
„Was haben Sie getrieben, als Sie sie zum ersten Mal gehört haben?“
„Warum interessiert Sie das?“, hakte Toby nach und zog die rechte Augenbraue empor.
„Ich bin ein Voyeur.“
„Wollen Sie mich verarschen?“
„Ich sage Ihnen die Wahrheit“, antwortete Dr. Greulich. „Auf meine Art bin ich ebenso verrückt wie Sie es sind. Ich bin ein Voyeur. Es macht mir Spaß, in schmutziger Wäsche herumzuwühlen. Was glauben Sie, warum ich Psychiater geworden bin? Nur, um meinen lieben Mitmenschen zu helfen? Niemand tut irgendetwas ausschließlich aus humanitären Gründen. Da ist immer noch etwas Anderes im Spiel, ein zusätzlicher Kitzel.“
Er war mit Toby vollkommen offen. Er belog seine Patienten nie, und schizoide Patienten schon gar nicht, weil er, selbst schizoid veranlagt, allzu gut wusste, wie empfindlich sie auf Lügen reagierten.
„Ein Test für die normale oder psychotische Veranlagung ist das Maß an gegebener oder nicht gegebener Verständigungsmöglichkeit zwischen zwei Personen, von denen die eine das ist, was man gemeinhin als »normal« bezeichnet. Von diesem Test ausgehend, kann ich Sie unmöglich als verrückt und mich selbst als geistig gesund bezeichnen. Ich bin ebenso verrückt wie Sie es sind. Nur dass ich persönlich gelernt habe, normal zu funktionieren. Die Schizophrenie ist ein geistiges Land, und ich bin dort gewesen und zurückgekehrt - ein Reisender, der sich auskennt. Das ist der Grund, warum Sie mir neunzig Euro die Stunde zahlen. Ich bin ein Reiseführer, der große weiße Jäger des Geistes, der alle Fluchtwege kennt.“
Er lachte vergnügt über seine Metapher und ließ den schwarzen Kugelschreiber durch deine Finger rollen.
„Sie reden wie ein unreifes, eitles Kind!“, sagte Toby geradeheraus.
„Und? Ich bin eingebildet und eitel, aber ich kann funktionieren. Ich habe die Splitter meiner Schizophrenie gebündelt. Ich halte sie fest und Sie fallen auseinander. Wenn Sie dieses Auseinanderfallen verhindern wollen, müssen Sie mir sagen, was ich wissen will. Wenn nicht, dann verschwinden Sie. Ich brauche Sie nicht. Für einen Patienten der geht, finde ich im Handumdrehen ein Dutzend neue!“
„Warum haben Sie mich als Patienten überhaupt angenommen?“ Tobys Stimme war unbewegt, aber in seinen Augen zuckte es.
„Weil Sie ein Verrückter unter Verrückten sind. Ein Mann dessen Hobby es ist, verheiratete Frauen zu verführen. Wie bescheuert ist das denn? Ich könnte Ihren Fall in einem Bericht für eine Fachzeitschrift abhandeln. Sie sind etwas Besonderes. Nicht die Geist-Körper-Trennung. Die ist das Übliche. Das Ungewöhnliche an Ihrem Fall ist der Keil, der die Trennung zwischen Ihrem Geist und Ihrem Körper herbeigeführt hat, der physiologische Faktor, der hier mitspielt. Sie besitzen das, was wir in der Ausbildung feixend einen Expressauslöser genannt haben. Der flüchtigste Reiz, den eine Frau aussendet, führt bei ihnen zu einer Erektion.“
„Und was sollte dies mit der Stimme in meinem Kopf zu tun haben?“
„Alles hat mit dieser Stimme zu tun. Sie ist der Anfang und das Ende unserer Existenz.“
„Aber meine Stimme und dieser Drang, ständig Frauen ficken zu müssen, ist ein Problem, oder?“
„Seien Sie kein Narr. Die meisten Männer würden einen Hoden dafür hergeben, wenn sie dadurch die Fähigkeit erwerben könnten, so schnell eine Frau flachzulegen, wie sie es schaffen.“
„Wo liegt dann mein Problem?“
„Geist und Körper sind symbiotisch. Jeder ist für den anderen lebensnotwendig. Das ist der Grund, warum Sie eine Stimme hören. Es ist die Stimme Ihres Körpers, der sich rächt.“
Toby betrachtete seine Fingernägel. Ob er mal wieder einen Termin bei der Maniküre vereinbaren sollte? Er begann sich bei diesem Volltrottel von Therapeuten zu langweilen.
Den Psychiater überraschte es nicht, dass Toby ihm nicht zuhörte. Einem Patienten zu erklären, was nicht in Ordnung war, war als Therapie ungefähr so wirksam wie der Versuch, Warzen mit Zaubersprüchen zu beseitigen. Der Trick – und Dr. Greulich betrachtete es als Trick, eine Fähigkeit, die manche Analytiker besaßen und andere nicht -, war, in den Kopf des Patienten einzusteigen und in den Landschaften seines Geistes spazieren zu gehen. Dann konnte man die Auswege finden, falls es welche gab. Aber um das zu bewerkstelligen, musste man wissen, wie sie die Realität sahen. Und um zu verstehen, wie sie die Realität sahen, musste man wissen, wie ihre Realität aussah.
„Sie müssen mir etwas mehr erzählen, wenn Sie wollen, dass ich Ihnen helfe!“
