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Toby Weston lebt scheinbar im Überfluss. In der Luxusvilla seines künftigen Schwiegervaters ist sein Alltag geprägt von Exzess, Verführung und drei Frauen, die Lust und Nähe zu einem gefährlichen Spiel verdichten. Doch die sorglose Oberfläche beginnt zu bröckeln, als sich ein Vertreter der geheimnisvollen Golden Eurasia Loge an ihn wendet. Der Auftrag führt Toby in die abgeschottete Welt der Superreichen, in exklusive Sex- und Swingerclubs, in denen Macht, Geld und Begierde untrennbar miteinander verschmelzen. Er soll diskret ermitteln und einen verschwundenen USB-Stick beschaffen – ein Objekt, das mehr verbirgt, als es auf den ersten Blick scheint. Je tiefer Toby in diese Kreise eintaucht, desto deutlicher wird, dass Lust hier nur die Fassade ist. Hinter verschlossenen Türen regieren Abhängigkeit, Kontrolle und Geheimnisse, die Karrieren und Leben zerstören können. Und diesmal ist Toby nicht sicher, ob er Beobachter bleibt – oder selbst Teil des Spiels wird. Band 6 von Der Preis der Begierde zeigt, dass selbst in den höchsten Kreisen Lust niemals frei ist – und dass jedes Geheimnis einen Preis fordert, den am Ende immer jemand bezahlt.
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Seitenzahl: 108
Veröffentlichungsjahr: 2026
Toby Weston
Privileg der Sünde
Der Preis der Begierde (Band 6)
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Prolog
1
2
3
4
5
6
7
Impressum neobooks
Es gibt Tage, an denen scheint die Sonne so warm und harmlos, als hätte sie nie etwas anderes vorgehabt, und kaum blinzelt man einmal zu lange, fällt Regen vom Himmel, kalt, unangekündigt und unerquicklich. Das Wetter ist launisch. Unzuverlässig. Ein Wechselspiel aus Hoffnung und Ernüchterung.
Im Leben ist das meist genauso.
Mit einer einzigen Ausnahme.
Toby Weston ist ein Arschloch.
Das ist keine Meinung. Es ist eine Feststellung. Eine dieser Wahrheiten, die sich nicht wegdiskutieren lassen, egal wie oft man den Blick abwendet oder die Stimme senkt. Ich weiß das, weil ich Toby sehr gut kenne. Fast so gut wie den bittersüßen Geschmack von Schokolade, die zu langsam auf der Zunge schmilzt. Oder dieses unangenehm-befriedigende Gefühl, wenn man einen Pickel auf der Nase ausdrückt und sofort weiß, dass man es bereuen wird.
Glaubt mir. Toby ist ein Arsch.
Meine Mutter hat mich allerdings dazu erzogen, große Behauptungen niemals ohne Beweise in den Raum zu stellen. „Wer etwas behauptet, muss es auch belegen können“, pflegte sie zu sagen, während sie mir mit strengem Blick die Welt erklärte. Ein Professor behauptete einmal im Internet, der Mensch lüge im Durchschnitt zweihundert Mal am Tag. Die Berliner Morgenpost korrigierte das großzügig nach unten und sprach von lediglich zwei Lügen täglich. Wo genau die Wahrheit liegt, weiß niemand so recht. Wahrscheinlich irgendwo zwischen Selbstbetrug und schlechtem Gewissen.
Aber dass Toby Weston ein riesiges Arschloch ist, bleibt davon unberührt. Eine Konstante. Felsenfest. Unverrückbar.
Und weil ich meine Mutter nicht enttäuschen möchte, werde ich nun liefern. Beweise. Fakten. Geschichten. Ich werde euch Toby vorstellen, sein Leben ausbreiten wie eine gut gedeckte, moralisch fragwürdige Tafel, und am Ende werdet ihr mir zustimmen. Ganz sicher.
Fragt man Toby Weston, was er beruflich macht, lächelt er. Dieses selbstzufriedene, leicht überhebliche Lächeln, das Männern vorbehalten ist, die zu oft gehört haben, wie attraktiv sie doch seien. Dann sagt er nur ein Wort:
„Verführer.“
Ihr lacht? Macht den Fehler nicht. Toby lacht nicht. Er meint das ernst. Bitterernst. Für ihn ist Verführung keine Laune, kein Spiel, keine zufällige Begegnung zwischen zwei Gläsern Wein. Für ihn ist sie Disziplin, Wissenschaft, Kunstform. Herausforderung und Genuss in perfekter Symbiose. Er glaubt fest daran, dass keine Frau ihm dauerhaft widerstehen kann.
Ich sagte doch: Arsch.
Den Großteil seiner Zeit verbringt Toby damit, Frauen zu analysieren. Blicke zu deuten. Gesten zu sezieren. Worte zu wiegen, bis sie genau das richtige Gewicht haben. Verführung ist sein Lebensinhalt geworden, sein Antrieb, sein verdammt gut gepflegtes Hobby.
Dass er sich dabei finanziell keinerlei Grenzen setzen muss, macht alles einfacher. Bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr sah das anders aus. Damals war Toby Sachbearbeiter bei einem Münchner Automobilkonzern, gefangen zwischen Excel-Tabellen, Kantinenessen und dem bitteren Wissen, dass München teuer war, ist und immer sein wird. Träume hatten dort keinen Platz.
Dann kam die Erbschaft.
Eine dieser Geschichten, die man sonst nur aus schlechten Filmen kennt. Der einzige Bruder seines Vaters starb unerwartet – und hinterließ Toby ein Vermögen, das groß genug war, um sein Leben neu zu schreiben. Und genau das tat Toby. Ohne Zögern. Ohne Skrupel.
Er hält sich für intelligent, offen, flexibel. Und fairerweise muss man sagen: Ganz Unrecht hat er nicht. Er verstand es, sich anzupassen, sich einzufügen, sich hochzuspielen. Ein gewisser natürlicher Charme, gepaart mit neu entdeckten Talenten auf dem Golfplatz, öffnete ihm Türen, die ihm zuvor verschlossen geblieben waren. Die gehobenen Kreise Münchens nahmen ihn auf – dankbar, neugierig, beeindruckt.
Heute ist Toby fünfundzwanzig. Er besitzt eine Villa am Starnberger See, eine Penthouse-Dachterrassenwohnung in Schwabing, ein Chalet in St. Moritz und ein Strandhaus auf Mallorca. Orte, an denen andere Urlaub machen. Orte, an denen Toby lebt.
Das allein reicht natürlich schon aus, um in den Augen vieler Frauen interessant zu sein. Attraktiv. Begehrenswert. Anfangs nahm Toby, was ihm gefiel. Fast wahllos. Jede Frau, die ihm ins Auge sprang, landete früher oder später in seinem Bett. Es war leicht. Zu leicht.
In den letzten Monaten allerdings hatte sich etwas verändert. Toby begann, seine Leidenschaft zu verfeinern. Zu kultivieren. Nicht mehr jede Frau war würdig. Er suchte nach Herausforderung. Nach Widerstand. Nach Beute.
Und in Tobys Welt waren die wertvollsten Jagdopfer verheiratete Frauen. Frauen, die niemals fremdgehen würden. Frauen mit Moral, Prinzipien und Eheringen. Genau hier lag sein Ehrgeiz: aus treuen Ehefrauen fremdgehende Lustobjekte zu machen.
Aber wie findet man solche Frauen?
Toby fand die Antwort schnell.
Das Internet.
Er schaltete Inserate auf einschlägigen Plattformen, bot diskret seine Dienste an. Anfangs richtete er sich an gelangweilte Hausfrauen, die tagsüber, während der Ehemann arbeitete, etwas Abwechslung vom immergleichen Alltag suchten. Und ja – er fand sie. Viele. Willige. Bereite.
Doch das befriedigte ihn nicht. Toby wollte jagen. Nicht serviert bekommen.
Also änderte er seine Strategie.
Seine neuen Inserate richteten sich an Ehemänner. An Männer, die wollten, dass ihre Frauen fremdgingen. Männer, die Toby beauftragten, die eigene Ehefrau zu verführen. Treue zu brechen. Grenzen zu überschreiten.
Toby hatte seinen Lebensinhalt gefunden.
Und als wäre das nicht absurd genug, bekam er dafür auch noch Geld. Oder andere Gegenleistungen. Man fragt sich unweigerlich, was in unserer Gesellschaft schiefläuft. Toby tat das nicht. Ihm war es egal. Sein Tag war ausgefüllt. Sein Ego genährt. Sein Hobby perfektioniert.
Habe ich schon erwähnt, dass er ein Arsch ist?
Lest selbst. Ich werde euch von seinen Aufträgen erzählen. Von seinen Abenteuern. Denn fast täglich landeten neue E-Mails in Tobys Postfach, alle mit derselben unausgesprochenen Frage:
Ob er bereit wäre, die Ehefrau eines anderen Mannes zu ficken.
Die Sonne brannte vom Himmel.
Gab es überhaupt Wolken über Mallorca? Während Toby Weston über das Klima der Mittelmeerinsel nachdachte, schweiften seine Blicke über das Anwesen.
Erst vor wenigen Tagen waren sie in Palma gelandet, aber schon fühlte er sich heimisch. Die Villa Pawlow hatte den verwöhnten Toby auf den ersten Blick beeindruckt. Das Haus war ein Traum mit einer einzigartigen Architektur aus Stahl und Glas. Die Nähe zu Port Andratx und dem Meer machten es noch attraktiver. Die Wohlfläche lag gewiss bei über eintausend Quadratmeter. Das Grundstück war ein weitläufiger Park, umgeben von einer drei Meter hohen Mauer. Bewacht wurde die Villa von schwerbewaffneten, muskelbepackten Gorillas und feindselig aussehenden Schäferhunden. Toby beschloss, sich mit keiner dieser beiden Gruppen anlegen zu wollen.
Er hatte mit Nadja im ersten Stock der Villa ein sehr geräumiges Zimmer mit einem zwanzig Quadratmeter großen Balkon bezogen. Von diesem Schlafzimmer führte direkt ein riesiges Masterbad ab.
„Darf ich sie behalten?“, hauchte die Stimme von Nadja Pawlow in sein rechtes Ohr.
Er drehte sich um die eigene Achse und betrachtete seine zukünftige Ehefrau. So hatte er es Victor Pawlow, dem Vater von Nadja, versprechen müssen. Einer der Gründe war die Schwangerschaft von Nadja. Toby hatte nicht verhütet, bevor er das Mädchen in der Schweiz entjungferte (siehe Band 8, Wollen Sie meine Ehefrau ficken). Natürlich ein gewichtiges Argument. Aber für einen Toby Weston normalerweise nicht, außer es handelte sich bei dem Vater um einen milliardenschweren, russischen Gangster, der ihm angedroht hat, ihn zu Tode foltern zu lassen, sollte Toby die Ehe mit Nadja verweigern. Also hatte er das Eheversprechen abgelegt. Aber es hätte schlimmer kommen können. Nadja war ein wunderschönes neunzehnjähriges Mädchen mit einem perfekt gewachsenen Körper und langen blonden Haaren. Sie wirkte wie ein Engel, geschaffen von einem Künstler.
„Wen willst du behalten?“, hakte Toby nach, der nicht verstanden hat, was sie meinte.
„Unser Kind.“
„Hm. Du verwirrst mich, Nadja.“
„Das hoffe ich doch, solange du damit meinen Körper meinst, Schätzchen.“
„Du weißt genau, dass ich süchtig nach deinem Körper bin. Aber ich habe nicht begriffen, wen du mit unserem Kind meinst?“
„Keine Angst, nicht unseren Nachwuchs. Ich bin erst im dritten Monat schwanger. Ich meinte damit Sarah Losenstein.“
„Sarah?“
„Ja! Ich finde sie süß und würde sie gerne behalten.“
„Hm. Sarah ist doch kein Haustier, über das du nach Belieben verfügen kannst.“
Nadja meinte mit ihrer Bitte die achtzehnjährige Sarah Losenstein, die im Nebenzimmer in einem Bett lag. Das Mädchen war durch eine qualvolle Folterung mit Strom in eine Art Wachkoma Zustand gefallen. Der Körper lebte, aber der Geist schien sich zurückgezogen zu haben. Die Ärzte waren ratlos und konnten der Patientin nicht helfen. Sie müsse selbst zurückwollen, so sagten die Mediziner.
Das alles war vor wenigen Tagen auf Burg Marquartstein geschehen. Die Mutter von Sarah Losenstein hatte Toby Weston und Jasmin Karras entführt und von Irina Orlow, einer ehemaligen KGB-Agentin, foltern lassen (siehe Band 10, Wollen Sie meine Ehefrau ficken). Sarah Losenstein hatte Toby zur Flucht verholfen, und sich dadurch den Hass der eigenen Mutter zugezogen, das zu ihrer eigenen Folterung führte.
Toby hatte sich mit Victor Pawlow verbündet, der daraufhin mit seinen Männern die Burg gestürmt und Jasmin Karras und Sarah Losenstein befreite. Als Gegenleistung verpflichtete sich Toby dazu, die schwangere Nadja Pawlow zu heiraten.
Da diese Befreiungsaktion nicht ohne Nebengeräusche abgelaufen war, mussten Toby und die Frauen für einige Zeit untertauchen. Victor Pawlow ließ die kleine Gruppe mit seinem Privatjet nach Mallorca fliegen lassen. An Bord waren Toby, Nadja Pawlow, Sarah Losenstein, Jasmin Karras, Boris, der blonde Bodyguard und ein Hausarzt. Eine hochbrisante Gruppe!
Jasmin Karras hatte durch die Folterung nur leichte Verletzungen davongetragen. Hauptsächlich waren es Peitschenstriemen, Brandwunden und einen kahl rasierten Kopf. Alles würde verheilen oder nachwachsen, obwohl Toby gestern festgestellt hatte, dass sich Jasmin die nachwachsenden Haare erneut vom Kopf rasierte. Warum tat sie das? Mochte Jasmin die Glatze? Eher ungewöhnlich für eine Frau. Aber Toby fand den Anblick sogar leicht erotisch.
Sarah Losenstein hatte es schlimmer erwischt. Das Mädchen lag bewegungslos in einem Bett, der Geist hatte sich in eine andere Welt verabschiedet. Toby fühlte sich einerseits wegen der Fluchthilfe von Sarah dem Mädchen gegenüber verpflichtet. Außerdem war Sarah von Toby im vierten Monat schwanger. Toby hatte geschworen, sie zu pflegen und sich für immer um sie zu kümmern. Er war bereit, die Verantwortung zu tragen.
Bisher hatte er es versäumt, seiner zukünftigen Gemahlin zu erzählen, dass die Patientin im Nebenzimmer von ihm schwanger war. Hm. Er glaubte, hierfür noch den richtigen Zeitpunkt zu finden. Aber gab es diesen überhaupt?
„Sarah ist ohne Geist, ohne Hirn und ohne Intelligenz. Also einem Tier sehr ähnlich. Warum kann ich sie dann nicht wie ein Haustier halten?“
„Aber …“
„Nichts aber, Toby! Das Mädchen hat dich befreit und dir damit wohl das Leben gerettet. Also hat sie meine Dankbarkeit verdient. Und ich werde ihr diese erweisen, indem ich mich um sie kümmere.“
„Das darfst du doch. Aber du kannst doch nicht sagen, du möchtest sie behalten.“
„Doch, das kann ich! Solange Sarah ein Pflegefall ist, werden wir uns um sie kümmern. Wenn sie aus dem Koma wieder aufwacht, dann sehen wir weiter.“
„Okay. Unter dieser Bedingung stimme ich zu.“
„Wollen wir nun unser Kind besuchen gehen?“
„Hm.“
„Nun komm schon. Ich möchte mich vergewissern, dass es ihr gutgeht.“
„Okay.“
Nadja ergriff seine rechte Hand und zog ihn aus ihrem gemeinsamen Schlafzimmer. Sie überquerten den Flur und betraten ein Gästezimmer. Dieses war für die Bedürfnisse einer Komapatientin umgebaut worden.
Toby trat neben das Bett und betrachtete die achtzehnjährige Sarah Losenstein. Das Mädchen war wunderschön. Sie erinnerte Toby an sein Phantasiebild, das er sich in seiner Kindheit von Kleopatra, der ägyptischen Königin, gemacht hatte. Hier insbesondere die langen blauschwarzen Haaren, die perfekt gewachsene aristokratische Nase und der schlanken Körper. Sarah war im Nachwuchsteam der deutschen Schwimmnationalmannschaft gewesen. Nun lag sie im Bett und trug eine Windel. Das Herz von Tob verkrampfte sich, als er das Mädchen betrachtete.
„Sie ist wunderschön“, sagte Nadja und drückte seine Hand.
„Sie hat mir das Leben gerettet! Jetzt trägt sie eine Windel und wird künstlich ernährt.“
„Hast du Sarah schon einmal die Windel gewechselt?“, wollte Nadja wissen und grinste dabei leicht.
„Hä? Dafür gibt es doch eine Pflegerin.“
„Die aber nur stundenweise anwesend ist. Gestern habe ich es übernommen. Die Pflegerin hatte ihren freien Tag.“
„Du hast Sarah die Windel gewechselt?“
„Natürlich. Ich konnte die Arme doch nicht in ihren Körperausscheidungen liegen lassen.“
„Äh.“
„Ach, süßer. Auch Frauen müssen pinkeln und ein großes Geschäft erledigen.“
„Das weiß ich doch.“
„Hast du schon einmal eine Windel gewechselt?“
„Nein“, antwortete Toby und blickte Nadja verwundert an.
„Dann werde ich es dir zeigen, denn es könnte vorkommen, dass niemand im Haus anwesend ist, und du es tun musst. Also pass gut auf!“
Nadja öffnete das seitlich stehende Nachtkästchen und nahm eine zusammengelegte Windel heraus. Dann zog sie die Bettdecke vom Körper der Patientin. Sarah trug nur ein weißes Nachthemd.
Nadja rollte das Textil nach oben und entblößte eine weiße Windel. Auf Toby wirkte es, wie bei einem Baby, nur wesentlich größer. Nadja zog die Klebestreifen, die sich rechts und links an der Windel befanden, nach vorne und öffnete die Windel. Sie zog das Vorderteil nach oben und entblößte die Schamregion der Schwarzhaarigen.
