Geiler Knast - Magdalena Gonzales - E-Book

Geiler Knast E-Book

Magdalena Gonzales

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Beschreibung

Geiler Knast Magdalena Gonzales und ihr Sohn Pedro werden während einer Demonstration gegen die Militärdiktatur ins Gefängnis gesteckt. Gemeinsam mit 18 lüsternen Frauen schmoren sie in einer Zelle. Doch es dauert nicht lange, bis die anderen Frauen auf Pedros riesiges Glied und seine sexuelle Ausdauer aufmerksam werden. So kommt es bald nicht nur in der Gefängniszelle, sondern auch in den Privaträumen der Gefängniswärterin Maria zu heftigen Sexorgien. Deren Intensität nimmt stetig zu …

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Veröffentlichungsjahr: 2016

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Geiler Knast

Autorin Magdalena Gonzales

Inhalt

Prolog

1. Kapitel

2. Kapitel

3. Kapitel

4. Kapitel

5. Kapitel

6. Kapitel

7. Kapitel

8. Kapitel

9. Kapitel

10. Kapitel

11. Kapitel

12. Kapitel

13. Kapitel

14. Kapitel

15. Kapitel

16. Kapitel

17. Kapitel

18. Kapitel

19. Kapitel

20. Kapitel

Epilog

Prolog

Die Rechtsanwältin Magdalena Gonzales wurde mit ihrem 13-jährigen Sohn Pedro auf der Straße verhaftet und unter einem fadenscheinigen Vorwand in ein Gefängnis gebracht.

Dies kam in den Militärdiktaturen Südamerikas recht häufig vor, wenn man oppositionelle Geister ausschalten wollte.

Senora Gonzales erzählt offen und ehrlich, was ihr und ihrem Sohn Pedro passierte: Mutter und Sohn lebten zusammen mit 18 anderen Frauen isoliert von der Außenwelt in einer fensterlosen Zelle.

Was die Mutter verheimlichen wollte, konnte nicht gelingen: „Es konnte nicht ewig unentdeckt bleiben.“, so beginnt der Bericht. ES, das war das anormal entwickelte Glied des Sohnes, was für diesen nicht weiter erwähnenswert war, worin die Eltern aber ein großes Problem sahen. Dazu kam, dass Pedro die animalische Lust am Sex von der Mutter geerbt hatte.

Um den Jungen zu schützen, hatte die Mutter ihn in der Zelle zu sich in die Koje geholt. Was dann aber nicht ohne Folgen bleiben konnte…

Die völlig amoralische und triebhafte Leiterin des Gefängnisses entdeckte bei einem Duschtermin das riesige Glied und meinte: „Sowas muss man doch sozialisieren!“

Damit gab es für die sich immer mehr steigernden Orgien keine Grenzen mehr. Gefördert, animiert und organisiert durch diese Amtsperson, weil sie durch Videoaufnahmen viel Geld damit verdiente.

Bemerkenswert sind die menschlichen Aspekte, die sich zwischen Magdalena Gonzales und der Leiterin des Gefängnisses entwickelten: Was mit Erpressung und Ausbeutung begann, endete mit der fingierten Entlassung und der Freundschaft zwischen der Gefangenen und der „Chefin“ des Gefängnisses.

Und damit beginnt der zweite Teil des Berichtes. Aus der Familie Gonzales mit Vater, Mutter, zwei Kindern und zwei Angestellten wird eine Großfamilie von 13 Menschen, die sich verbunden durch die Gemeinsamkeiten verbunden fühlten: der Opposition gegen die Junta, der Angst vor dem Regime und – der gemeinsamen Lust auf Leben, Liebe und Sexualität.

Die Erzählerin zeigt uns, was möglich ist, wenn man den Glauben an sich und den nächsten nicht verliert, liebt und geliebt wird. Jene Faktoren sind wichtiger als die gepredigte Moral und die zeitgenössische Vorstellung von dem, was man zu tun oder zu lassen hat.

1. Kapitel

Ich wusste, es würde Probleme geben.

Es war nur eine Frage der Zeit. Es konnte nicht ewig unentdeckt bleiben.

„ES“, das war das unnatürlich groß entwickelte Geschlecht meines Sohnes Pedro. Er war jetzt 13 Jahre alt und seit Jahren beobachteten mein Mann und ich mit Erstaunen und nicht ohne Ängste, wie sich aus dem Zipfel zusehends ein langes, baumelndes Glied entwickelte. Die Proportionen stimmten einfach nicht. Der Junge war für sein Alter sehr groß, jedoch dürr. Das Verhältnis hätte jedoch ebenso nicht gestimmt, wenn er zehn Jahre älter und stämmiger gewesen wäre.

Schon als Kleinkind war sein Pimmelchen um so vieles länger, dass es auffällig war. Worauf man immer hingewiesen wurde, wenn man den Jungen nackt sah, zum Beispiel beim Baden. Und schon mit 5 oder 6 Jahren hatte Pedro oft eine Verhärtung. Schöne Gefühle schien der Bengel auch zu haben; jedenfalls spielte er oft an dem Stängel herum. Das machen zwar alle Buben, aber bei unserem Jungen schien es zielbewusster und lustvoller zu sein.

Und das alles verstärkte sich von Jahr zu Jahr. Unser Hausarzt hatte auch keine Erklärung und brummte immer nur: „Bemerkenswert, bemerkenswert!“

Wir waren eine moderne und offene Familie und liefen oft nackt herum. Und wie Jungs ebenso sind, vergleichen sie sich und wetteifern mit dem Papa. Mein Mann fand es nicht sonderlich lustig, als mein Sohn – ganz naiv und unschuldig – mit stolzer Stimme feststellte: „Papa, meiner ist aber größer als deiner!“

Als der Bengel neun Jahre alt war, fand ich die ersten Spermaflecken in den Bettlaken. Wöchentlich steigerte sich deren Anzahl. Daraufhin legte ich ihm einen Packen Papiertaschentücher auf den Nachttisch, ansonsten hätte ich ja dauernd die Bettwäsche wechseln müssen. Daraufhin gab es Probleme in der Schule. Die Gespräche in der Gemeinschaftsdusche nach dem Sport waren nur von einem Thema beherrscht. Dem Jungen war das so peinlich, dass wir ihn durch ein Attest vom Sport befreien ließen.

Damit hörte der Spott aber nicht auf.

Dann berichtete Christine, unsere Tochter, zwei Jahre älter als der Bruder, dass Pedro auf dem Schulhof von einer Bande Mädchen gezwungen worden war, die Hosen herunterzulassen. Und alle hatten mal anfassen wollen, woraufhin triumphierend gerufen wurde: „Er steht, er steht“!

Es gab einen Skandal und wir nahmen den Jungen von der Schule und gaben ihm für die nächste Schule gleich das Attest für die Sportbefreiung mit.

Der neue Schulweg war nun erheblich länger und wegen der politischen Unruhen wollten wir den Jungen nicht allein gehen lassen. Obwohl mein Mann und ich als Rechtsanwälte selbständig waren, bedeutete dies eine erhebliche Belastung.

Seitdem Pedro auf der neuen Schule keinen Repressalien mehr ausgeliefert war, ging es ihm gut, und er freundete sich mit seinem Ding an und begann, es zu genießen: d.h. er onanierte bei jeder Gelegenheit. Da seine Hände so klein waren, wichste er beidhändig, was ebenso lustvoll wie obszön aussah. Wir wollten und konnten da keinen Einfluss nehmen. Was hätte es genutzt? Wir wären uns selbst untreu geworden – hatten wir doch unsere eigenen Vorstellungen von Sitte und Moral.

Es war wahrlich nicht zu übersehen, dass die Geschwister so zärtlich miteinander umgingen, dass klar war, dass sie miteinander schliefen. Wie hätten wir es verhindern können? Die Kinder schliefen im ersten Stock und wir im Erdgeschoss. Was hätte da ein verbales Verbot bewirken sollen? Dann war da unsere schwarze Hauswirtschafterin Ursula, die, solange ich denken konnte, im Hause war (in das ich eingeheiratet hatte). Ursula gehörte zur Familie und hatte meinem Mann schon die Windeln gewechselt und als Amme die Brust gegeben. Und genau so war es mit Pedro, unserem Sohn passiert, dass Ursula dem Baby und dem Kind eigentlich Mutter gewesen war. Für mich hatte es den Vorteil, dass ich sehr schnell wieder in der Kanzlei arbeiten konnte.

Ursula hatte einen nicht zu bändigenden Riesenbusen, der aus der Bluse quoll. Sie machte allerdings auch keinen großen Versuch, diesen zu verstecken. Die Bluse platzte fast, weil sie zu eng war. Und obwohl die Brüste noch erstaunlich fest waren, schaukelten sie halterlos und drohten jeden weiteren Knopf zu sprengen.

Als ich seinerzeit in das Haus kam, war ich schon sehr befremdet über diese Art der Kleidung. Und noch mehr, als ich feststellen musste, dass die Frau auch keine Unterhose trug. Von meinem Mann erfuhr ich, dass Ursula als Tochter von Sklaven selbst noch auf den Baumwollfeldern gearbeitet hatte, somit so arm war, dass Unterwäsche eben nicht üblich, weil nicht bezahlbar war. Da ich die Autorität von Ursula sehr schnell zu akzeptieren gelernt hatte, gab es an dieser Stelle für mich nichts zu kritisieren. Ursula hatte unsere Kinder so lieb wie ihre eigenen. Ebenso war das Verhältnis von Pedro und Christine zu Ursula genauso eng und liebevoll.

Und doch konnte man es auf zweierlei Ebenen betrachten.

Schon lange hatte ich den Verdacht, dass unsere Wirtschafterin dem Jungen immer alles gezeigt hatte, was der frühreife Knabe sehen wollte. Mein Mann und ich mussten ihn jedenfalls nicht aufklären. Dies traf ebenso auf Tochter Christine zu. Pedro arbeitete auffallend gerne am Nachmittag nach der Schule mit Ursula im Garten. Nach den Erfahrungen in den Schulen vermied Pedro alle Außenkontakte. Wenn die beiden von der Gartenarbeit eine Pause machten, gingen sie in das Gartenhäuschen. Mir schien dann, die Gesichter waren erhitzter als zuvor und man war auffallend fröhlich. (Die Fenster meines Arbeitszimmers gingen zum Garten hinaus.)

Warum hätten wir intervenieren sollen? Alle waren doch glücklich!

Wir hatten nun mal – was den Sex betraf – unsere eigenen Moralvorstellungen. Manchmal war da noch Fernanda - unser Mädchen für alles – dabei.

Sie war eine wunderschöne junge Frau mit hüftlangem, schwarzem Haar und einer Bronzehaut wie aus Seide. Ein feines, schmales Gesicht mit Rehaugen und überlangen Wimpern. Seit ungefähr drei Jahren war sie bei uns, und nach einer sehr schwierigen Anfangszeit hatten wir sie lieb gewonnen und sie gehörte, wie Ursula, zur Familie.

Es hatte sich herausgestellt, dass Fernanda von einer seltenen Direktheit und Unbekümmertheit beim Sex war. Fernanda und Ursula machten bei unseren Swingerabenden, die wir einmal im Monat veranstalteten, das Buffet und den Service. Und dabei wurde Fernanda so sehr von unseren Gästen umworben, dass sie bei den Aktionen mitmachte – mit ihrer Ausstrahlung war sie einfach immer der Star des Abends.

Zu den Swingerparties kam auch regelmäßig meine fünf Jahre jüngere Schwester Pamela. Sie war die typische gelangweilte Ehefrau aus der oberen Mittelschicht – wo der Ehemann die Geschäfte der Ehefrau vorzog.

Pamela war grundsätzlich dabei, wenn wir – Ursula, Fernanda, die Tochter, der Sohn und ich – ans Meer zum Baden fuhren.

Ich hatte nach langem Suchen eine einsame Stelle gefunden, wo wir textilfrei baden konnten. Man musste nur immer etwas zum Überziehen bereithalten, da immer mit der Juntamiliz zu rechnen war, die blitzschnell in ihren Jeeps auftauchte. Wenn man in dieser Situation unbekleidet war, nahm die Kontrolle kein Ende.

Die jungen Leute waren ausgelassen in ihrer Lebenslust (wenn man davon absah, dass meine Schwester so jung nicht mehr war), und kreischten und lachten, spielten Ball und schwammen um die Wette und wälzten sich in der Brandung und fickten wie die jungen Hunde. Ursula und ich lagen immer etwas abseits und beobachteten dies – nicht ohne Erregung und ein bisschen Neid. Auch weil wir sahen, dass es nicht um Befriedigung und Orgasmus ging: Es war die Lust am Leben und am Sex, wenn sich alle Frauen mit dem Jungen vergnügten. Zudem kamen sich die Frauen kamen auch sehr nah. Die Bande bewahrte immer einen Abstand zu Ursula und mir. Sie entfernte sich nie so weit, dass wir an ihren Spielchen nicht hätten optisch teilnehmen können. Die Amme meiner Kinder und ich sahen zu, spürten unsere Brüste wachsen und manchmal verloren sich unsere Finger zwischen den Beinen.

Es war nicht so, dass ich mich schlecht gefühlt hätte, wenn ich meinen Jungen so beobachtete, zusammen mit meiner Schwester, seiner eigenen Schwester und unserem jungen Hausmädchen. Wenn ich Ursula so an meiner Seite sah, hatte ich den Eindruck, es ging ihr ebenso wie mir: Es bereitete Freude, diesem Vergnügen der jungen Leute zusehen zu können, dieser Freude am Leben, an dem Augenblick, an der eigenen reinen Lust und dem Spaß am Sex. Pedro war offensichtlich glücklich, dass sein Glied nicht Grund für Hänselei und Erniedrigung, sondern Anlass für jede Menge Spaß und Freude war.

Ich wusste, dass ich diese positive Einstellung von Pedro zu seinem Körper Ursula zu verdanken hatte. Ursula hatte dem Jungen die Brust gegeben, hatte ihn groß gezogen und eigentlich war diese große schwarze Frau seine Mutter gewesen. Ich hatte mich vor allem meiner Karriere verschrieben.

Pedro sagte zwar „Mami“ zu mir, aber wenn es Probleme gab, ging er zu Ursula. Und diese wiederum erzählte dann meinem Mann und mir von den Problemen, die den Jungen quälten. Mittlerweile bestand meine Aufgabe nur darin, den Jungen zur Schule zu fahren, ihn abzuholen und zum Meer zu kutschieren.

Für den Rest war Ursula zuständig. Ich musste mir eingestehen, dass ich immer öfter eifersüchtig wurde, wenn ich sah, wie intim meine Kinder mit Ursula und umgekehrt umgingen. Jedoch hatte ich diese Entwicklung zugelassen und das Verhältnis von Ursula zu mir war so gut war, dass ein Konkurrenzverhältnis eigentlich nicht aufkommen konnte. Als ich in dieses Haus kam, konnte ich nach einiger Zeit beglückt feststellen, dass Ursula und ich uns sehr gut verstanden und uns gut leiden konnten. Ein wenig war auch ich zu ihrem Kind geworden, so wie es mein Mann immer geblieben war. Wenn ich einen anstrengenden Tag hinter mir hatte und nach diesem aussah, nahm sie mich einfach in den Arm.

Dennoch wurde ich nachdenklich, als ich Ursula und Pedro dabei „erwischte“, wie die beiden sehr intim miteinander waren. Wobei „erwischte“ das falsche Wort ist. Die beiden hatten überhaupt keine Probleme damit, als ich mal zufällig sah, dass sie zusammen in der Badewanne saßen. Ich hatte mir erstmal nichts dabei gedach, setzte mich auf den Beckenrand, um mit ihnen zu plaudern, und entdeckte dann, dass Pedro seinen Pimmel zwischen die Schenkel seiner Amme gesteckt hatte.

Ich hatte weder gekreischt noch protestiert, sondern so getan, als wenn nichts geschehen wäre. Bei dieser Szene machte es Klick: Es war ganz klar war, dass Fernanda, Ursula und Pedro eine Menge Spaß miteinander hatten und es nicht einmal verheimlichten. Ich akzeptierte dies, weil es jetzt komisch gewesen wäre zu protestieren, nachdem ich vorher so lange nichts gesagt hatte. Als ich einmal in die Küche trat, um etwas mit Ursula zu bereden, blies diese gerade Pedro einen. Fernanda saß daneben, schälte Kartoffeln und schaute zu.

Da niemand verlegen war, wollte ich es auch nicht sein. Und natürlich wurde mir klar, dass meine Schwester nicht mir zuliebe so oft bei uns zu Besuch war. Sie machte keinen Hehl daraus, dass sie so oft es ging, sich von ihrem Neffen ficken lassen wollte.

Was hätte ich dagegen sagen sollen. Dies alles geschah so schlicht, fröhlich und unbeschwert, dass ich mir beim Einschreiten blöd vorgekommen wäre.

Die momentane politische Situation wurde in solchen Momenten natürlich verdrängt. Meinen Mann Garcia hatte ich im Studium kennen und lieben gelernt und wir hatten geheiratet. Ich kam aus einer sehr konservativen Familie, die sehr gläubig und politisch rechts anzusiedeln war. Meine Eltern hatten uns einmal hier besucht. Und als sie sahen, wie vertraut Garcia und Ursula miteinander umgingen, kamen sie nie wieder. Der Bruch war endgültig.

Man mag mich verurteilen, aber ich hatte unter der Trennung nicht sehr gelitten. Allzu sehr hatte ich mich bis dahin unter der Knute der Konvention geduckt. Jetzt begeisterte ich mich für dieses andere Leben mit seinen Freiheiten. Auch und gerade wegen der sexuellen Freiheiten. Meine Lust am Sex wäre wohl weniger ausgeprägt, wäre ich als Kind und Jugendliche nicht so sehr unterdrückt worden. Meine Vergangenheit prägte daher den Umgang mit meinen Kindern.

Wie schon angedeutet, kam ich aus einem gut betuchten Haus und war dementsprechend geschockt, als ich zum ersten Mal sah, wo Garcia wohnte: in einem alten Kloster, das einer Ruine glich. Er hatte es von den früh verstorben Eltern geerbt, wohnte hier mit der schwarzen Frau, die ihn groß gezogen hatte und seinen Haushalt führte. Es gab einen riesigen verwilderten Garten, der von Ursula auch zum Gemüseanbau genutzt wurde.

Ich brauchte sehr lange, bis ich mich eingewöhnt hatte. Aber sehr schnell erkannte und akzeptierte ich die Dominanz von Ursula. Sie machte deutlich, dass sie nicht gewillt war, an ihrer Stellung etwas ändern zu lassen, nur weil ich jetzt die offizielle Herrin im Hause war.

All dieses ging mir durch den Kopf. Ich dachte an nichts anderes, als ich in dieser, vielleicht 70 Zentimeter schmalen, Koje lag.

Mein Junge lag mir im Rücken und durch die Lücke unseres Vorhanges sah ich, was davor passierte: verbissener, liebloser Sex in dieser scheiß verfluchten Zelle.

Ich lebte mit meinem Sohn und 18 anderen Frauen in diesem fensterlosen Raum. Als wir verhaftet wurden, waren Pedro und ich zufällig – als ich ihn von der Schule abholte – in eine Demonstration gegen die Junta geraten.

Und wenn ich mir die Umstände der Verhaftung nochmal vor Augen führte, wurde mir immer klarer, dass die Situation konstruiert war und man uns zielbewusst weggesperrt hatte.

Vermutlich war dies ein Racheakt gegenüber meinem Mann und mir, weil wir desöfteren in unserer Kanzlei politisch Verfolgte verteidigten und oppositionelle Gesprächskreise besuchten.

Dass mein Mann versuchen würde, uns hier rauszuholen, war mir bewusst. Aber da wir isoliert waren – es gab weder Post noch Telefon, Besuch wurde nicht erlaubt – hatten wir keine Information, und er eben auch nicht. Den anderen Frauen – die meisten waren Ppositionelle, es waren jedoch auch Kriminelle und Prostituierte dabei – erging es nicht besser. Aber abgesehen von der Isolation und den entwürdigenden Umständen in diesem Raum, gab es keine Folter.

Als man mich von dem Jungen nach der Verhaftung trennen wollte, kämpfte ich wie eine Löwin und konnte glaubhaft machen, dass der schmale Kerl ohne mich hilflos sein würde. Und da die Gefängnisverwaltung mit dem Kind nichts anzufangen wusste, durfte er bei mir bleiben.

Und nun lebte er bei mir und schlief mit mir in einer Koje. Es gab zwar noch ein freies Bett, aber da hätte ich keine Kontrolle gehabt und ihn nicht vor den Attacken der Frauen schützen können. Wir Frauen trugen unförmige Kittel, die entweder zu groß oder zu klein waren. Aber wegen der unerträglichen Hitze in dem Raum blieben die Knöpfe eh immer halb offen.

Der Raum hatte zur Belüftung nur Luftschächte. Es gab weder Tageslicht und noch frische Luft. Es roch streng nach Rauch, Schweiß, ungewaschenen Körpern, Alkohol und Essen. Die Außenwelt konnte man ebenfalls nicht wahrnehmen. Man hörte nur das ewig plärrende Radio, das lediglich einen Sambasender hatte. Die einzige Lichtquelle waren Glühbirnen, die unablässig brannten. Der Raum war vollgestellt mit zehn Doppelstockbetten und einem Tisch mit Stühlen, die aber nicht für alle reichten. Einige Frauen aßen im Stehen oder sitzend auf ihrem Bett. Zu allem Überfluss wurden wir Tag und Nacht mittels Videoüberwachung beobachtet.

Wenn die Unterwäsche, die man mitgebracht hatte, am Körper verschlissen war, gab es keinen Ersatz. Das war aber eher ein Problem für die anderen Frauen. Ich trug, außer wenn ich in der Kanzlei war, grundsätzlich. Die Beamtinnen, bei denen wir bei der Einlieferung unsere Privatsachen abgeben mussten, und wo man mir diesen Kittel an den Kopf warf, grölten, nachdem ich nackt da stand: „Schaut her. Die Schlampe ist nackt!“

Es war ein Glück, dass meinem Jungen am weiblichen Körper nichts mehr fremd war. Die Frauen hatten sich nach wenigen Tagen an den Jungen so gewöhnt, dass sie nichts mehr verbargen.

Ihm blieb zwar der Schock erspart. Jedoch war sein Glied angesichts der nackten Bäuche und Brüste ständig erigiert. Bislang hatten wir es geschafft, zu verbergen, was da baumelte, weil Pedro eine riesige, schlabberige Trainingshose trug, die mit einer Schnur auf der Hüfte gehalten wurde. Und da ließ sich das Teil, wenn es hart war, einklemmen. Unsere Koje hatte ich mit ein paar Fetzen zugehängt, sodass der Junge nachts vor den Blicken geschützt war und sich ausziehen konnte.

Damit, und durch die Tatsache, dass wir die unterste Koje belegten, war erreicht, dass der Junge nicht alles sah, was im Raum passierte. Andererseits bot unsere Koje auch für mich nur wenig Einblicke.

Die Frauen waren alle seit Monaten hier isoliert, und Sex war das Ventil, um nicht verrückt zu werden. Da mein Sohn bereits aufgeklärt war, war ihm klar, was dort vorsichging. Er hörte alles – so auch die ewigen Streitereien um den einzigen Dildo.

So vergingen die Tage – einer war wie der andere.

Manchmal wurden eine oder mehrere Frauen unter einem Vorwand aus der Zelle gerufen – es hieß dann immer, sie müssten zum Verhör oder sie hätten Besuch. So nannte man das. Aber ich sah sehr schnell, dass dies eine Farce war. Denn diese Frauen kamen immer mit einem Paket mit Schnaps, Zigaretten und Schokolade zurück. Dieses wurde auf den Tisch gestellt und jede bediente sich. Die meisten waren nach ein paar Stunden betrunken und machten dann miteinander rum. Hemmungen hatte man in dieser Situation sehr schnell abgelegt. Es war unmöglich, das Treiben vor dem Jungen zu verbergen, weil die betrunkenen Frauen sich ohne jede Scham verhielten.

Die Leiterin von diesem Gefängnis war eine Frau, die von ihrer Statur her schon Angst einflößte: Eine große, massige Person, deren Brüste wie Ballons die Uniform nach außen wölbte. Der Wust an Haaren war versuchshalber zu einem Turm gebunden. Sie musste mal sehr schön gewesen sein – sie faszinierte immer noch – wohl auch, weil ihr Gesicht deutliche Züge von exzessiver Lebensweise trug. Die Gefangenen nannten sie nur „die Maria“.

Einerseits übte diese Frau ihre Macht aus. Andererseits machte sie sich beliebt, indem sie mit den Frauen beim wöchentlichen Duschen am Samstag ausgiebig vögelte. Sie stand dann da, nur mit einem Kittel bekleidet, die Arme unter den Brüsten verschränkt, sodass diese durch den oben offenen Kittel nach außen gedrückt wurden. Selbst immer schon betrunken, ließ sie die Rumflasche kreisen und achtete sehr darauf, dass auch getrunken wurde.

Auf einem Hocker neben ihr lagen diverse Dildos, die dort nicht lange verweilten. Und dann geilte sich Maria daran auf, wie sich die Frauen fickten. Schließlich ließ sie sich selbst fertig machen, immer von mehreren Frauen gleichzeitig, die sich begeistert anboten, bis sie halb ohnmächtig am Boden lag. All dies wurde mir genüsslich am Samstagabend erzählt und: „Irgendwann bist du auch fällig.“

Diese Erzählungen klangen für mich wie eine schlecht erfundene Story. Die Frau, die unser aller Leben diktierte, sollte auf den Fliesen liegen, nackt im Duschnebel und sich von Frauen, die ihr auf Gedeih und Verderb ausgeliefert waren, mit Dildos bis zur Ohnmacht traktieren lassen? Die Ankündigung meiner Mitbewohnerinnen, dass ich wohl zukünftig daran würde teilhaben können, machte mir große Angst. Denn tatsächlich gab es für Pedro und mich bisher eine Sonderregelung. Wir durften immer, wenn dieses Theater vorbei war, alleine duschen. Und wir genossen diese Zeit sehr, in der wir ein paar Minuten allein waren.

Wenn wir in die Zelle zurückkamen, war es gewöhnlich so, dass einige Frauen schon schliefen. Andere – betrunken und sexuell aufgeputscht – trieben sich immer noch von einem Orgasmus zum nächsten. Ich scheuchte dann den Jungen immer schnell aufs Bett und hinter den Vorhang. Obwohl sich Pedro in der Dusche beidhändig und rasend schnell mehrere Male zum Abspritzen gebracht hatte (ich stand dabei und wusch mir die Haare), genügte das Gesehene, um das Untier wieder hart werden zu lassen.

Als an einem Samstag die Frauen früher als sonst in die Zelle zurückkamen und nicht wie üblich völlig fertig, beschlich mich eine Vorahnung.

Dass uns was erwartete, wurde klar, als man uns fast triumphierend zurief: „Maria wartet auf euch. Na dann, viel Spaß!“ Als ich mich von den Wärterinnen mit meinem Jungen zum Duschraum bringen ließ, fühlte ich meine Knie weich werden. Und da stand sie dann. In dem vom Wasserdampf vernebelten Raum sah ich sie - an die Wand gelehnt. Die Hände in den Taschen des Kittels vergraben. Ihn so auseinander ziehend zeigte sie ihre großen Brüste mit den tiefbraunen Höfen – groß wie Mokkatassen und Warzen wie Brombeeren.

Ich sah sofort, Maria war betrunken.

Ich sah direkt zu meinem Jungen, der glotzte. Er sah zwar ständig nackte Frauen, aber nicht so provozierend angeboten. Dies war die Frau, der wir ausgeliefert waren, und die uns gefangen hielt. Ich musste mir dennoch eingestehen, dass mich diese Frau in ihrer Pose erregte. Ich kannte meinen Sohn und sorgte mich um ihn. Ich wusste doch, dass sein verdammter Prügel hart und lang werden würde, wenn er diese Frau sah.

Wir standen unschlüssig rum, als ob wir darauf warteten, dass die Person gehen würde.

Da kam aber schon die harsche Stimme: „Was ist, wollt ihr euch nicht ausziehen, oder duscht ihr in den Kleidern?“

Meine Hände zitterten, als ich den Kittel aufknöpfte. Mit dem Körper versuchte ich den Jungen abzudecken, der gerade seine Hose fallen ließ. Und wie zu befürchten war, sein Schwanz stand lang und steil nach oben weg. Pedro guckte wie ein junger Hund, der beim Klauen von Wurst erwischt worden war.

Ich wusste, jetzt passierte das, wovor ich die ganze Zeit eine solche Angst gehabt hatte.

2. Kapitel

Wir standen kaum unter der Dusche, als ich es hinter mir pfeifen hörte und gleichzeitig von der Hand der Frau zur Seite geschoben wurde.

Pedro machte das, was er immer als Erstes tat, wenn wir duschten: Er rubbelte beidhändig und dies so konzentriert, dass er nicht merkte, dass es eine Zuschauerin gab.

Und erst als diese Maria mit verzerrter Stimme krächzte, hob er den Kopf: „Das glaube ich jetzt aber nicht. Wie hast du denn das geschafft, dies zu verheimlichen? Die Weiber würden sich doch keilen, wenn sie wüssten, was für ein Schmuckstück da unter der Decke liegt.“ Ich sah, dass Maria mit zitternden Händen versuchte, die unteren Knöpfe ihres Kittels zu öffnen. Dann stand sie nackt vor uns. Mit einem Urwald als Schamdreieck und wie ich sekundenschnell registrierte, trotz der Korpulenz, mit glatter, fester Haut. Aus den Augenwinkeln sah ich, wohin der Junge glotzte, dabei beidhändig wichste. Der Junge hatte ja nie gelernt, sich zu schämen. Bis jetzt hatte sich das auch ausgezahlt: Pedro hatte zu seinem Körper ein schönes, positives Verhältnis. Aber jetzt hier verwechselte er wohl etwas mit seinen Gespielinnen zu Hause. Ich wurde wütend und stellte mich vor ihn, wurde aber gleich angeblafft: „Nichts da, du Drecksau, willst dich wohl von dem Jungen alleine ficken lassen.“

Vor Schreck wollten mir die Beine wegsacken. Woher wusste die Maria, was ich mit dem Jungen machte? Aber dann kam mir gleich der nächste Gedanke, na klar, sie hatte gesehen, dass der Junge sich vor meinen Augen einen runterholte. Dann wird da wohl auch noch mehr sein. Und dann gab es noch die Kameras in der Zelle, und dann würde sie wissen, dass ich mit dem Jungen in einem Bett schlafe. Maria fuhr fort: „Damit ist es jetzt vorbei, sowas muss man doch sozialisieren.“

Dieses Grinsen, das die Frau im Gesicht hatte, als sie einen Begriff des „Klassenfeindes“ in dieser Situation anwendete, würde ich in meinem Leben nicht mehr vergessen.

Die Dusche lief weiter und wir waren in Wasserdampf gehüllt.

Jetzt zog Maria den Schemel herbei, stellte darauf ein Bein, hierbei die Dildos beiseite wischend, griff sich mit beiden Händen zwischen die Beine und zog die Lippen auseinander. Mir schoss es durch den Kopf, dass die Vulva aussah wie das Maul eines Kraken mit einem Kitzler, der wie ein Schnabel gebogen war und den tiefroten Schlund bewachte.

„Los, du Kinderfickerin, steck ihn mir rein.“, herrschte sie mich an. Hätte sie dieses Wort nicht benutzt, würde ich es ja sofort getan haben. So kochte die Wut in mir hoch und ließ mich zögern.

„Willst du, dass ich den Jungen in die Männerabteilung schicke?“

Da war es raus. Diese Frau hatte sofort erkannt, womit sie mich erpressen konnte. Ich würde alles tun, um den Jungen bei mir behalten zu können. Trotz seines Triebes und dieses Pferdepimmels war er doch noch ein Kind.

Und so schob ich den Bengel zu der Frau hin. Pedro war schon bereit, benötigte meine Hilfe nicht, ging kurz in die Knie, kam dann hoch und versenkte jeden verdammten Zentimeter mit einem einzigen Stoß. Diese ganzen unglaublichen Dezimeter verschwanden wie ein Primanerpimmel. Die Frau jaulte auf und fing dann an zu grunzen wie ein Wildschwein, als Pedro gleichmäßig und methodisch raus- und reinfuhr und das immer in voller Länge. Dabei hielt er die Hände in die Hüfte gestemmt.

Später im Bett dachte ich darüber nach und mir fiel ein, dass ich in diesem Augenblick ein bisschen stolz auf den Jungen gewesen war und gedacht hatte: Junge, Junge, der hat aber was von den Frauen zu Hause gelernt und besorgt es der Schlampe richtig.

Maria fing an zu hecheln und die Augen zu verdrehen. Das sollte ich später öfter sehen und feststellen, dass die Chefin immer kurz vor dem Orgasmus anfing zu schielen.

Maria schrie mich an: „Los, du Sau, geh mir an den Kitzler!“

Sollte ich jetzt diskutieren, wer hier die Sau war?

Lange suchen musste ich nicht, die Klitoris war lang und hart und ließ sich zwischen den Fingern zwirbeln.

Ich schaute dem Jungen ins Gesicht: Er grinste und hatte seinen Spaß.

Und jetzt, kaum dass ich meinen Rhythmus gefunden hatte, fing Maria an zu zittern und dann krampfte sie.

Pedro röhrte.

Die beiden hatten ihren Orgasmus.

Ich hörte nicht auf, die Frau zu befriedigen, weil ich ja wusste, dass der Junge gleich weiter machen konnte und hart blieb. Der Wasserdampf hüllte uns ein und mir erschien dies alles unwirklich.

Mit einmal Abspritzen war die Sache für Maria ebenfalls nicht erledigt. Immerhin hatte sie es ja schon eine Stunde mit den Frauen getrieben. Als Profifickerin hatte sie eine gute Kondition. Wie, um dies zu bestätigen, wurde Maria aktiv: Sie führte die Hände des Jungen an ihre Riesenbrüste – der fing auch gleich an zu walken. Dann griff mir die Frau zielsicher zwischen die Beine und versenkte die Finger.

Und jetzt musste ich mir eingestehen, dass mich dies hier nicht gleichgültig ließ. Als Maria anfing, mich mit ihren Fingern zu ficken, wollte und konnte ich sie nicht abwehren. Ich war geil geworden. In der Orgasmusfähigkeit stand ich Maria nicht nach und so blökte ich auch schon nach kurzer Zeit. Maria und der Junge stimmten wieder mit ein.

Dann rutschten der Frau die Beine weg und sie ließ sich auf den Kachelboden fallen. Pedro stand jetzt über ihr und spritzte und zielte dabei auf die Frau!

Ich bekam einen gehörigen Schrecken; dies konnte die Frau doch als Missachtung ihrer Autorität auffassen!

Maria war jedenfalls nicht ohnmächtig. Ich sah das Blinzeln in den geschlossenen Augen – sie ließ es bewusst geschehen!

Die Sache mit dem Respekt würde zukünftig spannend werden.

Dann kam die gepresste Stimme: „Haut ab, ihr Schweine!“ Diese Beschimpfung brauchte Maria wohl zur eigenen Rechtfertigung. Hastig und noch nass zogen wir uns an und traten auf den Flur, wo uns eine Wärterin mit hochrotem Kopf erwartete. Hatte sie etwa …? Aber schon kam die harsche Stimme: „Los, Bewegung!“

Auf dem Weg zur Zelle fiel mir ein, dass wir die Dusche nicht abgedreht hatten. An was für banale Dinge man in solchen Situationen dachte!

Als wir in die Zelle zurückkamen, verstummten die Gespräche.

Nur das Radio plärrte noch – wie immer. Als ich Pedro anherrschte: „Geh ins Bett!“, war das natürlich nicht klug. Aber ich war nachdem dem Geschehenen nicht mehr souverän.

Und die Frauen spürten sogleich, dass es anders war als sonst. Sie sahen sich in ihrer Vermutung bestätigt, nachdem sie ja wussten, dass Maria auf uns gewartet hatte. Die Fragen strömten auf mich ein:

„Na, wie war’s?“

„Hat sie euch gefickt, oder ihr sie?“

„Wollte sie was von dem Jungen?“

Ich schmierte still die Brote für unser Abendessen.

Eine laute Stimme rief: „Sei doch nicht so stur, wir wissen doch, dass Maria bei euch war.“

Die Frauen würden keine Ruhe geben, und so sagte ich so ruhig wie möglich: „Ich erzähle euch alles morgen früh.“

Und bevor ich zu Pedro hinter unseren Vorhang kroch, fragte ich in die Runde: „Gibt es noch Rum?“ Da ich sonst nie trank, würde dies die Spekulationen noch mehr anheizen. Aber ich hatte das Gefühl, gleich durchzudrehen.

Betont beflissentlich kam man meiner Frage nach und reichte mir eine halbvolle Flasche. Und man protestierte auch nicht, als ich diese mit dem Tablett hinter den Vorhang schob. Ich zerrte mir in der Enge des Raumes den noch nassen oder schon wieder nass geschwitzten Kittel vom Leib. Trank dann mit tiefen Schlucken den Rum, um meine Nerven zu beruhigen. Erst dann sah ich, dass der Bengel schon wieder dabei war, seinen Prügel hochzuwichsen. Da im Raum nun wieder die Frauen durcheinander redeten und versuchten, das Radio zu übertönen, konnte nur ich hören, wie Pedro sagte: „Verdammt Mami, war die Chefin geil.“ Und dann brauchte ich einen Moment, um mich zu vergewissern, ob ich mich nicht verhört hatte, als Pedro fragend hinzusetzte: „Kannst du auch so geil werden?“

Das war zu viel für mich und ich brüllte den Jungen an: „Sag mal, spinnst du?“

Das hatte man natürlich gehört und ein Kommentar kam: „Hoho, die Mami wird energisch.“

Ich hatte die Contenance verloren, und zwar deshalb, weil ich die Frage meines Sohnes hätte bejahen müssen.

Aber nun musste ich wohl die Ergebnisse unserer sehr freien Erziehung akzeptieren, denn Pedro verstand nicht meine Erregung und sagte beleidigt: „Ich weiß nicht, warum du dich so aufregst, so geil zu werden ist doch was Tolles.“

Da fiel mir nichts mehr ein, nahm noch einen Schluck aus der Flasche, und als Pedro mir bittend die Hand hinstreckte, durfte er auch trinken – ausnahmsweise.

Dann aßen wir mit Heißhunger die Brote.

Mein Kopf wurde kühler und ich fing an zu denken. Als Erstes fiel mir ein, dass die Chefin ihre Drohung, den Jungen in die Männerabteilung zu schicken, wohl nicht wahrmachen würde. Denn dann müsste sie ja auf den Jungen und auf eine Wiederholung bzw. Fortführung des Geschehenen verzichten. (Dass Maria sehr wohl Kontakte zur Männerabteilung hatte und sich für ihre Orgien dort die harten Typen auslieh, wusste ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht.)

Des Weiteren schien mir, dass die Frau in die Schublade, in welche sie von allen gesteckt wurde, wohl nicht ganz passte. Maria hatte es zugelassen, dass Pedro sie mit seinem Saft gezielt besudelt hatte. Da sie sonst nicht mit vulgären Ausdrücken sparte, hätte sie reagieren können. Ich glaubte nicht, dass sie durch Ekstase schutzlos war. Maria, so mein Eindruck, war bereit, für ihre Gier und ihr Verhalten ein bisschen zu zahlen, indem sie sich erniedrigen ließ und sich einen Moment offen zeigte. Man würde sich auf dieses Wechselspiel einstellen müssen. Ich hatte plötzlich die Vision, die Triebhaftigkeit und Geilheit von Maria mit Hilfe von Pedro so lenken zu können, dass wir einen Vorteil daraus ziehen konnten.

Vielleicht sprang auf diese Weise ein Telefongespräch mit meinem Mann heraus?

Ich war so in Gedanken versunken, dass ich nicht bemerkt hatte, dass Pedro und ich die Flasche geleert hatten.

Jetzt spürte ich, dass ich betrunken wurde, und ich spürte den Druck von Pedros Schwanz, der sich an meinen Hintern presste und Einlass begehrte. Und ich würde ein Bein hochstellen und abwinkeln, so wie die vielen Male zuvor.

Es bereitete mir keine Lust, war allerdings auch nicht unangenehm; der Analverkehr war immer schon eine oft geübte Praxis gewesen.

Der Vorgang war schlicht ein Akt der Vernunft und der Hygiene. Der Junge musste von seinem Drang befreit werden, sonst würde es eine schlaflose Nacht. Am Anfang hatte er immer die Laken eingenässt. Und wenn sie trockneten, wurden sie bretthart. In den ersten Tagen der Gefangenschaft hatte sich Pedro mit der Onaniererei noch zurückgehalten. Die Folge war natürlich, dass der Bengel dann im Schlaf seine Abgänge hatte, und wegen der Enge bekam ich dann einen gehörigen Teil davon ab. Ich schmuggelte Klopapier in unser Bett und ermunterte den Jungen in das Papier zu wichsen. Das war ja o.k., nur wurde es immer schwieriger, die Knäuel zu entsorgen, weil die Frauen misstrauisch wurden. Und deshalb hatte ich die verständlichen, anfänglichen Hemmungen überwunden und ließ den Jungen in meinen Hintern schlüpfen. Wobei das Wort schlüpfen – zumindest am Anfang – nicht so einfach war. Es tat bei dieser Dimension anfangs ganz schön weh.