Grundlagen Tierfotografie - Peter Uhl - E-Book
Beschreibung

Tierfotografie – leicht verständlich erklärt! Für alle Einsteiger in die Tierfotografie, die sich nicht mit Theorie aufhalten möchten: Die zahlreichen Bildideen, Anleitungen und Tipps lassen Sie selbst als Anfänger schnell professionelle Aufnahmen machen. In drei kleinen Schritten lernen Sie, wie Sie Ihre Kamera einstellen müssen, um Haus-, Zoo- oder Wildtiere gekonnt in Szene zu setzen. Für den perfekten Start in die Tierfotografie – mit vielen Anleitungen für tolle Bildideen! Mit Beispielen und Anleitungen für Haus-, Zoo- und Wildtiere.

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Sammlungen



INHALT

Über die Fotoschule des Sehens

Vorwort

Tierfotografie

Fotografieren von Haustieren

Fotografieren von Tieren im zoologischen Garten, Wildpark und Vogelpark

Fotografieren von wild lebenden Tieren

Planungen

Planungen für das Fotografieren von Haustieren

Planungen für das Fotografieren von Zoo- und Wildparktieren

Planungen für das Fotografieren von wild lebenden Tieren

Los geht’s: Vorbereitungen für die Tierfotografie

Alles dabei? Kameraausrüstung und Ausrüstungscheck

Nützliche Utensilien für die Tierfotografie

Mit der Kamera per Du

Kamerasucher auf das Auge einstellen

Blende

Schärfentiefe im Bild

Belichtungszeit

Frei aus der Hand fotografieren, Bildstabilisator und Stativ

ISO und das „Tauschgeschäft“

Zusammenspiel von Zeit, ISO und Blende (ZIB)

Weniger ist mehr: Nur ein Autofokusmessfeld

Autofokusmodi AF-S/One Shot und AF-C/AI-Servo

Belichten mit dem Belichtungsprogramm AV/A

Belichtungsmessen in der Mitte des Bildes

Die Geheimtaste zur Belichtungskorrektur

Reihenaufnahme/Serienaufnahme

Objektiv-Brennweiten

Nützliche Filter

Ein paar Tipps für scharfe Fotos

Workshops

Haustiere – Hunde

Aufmerksamer Blick

Trampolin oder einfach nur gedreht?

Gemeinsame Zerrspiele

Auf alt getrimmt

Frisbee und Co.

Der Chef bin ich

Schnappschuss in der Stadt

Kamera mit der Bewegung mitziehen

Zwei Freunde

Freigestellt auf Weiß

Wasserfreuden

Men – nein, Dogs in Black

Haustiere – Katzen

Alles im Blick

Magische Augen

Stillleben mit Katze

Durchs Gitter gestiefelt

Mal direkt von oben geschaut

Akrobatik-Cat

Katzenmodels beim Ausruhen

Haustiere – Pferde

Pferdekopf freigestellt

Ponygalopp

Pferdeauge mit Spiegelung

Vier auf einen Streich

Romantik pur

Mitgezogen im Galopp

Haustiere – Weitere Haustiere

Was gibt’s denn da zu sehen?

Fischporträt

Ganz schön grimmig

Farbkontrast

Schau’ mich an

Keck über die Schulter geschaut

Häschen in der Grube

Spielereien mit dem Weitwinkel

Tiere in Zoos und Wildparks

Obsttag

Hochformat mit Ziesel

Vögel im Flug

Siesta mit Möhre

Umgebung mit einbeziehen

Wachsamer Blick

Blaue Augen

Löwe auf der Lauer

Durch das Gitter fotografiert

Niedrige Perspektive

Sanddusche

Giraffe als Hintergrund

Tiere auch mal in Schwarz-Weiß

Blaue Lagune

Löwenäffchen mit Farbkontrast

Voll verträumt

Kattaporträt

Auf dem Sprung

Fast wie mitgeschwommen

Wildtiere

Direkt von oben

Freistellen vor dunklem Hintergrund

Langsame Meeresbewohner mit Panzer

Dunkel auf hell – richtig belichten

Der Gecko – Dein Freund und Helfer

Sonnenlicht von unten

In Blickrichtung Platz lassen

Unscharf – scharf – unscharf

Aug’ in Aug’ auch bei Makro

Beobachten und vorbereitet sein

Schnell und seefest sein bei Delfinen

Nicht planbar

Dankeschön

Register

ÜBER DIE FOTOSCHULE DES SEHENS

Der Fotografenmeister Peter Uhl gründete zusammen mit seiner Frau, der Diplom-Biologin und Fotografin Martina Walther-Uhl, 2008 die Fotoschule des Sehens.

Zunächst starteten sie mit einem kleinen Fotoseminarangebot im Raum Hannover. Doch aufgrund stark wachsender Nachfrage zu verschiedensten Fotothemen vergrößerten sie kontinuierlich ihr Fotoseminarangebot, nicht nur thematisch, sondern auch regional. Heute bieten beide als Fotoschule des Sehens europaweit etwa 100 ein- und mehrtägige Fotoseminare pro Jahr an. Das komplette Seminarangebot ist auf der Website www.fotoschule-des-sehens.de ersichtlich.

Der Erfolg liegt nicht nur im fundierten fachlichen Wissen, das beide in den Fotoseminaren vermitteln. Eine große Rolle spielt auch die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge der Fotografie leicht verständlich und für jedermann schnell erfassbar zu beschreiben. Die Seminaratmosphäre ist so gestaltet, dass jede Frage ernst genommen und ausführlich beantwortet wird.

In allen Fotoseminaren kommt immer wieder ein Leitsatz für die Fotografie zum Ausdruck: Fotografieren soll Spaß machen und neue Sichtweisen ermöglichen, aber nicht zum Leistungsdruck werden.

VORWORT

Oftmals kommen Teilnehmer in unsere Seminare „Tierfotografie“ oder „Hundefotografie“ weil sie ein eigenes Haustier besitzen und dieses gern ausdrucksstärker fotografieren möchten. Andere kommen, um sich auf eine Urlaubsreise vorzubereiten, bei der sie wilde, frei lebende Tiere fotografieren möchten. Bei einigen Teilnehmern ist auch der Wunsch vorhanden, Tiere im Zoo so zu fotografieren, als wäre das Foto in freier Natur gemacht.

Dabei stehen oftmals Gitter oder auch Glasscheiben im Weg, mit denen man nicht so recht umzugehen weiß. Zudem ist natürlich der Wunsch da, dass die Tiere nicht einfach nur herumstehen, sondern etwas Spannendes machen, damit das Foto mehr Ausdruck bekommt. Dazu kommt die Schwierigkeit vieler Hobbyfotografen, Tiere in Bewegung scharf abzulichten.

In unserem Ratgeber „Grundlagen Tierfotografie“ werden wir deshalb verschiedene Bereiche, in denen man Tieren begegnen kann, aufführen und die Bedingungen und Vorgehensweisen beim Fotografieren beschreiben. Sie erfahren dabei alles Wichtige über das Fotografieren Ihrer eigenen Haustiere sowie von Tieren in zoologischen Gärten (Zoos) und Wildparks, und wir werden auch auf das Fotografieren von Wildtieren eingehen.

Viel Spaß beim Fotografieren wünschen Ihnen

Peter Uhl und Martina Walther-Uhl

von der Fotoschule des Sehens

TIERFOTOGRAFIE

Viele Menschen kommen erst durch ihre Liebe zu Tieren zur Fotografie. Sie möchten die Momente festhalten, in denen sie ihr eigenes Tier besonders niedlich oder schön finden – Momente, die sie berühren oder begeistern. Doch meist merkt man sehr schnell, dass einen die Tierfotografie vor ganz besondere fotografische Herausforderungen stellt – unabhängig davon, ob es das eigene Tier ist, das man fotografieren möchte, ein Tier im Zoo, oder vielleicht eines in der freien Natur.

Je nachdem, ob es sich um Haustiere, Tiere im Zoo, im Wildpark, im Vogelpark oder um Tiere in freier Natur handelt, kommen unterschiedliche Rahmenbedingungen auf Sie als Fotografen zu. Doch bei allen Tieraufnahmen, ob es nun Ihr eigener Hund ist, den Sie gut kennen und einschätzen können, ob es ein Orang-Utan im Zoo oder ein Reh in freier Natur ist: Was Sie bei allen Tieraufnahmen brauchen, ist Geduld. Wer meint, er könne mal eben auf die Schnelle ausdrucksstarke Tierfotos machen, wird meist enttäuscht bemerken, dass man dazu Zeit, eine gute Beobachtungsgabe, Ausdauer und dann auch noch schnelles Reagieren braucht. Selbstredend, dass nicht jedes Bild ein Treffer wird, besonders dann nicht, wenn sich Tiere schnell bewegen oder wenn mehrere Tiere miteinander in Bewegung sind. Dann wird es oft hektisch und unüberschaubar. Jetzt sind Konzentration und gutes Beobachten erforderlich, um den richtigen Moment nicht zu verpassen. Ziel des Beobachtens ist übrigens nicht nur, den richtigen Moment für das Auslösen zu erwischen, sondern auch wiederkehrendes Verhalten zu erkennen und so beim nächsten Versuch besser vorbereitet zu sein.

In den folgenden Kapiteln wollen wir unseren Fokus auf ein paar grundsätzliche Dinge legen, die sich beim Fotografieren von Haustieren, Zootieren und Wildtieren ergeben.

Fotografieren von Haustieren

Beim Haustier denken die meisten sicher zuerst an Hund, Katze und Pferd. Aber auch Kaninchen, Vögel, Fische, Reptilien und Amphibien können tolle Models sein. Das Fotografieren des eigenen Haustieres hat den großen Vorteil, dass der Besitzer sein Tier und auch dessen Gewohnheiten und Stimmungen recht gut kennt. Das Verhalten des Tiers ist so oftmals vorhersehbar und somit gezielt zu erfassen. Auch dass das Tier seine Bezugsperson kennt und Vertrauen zu ihm hat, ist von großem Vorteil.

Bei Aufnahmen Ihres Hundes können Sie den Aufnahmeort weitestgehend frei wählen, wohingegen eine Katze dabei meist nicht mitspielt, und bei Terrarien- oder Aquarientieren sind Sie noch eingeschränkter in der Wahl des Aufnahmeortes. Hunde sind besonders schön draußen zu fotografieren, wenn sie ihre Umgebung erkunden, wenn sie laufen, herumtoben und einfach so sind, wie sie sind. Sollten Sie bestimmte Fotos im Kopf haben, die Sie machen wollen, ist es oft hilfreich, zu zweit mit dem Hund rauszugehen, damit sich einer auf das Fotografieren konzentrieren und der andere sich um den Hund kümmern kann. Zum Beispiel, um seine Aufmerksamkeit zu erregen für ein Porträt mit aufmerksamem Blick und aufgerichteten Ohren, oder um ihn heranzurufen für ein Bewegungsfoto von der Seite oder, falls Ihr Hund Wasser liebt, um ihn dazu zu animieren, ins Wasser zu gehen. Zu zweit ist es meist sehr viel einfacher, denn sich gleichzeitig auf Hund und Kameraeinstellungen, die Perspektive, den richtigen Moment etc. zu konzentrieren, ist meist einfach zu viel auf einmal, um die gewünschten Fotos gut zu machen.

Aufmerksamer Blick bei Porträtaufnahmen.

Auch Pferde lassen sich natürlich sehr gut draußen aufnehmen, z. B. auf einer Weide. Dabei wird es besonders reizvoll, wenn es sich vielleicht um eine kleine Herde handelt und auch Fohlen dabei sind, die dann vielleicht sogar über die Weide galoppieren. Bei Standbildern von Pferden muss das Tier natürlich nicht immer im Ganzen abgelichtet werden. Oftmals ergeben ein Kopfporträt oder ein einzelnes Detail, wie ein Auge (siehe Workshop „Pferdeauge mit Spiegelung“) oder wie ein Huf, interessante Fotoergebnisse.

Die meisten Katzen sind Hauskatzen, leben innerhalb Ihrer vier Wände und haben keine Möglichkeit rauszugehen. Bei Innenaufnahmen haben Sie grundsätzlich ein Problem mit dem vorhandenen Licht, denn drinnen ist es meist weniger hell als draußen. Wie Sie mit dieser Situation umgehen, zeigen wir Ihnen im Workshop „Mal direkt von oben geschaut“. Aufs Blitzen sollten Sie aber generell verzichten. Nicht nur, dass Ihre Katze an der Rückwand ihrer Augen eine das Licht reflektierende Schicht hat, damit sie im Dunklen gut sehen kann, und weil das zurückgeworfene Licht der Katzenaugen auf dem Foto sehr künstlich aussieht. Nein, Sie werden es sich auch mit Ihrem Fotomodell verderben, denn das Blitzlicht ist für Katzenaugen viel zu hell und die Katze wird sich wahrscheinlich, nachdem sie ein- oder zweimal angeblitzt wurde, bereits umdrehen oder weglaufen, wenn Sie sich auch nur mit dem Fotoapparat nähern. Übrigens ist Blitzlicht nicht nur für Katzenaugen unangenehm, wie Sie vielleicht selbst schon auf Feiern erlebt haben. Man ist einfach geblendet, und das macht den wenigsten Menschen und Tieren Spaß. Deshalb Tiere bitte immer ohne Einsatz des Blitzlichtes aufnehmen. Falls Ihre Katze ins Freie geht, sollten Sie natürlich die Chance wahrnehmen und draußen fotografieren. Mit einem Teleobjektiv können Sie Abstand zu Ihrer Katze wahren und sie in Ruhe beobachten.

Innenaufnahme mit interessanter Fotoperspektive.

Fische werden Sie durch die Scheibe des Aquariums fotografieren, Reptilien und Schlangen – bis auf einige Ausnahmen – in der Regel durch die Scheibe des Terrariums. Hierbei ergeben sich manchmal Schwierigkeiten durch Lichtreflexionen auf der Glasscheibe, die dann auf den Fotos störend zu sehen sind. Wie Sie beim Fotografieren durch Glasscheiben grundsätzlich am besten vorgehen, beschreiben wir im nächsten Abschnitt (siehe Kapitel: „Fotografieren von Tieren im zoologischen Garten, Wildpark und Vogelpark“). Viele Zoos sind dazu übergegangen, Gitter durch Glasfronten zu ersetzen, sodass Fotografieren durch Glas dort eine immer größere Rolle spielt. Doch zurück zu den Aquarien- und Terrarientieren: Bekommt man bei ruhig verharrenden Reptilien und Schlangen mit einer etwas längeren Belichtungszeit meist noch scharfe Bilder, so ergeben sich bei schwimmenden Fischen oftmals Probleme durch die längere Belichtungszeit. Auch hier setzen Sie nach Möglichkeit keinen Blitz ein, denn das Blitzlicht wird Reflexionen an der Scheibe erzeugen, die Sie dann auf dem Foto haben. Wie Sie mit der Situation anders umgehen können, zeigen wir Ihnen in dem Workshop „Fischporträt“.

Fotografieren von Tieren im zoologischen Garten, Wildpark und Vogelpark

Fotografieren im Zoo und in Wild- und Vogelparks stellt eine gute Alternative zum Fotografieren von Wildtieren in freier Natur dar. Unterschiedliche, wild lebende Tiere, sind hier auf relativ kleinen Raum zu sehen, ohne dass teure und aufwendige Reisen unternommen werden müssen. Die Zoo- und Wildparktiere sind in der Regel immer da und an die Menschen und die damit verbundene Unruhe gewöhnt. Man kommt relativ nahe an die Tiere heran und kann ungefährdet und in Ruhe fotografieren.

Doch hier kennen Sie die Tiere in der Regel nicht „persönlich“ oder zumindest nicht so gut wie ihr eigenes Haustier. Auch können Sie den Aufnahmeort nur eingeschränkt frei wählen, denn das Gehege ist ja vorgegeben und die Gehege-Begrenzungen müssen unbedingt eingehalten werden. Einige Gehege bieten allerdings die Möglichkeit, von mehreren Seiten oder von erhöhten Standpunkten ins Gehege hineinzusehen. Bei der Zoo- und Wildparkfotografie sollten Sie also erst einmal die Tiere beobachten, um zu sehen, wie sie sich verhalten, z. B. wo sie sich am liebsten aufhalten oder welche Tiere miteinander in Kontakt treten. Es geht darum – wie schon zu Anfang dieses Kapitels gesagt – vorhersehbares Verhalten zu erkennen, um so in einer wiederkehrenden Situation gut auf das Wunschfoto vorbereitet zu sein. Aber auch das Gehege sollten Sie nicht außer Acht lassen und an den Stellen, an denen Sie als Besucher stehen dürfen, nach günstigen Perspektiven und Standorten Ausschau halten. Denn oftmals lassen sich durch eine vorherige Gehege-Recherche unschöne Hintergründe auf den Fotos vermeiden (siehe Kapitel: „Planungen für das Fotografieren von Zoo- und Wildparktieren“ ). Mit etwas Glück ergeben sich aber Situationen, die das Problem des Hintergrundes fast von selbst lösen, z. B., wenn sich ein Tier so vor ein anderes stellt, dass das zweite Tier bei geschickt gewählter Fotoperspektive, geeigneter Objektivbrennweite und Wahl des Bildausschnitts gleich selbst den Hintergrund bildet.

Giraffenporträt mit stimmigem Hintergrund.

Auf das Verhalten der Zoo- und Wildparktiere haben Sie keinen Einfluss, anders als bei Ihrem Hund und Ihrer Katze, die Sie durch Spielzeug oder Leckerlis oftmals motivieren oder zu einem bestimmten Verhalten veranlassen können. Im Zoo und Wildpark müssen Sie einfach warten und beobachten, was geschieht.

Beim Fotografieren in Zoos oder in Wildparks werden Sie immer wieder an Gehege kommen, die durch Glas oder durchgehende Gitter Tiere und Besucher trennen, sodass man nicht einfach „darüber hinweg“ fotografieren kann. Fotografieren durch Glas ist möglich, auch ohne sichtbare Reflexionen auf dem Foto. Auch Gitter können Sie in vielen Fällen fotografisch auflösen, sodass sie nicht auf dem Foto erscheinen.

Über das Fotografieren durch Glasscheiben hören wir immer wieder von Teilnehmern, dass man auf den Fotos bunte Reflexionen von anderen Besuchern oder Lichtreflexe von Lampen sehe, dass die Fotos milchig erscheinen oder dass der Autofokus nicht fokussieren würde. Wir sagen immer: keine Angst vor dem Fotografieren durch Glasscheiben. Man muss nur einiges dabei beachten, damit es gut klappt: Sie müssen nahe an die Glasscheibe herangehen und eine saubere Stelle suchen. Das Objektiv sollte nur etwa 1–2 cm von der Glasscheibe entfernt sein und senkrecht auf die Scheibe zeigen. So hat der Autofokus noch Raum für Bewegungen beim Fokussieren. Zudem können so keine von anderen Besuchern verursachten Reflexionen mit auf das Bild gelangen. Damit Sie eine bessere Orientierung haben, wie weit Sie noch von der Glasscheibe entfernt sind, geben wir den Tipp, die äußere Schmalseite der Hand, die Handkante, ans Glas zu lehnen. Denn wenn Sie durch den Kamerasucher schauen, sehen Sie die Glasscheibe nicht mehr. Sie könnten durchaus mit dem Objektiv gegen die Scheibe stoßen und dabei das Objektiv beschädigen. Achten Sie darauf, dass Sie die Kamera nicht schräg zur Glasscheibe halten, denn dann könnten wieder Reflexionen in den Bildausschnitt gelangen, die Sie evtl. hinterher auf dem Foto sehen.

Fotografieren durch Glas.

WICHTIG: FOTOGRAFIEREN DURCH GLAS

• Saubere Stelle an der Glasscheibe suchen.

• Handkante auf die Scheibe auflegen. Daumen dabei abwinkeln.

• Auf dem ausgestreckten Daumen das Objektiv abstützen, sodass die Objektivlinse direkt auf die Scheibe zeigt.

• Der Abstand zwischen Objektiv und Glasscheibe sollte noch 1–2 cm betragen.

• Fokussieren und auslösen.

Auch wenn es erst einmal wie Zauberei klingt: Sie können beim Fotografieren durch Gitter in vielen Fällen die Gitter auflösen, sodass sie auf dem Bild nicht mehr zu sehen sind. Allerdings müssen dabei einige Voraussetzungen gegeben sein und Sie müssen ein paar Rahmenbedingungen einhalten.