Gute Tage trotz Krebs! - Sabine Dinkel - E-Book

Gute Tage trotz Krebs! E-Book

Sabine Dinkel

0,0

Beschreibung

• Praktische Übungen, hilfreiche Checklisten, humorvolle Comics und tröstlicher Jux – um der Diagnose Krebs ihren Schrecken zu nehmen und das Gute im Schlechten zu finden
• Für Erkrankte, Angehörige, Ärzte, Psychoonkologen, Krankenschwestern, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Krebsberatungsstellen, Hospizmitarbeiter, Rehakliniken und alle, die mit an Krebs erkrankten Menschen zu tun haben

Nicht den Mut (und den Humor) verlieren!
Die Diagnose Krebs verändert das Leben von Sabine Dinkel schlagartig. Zwischen Angst und medizinischer Informationsflut sucht sie einen Weg, der Krankheit den Schrecken zu nehmen. In ihrem ersten Ratgeber „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ schreibt sie über das Gute im Schlechten und einen positiven Umgang mit der Krankheit – das Buch wird ein humorvoller Hoffnungsanker für tausende Menschen mit Krebs.

Ein Ratgeber, der dabei hilft, sich auf das Gute zu fokussieren – ohne die schweren Phasen zu leugnen.
Hoffnung, Mut und Humor – hier setzt auch Sabine Dinkels neuer Titel an. „Gute Tage trotz Krebs!“ ist ein Ausfüll- und Mutmachbuch – ein lebensbejahender und zuversichtlicher Ratgeber mit praktischen Übungen, hilfreichen Checklisten und tröstlichem Jux. Offen, ehrlich und wohlmeinend spricht Sabine Dinkel über ihren Umgang mit der Krebserkrankung und liefert zahlreiche Ideen und Inspirationen, um zuversichtlich zu bleiben und auch in schwierigen Situationen nicht den Mut und die Hoffnung zu verlieren.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 125

Veröffentlichungsjahr: 2020

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhalt

Vorwort von Eva Schumacher-Wulf

Guten Tag!

Voneinander lernen

Die Herausforderung: „Sie haben Schnieptröte!“

Das Gute im Schlechten sehen

Eine hilfreiche Einstellung finden

Die Macht der Sprache

Sich selbst neu definieren

Sich den Kopf leerschreiben

Worauf habe ich eigentlich Einfluss?

In welcher Phase befinde ich mich?

Glücklich sein mit Schnieptröte

Rollen klären

Dankbarkeit üben

Über die Krankheit bloggen?

Freundschaften auf dem Prüfstand

Kluge Therapieentscheidungen treffen

Das innere Erleben gestalten

Mich trifft keine Schuld

Muss ich kämpfen?

Ich brauche keine Hilfe!

Ärzte sind auch nur Menschen

Unterstützung für An- und Zugehörige

Tipps gegen die Angst

Was Humor alles kann

Hoffnung – ein seltsames Ding

Wohlgefühle und Genüsse pflegen

Ohne Hanf kein Mampf

Bewegung tut gut

Booster für die Seele – ideal für Wartezeiten

Kleine Helfer im Alltag – die „zuversichtlichen Zehn“

Is This The End?

Nachwort von Claudia Cardinal

Vorwort von Eva Schumacher-Wulf

Chefredakteurin von Mamma Mia! – Die Krebsmagazine

Liebe Leserin, lieber Leser,

was meinen Sie – darf man über Krebs lachen? Darf man in Anwesenheit von Krebspatienten lachen? Über die Krankheit und deren Folgen? Zugegebenermaßen ist Humor eine sehr individuelle Sache. Aber Humor – welcher Couleur auch immer – ist gesund. Darüber sind sich die Gelehrten einig. Lachen hat etwas von Hochleistungssport, den jeder ausüben kann. Wussten Sie, dass beim Lachen rund 300 Muskeln arbeiten? Und nicht nur das. Lachen hebt die Stimmung, reduziert Ängste, beeinflusst das Schmerzempfinden, löst innere Blockaden und Verspannungen, versorgt den Körper durch die verstärkte Luftaufnahme mit zusätzlichem Sauerstoff, und so weiter und so fort. Eigentlich sollten wir den ganzen Tag lachen. Aber wie kann das gelingen?

Humor – und zwar die rabenschwarze Sorte – war von Anfang an der Begleiter, der mich durch meine Krebserkrankung getragen hat. Und nicht nur mich. Auch mein Mann, meine Kinder, meine Familie und Freunde lernten, dass Lachen erlaubt ist und dass es hilft, beispielsweise Sprachlosigkeit zu überwinden. Kennen Sie die Situationen, in denen sich ein unangenehmes Schweigen im Raum breitmacht, weil die zu besprechenden Themen so schwierig sind? Hier kann Humor helfen, diesen Moment zu überwinden.

Humor hatte sich also schnell zu meinem Lebenselixier in einer sehr schwierigen Phase meines Lebens entwickelt. Und dann lag es plötzlich vor mir, dieses „Krebsbuch“, über das ich Tränen lachen konnte. Mir wurde bewusst, dass es durchaus erlaubt ist, über Krebs zu lachen.

Ganz offiziell. Sabine Dinkel hatte es in ihrem Buch Krebs ist, wenn man trotzdem lacht vorgemacht. Ihr Humor kennt keine Grenzen. So kam es, dass ich Fan der ersten Stunde wurde.

Es war aber nicht nur der Humor, der mir damals half, die Diagnose Brustkrebs und alles, was sie nach sich zog, zu bewältigen. Meine Kinder waren ein und vier Jahre alt, als ich den Tumor entdeckte. Ich konnte den Gedanken „Was, wenn …“ nicht weiterdenken, ohne von einer riesigen, dunklen Welle der Panik übermannt zu werden. Plötzlich sollte ich Entscheidungen treffen, die mein (Über-)Leben betrafen. Aber wie sollte das gehen? Mein Kopf war voll, ich hatte Angst, hätte mich am liebsten verkrochen. In meiner Not begann ich, meine Gedanken zu sortieren. Die negativen auf die eine und die positiven auf die andere Seite. Ich war überrascht, tatsächlich Gedanken zu finden, die ich unter „positiv“ notieren konnte. Genauso machte ich es mit den Entscheidungen, die ich treffen musste. Ich begann zu sortieren, welche Entscheidungen ich heute treffen musste und welche ich verschieben konnte. Ein Buch wie das, das Sie jetzt in der Hand halten, hätte mir die Arbeit sicherlich erleichtert.

Ich habe nie zu den Krebspatienten gehört, die dankbar für ihre Krankheit sind. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, sind durch meine Erkrankung auch positive Dinge entstanden. So konnte ich viele Dinge des Lebens neu bewerten, mir in vielen Bereichen mehr Leichtigkeit genehmigen, mich auf die wichtigen Dinge des Lebens konzentrieren – und nicht zuletzt die Krebsmagazine Mamma Mia! schaffen, die mein Leben enorm bereichern. Es hat mir immer geholfen – auch heute noch –, mir das zu verdeutlichen. Wie es auch Ihnen gelingen kann, die Krankheit anzunehmen und sich mit ihr zu arrangieren, zeigt Ihnen Sabine Dinkel in ihren Büchern. Lassen Sie sich inspirieren, gehen Sie Ihren Weg Schritt für Schritt und seien Sie geduldig mit sich selbst.

Eva Schumacher-Wulf

Guten Tag!

„Sitze noch leicht belämmert in den Daunen und versuche zu ergründen, wie es mir geht.“

Das schrieb ich Linda, die ich bis dato nur aus dem Internet kannte, genauer gesagt über Facebook. Wir waren verabredet. Doch so richtig kompatibel für ein „Komm, wir beschnuppern uns einfach mal bei einer Tasse Kaffee“ fühlte ich mich gar nicht. Ich hatte am Tag zuvor doofe Nachrichten von meinem Onkologen bekommen. Mir war danach, mir die Decke über die Nase zu ziehen und mich vor der Welt zu verkriechen. Drei Stunden später hatte ich eine neue Buchidee im Kopf.

Linda und ich haben uns getroffen: Bei Kuchen und Kaffee pflanzte sie mir die Idee ins Hirn, ein „Arbeitsbuch“ zu Krebs ist, wenn man trotzdem lacht zu verfassen. Eines, das die Patienten nach Herzenslust selbst erobern können. Zwar war ich noch skeptisch, konnte die Idee jedoch nicht mehr aus meinem Kopf verbannen. Ich hatte Blut geleckt.

„Da müssen unbedingt all die guten Dinge rein, die du dank der Erkrankung erlebt hast!“, skandierte eine gute Freundin einige Monate später. Sie war ganz aufgeregt dabei und lieferte mir gleich ein paar Beispiele: „Wärst du nicht krank geworden, hättest du vermutlich keine vier Bücher geschrieben. Doch so hattest du ein echtes ‚Wofür‘, das deinen Mitpatienten hilft, das Gute im Schlechten zu finden. Du wirst zu Interviews eingeladen, man sieht dich im Fernsehen, du gibst Lesungen und Workshops und ständig lernst du neue Menschen kennen. Wenn das nicht ein wunderbarer Sinn in dem ganzen Schlamassel ist, weiß ich auch nicht!“

Ich komme mir immer etwas blöd vor, wenn ich behaupte, es gibt in allem etwas Gutes, auch wenn ich immer dazusage, dass es oft Zeit braucht, bis es sich zeigt. Und nicht jeder will ein Buch schreiben oder gar im TV auftreten.

Inzwischen habe ich vielen anderen von meinem Weg im Umgang mit der Krankheit erzählt. Das war für mich aufregend und befreiend. Wichtig ist es für mich, darüber zu reden: offen, ehrlich und wohlmeinend. Ich tue das nicht (nur) für mich, sondern auch für die, die das (gerade) nicht können.

Euch wünsche ich vergnügliche Lesehäppchen, viel Mut zum Ausprobieren und viele gute und frische Gedanken.

Eure

Sabine Dinkel

Voneinander lernen

„Wenn jemand die Diagnose Krebs bekommt, ist es für mich, als wäre dieser Mensch ungefragt auf einem fremden Planeten abgeworfen worden, von dem er schon viele grausige Geschichten gehört hat. Womöglich kennt er auch Leute, die schon auf diesem Planeten verloren gegangen sind. Er weiß weder, was los ist, noch, was ihn auf diesem komischen Planeten erwartet. Alles ist unheimlich, alles macht einfach nur ganz arg Angst. Kurzum: Er ist existenziell erschüttert. Doch nach und nach stellt sich heraus, dass der Planet nicht nur groß und gruselig ist, sondern dass man ihn erobern und dabei viel Schönes entdecken kann.“

Das schrieb ich damals in meinem Buch Krebs ist, wenn man trotzdem lacht und malte diese Zeichnung dazu:

Ich hatte diesen Planeten zu diesem Zeitpunkt bereits 15 Monate erkundet und wollte unbedingt meine Erfahrungen an andere Betroffene sowie deren An- und Zugehörige weitergeben. Inzwischen bin ich schon im fünften Jahr auf diesem Planeten unterwegs. Und auch, wenn für mich kein Rückflug mehr in Sicht ist, will ich all das weitergeben, was mir Gutes passiert ist. Ich bin schon seit geraumer Zeit „Palliativ-Patientin“, d. h. meine Therapien sind nicht mehr auf Heilung ausgelegt, sondern auf ein möglichst gutes Leben. Nur eben mit dieser Erkrankung.

Damals waren wir noch beim Sie. Bei diesem Buch gehe ich einen Schritt weiter, vom Sie zum Du. Womöglich hast du mich in meinem Ratgeber Krebs ist, wenn man trotzdem lacht schon kennengelernt, vielleicht bin ich dir schon ein bisschen vertraut. Jedenfalls schreiben mir das viele, was mich sehr freut.

Mir ist ganz wichtig, dass du dich trotz der herausfordernden Situation wieder selbstwirksam fühlst. Das braucht Zeit, das geht nicht mal so eben von jetzt auf gleich. Aber es geht!

GANZ WICHTIG ZU WISSEN

Wenn du gerade mitten in einer Krise steckst, kannst du gar nicht alle Informationen aufnehmen, die an dich herangetragen werden. Bitte sei daher milde mit dir – und frage nach, bis du es einigermaßen kapiert hast. Und falls du es einfach nicht kapierst, einfach abwarten. Irgendwann kommt dein Hirn auch wieder hinterher. Manchmal braucht es ein paar Tage oder sogar Wochen. Das ist ganz normal.

Vieles, was du hier lesen wirst, hat schon jemand vor dir gelernt. Deshalb können dir erfahrenere Menschen in kürzester Zeit beibringen, was du sonst nur in Wochen oder Monaten lernen würdest. Ich finde das toll, denn solche Menschen brauchen wir! Wir können einzelne Fragen, die uns ohne fremde Hilfe über Gebühr beschäftigen, einfach abkürzen. Lass uns jetzt gleich damit beginnen!

Die Herausforderung: „Sie haben Schnieptröte!“

Wird man mit der Diagnose „Schnieptröte“ – das ist ab jetzt das Wort für meinen Krebs – auf diesem gefürchteten Planeten abgeworfen, kann man davon ausgehen, dass man in der Regel komplett orientierungslos und durchgeschüttelt am Boden liegt. Man ist nicht sanft gelandet, sondern fühlt sich, als sei man in luftiger Höhe aus dem Flugobjekt gekickt worden. Man weiß überhaupt nicht, was los ist, und schon gar nicht, was man zu tun hat. Man weiß nur, dass man dazu gezwungen ist, innerhalb kürzester Zeit weitreichende Entscheidungen für sein Über- und Weiterleben zu treffen. Wie so was geht, haben wir meist nicht gelernt.

Der heutige Tag möchte bitte aus dem Småland abgeholt werden. Die Eltern des 16. Januar möchten bitte ihr Gör aus dem Småland abholen. Er wusste sich einfach nicht zu benehmen und möchte bitte JETZT abgeholt werden.

Julia (@mupfelia) auf Twitter

Hach, das wäre es doch: gebrauchte Tage einfach abholen lassen. Einen Tritt in den Allerwertesten und weg damit. Geht leider nicht. Schade eigentlich. Nichtsdestotrotz gibt es jede Menge Dinge, die wir tun können, um mit dieser furchteinflößenden Situation klarzukommen. Und auf diese lege ich meinen ganzen Fokus in diesem Buch. Gruselige Erlebnisberichte, bei denen ich mir vor Angst in die Hosen pieschere, gibt es schon genug. Hier wollen wir das „Gute im Schlechten“ finden – und nach Möglichkeit so richtig fett zelebrieren.

Ich will für die herausfordernde Zeit einer „Schnieptrötenerkrankung“ einen Beitrag leisten, der anders ist. Weg von „Oh weh, ich habe Krebs, jetzt ist bald alles vorbei!“ hin zu „Wow, das ist alles trotz Schnieptröte möglich!“ Was ich mit dir vorhabe:

• Ich möchte dich ermutigen, dich auf Gedankenexperimente einzulassen. Wie eine meiner Lieblingskünstlerinnen Keri Smith sagt: „Das Ergebnis deiner Experimente wird manchmal interessant sein und manchmal nicht. Das liegt in der Natur von Experimenten.“

• Dann zeige ich dir, wie ich persönlich bestimmte Dinge gelöst habe. Du kannst entscheiden, ob du dir davon was abguckst.

• Ich habe die Freude, dir meine Lieblingsübungen zu zeigen. Auch hier kannst du schauen, was davon dir zusagt, und einfach ausprobieren.

Und ansonsten würde ich mal sagen: Lass dich einfach inspirieren. Jedes Buch wird nach dem Ausfüllen anders aussehen. Und das macht es doch so spannend!

Damit du nicht denkst „Was will die Bine mir denn erzählen, die hat doch keine Ahnung!“, will ich hier einmal kurz erzählen, was ich bereits alles gewuppt habe, obwohl ich damals dachte: „Jetzt ist alles aus, bald kann ich die Schneeglöckchen von unten läuten.“

Das Gute im Schlechten sehen

Erst mal möchte ich dich locken, indem ich von ein paar Dingen erzähle, die ich NIE erlebt hätte, wäre ich nicht krank geworden. Das mag jetzt für den einen oder die andere an dieser Stelle völlig wumpe sein, weil er oder sie womöglich ganz woanders steht, aber es lohnt sich, doch einmal scharf hinzugucken. Gruseln können wir uns hinterher immer noch.

Als ich während meiner Reha auf Föhr über den Strand lief, fand ich nicht nur neun Euro in bar – sie waren vermutlich jemandem aus der Tasche geflutscht –, sondern auch jede Menge Plastikmüll, den ich zu lustigen kleinen Wesen arrangierte und verrückte Geschichten dazu erfand. Daraus wurde mein viertes Buch Strandgut-Poesie: Wenn es am Meer aus dem Plastikmüll kichert.

Als ich nach einer sehr anstrengenden Therapiezeit in einer komplementär-onkologischen Klinik in der Südpfalz eincheckte, um mich aufpäppeln zu lassen, ahnte ich noch nicht, dass meine neue Psychoonkologin ein echter Knaller war. Mit ihrer Hilfe habe ich – nach sechs Jahren wohlgemerkt, denn das Thema hatte ich ständig verdrängt – das Grab meiner Eltern in eine richtig schöne Ruhestätte verwandelt. Der Clou: Ich muss jetzt nix mehr pflegen. Mein Papa hat einen wunderschönen Raben bekommen, meine Mutter eine tanzende Prinzessin. Beides von einem tollen Steinbildhauer, der richtig Lust auf das Projekt hatte. Innerlich ist eine große Ruhe eingekehrt, auch meine Eltern scheinen sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Wenn mir mein Onkologe mal wieder eine Hiobsbotschaft präsentiert, halte ich mich nicht allzu lange mit Frust auf, sondern lebe einfach weiter. So, wie es mir in dem Moment eben geht. Meistens kommt von irgendwo eine neue Idee für eine Therapie oder Linderung um die Ecke, die ich dann ausprobiere. So habe ich seit einigen Monaten einen „Pleura-Katheter“ (ich nenne ihn „Kati“), mit dessen Hilfe ich mir Erleichterung verschaffen kann, wenn ich zu viel Wasser in der Pleura-region angesammelt habe.

[…] doch all diese Tage waren nicht so schlimm gewesen, wie dieser eine Tag gut war.

Lorna Landvik: Patty Janes Frisörsalon. Piper Verlag, 1997.

Ich schiebe nix mehr auf – das, was ich gerne erleben möchte, versuche ich zu erleben, und zwar mit Leuten, die mir wirklich am Herzen liegen. Was ich nicht möchte, sage ich freundlich ab. Dabei helfen mir meine vier Filter:

1. Bringt es mir Glückspeng (mein Wort für den wunderbaren Zustand der „gehobenen Gestimmtheit“)?

2. Sichert es mir mein Weiterleben?

3. Füllt es meinen Kühlschrank?

4. Tappe ich in die Nettigkeitsfalle?

So habe ich spätestens bei Frage 4 den Schlawiner am Wickel, der mich noch vor der Krankheit dazu verführt hat, viel zu viel von dem zuzusagen, was ich lieber abgesagt hätte.

Allein im Bett zu sein. Welcher Wonnezustand. […] Ah, diese kühle Geräumigkeit; die Bewegungsfreiheit; das Gefühl der Sorglosigkeit, der Keckheit, wenn man an den Decken zog, weil man es wollte, oder sich die Kissen zurecht stupste, um es noch behaglicher zu haben! Es war, als entdeckte man eine Freude völlig neu.

Elisabeth von Arnim: Verzauberter April. Insel-Verlag, 1995.

Ich habe Tanztherapie und einen kreativen Schreibkurs gemacht. Das war richtig toll! Aus der gemeinsamen Arbeit mit der Tanztherapeutin ist eine schöne Basis für eine weitere Zusammenarbeit entstanden, die mich sehr weitergebracht hat.

Eva Schumacher-Wulf (siehe Vorwort) und ich haben uns endlich in Frankfurt kennengelernt. Vorher hatten wir per E-Mail Kontakt, aber das reichte uns nicht. Allerdings haben wir uns immer verpasst, es passte nie. Doch nun war es einfach toll, mit ihr und ganz vielen Frauen einen wunderbaren Workshop-Tag zu verbringen.