Hedwig Courths-Mahler - Folge 075 - Hedwig Courths-Mahler - E-Book

Hedwig Courths-Mahler - Folge 075 E-Book

Hedwig Courths-Mahler

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Beschreibung

Mona Runecks Vater hat zum zweiten Mal geheiratet. Seine Frau ist jung und lebensfroh. In Mona sieht sie nur ein Hindernis. So wird das junge Mädchen zu einer Tante nach Georgental abgeschoben. Hier fühlt sich Mona bald schon glücklicher als im Elternhaus. Doch eines Tages ruft der Vater seine Tochter unerwartet heim: Mona soll verheiratet werden. Der Mann, den der Vater für sie ausgesucht hat, ist Bernd Kronau. Mona liebt Bernd heimlich schon lange, und so hat sie nichts gegen den Plan ihres Vaters einzuwenden. Aber dann belauscht sie zufällig ein Gespräch, das Bernd mit seinem Vater führt. Was sie dabei erfährt, stürzt sie von der Höhe des Glücks in tiefste Verzweiflung...

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Seitenzahl: 169

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Inhalt

Cover

Impressum

Die Flucht vor der Ehe

Vorschau

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabe der beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

© 2015 by Bastei Lübbe AG, Köln

Verlagsleiter Romanhefte: Dr. Florian Marzin

Verantwortlich für den Inhalt

Titelbild: Bastei Verlag

E-Book-Produktion: César Satz & Grafik GmbH, Köln

ISBN 978-3-7325-0317-9

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

www.bastei.de

Die Flucht vor der Ehe

Roman um eine stolze Erbin

Mona Runeck war froh, dass sie aus dem lauten Festtrubel in das stille Nebenzimmer flüchten konnte. Ihr Kopf war ganz wirr von den gesellschaftlichen Phrasen, die sie mit all den vielen Gästen ihres Vaters hatte tauschen müssen, und sie bewunderte ihre Stiefmutter, dass sie nicht müde wurde, allen Anforderungen, die dieses Fest an sie stellte, gerecht zu werden.

Mona war dieses laute, gesellige Treiben nicht gewöhnt, ihr Leben hatte sich bisher in großer Stille und Zurückgezogenheit abgespielt. Und nun war sie plötzlich vom Vater heimgerufen worden, sollte plötzlich der gesellige Mittelpunkt in seinem Haus sein. Dazu hatte sie weder Neigung noch Talent. Nirgends fühlte sie sich heimat- und wurzelloser als in ihrem Vaterhaus.

Sie war zwar jedes Jahr einige Wochen daheim gewesen, aber da hatte man sie nie gezwungen, am geselligen Leben teilzunehmen. Bisher war sie zu jung gewesen, als dass man sie in die Gesellschaft hätte einführen müssen, und ihre noch sehr jugendliche Stiefmutter hatte es auch gar nicht gewünscht, sich an der Seite einer erwachsenen Tochter der Gesellschaft zu zeigen.

Früher, wenn Mona auf kurze Zeit zu Hause weilte, hatte sie still in ihrem Zimmer gesessen, wenn Gesellschaft im Hause war. Leise waren dann nur Musik und Stimmengewirr zu ihr herüber geklungen. Manchmal hatte sie das verlockt, ihr Buch fortzulegen und hinunterzuschlüpfen in eines der stillen Nebenzimmer, von wo sie, durch einen Vorhang verborgen, ein wenig dem festlichen Treiben zugeschaut hatte. Das war ganz unterhaltend gewesen. Sie brauchte ja nicht mitzutun. Und eines Abends, als sie wieder auf ihrem stillen Lauscherposten hinter dem Vorhang gesessen hatte, da war ein junger, hoch gewachsener Herr in dieses Nebenzimmer gekommen, um verstohlen eine Zigarette zu rauchen. Mona hatte nicht fliehen können, weil er sie dann hätte sehen müssen. Sie war viel zu scheu, um das zu wagen. Still, ein wenig beklommen, hatte sie hinter dem Vorhang gesessen und durch einen schmalen Spalt den jungen Herrn beobachtet. Und ihr Herz hatte dabei sehr stark und laut geklopft.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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