Hedwig Courths-Mahler - Folge 077 - Hedwig Courths-Mahler - E-Book

Hedwig Courths-Mahler - Folge 077 E-Book

Hedwig Courths-Mahler

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Beschreibung

Ria Steinberg ist in völliger Einsamkeit bei ihrem verbitterten Vater herangewachsen, der es nie überwinden konnte, dass seine Frau ihn verließ. Als er stirbt, ist Ria zwar eine reiche Erbin, aber sie steht dem Leben völlig hilflos gegenüber. Als linkisches, schlecht gekleidetes Mädchen kommt sie in das Haus ihres Vormunds Heinrich Feldner. Sein Sohn Horst erobert ihr Herz im Sturm. Als er sie bittet, seine Frau zu werden, willigt Ria überglücklich ein. Sie ahnt nicht, dass Horst sie nur heiraten will, um die väterliche Firma vor dem Ruin zu retten. Aber was noch viel schlimmer ist: Horst quält der Gedanke, ein so hässliches, unbedeutendes Geschöpf als seine Gattin heimzuführen...

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Seitenzahl: 162

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Inhalt

Cover

Impressum

Mut zum Glück

Vorschau

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabe der beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

© 2015 by Bastei Lübbe AG, Köln

Verlagsleiter Romanhefte: Dr. Florian Marzin

Verantwortlich für den Inhalt

Titelbild: Bastei Verlag/Anne von Sarosdy

E-Book-Produktion: César Satz & Grafik GmbH, Köln

ISBN 978-3-7325-0319-3

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

www.bastei.de

Mut zum Glück

Ein junges Mädchen und seine selbstlose Liebe

Die untergehende Sonne spiegelte sich in den blanken Fensterscheiben des hübschen Landhauses. Es lag still und abseits der großen Straße versteckt im Grünen. Vom nächsten Dorf war es gut eine halbe Stunde entfernt.

Eine lastende Einsamkeit breitete sich über das kleine Anwesen. So lag es schon seit Jahren, und selten führte eines Menschen Weg hier vorbei.

Seit einigen Tagen war die Stille noch lastender geworden – seit man den Besitzer dieses Landhauses hinausgetragen hatte nach dem kleinen Dorfkirchhof. Als Lebender hatte er sich seit Jahren nicht so weit von seinem Haus entfernt wie nun auf dem letzten Gang. Er war ein verbitterter, mit dem Dasein zerfallener Mann gewesen, auf dessen Antlitz man nie ein Lächeln sah. Wie in einer Einöde hatte er sich hier vergraben. Für seine eigene Person hätte er ein Recht gehabt, sich vom Leben und seinen Forderungen abzuschließen, denn er hatte diese Verbannung als Abschluss einer verfehlten Existenz betrachtet. Aber er hatte ein junges Leben mit sich genommen und es mitleidslos in dieser Einöde begraben – seine Tochter.

Er hatte das sicher nicht getan, weil es ihm unerträglich gewesen wäre, sich von seinem Kind zu trennen. Das wäre zu verstehen und zu entschuldigen gewesen. Aber er hatte es getan im Egoismus seiner Verbitterung, um einen Menschen zu strafen, der ihm ein Leid zugefügt hatte. Dieser Mensch war seine Frau. Weil sie mit echter Mutterliebe an ihrem Kind hing, trennte er Mutter und Kind. Um die Mutter zu strafen, verdammte er sein Kind zu dieser Einsamkeit, der Wärme und Sonne fehlte, und fragte nicht, ob seine Tochter darunter litt.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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