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Es war nur ein Wimpernschlag und Deutschland war nicht mehr so wie es war. Die politischen Geschehnisse im Herbst 1989 haben nicht nur die Deutschen, sondern auch die ganze Welt in Atem gehalten. Ich war Zeitzeuge der Ereignisse in Leipzig. Das Tagebuch umfasst die Geschehnisse zwischen dem 11.09. bis zum 10.10.1989 in Leipzig, die ich selbst erlebt habe.
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Seitenzahl: 14
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Brigitte Voß
Heißer Herbst 1989
Tagebuchaufzeichnungen September/Oktober, Leipzig
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Vorwort
Tagebuch
Nachwort
Weitere Werke der Autorin
Impressum neobooks
Beim Aufräumen meines Schrankes fand ich dieses kleine, aber für mich bedeutsame Tagebuch. Natürlich hatte ich es nicht vergessen. Die Erinnerung daran war allerdings verblasst.
Neugierig las ich, was ich vor mehr als 23 Jahren mit der Schreibmaschine geschrieben hatte. Beim Umblättern der etwas vergilbten Seiten verstärkte sich das Pochen in der Brust, ob ich es nun wollte oder nicht. Die damaligen Gefühle waren wieder da: diese Zerrissenheit, Angst, Wut, das Leben in der DDR.
Montag, 11.September 1989
Heute war ich in der Innenstadt beim Friseur. Seitdem bin ich nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich verändert. Während die Friseuse an meinen Locken zupfte, rief sie plötzlich mit zorniger Stimme: „Die Bullen fangen wieder an zu arbeiten!“ Durch das große Fenster sah ich eine Vielzahl von Wagen der Bereitschaftspolizei. Mir war sofort alles klar: Montag, 17 Uhr – Friedensgebet in der Nikolaikirche.
