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Kris Schwarz

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Beschreibung

David glaubt seine Liebe unerwidert, denn das Objekt seiner Begierde steht nicht auf Männer. Doch eines Tages kann David seine Gefühle nicht länger verheimlichen.

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Veröffentlichungsjahr: 2014

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Kris Schwarz

Herz und Hose

BookRix GmbH & Co. KG81371 München

Herz und Hose

"Hallo David! Du bist früh dran, wir feiern doch erst um neun."

Du richtest deine blauen Augen auf mich und ich senke den Kopf. Ich hätte überhaupt nicht herkommen sollen.

"Schau nicht so, ist doch kein Problem. Willst du mir helfen?"

Du lächelst und die Welt steht still. Wieso kribbelt mein Bauch, wenn sich deine Mundwinkel heben?

"Was ist? Komm schon rein."

Du berührst meine Schulter und verwandelst meine Beine in Wachs. Ich schwitze und schmelze, aber noch gehorchen mir meine Muskeln und ich folge dir ins Haus.

"Ich helfe dir gerne. Was soll ich tun?"

Ich spreche mit heiserer Stimme und antworte spät, doch du lachst mich nicht aus.

"Hier. Die kannst du verteilen."

Du reichst mir knisternde Chipspackungen und ich öffne sie dankbar. Ich muss meine Hände beschäftigen, sonst erliege ich der Versuchung und streiche die verirrte Haarsträhne hinter dein Ohr.

"Fertig? Eigentlich gibt es jetzt nichts mehr zu tun. Nur noch warten."

Du drängst mich auf die Couch und ich setze mich. Wirst du dich zu mir setzen? Ich hoffe es und fürchte mich davor, doch du bleibst stehen.

"Was hörst du denn gerne?"

Deine Stimme. Dein Lachen. Meinen Namen aus deinem Mund.

Ach, du meinst Musik?

"Nichts bestimmtes. Alles quer durch."

Du lachst und warme Schauer durchlaufen meinen Körper. Ich schließe die Augen und genieße.

"Du bist aber leicht zufrieden zu stellen."

Deine Stimme ist plötzlich ganz nah und ich traue mich nicht, die Augen zu öffnen. Traue mich nicht, in deine zu sehen. Traue mir nicht zu, die Sehnsucht in meinen verstecken zu können. Du bietest deine Freundschaft und auf mehr darf ich nicht hoffen, aber weniger könnte ich nicht ertragen.

"Was, wenn es etwas ist, dass dir nicht gefällt?"

Du flüsterst und ich schüttele den Kopf. Sprichst du noch von Musik? Ich weiß es nicht. Deine Nähe berauscht mich und ich verliere die Kontrolle. Ich höre deine Schritte. Sie entfernen sich von mir und ich atme auf.

Die ersten Takte erklingen und ich reiße die Augen weit auf.

"Ich liebe dieses Lied! Woher wusstest du..."

Ich beiße mir auf die Lippe. Natürlich wusstest du es nicht. Zufall, nichts weiter. Die Melodie dringt unter meine Haut und der Song richtet sich an dich. Diese Worte habe ich nicht geschrieben und doch entspringen sie meinem Herzen.

"Du kennst es? Ich kenne sonst niemanden, der das kennt. Aber ich kenne auch niemanden, der so ist, wie du."

Ich blinzle und verstehe nicht was du sagen willst. Warum siehst du mich so an? Sind deine Augen dunkler geworden, oder bilde ich mir das ein? Du bewegst dich auf mich zu und ich bewundere das Muskelspiel deines schlanken Körpers. Du bist so selbstsicher und es gibt keinen Grund, warum du es nicht sein solltest.

"Ja, ich kenne es. Ich habe es in den letzten Wochen auf- und abgehört. Jeden Tag."

Du bleibst stehen und gehst vor mir in die Hocke. Dein Gesicht ist nur wenige Zentimeter von meinem entfernt und ich weiß nicht, was ich tun soll. Mein Blick huscht hin und her, doch ich sehe nur dich.

"Wir haben wohl den selben Musikgeschmack. Auf was stehst du noch so?"