Hinter der Maske des Gargoyles - Charlie Richards - E-Book

Hinter der Maske des Gargoyles E-Book

Charlie Richards

0,0
4,49 €

oder
-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

In der paranormalen Welt: Manchmal kann es zu unerwarteten Genüssen kommen, wenn man der Versuchung nachgibt. Martin „Marty“ Beakman ist von einem bärtigen, mit einem Mantel bekleideten Mann in einem Café verzaubert, von dem er nur den Namen kennt: Raymond. Obwohl er sich wie ein Stalker fühlt, kehrt er immer wieder zurück, bis er irgendwann ein Muster herausfindet. Als Marty von seinem Bruder Matthew in Bezug auf seine Handlungen konfrontiert wird, gibt er zu, dass er sich zu jemandem hingezogen fühlt, mit dem er noch nie gesprochen hat. Nachdem sein Bruder ihn ermutigt, das zu ändern, folgt Marty Raymond, um genau das zu tun. Stattdessen sieht er etwas fast Unglaubliches … Raymond zieht seinen Umhang aus, breitet Flügel aus und fliegt in die Nacht davon. Wird Marty, als Raymond ihn aus heiterem Himmel online kontaktiert, seinem Wunsch nachgeben, mehr über den mysteriösen Mann zu erfahren? Oder wird der seltsame Anblick am Abend zuvor ihn davon abhalten, die Gelegenheit zu ergreifen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 35.000 Wörter

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

ÜBER CHARLIE RICHARDS

LESEPROBE:

Hinter der Maske des Gargoyles

In der paranormalen Welt: Manchmal kann es zu unerwarteten Genüssen kommen, wenn man der Versuchung nachgibt.

Martin „Marty“ Beakman ist von einem bärtigen, mit einem Mantel bekleideten Mann in einem Café verzaubert, von dem er nur den Namen kennt: Raymond. Obwohl er sich wie ein Stalker fühlt, kehrt er immer wieder zurück, bis er irgendwann ein Muster herausfindet. Als Marty von seinem Bruder Matthew in Bezug auf seine Handlungen konfrontiert wird, gibt er zu, dass er sich zu jemandem hingezogen fühlt, mit dem er noch nie gesprochen hat. Nachdem sein Bruder ihn ermutigt, das zu ändern, folgt Marty Raymond, um genau das zu tun. Stattdessen sieht er etwas fast Unglaubliches … Raymond zieht seinen Umhang aus, breitet Flügel aus und fliegt in die Nacht davon. Wird Marty, als Raymond ihn aus heiterem Himmel online kontaktiert, seinem Wunsch nachgeben, mehr über den mysteriösen Mann zu erfahren? Oder wird der seltsame Anblick am Abend zuvor ihn davon abhalten, die Gelegenheit zu ergreifen?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: rund 35.000 Wörter

CHARLIE RICHARDS

Hinter der Maske des Gargoyles

Paranormal verliebt 5

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Removing The Gargoyle’s Mask“: Charlie Richards

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2019

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Für Teetrinker überall auf der Welt … ihr wisst, wovon ich spreche!

Kapitel 1

Martin Beakman, von seinen Freunden Marty genannt, saß auf dem Sofa in der Kaffeebar. Er wippte mit dem Bein und klopfte mit der Ferse einen lockeren Rhythmus. Es war nicht das Koffein, das ihn so zappelig machte, sondern Nervosität. Marty war sich sicher, dass er den Zeitplan des Fremden herausgefunden hatte.

Warum er sich veranlasst gefühlt hatte, herauszufinden, wann der Mann zum Kaffeetrinken hereinkam, konnte Marty auch nach fast fünf Wochen noch nicht sagen. Er fühlte sich sogar ein bisschen Stalker-mäßig, aber das hinderte ihn nicht daran, jeden Abend ins Café zu kommen, eine Tasse entkoffeinierten Kaffee zu bestellen, dann dazusitzen und zu warten.

Bisher war der seltsame Mann, der Martys Blick auf sich gezogen hatte, jeden zweiten Donnerstag um ungefähr zehn Uhr gekommen. Er trug einen wadenlangen Trenchcoat, einen Hut mit breiter Krempe, eine große Sonnenbrille und einen buschigen Bart. Er trug sogar schwarze Lederhandschuhe. Diese Aufmachung verbarg praktisch jeden Zentimeter des Mannes.

Marty hätte ihn sofort abhaken sollen, aber er konnte es nicht. Aus irgendeinem Grund wollte er die Augen des Fremden sehen. Waren sie langweilig und müde, nachdem sie schon zu viel Härte auf der Welt gesehen hatten? Vielleicht verbarg der Kerl Narben hinter diesen großen, dunklen Gläsern und der Gesichtsbehaarung.

Das erste Mal, als Marty den Mann gesehen hatte, war er für ein spätes Treffen mit seinem Kumpel und Geschäftspartner Logan dort gewesen. Nachdem Marty das College mit einem Abschluss in Betriebswirtschaft beendet hatte, hatte er sich mit seinem besten Freund zusammengetan, der über mehrere Jahre Bauerfahrung verfügte, und eine Renovierungsfirma eröffnet.

Logan hatte an diesem Nachmittag die Änderungen erklärt, die ein Kunde angefordert hatte, damit Marty herausfinden konnte, wie sich dies auf sein Budget auswirken würde.

Als der Fremde vorbeikam und Marty einen Hauch von seinem Rasierwasser wahrnahm, hatte es ihn völlig verblüfft. Er hatte sich von dem erdigen, männlichen Geruch des kleineren Mannes angezogen gefühlt, war sogar erregt davon, und sein Schwanz verdickte sich in seiner Jeans.

Es war äußerst ablenkend gewesen, während er versuchte, eine Strategie zu entwickeln, um die gewünschten Änderungen im Rahmen des Budgets fertigzustellen. Logan, der es schließlich satthatte, ständig seine Aufmerksamkeit auf ihre Diskussion lenken zu müssen, hatte irgendwann die Segel gestrichen.

Die kühle Abendluft auf Martys erhitztem Gesicht riss ihn aus seinen Gedanken. Als er zur Tür schaute, erfüllte ihn ein Ansturm von Vorfreude. Enttäuschung durchbohrte Marty genauso schnell, als er seinen Bruder Matthew am Eingang der Kaffeebar entdeckte.

Soviel zu den Mut fassen, heute Abend mit dem Typen zu reden. Auf keinen Fall werde ich mich vor Matthew jemandem nähern.

Als Matthew ihn entdeckte, hob Marty sein Kinn. Sein Bruder ließ sich auf das Sofa neben ihm fallen und sah sich um. „Also, hier hast du dich versteckt, was?“

„Was zum Teufel redest du da?“, erwiderte Marty finster. „Ich habe mich nicht versteckt.“

Matthew zuckte die Achseln und sah ihn nicht an. „Ich habe dich seit Wochen nicht gesehen, es sei denn, wir arbeiten im gleichen Job. Als du nicht ans Telefon gegangen bist, habe ich Logan angerufen, da ich dachte, du würdest lange arbeiten.“ Matthews Blick wanderte eine Sekunde lang zu ihm und dann zurück zu seiner Hose, wo sein Finger über die Naht fuhr und sein Unbehagen verriet. „Er sagte, du würdest öfters hier rumhängen.“

Marty war sich nicht sicher, woher Logan wusste, wo er war, aber er hätte wissen müssen, dass sein Kumpel seine Machenschaften bemerken würde. Da er Matthew seit fast vier Wochen nicht mehr außerhalb der Arbeit gesehen hatte, hätte er wissen müssen, dass sein Bruder auf der Suche nach ihm sein würde. Er, Logan, Matthew und ein paar andere Freunde hingen oft mehrmals in der Woche herum und grillten, und er hatte mehr als eine Einladung ausgeschlagen.

Er wusste, dass er sich eine Erklärung ausdenken musste, aber verdammt, er konnte es nicht erklären, wenn er es selbst nicht ganz verstand.

„Es tut mir leid“, begann Marty. Er hielt inne und runzelte unsicher die Stirn. Verdammt, was sollte er sagen?

Offensichtlich spürte Matthew sein Unbehagen und ließ seinen haselnussbraunen Blick durch die Kaffeebar schweifen. Marty beobachtete, wie unzählige Emotionen über die Gesichtszüge seines Bruders wanderten. Aus den Kommentaren anderer wusste er, dass sie beide ausdrucksstark waren und kaum die Fähigkeit hatten, ihre Gedanken zu verbergen. Damit schienen ihre Ähnlichkeiten aber auch zu enden.

Während Marty einen Meter dreiundneunzig groß war, breite Schultern und eine Menge Muskeln vom Heben von Trockenbauteilen, Bauholz und dem Umgang mit schwerem Werkzeugen besaß, war sein Bruder einen Meter fünfundachtzig groß und behielt nach Jahren der Arbeit mit Elektrogeräten eine schlankere Muskeldefinition bei. Um sie noch weiter auseinander zu halten, trug Matthew sein hellbraunes Haar in zotteligen Wellen bis zum Hals, während Marty sein blondes Haar fast kurzrasiert hielt – leichter zu reinigen nach einem Tag, an dem er Trockenbauwände errichtete oder Malerarbeiten ausführte.

Plötzlich zog Matthews scharfes Zischen Marty aus seinen Gedanken. Sein Bruder beugte sich vor und fragte: „Triffst du hier ein Mädchen? Bist du mit jemandem zusammen, und machst dich deshalb so rar in letzter Zeit?“

Ah, zum Teufel. Natürlich würde sein Bruder das annehmen. Obwohl niemand vermuten würde, dass sein Bruder schwul war, hatte Matthew sich tatsächlich im Alter von fünfzehn Jahren geoutet. Marty hatte sich jedoch nie zu seiner Bisexualität bekannt und war immer nur mit Frauen ausgegangen.

„Nein“, antwortete Marty. „Kein Mädchen.“

Matthew sah sich noch einmal um. „Okay, ich kann mich auf das Ambiente einlassen, aber die meisten Abende hier verbringen? Hast du einen Kaffeefetisch entwickelt, dessen ich mir bewusst sein sollte?“

„Nein“, bestritt Marty sofort. Er hielt seinen Becher hoch. „Der ist entkoffeiniert“, gab er zu. Er hatte bei seiner Möchtegern-Beschattung verdammt früh gelernt, dass er so spät nicht mit Koffein bestellen sollte, sonst würde er Probleme mit dem Schlafen haben … was wiederum am nächsten Tag Probleme bei der Arbeit verursachte.

Da er nie auf sein gelegentliches Interesse an Männern hin gehandelt hatte, hatte Marty sich nie die Mühe gemacht, Matthew – oder sonst jemandem – zu sagen, dass er manche Männer körperlich begehrenswert fand. Jetzt wusste er, dass er keine Wahl mehr hatte, denn dieser Mann – so seltsam er auch schien – würde ihn definitiv dazu bringen, über den nächsten Schritt nachzudenken.

Matthew runzelte die Stirn und seine haselnussbraunen Augen verengten sich. „Willst du mich weiter raten lassen, Bruder?“

Marty nahm seinen Mut zusammen und gab leise zu: „Tatsächlich ist es ein Typ.“

„Ein Typ?“ Matthew erbleichte, sein Gesichtsausdruck wurde schnell verletzt und verwirrt. „Du triffst dich mit einem Mann? Warum solltest du das vor mir verstecken?“

Marty beugte sich vor und erklärte dann weiter: „Ich habe eigentlich noch gar nicht mit ihm gesprochen.“

„Wie?“

Ja, Marty fühlte sich genauso verwirrt, wie sein Bruder aussah. Er verzog das Gesicht und holte tief Luft, bevor er sagte: „Ich kann mir nicht erklären, warum ich an ihm interessiert bin. Man sollte nicht denken …“

Wieder wehte eine kühle Brise über sein Gesicht. Die Haare an seinen Armen standen zu Berge, und er wehrte sich gegen einen Schauer, der nichts mit der Kälte zu tun hatte. Das Objekt seiner Besessenheit schritt herein.

Der Mann schien in der Tür stehen zu bleiben und seinen Blick über das Innere des Cafés schweifen zu lassen. Einige Sekunden lang schien sein von einer Sonnenbrille bedecktes Gesicht direkt auf Marty gerichtet zu sein. Marty konnte nicht anders, er leckte sich die Lippen und lächelte den Mann an.

Martys Herz schlug schnell in seiner Brust, als der Fremde weiter in ihre Richtung schaute, obwohl es schwer zu erkennen war, da seine dunklen Gesichtszüge hinter der Sonnenbrille und dem Bart versteckt waren. Dann senkte der Neuankömmling den Kopf, aber nicht bevor Marty glaubte, die Lippen des Mannes ein wenig zucken zu sehen.

Zur Hölle, ja! Könnte er nur wegen mir so oft hier sein?

Sicher, es mochte arrogant sein, das zu denken, aber Marty hatte den Barista über die zunehmende Häufigkeit der Besuche ihres ortsansässigen Stadtstreichers sprechen hören. Aus irgendeinem Grund hatte die Bezeichnung Marty sauer gemacht. Es hatte ihn eine Menge Selbstbeherrschung gekostet, nicht etwas zu sagen.

„Heilige Scheiße!“, zischte Matthew und lenkte Martys Aufmerksamkeit auf sich.

Marty wandte sich an seinen Bruder. Matthews Augen weiteten sich und drückten deutlich seinen Überraschung aus.

„An dem bist du, äh, interessiert?“

Die zweifelhaften – verdammt, schockierten – gemurmelten Worte seines Bruders lenkten Martys Aufmerksamkeit von … ihm weg. Er runzelte die Stirn und murmelte: „Er ist kein Obdachloser, weißt du.“

„Hm“, antwortete Matthew leise. „Ich weiß nicht. Er sieht so aus. Wie kannst du denken, dass er keiner ist?“

„Er riecht verdammt fantastisch“, gab Marty zu und sein Blick wanderte wieder zu dem fremden Mann.

Matthew zog sein nächstes Wort in die Länge: „Oookaaaay.“

Marty starrte seinen Bruder finster an. „Du wolltest wissen, was mich in letzter Zeit so beschäftigt hat“, schnappte er leise. „Also, jetzt weißt du es. Wenn du also nichts Produktives zu sagen hast, kannst du gerne weiterziehen.“

Matthews Brauen hoben sich, als er beide Hände beschwichtigend hochhielt, während er aufstand. Marty fühlte sich sofort schlecht. Er wusste, dass es der Stress war, was seine harten Worte verursachte. Er hasste es, mit seinem Bruder zu streiten, zumal der Mann die einzige Familie war, die er noch übrig hatte. Abgesehen von ein paar entfernten Cousins in Santa Barbara, die er seit seinem dritten Lebensjahr nicht mehr gesehen hatte.

Marty stand auf und öffnete den Mund, um seinen Bruder zurückzurufen, als er bemerkte, dass der Mann nicht zur Tür ging. „Oh, Scheiße“, murmelte er, als er sah, dass Matthew direkt hinter dem Mann stehen blieb.

Das Objekt seiner Verliebtheit neben seinem muskulösen, durchtrainierten Bruder zu sehen, betonte nur die Schlankheit des bärtigen Mannes. Sein langer Trenchcoat konnte nicht verbergen, wie schlank die Gestalt unter dem Stoff war. Marty hatte das seltsame Verlangen, sich hinter den Mann zu setzen, dessen Kopf nach hinten zu neigen, damit er an seiner Brust ruhte, und dann mit einem Rasiermesser den zerzausten Bart des Mannes zu rasieren. Zu seiner Überraschung verdickte sich sein Schwanz bei der Vorstellung, den Mann zu halten, seine Haut zu berühren, zu sehen und zu fühlen, wie er sich seinen Berührungen hingab, ihm vertraute.

Marty hielt ein Stöhnen zurück. Kopfschüttelnd schob er seine Kaffeetasse als Schutzschild über seinen Schritt, während er sich mit der anderen Hand diskret zurechtrückte. Er rutschte auf seinem Sitz herum und versuchte, eine bequeme Position zu finden. Seine unpassende Erektion verwirrte ihn. Nie war er so schnell so hart geworden, und das nur durch seine Vorstellungen.

Das leise Schlurfen der Schritte des bärtigen Fremden lenkte Martys Aufmerksamkeit auf sich. Er beobachtete, wie der Mann näher zu ihm trat und an der Abholtheke stehen blieb. Marty wollte unbedingt die Stimme des Mannes hören und bemühte sich schnell, etwas zu sagen.

„Hey, Mann“, rief Marty schließlich. „Schöner Mantel. Ist er wasserdicht?“

Eine dunkelrosa, irgendwie spitze Zunge strich über die Unterlippe des Mannes, als er sich zu ihm umdrehte. Martys Schwanz zuckte in seiner Hose. Verdammt, wann hatte er das letzte Mal die Zunge von jemandem lutschen wollen? Ganz zu schweigen davon, dass er sich noch nie zu einem schlanken Mann mit Bart hingezogen gefühlt hatte … aber hier war er und sabberte dem Fremden praktisch hinterher.

„Danke“, antwortete der Fremde. „Und ja. Er ist wasserdicht.“

Der sanfte Tenor des Mannes strafte sein raues Äußeres Lügen … und ließ eine Perle Vorsperma aus Martys Schaft sickern. Die weiten Nasenlöcher des Fremden flatterten leicht. Er hob die Hand und zog seine Sonnenbrille gerade so weit von seiner Nase, dass tiefdunkelbraune Augen sichtbar wurden. Die Begierde, die den Blick des Mannes erfüllte, war unverkennbar.

Marty stellte fest, dass er auf diesen Blick reagierte. Er fing an aufzustehen. Gedanken darüber, wie er den kleineren Mann dazu bringen könnte, seinen Mantel auszuziehen, und den Körper darunter zu erkunden, schossen durch seinen schnell von Lust vernebelten Verstand. Wie würde der Mund des Mannes schmecken? Wie würde sich sein Bart an Martys Kinn anfühlen?

„Hier ist Ihr doppelter Caramel Macchiato, Sir“, zwitscherte der Barista und stellte das Getränk auf die Theke in der Nähe des Ellenbogens des Mannes.

Der Mann fuhr zusammen und unterbrach ihren Blickkontakt. Nach einem leisen Dankeschön griff der Fremde nach seinem Becher, warf Marty einen wieder von der Sonnenbrille verdeckten Blick zu und eilte aus dem Raum.

Ein Stich der Enttäuschung überkam ihn. Was zur Hölle war gerade passiert?

Sein Bruder setzte sich neben ihn, eine Tasse Kaffee in der Hand, und lenkte seine Aufmerksamkeit auf sich. „Sein Name ist Raymond Patterson“, enthüllte er. „Und du hast recht. Er bezahlte mit einer schwarzen American Express-Karte. Ich habe gehört, dass man richtig Kohle haben muss, um sich für so eine zu qualifizieren.“

„Warum zum Teufel zieht er sich dann so an?“, fragte sich Marty laut.

Matthew zuckte die Achseln. „Keinen blassen Schimmer.“ Mit einem Stupser gegen seine Schulter schlug er vor: „Warum gehst du nicht hinterher und findest es heraus?“

„Das ist eine verdammt gute Idee“, sagte Marty. Er stand auf. Die Entschlossenheit, herauszufinden, woher diese Anziehungskraft zwischen ihnen kam, vermischte sich mit der Hoffnung, dass es nicht zu spät war, um herauszufinden, wohin der Kerl ging.

Sein Bruder folgte ihm aus der Tür. Als er draußen war, gab Matthew ihm einen ermutigenden Klaps auf den Rücken. „Wenn du den Mann aufgespürt und durch die nächste Matratze gefickt hast, ruh dich etwas aus.“ Er zwinkerte. „Du kannst mir und Logan morgen früh alles erzählen. Ich werde bei Cranston sein, um die Elektrik in Ordnung zu bringen.“

Marty lächelte und nickte. Er wusste, dass er seinem Bruder eine Erklärung schuldete, und morgen würde noch früh genug sein, um sich zu überlegen, was er ihm sagen sollte. Im Moment wollte er den Mann ausfindig machen, der sein Interesse – und das seines Schwanzes –geweckt hatte.

Marty warf seinen fast leeren Becher in den Müll und begann in die Richtung zu joggen, in die der Mann – Raymond, laut Matthew – gegangen war. Er spähte durch jede Gasse, an der er vorbeikam, sein Blick suchte in der Dunkelheit nach der Gestalt eines Mannes.

Er hatte gerade die Hoffnung aufgegeben, als eine Gestalt in der Ferne seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Sie war bereits über ein Feld am anderen Ende der Gasse gegangen. Während Marty zusah, verschwand der Mann in den Bäumen.

Verwirrt darüber, warum Raymond mitten in der Nacht in den Wald gehen sollte, zögerte Marty einige Sekunden, ihm zu folgen. Er entschied, dass er nicht zwei Wochen warten wollte, um eine weitere Gelegenheit zu bekommen, mit dem Fremden zu sprechen, und flitzte hinter dem Mann her. Die langen Schritte seiner großen Gestalt verschlangen die Distanz.

Marty verengte die Augen, spähte in die Dunkelheit. Als er glaubte, Bewegung durch die Bäume zu erkennen, eilte er weiter. Dann sah er den Umhang zwischen den Bäumen flattern und wusste, dass er auf dem richtigen Weg war.

Marty näherte sich und sah, dass der Mann stehen geblieben war. Erleichtert ging er langsamer und holte tief Luft, um wieder zu Atem zu kommen. Er schluckte ein paar Mal und beförderte Feuchtigkeit zurück in seine Kehle, damit er eine Begrüßung rufen konnte. Er wollte den Mann nicht erschrecken.

Zu Martys Überraschung schlüpfte Raymond, gerade als er rufen wollte, aus seinem Trenchcoat. Sein Kiefer sackte vor Überraschung über den schwarzen Körper, der ihm offenbart wurde, nach unten. Genau wie er es sich vorgestellt hatte, war der Körper des Mannes muskulös und wurde durch den Lendenschurz, den der … Mann … trug, perfekt zur Geltung gebracht.

Ein Lendenschurz?

Weiterhin zusehend, konnte Marty geradeso sein Keuchen der Überraschung unterdrücken, als Raymond seine Arme ausbreitete. Die Haut, die an der Unterseite seiner Arme befestigt war, spannte sich in voluminösen Falten an den Seiten seines Rumpfes. Plötzlich gespannt durch … Rippen? Hautbedeckte Rippen, die am Oberkörper des Mannes entlang hinausragten? Die Beine des Mannes waren viel kürzer als Marty jemals zuvor gesehen hatte, was Raymond schockierend unproportioniert aussehen ließ.

Warte mal. Ist das ein Schwanz?

Marty blinzelte durch die Dunkelheit und versuchte zu bestätigen, was er zu sehen glaubte.

Mit seinem Kaffeebecher in einer behandschuhten Hand und dem Umhang, den er beinahe unachtsam über seine Schulter geworfen hatte, stürzte Raymond sich nach vorne und nach oben … und er stieg weiter und weiter nach oben. Seine Arme bewegten sich und ließen die Hautfalten flattern und die Luft einfangen wie … Flügel!

Marty lehnte sich schwer gegen einen Baum, als er den Mann beobachtete, nach dem er sich gesehnt hatte, wie er wegflog – wegflog, verdammt nochmal! Er hatte keine Ahnung, wie lange er dort stand, an den Baum gestützt, und hinter dem Mann her starrte – Oh Gott, er ist nicht wirklich ein Mann, oder? – bis der längst verschwunden war.

Schließlich riss die abendliche Kälte Marty aus seiner Betäubung. Er wandte sich ab und begann durch die Bäume zurückzugehen, aber nicht, bevor er wieder über die Schulter blickte.

Kapitel 2

Raymond flog durch die Bäume, senkte und hob die Arme, um den Winkel seiner Flughäute zwischen den Flügelschlägen zu kontrollieren. Er hielt sich nur knapp über den Baumwipfeln, manövrierte um einige der größeren herum. Wenn er sich beeilte, würde er bis Mitternacht wieder im Herrenhaus sein. Er konnte zur Gargoyle-Mittagsstunde erscheinen – gegen ein Uhr morgens – und niemand würde wissen, dass er weggewesen war.

---ENDE DER LESEPROBE---