Beschreibung

Pretty Woman meets 80 DAYS in einem Pariser Boudoir!

Weil ihre Mutter schwer krank ist, verdingt sich die Studentin Annabelle als Escort-Girl im Hotel de Paris, in dem die Zimmer nach großen Liebenden der Geschichte benannt und dekoriert sind, von Joséphine Bonaparte bis Mata Hari. Als sie den charismatischen Medientycoon David kennenlernt, will sie aus dem Escort-Service aussteigen. Doch bei einem letzten Auftrag trifft sie auf einen faszinierenden Mann, der sich als Davids Bruder entpuppt. Annabelle ist hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen und Begierden …



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Seitenzahl: 513

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Die Originalausgabe trägt den Titel »Hotelle, Chambre 3«.

1. AuflageCopyright © 2014 by Emma Mars Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe 2014 by carl’s books, München,in der Verlagsgruppe Random House GmbHUmschlaggestaltung: semper smile, MünchenSatz: Uhl + Massopust, AalenISBN: 978-3-641-13067-1www.carlsbooks.de

Wir haben zwei Leben; das zweite beginnt an dem Tag, an dem uns bewusst wird, dass wir nur eines haben.

Konfuzius

Paris, die ersten Tage im Monat Juni 2010, ein Hotelzimmer am Vormittag

Ein Zucken in meiner Hand. Meine Finger, die einer nach dem anderen langsam erwachen und sich über das zerknitterte Laken strecken. Wie über die Tasten eines Klaviers streichen sie über die Streifen aus Licht und Schatten, die durch die Fensterläden dringen und sich auf unsere Körper legen. Ein schönes Bild. Könnte man es doch nur festhalten, könnten wir so liegen bleiben, ohne uns zu rühren, unsere Körper dicht an dicht …

Das also ist mein erster Morgen als verheiratete Frau, als Herrin über ihr Schicksal. »Verheiratet.« Ich hauche über Louis’ Nacken, dort, wo die zaghafteste seiner auf die Schulter tätowierten Rosen blüht. Ich fahre der Kletterrose neugierig mit dem Finger nach. Ich kitzle ihn zärtlich, er öffnet die Augen, lächelt zufrieden.

Verheiratet also. Es war nur eine Nacht vergangen, seit er mich entführt und mit meinen einstigen Versprechen konfrontiert hatte. Ich wollte ihn heiraten, ich selbst habe ihm einen Antrag gemacht. Hier sind wir nun, Mann und Frau, ein für alle Mal. Eine Nacht nur, und ich frage mich, ob diese Nacht mich, meinen Körper verändert hat. Schon vor einem Jahr waren meine jugendlichen Rundungen verschwunden und unter den Händen meines Liebhabers einer neuen Anmut gewichen. Wird die Ehe meinen Körper weiter reifen lassen?

Sind unsere Zärtlichkeiten anders geworden? Wird die Leidenschaft abnehmen, oder werden wir einen neuen Frühling erleben? Oder ist der Ring, dieses Familienstück, das er mir gestern über den Finger steckte, das einzig Neue an uns?

Ich wehre mich dagegen. Ich möchte an die ewige Erneuerung unserer Lust glauben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass aus dem lodernden Feuer ein kleines Flämmchen wird, aus der Glut Asche.

Unsere Hochzeitsnacht war erfüllt von dem Begehren, nach dem wir uns sehnten. Und wenn ich mich am Fuß von Notre-Dame dem Höhepunkt der Lust hingegeben hatte, so war das nur der Anfang der zauberhaften Nacht, die er mir bereitete.

Er trug mich in die Eingangshalle.

Er entkleidete mich im rappelnden Fahrstuhl.

Er entkleidete sich selbst und warf, gierig, wie er war, seine Kleidung hinter sich. Einige Teile fielen auf den Boden, andere verfingen sich in den Lüstern des Flurs.

Wir waren nackt, als wir das Joséphine betraten. Mit dem Schlüssel, den er mir zuvor geschenkt hatte, in der Hand, schob er einen der dicken roten Taftvorhänge an der Wand beiseite. Dahinter: ein verstecktes Schlüsselloch in einer Tür mit Glaseinsatz, die er geräuschvoll entriegelte. Er stieß sie auf, und vor uns lag, wie ein Geschenk, Zimmer Nummer zwei. Das Reich der rechtmäßigen Paare. Wer war hier früher schon gewesen? André und Hortense? David und Aurore? Gab es hier auch diese Kameras, die Davids Eskapaden und die meiner Schwestern, der Hotelles, gefilmt hatten?

Für den Moment verbot ich mir weitere Fragen und ließ mich hineinziehen. Die Einrichtung, weiße Wände und Betten, reinweiße Möbel, war ungleich schlichter als im Joséphine. Ein jungfräuliches Schmuckstück, ein neuer Anfang. Außer dem Fenster zur Straße gab es nur einen Ausgang, nämlich jene Geheimtür. Anders gesagt, man kam hier nicht herein, ohne durch das Joséphine, das Zimmer Nummer eins, zu gehen. Die Alkoven der beiden Zimmer waren ineinander verschachtelt wie die Puppen einer Matrjoschka. Sollte das bedeuten, dass ich am Ende meiner Suche nach Wahrheit und Begehren angekommen war? Dass es keinen weiteren Schlüssel mehr gäbe, keine Tür, kein Zimmer mehr? War dieses Weiß die Farbe der Erneuerung, des Vergessens?

Wie man es auch betrachtete, es blieben viele Fragen offen und Antworten im Dunkeln. Was die Brüder Barlet dazu gebracht hatte, Aurore an den Square d’Orléans zu verbannen, blieb mir ein Rätsel. Die ganze Nacht hatte ich versucht, die fragenden Plagegeister zu verscheuchen, ich schrie, küsste Louis verzweifelt, rammte ihm meine Zähne in den Nacken, in seine Schultern, seine Lippen.

Jedes Beben, jede Muskelzuckung, jede Welle der Lust erstickte die Fragen, die mich umtrieben, mit Glück.

Frage: Was wusste Louis von dem geschwisterlichen Band, das Aurore und David an ihrem Hochzeitstag vereinte?

Antwort: Er saugte an meinen Brüsten, bis sie schmerzten. Aus dem Schmerz wurde bald Erregung, die durch meine Brust strömte, meinen Bauch, die erwachende, sich reckende Knospe zwischen meinen Schamlippen.

Frage: Von welchem Verrat sprach David, bevor er mich in dem abgedunkelten Zimmer meinen Peinigern überließ, als er mir den Hass ins Gesicht spuckte, den er für seinen Bruder empfand?

Antwort: Louis machte aus seiner Zunge einen langen, feuchten Wedel, mit dem er jeden Zentimeter meiner Haut ableckte.

Frage: Welche Geheimnisse haben beide vor mir? Was verbindet sie noch mit ihrer Jugendliebe, mit Aurore?

Antwort: Er trug mich zum einzigen Stuhl des Zimmers, setzte erst sich, dann mich auf seine Schenkel, pflanzte mich auf sein steifes Glied. Unsere Umrisse verschwammen im grellen Licht des Fensters. Wir waren nunmehr eins, bewegten uns erst langsam, dann immer schneller. Er war so tief drin, dass ich glaubte, er wäre für die Ewigkeit in mir. Als unsere Lippen sich fanden, wurden unsere Leiber von einer unerwarteten Energie wie zusammengeschweißt, eine Energie, die abwechselnd durch uns beide floss, als wären wir Hemisphären ein und desselben Planeten. Meine Lust war ein brodelnder Bach, ein Lichtstrom, der uns beide blind machte.

Es war pures Glück, dass ich nicht mehr nur einen Geist umarmte. Endlich war er in mir, auf mir, stöhnte an meinem Ohr. Endlich war sein Duft nicht mehr nur eine Erinnerung. Ich wälzte mich in diesen Gefühlen wie ein Welpe, der auf seiner Decke herumtollt.

Als ich mich an seinem Rücken festkrallte, an der rechten Schulter, verzog er kurz das Gesicht. Neugierig reckte ich mich nach der Stelle, wo sich mir der neueste Spleen des Alphabet Man offenbarte. Stéphane hatte mir das Projekt schon angedeutet, die Buchstaben S. F., wie Semper Fidelis, in seine Haut gestochen, schnörkellos, endgültig. Immer treu. Wem? Mir? Dem Schwur, den wir letzte Nacht abgelegt hatten?

Kurz dachte ich daran, ihn zu fragen, ob er nicht Verrat an mir beging, auf seine Weise, indem er mir seine Vergangenheit verschwieg.

Er aber packte mich am Hintern und presste mich an sich. Nach einer Nacht voller Seufzer war dies der Beginn unseres ersten Tages als Ehepaar. Und jetzt und hier fühlte es sich verlockend gut und bequem an, mich nur zufriedenzugeben. Höhepunkt über Höhepunkt – um zu verdrängen, um uns zu schützen.

1

8. Juni 2010

Wir verbrachten kaum mehr als eine Nacht und einen Tag in Zimmer Nummer zwei. Nun, da wir das ganze Leben vor uns hatten, schien die Zeit sich zu verknappen. Einen Grund hierfür sah ich nicht, und wahrhaben wollte ich es auch nicht.

»Wieso bleiben wir nicht hier?«, sagte ich von meinem zerknitterten Lager aus. »Uns geht es gut hier, oder nicht?«

Vermutlich schwang etwas Nostalgie mit: Die Monate im Joséphine waren voller Begehren gewesen, bequem und sorglos. Ein Leben wie im Traum, in meinen Erinnerungen waren diese Monate das Goldene Zeitalter unserer Liebe gewesen.

Louis schenkte mir sein entwaffnendes Lächeln, mit dem er mich schon bei unserer ersten Begegnung aus der Reserve gelockt hatte. Ein Lächeln, das nicht wenige als Lächeln eines Casanovas bezeichneten; ich sah darin nur kindliche Unschuld. Man kann selbstgefälligen Verführern widerstehen – aber unverbrauchter Frische und Zartheit nicht.

Er klopfte sein Kissen so zurecht, dass er mir genau ins Gesicht blicken konnte, die trägen Strahlen des zur Neige gehenden Tages ließen seine Augen aufleuchten.

»Muss ich Madame Barlet daran erinnern, dass sie über ein eigenes komfortables Heim verfügt?«

Er war mir so nah, sein regelmäßiger Atem streichelte mein Gesicht, leichte Reste von Parfüm stiegen mir in die Nase, ich hatte ihm nichts entgegenzusetzen.

Das Hôtel von Mademoiselle Mars mit seinen Hunderten von Quadratmetern und der neu gestalteten romantischen Einrichtung wartete auf uns, oder …

»Ich dachte, die Polizei hätte es bis auf Weiteres versiegelt?«

»Nein. Zerki hat durchgesetzt, dass nur die Tür zum Keller versiegelt wird. Im restlichen Haus dürfen wir uns frei bewegen.«

Einmal mehr hatte sein Anwalt wie durch Zauberkraft die Hindernisse beseitigt, die sich vor ihm türmten. Ob das immer so sein wird? Reichte sein Können aus, um die schwarzen Wolken der Justiz zu vertreiben, die über meinem Mann aufgezogen waren?

»Wir können ab sofort wieder dort wohnen. Natürlich nur, wenn du willst.«

Auf Hochglanzpapier und den Seiten der Einrichtungsmagazine, die das Innere des Hôtel de Mars schon präsentieren durften, musste es in den Augen junger Ehepaare wie ein Traumschloss wirken. Ich hingegen verband mit diesem Ort keine einzige schöne Erinnerung. Das Haus war perfekt, aber unserer Liebe gab es keinen Halt, unsere Gefühle waren mit der Geschichte dieses Schmuckstücks nicht verbunden.

»Und es hindert dich nichts daran, dich in deine Wohnung zurückzuziehen, wenn du das wünschst, beispielsweise zum Schreiben«, ergänzte er großmütig und sanft.

Die Anspielung auf unsere gemeinsame Leidenschaft ließ mich nicht kalt. Außerdem gab die Tatsache, dass ich mich in mein eigenes kleines Nest zurückziehen konnte, Sicherheit. Ich wäre keine Gefangene im Hôtel de Mars, wie es Aurore in der Wohnung von George Sand am Square d’Orléans war. Ich könnte jederzeit unabhängig von Louis im Marais sein, das nur wenige Métro-Stationen entfernt war vom Hôtel de Mars. Warum erschien mir also das »Zurück zu uns« wie ein Rückschritt?

Das leise Klopfen an der Glastür hinderte mich daran, Louis meine Gedanken mitzuteilen. Er sprang aus dem Bett und öffnete, noch nackt, Ysiam die Tür. Ich hatte gerade noch Zeit, mich mit dem im einfallenden Licht durchscheinenden Laken zu verhüllen, bevor der Hoteljunge lächelnd und verlegen eintrat.

»Guten Tag, Mademois’Elle«, begrüßte er mich respektvoll wie immer. Er trug einen großen Kleidersack über dem Arm.

»Bonjour, Ysiam. Komm doch rein.«

Der junge Mann gehörte, einmal abgesehen von Sophia, zu meinen Vertrauten, ich freute mich sehr, ihn zu sehen. Dass er in diesem Zimmer zu diesem Zeitpunkt vor mir stand, erschien mir ganz selbstverständlich. Darüber hinaus wurde mir klar, dass das Hôtel de Paris mir vermutlich am ehesten etwas wie ein Zuhause bot, so merkwürdig und ungehörig dieses Stundenhotel auch sein mochte.

Ysiam packte die Kleider aus, die Louis ihn angewiesen hatte zu holen, und legte sie sorgfältig über die Stuhllehne. Nachdem Louis ihm ein Trinkgeld zugesteckt hatte, zog er sich mit einem verschwörerischen Lächeln zurück.

Behände kleidete Louis sich an, in Hemd und weißer Leinenhose, sommerlich strahlend. Schließlich stand er vor dem Bett und forderte mich mit dem gespielten, gurrenden Akzent von Ysiam auf: »Wenn Mademois’Elle sich die Mühe machen würde, mich in unser Schloss zu begleiten …« Er streckte mir die Hand entgegen, zog mich an sich und spürte mit seinen Händen auf meinen nackten Hüften jeder Veränderung meines Körpers nach, der ganz und gar seiner geworden war. Wenn jemand der Entwicklung meines Körpers nachspüren konnte, so war er das. Er hatte mich rundlicher gekannt, dann schmaler, fester, und jetzt als reife Frau. Er vergrub seine Nase an meinem Nacken, atmete heftig ein, als wäre ich eine Droge.

»Ich liebe den Duft deiner Haut, wenn dein Eau de Toilette sich verflüchtigt hat.«

»Ich weiß, ich rieche göttlich!«, gab ich verspielt zurück.

Sein Blick sagte mir aber, dass er es bitterernst meinte. Seine Hand war von meinem Po an meinen Nacken gewandert, den er sanft festhielt.

»Könntest du nicht ganz darauf verzichten?«

»Auf Parfüm?«, erwiderte ich erstaunt.

»Ja … Dann kann ich dich besser riechen, wie du bist.«

Wieder so eine Marotte von ihm. Wieder eine dieser Proben – dabei hatte er mir in der vergangenen Nacht zwischen zwei Seufzern versprochen, mich damit in Zukunft zu verschonen!

Ich nahm die Herausforderung humorvoll an. »Sehr geehrter Herr, nur über meine Leiche!«

»Über deine Leiche nicht, aber über deinen Körper, das hatte ich sowieso gerade vor«, erwiderte er scherzhaft. »Sagen wir, die nächsten fünfzig bis sechzig Jahre, sind Sie damit einverstanden?«

»Hm«, wägte ich scheinbar nachdenklich ab, »ist nicht das beste Angebot, aber ich nehme an.«

Er küsste mich lange, dann drang er in mich ein, im Stehen, bekleidet, er schob nur den elastischen Hosenbund über sein Glied. Nichts mochte ich mehr, als wenn es uns spontan überkam. Niemals waren wir besser, als wenn wir den plötzlich auflodernden Flammen des Begehrens nachgaben.

Entschlossen drehte er mich um und warf mich mit dem Gesicht aufs Bett, ich hing mit dem Bauch über dem Rand, meine Knie berührten kaum den Boden. Er hockte sich hinter mich, und sogleich spürte ich seine Zunge, die meinen Damm, meinen Anus und meine Vulva leckte. Sie schüttelten sich kurz, wie verschlafene Tiere, aber dann, als Louis meine Pobacken packte, die ich ihm entgegenreckte, verlangten sie schon nach mehr. Louis ließ abwechselnd seine Finger, seine Zunge und seine Nase auf mir und in mir herumtanzen. Ich öffnete mich, weiter und weiter, ungeduldig, nass. Sex und der Hunger aufeinander waren die DNA unserer Liebe, ein wichtiger Baustein in jeder Phase unserer Beziehung.

Wir haben nie eine Rangliste der beliebtesten Positionen erstellt, aber die Hundestellung gehört vermutlich zu unseren Favoriten. Louis hatte das intuitiv verstanden, schon vor einem Jahr schickte er mir diese anonyme Notiz, die damals nur die Notiz eines unbekannten Stalkers war: »Die Hundestellung ist für mich lustvoller als andere Stellungen, vielleicht gerade, weil sie so tierisch ist?« Seit unserer ersten Nacht teilten wir diese Vorliebe bewusst.

Entgegen seiner Angewohnheit drang er nicht sofort in mich ein, sondern rieb seine Eichel einen Moment an meinem Scheideneingang, klopfte mit seinem aufs Äußerste gespannten und lustfeuchten Vorhautbändchen gegen meinen Damm und die Spalte zwischen meinen Schamlippen. Er hatte offensichtlich Vergnügen daran, mich anzustacheln und zu quälen, bis ich nicht mehr anders konnte, als verzweifelt zu flehen: »Nimm mich, nimm mich!«

Er schob mir seinen Schwanz mit der Exaktheit eines Dandys, der sich einen Handschuh überstreift, hinein, darauf bedacht, jeden Zentimeter zu genießen, den er nach und nach vordrang. Dann, als würde er angesaugt, stieß er einmal heftig zu, so tief es ging, ganz ohne Kalkül. Zunächst ließ er seine Eichel in meinen tiefsten Eingeweiden ruhen, am Gebärmutterhals, wie er es am Vorabend schon im Auto gemacht hatte. Sein Schwanz zuckte in mir, es war wie eine Massage der hintersten Regionen meines Geschlechts. Dann ging er wieder zur Aktion über, bewegte sich heftig in mir hin und her, stieß immer wieder zu. Das Blättertattoo in seiner Leiste drückte sich bei jedem Stoß in die Falte meiner Pobacken. Heute glaube ich nicht mehr, dass diese Stellung das Tierische in mir wachgekitzelt hat. Was sie aber mit mir anstellte, war, mich vergessen zu lassen, wer ich war, um nur noch ein lusterfüllter Leib zu sein. Das war es. Ich mochte es, dem irren Ansturm ausgeliefert zu sein.

Der beschleunigte Endspurt war so intensiv, wie ich es nie zuvor erlebt hatte, ich konnte einen langen, schrillen Schrei nicht unterdrücken, der anhielt, bis es uns beiden gleichzeitig kam.

Ein Abschiedsschrei an das Paris und die Sorglosigkeit. Ein Willkommensschrei an unser Leben als Ehepaar.

Ich fürchtete mich ein wenig vor der Heimkehr in die Rue de la Tour des Dames. Hätte nur noch gefehlt, dass wir David begegneten. Aber die Straße lag an diesem glücklichen, beginnenden Abend verlassen da, nur das klagende Miauen der hungrigen Félicité störte den Frieden.

»Komm her, meine Schöne!«, flüsterte ich ihr zu und nahm das schnurrende Pelzknäuel auf den Arm.

David … Von David hatte ich nichts mehr gehört, seit der Falle, in die er mich im Paris gelockt hatte. Dabei wäre ich von seinen Schergen in dem dunklen Zimmer beinahe vergewaltigt worden!

Ich fürchtete mich, ihm über den Weg zu laufen, andererseits brannte ich darauf, ihn zur Rede zu stellen – wegen des Abends im Paris, aber auch, um mehr über die Rachegedanken zu erfahren, die er seinem Bruder gegenüber hegte. Die Anweisungen des pomadisierten Jean-Marc Zerki waren diesbezüglich allerdings strikt: Wollten wir gegenüber unserem Feind einen Vorsprung behalten, so hätten wir uns von ihm fernzuhalten. Die Tatsache, dass David unser direkter Nachbar war, machte die Angelegenheit kompliziert, es würde ohnehin zu zufälligen Begegnungen kommen, ohne dass man dies herausforderte.

Also versuchten wir, David zu ignorieren, seinen Namen nicht laut auszusprechen – dennoch blieb er unser Nachbar, ständig erinnerte uns etwas an ihn, schon der Poststapel auf unserem Konsoltischchen am Eingang: Zwischen den Umschlägen und Prospekten lugten, in transparente Folie verpackt, das Logo und die Titelseite des Economist hervor. Das Magazin von François Marchadeau erschien wöchentlich, immer mittwochs, nur die Abonnenten hatten es schon dienstags in der Post. Das Exemplar, das ich gerade in der Hand hielt, war also von diesem Morgen, frisch gedruckt und gefaltet. Auf der Titelseite prangte ein roter Werbebalken, ein Blickfang, der mich nach Luft ringen ließ.

Barlet: Tagebuch eines verwöhnten Kindes.

Ich zerriss die Folie und blätterte fieberhaft nach meiner Chronik, so hektisch, dass ich aus Versehen die Anzeige einer Creme für reife Frauen zerriss, für die ein alternder Hollywoodstar warb.

Als ich die Stelle endlich hatte, es waren drei volle Seiten und ein ganzseitiges Foto von David, wusste ich nicht, ob ich vor Stolz loshüpfen oder vor Wut brüllen sollte. Dieser Artikel war mein Einstand in der anspruchsvollen Presse, und jeder andere junge Journalist von vierundzwanzig Jahren hätte diese Veröffentlichung als Ritterschlag empfunden. Aber dass Marchadeau David namentlich zitierte, war gegen unsere Vereinbarung. Er hatte seine kleine persönliche Vendetta über Louis’ und meine Interessen gestellt. Schon allein die Headline sprach Bände! Alles war darauf angelegt, dem Image des Chefs der Barlet-Gruppe just in dieser für das Unternehmen kritischen Zeit zu schaden. Tagebuch eines verwöhnten Kindes. Das war weit von dem entfernt, was Marchadeau einst als neutralen Wortlaut vorgeschlagen hatte. »Die privaten Seiten eines Wirtschaftsbosses. Oder so etwas in der Art«, hatte er gesagt.

Das Einzige, woran er sich gehalten hatte, war mein Pseudonym. Ich hatte etwas ausgesucht, das ein Schlag in Davids Gesicht sein müsste, aber mit dem Namen Barlet verknüpft war und mich kaum schützte: Émilie Lebourdais. Wer außer mir kannte diesen Namen, der aufs Engste mit Davids Lebensgeschichte zusammenhing, und war noch dazu in Besitz so vieler detailreicher, pikanter Informationen über den aufregenden Alltag des Unternehmenschefs?

»Was liest du da?«, fragte Louis mich von Weitem.

»Ach, nichts«, sagte ich ausweichend. »Polit-Tratsch im Economist.«

Ich hatte mit Louis nie über diese Chronik gesprochen, und angesichts der Wendung, die sie genommen hatte, schreckte ich ein wenig vor seiner Reaktion zurück. Feige schlug ich das Magazin wieder zu und schob es unter einen Stapel anderer Zeitungen.

»Deine Leidenschaft für diesen Haufen alternder, größenwahnsinniger Politiker verwundert mich immer wieder, mein Schatz.«

Er sagte das und ließ mich wieder meinen Beschäftigungen nachgehen. Eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter brachte meine Ängste zurück und erregte Louis’ Aufmerksamkeit.

»Guten Tag, Annabelle …«

Es war die Stimme von Chloé, Davids Assistentin. Ich stürzte schon zum Gerät, um die Nachricht ganz leise abzuspielen, aber zu spät. Louis kam zurück in die Eingangshalle.

»Was will die denn von uns?«

»Schscht!«, wies ich ihn mit einer entnervten Geste an. Wenn ich schon nicht verhindern konnte, dass er mithörte, dann wollte ich mir das wenigstens in Ruhe anhören.

»David bat mich, Sie in Zusammenhang mit Ihrem Artikel im Economist anzurufen …«

Louis machte große Augen. »Artikel?«, fragte er tonlos nach, um die Nachricht der hörbar unangenehm berührten Sekretärin nicht zu unterbrechen.

»Er wünscht, Sie zu treffen …«

»Kommt gar nicht infrage«, flüsterte Louis und drohte mir mit erhobenem Zeigefinger.

»Ich will Sie nicht beunruhigen, aber ich konnte einen Teil des Gesprächs, das er heute Morgen mit seinem Anwalt Monsieur Bofford hatte, mit anhören. Er denkt darüber nach, Anzeige wegen Verleumdung zu erstatten.«

Ihr Ton wurde sicherer, in ihrer Stimme schwang ein Anklang von Triumph mit. Die Aussicht, dass ihr Chef mich vor Gericht zerrte, musste ihr Vergnügen bereiten, wo ich sie doch so schamlos mit ihrer sexuellen Orientierung erpresst hatte.

»Es ließen sich Konsequenzen vermeiden, hierfür müssten Sie einem Gespräch mit David aufs Schnellste zustimmen. Rufen Sie mich an, sobald Sie die Nachricht abhören, dann können wir einen Termin vereinbaren. Vielen Dank!«

»War es das, was du vorhin so heimlich angesehen hast, deinen Artikel in diesem Schmierblatt?«, fragte Louis mich schroff, sobald Chloés Stimme verklungen war.

»Es ist nicht, wie du denkst …«

»Ich denke gar nichts. Ich möchte nur, dass du mir das erklärst. Darf ich dich an die Anweisungen von Jean-Marc Zerki erinnern? Keinen Kontakt mit der Gegenseite bis zum Prozess.«

Pomaden-Zerki war in diesem Punkt sehr klar gewesen, als wir uns vor wenigen Tagen zu einem Gläschen vor dem TrésOr trafen: Auf keinen Fall sollte David bis zu den Prozessen, die vor uns lagen – der Berufungsprozess im Fall Delacroix und die erste Verhandlung in Sachen Galerie Sauvage –, etwas von dem Material erfahren, das wir gegen ihn in der Hand hatten – damit meinte er vor allem das Video mit den beiden Russinnen. Solange kein Urteil gesprochen war, schwebte eine dreijährige Gefängnisstrafe als Damoklesschwert über Louis’ Kopf. Das allein erklärte schon, weswegen Louis derart beunruhigt und vorsichtig war.

Also erzählte ich ihm von meiner Vereinbarung mit Marchadeau: Ich verfasste eine Chronik über das Alltagsleben des Chefs der Barlet-Gruppe, während er mir seine Beziehungen und Mittel zur Recherche zur Verfügung stellte.

»Du gefährdest meine Sicherheit, um in der Vergangenheit meiner Familie herumzuschnüffeln?«, schrie er nach kurzem Schweigen auf.

»Ich gefährde gar nichts. Chloé blufft doch nur.«

»Das Gefühl hatte ich aber nicht …«

»Offiziell kann niemand nachweisen, dass ich diesen Artikel verfasst habe. Wenn Davids Anwalt sich um jeden Preis deswegen streiten will, muss er sich mit den Vertretern des Economist anlegen.«

»Ich kenne Bofford und ich wette mit dir, dass er dich schon angezeigt hat. Das ist ein Bluthund, du hast den Knochen kaum aus der Tasche gezogen, da stürzt er sich schon drauf.«

Als hätte Félicité verstanden, dass es um Hunde ging, stellte sie sich zwischen uns und scharwenzelte erst um Louis’ Beine herum, dann um meine.

Ich beschloss, mich zurückzuziehen und Louis seinem Unmut zu überlassen, den er nur schlecht unter Kontrolle hatte, aber er hielt mich am Handgelenk fest, nun freundlicher, fast besänftigt.

»Kann ich dich fragen …« Er zögerte. Fürchtete er meine Antwort?

»Was denn?«

»… was Marchadeau bei seiner Schnüffelei herausgefunden hat?«

Plötzlich interessierten ihn meine Recherchen also, er, der meinen Fragen stets ausgewichen war und mir Lügen über seine Vergangenheit aufgetischt hatte.

Vielleicht ein Zeichen vorsichtiger Annäherung. Oder war es ihm ein Bedürfnis, seine letzten Geheimnisse mit mir zu teilen, nun, da wir durch die Ehe vereint waren? Womöglich wollte er sich nur davon überzeugen, dass Marchadeau und ich auf seiner Seite standen und die Ergebnisse unserer Ermittlungen ihm nicht schaden würden …

»Nichts, was du nicht schon wüsstest über Émilie und David Lebourdais.«

Ich hatte bewusst diese Namen genannt. Louis war nichts anzusehen, er muckte nicht, aber sein Schweigen war wie ein Geständnis.

»Beziehungsweise nichts, was du nicht schon gesehen hättest«, fuhr ich fort und kramte auf der Suche nach meinem Telefon in meiner Handtasche.

Mit wenigen Klicks rief ich die letzten Nachrichten von Marchadeau auf, seit er in Saint-Malo gewesen war: das Foto der Familie Lebourdais unterm Weihnachtsbaum, dann das Aufnahmeformular von Émilie Lebourdais für das Heim in Saint-Broladre.

»Und? Was soll ich dazu jetzt noch sagen?«, meinte Louis streng.

»Das weiß ich nicht. Sag du es mir. Es handelt sich ja schließlich um deinen Adoptivbruder und deine große Jugendliebe.«

Er verzog die Miene, als hätte er an meiner Formulierung etwas auszusetzen.

»Was ist? Wie würdest du sie denn nennen?«

Er sah mich seltsam an, in seinem Blick lagen Zärtlichkeit und Wut, als wäre meine vorsichtige Bloßstellung erleichternd und demütigend zugleich.

»Doch«, gab er leise zu. »Doch, stimmt schon …«

»Du hast sie doch geliebt?«

»Ja«, bestätigte er wieder.

»Oder störst du dich an dem Namen? Wir können sie auch Aurore nennen.«

»Nein, das ist nicht das Problem.«

Innerlich kochte er, ich sah es an den kleinen Zuckungen um seinen Mund herum. Außerdem hatte er Falten an den Augen und auf der Stirn.

Er schien von einer höheren Kraft gelenkt, die ihm verbot, die befreienden Worte auszusprechen. Er war wie verschlossen. Wer hatte den Schlüssel zu ihm?

»Was ist es dann? Liebst du sie noch?«

»Natürlich nicht!«, rief er empört aus.

Dann riss er sich wieder zusammen, packte mich an der Taille und drückte mich an sich wie ein Tangotänzer.

»Du weißt, wen ich heute liebe.«

»Ihre Doppelgängerin?«, antwortete ich, um mich nicht ablenken zu lassen.

»Ich würde dich anlügen, wenn ich nein sagte. Das dachte ich anfangs, ja, als ich dich sah. Aber was ich mit ihr hatte, ist nichts im Vergleich zu dem, was dich und mich vereint.«

Es war das allererste Mal, dass er von Aurore als Teil seiner Vergangenheit sprach.

»Ach ja?«

Er suchte nach Worten, seine Augen funkelten aufgeregt: »Ich habe Aurore nie in die Künste der Liebe eingeweiht wie dich. Ich habe nie ein ganzes Jahr im Paris mit ihr verbracht, um zu jeder Tages- und Nachtzeit Sex mit ihr zu haben«, erklärte er. »Ich habe nicht die Leidenschaft des Schreibens mit ihr geteilt wie mit dir …«

Was er sagte, war überzeugend. Trotzdem konnte ich mich nicht gegen das Gefühl wehren, nur eine jüngere und aufregendere Ausgabe von ihr zu sein.

»Wenn unsere Beziehung dich erfüllt, hast du auch keinen Grund mehr, David böse zu sein.«

»Da hast du recht, aber du musst auch zugeben, dass alles, was ich tue, lediglich darin besteht, mich gegen ihn zur Wehr zu setzen. Wenn dieser Prozess vorbei ist, werden wir quitt sein.«

Auf diese Weise hielt jeder für sich sein Bild dieser Frau aufrecht, und alle Geheimnisse blieben gewahrt, dachte ich.

Louis war vielleicht bereit, das Kriegsbeil zu begraben, aber der Angriff, den David heute gestartet hatte, zeugte von ganz anderen Gedanken. Was wollte er noch von uns? Mir schoss kurz das Foto durch den Kopf, das David in dem dunklen Zimmer von mir gemacht hatte, als ich nackt dort hing. Ich verscheuchte das Bild gleich wieder.

Louis küsste mich zärtlich auf die Stirn und sagte: »Ich möchte, dass du dich ab jetzt auch neutral verhältst. Hör auf, Sherlock Holmes zu spielen.«

»Schade. Die Rolle begann gerade, mir zu gefallen«, versuchte ich, scherzhaft zu erwidern.

»Ich meine es ernst, Elle. Aurore ist Davids biologische Schwester. Wir haben uns eine Zeit lang um sie gezankt. Sie lebt noch und hat sich für ein zurückgezogenes Leben entschieden. Das war es dann auch. Mehr gibt es hierzu nicht zu sagen. Einverstanden?«

Mehr gibt es hierzu nicht zu sagen. Zu gern hätte ich ihm geglaubt. Aber was war mit den Besuchen von Armand am Square d’Orléans? Was hatte Émilie-Aurore mit dem Paris zu tun? Was mit den Belles de nuit, dem Escortservice, der einzig zu dem Zweck und auf seine Initiative hin gegründet worden war, um mich, ihre Doppelgängerin, zu finden? Was war mit diesem Pakt, den die Brüder Barlet geschlossen hatten, um Aurore verschwinden zu lassen und die Welt glauben zu machen, sie sei tot?

Einmal mehr erstickte ich meine Zweifel mit einem Kuss. Ich hielt den Mund und presste ihn auf seinen, kein Wort kam mir über die Lippen.

2

10. Juni 2010

Schon am Tag nach unserer Heimkehr in die Rue de la Tour des Dames hatte ich Fluchtimpulse. Louis verwöhnte mich zärtlich, um mir das Haus schmackhaft zu machen – und auch das Eheleben –, aber mein Hunger nach Unabhängigkeit und der Ruf der Freiheit waren so stark, dass keine Liebe sie zügeln konnte. Wenn seine Arme mich umschlossen, war es schöner, als ich je zu hoffen gewagt hatte, aber sie waren auch eine Zwangsjacke, von der ich mich befreien wollte. Es war mir zu viel des Guten.

Ich hatte auch nicht vor, mich in eine zweite Aurore zu verwandeln, nur weil ich mich darauf einließ, mich neutral zu verhalten. Ich wollte keine Gefangene in seinem Schmuckkästchen aus Stein, Vergangenheit und mysteriösen Geschichten werden.

Um meine Flucht zu begründen, nahm ich also zum Vorwand, eine neue Stelle finden zu wollen, die mir mehr Sicherheit bot als meine Chroniken für den Economist. Louis hatte seinerseits weniger Spielraum, sich Gedanken über seine berufliche Zukunft zu machen. Solange seine juristischen Belange nicht geklärt wären, solange er Opfer der rufschädigenden Kampagne war, die David mit Antoine Gobert als Strohmann gegen ihn angezettelt hatte, würde er seine Tätigkeit als Galerist nicht wiederaufnehmen können. Die Galerie Barlet-Sauvage würde noch einige Monate geschlossen bleiben. Louis schien sich allerdings mehr darüber zu ärgern, als dass es ihm Sorgen bereitete.

»Du weißt schon, dass wir mit der Abfindung, die Zerki für mich rausgeholt hat, bis ans Ende unserer Tage leben können, ohne uns Gedanken um Geld zu machen«, sagte er, um mir das luxuriöse Nichtstun, das er in vollen Zügen genoss, schmackhaft zu machen.

Was er sagte, war richtig: Die Abfindung, die sein Anwalt mit der Barlet-Gruppe ausgehandelt hatte, war mehr als beträchtlich, wir hatten es nicht nötig zu arbeiten, wenn wir dazu keine Lust hätten. Dennoch ahnte ich, dass diese Lage, die so dermaßen bequem war und in den Augen anderer wie ein Sechser im Lotto sein musste, sich für mich bald in ein goldenes Gefängnis verwandeln würde.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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