Indien von Unten - Hari Patz - E-Book

Indien von Unten E-Book

Hari Patz

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Beschreibung

Schöne Zeiten in Hindustan Ich hatte das Glück, Indien noch zu einer Zeit kennenzulernen, als man als Fremder noch freundlich begrüßt wurde und unbeschwert durch das Land reisen konnte. Es gab in all der Zeit keine einzige bedrohliche Situation für mich. Es ist sehr lange her, seit ich das letzte Mal dort war, die Nachrichten, die von dort kommen, lassen mich vermuten, dass das nicht mehr so ist.

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Seitenzahl: 125

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Der Indien-Express
Bombay
Poona
Welcome to India
Goa
As time goes by
Auf ein Neues
Amritsar
New Delhi
Bombay
Poona
Ein Schneider in Indien
Verlorenes Paradies
Zurück in Goa
Mit allen Sinnen

Indien von unten

Hari Patz

Impressum © 2026 Hari Patz Coverdesign von: Hari Patz Illustrationen von: Hari Patz mit KI Druck und Distribution im Auftrag des Autors: tredition GmbH, Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 Ahrensburg, Deutschland

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist der Autor verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne seine Zustimmung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag des Autors, zu erreichen unter: Hans-Jürgen Patz, Landsberger Allee 210, 10367 Berlin - Lichtenberg, Germany. Kontaktadresse nach EU-Produktsicherheitsverordnung: [email protected]

Schöne Zeiten in Hindustan

Ich hatte das Glück, Indien noch zu einer Zeit kennenzulernen, als man als Fremder noch freundlich begrüßt wurde und unbeschwert durch das Land reisen konnte. Es gab in all der Zeit keine einzige bedrohliche Situation für mich. Es ist sehr lange her, seit ich das letzte Mal dort war, die Nachrichten, die von dort kommen, lassen mich vermuten, dass das nicht mehr so ist.

Achtmal war ich in Indien, habe rund zwei Jahre dort zugebracht, bin tausende Kilometer mit indischen Verkehrsmitteln gefahren und habe dort die schönsten Zeiten meines Lebens verbracht. Meistens hatte ich nur wenig bis gar kein Geld. Von daher habe ich das Land von unten kennengelernt. Habe bei den einfachen Leuten gegessen, habe mit ihnen gemeinsam viel Zeit in Bahn und Bus verbracht und in billigen Unterkünften gewohnt.

Ich habe Indien nicht als wohlhabender Tourist erlebt, abgeschirmt von allem Elend. Am Strand zu schlafen fand ich um Klassen besser als in einem Sterne-Hotel. In den nachfolgenden Geschichten erzähle ich von einem Indien, wie ich es kennengelernt habe.

Namaste

2024

Inhaltsverzeichnis

Der Indien-Express

Bombay

Poona

Welcome to India

Goa

As time goes by

Auf ein Neues

Amritsar

New Delhi

Bombay

Poona

Ein Schneider in Indien

Verlorenes ParadiesDiegoZurück in GoaMit allen Sinnen

Der Indien-Express

Ich fliege nach Indien! Alles kam ganz plötzlich und ging dann auch ganz schnell. Annemarie kam ins Center und erzählte uns, dass sie Anfang Februar nach Poona fliegen will. Annemarie war früher Botschaftsangestellte, sie war 74 Jahre alt und schwerbehindert. Sie konnte nur ganz kleine Schritte machen und die Füße nur wenige Zentimeter anheben. Alle liebten Annemarie, sie war blitzgescheit und hellwach; sprach drei Fremdsprachen und spielte mehrere Instrumente.

Sie konnte natürlich nicht alleine nach Indien fliegen, sie brauchte eine Begleitung. Johanna wollte mit ihr fliegen, aber Johanna war nicht da, niemand wusste, wo sie ist. Da kam ich ins Spiel. Seit mindestens einem halben Jahr dachte ich daran, nach Indien zu fliegen. Das Geld dafür hatte ich aber nicht. Zu der Zeit arbeitslos, lag ein Flugticket außerhalb meiner Reichweite.

Da kommt Annemarie mit dem Angebot daher, die Kosten für den Flug zu übernehmen. Wenn ich mit ihr zusammen hin und zurück fliege und mich um sie und das Gepäck kümmere. Falls Johanna nicht rechtzeitig auftauchen sollte.

Ein phantastisches Angebot, in meiner Situation. Vier Wochen nach Poona! Ich musste nur noch sehen, dass ich ganz schnell etwas Geld für den Aufenthalt zusammen bekam. Das war leichter gesagt als getan, in meinem damaligen Umfeld, gab es keinen, der Geld genug hatte, um welches verleihen zu können.

Der Abflug wäre schon in zwei Wochen und ich musste mich auch noch gegen Pocken und Cholera impfen lassen; das war Vorschrift im Jahr 1975. Ich war am Rotieren und voller Vorfreude, schnell noch das Nötigste organisieren. Eine geeignete Reisetasche, einen leichten Schlafsack von Woolworth für 25.- Mark. Nur leichtes Gepäck, es wird heiß sein in Indien. Ich habe eh vor, mir in Indien Hosen und Hemden schneidern zu lassen. Von verschiedenen Leuten konnte ich mir 250.- Mark beschaffen, teils geliehen, teils als Geschenk. Das würde reichen für vier Wochen, das wusste ich von anderen, die bereits da waren.

Es ist Freitag Abend, morgen soll es losgehen! Wir sitzen im Center beisammen und reden über die bevorstehende Reise und was uns dort alles erwartet. Da geht die Tür auf - und Johanna prustet mit Gepäck beladen herein. „Hallo zusammen!“, schnauft sie. Mir zerplatzen schlagartig sämtliche Träume. Eine bodenlose Enttäuschung macht sich in mir breit. Ich mag Johanna eigentlich, aber in diesem Moment, wünsche ich sie auf den Mond. Sie hat Annemarie natürlich nicht vergessen, war halt nur bis gestern noch in Amsterdam. So was, wie ein Telefon, haben sie auf ihrem Hausboot natürlich nicht.

Völlig frustriert, verziehe ich mich nach hinten, in meinen Raum. Nach einer Weile kam Annemarie zu mir. „Na, jetzt biste sehr enttäuscht, nicht wahr?“ „Ja klar, ich hab mich schon so drauf gefreut. Und jetzt das ...“ „Du, ich kann deine Enttäuschung sehr gut verstehen. Es tut mir richtig leid für dich.“ Sie überlegt einen Moment, dann sagt sie: „Ich mache dir einen Vorschlag, vielleicht kannst du es dann doch noch schaffen. Wie wäre es, wenn ich dir den Hinflug bezahle, und du sorgst für den Rückflug? Ich habe nicht genug Geld, um zwei Extra-Tickets zu bezahlen, aber die Hälfte könnte ich noch dazugeben.“ Das wären dann 700.- Mark für den Rückflug. Woher soll ich die denn auf die Schnelle bekommen? Keine Chance! Mein Frust bleibt mir erst mal erhalten.

Ein Anruf bei meinem Vater brachte mir nur die Erkenntnis ein, dass ich doch besser nicht hinfliege und den armen Leuten dort, dass letzte Bisschen wegesse. Da hatte ich keine Unterstützung zu erwarten. Nun denn, nach einigem Überlegen, komme ich zu dem Schluss, dass nach Indien zu kommen, ja schon mal das Wesentliche ist. Wie und wann ich dann zurückkomme, steht doch auf einem ganz anderen Blatt. Notfalls fahre ich mit Botschaftshilfe über Land zurück. Die Möglichkeit bleibt mir immer noch. Also, was solls! Leben ist jetzt und hier und heute! Wollen wir nicht den Moment leben? Ohne Angst vor der Zukunft, ganz im Hier und Jetzt sein? Ich bin gesund und fit, was soll passieren, was ich nicht irgendwie handeln kann? Zu jedem Abenteuer bereit, beschließe ich, dass ein Hinflug-Ticket eine wunderbare Sache ist. Indien ich komme!

Am nächsten Tag, trafen wir uns alle auf dem Flughafen Tempelhof, am Air-India-Schalter. Annemarie kaufte noch schnell das Ticket für mich, dann konnten wir einchecken. Außer ihr, Johanna und mir, war noch Murti mit dabei; ein anderer Sannyasin.

Der Jumbo-Jet war nur etwa zur Hälfte besetzt, wir hatten alle ausreichend Platz. Annemarie zu versorgen, war sehr einfach. Sie war ungefähr 1,50 Meter groß und wog nicht mehr als 40 Kilo. Man konnte sie einfach unter die Achseln nehmen und eine Stufe hochheben, die sie alleine nicht bewältigen konnte. Nach einer Zwischenlandung in Dubai ging es dann die Nacht durch nach Bombay, wo wir morgens um 8 Uhr ankamen.

Bombay

Als ich die Gangway betrat, schlug mir die Hitze wie ein feuchtes Handtuch ins Gesicht und mir brach sofort der Schweiß aus allen Poren. „Oh ja, das ist es!“ Ich liebte die Tropen, seit ich sie kannte. Ich leide nicht unter der Hitze, ich genieße sie! Normalerweise neige ich auch überhaupt nicht zum Schwitzen, nur der Übergang vom klimatisierten Flugzeug, hatte das verursacht. Nachdem wir das Gepäck hatten und die Passkontrolle hinter uns, besorgten wir ein Taxi. „You want Taxi, Sir? Welcome to India!“ Wir wollten eins und ließen uns in die Innenstadt zur Dadar-Station fahren. Dort fuhren Sammel-Taxen, die lange Strecken fuhren. So gab es auch welche nach Poona. Es war eine lange Fahrt vom Flughafen. Rechts und links breiter Straßen sah man die erbärmlichen Behausungen von Ghettos entlang der Strecke.

In Indien herrscht Linksverkehr, das war auch erst mal gewöhnungsbedürftig. Genauso wie indische Taxifahrer! Unaufhörlich plappernd und gestikulierend, jagte er in halsbrecherischer Geschwindigkeit durch die Kurven. Dabei unablässig hupend und roten Saft zum Fenster hinaus spuckend, schimpfte er auf alle, und besonders auf die Motorrikschas. Vielfältige Gerüche strömten durch die offenen Fenster, Wärme umgab mich wie in einer Badewanne; ich war glücklich!

In Dadar-Station angekommen, suchten wir nach einem Taxi, das uns die knapp 200 Kilometer, nach Poona bringen würde. Bei einem fiel mir etwas ins Auge, ich zeigte es Johanna. „Sieh dir mal die hinteren Reifen von dem Taxi da an, blank wie ein Kinderpopo.“ „Oh ja, sehr vertrauenerweckend“, meinte sie nur.

Wir waren uns dann schnell mit einem Fahrer einig, für 120.- Rupien, würde er uns nach Poona fahren. Das waren rund 40.- DM für vier Personen, aus unserer Sicht ein fairer Preis. Ab ging die wilde Fahrt, raus aus Bombay, immer in Kurven bergauf. Bombay liegt in einem Talkessel, direkt am Meer. Umso höher wir kamen, desto besser konnte man diesen Moloch von Stadt überblicken. Es war ein gigantischer Anblick, eine Stadt wie ein Flickenteppich, mit tief hängenden Wolken darüber. Die Luft war schwül dort unten, sie wurde immer besser, mit jedem Meter, den wir an Höhe gewannen. Um in Indien am Straßenverkehr teilzunehmen, bedarf es sehr starker Nerven. Am besten, man lässt sie sich vorher entfernen.

Unser Fahrer erwies sich als begeisterter Sänger. Dazu drehte er sein Autoradio voll auf, um dann noch lauter mitzusingen. Für mich klang das eher nach schwerer Diphtherie als nach Gesang. Es gab regen Verkehr und wenn unser halskranker Caruso, grade mal nicht sang, dann fluchte er.

Ein klein wenig beunruhigend, fand ich es schon, dass die sogenannten Straßen, keinerlei Begrenzung, so was wie eine Leitplanke hatten. Vor allem, als wir in gebirgiges Gebiet kamen und wir seitlich ziemlich tief hinabsehen konnten. Wir vertrauten wohl alle gerade sehr auf unser hoffentlich positives Karma. Für mich schien es die richtige Zeit zu sein, einen indientauglichen Fatalismus auszubilden. Nur der Feigling stirbt tausend Tode. Ich beschließe einfach, dass meine Zeit noch lange nicht gekommen ist, ergo kann mir überhaupt nichts passieren. So mental entspannt, genieße ich die Fahrt und schaue mir das Land an.

Wir hatten knapp die Hälfte der Strecke hinter uns, als es einen Knall gab und es einen Schlag tat. Einer der Hinterreifen war geplatzt. Reifenwechsel und Pinkelpause. Glücklicherweise waren wir kurz vor einem kleinen Ort, als das passiert. Die letzten 200 Meter fuhren wir langsam humpelnd in das Dorf ein. Dort gab es einen Chai-Shop, unverzichtbar für Indien-Reisende. Wir versorgten uns alle mit Erfrischungen. Unser Fahrer holte einen Ersatzreifen aus dem Kofferraum. Dazu musste er unser gesamtes Gepäck ausladen. Was dann zum Vorschein kam, sah nicht so aus, als würde es noch 100 Meter aushalten, geschweige denn 100 Kilometer. Der Fahrer grinste nur, sang fröhlich vor sich hin und wechselte den Reifen.

Annemarie, die wir erst vorne auf den Beifahrersitz gesetzt hatten, wollte dann doch lieber nach hinten. Ich tauschte gerne mit ihr, auch um den Preis, dem „Gesang“ nun noch näher zu sein. Das hatte aber den Vorteil, dass ich meine Nase, wie ein Hund, aus dem Fenster halten konnte. Meine langen Haare flatterten im Wind und ich genoss einfach dieses Gefühl von Freiheit. Die heiße Sonne auf meiner Haut, der neue Geruch von allem, selbst der Staub, waren mir willkommen. Die Anderen stöhnten, ich jubelte, wenn auch mehr innerlich. Annemarie wirkte trotz ihres Alters noch recht munter, wenn auch etwas erschöpft. Die beiden anderen hingen komplett in den Seilen. Johanna war es ständig schlecht und sie hatte Kopfschmerzen.

Murti hatte seine klapprigen 1,80 fein säuberlich in der Ecke zusammengefaltet. Er schaffte es immerhin, die meiste Zeit zu schlafen, was auch schon eine Leistung war. Ich traute es mich kaum zu sagen, aber mir ging es prächtig!

Poona

Knapp vier Stunden brauchten wir für die Strecke. Erleichtert kletterten wir alle aus dem schwarz-gelben Folterkasten. Nur um gleich in den Nächsten steigen zu müssen. Von der Taxi-Haltestelle bis zum Koregaon Park war es noch ein gutes Stück. Annemarie hatte sich über einen Bekannten ein Hotelzimmer in der Nähe reservieren lassen. Dorthin waren wir jetzt unterwegs.

Was uns erwartete, war eine ziemlich große, ziemlich alte Villa im Kolonial-Stil. Mitten in einem großen Garten gelegen, fast schon ein kleiner Park, bestanden mit großen alten Bäumen. Annemarie hatte eine kleine Suite mit zwei Zimmern. Nach vorne raus, gab es einen kleinen Erker mit Balkon, dort würde ich heute Nacht erst mal schlafen. Wir waren nun seit fast 24 Stunden unterwegs und rechtschaffen müde. Alle wollten sich hinlegen und schlafen.

Ob von der Aufregung, dem Jet-Lag oder meiner überbordenden Neugier, ich konnte nicht lange schlafen. Nur etwa eine Stunde später, war ich schon wieder hellwach. Es begann gerade zu dämmern, war also noch recht früh. Leise suchte ich zusammen, was ich brauchte und flankte dann einfach über das Balkongeländer. Das war kein Problem, wir befanden uns im Erdgeschoss.

Langsam schlenderte ich auf den Ausgang zu. Plötzlich fiel von oben etwas auf mich herab und zappelte an meinem Kopf, in meinen langen offenen Haaren. Ich war total erschrocken, konnte mir gar nicht vorstellen, was das sein sollte. Instinktiv ging ich in die Knie und tastete nach dem zappelnden Etwas in meinen Haaren. Wie sich herausstellte, war es eine Fledermaus. Die hockten hier zu Dutzenden in den hohen Bäumen. Mit einiger Hilfe von mir kam sie schließlich frei und flatterte in die Dunkelheit davon. Das Vieh hatte mir einen Mordsschrecken eingejagt, mein Herz klopfte spürbar.

Welcome to India

Auf der Straße herrschte ein reges Treiben. Hupende Autos, quäkende Rikschas und immer wieder vereinzelte Rufe von fliegenden Händlern. Ein Stück weiter, sah ich einen Kiosk. Gut, ich brauchte Zigaretten. In einem kleinen Holzverschlag hockte ein Inder im Schneidersitz, umgeben von zahlreichen Illustrierten und Zeitungen in Hindi und auf Englisch. Außerdem gab es eine ganze Reihe von Süßwaren, Zigaretten und Beedies. Direkt vor sich hatte er zwei Tabletts stehen. Auf dem einen standen etliche kleine Töpfchen, mit undefinierbarem pastösem Inhalt, auf dem anderen lag ein Stapel großer, runder grüner Blätter. Er war gerade damit beschäftigt, auf dem obersten dieser Blätter, mit einem Stab eine weiße Paste zu verteilen. Dann nahm er aus mehreren verschiedenen Töpfchen, jeweils eine Kleinigkeit und schmierte eine nach der anderen, mit großer Hingabe, auf das Blatt.

Als er zufrieden schien mit der Mischung, rollte und faltete er das Ganze zu einem kleinen dreieckigen Bündel, um es sich dann im Ganzen in den Mund zu schieben. Nachdem er sein Werk im Mund zurecht geschoben hatte, nickte er mir breit grinsend zu und nuschelte:„Good evening, Sir. What do you want?“

Wie ich später erfahre, handelte es sich um Panblätter mit Betelnuss-Extrakt und diversen anderen Substanzen. Indiens Volksdroge Nummer eins. Er lud mich ein, es selbst zu versuchen, machte sich sofort eifrig ans Werk. Nur mit Mühe konnte ich ihn zurückhalten. Ich wollte es bei Nikotin belassen.

Die Temperatur war sehr angenehm, eine richtig lauschige Tropennacht. Inzwischen hatte ich Hunger bekommen und machte mich auf die Suche nach einem Restaurant. Das war recht einfach, davon gab es in dieser Straße einige. Ich setzte mich draußen vor eins und bestellte mir einen Biryani, gebratener Reis mit Gemüse, Huhn und Rosinen.