Jack Slade 1052 - Jack Slade - E-Book

Jack Slade 1052 E-Book

Jack Slade

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Beschreibung

Eine Schar Klein-Rancher aus Texas hat die Nase voll von der Vorherrschaft des Rinderkönigs Big Jim Hubbard. Unter Führung Billy Buckmans - früher mal Wilhelm Buchmann - legen sie ihre Herden zusammen, um sie gemeinsam zum Verladebahnhof in Dodge City zu treiben. Big Jim Hubbard sieht aber nun gar nicht ein, warum er in Zukunft darauf verzichten soll, den Klein-Ranchern ihre Herden weit unter Preis abzukaufen. Er schickt also den Revolverhelden Ringo und ein Horde ruchloser Gunmen los, um den Viehtrieb der Klein-Rancher aufzuhalten.

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Seitenzahl: 125

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Inhalt

Cover

Inhalt

Viehtrieb in die Hölle

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Vorschau

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Impressum

Cover

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsbeginn

Impressum

Viehtrieb in die Hölle

Eine Schar Klein-Rancher aus Texas hat endgültig genug von der Willkür des mächtigen Rinderkönigs Big Jim Hubbard. Unter Führung Billy Buckmans – früher mal Wilhelm Buchmann – legen sie ihre Herden zusammen, um sie gemeinsam zum Verladebahnhof in Dodge City zu treiben.

Big Jim Hubbard sieht aber nun gar nicht ein, warum er in Zukunft darauf verzichten soll, den Klein-Ranchern ihre Herden weit unter Preis abzukaufen. Er schickt also den Revolverhelden Ringo und ein Horde ruchloser Gunmen los. Ihr Auftrag: den Viehtrieb der Kleinrancher zu stoppen – mit allen Mitteln!

Kapitel 1

Die Texas-Sonne erhob sich langsam über den Horizont und tauchte die karge Landschaft nahe Lubbock in ein warmes goldenes Licht.

Die ersten Strahlen schickten sich an, das Dunkel der Nacht zu vertreiben. Und obwohl es noch sehr früh am Tag war, konnte man die Kraft der Sonne bereits erahnen.

Billy Buckman, ein Klein-Rancher, stand vor dem bescheidenen Wohnhaus seiner Ranch und betrachtete die riesige Herde, die in der Nähe graste. Etwa ein Zehntel dieser Herde ging auf ihn, die anderen Tiere gehörten zu etwa gleichen Teilen seinen Nachbarn, wie er allesamt Klein-Rancher, die gegen die großen Rinderbarone nicht anstinken konnten.

Buckman, der eigentlich Wilhelm Buchmann hieß, hatte Deutschland vor etwa fünfzehn Jahren den Rücken gekehrt, um im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sein Glück zu suchen.

Und nun hatten sich die Rancher entschlossen, ihre Herden zu vereinen, um sie dann unter Buckmans Führung zur Viehverladestation nach Dodge City zu treiben. Ein langer, gefährlicher Weg.

Aber die Männer wussten, dass sie gemeinsam stärker sein würden. So konnten sie sich besser gegen Viehdiebe und Indianer durchsetzen, vor allem aber würden sie angesichts der Größe der Herde – Buckman schätzte sie auf etwa viereinhalbtausend Tiere – auch einen guten Preis erzielen. Eine Herde dieser Größe war für die Aufkäufer aus dem Osten interessanter als mehrere kleine Herden, die jeweils einzeln abzuarbeiten waren und doppelte und dreifache Arbeit und Kosten bedeuteten.

»Heute ist der Tag, Jungs!«, rief Buckman, der schon wegen seiner Größe von sechs Feet und fünf Inches aus der Menge herausragte. »Heute gilt es, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.«

Seine Stimme klang entschlossen, aber ein leichter deutscher Akzent war immer noch zu hören.

Er hatte damals geglaubt, mit einem amerikanisch klingenden Namen bessere Chancen zu haben. Aber wie so oft im Leben musste man die Sache mit dem Glück und den besseren Chancen von zwei Seiten betrachten.

Ja, einerseits hatte er ein eigenes Stück Land und eine Herde, was in Deutschland nicht der Fall gewesen war. Ja, er hatte ein ordentliches Auskommen. Und nochmals ja. Denn seit einigen Monaten schien es nach Jahren, in denen er nur im Bordell von Lubbock weibliche Gesellschaft fand, als hätte er etwas Glück gefunden.

Er hatte ein nettes Mädchen kennengelernt. Eigentlich war sie wunderbar.

Aber wie zuvor erwähnt, das war nur die eine der beiden Seiten.

Die andere bedeutete für ihn, tagaus tagein bis zu zehn Stunden zu schuften. Und wenn er besonderes Pech hatte, quälten ihn ein Gewitter oder gar eine wochenlange katastrophale Dürre bis aufs Blut. Dann ging es bisweilen um nicht weniger als die Existenz.

Und dann war da noch ein Faktor, der ihm und seinen Nachbarn das Leben zur Hölle machte – Big Jim Hubbard!

Hubbard war der mit Abstand reichste Rancher im Umkreis von vierhundert Meilen, und seine Ranch, die er ganz unbescheiden »Big Jim Hubbard-Ranch« getauft hatte, war fast so etwas wie ein Staat im Staate. Hubbard gehörte halb Texas, zumindest vermittelte er jedem diesen Eindruck. Er war es gewohnt zu befehlen, und bisher hatte es niemand gewagt, dem Kerl etwas abzuschlagen.

Als Hubbard nun aber erfahren hatte, dass die Klein-Rancher nicht wie früher ihre Tiere an ihn verkaufen würden, sondern sie selbst zur Eisenbahn bringen wollten, da empfand er das beinahe als Majestätsbeleidigung.

Vor allem aber wurmte ihn, dass ihm so viele Dollar durch die Lappen gehen sollten.

Denn natürlich hatte er den Ranchern schon immer nur einen Preis gezahlt, der weit unter dem lag, den sie in Fort Worth hätten erlösen können.

Im Grunde hatte Hubbard die Preise bisher stets nach Lust und Laune festgelegt, in einem Jahr mal etwas mehr, im nächsten dafür beinahe lächerlich wenig. Letztlich stand hinter dieser Schweinerei aber nur ein Gedanke: Hubbard wollte die Rancher, die ihm ein Dorn im Auge waren, völlig ruinieren, um an ihr Land zu kommen.

Und dass die Rancher nun eigene Wege gehen wollten, konnte und wollte er nicht hinnehmen.

»Ich werde nicht zulassen, dass diese kleinen Krauter mir das Geschäft verderben«, murmelte er und nippte an seinem Whiskey, während er im Arbeitszimmer seines opulenten Ranchhauses saß.

Und dann war da noch ein Ärgernis, geradezu eine Unverschämtheit.

Dass sich seine Tochter Ellen ausgerechnet in Buckman verliebt hatte, war für ihn wie ein Schlag mit der Peitsche ins Gesicht gewesen. Natürlich hatte er ihr umgehend jeden Umgang mit Buckman verboten, aber er war davon überzeugt, dass die beiden sich nach wie vor heimlich trafen.

»Mit diesem Gesocks räume ich jetzt ein für alle Mal auf«, knirschte er und zeigte dabei ein gemeines Grinsen.

Hubbards Zuversicht hatte einen Namen, und der lautete »Ringo«. Ob der Mann auch einen Vornamen hatte, wusste niemand. Man wusste allerdings, dass Ringo einer der gefährlichsten Gunmen war und sein zweifelhafter Ruf weit über die Grenzen von Texas hinausreichte.

Hubbard, der ohnehin über eine wilde Meute von Männern verfügte, hoffte nun, dass Ringo und seine Schießgesellen endlich Schluss machen würden mit dem Bauernpack. Und das auf ganz legale Weise. Denn Ringo hatte es noch nie nötig gehabt, als Erster zu ziehen.

Er brauchte sein Gegenüber also nur bis aufs Blut zu reizen, und wenn der andere dann zog, war Ringos Reaktion reine Notwehr. Kein Gericht in Texas würde ihn dafür verurteilen.

Buckman und den anderen Männern war natürlich bewusst, dass sie sich jetzt nicht nur gegen die Widrigkeiten der Natur, sondern vor allem auch gegen Hubbard behaupten mussten.

Dass dieser Tyrann allerdings einen Gunman wie Ringo angeheuert hatte, das wussten die Männer bisher nicht. Sie waren keine Helden, wollten es auch überhaupt nicht sein. Sie wollten nur gut für ihre Familien sorgen und in Frieden leben.

Hätten sie auch nur geahnt, was Hubbard ausgeheckt hatte, der eine oder andere hätte sich vielleicht gegen den gemeinsamen Viehtrieb ausgesprochen.

»Wir haben hart gearbeitet, um hierherzukommen!«, rief Buckman jetzt und blickte in die Gesichter seiner Nachbarn. »Wir lassen uns von Hubbard nicht einschüchtern. Wir sind freie Rancher und leben hier in einem freien Land. Und zusammen können wir stark sein und auch einem Mann wie Hubbard die Stirn bieten.«

»Gut gesprochen«, meinte einer, und ein Gefühl der Entschlossenheit schien sich unter den Männern auszubreiten. Ja, sie waren nicht allein; sie hatten einander!

»Wir werden es schaffen!«, fuhr Buckman leidenschaftlich fort. »Die Eisenbahn bringt uns die Möglichkeit, unsere Herden zu fairen Preisen zu verkaufen! Ja, wir schaffen das!«

Die Männer, die sich noch enger um ihn herum geschart hatten, nickten zustimmend.

Doch in ihren Augen lag auch eine winzige Spur von Unsicherheit. Sie wussten, dass der Weg über den Holden Trail beschwerlich werden würde. Beschwerlicher als alles, was sie sonst auszuhalten hatten.

Die Natur war unberechenbar, und mit Viehdieben musste man immer rechnen. Und dann war da ja auch noch Hubbard. Würden sie ihm wirklich standhalten können, falls der Kerl etwas gegen sie unternahm? Im Grunde aber war es gar keine Frage, ob Hubbard etwas gegen ihren Viehtrieb unternehmen würde, sondern nur, was und wann er es tat.

Derlei Selbstzweifel konnte Buckman nicht zulassen, und mit einem »Breakup!« gab er den Befehl zum Aufbruch.

Der Boden zitterte vom Stampfen tausender Hufe, und ein wenig Stolz machte sich in Buckman breit, dass sie es tatsächlich geschafft hatten, ihren Plan bis hierher schon einmal zu verwirklichen.

Aber er spürte auch das Gewicht der Verantwortung auf seinen Schultern, denn eines war ihnen allen klar: Falls sie die Herde verloren, warum auch immer, dann war es das Aus für sie als Rancher.

Keiner von ihnen würde dann seine Ranch halten können, und sie würden sich irgendwo als Lohnempfänger verdingen müssen. Vielleicht sogar bei Hubbard, wenn es keine andere Möglichkeit gab, ihre Familien zu ernähren.

Buckman vertrieb diesen düsteren Gedanken aber gleich wieder und dachte lieber an Ellen und an die Nacht, die sie vor einigen Tagen miteinander verbracht hatten.

Ihm wurde heiß bei diesem Gedanken.

Heißer als unter der Texas-Sonne, die immer höher stieg und bereits jetzt erbarmungslos auf Mensch und Tier herunterbrannte.

Die Herde bewegte sich in einem stetigen Rhythmus. Das Geräusch der Hufe und das Rauschen des Grases schienen sich beinahe zu einer Melodie zu vereinigen.

Buckman ritt an die Spitze der Gruppe.

»Haltet die Augen stets offen!«, rief er den Männern zu. »Wir wissen nicht, was uns auf dem Weg erwartet.«

Die Rancher nickten wieder, und ein Gefühl der Kameradschaft breitete sich allmählich aus. Sie waren jetzt bereit, alles zu riskieren, um ihre Träume zu verwirklichen.

Die ersten Stunden des Viehtriebs vergingen schnell. Die Sonne stieg höher und höher, und die Hitze wurde unerträglich.

Buckman hielt irgendwann an, um Männern und Rindern eine kurze Pause zu gönnen.

Sie tranken Wasser aus ihren Feldflaschen und schauten auf die Herde, die friedlich graste.

»Wir müssen unser Tempo halten«, sagte Buckman. »Jeder Tag zählt, und wir müssen die Viehverladestation so schnell wie möglich erreichen.«

Als sie eine halbe Stunde später ihren Weg fortsetzten, ergriff ihn plötzlich eine wilde Unruhe. Er konnte nicht aufhören, an Hubbard zu denken und an die zwar nicht ausgesprochene, aber doch existente Drohung, die über ihnen schwebte.

»Was wird er tun?«, fragte er sich immer wieder. »Wird er uns verfolgen? Oder wird er uns unterwegs auflauern? Wird er versuchen, uns aufzuhalten? Wird er Gewalt einsetzen?«

Er ärgerte sich über sich selbst. Ausgerechnet er zweifelte jetzt. Das durfte nicht sein.

Zum Glück schlichen sich dann wieder die Gedanken an Eleonore in seinen Kopf. Ihm war klar, dass es auf Dauer nicht so weitergehen konnte mit den Heimlichkeiten.

Ich werde alles tun, um sie aus den Fängen ihres Vaters zu befreien, dachte er.

Wieder hatten sie mehrere Stunden im Sattel gesessen, als sie einen kleinen Bach erreichten, wo sie den Tieren eine Pause gönnten.

Buckman sah ihnen beim Saufen zu, und er war jetzt ein wenig stolz auf seine Männer, die nun weniger unsicher wirkten als noch am Morgen.

Vielleicht schaffen wir es ja wirklich, dachte er.

»Seht mal, da drüben!«, rief der Rancher John Wilkes plötzlich und deutete nach Norden.

Tatsächlich war dort eine Staubwolke zu erkennen, die schnell näher kam.

Reiter! Nicht nur zwei oder drei, sondern vielleicht sogar ein Dutzend!

»Bleibt ruhig, Männer!«, befahl Buckman. »Warten wir doch erst einmal ab, wer das überhaupt ist und ob die Kerle etwas von uns wollen. Vielleicht wollen sie sich hier am Bach nur erfrischen und ihre Pferde saufen lassen, genauso wie wir.«

Nur ein paar Wimpernschläge später war die wilde Meute schon heran, und ihr Anführer riss seinen Gaul so brutal an der Kandare, dass er vor Schmerzen wieherte und auf die Hinterbeine stieg.

»Guten Tag!«, sagte Buckman so höflich, wie er eben konnte. »Sie haben wohl auch nach einer kleinen Erfrischung gesucht?« Er versuchte, den Anführer unauffällig zu mustern, und sofort blieb sein Blick am tief hängenden Revolverholster hängen.

Ein Gunman!, ging ihm durch den Kopf, dahinter kann nur Hubbard stecken!

»Dir gefällt wohl nicht, was du siehst, Bauernlümmel?«, fragte Jonny Ringo verächtlich, der natürlich bemerkt hatte, wie Buckman ihn musterte.

»Wir wollen keinen Ärger, Mister ...« Buckman versuchte, Ruhe zu bewahren.

»Nur Ringo, einfach nur Ringo«, entgegnete der Revolvermann mit einem verschlagenen Grinsen.

Der Schlimmste von allen, dachte Buckman und blickte in die Gesichter seiner Männer. Von der Entschlossenheit der vergangenen Stunden war nichts geblieben, Zweifel und Angst konnte er nun in den Augen seiner Freunde erkennen.

»Wie gesagt, Mister Ringo, wir wollen keinen Ärger. Wir sind nur ein paar Rancher, die ihre Rinder zur Bahnstation bringen wollen.« Buckman war klar, dass Ringo das alles längst wusste. Aber er musste etwas Zeit gewinnen, um ihre Chancen gegen den wilden Haufen abschätzen zu können.

Nominell waren sie im Vorteil. Zehn Rancher, noch mal so viele Cowboys und der Koch mit dem Küchenwagen – das bedeutete ein Verhältnis von etwa 2:1 für die Rancher.

Aber Buckman wusste natürlich, dass es nicht ein einziger von ihnen auch nur ansatzweise mit Ringo oder einem von dessen Schießern aufnehmen konnte.

»Ich mache euch einen Vorschlag«, begann Ringo dann, »wir sind auch friedliebende Leute ...«

Höhnisches Gelächter der Gunmen unterbrach ihn.

»Schnauze!«, bellte er. »Also, wir sind außerordentlich friedliebend, und der Vorschlag, den ich euch mache, hilft uns allen weiter.« Seine Augen konnten die Verschlagenheit hinter diesen Worten nicht leugnen.

Da ich aber mal gespannt, dachte Buckman und wunderte sich darüber, dass er so ruhig blieb.

»Wir arbeiten für Mister Hubbard, der immer großzügig war, wenn er euch eure Rinder abgekauft hat. Und deshalb kann er nicht verstehen, warum ihr dieses Mal das ganze Risiko auf euch nehmen und die Viecher ohne seinen Schutz nach Dodge City bringen wollt. Aber er nimmt euch das nicht übel, sondern macht euch sogar erneut ein großzügiges Angebot. Er zahlt pro Rind zehn Dollar und vergisst sogar, dass ihr ihn gekränkt habt.«

»Zehn Dollar?!«, rief Pete Bellingham erzürnt. »Das sind fünf Dollar weniger, als er bisher meist gezahlt hat.«

»Und bestimmt fünfzehn Dollar weniger, als wir in Dodge City bekommen!«, empörte sich ein anderer.

»Jetzt passt mal gut auf, ihr Viehtreiber!«, bellte Ringo nun. Von der gespielten Freundlichkeit war nichts mehr übrig. Wilde, gemeine Brutalität stand ihm jetzt ins Gesicht geschrieben.

»Ihr könnt froh sein, dass Mister Hubbard euch überhaupt noch ein Angebot gemacht hat. Ich an seiner Stelle hätte ganz anders reagiert!«

»Ach ja, wie denn?!« Plötzlich trat Carter Thompson hervor, der eigentlich ein sehr zurückhaltender Mann war und im Saloon stets versuchte, selbst dem allerkleinsten Ärger aus dem Weg zu gehen.

Was ist mit Carter?, fragte sich Buckman. Hoffentlich macht er jetzt keinen Blödsinn!

Aber es war längst zu spät.

Denn heute war der Tag, an dem es Thompson endgültig satt hatte, herumgeschubst und drangsaliert zu werden von denen, die einfach nur mehr Geld hatten als er und seine Freunde.

»Das ist ein freies Land, und wir sind freie Rancher und verkaufen unser Vieh dort, wo wir es für richtig halten«, erklärte er erstaunlich gelassen. »Daran kann auch eine Horde Revolvermänner nichts ändern, selbst wenn ihr Anführer der große Ringo ist!« Er blickte Ringo fest in die Augen und dann ... spuckte er vor ihm aus!

Buckman sah, wie Ringos Hand zum Holster fuhr, er sich aber gerade noch beherrschen konnte.

»Das hättest du nicht tun sollen, du Schweinetreiber!«, schrie Ringo. »Das wird dir noch leidtun!« Dann ging er auf Thompson zu, drehte sich kurz zu seinen Männern um und fragte: »Männer, ihr habt doch alle gesehen, dass dieser Kuhbauer mich aufs Übelste beleidigt hat?«