Kolumbus hat Indien immer noch nicht gefunden Band 2 - Sebastian Niedlich - E-Book

Kolumbus hat Indien immer noch nicht gefunden Band 2 E-Book

Sebastian Niedlich

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6,99 €

Beschreibung

Untergang der Titanic! Kreuzzüge! Elektrizität! Jeder Tag war wichtig in der menschlichen Historie. Vielleicht ist nicht an allen Tagen jedes Jahres etwas Weltbewegendes geschehen, aber über die Jahrtausende hat jeder Tag Bemerkenswertes zu den Themen Wissenschaft, Religion, Krieg oder zwischenmenschliche Beziehungen beigetragen. Und weil vieles davon durchaus absurd zu nennen ist, werden hier die Geschehnisse mit einer gesunden Portion Humor betrachtet. Sebastian Niedlich, der Autor des Bestsellers »Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens«, zeigt in diesem zweiten Band der Tagesübersichten der Geschichte alles, was in den Monaten April, Mai und Juni geschehen ist. Gut, vielleicht nicht alles, aber ganz sicher das Wichtigste!

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Seitenzahl: 393

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Kolumbus hat Indien immer noch nicht gefunden

Band 2

Sebastian Niedlich

Bibliografische Information der Deutschen

Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek

verzeichnet diese Publikation in der Deutschen

Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten

sind im Internet über dnb.dnb.de abrufbar.

Herstellung und Verlag: BoD – Books on Demand, Norderstedt

ISBN: 9783752630336

© 2020 Sebastian Niedlich

Books on Demand GmbH

In de Tarpen 42

22848 Norderstedt

Coverdesign: Nadine Ripp/Cannira

(www.facebook.com/Cannira)

Lektorat: Ralf Reiter

Satz: XS Werbeagentur

[email protected]

www.sebastianniedlich.de

Inhalt

April

Der 01. April in der Geschichte

Der 02. April in der Geschichte

Der 03. April in der Geschichte

Der 04. April in der Geschichte

Der 05. April in der Geschichte

Der 06. April in der Geschichte

Der 07. April in der Geschichte

Der 08. April in der Geschichte

Der 09. April in der Geschichte

Der 10. April in der Geschichte

Der 11. April in der Geschichte

Der 12. April in der Geschichte

Der 13. April in der Geschichte

Der 14. April in der Geschichte

Der 15. April in der Geschichte

Der 16. April in der Geschichte

Der 17. April in der Geschichte

Der 18. April in der Geschichte

Der 19. April in der Geschichte

Der 20. April in der Geschichte

Der 21. April in der Geschichte

Der 22. April in der Geschichte

Der 23. April in der Geschichte

Der 24. April in der Geschichte

Der 25. April in der Geschichte

Der 26. April in der Geschichte

Der 27. April in der Geschichte

Der 28. April in der Geschichte

Der 29. April in der Geschichte

Der 30. April in der Geschichte

Mai

Der 01. Mai in der Geschichte

Der 02. Mai in der Geschichte

Der 03. Mai in der Geschichte

Der 04. Mai in der Geschichte

Der 05. Mai in der Geschichte

Der 06. Mai in der Geschichte

Der 07. Mai in der Geschichte

Der 08. Mai in der Geschichte

Der 09. Mai in der Geschichte

Der 10. Mai in der Geschichte

Der 11. Mai in der Geschichte

Der 12. Mai in der Geschichte

Der 13. Mai in der Geschichte

Der 14. Mai in der Geschichte

Der 15. Mai in der Geschichte

Der 16. Mai in der Geschichte

Der 17. Mai in der Geschichte

Der 18. Mai in der Geschichte

Der 19. Mai in der Geschichte

Der 20. Mai in der Geschichte

Der 21. Mai in der Geschichte

Der 22. Mai in der Geschichte

Der 23. Mai in der Geschichte

Der 24. Mai in der Geschichte

Der 25. Mai in der Geschichte

Der 26. Mai in der Geschichte

Der 27. Mai in der Geschichte

Der 28. Mai in der Geschichte

Der 29. Mai in der Geschichte

Der 30. Mai in der Geschichte

Der 31. Mai in der Geschichte

Juni

Der 01. Juni in der Geschichte

Der 02. Juni in der Geschichte

Der 03. Juni in der Geschichte

Der 04. Juni in der Geschichte

Der 05. Juni in der Geschichte

Der 06. Juni in der Geschichte

Der 07. Juni in der Geschichte

Der 08. Juni in der Geschichte

Der 09. Juni in der Geschichte

Der 10. Juni in der Geschichte

Der 11. Juni in der Geschichte

Der 12. Juni in der Geschichte

Der 13. Juni in der Geschichte

Der 14. Juni in der Geschichte

Der 15. Juni in der Geschichte

Der 16. Juni in der Geschichte

Der 17. Juni in der Geschichte

Der 18. Juni in der Geschichte

Der 19. Juni in der Geschichte

Der 20. Juni in der Geschichte

Der 21. Juni in der Geschichte

Der 22. Juni in der Geschichte

Der 23. Juni in der Geschichte

Der 24. Juni in der Geschichte

Der 25. Juni in der Geschichte

Der 26. Juni in der Geschichte

Der 27. Juni in der Geschichte

Der 28. Juni in der Geschichte

Der 29. Juni in der Geschichte

Der 30. Juni in der Geschichte

Über den Autor

Das war Band 2 der Reihe

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Der 01. April in der Geschichte

Berlin telefoniert, Spaghetti wird geerntet, und ein Tor fällt um

527 – Der byzantinische Kaiser Justin I. ernennt seinen Neffen Justinian I. zum Mitherrscher und Thronfolger. Kevin, Sohn seiner Schwippschwägerin Chantal, wird allerdings von der Geschichte vergessen.

1881 – In Berlin wird das erste Telefonnetz Deutschlands eingerichtet. Satte 48 Teilnehmer gibt es. Tags darauf kriegt der erste Telefonbesitzer einen Anruf, ob er nicht an einer kurzen Umfrage teilnehmen will.

1891 – In Chicago wird die Wrigley Company gegründet. Man kann ihr heute noch für ekelhafte Kaugummis, die unter Schultische geklebt wurden, danken.

1893 – Das praktisch benamte »Gesetz betreffend die Einführung einer einheitlichen Zeitbestimmung« tritt im Deutschen Reich in Kraft. Damit gilt die Mitteleuropäische Zeit. Die Einführung dient hauptsächlich dazu, eine genaue Regulierung des Fahrplans der Eisenbahn zu gewährleisten. *Eigenen Scherz über Zugverspätungen hier einfügen*

1907 – Die erste österreichische Filmproduktionsgesellschaft, Saturn Film, schaltet erstmals Zeitungsinserate, in denen sie ihre »pikanten Herrenabendfilme« anpreist. Kurz gesagt: Die erste Filmproduktionsfirma Österreichs stellte Pornos her.

1944 – Wegen eines Navigationsfehlers bombardieren US-Flugzeuge irrtümlich die schweizerische Stadt Schaffhausen. 37 Menschen sterben, 100 werden zum Teil schwer verletzt. Die US-Regierung sagt »Hoppsala!« und bietet vier Millionen Dollar Reparationszahlungen an. Schlechtester Aprilscherz überhaupt.

1947 – Die einzige Meuterei in der Geschichte der Königlichen Neuseeländischen Marine beginnt. Die Seeleute beschweren sich, dass sie deutlich weniger Geld als ihre Kameraden an Land bekommen. Klar, warum sollte man in einem kleinen Land, das komplett von Wasser umgeben ist, auch eine ordentliche Bezahlung der Marine erwarten? Am Ende der friedlichen dreitägigen Auseinandersetzung werden über 20% des Marinepersonals entweder entlassen oder bestraft, was bestimmt für noch mehr Erheiterung gesorgt hat.

1948 – Die Sowjetunion findet es doof, dass ihr nicht ganz Berlin gehört. Sie beschließt, jeglichen Verkehr in die Stadt zu begrenzen, der irgendwie zum westlichen Militär gehört, damit die endlich abhauen. Aus diesem Grund werden alle Züge und LKWs angehalten und kontrolliert. Die Alliierten drehen den Sowjets eine Nase und beginnen am nächsten Tag damit, notwendigen Nachschub einzufliegen. Ab Juni wird dann Berlin komplett einer Blockade unterzogen. Tolle Idee ...

1949 – Die kanadische Regierung beschließt, dass man die Camps, in die man aus Japan stammende Mitbürger nach dem Angriff auf Pearl Harbor gesperrt hatte, mal langsam auflösen könnte. Der Krieg ist ja auch schon vier Jahre her und die ganze Sache irgendwie arschig. Entschuldigen tut man sich aber erst 39 Jahre später.

1957 – Die BBC strahlt eine Sendung aus, in der über die Spaghetti-Ernte im Tessin berichtet wird. Anschließend laufen die Telefone heiß, weil die britische Bevölkerung wissen will, wie sie am besten selbst Spaghetti anbauen könnte. Die offizielle Antwort lautet: »Pflanzen sie einen Zweig Spaghetti in einer Dose Tomatensauce und hoffen Sie auf das Beste.« Vermutlich der beste Aprilscherz bis heute.

1976 – Der von Steve Wozniak entwickelte erste Personal Computer der Welt, »Apple I«, wird vorgestellt. Sein Kumpel Steve Jobs findet das Ding gut und denkt sich: »Ey, das könnte man doch verkaufen ...« Also gründen sie eine kleine Firma, die heute nahezu vergessen ist ... oder so ...

1979 – Der Iran wird von Ruhollah Chomeini zur Islamischen Republik erklärt. In den zwei Tagen zuvor wurde darüber in wenig demokratischer Weise abgestimmt, und das offizielle Endergebnis von 98,57% Ja-Stimmen, das noch vor der Auszählung aller Wahlzettel verkündet wurde, darf angezweifelt werden. Alle Frauen, die vorher lässig leger durch die Gegend laufen, studieren und arbeiten durften, sind nicht ganz so aus dem Häuschen, da nun Gesetze erlassen werden, die sie davon abhalten sollen, eine höhere Bildung anzustreben oder arbeiten zu gehen. Ganz mieser Aprilscherz.

1998 – Kurz vor Anpfiff des Champions-League-Spiels zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund fällt ein Tor im Madrider Stadion um, was das Spiel um 76 Minuten verzögert. Die Moderatoren bei RTL, Marcel Reif und Günter Jauch, müssen die Zeit bis dahin irgendwie überbrücken und machen das so gut, dass über 12 Millionen Menschen beim nicht stattfindenden Spiel zuschauen. Als die Partie endlich beginnt, schauen nur noch rund 6 Millionen zu.

2001 – Die Niederlande werden das erste Land der Welt, in dem eine gleichgeschlechtliche Ehe geschlossen werden kann. Kurz nach Mitternacht heiraten gleich drei männliche und ein weibliches Paar, die von da an ihren Freunden erklären dürfen: »Nein, das ist kein Scherz.«

2002 – Die Niederlande werden das erste Land der Welt, das Sterbehilfe unter bestimmten Voraussetzungen zulässt. Die niederländischen Bischöfe reagieren entsetzt: »Ey, ist das jetzt ein Aprilscherz, oder was?«

Der 02. April in der Geschichte

Das Wandern wird eingestellt, Karl ist groß, und Leute kommen verwirrt aus dem Kino

568 – Die Langobarden erobern einen Großteil des heutigen Italien und sagen: »So, das ist jetzt unseres. Und weil uns die Füße vom Wandern wehtun, bleiben wir hier einfach.« Damit endet die Völkerwanderung. Und auch die Antike. Ab jetzt befindet man sich im Frühmittelalter.

748 – Der spätere König und Kaiser der Franken, Karl, kommt auf die Welt. Er erhält seinen Beinamen, als die Hebamme das Kind hochnimmt und anerkennend nickt: »Meine Güte, das ist aber ein Großer!« Deswegen: Karl der Große.

1744 – Im schottischen Ort Leith laden die »Gentlemen Golfers of Leith« zum ersten Golfturnier der Welt. Das »Turnier um den silbernen Löffel« gewinnt am Ende der »Captain of the Golf«, der für ein Jahr die Oberhoheit über alle golfrelevanten Fragen hat, auch die Regeln. Aber weil Dave die Regeln missbraucht und sagt »Der Verlierer muss eine Stulle mit Pferdedung essen!«, führt man zehn Jahre später verbindliche Regeln ein. Bescheuerter Dave.

1792 – Der US-Kongress verabschiedet ein Gesetz, mit dem der US-Dollar als Standardzahlungsmittel festgelegt und die entsprechende Bundesbehörde für die Prägung der Münzen geschaffen wird. Merkwürdigerweise entscheidet man sich beim Geld als eines der ersten Länder der Welt für ein Dezimalsystem, während man bei allen anderen Maßen im Land bei irgendwelchen Fantasiegrößen bleibt, wie z.B. Meilen, Fuß und Dickdarmlänge oder so.

1917 – US-Präsident Woodrow Wilson sagt zum Kongress: »Leute, wat is? Wir haben lange genug versucht, uns rauszuhalten, vielleicht sollten wir jetzt mal Deutschland den Krieg erklären.« Und der Kongress vier Tage später darauf: »Wat? War was? Ach so ... ja, jut. Macht doch.«

1963 – Im ZDF werden zwischen der Fernsehwerbung zum ersten Mal Zeichentrickfilme mit den Mainzelmännchen gezeigt, denn irgendwie muss man die Sendeminuten ja vollkriegen.

1968 – Stanley Kubricks Film »2001: Odyssee im Weltraum« hat in Washington D.C. seine Weltpremiere. Hinterher kommen einige Leute verwirrt heraus: »Also erst war das eine ganz normale Geschichte, aber dann am Ende war da so ein riesiges Baby und ganz viele bunte Lichter und ... ich glaube, ich brauche erstmal einen Drink.«

1978 – Die erste Folge der Seifenoper »Dallas« wird in den USA ausgestrahlt. Der bisher eher als Komiker bekannte Larry Hagman spielt das Ekel der Serie, die bald zum Straßenfeger wird und Kniffe in der Dramaturgie bringt, über die man sich noch heute lustig macht, u.a. bei den »Simpsons«, welche die Idee einer ganzen Folge (»Wer erschoss J.R.?«) übernahmen und daraus »Wer erschoss Mr. Burns?« machten.

1982 – Argentinien meint: »Sagt mal, die Falkland-Inseln, die vor unserer Küste liegen, sollten doch eigentlich uns gehören, oder? Da schicken wir jetzt mal Truppen hin, um das einzunehmen.« Als die Briten, denen die Inseln eigentlich gehören, das mitkriegen, fallen ihnen die Teetassen aus den Händen: »Alter, wat?« Es kommt zum 74-tägigen Falklandkrieg, bei dem Argentinien am Ende unterliegt.

1988 – Der erfahrene Fallschirmspringer Ivan Lester McGuire ist so damit beschäftigt, den Sprung eines anderen Fallschirmspringers zu filmen, dass er vergisst, seinen eigenen Fallschirm anzulegen, und trotzdem hinterher springt. Das gefilmte Material überlebt. Er nicht.

1991 – Mit einer phreatomagmatischen Explosion – sprich: Lava trifft auf Wasser, Wasser verdampft explosionsartig – beginnt der Ausbruch des Vulkans Pinatubo auf den Philippinen. Die Ausbrüche dauern bis zum August und zerstören u.a. zwei US-Armeestützpunkte, woraufhin die USA sagen: »Ach, wisst ihr was, Philippinen? Die könnt ihr jetzt behalten.« Auf der ganzen Welt kommt es zu einer Sonnenlichtreduktion von fünf Prozent, was mit einem Temperaturrückgang von rund 0,5°C einhergeht. Worüber man sich in Zeiten globaler Erwärmung vielleicht freuen könnte, hat aber auch eine erhebliche Zerstörung der Ozonschicht zur Folge. Heute kann man sich durch den Krater des Vulkans führen lassen – wenn man sich traut.

1998 – Nach fast vierzehn Jahren Rechtsstreitigkeiten wird Maurice Papon, ehemaliger Polizeipräfekt von Paris, Haushaltsminister Frankreichs und mittlerweile 87 Jahre alt, als Nazi-Kollaborateur in Bordeaux für seine Mitschuld an der Deportation von fast 1.700 Juden während des Zweiten Weltkriegs zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Weil er aber so krank ist, verbüßt er nur drei Jahre der Strafe. Dass man über 50 Jahre in Bezug auf ihn geschlafen hat, tut ja nichts zur Sache und lässt das überhaupt nicht blöd aussehen.

2005 – Papst Johannes Paul II. stirbt nach 26 Jahren und fünf Monaten im Amt, der zweitlängsten Zeit, die je ein Papst rumgepapstet hat.

2009 – Nach 15 Staffeln geht in den USA die Fernsehserie »Emergency Room« zu Ende. Sie zählt zu den teuersten und längsten Serien der Fernsehgeschichte und erlangte Vorbildfunktion sowohl für andere Fernsehserien als auch für die medizinische Ausbildung. Nicht nur werden Szenen aus der Serie zum Teil in der ärztlichen Ausbildung genutzt, aufgrund der Serie wurden auch mehr Menschen Ärzte. Man kann wohl froh sein, dass es nicht mehr Serien über alkoholabhängige Serienmörder gibt.

Der 03. April in der Geschichte

Ein Schuss in den Rücken, mehrere Schüsse auf Polen und ein Skandal, der letztlich ein Schuss in den Ofen ist

13 – Der römische Kaiser Augustus schließt sein Testament ab. Darin sagt er, dass er alles seinem Hund Fifi vermacht und die dusselige Verwandtschaft nichts bekommen soll. Oder irgendwie sowas.

686 – Maya-König Yuknoom Yich’aak K’ahk übernimmt die Krone der Stadt Calakmul. Er ist es bald leid, dass ständig allen, die seinen Namen aussprechen, »Gesundheit« gewünscht wird.

1043 – Eduard der Bekenner wird zum König von England gekrönt. Er findet Normannen ganz cool und hat keine Kinder, weswegen es nach seinem Tod dann auch ein ordentliches Gekabbel um die Thronfolge gibt, in dessen Zuge Wilhelm der Eroberer die normannische Königslinie beginnt. Im Grunde also mussten tausende Leute ihr Leben lassen, weil Eduard keine Nachfolger gezeugt hat. Pfft, Adlige ...

1860 – Der Pony-Express nimmt seinen Betrieb auf. Anderthalb Jahre später ist das Unternehmen wieder weg vom Fenster, weil irgendwer der Meinung war, dass Telegrafen das bessere Mittel seien, um Nachrichten zu überbringen, anstatt Pferde fast zu Tode zu reiten.

1865 – Im Amerikanischen Bürgerkrieg erobern die Nordstaaten Richmond, die Hauptstadt der Südstaaten. Die Südstaaten daraufhin: »Wir sind noch nicht tot ... *krächz stöhn* ... Wir kämpfen weiter! ... *röchel* ...« Aber nicht mehr lange.

1882 – Jesse James wird beim Aufhängen eines Bildes hinterrücks von seinem ehemaligen Gang-Mitglied Robert Ford erschossen. Obwohl James etliche Tote zu verantworten hat, wird er in der Bevölkerung als eine Art Gentleman-Räuber angesehen. Sein Mörder wird hingegen geächtet. Man wirft ihm Feigheit vor und singt sogar entsprechende Lieder. Eines davon covert z.B. von Bruce Springsteen über ein Jahrhundert später.

1888 – Der erste von elf brutalen Morden im Londoner Bezirk Whitechapel wird begangen. Die Bevölkerung gibt dem unbekannten Täter bald den Namen »Jack The Ripper«, weswegen der weniger bekannte »Charles The Farter« keine Beachtung mehr erfährt.

1922 – Josef Stalin wird zum Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Russlands gewählt. Er beginnt noch nicht gleich mit der Ermordung seiner Mitstreiter und weiter Teile der Bevölkerung, aber er kann sich schon mal darauf freuen.

1936 – Bruno Hauptmann, verurteilt wegen der Entführung und Ermordung des Lindbergh-Babys, wird auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Es gibt zwar arge Zweifel an seiner Schuld, aber das muss man ja nicht so eng sehen.

1940 – Das Massaker von Katyn beginnt. Weil die Deutschen im Zweiten Weltkrieg den Polen offenbar noch nicht genug angetan haben, beginnt die Sowjetunion damit, gezielt Tausende von ihnen umzubringen.

1948 – US-Präsident Harry Truman unterschreibt den Marshallplan. Der soll dafür sorgen, dass es in Europa genug zu essen gibt, die Kommunisten nicht die Oberhand gewinnen und vor allem, dass amerikanische Produkte ordentlich Absatz in Europa finden. Wer sich also mal gefragt hat, warum alles so amerikanisiert ist: Hier ist die Antwort.

1974 – An diesem und am nächsten Tag kommt es in den USA zum sogenannten »Super Outbreak«. 148 Tornados entstehen im mittleren Westen der USA, darunter sieben Tornados der höchsten Kategorie F5 und 23 der zweithöchsten Kategorie F4. Rund 330 Menschen sterben, 5484 werden verletzt. Keiner von ihnen landet in Oz und muss dort den Zauberer aufsuchen.

1996 – Ted Kaczynski, auch als Unabomber bekannt, wird vom FBI festgenommen. Man nimmt an, dass er nicht ganz richtig tickt. Tja, so ist das halt, wenn man früher während eines illegalen Programms zur Gedankenkontrolle der US-Regierung mit LSD vollgestopft wurde.

2010 – Apple bringt das iPad heraus. Endlich braucht man nicht mal mehr von der Couch aufzustehen, um sinnlos Geld im Internet auszugeben.

2016 – Die »Panama Papers« werden »geleakt«. 2,6 Terabyte an vertraulichen Unterlagen kommen ans Licht, die etliche Personen mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehung oder gar der Geldwäsche belasten. Unter anderem muss der isländische Regierungschef seinen Hut nehmen.

Eigentlich ist das ein Riesenskandal, aber da der Umfang des Datenlecks derart enorm ist und anscheinend keiner sich wundert, dass sich Politiker und Reiche nicht um Gesetze scheren, verläuft das Ganze recht schnell mehr oder weniger im Sand.

Der 04. April in der Geschichte

Baden und Württemberg heiraten, der Papst macht blöde Geschenke, und Bedřich lässt ordentlich smetanan

1081 – Alexios I. Komnenos wird byzantinischer Kaiser und schickt seinen entthronten Vorgänger Nikephoros III. ins Kloster. Würde man sich bei manchen Politikern heute wünschen, dass das so gehandhabt wird.

1251 – Mechthild von Baden und Ulrich von Württemberg heiraten und sagen: »Ach, schmeißen wir unsere ganzen Ländereien zusammen, wa?« So kommt u.a. Stuttgart zu Württemberg, was ganz praktisch ist, denn immerhin ist das heute die Hauptstadt des gemeinsamen Landes.

1297 – Papst Bonifatius VIII. sagt zu König Jakob II. von Aragón: »Hier, haste Sardinien und Korsika als Lehen, kannste machen, wat du willst, z.B. Steuern eintreiben.«

Jakob stutzt: »Aber Sardinien steht doch unter der Kontrolle der Genuesen!«

Der Papst: »Du sagst das so, als wäre das mein Problem.«

1581 – Francis Drake, englischer Weltumsegler und quasi Pirat in Diensten ihrer Majestät, wird im Auftrag von Elizabeth I. zum Ritter geschlagen, frei nach dem Motto: »Jut, biste einmal um die Welt gefahren, darfst dich jetzt Sir nennen.«

1841 – William Henry Harrison, neunter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, stirbt an einer Lungenentzündung, die er sich – vielleicht – genau einen Monat zuvor bei seiner Antrittsrede geholt hat, weil er meinte, eine zweistündige Ansprache in der Kälte halten zu müssen. Er ist der Präsident mit der kürzesten Amtszeit, und im Zuge seines Todes kommt es zum ersten Mal dazu, dass ein Vize-Präsident das Amt übernehmen muss. Mit der Ausnahme von Teddy Roosevelt vielleicht hält dann auch keiner mehr so lange Reden.

1875 – Bedřich Smetanas Stück »Die Moldau« wird in Prag uraufgeführt und danach vor allem bei Musiklehrern beliebt, die ihren Schülern mal erklären wollen, was Programmmusik und Tonmalerei ist. Merkwürdig ist dabei, dass Smetana die Melodie bei einem anderen Stück aus Italien geklaut hat, bei dem sich auch schon die schwedische Volksweise »Ack Värmland du sköna!«, ein spanisches Lied und die zionistische Hymne »haTikwa«, die seit 1948 die Nationalhymne Israels ist, bedient haben. Im Grunde ist es vielleicht die internationalste Melodie von allen.

1884 – Chile und Bolivien schließen im Salpeterkrieg ein unbefristetes Waffenstillstandsabkommen. Wer tatsächlich gewonnen hat, kann man vielleicht daran erkennen, dass im Vertrag praktisch Folgendes steht: »Chile kriegt das ganze Küstengebiet, und Bolivien darf als Binnenstaat zusehen, wo es bleibt.«

1949 – »Scheiße, wat is, wenn die Kommunisten uns angreifen?«, sagen sich die Staaten USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Italien, Portugal, Dänemark, Norwegen und Island und gründen vorsichtshalber die NATO, um sich im Verteidigungsfall gegenseitig zu helfen.

1964 – Die Billboard-Charts in den USA werden veröffentlicht, und zum ersten und vermutlich letzten Mal steht auf den ersten fünf Plätzen eine einzige Gruppe: die Beatles.

1: »Can’t Buy Me Love«

2: »Twist And Shout«

3: »She Loves You«

4: »I Want To Hold Your Hand«

5: »Please Please Me«

Gleichzeitig haben sie noch sieben weitere Chartplatzierungen in den Top 100.

1965 – »Iron Man« kommt auf die Welt. Na ja, nicht »Iron Man«, sondern der Schauspieler Robert Downey Jr.

1973 – Die Zwillingstürme des World Trade Center in New York werden eingeweiht, obwohl die Bauarbeiten noch bis 1977 dauern. Da aber bereits 1971 die ersten Mieter eingezogen waren, dachte man, dass die Party vielleicht überfällig ist. Falls sich übrigens mal einer gefragt hat, warum die Fenster der Gebäude so klein waren: Der Architekt Minoru Yamasaki hatte Höhenangst und war wohl der Meinung, dass es besser wäre, wenn man kaum Möglichkeiten hat rauszuschauen.

1975 – In Albuquerque wird ein Unternehmen gegründet, das so merkwürdiges Zeug für diese neuartigen Computer schreibt. Braucht ja kein Schwein, oder? Die Geschäftsführer teilen sich im ersten Monat einen Verdienst von 1.516 Dollar. Im Geschäftsjahr 2018/2019 hat das Unternehmen dann einen Umsatz von 125,8 Milliarden (!) US-Dollar. Der Name des Unternehmens? Microsoft.

1990 – In Belgien will man ein Gesetz zur Liberalisierung des Schwangerschaftsabbruchs einführen, aber König Baudouin will das partout nicht unterzeichnen, weil er es mit seinem katholischen Glauben nicht vereinbaren kann. Da er aber dem Gesetz trotzdem nicht im Weg stehen will, sagt er: »Leute, ich spiele mir für zwei Tage ein wenig an der Lippe, ihr sagt, ich bin nicht regierungsfähig, unterzeichnet statt mir den Wisch und macht mich danach dann wieder zum König. Gute Idee?« Wen wundert’s: Man tut, was der König sagt.

2003 – Haiti wird nach Benin der zweite Staat der Erde, in dem Voodoo offiziell als Religion anerkannt wird. Wie die katholischen Kollegen dürfen Voodoo-Priester nun Ehen schließen, Taufen durchführen und Begräbnisse leiten. Die Katholiken kamen wahrscheinlich aus dem »sich Bekreuzigen« gar nicht mehr raus.

2009 – Nachdem das Land 1966 gesagt hatte »Irgendwie glauben wir nicht mehr so richtig an den Pakt. Wir machen jetzt unser eigenes Ding. Mit Atomwaffen und allem Pipapo und so!«, kehrt Frankreich in die NATO zurück. Präsident Nicholas Sarkozy hatte zuvor das französische Militär umgebaut, sodass man dann meinte: »Ja, jut, spielen wir eben wieder mit.« Die Atom-U-Boote stellen sie dem Bündnis aber trotzdem nicht zur Verfügung.

Der 05. April in der Geschichte

Caesar, Entdecker, Sprengungen und ein Haufen Geburtstage

56 v. Chr. – Gaius Iulius Caesar, Marcus Licinius Crassus und Gnaeus Pompeius Magnus bekräftigen ihr Bündnis, das sie schon vier Jahre zuvor geschlossen haben.

Caesar: »Leute, wir machen alles zu dritt, zumindest bis ich genug Macht habe, um euch beide abzuservieren.«

Crassus und Pompeius: »Wat?«

Caesar: »Ach, nichts weiter ...«

1242 – Auf dem Peipussee – einem heute zwischen Estland und Russland liegenden Binnensee – kommt es zur »Schlacht auf dem Eise«. Der römisch-katholische Deutsche Orden und der römisch-katholische Schwertbrüderorden kloppen sich mit dem russischen Heer unter Alexander Newski.

Die Katholiken: »Da-has ist jetzt alles unsers!«

Die Russen: »Ga-har nicht!«

Die Schlacht läuft eher ungesittet ab, da Ritter auf dem rutschigen Eis keine gute Figur machen. Am Ende gewinnen die Russen und denken »Mensch, daraus könnte man doch ein Spiel machen« und erfinden Eishockey. Oder so.

1764 – Das britische Parlament beschließt den sogenannten »Sugar Act«, ein Zollgesetz, welches die Steuern in den amerikanischen Kolonien erhöhen soll. Finden die Kolonisten nicht so toll. »Passt bloß auf, dass wir euren Tee nicht irgendwann einfach in den Hafen kippen«, sagen sie.

Das Gesetz gilt als einer der Ursprünge der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung.

1794 – Camille Desmoulins, Georges Danton und ein paar andere französische Revolutionäre, die meinten, dass der übertriebene Gebrauch der Guillotine vielleicht mal etwas eingeschränkt werden sollte, werden guillotiniert.

1815 – Die vierzehntägige Ausbruchswelle des Vulkans Tambora in Indonesien beginnt. Durch die Auswirkungen der Ausbrüche sterben rund 100.000 Menschen, und selbst in Europa kommt es durch den Dreck, den der Vulkan in die Atmosphäre schleudert, zu einem »vulkanischen Winter« mit entsprechender Hungersnot. Als würde nach dem ganzen Mist mit Napoléon in Europa noch nicht genug Elend herrschen.

1848 – Der deutsche Entdecker und Naturwissenschaftler Ludwig Leichhardt bricht mit sechs Begleitern von Brisbane aus zu seiner letzten Australien-Expedition auf der Suche nach einem Landweg nach Perth auf.

Alle so: »Alter, ist vielleicht nicht die schlaueste Idee.«

Leichhardt: »Ach, wat soll sein?«

Seine Gruppe verschwindet irgendwann im Outback und wird nie wieder gefunden.

1958 – In der Wasserpassage zwischen Vancouver-Island und dem kanadischen Festland befindet sich ein Unterwasserberg namens »Ripple Rock«, der bis dahin etliche Menschen das Leben gekostet hatte und für die vorzeitige Außerdienststellung zahlreicher Boote verantwortlich war. Also denken sich die Kanadier: »Sprengen wir dat Ding weg!«

Die Sprengung wird als erste Livesendung im gesamten kanadischen Fernsehen übertragen und ist auch sehr beeindruckend, immerhin ist es eine der größten konventionellen (sprich: nicht-atomaren) Sprengungen aller Zeiten. Der Berg ist danach deutlich kleiner, die Schiffe können ungestört fahren, und im Umkreis von 3000 Kilometer sind alle Meereswesen taub.

1973 – Pharrell Williams wird geboren. Der US-amerikanische Rapper, Sänger, Songwriter, Produzent, Unternehmer und Fashion-Designer ist vermutlich vielen durch den Song »Happy« bekannt, der ursprünglich aus dem Film »Ich, einfach unverbesserlich 2« stammt und im Sommer 2013 so oft im Radio gespielt wurde, dass der ein oder andere Hörer daran dachte, das Gerät aus dem Fenster zu werfen.

1982 – Thomas Hitzlsperger wird geboren. Der ehemalige Nationalspieler hinterlässt vor allem dadurch Eindruck, dass er sich im Januar 2014 als Homosexueller outet. Bis dahin sagten viele Funktionäre, Fußballer und Fans: »Wat? Schwule im Profisport? Kann doch gar nicht sein. Diese 7,4 Prozent der deutschen Bevölkerung sind doch ausgerechnet im Fußball nicht vertreten.«

1986 – In der West-Berliner Diskothek »La Belle«, beliebt bei in Berlin stationierten US-Soldaten, explodiert eine Bombe. Drei Personen sterben bei dem Anschlag, 28 Menschen werden schwer verletzt. 250 Anwesenden zerreißt der durch die Explosion verursachte Luftdruck das Trommelfell. Oder es war einfach die Qualität der Musik. Man weiß es nicht.

Ziemlich schnell wird klar, dass der libysche Geheimdienst Drahtzieher der Aktion war. Erst 2004 willigt Libyen ein, den Opfern und Hinterbliebenen eine Entschädigung zu zahlen.

1994 – Kurt Cobain, Sänger der Grunge-Band Nirvana und Urheber solch aufmunternder Songs wie »I Hate Myself And I Want To Die«, schießt sich völlig überraschend in den Kopf. Er tritt damit dem sogenannten »27 Club« bei, einer Liste von Künstlern, die alle im Alter von 27 gestorben sind.

2008 – Charlton Heston, Schauspieler und aktiver Verfechter für mehr Waffen in den USA, der gerne äußerte, dass man ihm seine Waffe nur aus seinen »kalten, toten Händen« entfernen könne, kriegt seine Waffe aus seinen kalten, toten Händen entfernt.

Der 06. April in der Geschichte

Die Kreuzfahrer kriegen auf den Deckel, die Schwarzen in New York auch, und Andy und Jack hauen sich sieben Stunden lang gegenseitig blau

402 – Die Römer schlagen die Westgoten unter Alarich bei Pollentia. Statt Alarich endgültig den Garaus zu machen, lassen sie ihn ziehen. Er revanchiert sich ein paar Jahre später, indem er in Rom einfällt und es plündert. Da haben sie bestimmt frohlockt.

1250 – Das ayyubidische Heer unter Rukn ad-Din Baibars vermöbelt das Kreuzfahrerheer des sechsten Kreuzzugs in der Schlacht von Fariskur derart, dass der Kreuzzug danach am Ende ist. König Ludwig IX. von Frankreich wird gefangen genommen und für ein ungeheures Lösegeld irgendwann freigelassen. Die meisten normalen Kreuzfahrer haben nicht so ein Glück: Angeblich werden nach der Schlacht bis zu 100.000 von ihnen enthauptet. Ist doch prima, König zu sein.

1652 – Niederländer gehen in der Tafelbucht an der Südspitze Afrikas an Land und gründen ein Fort, aus dem später Kapstadt entsteht. Das sollte natürlich nie zu irgendwelchen Problemen führen. Überhaupt nicht. Die Weißen in Südafrika waren ja immer total super zu den Schwarzen.

1712 – In New York kommt es zu einem Sklavenaufstand, weil diese – wenig überraschend – das Sklavendasein irgendwie doof fanden. Die 23 Aufständischen zünden ein Gebäude an und bringen neun Weiße um, bevor sie gestoppt werden. Die Weißen lassen sich nicht lumpen und nehmen gleich 70 Schwarze fest, von denen 21 später exekutiert werden. Aber weil das nicht reicht, schränkt man die Rechte der Schwarzen gleich noch mehr ein. Also von vorne bis hinten super gelaufen.

1830 – Joseph Smith gründet die »Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage«, sprich »die Mormonen«. Ein paar Jahre später sitzt er wegen Hochverrats im Gefängnis, während er sich um die Präsidentschaft bewirbt, und wird durch Kugeln getötet, während er aus dem Fenster springen will. Ernsthaft, sowas kann man sich nicht ausdenken.

1841 – John Tyler wird als 10. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Sein Vorgänger William Henry Harrison war nur etwa einen Monat Präsident. Er hatte beim Amtsantritt eine zwei Stunden lange Rede gehalten, in deren Zuge er sich eine Lungenentzündung zuzog, an der er starb. Als sein Vize wurde nun Tyler Präsident, was als Präzedenzfall für zukünftige Generationen wichtig wurde. Er selbst wurde aber nie wichtig. Theodore Roosevelt nannte ihn mal einen »Politiker von monumentaler Unbedeutsamkeit«. Autsch.

1893 – Der längste Boxkampf der Geschichte findet statt. Andy Bowen und Jack Burke kämpfen über 110 Runden. Das entspricht etwa sieben Stunden. Der Kampf endet unentschieden, was für beide Parteien sicherlich unangenehm ist. Da kloppt man sich schon einen Tag lang und dann kommt nichts bei raus.

1896 – Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit werden eröffnet. Etliche Sportler kommen fast zu spät zur Eröffnung oder zu ihren Wettkämpfen, weil in Griechenland der julianische Kalender verwendet wird, der einige Tage vom gregorianischen Kalender, der in anderen Ländern benutzt wird, abweicht.

1917 – Nachdem man eine chiffrierte Nachricht entschlüsselt hatte, in der Deutschland versucht, Mexiko für einen Krieg gegen die USA zu gewinnen, erklären die USA Deutschland den Krieg. Spätestens jetzt geht den Deutschen der Arsch auf Grundeis.

1943 – Die Erstausgabe von Antoine de Saint-Exupérys Erzählung »Der kleine Prinz« wird in New York City vorgestellt. Der Autor stirbt dummerweise schon ein Jahr später und kann nicht mehr miterleben, wie das Buch zu einem der größten Bestseller aller Zeiten wird.

1968 – Pierre Elliott Trudeau wird kanadischer Premierminister. Zum Zeitpunkt seines Amtsantritts ist er Junggeselle und hat in den zwei darauffolgenden Jahren eine Affäre mit Barbra Streisand. Dann heiratet er eine andere Frau und wird Vater von Justin, der 2015 selber kanadischer Premier werden wird. Dann lässt er sich wieder scheiden und beginnt eine Affäre mit Margot Kidder, die in den ersten Superman-Filmen Lois Lane gespielt hat. Die Beziehung hält auch nicht, und er wird nochmals Vater in einer Beziehung mit Deborah Coyne, die später gegen seinen Sohn um den Vorsitz der Liberalen Partei kämpfen wird. Das sind Verhältnisse in Kanada ...

1969 – Der Schotte Wally Herbert erreicht als erster Mensch zu Fuß den Nordpol. Sein Kommentar bei der Rückkehr: »Hätte ich mir nur warme Socken angezogen.«

1974 – Die Popgruppe ABBA gewinnt den Grand Prix Eurovision de la Chanson. Dadurch treten sie ihre internationale Karriere an, die in zahlreichen Nummer-1-Hits auf der ganzen Welt gipfelt. Und in Travestiekünstlern, die dazu lippensynchron »singen«.

1980 – Die Sommerzeit wird in der Bundesrepublik Deutschland, der DDR und in Österreich eingeführt und sorgt in den Folgejahren für keinerlei Unmut. So gar nicht. Überhaupt nie.

2017 – In den Abendstunden befiehlt US-Präsident Donald Trump einen Luftangriff auf den Militärflugplatz asch-Schaʿirat in Syrien, weil die syrische Armee im Bürgerkrieg chemische Kampfmittel benutzt hatte und die ganze Welt der Meinung war, dass man den Syrern mal eines auf die Finger geben müsste. In den Morgenstunden des 07. April wird der Befehl ausgeführt. 59 Tomahawk-Raketen zum Stückpreis von 1,4 Millionen US-Dollar schlagen auf dem Flughafen ein, machen aber anscheinend nicht viel kaputt. Bereits am gleichen Tag starten von dort aus wieder Flugzeuge, um die eigene Bevölkerung zu bekämpfen. Das waren mal gut investierte 82,6 Millionen US-Dollar.

Der 07. April in der Geschichte

Attila, Hitler, die Prinzessin auf der Erbse und ein Unterseeboot

451 – Attila und seine Hunnen kommen über den Rhein und zerstören die Stadt Metz. Und alle Leute westlich des Rheins: »Wat zum Teufel? Wo kommt ihr denn auf einmal her?«

1498 – Karl VIII., französischer König, gerade mal 27 Jahre alt und wegen seiner kleinen Gestalt oft belächelt, möchte gerne einer Partie »Jeu de Paume« (einem Vorläufer des Tennis) beiwohnen und geht dabei durch eine Tür. Oder vielmehr kracht er mit der Stirn gegen den steinernen Türsturz und fällt gleich darauf ins Koma. An der Hirnblutung stirbt er wenige Stunden später.

Man fragt sich, wie hoch die Türen damals waren.

1837 – Das Märchen »Die Prinzessin auf der Erbse« von Hans Christian Andersen erscheint in Dänemark. Das Märchen handelt von einem Mann der Oberschicht, der eine geeignete Frau aus seiner Gesellschaftsklasse sucht, aber zunächst wenig Erfolg hat. Erst als er eine Fremde in einem Bett schlafen lässt, das über und über mit bequemen Decken gefüllt ist, und sie sich am nächsten Morgen darüber beschwert, weil sie eine darunter platzierte Erbse gespürt hat, wird ihm klar: »So eine snobistische, unangenehme Person kann nur aus meiner Gesellschaftsschicht sein, also sollte ich sie heiraten.«

Anders ausgedrückt: Damals wurden Kindern in Märchen noch ordentliche Dinge beigebracht, wie z.B. »Nöle ordentlich rum, dann heiratet dich ein Prinz.«

1893 – Der Kellner Maxime Gaillard eröffnet in Paris das Restaurant Maxim’s, was bald so bekannt ist, dass gleich ein ganzer Akt von Franz Léhars »Die lustige Witwe« dort spielt. Aus dem Stück stammt auch das Lied »Da geh ich zu Maxim«, das Johannes Heesters bis ins hohe Alter hustete. Im Grunde kann man froh sein, dass der Kellner Maxime und nicht Horst hieß. Es ist anzunehmen, dass es in dem Fall das Lied so nicht gegeben hätte.

1925 – Adolf Hitler beantragt die Entlassung aus der österreichischen Staatsbürgerschaft, damit die Österreicher bis heute behaupten können, dass der Hitler und der Mist, den er verzapft hat, nichts mit ihnen zu tun hat.

1928 – Der russische Arzt, Philosoph, Science-Fiction-Autor und Revolutionär Alexander Bogdanow stirbt bei einer Blutransfusion. Er war davon ausgegangen, dass er sich mit dem Blut anderer Leute verjüngen oder sogar ewiges Leben erreichen könnte. Dummerweise hatte der Student, von dem er das Blut nahm, Tuberkulose und Malaria. Und die falsche Blutgruppe.

1964 – IBM stellt den Großrechner System/360 vor, der erstmals mit seinen Nachfolgern kompatibel sein soll. Für die erste Rechnergeneration gibt es sagenhafte 4kb Arbeitsspeicher. Nein, das war kein Schreibfehler.

1989 – Das sowjetische Atom-U-Boot K-278 Komsomolez sinkt nach einem Feuer im Heckraum vor der norwegischen Bäreninsel. Die Besatzung versucht zwar, den Brand zu bändigen, aber der setzt sich über die Kabelschächte fort. Das Boot schafft es an die Oberfläche, etliche Seeleute können entkommen, aber 42 der 69 Besatzungsmitglieder erfrieren während oder nach dem Unglück, weil sie es nicht schaffen ihre Rettungsanzüge anzulegen. Andere sterben an den giftigen Gasen, die sie eingeatmet haben. Das Wrack liegt heute in einer Tiefe von 1858 Metern in einem der fischreichsten Gebiete und leckt so ein wenig Radioaktivität vor sich hin. Außerdem sind noch zwei atomare Gefechtsköpfe an Bord. Wer sowas also schon immer mal für seine Sammlung haben wollte ...

1989 – Vier Stationshilfen des Krankenhauses Lainz in Wien werden verhaftet. Sie hatten zwischen 1983 und 1989 etliche Patienten umgebracht, was sie selbst als »Gnadenakt« oder »Sterbehilfe« bezeichnen. Eine von ihnen gibt 49 Tötungen zu, gesteht später aber nur 10. Das Gericht sieht allein bei ihr 32 Morde als erwiesen an.

Mal gaben sie den Patienten zu viel Insulin oder Rohypnol, manchmal gossen sie Opfern so viel Wasser in den Hals, dass sie erstickten. Alle Mörderinnen sind übrigens seit spätestens 2008 wieder frei. Nur so zur Beruhigung.

2005 – An einem Strand im Südosten Englands finden Leute einen Mann in einem nassen Anzug. Als sie ihn fragen, wer er ist und warum er so rumläuft, antwortet er nicht. Im Krankenhaus reicht man ihm Papier und Stift, worauf er eine detaillierte Zeichnung eines Konzertflügels malt, also führt man ihn zu einem Klavier, und er spielt darauf stundenlang in allen möglichen Genres. Weil keiner weiß, wer er ist, und er offensichtlich Klaviere toll findet, nennt man ihn »Piano Man«. Überraschenderweise klagt Billy Joel nicht. Während man versucht, seine Identität herauszufinden, wird die internationale Presse aufmerksam und auch Leute aus aller Herren Länder. »Das ist ein französischer Straßenkünstler«, behauptet einer. »Nee, das ist ein Pianist aus Tschechien«, behaupten gleich mehrere Leute. Eine dänische Politikerin sagt, dass das ihr algerischer Ehemann ist, den sie zweifelsfrei an seinen Augen erkennt. Komischerweise behauptet niemand, dass es sich um die letzte Zarentochter handelt.

Am Ende stellt sich heraus, dass es sich um einen schwulen, deutschen Mann aus Bayern handelt, der seine Symptome nur vorgegaukelt hat und ursprünglich Selbstmord begehen wollte. Später sagt der Vater des Mannes, dass sein Sohn weder schwul sei, noch irgendwas simuliert hätte. Vielleicht kommt doch noch irgendwann raus, dass er eigentlich Anastasia war.

Der 08. April in der Geschichte

Eine Prophezeiung führt zu Mord und Totschlag, eine Nachfolge auch, und die Hexe ist tot

217 – Weil der Prätorianerpräfekt Macrinus eine Prophezeiung erhalten hat, die besagt, dass er mal Kaiser wird, schaut ihn der momentane Kaiser Caracalla, der ihn eingesetzt hatte, skeptisch an. Macrinus, der aus gutem Grund um sein Leben fürchten muss, wird proaktiv: »Wenn Caracalla mich schon mit hoher Sicherheit umbringen lassen will, finden sich bestimmt ein paar unzufriedene Leute, die mir vielleicht dabei helfen, ihn zu ermorden, bevor ich ermordet werde.« Einen Freund findet er in dem ihm unterstellten Julius Martialis, der eigentlich auf Caracalla aufpassen soll. Als der gerade mal vom Pferd steigt, um Wasser zu lassen, rammt er ihm einen Dolch in den Leib. Ein anderer Leibwächter bringt darauf den Attentäter mit einer Lanze um, bevor dann noch zwei weitere Prätorianer kommen und Caracalla den Rest geben. Drei Tage später wird Macrinus dann zum Kaiser ausgerufen. So etwas nennt man wohl selbsterfüllende Prophezeiung.

632 – Charibert II., Sohn des fränkischen Königs Chlothar II., wird bei der Aufteilung des Reiches übergangen. Sein Bruder Dagobert I. tritt die Nachfolge im Gesamtreich an, überlässt ihm noch ein Unterkönigreich, lässt ihn dann aber vorsichtshalber doch gleich umbringen, denn wäre ja blöd, wenn er irgendwann doch noch auf die Idee käme, Stunk zu machen.

1271 – Nach rund einmonatiger Belagerung haben die Johanniter die Schnauze voll und übergeben die Burg »Krak des Chevaliers« an Sultan Baibars I. Der Sultan gewährt ihnen sogar freies Geleit, obwohl der Brief, der den Johannitern genau das versprochen hatte, eine Fälschung war. »Es reicht ja schon, wenn ihr einfach abhaut«, sagt er. Vermutlich.

1775 – In Kempten wird die letzte »Hexe« auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands zum Tode verurteilt. Anna Maria Schwegelin gibt selbst zu, einen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben, weswegen alle sagen: »Ja, jut, dit war dit. Verbrennen wäre gut, denk ich ma.« Kurz bevor das Urteil vollstreckt wird, scheint man aber noch einmal nachzudenken und lässt sie am Leben. Sie bleibt zwar in Haft und stirbt dort sechs Jahre später, aber zumindest landet sie nicht auf dem Scheiterhaufen.

1820 – Auf der Kykladeninsel Milos sucht Bauer Georgios Kentrotas nach Steinen zum Bauen. Er findet einen ganz besonders großen Stein, der relativ wohlgeformt aussieht. Das Ding verscherbelt er dann für ein paar Geldstücke an ein paar Franzosen, die nicht glauben können, was er ihnen da anbietet. Über ein paar Stationen landet die Statue, die bald zu den bekanntesten Kunstwerken der Welt gehört, dann schließlich im Louvre. Die »Venus von Milo« kann da heute noch besichtigt werden.

1874 – Im Deutschen Reich wird mit dem Reichsimpfgesetz die Impfung gegen Pocken für Kinder verpflichtend eingeführt, vermutlich, weil es schon damals Idioten gab, die meinten: »Wat? Impfen? Da werden die Kinder doch nur gechipt, um uns alle zu kontrollieren!«

1904 – Der Longacre Square in New York, der bis dahin größtenteils von Kutschenmonteuren und Pferdestallungen geprägt war, wird umbenannt. Namensgeber ist das neue Hochhaus der Zeitung »New York Times«. Folgerichtig ist der Platz seitdem als »Times Square« bekannt.

1916 – In Corona, Kalifornien, crasht der Autorennfahrer Bob Burman sein Auto, was ihn, seinen Mechaniker, einen Polizisten und drei Zuschauer umbringt. Daran kann man also sehen, dass Corona auch schon vor 2020 tödlich war.

1924 – In der Türkei wird das Rechtssystem unter Kemal Atatürk überarbeitet. Das islamische Scharia-Gesetz wird abgeschafft, stattdessen orientiert man sich an der Schweiz und Italien. Im Gegensatz zu manchen türkischen Politikern von heute hatte Atatürk nämlich erkannt, dass rund 1400 Jahre alte Gesetze in einer modernen Gesellschaft irgendwie unangebracht sind.

1968 – Flug BOAC 712 vom Flughafen Heathrow nach Sydney muss kurz nach dem Start notlanden. Eine der Turbinen fing Feuer und fiel daraufhin vom Flugzeug ab. Während das Flugzeug brennt, sorgt Stewardess Barbara Jane Harrison dafür, dass die Passagiere sicher nach draußen gelangen. Selbst als ihr quasi schon die Flammen ins Gesicht schlagen, hilft sie noch Passagieren, bis eine Explosion sie schließlich tötet. Posthum erhält sie das Georgskreuz, die höchste zivile Auszeichnung für Tapferkeit im Vereinigten Königreich, und sie ist die einzige weibliche Trägerin, die den Orden für ihre Taten in Friedenszeiten bekommen hat.

2000 – In Hamburg-Altona wird die erste moderne Babyklappe eingeweiht, bei der neugeborene Kinder anonym abgegeben werden können. Ganz neu ist die Idee nicht, denn bereits im 12. Jahrhundert gab es solche Klappen in Italien. Auch in Hamburg hatte man etwas Ähnliches bereits 1709 ausprobiert. Bei der damaligen Drehlade wurden ca. 200 Kinder im Jahr abgegeben. Wegen des großen Erfolgs ließ man es ab 1714 dann aber wieder sein, weil Leute einfach ihre kranken Kinder hineinlegten oder der Meinung waren, sie seien zu arm für das Aufziehen. Das wollte die Kirche dann doch nicht unterstützen.

2008 – Die Konstruktion des ersten Wolkenkratzers weltweit, der Windturbinen in sein Design integriert hat, wird beendet. Das Bahrain World Trade Center, kurz BWTC, in Bahrains Hauptstadt Manama ... *kicher* ... Mah Nà Mah Nà .... du duuu du du duuu... äh, was war noch gleich?

2013 – Margaret Thatcher, ehemalige Premierministerin des Vereinigten Königreichs, stirbt in London. Während viele Politiker ihre Rolle in der Geschichte herauskehren, sind einige Normalbürger nicht ganz so entgegenkommend. Manche Menschen tanzen offen auf der Straße, und viele laden sich das Lied »Ding-Dong! The Witch Is Dead« als Klingelton auf ihre Handys. Zumindest kann Thatcher wohl von sich behaupten, dass sie niemanden kalt gelassen hat.

Der 09. April in der Geschichte

Papstnamen, Astronauten und Prince Charles

190 – Nachdem Dong Zhuo sich zum Kanzler durch seinen Marionettenkaiser hat ausrufen lassen und fast alle Prinzessinnen und Konkubinen vernascht hat, sagen ein paar Kriegsherren: »Ey, kannste doch nicht machen!« Sie ziehen gegen ihn zu Felde und gewinnen ein paar Schlachten, weswegen Dong Zhou die Hauptstadt Luoyang evakuieren lässt, schnell noch ein paar alte Gräber von Kaisern plündert und dann alles niederbrennt, damit es seinen Feinden nicht nützt.

Die Bevölkerung: »Na, schönen Dank auch!«

193 – Septimius Severus wird einer von vier Kaisern, die sich in diesem Jahr im Römischen Reich rumtreiben. Er ist auch letztlich der, der sich durchsetzt, weil seine Devise in etwa lautet: »Wenn irgendwer außer mir behauptet, Kaiser zu sein, dann soll er einen Unfall haben. Und mit Unfall meine ich irgendwas mit einem Schwert, das am Ende dazu führt, dass die Person nicht mehr atmet.«

1217 – Papst: »Hier, Peter von Courtenay, mach du doch mal auf Kaiser von Konstantinopel und dem Lateinischen Reich. Gute Reise!«

Peter: »Au klasse!«

Peter wird auf dem Weg nach Konstantinopel gefangen genommen und weggesperrt.

Irgendwann alle so: »War da nicht mal ein Typ, der eigentlich Kaiser des ganzen östlichen Krams sein sollte?«

Und alle so: »Ja, wat weiß ich.«

1555 – Marcello Cervini wird Papst. Er will sich Marcellus II. nennen.

»Aber normalerweise nennen sich die Leute irgendwie anders. Nicht nach ihrem bürgerlichen Namen.«

»Wieso nicht? Ich finde den gut.«

»Wie wäre es denn mit Horst, Herbert oder Kevin?«

»Nee, Marcellus II. ist schon okay so. Lasst mal gut sein.«

Er ist der bis heute letzte Papst, der seinen Geburtsnamen als Papstnamen verwendet.

1682 – Der französische Entdecker Robert Cavelier de La Salle: »Ach, das ist also die Mündung des Flusses. Dann nehmen wir jetzt alles, was an den Misi ... Missipi ... Miesepi ... an den Mississippi grenzt für die französische Krone in Besitz und nennen es nach unserem König. Louisiana. Klingt auch viel besser als Missippi ... Mispipi ... na ja, ihr wisst, was ich meine.«

1865 – Louis Pasteur präsentiert seine Entdeckung, dass zahlreiche Krankheiten durch Mikroorganismen ausgelöst werden. »Und wenn wir z.B. die Milch ordentlich erhitzen, dann hält sie auch etwas länger und unsere Kinder geben nicht gleich den Löffel ab, wenn sie mal Müsli essen.«

1866 – Der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika: »Alle Leute, die bei uns geboren werden, unabhängig von der Hautfarbe, bekommen das Bürgerrecht.«

»Wat? Etwa auch die Indianer?«

»Nee, die natürlich nicht.«

1940 – Die deutsche Wehrmacht: »Leute, wir haben noch nicht genug im Krieg zu tun, warum greifen wir nicht noch Dänemark und Norwegen an?«

Und alle so: »Yay. Krieg.«

1945 – Die Nazis kurz vor Kriegsende: »Na, dit läuft ja nicht so gut. Vielleicht sollten wir noch schnell alle umbringen, die wir irgendwie doof finden.«

Innerhalb des Tages bringt man in mehreren KZs bekannte Widerstandskämpfer um, darunter Dietrich Bonhoeffer, Wilhelm Canaris, Ludwig Gehre, Hans Oster, Karl Sack, Theodor Strünck, Georg Elser und Hans von Dohnanyi.

1959 – Die NASA stellt ihre ersten Astronauten der Öffentlichkeit vor: Alan Shepard, Gus Grissom, John Glenn, Scott Carpenter, Walter Schirra, Deke Slayton und Gordon Cooper. Auf die Frage der Journalisten, ob sie sich wirklich darauf freuen, in einer kleinen Kapsel auf einem riesigen Haufen Sprengstoff zu sitzen, sagen sie: »Na, danke für die Erinnerung.«

1991 – Georgien zur Sowjetunion: »So, wir machen jetzt unser eigenes Ding! Mit Demokratie und so nem Zeug! Und dann wird bei uns ordentlich Ruhe einkehren.«

Sofort beginnen Unruhen in Georgien.

2003 – US-Truppen stürzen die Saddam-Statue am Firdosplatz in Bagdad um. Der Irakkrieg gilt somit symbolisch als beendet. »So, und ab jetzt wird es hier nie wieder Unruhe geben, und niemand macht mehr irgendwelchen barbarischen Scheiß«, denkt man sich.

2005 – Prince Charles heiratet Camilla Parker Bowles, mit der er schon lange eine Affäre hat. Da diese Affäre schon vor Jahren aufgeflogen und in den Zeitungen ausgebeutet wurde, wissen wir auch, dass Prince Charles gerne das Tampon von Camilla sein wollte. Ein Bild, das man leider schwer wieder los wird.

Der 10. April in der Geschichte

Halley sagt Hallo, Herschel entdeckt, und Tambora versaut der Welt alles

837 – Der Halleysche Komet kommt der Erde so nah wie niemals wieder. In gerade mal 5,1 Millionen Kilometern Abstand fliegt er vorbei und grüßt freundlich lächelnd.

847 – Leo IV. wird Papst. Das große Ding seiner Amtszeit: Er verteidigt Rom gegen die Angriffe aus dem Morgenland. Das bedeutet, dass er sich vermutlich einen Hühnerschenkel nach dem anderen reingeschoben hat, während andere die Köpfe hinhielten.

1407 – Deshin Shegpa, 5. Karmapa der Karma-Kagyü-Schule des tibetischen Buddhismus, also eine Art Oberbimpf vom Ganzen, kommt nach Nanjing, der Hauptstadt der Ming-Dynastie, und kriegt da von Kaiser Yongle den Titel »Großer-Wertvoller-Dharmakönig«. Da hat er sich bestimmt gefreut.

1500 – Maximilian, römisch-deutscher König, eröffnet den Reichstag zu Augsburg. Einige Reichsstände sagen: »Sach ma, Chef, wie wäre es denn, wenn wir irgendwie an der Regierung mitwirken und du nicht alle Entscheidungen allein triffst?«

Maximilian stimmt erstmal zu, weswegen das sogenannte Reichsregiment – eine Art Parlament – geschaffen wird. Zwei Jahre später findet er es allerdings doch doof, dass man ihm immer reinredet, und schafft es wieder ab.