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Lara ist die Hauskatze von Dagmar und Joachim Thomas. Sie lebt zeitweise in Sellin auf der schönen Insel Rügen oder aber im Kurort Hartha im Tharandter Wald. Sie geht mit wachen Augen und Ohren durch die Welt und schreibt alles das auf, was sie und ihre Menscheneltern in einem Jahr treiben und erleben. Dieses Buch enthält die Ereignisse des Jahres 2025.
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Seitenzahl: 108
Veröffentlichungsjahr: 2026
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Oder: Aus einem Katzenleben in
Kurort Hartha und Sellin Von und mit :
Lara, der schönsten (vielleicht) und klügsten (ganz sicherlich) Katze des Grundbachtals und der Seestraße
Liebe Leserinnen und Leser-
Das Jahr 2025 beginnt……..
Nachwort
Ja, ihr schaut mit einiger Verwunderung auf dieses neue Büchlein und versteht die Welt nicht mehr. Denn: ja, es gibt sie immer noch- die alte Katze Lara aus dem Grundbachtal. Und ja- sie kann es einfach nicht lassen, ihre geistigen Ergüsse zum Besten zu geben. Nein – liebe Freunde – so ganz stimmt das nicht. Eigentlich wollte ich schon den Griffel aus meinen betagten Pfoten legen und mich selbst auf die faule Haut. Verdient habe ich mir das sicherlich in den vielen Jahren, in denen ich im Schweiße meiner zarten Tatzen auf Jochi`s Computertastatur die wohl interessantesten Jahreserlebnisse unserer kleinen familiären Gemeinschaft niedergeschrieben habe. Und dann habe ich mich doch noch einmal breit schlagen lassen von meinen lieben zweibeinigen Mitbewohnern und habe doch noch eine Jahreschronik über das Jahr 2025 verfasst. Eigentlich wollte ich mir auf meine alten Tage diese Mühe ersparen. Aber irgendwie habe ich dann doch ein Kribbeln in meinen talentierten Vorderpfoten gespürt- sie wollten ganz einfach aktiv werden und nicht nur einfach so faul rumliegen. Und dann bin ich zur Tat geschritten und habe festgestellt, dass auch dieses Jahr 2025 nicht nur weltweit ein denkwürdiges, vielleicht sogar verrücktes Jahr war, sondern dass auch bei uns, bei meinen beiden Menscheneltern und auch bei mir selbst sich so einiges zugetragen hat, was nicht so einfach unter den Tisch gekehrt werden sollte.
Nun denn- packen wir es an. Hier ist sie dann: die nunmehr neunte Ausgabe meiner Jahreschronik- man mag es kaum glauben, aber es ist so. Und natürlich halte ich es auch in diesem Jahr so, wie schon die Jahre davor: ich beschränke mich auf unsere kleine, im Grunde sehr harmonische und schöne Welt, in der wir glücklich und zumeist auch sehr zufrieden leben: Dagi, Jochi und ich, unsere Familie und unser sehr liebenswerter Freundeskreis (ich beziehe da sogar Rosi und Mango mit ein, denn irgendwie gehören die beiden ja inzwischen auch dazu. Denn ohne sie würde mir morgens etwas fehlen, über das ich mich ärgern kann).
Die große Weltpolitik lasse ich- wie immer-außen vor. Sich hierüber auszulassen, ist nichts für eine kleine und zart besaitete Katze (wie schon gesagt: Rosi und Mango sind insoweit Aufregung genug). Denn auch im zurückliegenden Jahr 2025 ist die Welt noch mehr aus den Fugen geraten, als in den ohnehin schon chaotischen Jahren zuvor- und das will etwas heißen. Der Krieg in der Ukraine tobt immer noch- und ein Ende dieses schrecklichen Wahnsinns ist noch nicht abzusehen. Im Nahen Osten tobt immer noch ein weiterer Krieg, in dem friedliche und unschuldige Menschen schlichtweg niedergemetzelt werden. Total absurd und widerwärtig in meinen Augen-aber wer hört in der Weltpolitik schon auf eine kleine Katze. Dann gibt es noch die weiteren Krisenherde auf der Welt, zum Beispiel im Sudan oder in Myanmar und ganz frisch den neu entflammten Krieg in Thailand und Kambodscha. Meine beiden häuslichen Mitstreiter haben vor einigen Jahren diese Länder besucht, waren an den Stätten, in denen inzwischen wieder mal verbissen und rücksichtslos gekämpft wird-eine wahrhaft traumhafte Gegend -wie sie mir erklärten- mit einer sehr ausgeprägten Kultur und Menschen, die sie in liebevoller Erinnerung behalten haben. Echt tolle Menschen. Aber auch das ist schon wieder Geschichte. Verstehe einer die Menschen.
In den USA ist inzwischen (wieder einmal) Herr Trump an der Macht. Im letzten Buch habe ich ihn als selbstverliebten und selbstherrlichen sowie stupiden Zirkusclown bezeichnet. Er ist dieser, meiner damaligen Einschätzung, in vollem Umfang nunmehr gerecht geworden und ist einfach nur peinlich. Aber er hat die Macht und (immer noch) hinreichend Unterstützer. Verstehe einer die Menschen- ich wiederhole mich.
Auch die Bundesrepublik hat in diesem Jahr eine neue Regierung bekommen, die Großes versprochen hat, aber immer noch nicht so wirklich den Dreh gefunden hat, das echt Große auch zu verwirklichen. Und überhaupt- was will sie wirklich Großes? Man versteht es nicht- aber wer versteht schon die Menschen. Katzen wissen von Natur aus, was sie wollen. Sie brauchen dafür weder Wahlen noch Parlamente oder Minister- was der Kater will, das frisst er. Haha, kleiner Scherz von mir.
So- nun aber wirklich Schluss mit der Weltpolitik und den schönen Dingen des Lebens zugewandt, über die ich berichten möchte- ich, die kleine und ach so süße Katze Lara. Die meisten von ihnen kennen mich ja schon – davon gehe ich einfach mal aus. Für die anderen möchte ich hier eine kleine Vorstellung meiner grau-getiegerten Person abgeben:
Also: mein Name ist Lara- ich erwähnte das bereits beiläufig. Nicht gerade besonders aufregend, aber schön- finde ich. Ich bin eine Katze- auch nicht unbedingt aufregend, aber ebenfalls sehr schön- finde ich. Ich bin sozusagen die Bestimmerin in unserem Haushalt, der außer mir noch aus meinen Menscheneltern Dagmar (Dagi) und Joachim (Jochi) Thomas besteht. Wir wohnen in Sachsen, im schönen Kurort Hartha in der Nähe von Dresden. Und wir wohnen außerdem in Sellin auf der wunderschönen Insel Rügen. Eine Katze mit zwei Wohnsitzen- wenn sie sich nicht bisweilen urlaubsbedingt im Tierheim in Taubenheim befindet bzw. befinden muss, dem dritten Wohnsitz sozusagen. Wer hat das schon?
Ich liebe mein(e) Zuhause, genieße das Leben- wenn ich nicht gerade von „Rosi“ oder „Mango“ gestört werde, zwei noch relativ junge, aber ziemlich nervige Katzen, die vor noch nicht allzu langer Zeit in meine unmittelbare Nachbarschaft gezogen sind. „Schönen Schrank auch“, kann ich dazu nur sagen. Die Beiden sind nämlich lebendig, genau genommen- wahnsinnig lebendig - ein junger Kater und eine Katze, beides Geschwister-, sie unterstützen mich zwar, wenn es darum geht, sich gegen die Übermacht der Hunde, die unser ansonsten recht ruhiges Wohngebiet für sich zu beschlagnahmen versuchen, zur Wehr zu setzen, bringen mich aber so manches Mal auch zur Weißglut. Vor allem dann, wenn sie klammheimlich versuchen, in unser Haus zu gelangen, um sich an meinem Fressnapf zu laben. Oder auch, wenn sie den eigentlich eigens für mich konstruierten Kellereingang benutzen, um sich ein sanftes und gemütliches Plätzchen zum Verweilen zu suchen. Wie viel schöner ist es dagegen an meinem Zweitwohnsitz- oder nach dem erfolgten Passeintrag sogar Erstwohnsitz- in Sellin. Auch hier habe ich meinen ständigen Begleiter gefunden, ein hübsches Katerchen, der mich besucht, wenn ich das will, und der mich mitnimmt auf die Exkursionen in die Nachbarschaft. Was will man mehr. Als Katzenlady weiß man halt, was für das persönliche Wohlbefinden von Vorteil ist.
Davon einmal abgesehen, führe ich ein sehr angenehmes Leben- ich kann nicht klagen, tue das ja auch nicht. Meine täglichen Mahlzeiten sind gesichert, Schlagsahne gibt es auch, wenn ich das wünsche. Und überhaupt- ich habe meine Menscheneltern sehr gut im Griff- was will man noch mehr. Ich genieße alle Freiheiten, die man sich nur vorstellen kann. Und dazu gehört auch, dass ich nahezu jederzeit Jochi´s Arbeitszimmer in Beschlag nehmen kann und seinen Computer ( wenn er selbst sich nicht gerade an irgendwelchen kindischen Spielchen versucht), um meine geistigen Ergüsse zu Papier zu bringen. Und davon profitieren sie ja letztlich als Leser`in dieser Jahreschronik.
Ich wünsche und hoffe, dass Sie trotz der verzwickten Lage im Weltgeschehen, trotz Wirtschafts-und Energiekrise viel Freude haben an dem, was ich Ihnen erzählen werde. Und das ist gar nicht einmal so wenig- wer hätte das gedacht. Meinen umtriebigen zweibeinigen Mitbewohnern ist es doch irgendwie gelungen, auch in diesem Jahr einiges zu unternehmen und zu erleben. Und das, obwohl sie ja auch nicht mehr so ganz taufrisch sind. Aber still auf dem Sofa zu sitzen, in die Glotze zu schauen und die Beine hochzulegen- das ist nicht ihr Metier. So kenne ich sie- und ganz ehrlich- so liebe ich sie, auch wenn ich es so manches Mal ein wenig bedächtiger hätte zu Hause. Denn sie haben fast immer etwas vor: weite oder weniger weite Reisen, Ausflüge, Kulturveranstaltungen- also all das, was eine Katze eigentlich nicht braucht.
Meine beiden Menscheneltern genießen ihre Freiheit im wohlverdienten Ruhestand „in vollen Zügen“- könnte man sagen, obwohl sie kaum auf der Schiene unterwegs sind. Stattdessen im Auto, im Wohnmobil, im Flugzeug. Und davon berichten sie mir dann ausführlich, zeigen mir Fotos und Filme.
Alles das nehme ich zur Kenntnis, lausche ihren Ausführungen gebannt, auch wenn mir eine Teilnahme nicht vergönnt war. Und als brave Chronistin bringe ich alles zu Papier- für sie, liebe Leserin und lieber Leser.
Wenn meine derart zu Papier gebrachten Ausführungen sie dennoch wider Erwarten langweilen sollten- dann ist es halt so. Kann ich auch nicht ändern. Legen Sie das Buch einfach in die Ecke und stellen selbst etwas auf die Beine. Geht doch auch. Denn eines ist sicher- und das habe ich ihnen bereits im letzten Jahr gesagt und im vorletzten und in den Jahren davor- und ich wiederhole mich gerne- als Abwandlung von einer doch sehr bemerkenswerten Lebensweisheit, die man sich getrost zu Herzen nehmen sollte: derjenige nämlich, der sich für nichts mehr interessiert im Leben, der hat schon verloren. Und Sie-liebe Leserin und lieber Leser und auch ich-wir sind doch alle Gewinner. Eben .
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß an diesem Jahresüber- und Rückblick 2025. Trotz Krieg in der nahen Ukraine , trotz Kriegsgeschehens im Nahen Osten und trotz Energie- und sonstiger Krisen, trotz Waldbränden und Unwettern, trotz der eingebrochenen Brücke in Dresden und trotz bisweilen bescheuerten menschlichen Erdbewohnern, die einen ziemlich nerven und trotz vierbeinigen Mitbewohnern in der Nachbarschaft, die einem auch ziemlich auf den Wecker gehen können -wieder ein Jahr mit vielen schönen Ereignissen und Erlebnissen, andererseits aber auch mit Rückschlägen und einigen bedrückenden Situationen. So ist das Leben nun einmal. Versuchen wir ganz einfach, uns an den vielen neuen, schönen und wunderbaren Eindrücken zu erfreuen, die in Erinnerung bleiben werden- bei uns jedenfalls, bei :
Dagi, Jochi und Lara Thomas. Viel Spaß beim Lesen.
erst einmal noch nicht. Denn erst einmal muss ich überlegen, womit ich die letzte Jahreschronik beendet habe- es soll ja alles irgendwie nahtlos weitergehen. Und unter den Tisch fallen sollen ja schöne Erlebnisse und Ereignisse auch nicht- das wäre doch wirklich viel zu schade.
Nun denn- grübel, grübel, womit habe ich die letzte Jahreschronik abgeschlossen? Ja, es fällt mir wieder ein: es war in der Vorweihnachtszeit und Dagi hatte wieder einmal ihre Räuchermännchen im Wohnzimmer fein säuberlich postiert. Danach, am 1. Advent waren sie mit ihren Freunden Marion und Jürgen in Freiberg bei einem Konzert von Dirk Michaelis, und nur kurze Zeit später folgten sie am Nikolaustag einer lieben Einladung von Eva und Wolfgang. Und danach habe ich den Griffel aus den Pfoten gelegt- oder besser gesagt, ich habe einfach nur den Computer ausgeschaltet und mich auf die faule Haut gelegt.
Damit ist es nun aber- leider- vorbei. Der Computer ist wieder in Betrieb und schon kann es losgehen:
Am Sonntag, dem 2. Advent sind meine beiden Mitbewohner in Altkötschenbroda auf dem Weihnachtsmarkt. Das gehört bei ihnen irgendwie dazu- zur Vorweihnachtsstimmung. Dieses Mal sind sie allerdings ein wenig enttäuscht. Die Stimmung dort sei schon mal besser gewesen, meinen sie. Naja- Weihnachtsmärkte ticken halt auch nur wie die Menschen und sind genauso Stimmungsschwankungen unterworfen- so ist das nun einmal.
Danach kehrt tatsächlich im Haus etwas Ruhe ein. Aber nicht etwa, weil Dagi und Jochi nichts geplant haben. Nein- mein ach so lieber Menschenpapa macht unerwartet mal ein paar Tage schlapp- kenne ich von ihm eigentlich so gar nicht. Dagi hingegen ist froh und munter und treibt sich mit ihren alten Schulkamerad`innen auf dem Weihnachtsmarkt in Meißen herum.
Am Wochenende zum 3. Advent hin ist dann allerdings wieder Schwung bei uns in der Bude. Dies deshalb, weil Tamika und Tessa über Nacht bleiben. Zuvor allerdings sind die beiden mit Dagi und Jochi auf Schloss Weesenstein. Dort wird etwas geboten für die Jugend- Spuk und Gespenster in den Gewölben und eine Schatzsuche ist auch noch inbegriffen. Die beiden Mädchen sind begeistert und nach der Rückkehr am Abend völlig aufgelöst. Und das liegt nicht allein am Plätschern in der Sprudelwanne.
Auch in den nächsten Tagen sind meine beiden unsteten Mitbewohner immer irgendwie gefordert- selbst gemachter Stress, würde ich mal so behaupten in meiner Naivität. Die Beiden sehen das allerdings etwas anders: denn Weihnachtskarten müssen nun einmal geschrieben und verschickt werden- so ihre Auffassung. Entsprechende Mails natürlich auch.
Am 16. Dezember machen sie etwas, was ich gar nicht verstehen kann: sie besuchen den Dresdner Weihnachtszirkus. Warum das-frage ich mich. Zirkus haben sie ja zuhause genug und für das tierische Beiprogramm kann ich sorgen, notfalls mit Unterstützung von Rosi und Mango. Nicht mithalten kann ich allerdings mit dem Programm, das ihnen zwei Tage später in der Semperoper geboten wird. „Die Liebe zu den drei Orangen“ heißt die Aufführung. Und die muss recht lustig gewesen sein, denn meine beiden Unentwegten kehren gut gelaunt und entspannt aus Dresden zurück. Sehr schön ist das für uns drei- denn bei dieser guten Stimmung fällt auch ein Extra-Portiönchen Schlagsahne für mich ab.
