Leuchtend leben - Michael Opielka - E-Book

Leuchtend leben E-Book

Michael Opielka

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Beschreibung

Die Bilder der Poesie sind gefüllt mit Licht. Leben ist Licht, Leuchten, das die Dunkelheit erhellt.

Das E-Book Leuchtend leben wird angeboten von BoD - Books on Demand und wurde mit folgenden Begriffen kategorisiert:
Liebesgedichte,Krankheit,Hoffnung,Poesie,Lebenskunst

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Seitenzahl: 91

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Es wechselt Paradieses-Helle

Mit tiefer schauervoller Nacht

Johann Wolfgang von Goethe

Faust. Eine Tragödie – Prolog im Himmel

Inhalt

Wir bleiben

Der Ringer

In den Stoff

Gegen Spanien

Ich, Iphigenie

So war ich früher auch

Ganz aus Literatur

Episches Dramatisches Lyrisches

Lass dir Zeit

An Goethe lernen

Nach der Romantik

Diagnose

Zu Oswald Egger

Eins zwei drei

Elementare

Siegtal

Der Geruch des Verrats

Rebell

Kleiner Stern

Alles und etwas

Zwiesprache

Die Frau will

Was kommt

Die Liste meiner Fehler

Atlantic 1909

Von mir aus

Queen Mary 2

Danke für Nichts

Die Gischt

Change

Macht Verhältnisse

New York 2024

No illusions anymore

Der werden

Weiche Gedanken

Kleine Seite

Das göttliche Auge

Lieber unbedeutend

Später Sommer

Unendliche Weite

Gianmaria Testa lebt

Vor/Geburt

Michaeli

Deutsche Einheit

Rückfällig

Fallhöhe

Hier

Der Herbst ist grau

Was ich am Herbst liebe

Drüben daten

Was Liebe heißt

Luft summt

Abhaftung

Lebenswerk

Winterzeit

Jetzt

Drei Sterne

So viel Leben

Rostbrätel

Teilen

Weicher Wechsel

Heimlicher Herbst

Fallende Blätter

Nachtwache

6/11

Über der Wolke

Wahre Worte

Tango

Verpasst

Weiße Straßen

Brennten

Wesen

Berlin im November

Ankunft

Los lassen

Lob der Ahnen

Zauberberg

Sehnen

Ausbrechende Nacht

Kühle Kammer

Muttergefühle

Brandgefühl

Alpentraum

Allerleibau

Zugewiss

Das ist Gedicht

Zauberberg

Sehr gefährlich für Königskinder

Mondschein

Davor

Cellini

Jahresbilanz

Des Jahres Ende

Zuversicht

Wünsch dir was

Frommsinn

Liebevoll

Innere Stimme

Faust

Durch die Straßen

Leiser lernen

Krebsangst

Venusberg

Verwälzumg

MI

Dunkles Herz

Krebsgang

Helles Herz

Fremd

Dank ihm

Mutterstadt

Körpertempe l

Das schöne Leben

Trennende Worte

Die Empfindung der Befristung

Fuerteventura

Unpolitisch

Fabulierlust

Im Süden leben

Im Meer

Lavaland

Das Ende der Insel

Die beiden Brüder

Verschwunden

Schöner leben

Wie man ist

Verschwunden

April

Die Anbetung des Gottes Onan

Wieder eine wirre Nacht

Mutter

Mit einem Lächeln

Der Käfer liegt auf dem Rücken

Du wunder Körper

Ostergedicht

Doppelt

Requiem für Franziskus

Warten als Gebet

Außerzeit

Der letzte Tag

Langsame Zei t

Gleiche Eltern

Sprich nur ein Wort

Leiser sein

Juli 1985

Bisher

Abschied

Kranke Zeit

Culture Club

Kleine Nacht

Mehr beten

Feine Wunden

Wenn Du es willst

Mein Wille

Liebesgrüße

Abwenden

ALS

Die Verzweiflung

Pfingstgedicht

Blätter am Kopf

Der Arm schläft weiter

Versöhnlich

Dankbar gehen

Im Himmelbett

Tal der Alten

Break even

Lärm um nichts

Harter Himmel

Kleines Gebet

Das Lied der alternden Frau

Kleines Glück

Differentialdiagnose

Abgang nach Abschied

Geliebt

Der Weg zum Zug

Unter Tränen

Freie Liebe

Nachtlektüre

Das war Glück

Rudiment

Was wirst du erinnern

Mischerei

In jedem Augenblick

Kleines Ich

Nichts dazu tun

Der kleine Elefant

Kleines Ich (Reprise)

Wahner Heide

Affären

Geleerter Sommer

Gedankenlangsam

Leerraum

Gemocht geliebt

Schwebende Schwäne

Schönes Gedicht

Endlich liegen

Ein Zimmer für dich allein

Neu können

Besser werden

Zerbrechlichkeit des Lebens

Keines Zeit

Durch die Wohnung gehen

Die dürren Jahre

Sie ist wütend

Leidende Mutter

Leuchtend leben

Das Ende der Stadt

Die letzte Zeit

Miroirs

Freiheit

Deutsche Einheit

Requiem für Claus Offe

Schicht auf Schicht

Lebenslicht

Wilde Worte

Nobelpreis

Am Haus

Odilienberg

Noch ein Gedicht

Der Schnitt / Abschied

Leuchtend leben

Wir bleiben

Wir bleiben dennoch verbunden

Jena und Weimar

sei nicht ironisch

wir sind an verschiedenen Stellen

im Leben da gibt es keine

Hochzeit ohnehin bin ich

verheiratet wir sind immer

verschieden zwei halbe

Kugelmenschen wir spielen

die Menschenmeisterschaft

diesmal hast du verloren

wir bleiben dennoch verbunden

Der Ringer

Er kommt in den Raum

er stemmt den Raum vor sich

ein Tanker aus Fleisch

er spricht von Joachim von Fiore

die Dreizeitenlehre

der Antichrist wird besiegt werden

Franziskus begann damit

Ratzinger schrieb über ihn

er bewundert die Salier

das würde ich gerne studieren

noch einmal noch einmal ringen

er macht sich Sorgen um seinen Sohn

er macht sich wenig Sorgen um sich

er wäre ein Abt geworden

in alten Zeiten ein Abt mit Kindern

das alles gab es

In den Stoff

Wohin fließt die weiße Frucht

fruchtbar war sie ob sie es

noch ist aus dem alten Baum

Freundchen murmelte Kafka

nachts die Karlsbrücke heimwärts

ergieße dich du Freundchen

der Frau um ihn feucht davor

und danach noch mehr

des Mannes nachts auch tags

selten zum Glück im Glück

des Ergießens so oft

in den Stoff zu oft in den Stoff

Gegen Spanien

Gegen Spanien verloren

das ganze Land

Cesare Pavese hat verloren

sein Leben

durch eigene Hand

Goethe hat verloren

auch er die Liebe

immer wieder

alles an einem Tag

gesehen gelesen gehört

der Spiegel gewinnt

verlieren muss man können

auch Spanien verlor

Las Casas klagte das Blut an

dass es vergoss in den Amerikas

alles in unserem Kopf

ob er gewinnt und das Herz

mit ihm ist ungewiss

Ich, Iphigenie

Alles verzeihen dem

den ich liebe

alles verstehen auch das

was mir schadet

er hat seine Gründe

er kann nicht anders

Den Hals anbieten dem

der ihn zerschneiden kann

und hoffen dass er dich

küsst

oder gehen lässt

mit seinem Segen

lebe wohl sagt und du

ich also

überlebe

So war ich früher auch

Wieder einmal stundenlang

alle Zeitungen gelesen

die Frankfurter Allgemeine

den Tagesspiegel

die Neue Zürcher

den SPIEGEL

die FURCHE

die PRESSE

geliebtes Österreich

geliebte Schweiz

leider fehlt französisch

und so vieles an Klang

Maximilian sprach sechs Sprachen

ich nur zwei

ein kleines Leben

damals las ich den Guten Kamerad

das Jahrbuch für Jungen

und das Neue Universum

von vielem wusste ich etwas

etwas Genaueres kam dazu

ich war ein Kind und blieb es

Ganz aus Literatur

Ich bestehe aus Literatur

schrieb Franz Kafka

das ist Literatur

ich bin ganz Literatur

schrieb Ludwig Tieck

das war die Romantik

dazwischen hundert Jahre

in etwa und hundert seitdem

Kafka ist gestorben

Tieck übersetzte Shakespeare

was ich schreibe ist unverständlich

immer wieder der Zeilensprung

hier gerade nicht aber

ich liebe ihn das Gedicht

muss gesprochen werden

nicht im Vorbeigang wie wir das

so gern im Museum machen

Gedichte sind Bilder sind

das Ganze der Literatur

ihr Anfang und vielleicht

wer weiß das ihr Ende

Episches Dramatisches Lyrisches

Oder

Vergangenheit Gegenwart Zukunft

eine Variation auf

Schiller und Goethe

ihre Reflexion auf Epik und Dramatik

wir landen in der Zukunft

beide dichteten auch

Goethe besser

Schiller bekannter

jedenfalls damals

jedenfalls in der Welt der Form

Humanismus Kulturreligion

gezähmte Räuber

wir neigen zur Zukunft aber auch

weil wir das andere nicht können

keine ausgedachte Geschichte

Fiktion kein Fleiß dazu

keine ausgedachten Dialoge

kein Talent zu Homunkuli

die Zukunft offen halten

Lass dir Zeit

Lass dir Zeit

das hätte er sagen müssen

es wäre Geduld gewesen

nicht Eile

nicht endlich Liebe

nicht entscheide dich jetzt

und sofort und für mich

entscheide dich für dich

das hätte gezählt

wir wissen nicht ob sie ihn

geliebt hätte oder den Anderen

aber es wäre Zeit gewesen

An Goethe lernen

Wir lernen an den großen Geistern ihren Seelen

die sich in Taten zeigen Worten dem Gestalten

das sie der Welt entringen ihrem Fehlen

wie nie nur Licht uns leitet und wir halten

sie im Erinnern an das Herz wir lesen hören

von Goethe und dann trifft ein Buch die Ohren

Safranski schrieb es nochmals soll es stören

sein Lispeln doch wir lassen zeitverloren

das alte Reich von Weimar Jena und den Kriegen

die Liebe die ihn trieb und hielt in unsern Sinn

Dann fragen wir uns nach den Siegen

die von uns bleiben greifen nach den Sternen

die uns ins Weltall ziehen das Ich bin

es lebt vergeht und blüht das lässt sich lernen

Nach der Romantik

Davor kam Goethe

er war noch da als sie schrieben

von der Verzauberung der Welt

vom Ich auf dem sie steht

Goethe war skeptisch

Jena vor allem und auch sonst

Berlin zum Beispiel

die fabelhaften Rebellen sind lang

schon verstorben wie alles stirbt

selbst der Kosmos Goethe blieb

er hat sich an das Ende der Welt

gekettet und an ihren Anfang

liebe sie riet er den Lebensmüden

Werther ist eine Geschichte

selbst Faust sie freilich steht mit

beiden Beinen im glühenden Kern

er wird noch glühen wenn wir

längst verschwunden sind nach

der Romantik ist eine lange Zeit

Diagnose

Shigella negativ

Yersinia negativ

Aeromonas negativ

Salmonella negativ

Rotavirus negativ

Astroviren negativ

und viele mehr negativ

das waren die schönsten Namen

auch der Entzündungswert

wieder normal

was es genau war wissen wir nicht

das ist normal in der Medizin

lächelt die Tauchärztin sie trägt

eine Maske so viele Kranke hier

Zu Oswald Egger

Wir schleichen an der Wand auf

nicht lang das wäre Sinn ihr aber

kein aber kein Sinn Gurgelsinn

Orgelsinn Ministrant wer weiß

Kolle Kolle kein Sex kein Sinn

keine Sinnlichkeit aber

Büchnerpreis

nie dachten die Schilfjungen an Kaimane

Gurgel Grugel ein Bein hängt wie lustig

nie lustig lustlos Suhrkamp Suhrkamp

Trallala du wunderbare Natur atemlos

im Sommerwasser der Fischschatten

Büchnerpreis

wir malen etwas dazu wir haben ein

Atelier Heißassa aber ganz ernst

Eins zwei drei

Was ist ein Gespräch Gold

Goethe im Märchen Steiner

war begeistert die Germanisten

rätseln wir wissen aus eins

mach zwei aus zwei mach drei

das Neue kommt in die Welt

aus eins und zwei Liebe machen

empfangen heißt es das Neue

und immer aufs Neue im Gespräch

wir quotieren nicht und doch

manchmal können wir nicht anders

immer ist eins im Licht nicht zwei

so wird es kein drei zwei hört zu

fragt nach fängt an doch eins

weiß seins nur das interessiert eins

kennst du das Land wo die

Zitronen blühen oder irgendein Land

eins kennt seins und zwei vorbei

Elementare

Eine Zwergenwiese oder

sind es doch Feen oder

ein Naturtempel im Netz

der Naturtempel der nächste

auf der Fraueninsel unter der

schönen Oberfläche Roseninsel

Frauenwörth und überall leben

Gnome und Faune die Alten

sahen sie die Jungen schweigen

überall Wesen schrieb Steiner

Elementarwesen manche machen

wir die Technik schafft neue

Bewohner der Welt die sich

den Sinnen entziehen nimm dein

Ich in die Hand und lass Licht

in den Zwischenraum Herder

machte den Elfenkönig zum

Erlkönig seine Hand tötet

Siegtal

Warum nie mit dem Zug

oder überhaupt keine Erinnerung

vierzig Jahre vergangen

sie mussten die schnelle Strecke

sperren Umweg auf der Uhr Verlust

die Augen aber gewinnen

siegaufwärts von Siegburg nach Siegen

überall Sieg nichts war heil hier

er fuhr als schweigendes Kind von Köln

sein Vater zeigte ihm die Welt und

das Land Ortheil jetzt Erinnerung

Heimatblick Schönheitsblick schöne

Namen Herchen Schladern Wissen

die Welt voll grünem Saft die Sieg

ein wilder Fluss schifflos sie wird

in den Rhein fließen wir aber

fahren aufwärts ein schneller Zug

das Tal wird weit

Der Geruch des Verrats

Madonnengesichtig die weiche Freude

die Hände strichen ihren Leib und

ihre den deinen ihr müsst euch geküsst

haben ihr seid ineinander gedrungen

ihr müsst gestöhnt haben vielleicht zu

leise gewiss zu selten sie war gegangen

und nicht geblieben sie hat gelächelt

Sie wird das wieder tun hast du gewusst

sie tat es wieder obgleich sie blieb lange

blieb kalt bei dem andern sie sprach

nicht sie lebte im Innern sie liebte sie

geht ihren Weg sie will du hast sie

bewundert du hättest sie lieben können

wen aber liebt sie das blieb die Frage

Du siehst ihr Gesicht in der Nähe sie