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Unterwegs: Manchmal kommt es zu Einmischungen von den ungewöhnlichsten Seiten. Nachdem er vor über einem Jahrhundert schon einmal verheiratet war, erwartet Luc Laurent nicht, nochmal eine besondere Person in seinem Leben zu haben. Als sein Sohn ihm einen zusätzlichen Motorradhelm gibt und ihm sagt, dass er ihn brauchen wird, ist Lucs Verwirrung verständlich. Er versteht es später an diesem Nachmittag, als er sein Motorrad vor dem Haus eines anderen Wandlers zum Stehen bringt und feststellt, dass der Cousin des Wandlers, Dylan Sudderson, sein Gefährte ist. Auch wenn die Tatsache, dass sein Gefährte nur mit Hilfe von Krücken gehen kann, Luc etwas beunruhigt, ist das sicherlich nicht der Deal-Breaker, für den Dylan es zu halten scheint. Luc ist viel mehr besorgt darüber, dass Dylan ein Mensch ist, sehr jung … und nicht geoutet. Dylan ist zwar sehr gerne bereit, sich mit Luc hinter verschlossenen Türen zu treffen, aber er hat Angst, von seinen Eltern verstoßen zu werden, wenn diese herausfinden, dass er schwul ist. Was wird nötig sein, um Dylan davon zu überzeugen, sich nicht nur zu outen, sondern auch zu akzeptieren, dass Luc seinen Geist mit einer Eule teilt? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Kontras Menagerie ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing. Länge: rund 26.000 Wörter
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Veröffentlichungsjahr: 2020
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
ÜBER CHARLIE RICHARDS
LESEPROBE:
Liebe auf den Schwingen einer Eule
Unterwegs: Manchmal kommt es zu Einmischungen von den ungewöhnlichsten Seiten.
Nachdem er vor über einem Jahrhundert schon einmal verheiratet war, erwartet Luc Laurent nicht, nochmal eine besondere Person in seinem Leben zu haben. Als sein Sohn ihm einen zusätzlichen Motorradhelm gibt und ihm sagt, dass er ihn brauchen wird, ist Lucs Verwirrung verständlich. Er versteht es später an diesem Nachmittag, als er sein Motorrad vor dem Haus eines anderen Wandlers zum Stehen bringt und feststellt, dass der Cousin des Wandlers, Dylan Sudderson, sein Gefährte ist. Auch wenn die Tatsache, dass sein Gefährte nur mit Hilfe von Krücken gehen kann, Luc etwas beunruhigt, ist das sicherlich nicht der Deal-Breaker, für den Dylan es zu halten scheint. Luc ist viel mehr besorgt darüber, dass Dylan ein Mensch ist, sehr jung … und nicht geoutet. Dylan ist zwar sehr gerne bereit, sich mit Luc hinter verschlossenen Türen zu treffen, aber er hat Angst, von seinen Eltern verstoßen zu werden, wenn diese herausfinden, dass er schwul ist.
Was wird nötig sein, um Dylan davon zu überzeugen, sich nicht nur zu outen, sondern auch zu akzeptieren, dass Luc seinen Geist mit einer Eule teilt?
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.
Kontras Menagerie ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing.
Länge: rund 26.000 Wörter
CHARLIE RICHARDS
Liebe auf den Schwingen einer Eule
Kontras Menagerie 18
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „Love on an Owl’s Wings“:
Charlie Richards
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2020
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
Übersetzt von: Sage Marlowe
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Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.
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Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.
Widmung
Für alle Musen – real und imaginär – danke, dass ihr tut, was ihr tut.
Luc Laurents Bauchmuskeln zogen sich unter der leichten, vorsichtigen Berührung seines Gefährten zusammen.
Zut alors! Ich habe meinen Gefährte getroffen!
Dylan Sudderson, Cousin des Schnabeltierwandlers Kai Sudderson, saß hinter ihm auf seinem Motorrad.
Zur Hölle, Luc hatte immer gedacht, dass sein Gefährte eine Frau sein würde. Er war verheiratet gewesen und hatte einen Sohn, Tim, der zufällig mit dem Alpha des Rudels, Kontra, verpaart war. Doch der Mensch, dem Luc gerade auf den Sitz seines Motorrades geholfen hatte, war nicht nur ein Mann, sondern kaum mehr als ein Junges!
Bei seiner Ankunft in Kais Haus hatte Luc den leichten, moschusartigen Geruch wahrgenommen, der in der Nachmittagsbrise schwebte, und sein Herz hatte aufgeregt in seiner Brust gehämmert. Sein Blut war schnell in Wallung geraten, und er hatte seinen Blick über die versammelte Gruppe schweifen gelassen. Seine Aufmerksamkeit wurde von einem blonden Mann mit breiten Schultern und muskulösen Armen angezogen, wahrscheinlich aufgrund der Unterarmkrücken, auf die er sich stützte. Das machte es im Übrigen schwierig, die Größe des leicht gebeugt stehenden Mannes einzuschätzen.
Mann oder nicht, Luc konnte die Anziehungskraft des Menschen nicht leugnen. So hart wie sein Schaft geworden war, nur weil er den sich langsam bewegenden Mann zu seiner Goldwing geführt und ihm dann beim Aufsteigen geholfen hatte, konnte er sein Verlangen, alles über den Menschen zu erfahren, nicht leugnen – bevor oder nachdem er ihn in die Matratze gefickt hatte. Luc war es egal.
Luc drehte sich ein wenig unbeholfen und schob Dylans Krücken in die Satteltasche, um sie so zu positionieren, dass sie ihn, auch wenn sie daraus herausragten, beim Fahren nicht behindern würden. Er schaute über die Schulter zu seinem Gefährten und fragte: „Bist du bereit?“
Dylan nickte. „Ja.“ Er lächelte leicht. „Danke, dass du mich mitnimmst.“
Luc erwiderte das Lächeln und antwortete: „Es ist mir ein Vergnügen.“ Er hoffte, dass der junge Mann das leichte Vertiefen seiner Stimme nicht bemerkte. Er konnte es einfach nicht verhindern.
Luc ließ sein Motorrad an und fuhr vom Bordstein weg. Er versuchte, die fragenden Blicke von einigen der anderen aus ihrer Gruppe zu ignorieren, die er hinter sich zurückließ. Es war seiner Aufmerksamkeit nicht entgangen, dass Dylans Mutter Courtney nicht gewollt hatte, dass ihr Sohn mit ihm fuhr. Er konnte nur vermuten, dass die Überfürsorglichkeit auf Dylans Verletzung zurückzuführen war. Er hatte durch das Gerede im Rudel gehört, dass der junge Mann von einem betrunkenen Fahrer erwischt worden war.
Allein der Gedanke daran, dass sein junger Gefährte Schmerzen erlitten hatte, ließ einen Zornesblitz in Luc aufsteigen … dabei hatte er den Menschen zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal gekannt.
Plötzlich verlagerte Dylan sein Gewicht nach vorne und klebte seine Vorderseite an Lucs Rücken. Seine Arme schlossen sich um Lucs Taille und seine Hände glitten in Lucs geöffnete Jacke. „Mmm, Luc“, knurrte Dylan in sein Ohr. „Dein Akzent ist so verdammt sexy. Französisch, richtig?“
Erneuerte Hitze ersetzte schnell den Zorn von Sekunden zuvor. Er warf einen Blick über die Schulter und war überrascht, Dylans Gesicht so nah an seinem zu finden, bevor er sich wieder auf die Straße konzentrierte. „Oui“, antwortete er instinktiv auf Französisch.
„Oh ja. Verdammt sexy.“ Dylan glitt mit einer Hand nach unten, rieb Lucs Bauch und kratzte mit den Nägeln über den Stoff seines T-Shirts.
Funken tanzten über Lucs Bauch, was dazu führte, dass sich seine Bauchmuskeln bei der Stimulation zusammenzogen.
„Also, deine Freunde sind schwul, und vorhin bei Kai hörte ich sie sagen, dass Tim dein Sohn ist. Spielst du für beide Teams, Luc?“, fuhr Dylan fort, und seine Stimme war kehlig. „Hast du etwas, mit dem ich spielen kann?“
Dann bewegte Dylan die Hand auf Lucs Bauch einige Zentimeter nach unten und strich über seinen Oberschenkel. Als er mit dem Daumen über Lucs Erektion rieb, die fest und schmerzhaft hinter seinem Reißverschluss gefangen war, brachte Luc das Motorrad zum Schwanken.
„Zut“, fluchte Luc. Nachdem er das Motorrad wieder unter Kontrolle hatte, griff er nach Dylans Hand und legte sie wieder auf seinen Bauch. „Dylan“, knurrte er warnend. „Benimm dich.“
Dylan zappelte hinter ihm. Er wiegte die Hüften, und Luc spürte den verräterischen Druck der Erektion des jungen Mannes knapp über seinem Rücken. „Ich will dich“, drängte Dylan heiser. „Du willst mich auch. Das habe ich gespürt.“ Wieder versuchte er, seine Hand auf Lucs Erektion zu senken, und zwang Luc, seine Finger zu ergreifen. „Warum leugnest du, was dein Körper will?“
Luc kämpfte gegen seine instinktive Reaktion an, das Bedürfnis, Dylan Freude zu bereiten und seinen jungen Gefährte, der sich so willig gegen seine Kehrseite drückte, zu packen, verführen und ihm Lust zu bereiten. Verdammte Anziehungskraft zwischen Gefährten. Luc blieb an einem Stoppschild stehen und drehte seinen Oberkörper so, dass er seinen Gefährte halb ansehen konnte. Er ließ Dylans Hand los und umfasste stattdessen seinen Kiefer und Hals mit seiner Handfläche.
„Dylan Sudderson, wenn ich dich nehme, und ich werde dich nehmen, wird es keine schnelle Nummer in irgendeinem Hinterhof sein“, grollte Luc. „Ich werde dich an einen ruhigen, abgelegenen Ort bringen und mir Zeit mit dir lassen. Ich werde jeden Zentimeter deines Körpers berühren, küssen und lecken. Du wirst dich vor Leidenschaft winden und härter sein als jemals zuvor. Dann schiebe ich meinen Schwanz in deinen engen Arsch und lasse dich wieder kommen.“
Einige Sekunden lang starrte Dylan ihn nur an. Seine Lippen teilten sich leicht, als er keuchte. Sein leicht gebräuntes Gesicht wurde rot, und Luc beobachtete, wie sich die Augen seines Gefährten weiteten, als ob er sich vorstellte, wie Luc seine Worte in Taten umsetzte.
Luc lächelte, sehr erfreut über Dylans Reaktion.
Sein Blick wanderte über seine Züge, und Dylan schaffte es, sich ein wenig zusammenzureißen. Er leckte sich die Lippen und flüsterte dann: „Warum denkst du, dass ich dir meinen Arsch geben werde?“
Lachend veränderte Luc seinen Gesichtsausdruck zu einem Grinsen. Er benutzte seinen Griff um Dylans Gesicht, um seinen Kopf zu drehen, damit er sich zu ihm beugen und flüstern konnte: „Weil du mich darum bitten wirst.“ In dem Wissen, dass er sich jetzt zurückziehen musste, oder er würde den Wünschen seines Gefährten nachgeben – und er wollte wirklich, dass Dylan vor Vorfreude verrückt wurde –, ließ er Dylan los. Luc drehte sich um und brachte sie wieder in Bewegung.
Fünf Minuten später steuerte Luc auf den Parkplatz eines Lebensmittelladens. Er hatte den Laden auf dem Weg zu Kais Zuhause entdeckt, und auch wenn er vermutete, dass es einen geben musste, der dichter dran war und zu dem die College-Studenten wahrscheinlich zu Fuß gehen konnten, war er zu beschäftigt damit gewesen, an seinen Gefährten zu denken, um zu fragen.
Luc stellte das Motorrad auf den Ständer und stieg vorsichtig ab. Dann drehte er sich um und zog Dylans Krücken heraus. Als er den Helm von seinem Kopf genommen hatte, fragte er leise: „Brauchst du Hilfe beim Absteigen?“
Dylan schüttelte den Kopf. „Nein, ich komme zurecht.“ Er nahm beide Krücken, brachte eine von ihnen an seinem Arm in Position und rutschte dann vom Motorrad. Der Helm brachte ihn fast aus der Balance und er kippte nach vorne, aber er fing sich ab, indem er den Motorradsitz packte, wobei er beinahe seine Krücke verhakt hätte.
„Es tut mir leid. Ich hätte daran denken sollen“, murmelte Luc.
Luc streckte die Hand aus, löste den Helm vorsichtig und nahm ihn von Dylans Kopf. Als Tim Luc an diesem Morgen den Helm gegeben hatte, hatte er sich gefragt, was sein Sohn sich dabei dachte, aber alles, was Tim gesagt hatte, war, dass er ihn noch brauchen würde. Dann war er hinter Kontra geklettert, der aufs einer Maschine saß, und die Gruppe war aufgebrochen. Luc hatte sich beeilen müssen, den zusätzlichen Helm zu verstauen, damit er folgen konnte.
Jetzt verstand er. Sein Sohn – zur einen Hälfte ein Eulenwandler und zur anderen ein Hexenmeister – musste eine Vision gehabt haben. Er wünschte nur, er hätte mehr Details erfahren.
Nachdem er ihre beiden Helme hinten am Motorrad befestigt hatte, richtete sich Luc auf und schaute zu Dylan, der auf ihn wartete. Wieder traf es ihn, wie jung sein Gefährte war. Die großen blauen Augen des Mannes beherrschten sein offenes, ausdrucksstarkes Gesicht. Als Luc die blonde Haarsträhne über Dylans linkes Auge fallen sah, streckte er die Hand aus und steckte sie hinter das Ohr seines Gefährten.
Dylan grinste ihn an, ein Funke Unheil und Erregung blitzte in seinen Augen.
„Du wirst Ärger machen, oder?“, fragte Luc unwillkürlich.
Dylan blickte durch seine dichten, dunklen Wimpern zu ihm auf und nahm sich ein paar Sekunden, um seine Lippen provozierend zu lecken. „Ich weiß wirklich nicht, was du meinst.“
Luc legte den Kopf schief, und seine Augen verengten sich. „Ich denke, das tust du.“
Dylan wandte sich dem Laden zu. Er rollte achselzuckend mit der Schulter, ehe er auf die Türen zuging. „Das Leben ist kurz, Luc“, rief er ihm über die Schulter zu. „Und man kann nie wissen, wann es hart und schmerzhaft wird. Ich habe gelernt, Angenehmes beim Schopf zu packen, wenn sich die Gelegenheit bietet.“
Traurigkeit durchflutete Luc bei den abgeklärten Worten seines Gefährten. Verschwunden war der schüchterne junge Mann, der vor Kais Haus gestanden hatte. Es schien, dass sein Gefährte mehr Facetten hatte, als ein Mann in seinem Alter haben sollte.
Als er sich in Gang setzte, holte Luc ihn ein und schritt langsam neben ihm her. „Du bist zu jung, um eine solche Lebenseinstellung zu haben“, murmelte er und beobachtete Dylan aus den Augenwinkeln.
Dylan schnaubte. „Was auch immer.“
Okay, jetzt zeigte Dylan sein wahres Alter. Luc entschied, dass er etwas anderes brauchte, auf das er sich konzentrieren konnte, beugte sich zu dem Mann, den er bald zu seinem Geliebten zu machen plante, und fragte leise: „Wie gut wird es in dieser Stadt aufgenommen, wenn zwei Männer ihre Zuneigung ausdrücken?“
Dylan riss den Kopf herum, um ihn direkt anzusehen, und sein Mund klappte kurz auf, bevor er stotterte: „M-meistens okay, solange es nichts zu viel ist, ähm, zu extravagant.“
Luc summte. „Dann haben sie vielleicht ein Problem damit.“
Ohne auf eine Antwort zu warten, trat Luc in Dylans persönlichen Bereich. Er schlang seinen rechten Arm um seine Taille und half Dylan, sich aufzurichten, während er ihn bündig an seinen Körper zog. Dylan keuchte, und Luc nutzte die Gelegenheit.
Luc senkte den Kopf und presste seinen Mund auf Dylans. Er schob seine Zunge zwischen die Lippen seines Gefährten und weiter. Er brachte ihre Zungen zusammen, berührte Dylans Gaumen und streichelte dann die Zunge des anderen Mannes mit seiner.
Es war Jahrzehnte her, seit Luc einen Mann geküsst und in den Armen gehalten hatte. Nach dem Tod seiner Frau hatten ihn nur wenige Frauen interessiert, und keine von ihnen verursachte den Aufruhr von Empfindungen, die gerade durch seinen Körper strömten. Lucs Blut rauschte heiß durch seine Adern. Sein Schwanz war gerade aufgerichtet und tropfte in seiner Jeans. Das Gefühl, wie die Brust des anderen Mannes gegen seine drückte, ließ seine Brustwarzen steif werden.
Luc schob seine freie Hand in Dylans Haar und stellte fest, dass es vom Helm leicht verschwitzt war. Die seidigen Strähnen glitten durch seine Finger. Luc verstärkte seinen Griff und nutzte ihn, um Dylans Kopf zu neigen und den Kuss zu vertiefen.
