Liebe auf Kufen - Topaz Hauyn - E-Book

Liebe auf Kufen E-Book

Topaz Hauyn

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Beschreibung

Ein Gay-Paar in der Eistanzgruppe? Unmöglich! Das verdammt Marcel zum einsamen Single-Dasein. Marcel liebt zwei Dinge: Eiskunstlauf und Männer. Beides schließt einander aus. Besonders Ulrich, immer von den hübschesten Frauen umschwärmt, bleibt unerreichbar. Samstagmorgen. Ulrich steht alleine am Rand der Eisfläche. Mit wem kann er trainieren? Sein Blick fällt auf Marcel, der einsam Runden fährt und Figuren übt. Ulrichs Blick klebt an Marcel. Niemand sonst aus ihrer Gruppe trainiert heute. Ulrich gibt der Versuchung nach, endlich mit Marcel zu tanzen. Natürlich nur zu Trainingszwecken. Marcel träumt. Nur im Traum darf er Ulrich über die Eisfläche führen. Die Kälte des Eises kneift in seine Wangen und die Hitze von Ulrichs Händen hält Marcel warm. Ulrich darf auf keinen Fall daran denken, wie gut er mit Marcel tanzt. Verrät er sich, bedeutet das den Ausschluss aus der Eistanzgruppe. Flammende Gefühle. Tiefgekühlt auf der Eisfläche. Verziert mit romantischen Tanzfiguren. Zwei Männer, die einander und das Eiskunstlaufen lieben. Trauen sie sich, miteinander ehrlich zu reden?

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Veröffentlichungsjahr: 2025

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Liebe auf Kuven

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Klappentext

Liebe auf Kufen

Marcel

Ulrich

Marcel

Ulrich

Marcel

Leseprobe: Gewitterwolke liebt Sonnenstrahl

Florian -Auf dem Weg in den Urlaub

Nils – Großmaul mit schlechter Laune

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Klappentext

Ein Gay-Paar in der Eistanzgruppe?

Unmöglich!

Das verdammt Marcel zum einsamen Single-Dasein.

Marcel liebt zwei Dinge: Eiskunstlauf und Männer. Beides schließt einander aus. Besonders Ulrich, immer von den hübschesten Frauen umschwärmt, bleibt unerreichbar.

Samstagmorgen. Ulrich steht alleine am Rand der Eisfläche.

Mit wem kann er trainieren?

Sein Blick fällt auf Marcel, der einsam Runden fährt und Figuren übt.

Ulrichs Blick klebt an Marcel. Niemand sonst aus ihrer Gruppe trainiert heute. Ulrich gibt der Versuchung nach, endlich mit Marcel zu tanzen. Natürlich nur zu Trainingszwecken.

Marcel träumt. Nur im Traum darf er Ulrich über die Eisfläche führen. Die Kälte des Eises kneift in seine Wangen und die Hitze von Ulrichs Händen hält Marcel warm.

Ulrich darf auf keinen Fall daran denken, wie gut er mit Marcel tanzt. Verrät er sich, bedeutet das den Ausschluss aus der Eistanzgruppe.

Flammende Gefühle. Tiefgekühlt auf der Eisfläche. Verziert mit romantischen Tanzfiguren. Zwei Männer, die einander und das Eiskunstlaufen lieben. Trauen sie sich, miteinander ehrlich zu reden?

Liebe auf Kufen

Marcel

Die Eismaschine fuhr über die raue Fläche der Eishalle. Vor sich schob sie das weiße Schnee-Pulver abgefahrener Eiskristalle von der Fläche. Hinter ihr glänzte, glatt und unversehrt, die frisch aufgetragene Eisbahn. Sie war bereit für die Kufen an Marcels Füßen.

Marcel lauschte mit halbem Ohr der Radiomusik aus den Lautsprechern und den vielen Unterhaltungen um sich herum.

Er war alleine hier. So wie immer. Ohne Begleitung. Ohne Unterhaltung.

Natürlich könnte er versuchen, sich an eine der Grüppchen anzuschließen und sich in die Unterhaltung einzumischen. Aber wozu?

Marcel träumte seit Jahren davon, einen Partner zu finden, mit dem er Eislaufen konnte. Einen Partner, der seine Interessen teilte. Einen Partner, der auch Interesse an ihm als Lebensgefährten hatte.

Das waren hohe Anforderungen. Besonders im Eistanzlauf, bei dem klassischerweise ein Mann mit einer Frau ein Paar bildete. Darum erwähnte er seine Neigung und seine Wünsche in der Trainingsgruppe lieber nicht.

Stattdessen kam er am Wochenende alleine zur Eishalle und trainierte alleine. Meistens die Choreografie für die Damen. Irgendwann hatte er festgestellt, dass ihm diese Kenntnis half, seine Partnerin eleganter über das Eis und durch die Choreografie zu führen.

Evelyn, seine Partnerin beim Eistanzlauf, war eine wunderschöne Frau. Nur interessierte sie ihn außerhalb des Trainings nicht. Ganz im Gegensatz zu Ulrich, der mit Elenia tanzte. Mit ihm würde er gerne seine Freizeit verbringen, seinen trainierten Körper über die Eisfläche führen und anschließend bei einem heißen Bad die Anstrengungen aus den Schultern massieren.

Marcel starrte auf die Eisfläche vor sich. Die Eismaschine fuhr zischend Runde um Runde. Bald müsste sie fertig sein. Inzwischen glänzte mehr als die Hälfte der Bahn glatt und unversehrt.

Der Duft gebratener Pommes stieg Marcel in die Nase. Irgendwer hatte sich am Kiosk der Eishalle Pommes geholt und sich damit neben ihn an den Rand der Eisbahn gestellt.

Er sah zur Seite.

Direkt in die dunkelbraunen Augen von Ulrich, die ihn immer an heiße Schokolade denken ließen. Heiße Schokolade und ein gemütlicher Nachmittag gemeinsam auf der Couch.

Marcel schluckte hart.

Daran sollte er hier nicht denken!

Nicht, wenn Ulrich neben ihm stand. Das waren Gedanken für nächtliche Träume, wenn er alleine in seinem Bett lag. Obwohl er Jeans trug, wusste er nicht, ob man ihm seine Gedanken nicht doch ansehen konnte, wenn er sie weiter verfolgte.

»Hallo Marcel«, sagte Ulrich und biss von einem Pommes ab. »Auch hier, um zu trainieren? Der Trainer war letzte Woche echt streng.«

Marcel nickte. Dann schüttelte er den Kopf.

Natürlich übte er die Choreografie. Immer. Aber darum war er nicht hier. Ebenso wenig, weil der Trainer vergangene Woche strenger als sonst gewesen war.

Er war hier, weil es zu Hause in seiner Zweizimmerwohnung einsam war. Eine ständige Erinnerung, an den fehlenden Partner in seinem Leben. Hier auf der Eisbahn war er wenigstens nicht alleine.

Zumindest konnte er sich das einbilden.

»Hallo Ulrich«, sagte Marcel und war stolz auf sich selbst, weil seine Stimme normal klang. »Ist Elenia noch beim Schlittschuhe anziehen?«

Bisher hatte er Ulrich nie zum zusätzlichen Üben hier getroffen. Ganz sicher würde er nicht ohne seine Schwester herkommen.

»Elenia hat sich mit einer Freundin verabredet und kann nicht«, sagte Ulrich und steckte sich die nächsten Pommes in den Mund.

Marcel starrte auf Ulrichs schmale Lippen, die er zu gerne geküsst hätte.

»Magst du?«, fragte Ulrich und hielt Marcel die Tüte hin.

Marcel nickte und nahm sich eine lauwarme Kartoffelstange. Sie war viel zu salzig und gleichzeitig nicht mehr knusprig. Dafür war sie von Ulrich, neben dem er stehen konnte, und reden.

Wie immer über Belanglosigkeiten.

»Du übst doch immer zusätzlich die Choreografien der Frauen, willst du heute mit mir trainieren?«, fragte Ulrich, steckte die letzten Pommes in den Mund und knüllte die leere Papiertüte zusammen.

Marcel bekam kein Wort heraus.

Hatte Ulrich ihn gefragt, ob er mit ihm zusammen auf dem Eis tanzen wollte?

Ulrich drehte sich weg und stapfte auf seinen Schlittschuhen über den mit Gummimatten ausgelegten Boden zum nächsten Mülleimer.

Marcel schüttelte den Kopf.

Natürlich hatte Ulrich ihn nicht gefragt, weil er ihn so gerne mochte. Er war da und konnte die Choreografie.

Er übte die Schrittfolge der Damen. Sie zu wissen war hilfreich für seine eigenen Schritte. Wie sich heute zeigte, war es hilfreich, um mit Ulrich tanzen zu dürfen.

Ein Lächeln breitete sich auf Marcels Gesicht aus, bis seine Muskeln davonzogen.

»Wollen wir?«, fragte Ulrich, als er wieder vor Marcel stand.

---ENDE DER LESEPROBE---