Loverboys - Simone Weber - E-Book

Loverboys E-Book

Simone Weber

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Beschreibung

Nach einer wahren Begebenheit. Als ehrenamtliche Sanitäter arbeiten die Freundinnen Sonja und Carmen auf einem Konzert von Carmens Lieblingsband. Durch eine Unachtsamkeit und zu Carmens Freude kommen sie der Band näher, als Sonja lieb ist. Allerdings ist auch Sonja nach einer Weile einem der jungen Männer gegenüber nicht abgeneigt. Die Mädchen befinden sich jedoch in Gefahr, denn sie wissen nicht, wie gefährlich die Jungs wirklich sind.

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Seitenzahl: 106

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Simone Weber

Loverboys

Von Wolke sieben in die Hölle

Impressum

© Zodiac Verlag © Simone Weber

Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das des öffentlichen Vortrags sowie der Übertragung durch Rundfunk und Fernsehen, auch einzelner Teile. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotografie, Mikrofilm oder andere Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlags und des Autors reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Created by Zodiac Verlag

Druck und Distribution:

tredition GmbH, Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 Ahrensburg, Deutschland

Zodiac Verlag

Brandenburgstraße 39

63456 Hanau

www.Zodiac-Verlag.de

Kontaktadresse nach EU-Produktsicherheitsverordnung:

E-Mail: [email protected]

You gave me all your love,

and I played the turtledove.

Now it's time,

You must be mine!

Spent Roses

Inhaltsverzeichnis:

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

Epilog

Gibt es typische Verhaltensweisen von Loverboys?

Werden überführte Täter direkt in Haft genommen?

Welche Anklage wird erhoben und mit welcher Strafe ist zu rechen?

Hilfestellen für Betroffene

Kapitel 1

Sonja stand vor ihrer verschlossenen Wohnungstür und suchte verzweifelt nach dem Schlüssel. Das Telefon klingelte bereits seit einiger Zeit.

»Wo hast du dich versteckt, du verdammtes Ding?«

Als sie den Schlüssel endlich in einer Ecke des Rucksacks gefunden und herausgefischt hatte, versuchte sie die Tür aufzuschließen. Viel zu hektisch rammte Sonja den Schlüssel in das Schloss und zu ihrer Strafe hakte es nun dermaßen, dass sie den Schlüssel keinen Millimeter zu drehen bekam. Das Türschloss wollte sich einfach nicht öffnen lassen und das Telefon klingelte noch immer. Ganz langsam versuchte sie, den Schlüssel zu drehen, ganz vorsichtig.

»Aach, ich kriege die Krise! Liebes Schloss, gehe jetzt bitte schleunigst auf, sonst …«, drohte sie gerade, als das Schloss nachgab, aufschnappte und Sonja endlich die Tür öffnen konnte. Den Schlüssel ließ sie einfach im Schloss stecken, ihren Rucksack direkt hinter der Tür fallen und hechtete zum Telefon. Ausgerechnet heute lag es natürlich auf dem so unendlich weit entfernten Wohnzimmertisch, wobei die Ladestation doch direkt im Flur auf einem Schränkchen stand. Aber wie sollte es auch anders sein? Spielte das Schicksal nicht immer mit einem? Keuchend riss sie den Hörer vom Tisch und hob ab.

»Hallo, hier ist Sonja!«, meldete sie sich schwer nach Luft schnappend.

»Hey, du bist ja doch zu Hause. Hier ist Carmen.«

»Ja, jetzt schon. Hi, Süße. Wie geht es dir?«, fragte Sonja, während sie den Flur entlang zurücklief, den Schlüssel von der Tür abzog und ihre Schuhe von den Füßen streifte.

»Danke, sehr gut. Und dir?«

Die beiden waren seit ihrer Grundschulzeit beste Freundinnen, doch leider war Carmen, aus beruflichen Gründen, vor einiger Zeit weiter weggezogen. Seitdem konnten sie sich nicht immer dann sehen, wann sie es wollten. Die gegenseitigen Besuche waren auch im letzten Jahr durch den Zeitmangel beider zunehmend weniger geworden. Sie plauderten eine ganze Weile über verschiedene Themen, als Carmen endlich mit der Sprache herausrückte, warum sie überhaupt angerufen hatte.

»Du, der eigentliche Grund, warum ich anrufe, ist der, dass nächste Woche ein Konzert in unserer Festhalle stattfindet und es nicht genügend Sanitäter gibt.«

Mit ungläubigem Blick und fragender Stimme gab Sonja zurück: »Nicht genügend Sanitäter? Bei euch?«

»Ja, das ist am Samstag, da findet auch ein Fußballspiel statt. Aus diesem Grund wurde gestern unsere Freiwilligengruppe der Sanitäter um Unterstützung gebeten.«

»Und? Helft ihr?«

»Schließlich sind wir ja freiwillige Helfer. Wie der Name schon sagt, helfen wir freiwillig, wenn wir benötigt werden.«

Carmen sagte das mit einem so breiten Grinsen in der Stimme, dass Sonja dieses Grinsen sogar hören konnte. Da steckte bestimmt mehr dahinter.

»Ach so, ja klar, wie konnte ich Dummerchen das nur vergessen?«, reagierte Sonja genauso breit grinsend.

»Vor allem, da du Dummerchen das selbst machst!«

Sonja musste auflachen, als sie sich ertappt sah. »Ja, ja, ist ja schon gut. Gelegentlich mache ich das auch nebenbei. Jetzt rede aber nicht so lange um den heißen Brei herum, was hat das mit mir zu tun?«

»Nun, ich habe gedacht, dass du vielleicht Zeit und Lust hättest, dir mal wieder einen netten Sani-Abend mit mir zu machen? Wir haben uns nun schon eine so lange Zeit nicht gesehen, ich vermisse dich und die Gespräche mit dir. Ich weiß kaum noch, wie du aussiehst. Also?«

»Ja klar, gerne. Warum hast du nicht gleich gesagt? Wir hatten doch immer eine Menge Spaß zusammen. Lass uns mal wieder die Halle rocken und aufmischen.«

Die Vorfreude über eine Zusage war nicht zu überhören.

Sonja hielt einen Moment inne, bevor sie fragte: »Ja, aber bei wem denn eigentlich?«

Carmen antwortete ziemlich verlegen:

»Ja, … das … ähm … ist wohl nicht so ganz dein Musikgeschmack, aber darauf kommt es doch auch nicht so an, oder?«

Sonja wunderte sich über dieses anfängliche Zögern.

»Nein, eigentlich nicht. Hauptsache wir haben einen klasse Abend. Aber es wäre schon nicht schlecht, wenn es …! Moment, lass mich raten: Die Newborns?«

»Nicht direkt.«

»Volksmusik?«

»So schlimm auch wieder nicht!«, antwortete Carmen entsetzt.

Sonja ging ein Licht auf: »Och nein, nicht wirklich, oder? Carmen, sag mir nicht, dass es die Spent Roses sind!«

Auch diesmal zögerte Carmen die Antwort etwas heraus.

»Na ja, doch, du hast ja recht. Es sind die Spent Roses. Kommst du trotzdem mit?«

»Was soll ich denn da? Na gut, dich davon abhalten Scott zu verarzten, aber sonst? Das wird bestimmt nicht lustig, sondern Knochenarbeit! Du weißt doch, dass die Mädchen Scott, Tom, Alex, James und Howard so lange zujubeln und verrückt spielen, bis sie ohnmächtig umfallen und das, wie die Fliegen!«

Carmen sah ihre Chance schon schwinden und fing an zu betteln: »Aber wir werden trotzdem ein witziges Wochenende haben. Wenn du Freitag kommst, machen wir erst einmal unsere eigene Party. Samstag kümmern wir uns um die Spent Roses … ähm …, die hyperventilierenden Mädchen und Sonntag machen wir wieder einen drauf!«

»Das klingt sehr verlockend, wenn wir den Samstag streichen. Aber, in Ordnung, ich komme trotzdem.«

Worauf hatte sie sich da bloß eingelassen, hoffentlich bereute sie das nicht!

»Super! Ich freue mich tierisch. Das wird bestimmt genial. Ach übrigens, ich hatte dich sowieso schon in die Helfer-Liste eingetragen«, gestand Carmen.

Gespielt entrüstet antwortete Sonja: »Hey, das ist nicht fair! Also gut, ich komme dann nächsten Freitag gleich nach der Arbeit mit dem Auto zu dir.«

»Mach das, ich werde dich nicht daran hindern!«

Kapitel 2

Die kommende Woche verlief für Sonja relativ normal, während Carmen immer nervöser wurde.

Donnerstags abends packte Sonja eine kleine Reisetasche für den Besuch bei Carmen. Da der Samstag mit Arbeit verplant war, brauchte sie nicht ganz so viel mitzunehmen und war daher schnell fertig.

Am nächsten Tag machte sie sich, nach der Arbeit und dem Mittagessen, auf den Weg. Sie stieg in ihr Auto und schon ging die Reise los.

Sonja kam recht gut durch den Verkehr, so war sie zwei Stunden später vor Carmens Tür.

Ein Blick nach oben verriet Sonja, dass Carmen tatsächlich schon gespannt und freudig auf sie gewartet hatte. Der Vorhang am Fenster wackelte verdächtig. Carmen hatte ungeduldig am Fenster gestanden, und die Straße beobachtet.

Als sie Sonjas Wagen entdeckte, sprang sie auf und stürzte zur Tür. Bevor Sonja auch nur den Klingelknopf betätigen konnte, summte auch schon der Türöffner.

Sonja stieg die Treppe bis in den dritten Stock hinauf, wobei sie ihre Reisetasche locker über die Schulter gehängt hatte.

Carmen konnte ihr Erscheinen kaum noch erwarten.

Sie wollte gerade die Stufen hinunterspringen, ihrer Freundin entgegen, da hatte Sonja das Stockwerk schon erreicht und stellte die Tasche ab.

Überglücklich schlossen sie sich in die Arme. »Schön, dass du gekommen bist. Wie war die Fahrt?«

»Soweit recht gut. Es gab keine Staus, keine Stockungen, nur der Gedanke an die Spent Roses hat mich ein wenig beeinträchtigt«, witzelte sie, was sie direkt bereute, als sie ihre Freundin ansah.

Carmen war nämlich sichtlich ziemlich entsetzt über diesen Satz.

»Nun, so schlimm sind die doch auch wieder nicht! Ich finde sie einfach super!«

Sonja wollte ihre Freundin nicht verletzen und so sagte sie versöhnlich: »Ist ja schon gut, ich weiß, wenn es um die Jungs geht, darf keiner etwas sagen.«

»Nein, das stimmt nicht. Über die Jungs kannst du sagen, was du willst, solange du sweet Scott aus dem Spiel lässt. Jetzt schwinge dich aber erst einmal herein oder willst du dich im Hausflur weiter unterhalten?«

»Nein, natürlich nicht.«

Scherzend und dem Abend entgegenblickend gingen beide in das Wohnzimmer. Sonja konnte kaum glauben, was sie da vor sich sah. Überall an den Wänden hingen Bilder oder Zeichnungen von Scott. »Wow, dass es dich so schlimm erwischt hat, hast du mir ja gar nicht erzählt. Das ist ja der reinste Tempel, den du hier hast.«

Ihre Reisetasche parkte sie geradewegs neben dem Sofa und lächelte Carmen entschuldigend an.

Sie bemerkte, dass sie wohl einen wunden Punkt getroffen hatte. »Es tut mir leid, so war das nicht gemeint. Ehrlich!«

»Ist schon in Ordnung. Ich weiß ja, dass du es nicht böse gemeint hast! Setzt dich doch, ich mache uns einen Kaffee, einverstanden? Und wenn du möchtest, gehen wir danach essen, was hältst du davon? Später dann eine kleine Privatparty und morgen …!«

Carmen grinste breit in Sonjas Richtung und brach mitten im Satz ab, als sie sah, wie Sonjas Gesicht einen seltsamen Ausdruck annahm.

»In Ordnung, ich spreche ja nicht mehr davon, das heißt, ich versuche es. Jedenfalls für heute!«

Sonja konnte ein Lächeln nicht mehr unterdrücken. »Schon gut, ich finde den Bandnamen einfach nur total blöd. Spent Roses – verblühte Rosen. Anscheinend war wohl nichts anderes mehr frei. Ich glaube dir ja, dass du dich mehr als darauf freust. Wenn es jemand Anständiges wäre, dann wäre ich vielleicht auch so drauf, wie du jetzt.«

Damit waren die Spent Roses für diesen Abend abgeschlossen und kein Gesprächsthema mehr und daran hielt sich Carmen auch, so schwer es für sie auch war.

Obwohl Carmen Sonja noch so viel über sie erzählen wollte, hielt sie sich zurück, weil sie wusste, dass sie Sonja nur nerven würde. Am folgenden Tag würde sie schon genug von ihnen mitbekommen und die beiden hatten sich auch so genug zu erzählen, sodass der Abend schnell sehr lang geworden war.

Sonja schaute auf die Uhr, es war kurz nach zwölf.

»Oh, schon so spät! Wann müssen wir denn nachher da sein?«

»Um 10:00 Uhr beginnt die erste Einsatzbesprechung. Die ersten Mädchen übernachten schon vor der Halle und deshalb müssen die Sanitäter frühzeitig vor Ort sein, um zu sicherzustellen, dass alle ausreichend zu essen und zu trinken haben.«

»Während sie sich in ihrem Schlafsack auf dem Boden ausbreiten, werde ich es mir jetzt auf dem Sofa gemütlich machen. Der Tag wird lang genug werden«, sagte Sonja.

Carmen war überrascht und protestierte. »Jetzt schon? Wir haben doch noch gar nicht über alles geredet und ich bin auch noch gar nicht müde.«

»Ich aber und selbst wenn du meinst, dass du vor Aufregung kein Auge zumachst, solltest du es nicht übertreiben!«

»Ja, ich weiß, aber ich freue mich schon so sehr darauf, die Jungs mal aus der Nähe zu sehen.«

Sonja wurde schlagartig ernst. »Carmen, ich will dir ja wirklich nichts vermiesen, aber wir müssen da arbeiten und haben bestimmt mehr als genug zu tun. Wahrscheinlich wirst du die Band gar nicht zu Gesicht bekommen, oder gar persönlich kennenlernen, sondern nur aus der Ferne die Musik hören, wenn überhaupt. Du weißt doch, wie die meisten Konzerte verlaufen.«

»Du hast ja recht. Wir werden einfach sehen.«

»Genau, das werden wir. Gute Nacht dann.«

»Gute Nacht, schlaf schön und träum was Süßes!«, wünschte Carmen zurück.

»Das werde ich, wahrscheinlich von etwas ganz anderem als du. Du benimmst dich echt genauso, wie ich mir diese Teenies und Groupies vorstelle.«

Carmen stand lachend auf und ging ins Schlafzimmer.

Kapitel 3

Während sie sich in ihr Bett gekuschelt hatte, schweiften ihre Gedanken ab zu Scott und nach einer ganzen Weile schlief auch sie schließlich ein.

Am nächsten Morgen erwachte Carmen dafür bereits um 6:00 Uhr. Sie fühlte sich quicklebendig und hüpfte aus ihrem Bett.

Im Wohnzimmer schlief Sonja noch tief und fest. Sie lag auf dem Bauch, ihr Kopf war tief in die Kissen vergraben, während die Decke nur noch etwas über dem Rücken hing. Das linke Bein lag auf dem Boden. Ihre langen braunen Haare hingen zottelig über dem Gesicht.

Carmen schaltete das Licht an und musste laut lachen, als sie Sonja so sah.

»Hey, Sonja, aufstehen! Wir sollten mal langsam in die Gänge kommen!«

Sonja erschrak so sehr, dass sie glattweg vom Sofa fiel.