Manny meiner Träume - Jane Perky - E-Book

Manny meiner Träume E-Book

Jane Perky

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Beschreibung

Nach dem Tod seiner Schwester und deren Mannes kümmert sich Jesse um die Betreuung seiner beiden Nichten. Als Mensch hat er keine Ahnung, wie er zwei hyperaktive Werwolfwelpen aufziehen soll. Einen Manny einzustellen scheint die richtige Antwort zu sein, aber als sich herausstellt, dass dieser Manny der hübsche Fremde ist, mit dem er vor Jahren eine wunderbare Nacht verbracht hat, wird die Sache unangenehm. Alex’ Leben hat nach dieser schicksalhaften Nacht mit Jesse eine volle 180-Grad-Wendung genommen. Er hat immer gewusst, dass der Mensch sein rechtmäßiger Gefährte ist, und um das Gefängnis zu überleben, hat Alex immer nur daran gedacht, Jesse wiederzufinden. Der Zufall, dass Jesse nach seinem Rehabilitationsprogramm nach einem Manny sucht, scheint zu gut, um wahr zu sein. Als jedoch die Spannung zwischen ihnen zu stark wird, fängt Jesse an, Zweifel zu hegen, und Alex’ frühere Vergehen machen ihm erneut das Leben schwer. Können ein Mensch und ein Werwolf-Alpha aus zwei verschiedenen Welten ihre Differenzen überwältigen, um für ihre Zukunft zu kämpfen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 26.900 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Epilog

ÜBER JANE PERKY

LESEPROBE:

Manny meiner Träume

Nach dem Tod seiner Schwester und deren Mannes kümmert sich Jesse um die Betreuung seiner beiden Nichten. Als Mensch hat er keine Ahnung, wie er zwei hyperaktive Werwolfwelpen aufziehen soll. Einen Manny einzustellen scheint die richtige Antwort zu sein, aber als sich herausstellt, dass dieser Manny der hübsche Fremde ist, mit dem er vor Jahren eine wunderbare Nacht verbracht hat, wird die Sache unangenehm.

Alex’ Leben hat nach dieser schicksalhaften Nacht mit Jesse eine volle 180-Grad-Wendung genommen. Er hat immer gewusst, dass der Mensch sein rechtmäßiger Gefährte ist, und um das Gefängnis zu überleben, hat Alex immer nur daran gedacht, Jesse wiederzufinden. Der Zufall, dass Jesse nach seinem Rehabilitationsprogramm nach einem Manny sucht, scheint zu gut, um wahr zu sein.

Als jedoch die Spannung zwischen ihnen zu stark wird, fängt Jesse an, Zweifel zu hegen, und Alex’ frühere Vergehen machen ihm erneut das Leben schwer. Können ein Mensch und ein Werwolf-Alpha aus zwei verschiedenen Welten ihre Differenzen überwältigen, um für ihre Zukunft zu kämpfen?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: rund 26.900 Wörter

JANE PERKY

Manny meiner Träume

Geliebte Mannies 3

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Manny of My Dreams“:

Jane Perky

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2019

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Prolog

Vor sechs Jahren

„Hallo, Hübscher, kann ich dir einen Drink spendieren?“, fragte eine tiefe und sexy Stimme über die Musik hinweg, die aus den Lautsprechern der Bar dröhnte.

Jesse Watson glaubte, die Stimme herbeigezaubert zu haben. Zumindest war Jesse sicher gewesen, dass die Frage nicht an ihn gerichtet war, nicht an einen durchschnittlich aussehenden Menschen in einer alten grauen Jogginghose und einem passenden grauen Kapuzenpullover.

Verdammt, Jesse hatte nicht einmal seine Haare gekämmt. Gerade eben, als er kurz anhielt, um sein Telefon auf eine Nachricht von Bart zu überprüfen, hatte ihm sogar jemand einen Dollar gegeben, dachte wahrscheinlich, er sei obdachlos oder so.

Jesse war zu fertig gewesen, um sich darum zu kümmern.

„Spielst wohl schwer zu haben, oder?“

Okay, entweder war dieser Kerl eine Ausgeburt seiner Fantasie oder er war echt. Jesse hob seinen Kopf von der Sicht auf seine halbgetrunkene Bierflasche, um den dämlichen Fremden abzuweisen. Was auch immer es war, das Jesse gerade sagen wollte, erstarb in dem Moment, als er das wunderschöne Exemplar der Gattung Mann entdeckte, das den zuvor unbesetzten Stuhl an der Bar neben ihm einnahm.

Er starrte, obwohl er wusste, dass es unhöflich und unangemessen war. Wie könnte er nicht? Dieser Fremde mit den kurzen schwarzen Haaren und den unglaublichsten goldenen Augen sah ihn an, als wäre er eine Augenweide. Dieser Blick verwirrte ihn ein wenig. Jesse hatte schon immer gewusst, dass er einfach und unauffällig war. Verdammt, deswegen hatte Bart ihn eingestellt, weil er in der Menge nicht herausstach. Der Typ war offensichtlich auch ein Werwolf, mit diesen Augen und einem heißen Körper unter einer Lederjacke und einem dünnen T-Shirt.

Jesses Blick wanderte an dem muskulösen Oberkörper des Fremden nach unten, und er schluckte angesichts des Schwanzes, der sich gegen die Jeans des Mannes drückte. Er wusste nicht, warum er sich so benahm. Bart hatte auch eine beeindruckende Ausstattung.

Geschäftsführer einer der größten Anwaltskanzleien der Stadt, der Sohn des Alphas der dominierenden Werwolfgruppe in diesem Gebiet, und noch dazu war Bart mehrfach auf dem Cover von AQ – Alpha Quarterly – oder des GQ-Magazins der Wandler-Welt erschienen. Bart war aber ganz poliertes Eis, ein Prinz mit goldenen Haaren, und dasselbe Eis floss durch seine Adern. Im Grunde war er ein herzloser Bastard, dem Jesse unglücklicherweise verfallen war.

Schließlich hatte Bart Jesse nur angeheuert, um so zu tun, als sei er sein Freund, und er war so dumm gewesen zu glauben, dass Bart Gefühle für ihn hegte. Seine prompte Reaktion auf diesen Fremden verblüffte ihn jedoch. Bart machte stets klar, dass sich kein Wandler für einen so langweiligen Menschen wie ihn interessieren würde.

„Checkst du das Angebot? Du hast Mut, ich mag das“, sagte der Fremde.

War die Temperatur im Raum angestiegen? Schweiß tropfte seinen Rücken hinunter. Er öffnete seinen Kapuzenpulli, das peinliche T-Shirt, das er darunter hatte, ein Game of Thrones-T-Shirt, vergessen. Jesse errötete. Wenn dies eine Art Halluzination war, oder schlimmer, Wirklichkeit, schwanden seine Chancen, flachgelegt zu werden, rasch. Er sah nach links und rechts, verwirrt, als er niemanden finden konnte.

Ein Knurren ließ alle Haare auf seinen Armen aufrecht stehen. „Ignorierst du mich jetzt, kleiner Mensch?“

Wie viele Menschen gingen allein in eine Bar exklusiv für Wandler? Wenige, was bedeutete, dass der Fremde mit ihm sprach. Trotzdem musste er es bestätigen.

„Entschuldigung, hast du mit mir geredet?“

Der Kerl schnaubte. „Mit wem sonst? Also, ich weiß nicht, ob du so tust, als wärst du schwer zu haben oder einfach nur kein Interesse hast. Ich muss es jetzt wissen.“

„Hast du tatsächlich mit mir geflirtet oder ist das eine Art lahmer Scherz?“ Es musste ein Scherz sein. Vielleicht waren die Kumpels des Wandlers irgendwo an einem Tisch und hatten Wetten am Laufen, ob der gut aussehende Wandler den hässlichen Menschen abschleppen könnte. Gott. Es war wieder wie auf der Highschool.

Sein Selbstwertgefühl hatte nach seinem letzten Streit mit Bart einen schweren Schlag erlitten. Unvorsichtigkeit ließ ihn zu einer der gefährlichen Bars der Stadt wandern, die ausschließlich Paranormale bediente. Verdammt, es gab sogar ein Schild draußen, das besagte, dass der Besitzer nicht verantwortlich für jeglichen möglichen Schaden war, den ein Mensch erlitt, der ohne Schutz hereinkam.

Da es unwahrscheinlich war, dass jemand ihn anbaggern würde, dachte er, er könnte die Nacht damit verbringen, unsichtbar zu sein. Hatte er einen Fehler gemacht? Der Fremde vor ihm verengte die Augen, ein Knurren glitt von seinen Lippen. Scheiße. Hatte er etwas Falsches gesagt?

„Ein Scherz? Warum zum Teufel solltest du das denken? Ich würde nie so tief sinken.“

„Nun komm schon. Schau mal genau hin.“ Um seine Aussage zu betonen, deutete er auf sich.

Der Fremde sah ihn an. „Richtig, du könntest bessere Klamotten vertragen, aber mein Wolf hat sofort nach dem Betreten dieser Bar deinen Duft wahrgenommen.“

„Meinen Duft?“

„Du riechst nach Minze und etwas anderem.“ Der Werwolf stand plötzlich Zentimeter vor ihm und schnupperte an seinem Hals. Er schrie, überrascht, wäre fast über seinen Hocker gefallen, aber der Typ erwischte ihn mühelos und zog ihn auf die Beine.

„Tinte?“, fragte der Typ, als wäre es normal, an Jesse zu schnüffeln.

„Ich schreibe“, murmelte er und fragte sich, warum er nicht genau in dieser Sekunde nach dem Ausgang suchte.

Er hatte null Erfahrung, wenn es darum ging, Wandler zu treffen. Bart bezahlte ihn zwar als seinen Vorzeige-Freund, aber es war eine Rolle, nichts weiter. Er war der Dummkopf gewesen, der geglaubt hatte, dass etwas Echtes aus einem Arrangement entstehen könnte, das auf Lügen und Betrug aufgebaut war.

„Du schreibst was? Du kommst mir bekannt vor.“

„Schwule Liebesromane.“

„Du bist also ein produktiver Autor?“ Der Fremde sah interessiert aus. Jesse wartete darauf, dass der Werwolf einen derben Scherz über seinen Beruf machte, aber es geschah nicht. Gelbe Augen trafen seine. Er fragte sich, ob der Kerl mit diesen Augen geboren wurde, weil er wusste, dass sich die Augenfarbe eines Wandlers erst in Bernstein verwandelte, wenn er intensive Gefühle verspürte. Sie sahen jedoch natürlich aus.

„Äh. Das würde ich nicht sagen“, gab er zu.

„Verdammt, ich habe meine Manieren vergessen. Ich bin Alex“, stellte der Mann sich vor und streckte eine Hand aus, die Jesse widerstrebend schüttelte.

Ihm fiel auf, wie groß Alex’ Hand im Vergleich zu seiner war, und sie war voller Schwielen. Ein Kribbeln schoss seinen Arm hoch. Er schauderte. Was geschah hier? Warum konnte er nicht aufhören zu glotzen? Ein Teil seines Verstandes blieb ungläubig, weil die Jesses der Welt nie angebaggert wurden.

„Was machst du?“, platzte er heraus.

Gott. Hatte er diese Frage tatsächlich laut herausgeschrien?

War er so schlecht im Dating-Spiel, dass alles, was aus seinem Mund kam, unbeholfen klang?

„Ich? Ich repariere unter anderem Autos.“

„Oh, ein Mechaniker?“ Sein Herz schlug schneller. Natürlich würde ein heißer Werwolf wie Alex etwas so Praktisches tun, etwas so Männliches. „Das ist cool.“

„Du solltest dich kurz vorstellen“, sagte Alex grinsend und zeigte ihm einen Hauch von Fangzahn.

„Jesse.“

„Wie wäre es mit einem Drink, Jesse? Dann kannst du mir erzählen, was dich hierher in unsere Gegend geführt hat.“

„Was?“

Sie nahmen wieder Platz, und Alex bestellte zwei weitere Gläser Bier beim Barkeeper.

„Nicht viele Menschen würden hier alleine reinspazieren. Normalerweise werden sie von Wandlerfreunden begleitet.“

„Warum denkst du, dass ich alleine gekommen bin?“

„Du sahst so aus, als ob du nur an deiner Flasche interessiert wärst, und niemand will sich an jemanden ranschmeißen, der eine Verpiss dich, ich möchte alleine deprimiert sein-Miene präsentiert.“

„Ich sah nicht so aus. Außerdem ist es wahrscheinlich eher das.“ Jesse deutete erneut auf sein schlichtes Äußeres und Klamotten.

Alex knurrte und ließ ihn damit zusammenzucken. „Tu das nie wieder.“

„Was denn? Es ist die Wahrheit. Du hast mich wahrscheinlich nur aus Mitleid oder so angequatscht, weil Männer wie du unmöglich von Männern wie mir angezogen sein können.“

„Wie zum Teufel kommst du zu diesen unwahren Schlussfolgerungen?“, wollte Alex wissen.

In Wahrheit war Jesse überrascht, dass Alex so lange in seiner Nähe blieb. Es war ein Wunder, um die Wahrheit zu sagen, da ohnehin nur wenige Männer bei ihm blieben, jedenfalls seiner Erfahrung nach. Vor Bart hatte er Travis gehabt, sein Freund auf dem College und überhaupt sein einziger Boyfriend. Travis brach ihm das Herz, indem er ihn mit einem ihrer Freunde betrog. Sein Glück mit Männern war immer nur kurz gewesen, um es gelinde auszudrücken.

Wollte das Universum es wieder gut machen oder so?

Dennoch, Jesse vertraute nicht leicht, aber was, wenn Alex das Gleiche suchte, für das er ursprünglich hierher gekommen war? Jesse hatte die Vorstellung gehabt, dass irgendein Wandler so besoffen sein könnte, dass er ihn zu einem One Night-Stand mit nach Hause nehmen würde. Er wusste, dass es gefährlich war, aber Verzweiflung trieb Männer manchmal dazu, törichte Dinge zu tun. Er war keine Ausnahme.

„Unwahr? Ha.“ Der Barkeeper stellte zwei Bier auf die Theke. Jesse schnappte sich eines und nahm einen Schluck.

„Langsam, Kumpel.“

„Was kümmert es dich?“

„Ich will dich nicht küssen, wenn du betrunken bist?“

Er erstarrte. „Was?“

Er hatte sich diese Worte auf jeden Fall eingebildet, aber nein, Alex beugte sich vor und packte seinen Nacken. Jesse schluckte und wusste nicht, was er tun sollte. Wollte Alex ihn tatsächlich küssen, obwohl er so schlampig aussah? Gott, er konnte nicht anders als sich vorzustellen, wie es wäre, diese fordernden Lippen auf seinen zu haben.

Jeder Muskel in seinem Körper schien gelähmt zu sein, als Alex seinen Mund auf Jesses legte. Hitze schoss seinen Hals hinunter und ließ sein Herz so heftig schlagen, dass es drohte, aus seiner Brust hervorzuspringen. Die laute Bar, die Musik, alles verblasste. Sein Inneres schmolz. Ihre Zungen vereinten sich, Zähne stießen zusammen, aber schließlich öffnete er den Mund etwas mehr, sodass Alex den Kuss vertiefen konnte.

Er saugte kräftig, reagierte leidenschaftlich, denn er war sich nicht sicher, wann eine Situation wie diese wieder vorkommen würde. Als Alex sich zurückzog, schwand die Belustigung aus dem Gesicht des Werwolfs und verwandelte sich in etwas Ernstes.

„Du schmeckst so süß, kleiner Mensch.“

„W-wer sagt so was?“, platzte er heraus.

„Du bist ein Schriftsteller, nicht wahr?“ Der Werwolf wandte sich verwirrt zu seinem Drink zurück.

Jesse starrte seine Flasche an und berührte seine vom Küssen geschwollenen Lippen. „Niemand hat mich jemals so geküsst.“

Jesse wusste nicht, warum er das einem völlig Fremden eingestand. Nun, die ganze Nacht war sowieso seltsam und unverständlich. Es würde vielleicht auch nie wieder eine solche Nacht geben.

„Oh? Dann fühle ich mich wie etwas Besonderes. Also sprich mit mir. Was hat dich hierher geführt?“

Jesse wusste nicht, warum er anfing zu reden. Sobald er angefangen hatte, konnte er nicht aufhören. Es fühlte sich seltsam an, alle seine Frustrationen bei jemandem abzuladen, den er gerade erst getroffen hatte, aber Alex stellte sich als guter Zuhörer heraus und unterbrach ihn niemals.

„Ich habe Barts Anzeige online beantwortet und einen Vertrag unterschrieben, um eine Zeitlang seinen Freund zu spielen. Er ist ein Typ, der von der Presse und von allen möglichen Leuten beachtet wird, also bin ich sozusagen eine Barriere. Ich machte einen Fehler und fing an, mich in ihn zu verlieben.“

Er holte tief Luft. Da war noch mehr. „Hier bin ich also und fühle mich elend, nachdem mir das Herz gebrochen wurde, und meine jüngere Schwester Sally hat gerade Zwillinge bekommen. Meine Mutter sagt mir immer wieder, ich soll mir endlich einen Ehemann suchen, damit sie mehr Enkelkinder bekommen kann. Ich kann mein Leben kaum auf die Reihe bekommen und sie drängt so. Wow. Ich klinge echt jämmerlich, nicht wahr?“

Gott. Er tat es wirklich, hatte über seine Mutter gesprochen. Damit konnte er bei Alex definitiv keine neuen Punkte erzielen.

„Warum stimmst du überhaupt so etwas Extremem zu, wie dass du so tun willst, als ob du der Freund von jemandem bist?“, fragte Alex schließlich.

Zum Glück stimmte der Werwolf nicht zu, dass er jämmerlich war, aber es war die Wahrheit.

„Ich war ein bisschen in ihn verknallt“, gab er zu. Ein bisschen war natürlich nicht ganz richtig. Bart war wie die Schauspieler, in die er verknallt war, auf der Leinwand hübsch anzusehen, leicht in seine Fantasien zu integrieren.

„Aha. Dieser Dummkopf kennt deinen wahren Wert offenbar nicht.“

„Moment. Was? Ich habe es verdient, kalt abserviert zu werden.

---ENDE DER LESEPROBE---