Mehr als geduldig - Charlie Richards - E-Book

Mehr als geduldig E-Book

Charlie Richards

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Beschreibung

Nur ein kleiner Liebesbiss: Geduld ist eine Tugend … bis jemandes Leben auf dem Spiel steht. Garner Vorzman vermutet, dass sein Geliebter – die andere Hälfte seiner Seele – kein anderer ist als Brock Sanchez. Jeder hält den Menschen für einen rundum guten Kerl, er ist aber auch ein Playboy und Frauenheld. Nach fast einhundert Jahren beim Militär greift Garner auf sein strategisches Wissen zurück. Er nutzt die Weihnachtsfeier des Zirkels zu seinem Vorteil und verführt Brock. Leider läuft der Mensch jedoch vor ihrer Verbindung davon. In der Hoffnung, dass Brock begehren wird, was sie miteinander hatten, wenn er ihn in Ruhe lässt, wartet Garner monatelang. Ihm läuft die Zeit ab, als es fast unmöglich wird, Blut von anderen Spendern zu trinken. Wütend über die offensichtliche Sturheit des Menschen spürt Garner Brock auf und stellt ihm ein Ultimatum: jede zweite Woche ein Treffen, damit Garner das Blut bekommt, das er braucht, oder ihr One-Night-Stand wird nicht länger ein Geheimnis bleiben. Brock stimmt zu, aber kann Garner mit seiner Taktik auch die Zuneigung des Mannes gewinnen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Ein liebevolles Biss-chen ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing. Länge: rund 29.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

ÜBER CHARLIE RICHARDS

LESEPROBE:

Mehr als geduldig

Nur ein kleiner Liebesbiss: Geduld ist eine Tugend … bis jemandes Leben auf dem Spiel steht.

Garner Vorzman vermutet, dass sein Geliebter – die andere Hälfte seiner Seele – kein anderer ist als Brock Sanchez. Jeder hält den Menschen für einen rundum guten Kerl, er ist aber auch ein Playboy und Frauenheld. Nach fast einhundert Jahren beim Militär greift Garner auf sein strategisches Wissen zurück. Er nutzt die Weihnachtsfeier des Zirkels zu seinem Vorteil und verführt Brock. Leider läuft der Mensch jedoch vor ihrer Verbindung davon. In der Hoffnung, dass Brock begehren wird, was sie miteinander hatten, wenn er ihn in Ruhe lässt, wartet Garner monatelang. Ihm läuft die Zeit ab, als es fast unmöglich wird, Blut von anderen Spendern zu trinken. Wütend über die offensichtliche Sturheit des Menschen spürt Garner Brock auf und stellt ihm ein Ultimatum: jede zweite Woche ein Treffen, damit Garner das Blut bekommt, das er braucht, oder ihr One-Night-Stand wird nicht länger ein Geheimnis bleiben. Brock stimmt zu, aber kann Garner mit seiner Taktik auch die Zuneigung des Mannes gewinnen?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.

Ein liebevolles Biss-chen ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing.

Länge: rund 29.000 Wörter

CHARLIE RICHARDS

Mehr als geduldig

Ein liebevolles Biss-chen 4

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „More Than Patient“:

Charlie Richards

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2020

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Für Lei – für ihre netten Worte, ihre Freundschaft und ihre Kreativität beim Herstellen von tollen Swag-Artikeln!

Kapitel 1

Brock Sanchez lag ausgestreckt auf dem Rücken im Bett und starrte an die Decke. Eigentlich sah er die eierschalenfarbene Fläche aber nicht wirklich. Stattdessen stellte er sich Garner Vorzman vor, der zu seinen Füßen kniete und seinen Schwanz lutschte wie ein verdammter Staubsauger. Er musste sich weder das Gefühl seines heißen Mundes vorstellen, der sich um ihn legte, noch den Ausdruck von Lust auf dem Gesicht des schlanken Vampirs. Er konnte sich daran erinnern, weil er es schon einmal erlebt hatte.

Stöhnend ließ Brock seine Augenlider zufallen, als er sich an diese Nacht vor fast sechs Monaten erinnerte.

Er saß am Esstisch zwischen zwei sexy Vampirdamen und versuchte zu entscheiden, welche er lieber im Bett haben wollte. Sie waren beide bereit und hatten auch schon angedeutet, es zusammen mit ihm zu tun, aber Brock stand nicht auf Dreier. Er hatte es in der Vergangenheit ein paarmal versucht und herausgefunden, dass er es zu zweit bevorzugte.

Selbst mit zwei heißen Frauen, die um seine Aufmerksamkeit wetteiferten, irrte Brocks Blick aus irgendeinem Grund immer wieder zu einem blassen, blonden Mann, der ihm gegenübersaß. Sogar sein Hals errötete – was nicht sehr oft geschah. Als sein Blick mit den haselnussbraunen Augen des Mannes zusammentraf, konnte er einfach nicht anders, als auf die intensive Lust und das Versprechen in seinem Blick zu reagieren.

Brock entschuldigte sich schließlich und ging auf die Toilette. Nachdem er sich das Gesicht mit Wasser bespritzt hatte, starrte er sich selbst im Spiegel an. Er versuchte herauszufinden, was zum Teufel mit ihm los war. Da waren zwei wunderschöne Frauen, die mit ihm schlafen wollten, und er war auf einen blassen, blonden Mann fixiert?

Was zum Teufel?

Brock knurrte leise, schob sich von Waschbecken weg und drehte sich zur Tür um. Er war bereit, seine seltsame Besessenheit von dem Mann zu bekämpfen, indem er an den Tisch zurückkehrte und das Angebot der Brünetten annahm. Auch wenn Brock sich gelegentlich zu Männern hingezogen fühlte, hatte er diesbezüglich noch nie etwas unternommen – oder es auch nur seinen Freunden erzählt – und er hatte nicht vor, damit anzufangen.

Doch als Brock sich zur Tür drehte, stand der blonde Mann in der Tür. Sein Mund öffnete sich überrascht. Dann schenkte der Mann ihm ein raubtierhaftes Lächeln, wobei er seine Fangzähne zeigte, und Brock wich tatsächlich einen Schritt zurück. Er war jahrelang vor keiner Herausforderung zurückgeschreckt, aber dieser Mann – dieser Vampir – verwirrte ihn mehr als nur ein bisschen.

Und erregte ihn sehr.

Der Vampir knurrte leise. Seine Augen nahmen eine leicht rötliche Färbung an, als er langsam vorwärts trat. „Du hast da draußen mit der falschen Person geflirtet, Brock Sanchez“, knurrte er.

„Du weißt, wie ich heiße?“ Sobald die Worte aus seinem Mund waren, wusste Brock, dass es eine dämliche Aussage war. Nachdem er rasch überlegt hatte, hob er die Hand und sagte: „Ich bin nicht schwul.“

Der Vampir schnaubte und grinste, als er die restlichen paar Schritte zwischen ihnen überwand. Er ergriff Brocks Hand und massierte die Handfläche sinnlich mit seinem Daumen. Mit der anderen Hand umfasste der Vampir Brocks Schwanz durch seine Jeans, was ihn nach Luft schnappen ließ.

„Du kannst behaupten, was auch immer du willst, Brock“, murmelte er leise. „Aber das hier“ – er drückte Brocks Schaft – „lügt nicht.“ Er legte ihrer beider Hände an seine Brust, dann drückte er Brocks Hand flach darauf. „Verweigere uns nicht die Freude, die wir zusammen finden werden.“

„Wer-wer bist du?“

„Mein Name ist Garner Vorzman, Brock“, antwortete der Vampir. „Ich möchte dich in mein Zimmer bringen, dich auf mein Bett legen und deinen Schwanz lutschen.“ Seine Stimme war leise und verführerisch. „Dann, wenn du vor Lust aufschreist und deinen Samen verspritzt, werde ich meine Zähne in dich versenken und dein Blut trinken.“ Er beugte sich vor, presste seinen schlankeren Körper gegen Brocks kräftigere Gestalt. „Du wirst erneut kommen. Würde dir das gefallen?“

Brock war genauso groß wie der Vampir, ein Meter neunzig, und schauderte, als er das Versprechen im Blick des Mannes sah und die Kraft in seinem schlanken Körper spürte. Er strich mit der Zunge über seine Lippen und schluckte schwer, versuchte herauszufinden, wie er in diese Lage geraten war. Leider war es verdammt nachzudenken, während Garner seinen schmerzenden Schwanz massierte.

„J-ja“, stotterte Brock schließlich und konzentrierte sich auf die Empfindungen, die in seiner Leiste pulsierten. Seine Eier kribbelten, zogen sich zusammen. „Oh!“ Ihm entfuhr ein Stöhnen und er bemühte sich, nicht in seine Hose zu kommen.

Garner lachte rau. „Hmm, du bist so sexy“, knurrte er. „Dein Verlangen lockt mich an, genau wie dein Blut.“

Zu Brocks Erleichterung – oder Enttäuschung, es war schwer zu sagen, was er fühlte –, zog Garner sich zurück. Er nahm seine Hand von Brocks Leiste, trat einen Schritt zurück, und umfasste die Hand, die auf seiner Brust ruhte, fester.

„Komm mit mir“, befahl Garner, seine sanfte Stimme voller Autorität.

Brock konnte gar nicht anders als zu gehorchen, und Erregung schoss durch seinen Körper. Zugegeben, er fühlte sich erleichtert, da Garner ihn nicht zurück in den Speisesaal führte. Als der Vampir ihn durch eine Tür in eine Art Wohnzimmer oder Aufenthaltsraum gebracht hatte, blieb er nicht stehen.

Nachdem sie durch den Raum und eine weitere Tür gegangen waren, fand Brock sich in einem Schlafzimmer wieder.

„Nun“, sagte Garner und schloss die Tür hinter ihnen. „Zeit, unseren Hunger zu stillen.“

Garner ließ sich auf die Knie sinken, öffnete Brocks Hose und nahm seinen Schwanz bis zur Wurzel in den Mund.

Brock stöhnte und zuckte zusammen. Sein Orgasmus überrollte ihn, als er sich vorstellte, dass die Hitze seiner eingeschmierten Finger Garners heißer, feuchter Mund war, der seinen schmerzenden, pulsierenden Schwanz umgab. Er keuchte heftig, als sein Orgasmus abebbte und ein warmes Summen in seinen Adern zurückließ.

Nachdem er seinen Schwanz losgelassen hatte, schnaubte Brock seufzend und griff nach links. Er tastete suchend mit der Hand und fühlte den weichen Stoff eines Papiertaschentuchs. Er griff nach mehreren, führte sie an seine Brust und begann, die Sauerei aufzuwischen, die er gerade angerichtet hatte. Brock überraschte es nicht mehr, wenn er mitten in diesen Erinnerungen die Kontrolle verlor. Zur Hölle, er war an diesem Abend mit Garner viermal gekommen. Das hatte er mit einer Frau noch nie geschafft.

Das Problem war, dass Garner keine Frau war. Er war ein Mann, ein Vampir. Auch wenn Brock kein Problem damit hatte, dass der andere Mann Blut trank, hatte er eines mit der Tatsache, dass er ein Mann war. Noch nie hatte er der gelegentlichen Anziehungskraft nachgegeben, die ein Mann auf ihn ausübte, und er wusste nicht, was passieren würde, wenn andere es herausfanden. Deshalb war er nie wieder in das Herrenhaus des Vampirzirkels zurückgekehrt.

Wäre es wirklich so schlimm?

Brock wusste es nicht. Seine Freunde waren alle in festen Beziehungen mit Männern. Sie würden es mit Sicherheit verstehen … nun, nach einer beträchtlichen Menge an Geschimpfe, Neckereien und vielleicht ein paar vorwurfsvollen Worten von seinen Freunden, weil er ihnen so etwas vorenthalten hatte.

Brock erinnerte sich an sein Gespräch mit seinem neuen Freund Nathan Hanson, warf das Taschentuch in den Papierkorb und holte ein weiteres heraus. Er hatte diesem Mann gegenüber zugegeben, dass er etwas mit einem männlichen Vampir gehabt hatte. Brock wusste, dass sein Geheimnis bei seinem Freund sicher war.

Ist es denn bei Garner sicher?

Brock schnaubte. Garner hatte ihn wahrscheinlich fünf Minuten nachdem er gegangen war, völlig vergessen. Außerdem, würde ein Vampir wirklich verraten wollen, dass er einem Menschen erlaubt hatte, ihn zu ficken?

Allein weil er an Garners engen Kanal dachte, der ihn umklammerte, zuckte Brocks Schwanz. Er war so heiß und glitschig vom Gleitgel gewesen. Brock hatte noch nie jemanden ohne Kondom gefickt, aber in dem Wissen, dass sein Partner ein Paranormaler war … er hatte nicht widerstehen können, als Garner ihm gesagt hatte, dass es unnötig wäre.

Nun fragte sich Brock, ob er für immer verdorben war. In den letzten Monaten hatte er dutzende Male versucht, auszugehen und sich flachlegen zu lassen. Aus irgendeinem Grund konnte er kein Interesse an den Frauen in den Bars aufbringen.

Das war ihm noch nie passiert.

Er hatte so oft wie möglich gefickt, seit er mit vierzehn Jahren herausgefunden hatte, wozu sein Schwanz gut war. Er war derjenige, zu dem alle seine Freunde kamen, um Ratschläge zu erhalten, wie man ein Mädchen in die Kiste bekommt. Als sein Kumpel Kai sich als schwul geoutet hatte, war seine Reaktion ein High-Five gewesen und die freche Bemerkung: mehr für mich.

„Brock, Schätzchen? Bist du zu Hause?“

Stöhnend setzte sich Brock auf und schwang die Beine über die Bettkante. Er stand auf, nahm noch ein paar Taschentücher aus der Schachtel und wischte den Rest auf. „Ja, Mom“, rief er, als er die Taschentücher in den Papierkorb warf und seine Jeans zurecht zog. „Bin in einer Minute unten“, brüllte er. Genau das, was er nicht brauchte. Seine Mutter, die vorbeikam und ihn beim Masturbieren erwischte, war das Letzte, was er wollte.

Brock griff nach einem T-Shirt aus der obersten Schublade seiner Kommode. Er zog es über den Kopf, eilte aus seinem Zimmer und stürzte die Treppe hinunter. Er entdeckte seine Mutter, die gerade ein paar Essensbehälter auf die Theke stellte.

„Hey, ich habe dich nicht erwartet“, sagte Brock.

Meredith Sanchez hob eine blonde Braue und sagte: „Begrüßt man so seine Mutter?“

Reuig trat Brock an ihre Seite. Er beugte sich vor, drückte einen Kuss auf ihre Wange und sagte: „Hallo, Mom. Wie geht es dir?“

„Mir geht es gut“, antwortete sie und lächelte zu ihm auf.

Da sie nur eins fünfundsechzig groß war, überragte Brock mit seinen eins neunzig ihre zierliche Statur. Wenn sie neue Leute kennenlernten, glaubten nur wenige, dass diese kleine Frau Brock geboren hatte, der sein ganzes Leben Sport getrieben hatte und daher breite Schultern und viele Muskeln besaß. Sobald die Leute jedoch ihre Augen sahen, blassbraun mit grünen Flecken in den Tiefen, konnten sie nicht leugnen, dass Brock Merediths Sohn war. Sie hatten die gleichen Augen.

Garner hatte sogar kommentiert, wie atemberaubend Brocks Augen waren.

Brock verbannte die Gedanken an den Vampir und betrachtete die Behälter. „Ich habe dich erst am Dienstagabend erwartet“, sagte er und erinnerte seine Mutter subtil daran, dass es Sonntag war. Warum hatte er ihr noch gleich einen Schlüssel gegeben? „Was ist das alles?“

„Nun, ich habe Kartoffeln für Kartoffelsalat gekocht und mich gefragt, ob du genug zu essen hast“, sagte Meredith und wandte sich wieder den Behältern zu, die sie mitgebracht hatte. „Also habe ich auch ein paar Eier gekocht und Kartoffelsalat und Eiersalat gemacht. Ich weiß, wie sehr du beides magst“, fügte sie strahlend hinzu. „Ich wollte, dass du etwas davon hast, solange sie frisch sind, also habe ich sie rübergebracht.“ Sie zuckte die Achseln. „Ich dachte, wenn du nicht hier wärst, würde ich einfach den Schlüssel benutzen und das Essen in deinem Kühlschrank zurücklassen.“

Meredith nahm den Deckel von dem größeren der beiden Behälter und enthüllte eine riesige Menge Kartoffelsalat. Brock griff bereits nach einer Gabel aus seiner Besteckschublade, als er sah, wie sie den zweiten Deckel abnahm. Darin war der Eiersalat und der schönen goldenen Farbe nach zu schließen wusste er, dass sie extra scharfen Senf verwendet hatte, so wie er es liebte.

„Oh Mann, Mom“, murmelte Brock und stach mit seiner Gabel in den Kartoffelsalat. Er summte, nickte und lächelte anerkennend. Sobald er geschluckt hatte – denn wenn er mit vollem Mund sprach, würde er was zu hören bekommen –, erklärte Brock: „Der ist wunderbar. Vielen Dank.“

„Gerne“, antwortete Meredith mit einem Lächeln. Dann zeigte sie auf die Schüssel und seinen Mund, als er einen weiteren Bissen hineinschaufelte. „Wirst du ihn direkt aus dem Behälter essen oder dir einen Teller holen?“

Brock grinste und zwinkerte seiner Mutter zu. „Ich bin nicht wirklich hungrig, Mom“, sagte er ihr. „Aber dieses Zeug ist zu gut, um drauf zu verzichten, wenn es frisch ist, hungrig oder nicht.“

Meredith warf ihm einen schmaläugigen Blick zu. „Weißt du, wenn du ein nettes Mädchen gefunden und dich niedergelassen hättest, würde ich mir nicht so viele Sorgen um dich machen“, sagte ihm seine Mutter. Sie warf einen Blick auf die Kisten, die an den Wänden aufgereiht standen. „Dies ist wirklich ein schönes Heim. Ein bisschen veraltet“, bemerkte sie. „Aber ganz reizend.“

Brock schluckte den Bissen Kartoffelsalat, den er gerade in den Mund genommen hatte, und legte seine Gabel auf die Theke. Er schloss die Behälter, als er versuchte zu antworten. Dies war nicht das erste Mal, dass seine Mutter wenig subtil angedeutet hatte, dass Brock heiraten und sich niederlassen sollte.

„Ich kann dieses Haus nicht für mich allein behalten, Mom“, sagte Brock und beschloss, das Thema Heiraten und Frau zu meiden.

---ENDE DER LESEPROBE---