Mein Doppelgänger - Georges Alexandre - E-Book

Mein Doppelgänger E-Book

Georges Alexandre

0,0

Beschreibung

Eine Kurzgeschichte, die viel Spaß beim Schreiben und hoffentlich auch beim Lesen macht. Jedes Jahr verreist Georg alleine, aber Bettie meint, es nicht so lange ohne ihn bzw. seinen Schwanz aushalten zu können. Eine Freundin hatte ihr empfohlen, einen Abdruck von seinem Glied machen zu lassen, daraus könnte dann ein exakt nachgebildeter Dildo werden. In einem Studio, das auf solches Spielzeug spezialisiert ist, kommt es zu den absurdesten Vorkommnissen, weil Georgs "bestes" Stück einfach nicht mitmachen will. Erst als Bettie die Sache in die Hand und in den Mund nimmt, gelingt durch zahlreiche Stimulationen der Abdruck: Ein Vibrator mit Hodenteil mit verstellbarer Vibration und Rotation in der Farbe "Gefickte Vagina" entsteht, auf den Georg schließlich eifersüchtig wird.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 31

Veröffentlichungsjahr: 2014

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Georges Alexandre

Mein Doppelgänger

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Mein Doppelgänger

Impressum neobooks

Mein Doppelgänger

Mein Doppelgänger

Wenn wir aus dem gemeinsamen Urlaub zurückkehren, das ist eigentlich jedes Jahr das gleiche, zeigt Babette Anzeichen von Depression, ist verzweifelt, kann sich nur schwer an ihr Arbeitsleben gewöhnen und beklagt sich, daß alle Freundinnen noch im Urlaub wären und, dass sie nun bald, wenn auch ich mich noch für einige Zeit nach Kärnten zurückziehe, vollkommen allein sein werde.

„Es ist ja nicht so, daß mir nur unsere gemeinsamen Abende, die Gespräche, ein Essen mit dir im Restaurant oder ein Kinobesuch, der gemeinsam gesehene „Tatort" am Sonntag fehlen werden, nein auch die erotischen Nächte auf der Terrasse werde ich sehr vermissen. Unsere Oralbank haben wir noch gar nicht oft benutzt in diesem Jahr, und du weißt, wie geil mich diese schönen Sommernächte machen, wenn der Himmel voller Sterne ist und der Mond unserem Treiben zuschaut. Wie soll ich die lange Zeit ohne deinen herrlichen Schwanz aushalten?"

Während sie das sagt, was sich fast wie eine Rede anhörte, hat sie meinen Gürtel gelöst und meine Hose geöffnet, hat meinen Schwanz hervorgeholt und ihn in ihrer Hand zu Leben erweckt.

„Na, ja", versuche ich sie zu trösten, obwohl ich bereits etwas anderes, nämlich sie ebenfalls vom Slip zu befreien, im Sinn habe, „wir können ja telefonieren, und ich erzähle dir dann, wie er sich fühlt, wie sehr er dich vermisst, wie traurig er ist und flüstere dir geile Sachen ins Ohr. Dann können wir mal wieder Telefonsex haben, das ist doch auch schon etwas."

„Das ist doch nicht das selbe. Ich muss einfach ab und zu etwas in meinem Loch haben."

Ich entziehe mich ihrer sich bewegenden Hand und lehne mich beleidigt im Stuhl zurück. Sie erkennt meine trüben Gedanken sofort und legt ihre Hand beruhigend wieder auf die Stelle, wo sie eben schon gelegen ist.

„Du brauchst keine Angst zu haben, ich werde mir keinen Kerl zum Ficken suchen, dazu liebe ich dich viel zu sehr, außerdem hast du den besten, herrlichsten, schönsten Schwanz von der ganzen Welt, was soll ich da mit einem anderen? Nein, ich habe da eine viel bessere Idee. Wir lassen einen Gipsabdruck von deinem Schwanz machen, Lena hat mir die Adresse von einem Institut gegeben, das auf solche Sachen spezialisiert ist, die gießen dann einen täuschend ähnlichen Dildo aus Kunstharz. Dann habe ich dich immer zur Hand, kann dich sogar in der Tasche mitnehmen. Lena hat ein Duplikat von ihrem Mann und ist damit sehr zufrieden."

Am nächsten Tag sind wir pünktlich zur Stelle, wir haben einen Termin bekommen, was gar nicht so einfach war, weil das Institut zur Zeit stark frequentiert ist, und läuten an einer Türe, auf der eine Tafel mit dem Text „Jérome Klein, Institut für erotische Plastik, Intimschmuck und Tattoos" befestigt ist. Der Mann, der uns öffnet, entspricht so überhaupt nicht seinem Namen, füllt er doch fast den Türrahmen aus. Mindestens eins neunzig und im Bodybuilding-Studio gestählt, steht ein Riese von einem Kerl da, der uns mit einer merkwürdig weichen Stimme willkommen heißt und uns bittet, näher zu treten.

„Sie sind also der, dem ich den Abdruck machen soll? Ziehen Sie sich doch schon mal aus, während ich mit der jungen Frau die Details bespreche", sagt er zu mir in einem Ton, als würde er daran zweifeln, daß ich überhaupt eine Erregung produzieren kann, und wenn, dann höchstens eine so kleine, daß die „junge Frau" nicht viel Freude daran haben wird, „dann nehmen sie bitte hier Platz."