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"Danke für Ihren Blog. Gerne möchte ich Ihnen schreiben, dass ich Ihren Blog sehr regelmäßig verfolge und finde, dass Sie eine besonders kraftvolle, schöne und berührende Sprache in Ihrem Blog verwenden… Ihre Gedanken im Blog finde ich tiefsinnig, ehrlich und zum Nachdenken inspirierend." Diese Mail eines unbekannten Lesers inspirierte mich dazu, meine Gedanken über Lebenswerte in einem Buch zu bündeln. Manche sind eher alltäglich, manche ein bisschen philosophisch, alle bleiben aphoristisch: kleine Skizzen, Ideen und ganz persönliche Beobachtungen, die zum Weiterdenken anregen.
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Seitenzahl: 150
Veröffentlichungsjahr: 2017
Heike Jacobsen
Aphoristisches, Nachdenkliches, Alltäglichesund ganz Persönliches:von Abenteuer bis Distanz
© 2017 Heike Jacobsen
Verlag und Druck: tredition GmbH, Halenreie 42, 22359 Hamburg
ISBN
Paperback:
978-3-7439-5693-3
Hardcover:
978-3-7439-5694-0
e-Book:
978-3-7439-5695-7
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Gedanken zum Wert Abenteuer
Sich auf etwas Unbekanntes einzulassen erfordert Neugierde und Mut. Der Beginn von etwas Neuem fasziniert mich immer wieder. Ein Umzug in eine neue Wohnung, ein neuer Job oder Auftrag in einem anderen Land, eine Begegnung mit einem Fremden: Noch ist nichts vertraut, alles ist offen, lädt ein zu Entdeckung und allmählichem Miteinander-Bekanntwerden.
Diese Aufbruchsstimmung habe ich gerne in meinem Leben und genieße es, ab und zu in etwas ganz Neues einzutauchen wie in ein anderes Element.
Gedanken zum Wert Abhängigkeit
Sich in vielfältigen Abhängigkeiten zu erkennen und sich zumindest zeitweise von den Geschicken anderer, von äußeren Einflüssen oder inneren Befindlichkeiten bestimmt zu erleben steht dem Bedürfnis nach Freiheit, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit entgegen.
Und doch sind wir jeden Tag von vielen Faktoren in uns und im näheren und weiteren Umfeld abhängig. Gerade Hochsensible werden schnell von Reizen überflutet und leiden oft darunter, sich als abhängig von äußeren Einflüssen aus ihrer Umgebung zu empfinden: Beim Aufwachen merkt man schon, dass die niedrig hängende Wolkendecke heute Kopfschmerzen verursacht. Der Kaffee schmeckt sauer und die Fahrt zur Arbeit lässt einen bereits müde ankommen. Das Gebäude ist hässlich, der Job zehrt an den Reserven, die Geräuschkulisse von technischen Geräten unterbricht jeden konzentrierten Gedanken, in Meetings wird durcheinandergeredet, die Atmosphäre im Raum ist spürbar aufgeheizt, dauernd müssen Probleme gelöst werden, zwischendurch möchte jemand sein Herz ausschütten.
Nach der Arbeit: Stau, Lärm, Abgase, Radio, wieder Diskussionen, Rotwein, einen Krimi zum Abschalten und morgen weiter so? Und wann findet Leben statt?
Selbst wenn die Arbeit erfüllend ist, wächst allmählich die Sehnsucht nach Natur, Weite, Stille, Zeit für sich selbst, für Muße und gute Gespräche. Zeit für eine Auszeit.
Jedes Wort zählt
Wenn ich am Meer stehe und einen weiten Horizont vor Augen habe, erlebe ich unmittelbar, dass auch in der Natur alles miteinander in Beziehung steht, in Wechselwirkungen voneinander abhängt. Voller Weisheit und Fülle. Gott sei Dank. Und ich richte mich auf. Mitten im Leben.
Was nährt die Seele? Natur, Musik, Literatur? Das Wahre, Schöne, Gute? Vielleicht ist es all das und die Gewissheit, dass wir aus einem größeren Bezug stammen und immer Teil von ihm sind, dass diese Ebene uns trägt, auch wenn wir den Mut zu verlieren drohen. Diese Ebene, in der eins vom anderen abhängt, alles aufeinander wirkt, ist immer um uns und in uns und wir haben Anteil an ihr, als Gestaltete und Gestalter.
„Die wahre Spiritualität besteht auch darin,
sich der Tatsache bewusst zu sein, dass dann,
wenn uns eine Beziehung der gegenseitigen Abhängigkeit
mit jedem Ding
und jedem Wesen verbindet,
der einfachste Gedanke,
das kleinste Wort
oder die winzigste Tat
wirkliche Rückwirkung auf den gesamten Kosmos hat.”
(Sogyal Rinpoche)
Gedanken zum Wert Abhärtung
„Stell dich nicht so an.” Diesen Satz kennen Hochsensible oft seit ihrer Kindheit.
Ein Beispiel unter vielen ist das Thema Schlaf: Zum Schlafen muss die Tür angelehnt bleiben, allerdings darf nicht zu viel Licht ins Zimmer scheinen, vor allem muss es ruhig sein, aber mit Ohrstöpseln zu schlafen ist nur möglich, wenn sie sich angenehm anfühlen, nicht völlig abdichten, sodass der eigene Herzschlag zu laut klingt ... Frische Luft kommt am besten aus dem Nebenzimmer, denn bei offenem Fenster zu liegen ist zu kalt. Neben jemandem zu schlafen fällt nicht immer leicht und wird ganz ausgeschlossen, wenn der Partner schnarcht.
Ganz abgesehen von äußeren Störfaktoren finden Hochsensible oft keine Ruhe aufgrund von inneren Belastungen. Sorgen, Kränkungen und Enttäuschungen wirken lange nach, werden oft später in Gedanken noch mal nachvollzogen und halten wach. Meist fällt einem dann leider erst nachträglich die passende Antwort in einer Auseinandersetzung oder die wünschenswerte Haltung zu einem Thema ein. Und man ärgert sich noch mehr, am meisten über sich selbst.
Sanfte Stärke
Mancher Hochsensible wünscht sich ein dickeres Fell, so, als könnten wir uns gegen alles um uns herum wappnen und stählen. Ich glaube allerdings trotzdem, Abhärtung im Wahrnehmen und Fühlen ist weder möglich noch hilfreich und auch nicht wirklich erstrebenswert. Wie gelingt es also, die Härten im Leben zu meistern, ohne hart zu werden? Was tun, wenn uns im vermeintlich unpassendsten Moment die Tränen kommen, wenn Zweifel, Angst und Sorge uns den Schlaf rauben, wenn die nächste Herausforderung uns auf den Magen schlägt?
Ich gönne mir mitten im Geschehen eine kurze Pause. Wir haben immer die Möglichkeit, wenigstens kurz innezuhalten. Auszuatmen, bis zur Antwort etwas Zeit vergehen zu lassen, die Situation zu verlassen. Bewusst langsamer zu gehen. Beunruhigenden Gedanken eine bestimmte Zeit zuzuweisen, in der wir uns mit ihnen beschäftigen. In Ruhe zu essen. Den Morgenhimmel zu beobachten. Musik zu genießen. Das Handy abzuschalten. Stille herzustellen. Und je turbulenter eine Situation sich entwickelt, umso ruhiger werde ich.
Ich richte den Fokus meiner Aufmerksamkeit wie einen Scheinwerfer bewusst auf etwas anderes. Der Beobachter in mir ist geistesgegenwärtig. Ich öffne mich der Welt.
Sensible Wege
„Sensibel
ist die erde über den quellen: kein baum darf
gefällt, keine wurzel
gerodet werden
Die quellen könnten
versiegen
Wie viele bäume werden
gefällt, wie viele wurzeln
gerodet
in uns” (Reiner Kunze)
Wie gehen Sie mit Ihrer Sensibilität um?
Gedanken zum Wert Abschied
Die Bereitschaft, uns von etwas oder jemandem zu verabschieden und zu lösen, wird uns vom Leben immer wieder abverlangt. Manche Abschiede fallen leichter, wenn eine Veränderung und der Beginn von etwas Neuem schon im Blick sind. Viele Abschiede sind mit Schmerz verbunden, weil wir uns von dem, was uns wertvoll und lieb geworden ist, trennen wollen oder müssen.
Abschiede vom Elternhaus und von Freundeskreisen, von Städten und Ländern, Jobs und Karrieren, von Zielen und Plänen, von Geliebten, Partnern, Kindern, Tieren, von Jugend und Gesundheit und vielem mehr durchziehen unser Leben bis zum letzten großen Abschied.
Manche können sich nicht verabschieden. Sie lassen es nicht zu oder sie haben keine Gelegenheit mehr dazu.
Als mein Vater starb, erhielt ich morgens einen Anruf von meiner Mutter, die ihn tot im Bett gefunden hatte, als sie ihn zum Frühstück holen wollte. Meine erste Reaktion: Schock und Ungläubigkeit. Er war erst 65, und ich dachte, wir hätten noch 20 Jahre Zeit, uns zu unterhalten und irgendwann allmählich voneinander zu verabschieden.
In größter Eile, als wenn ich ihn noch lebend antreffen könnte, fuhr ich nach Hause. Er lag friedlich in seinem Zimmer, umgeben von all seinen Büchern, die wie ein Panorama seiner vielfältigen Interessen waren. Von Anfang an hatte ich zwei Haltungen, zwischen denen ich innerlich hin und her gehen konnte: Wenn ich auf mich sah, war ich unendlich traurig über meinen großen Verlust, darüber, dass wir uns nie mehr sehen, hören, sprechen, umarmen könnten. Wenn ich auf ihn sah, sah ich, dass dieser Körper leer war und zerfallen würde, dass mein Vater wie plötzlich ausgestiegen und unsichtbar geworden und aus Raum und Zeit herausgetreten war. Und ich konnte akzeptieren, dass seine Biografie hier zu Ende war und sein unsterbliches Inneres in der Geistigen Welt aufgewacht ist.
Mit Liebe begleiten
Ganz spontan hatte ich fast den Eindruck, meinem Vater erklären zu müssen, was ihm passiert ist. Ich nahm eines seiner Bücher zur Hand, einen Vortragsband von Rudolf Steiner: Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Und ich setzte mich neben ihn und las ihm daraus vor. Dieses Ritual habe ich ungefähr ein Jahr lang fortgesetzt. Jedes Wochenende habe ich mich auf die Liebe zwischen meinem Vater und mir besonnen und ihm innerlich vorgelesen, was uns auch im Leben verbunden hat.
Vielleicht ist dort in unserer Herzenssprache die tiefste Verbindung zwischen uns und unseren Verstorbenen, die Brücke von uns hier zu ihnen dort. Sicher war es für mich ein nachträglicher Abschied. Und vielleicht hat auch für meinen Vater auf der anderen Seite des Lebens etwas aufgeleuchtet, so wie für uns hier etwas aufleuchtet, wenn wir zum Sternenhimmel aufschauen.
ICH BIN NICHT ICH.
„Ich bin nicht ich.
Ich bin jener,
der an meiner Seite geht, ohne dass ich ihn erblicke,
den ich oft besuche,
und den ich oft vergesse.
Jener, der ruhig schweigt, wenn ich spreche,
der sanftmütig verzeiht, wenn ich hasse,
der umherschweift, wo ich nicht bin,
der aufrecht bleiben wird, wenn ich sterbe.”
(Juan Ramón Jiménez)
Wie bewahren Sie Ihre Erinnerung an Ihre Lieben vor dem Vergessen?
Gedanken zum Wert Absolutheit
Wenn wir zuweilen nach allem streben, was jenseits menschlicher oder sachlicher Unzulänglichkeiten liegt, dann laufen wir Gefahr, ein unmenschliches Ideal von Perfektion und künstlicher Vollkommenheit zu verfolgen.
Manche streben nach dem perfekten Körperbild und versagen sich jeglichen Genuss, manche nach Fehlerfreiheit in allem, was sie tun. Perfekt sein zu wollen verursacht oft enorme Blockaden, mit Dingen überhaupt zu beginnen. Man bleibt im Stadium des ewigen Schülers, der noch nicht so weit ist, der sich noch vorbereiten muss, der noch nicht gut genug ist.
Manche Erwachsenen richten ihr Leben danach aus, die Anerkennung ihrer ersten Vorbilder zu gewinnen. Unter Umständen verbringt jemand sein ganzes Leben im falschen Beruf, wird Banker statt Schriftsteller, um einmal von seinen Eltern diesen Satz zu hören: „Ich hab dich lieb und ich bin stolz auf dich”. Und hat doch das Gefühl, nicht zu genügen.
Andererseits orientieren wir uns in die Zukunft hinein an unseren Werten, am Ideal, am Erstrebenswerten, vielleicht am Absoluten, was auch immer jeder darunter fassen kann.
Gedanken zum Wert Abwechslung
Gedanken zum Wert Achtung
Wer Achtung übt, dem ist es etwas Wesentliches, im anderen das Wertvolle zu erkennen.
Häufig begegnet uns im Alltag das Gegenteil: Unser Umgang untereinander ist oft zu schnell, zu ungeduldig, zu gereizt. Gerade Hochbegabte verlieren manchmal die Geduld mit anderen, die in ihren Augen zu langsam denken und agieren. Im schlimmsten Fall entstehen so Arroganz und Missachtung. Ein Urteil ist schnell gefällt. Worte werden gewechselt, die treffen, verletzen und nicht zurückgenommen werden können.
Auf der anderen Seite mangelt es an Selbstachtung, Selbstwert und Selbstbewusstsein. Wem alles leichtfällt, der schätzt nicht, was er kann. Wer viele Begabungen hat, der weiß nicht, was ihn ausmacht. Und wer erfolgreich und beliebt ist, kann nicht sicher sein, ob er auch wirklich gemeint und geliebt ist.
Im andern und in uns selbst das Wertvolle zu erkennen setzt voraus, sich wirklich zu interessieren. Oft genug messen wir uns oder anderen einen Wert zu, der auf äußeren Kriterien wie Karriere, Einkommen, Ruhm, Attraktivität beruht. Solange hier alles stimmt, halten wir das vielleicht sogar für selbstverständlich und angemessen.
Sobald das Leben uns mit Verlusten zusetzt, können wir unsere Anstrengung erhöhen, das Niveau zu halten, aber das gelingt nicht immer. Niemand ist vor Rückschlägen und Schicksalsschlägen gefeit. Dann unsere Würde zu behalten und unsere Selbstachtung und auch die Achtung vor anderen zu bewahren kostet Energie. Wir beginnen zu kämpfen. Alles wird anstrengend.
„Die Ehre ist ein geistiger Besitz des Menschen.
Ein Besitz, welcher erworben wird dadurch, daß man solche Handlungen tut,
welche die Achtung der Welt verdienen.” (Max Haushofer)
Größe
Sobald wir dem, was wir tun, einen Sinn beimessen können, fließt uns neue Kraft zu. Davor steht die Akzeptanz zu bejahen, was ist. Es muss nicht immer das große Lebenswerk sein, an dem wir arbeiten. Und wer weiß schon, ob wir nicht genau das gerade schaffen?
Größe bewahren heißt für mich nicht aufzugeben, tapfer zu bleiben und zuversichtlich zu werden. Ich glaube, dass wir auch in schwierigsten Umständen wachsen und in allem einen Sinn finden können. Wir sind wie eine große Erzählung. Manche Kapitel führen uns scheinbar in die Irre, aber wir schreiben sie letztlich selbst und sie leisten ihren Beitrag in der Choreografie des Gesamten. In diesem Sinne verdient jeder Mensch unsere Achtung und jede Biografie Respekt.
Mit wie viel Selbstachtung blicken Sie auf Ihre Lebensgeschichte?
Gedanken zum Wert Aggression
Für wen kann Aggression denn ein Wert sein? Wenn wir zeitweise Angriff für die beste Verteidigung halten und uns erlauben, unsere Stacheln auszufahren und so persönliche Grenzen abzustecken, dann gehen wir mit Aggression um.
Manchen fällt das überhaupt nicht schwer, sensible und leise Menschen jedoch leiden eher darunter, gar nicht erst aggressiv werden zu können. Oder sie schlucken die aufsteigende Wut herunter und richten sie nach innen und gegen sich selbst, statt ihr Ausdruck zu verleihen.
Der tief verankerte Wunsch nach Harmonie und auch ein niedriges Selbstwertgefühl tragen dazu bei, nicht so viel Raum einnehmen, nicht laut werden, nicht unangenehm auffallen oder anecken zu wollen. Hochsensibilität wird so als mangelnde Durchsetzungskraft eines Menschen erlebt, der sich von anderen um des lieben Friedens willen viel gefallen lässt.
Das gesunde Maß
Auf Dauer schwächt es seelisch und körperlich, die eigene Kraft immer zurückzuhalten und permanente Selbstkontrolle zu üben. Immer freundlich zu bleiben und einzulenken, wenn Positionierung und klare Kontur gefragt sind, hinterlässt ein schales Gefühl. Die eigene Lebensenergie wird blockiert. Das Selbstwertgefühl sinkt weiter. Man fühlt sich wie gelähmt.
Ein Hochsensibler, der ausnahmsweise einmal für seine Verhältnisse mehr Aggression zugelassen und gezeigt hat, wird sich sofort Sorgen machen und lange mit der Situation beschäftigen. Wer was gesagt hat, wie er auf andere gewirkt hat und ob er in ihren Augen nun nicht mehr liebenswert ist, wird im Kopf immer wieder durchgespielt. Die Angst, ausgegrenzt und verlassen zu werden, bleibt präsent, während die Situation für andere möglicherweise noch im Rahmen üblicher Alltagskommunikation und Streitkultur lag und längst vergessen ist.
Natürlich befürworte ich keine destruktive Aggression und sicher kann niemand aus seiner Haut, aber manchmal ist es notwendig und tut es gut, sich innerlich aufzurichten, Nein zu sagen, Ärger auch zu zeigen, Grenzen zu setzen und so konstruktiv mit Aggression umzugehen. Das bedeutet für einen Hochsensiblen oft schon eine Anstrengung.
Es geht nicht darum, aus dem Rahmen zu fallen, sondern den eigenen Rahmen überhaupt abzustecken.
„Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen.” (Platon)
Gedanken zum Wert Akkuratesse
Wenn wir Akkuratesse im Blick haben, entspricht es uns, besonders hohe Maßstäbe als Messlatte anzulegen. Das betrifft uns selbst und unser Umfeld gleichermaßen. Die Sorgfalt und Genauigkeit, die wir selbst an den Tag legen, erwarten wir dann auch von anderen.
Besonders hohe Ansprüche stellen wir oft im Urlaub, in der Zeit im Jahr, die uns Genuss, Erholung, Gesundheit, Entspannung, Anregung oder Abwechslung vom Gewohnten bieten soll. Alles soll perfekt sein und möglichst lange nachwirken.
Letzte Woche habe ich diverse Hotels besucht, die ihren Gästen höchsten Komfort, farblich aufeinander abgestimmtes Design in weiträumigen Zimmern oder Suiten, Kunst und Kultur, Sport und ganzheitliche Wellnessbehandlungen und eine ausgezeichnete Gourmetküche bieten und darüber hinaus noch ein herzliches und kompetentes Personal unaufdringlich zur Seite stellen.
Ästhetik, Schönheit und Stimmigkeit in Farbe und Form, Wort und Klang verbinden sich so durch die feine Abstimmung einzelner Elemente aufeinander zu höchster Gestaltungskomposition. Hier wird Akkuratesse mit Seele gelebt. Als würde eine warme Decke um einen gelegt, taucht man ein in Entspannung, Versorgt-Werden und Genuss. Eine gute Zeit, um den Alltag hinter sich zu lassen und zu sich zu kommen. Das perfekte Arbeitsumfeld für eine poetische Selbstreflexion, ein guter Ort zum Schreiben.
Einfach leben
