Mustang Sally - Felix Mond - E-Book

Mustang Sally E-Book

Felix Mond

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Beschreibung

Axel erwacht orientierungslos und nackt auf kaltem Beton. Er belauscht ein Paar, das über Fahrerflucht, Mord und die Beseitigung einer Leiche spricht – seiner eigenen. Axel wird in den Kofferraum eines orangefarbenen Mustang gepresst. In Rückblenden erinnert er sich, wie er die Fahrerin nach einem Unfall erpresst hatte und von ihr in eine Falle gelockt wurde, was in einem sexuellen Akt und schließlich seinem Knock-out endete.

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhalt

Cover

Titel

Impressum

Mustang Sally

Guide

Contents

Start of Content

Mustang Sally

Felix Mond

Impressum

Felix Mond c/o Autorenglück.de

Franz-Mehring-Str. 15

01237 Dresden

*

Covergestaltung mit NightCafé Studio

GOTT, DAS TAT weh! Mein Kopf war ein einziger pulsierender Albtraum – ein riesiges, schmerzendes, schwarzes Loch, das jeden Gedanken verschlang, bevor er Form annehmen konnte. Was zum Teufel war passiert? War das der bleierne Nachgeschmack des Todes? Oder hing ich irgendwo dazwischen, gefangen in dieser höllischen Übergangszone?  

Mit einer Anstrengung, als müsste ich tonnenschwere Lider hochstemmen, zwang ich meine Augen auf. Sofort stach mir diffuses Licht ins Hirn. Etwas stimmte nicht mit meinem Sehen. Die Welt war ein wässriger, verschwommener Brei. Formen verschwammen ineinander wie fettige Farbschlieren. Ich blinzelte, rieb mir grob die Augen – nichts. Langsam, quälend langsam, schälten sich Konturen aus dem Nebel: zwei vertraute, blasse Linien, leicht behaart … meine eigenen Oberschenkel.  

Die Erkenntnis traf mich wie ein Schlag: Ich lag nackt, eingekrümmt wie ein ungeborenes Kind. Der raue, kühle Beton unter meiner Haut fraß sich in Hüfte und Schulter. Irgendwo, fern und undurchdringlich wie hinter dicken Mauern, drang gedämpfter Streit an mein Ohr. Eine angespannte Frauenstimme. Ein Mann, der etwas brummte. Ihre Worte blieben unklar, verschwommen wie durch dicke Watte gepresst – mein Gehör funktionierte genauso wenig wie der Rest. Nur dieser dumpfe, pochende Rhythmus der Schmerzen in meinem Schädel war kristallklar.

Der Mann klang verärgert. „Wegen dieser Sexsucht solltest du vielleicht mal zum Arzt gehen. Kannst du dich nicht einmal zusammenreißen?“

„Dass du immer alles dramatisieren musst. Ich war geil und fand ihn süß. Und ganz ehrlich, der war echt gut. Ich bin dreimal gekommen. Wenn du mich fickst, kann ich froh sein, wenn ich überhaupt komme.“

„Erspar mir die Einzelheiten … Wenn ich mir seinen Schwanz angucke, muss ich sagen, dass ich schon größere gesehen habe.“ Er klickte verächtlich mit der Zunge. „So gut kann er also nicht gewesen sein.“

„Mag sein, dass er nicht den Größten hat. Aber Größe ist nicht alles. Im Gegensatz zu gewissen Personen weiß er sein Ding einzusetzen.

Sie kicherte – ein leises, vibrierendes Geräusch, das wie zerbrechendes Glas klang. „Sag bloß, du wirst auf deine alten Tage noch eifersüchtig? Ich glaub's nicht. Bist du so ein kleiner, unsicherer Junge?“ 

„Bullshit.“ Das Wort kam gepresst heraus, als würde es ihm die Kehle zuschnüren. „Ich bin nicht eifersüchtig. Ich hab’ nur die verdammte Schnauze voll von deinen ständigen Eskapaden … Ich hatte dir gleich gesagt, du sollst ein Taxi rufen und dich nicht hinters Steuer setzen, nach dem ganzen Gras, das du geraucht hast. Aber nein …“ Er schnaubte verächtlich. „…du weißt immer alles besser. Musstest im bekifften Zustand unbedingt Autofahren und dabei einen Radfahrer plattmachen. Und als ob das nicht genug gewesen wäre …“ Seine Stimme überschlug sich fast vor Wut, „…schlägst du dem armen Schwein da auch noch den Schädel ein. Manchmal denke ich echt, dass in deinem Oberstübchen was nicht stimmt. Das war dermaßen unnötig.“

„War’s gar nicht“, fauchte sie zurück. „Der Idiot wollte zu den Bullen gehen und denen alles erzählen. Ich hab’ keine Lust, meinen Führerschein zu verlieren. Punkt.“ 

„Sie hat keine Lust, ihren Führerschein zu verlieren“, parodierte er sie mit hohler, zitternder Stimme. „Mein Gott! Manchmal machst du mir richtig Angst, weißt du das?“ Das Grunzen, das folgte, klang nicht nur unzufrieden, sondern erschöpft, ausgelaugt. „Und wie immer bin ich wieder der Dumme. Der Depp, der die Scheiße, die du verbockt hast, in Ordnung bringen darf. Ein Unfall, ja, okay. Aber jetzt … jetzt sind wir bei Mord angelangt. Kalter Mord. Weißt du überhaupt, was passiert, wenn die uns erwischen? Lebenslang.“

---ENDE DER LESEPROBE---