Noch immer gierig & unersättlich | Erotische Geschichten - Amy Walker - E-Book

Noch immer gierig & unersättlich | Erotische Geschichten E-Book

Amy Walker

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Beschreibung

Dieses E-Book entspricht 224 Taschenbuchseiten ... Fünf Frauen – fünf heimliche Sehnsüchte. Begleiten Sie sie auf dem Weg ihrer Erfüllung! Die alte Jugendfreundin, die sich vor Lust auf ihren Freund verzehrt. Die Professorin, in der mit einem Studenten ungeahnte Geilheit erwacht. Die Touristin, deren hemmungsloseste Begierde von zwei Pflegern befriedigt wird. Die potenzielle Geliebte, die zum Beweis seiner Leidenschaft in einer geilen Jagd durch den Wald getrieben wird. Und die schüchterne Mieterin, die zum voyeuristischen Lustobjekt eines älteren Bauarbeiters wird. Welche heiße Fantasie lässt Ihre Hemmungen fallen? Diese Ausgabe ist vollständig, unzensiert und enthält keine gekürzten erotischen Szenen.

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Seitenzahl: 309

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Impressum:

Noch immer gierig & unersättlich | Erotische Geschichten

von Amy Walker

 

Amy Walker ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die mit der Veröffentlichung mehrerer Romane bereits erste schriftstellerische Erfolge feiern durfte. Mit „Geheime Begierde“ hat sie ihren ersten erotischen Roman verfasst. Leidenschaft, Sinnlichkeit und nackte Lust in Worte zu verpacken hat sie derart fasziniert, dass sie sich nächtelang nicht von ihrem Computer losreißen konnte. Seither schwirren ihr nicht nur die alltäglichen Pflichten rund um ihre Familie durch den Kopf, sondern verschiedenste erotische Szenerien, die sie alle noch niederschreiben will. Zwei Dinge sind ihr dabei besonders wichtig und in allen ihren Geschichten zu finden: viel Gefühl und ein Happy End!

 

Lektorat: Marie Gerlich

 

 

Originalausgabe

© 2019 by blue panther books, Hamburg

 

All rights reserved

 

Cover: © Denis Petrov @ shutterstock.com

Umschlaggestaltung: MT Design

 

ISBN 9783862779826

www.blue-panther-books.de

Endlich!

»Brauchst du noch etwas?«

»Nein, alles in Ordnung.« Verlegen wehre ich Camerons Fürsorge ab, denn dieser forschende Blick seiner hellgrauen Augen geht mir durch und durch und ist kaum zu ertragen. Innerlich winde ich mich. »Nun geh schon, sonst kommst du noch zu spät zu deinem Geschäftsessen«, fordere ich ihn auf und halte mich im letzten Moment zurück, meine Hand auf seine Brust zu legen und ihn rücklings zur Haustür hinauszuschieben.

Das Essen mit seinem neuen Partner Bob – einem guten Bekannten von uns beiden – ist wichtig, damit er zurück in seiner Heimatstadt Emmett schnell Fuß fassen kann, was wiederum mir sehr wichtig ist. Bob ist Inhaber einer gut gehenden Baufirma und Cameron ein erfolgreicher Architekt. Zumindest habe ich das gehört, wirklich viel von ihm mitbekommen habe ich in den letzten Jahren ja nicht.

Cameron und ich sind Freunde – ich denke zumindest, dass wir das irgendwie immer noch sind. Doch Berührungen sind für uns tabu – zumindest von meiner Seite. Denn wenn Cameron sich damals anders entschieden hätte, würde uns vielleicht viel mehr verbinden als eine platonische Freundschaft. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob er sich dessen überhaupt bewusst ist. So wie er jetzt herumdruckst und nicht so recht zu wissen scheint, wie er sich von mir verabschieden soll, regt sich ein leiser Zweifel. Wo früher wenigstens noch oberflächlich betrachtet ein lockerer, freundschaftlicher Umgang miteinander möglich war, steht jetzt vor allem Befangenheit zwischen uns.

»Okay, aber wenn irgendetwas sein sollte, ruf mich an. Ansonsten könnte es spät werden, wir haben so einiges zu besprechen …« Er macht einen Schritt auf mich zu, als könnte er sich nicht überwinden zu gehen.

In meinem Nacken kribbelt es, als er mir näher kommt, doch ich mache mir nichts vor. »Keine Sorge, Hunter und ich werden schon miteinander klarkommen. Und wenn nicht, rufe ich dich an«, leiere ich herunter, um ihm zu verstehen zu geben, dass mich die Beaufsichtigung seines Deutschen Schäferhundes nicht im Mindesten aufregt – auch wenn es mich tatsächlich verdammt nervös macht zu wissen, wie empfindlich das Tier scheinbar auf Camerons Abwesenheit reagiert. Doch egal was kommt, ich werde nicht kapitulieren! Wenn es sein muss, laufe ich mit dem Rüden die halbe Nacht um den Block, damit er aus Sehnsucht nach seinem Herrchen nicht das Haus verwüstet. Vielleicht ist es nicht wirklich eine große Sache, doch für mich fühlt es sich bedeutsam an, dass Cameron mir das Wohlbefinden seines vierbeinigen Freundes anvertraut.

»Ganz schön blöd, so einen Wirbel um ihn zu machen, oder?« Cameron grinst schief, als müsste er sich dafür entschuldigen. »Aber er braucht einfach noch etwas Zeit, um sich an die neue Umgebung und sein neues Leben zu gewöhnen – so wie ich auch.« Für einen Moment bilde ich mir ein, dass er meine Lippen anstarrt. In meinem Bauch tanzen Schmetterlinge und das kribbelige Gefühl von Erregung sinkt tiefer in meinen Unterleib.

Generell finde ich Männer mit Hunden irgendwie heiß. Nicht die, die einen Cockerspaniel Gassi führen und es selbst im Hundepark nicht wagen, ihn von der Leine zu lassen, sondern vielmehr den sexy verschwiegenen Typ Hundehalter. Der Naturbursche, der mit seinem Gefährten stundenlang durch die abgelegene Wildnis wandert, ohne sich wirklich einsam zu fühlen. Der Kerl, der hart im Nehmen ist, sich in rauer Umgebung erst richtig wohlfühlt, und dessen Kern, wenn man die obersten Schichten abträgt, so unglaublich weich und sensibel ist. Die Art Mann eben, die selbstsicher genug ist, um zu offenbaren, dass er sich um seinen vierbeinigen Freund sorgt, ohne dabei auch nur ansatzweise weich gekocht zu wirken. Ein Mann wie Cameron …

»Ich finde es nicht blöd, dass du dich um Hunters Wohlbefinden kümmerst. Aber mach dir keine Sorgen, ich passe gut auf ihn auf«, verspreche ich feierlich. Es muss einfach etwas bedeuten, dass er mich damit beauftragt hat. Mein Herz klopft hart gegen meine Rippen, alles in mir schreit vor Sehnsucht. Am liebsten würde ich mich an seinen breiten Brustkorb schmiegen, an dem das weiße Hemd deutlich spannt, und mit den Händen an seinen Seiten hinunterfahren, um zu fühlen, was mich innerlich ganz schwach macht: die Muskeln seines v–förmigen Oberkörpers.

Mein Atem geht schwerer und ich muss alle Willenskraft zusammennehmen, um meinem Verlangen nicht nachzugeben. Die Beziehung zwischen Cameron und mir erscheint mir sensibler denn je – ganz so, als stünden wir an der letzten Gabelung unseres gemeinsamen Weges, an der sich entscheidet, in welche Richtung es geht. Doch solange ich mir nicht tausendprozentig sicher bin, dass Cameron diese zarte Spannung zwischen uns auch fühlt, die sich um mich herum ausbreitet und mich wie magnetisch zu ihm hinzieht, werde ich lieber unter dem Druck meiner Gefühle implodieren, als ihn davon wissen zu lassen. Lieber bade ich in der Feuchtigkeit in meinem Höschen, als zu riskieren, dass das zarte Band, das wir gerade wieder zwischen uns flechten, wieder zerreißt. Alles, was ich hoffen kann, ist, dass er die Anziehung auch spürt und sie stark genug für ihn ist …

Ich war und bin doch immer für dich da!, denke ich inbrünstig, neige mich intuitiv nach vorn und hauche ihm einen Kuss auf die Wange. Seine Bartstoppeln kratzen zart an meinen Lippen, die Haut darunter fühlt sich warm und geschmeidig an. Am liebsten würde ich der unsichtbaren Spur in Richtung seines Mundwinkels folgen, die meine hungrigen Lippen hinter sich lassen wollen. Doch als ich begreife, dass ich nahe dran bin, der Versuchung zu erliegen und ihn zu küssen, dämmert mir, dass ich vermutlich wieder einmal viel zu viel in Camerons Verhalten hineininterpretiere. – Himmel, er vertraut mir seinen Hund und nicht sein Leben an! Mühsam unterdrücke ich den starken Impuls und ziehe mich zurück. Meine Wangen brennen – teils vor Scham, dass mir die Kontrolle über mich zu entgleiten droht, teils vor Aufregung über die Vorstellung, Cameron zu küssen.

Wie eingefroren steht er vor mir und starrt mich an. Nichts an seiner Miene lässt auch nur erahnen, was er empfindet – jetzt, da ich sozusagen den großen Zeh über die unsichtbare Grenze zwischen uns gestreckt habe.

Fuck! Ich zwinge mich zu einem betont heiteren Lächeln, um meinen emotionalen Ausrutscher zu überspielen, und wedle mit den Händen, um ihn zu verscheuchen. »Jetzt verschwinde endlich, sonst kommst du noch zu spät! Und grüß Bob ganz lieb von mir.« Die Frage, wie Cameron auf einen wirklichen Kuss reagieren würde, drängt sich mir auf und wird in meinen Gedanken fortgesetzt von heißen Szenen, die aus der zarten Annäherung entstehen könnten. Aber es ist nicht der richtige Zeitpunkt. Vielleicht gibt es den richtigen Zeitpunkt auch gar nicht. Es ist kompliziert.

»Danke, Ally.« Für den Bruchteil einer Sekunde versinke ich in Camerons warmen grauen Augen, die so viele Gefühle spiegeln. Seine Worte klingen dunkel. Das Kribbeln in meinem Magen wird stärker, als tobte sich ein ganzes Dutzend Schmetterlinge dort aus, ehe sie im Sturzflug in meinen Unterkörper rasen, um mit ihren zart flatternden Flügeln meine empfindliche Perle zu attackieren. Dieser Blick, der leicht raue Ton in seiner Stimme … Bevor es mir gelingt, sie zu deuten, dreht Cameron sich um und lässt mich allein in seinem Haus zurück.

Ich habe ihn nur ganz flüchtig berührt, doch meine Lippen fühlen sich heiß und geschwollen an – als hätte ich ihn stundenlang heiß und schmutzig geküsst. Automatisch wird mein Atem schneller, während ich Cameron dabei zusehe, wie er in seinen Pick-up steigt. Ein leises Ziehen meldet sich in meiner Brust. – Geh nicht …

Er tippt sich zum Abschied lässig an die Schläfe, als salutierte er vor mir, und wendet sich dann von mir ab, um rückwärts auf die Straße zu setzen. Sogar aus der Distanz kann ich erkennen, wie er den Arm auf die Rückenlehne des Beifahrersitzes legt und seine Schultern und sein Bizeps sich anspannen. Das sehnsüchtige Gefühl hinter meinem Brustbein nimmt zu und ein verlangendes Prickeln erfasst meinen ganzen Körper. Am liebsten würde ich in mein eigenes Auto springen und hinterherfahren, so schwer fällt mir die Trennung von ihm.

Dumme Gans, er ist höchstens ein paar Stunden fort, schimpfe ich mich und zwinge mich, die Haustür zu schließen. Und überhaupt – ich bin nicht seine Freundin, sondern eine Freundin. Und ich bin hier, um mich um Hunter zu kümmern, erinnere ich mich selbst an meinen Status in Camerons Leben. Anstatt genauso melancholisch auf die Rückkehr seines Herrchens zu warten wie Hunter, sollte ich lieber zusehen, mich nicht zu sehr in meine neuen, alten Gefühle Cameron gegenüber zu verstricken. Dieses Herzklopfen in seiner Gegenwart und das Bedürfnis, mich an ihn zu schmiegen, wann immer er in meiner Nähe ist, sind mir nur allzu bekannt. Kaum dass er wieder da ist, sind auch meine Gefühle für ihn, die ich sorgsam in mir verschlossen hatte, heftiger denn je an die Oberfläche gesprudelt.

Ein scharfer Stich fährt durch mich hindurch. Als er vor sieben Jahren gegangen ist, war ich mir sicher, ihn für immer verloren zu haben – ihn und den Traum, er würde eines Tages erkennen, dass ich nicht nur seine beste Freundin bin, sondern die Frau, die er zutiefst begehrt. Stattdessen hat er mir – vermutlich ohne sich dessen so richtig bewusst zu sein – das Herz gebrochen. Und dann, vor gerade mal zwei Wochen, stand er einfach so vor meiner Haustür und hat mich wie früher gefragt, ob ich Lust auf einen Burger hätte …

Gedankenverloren gehe ich ins Wohnzimmer. Hunter hat es sich in seinem Hundekorb bequem gemacht. Doch ich fühle mich viel zu aufgewühlt, um mich auf die Couch zu setzen und in dem Roman zu lesen, den ich mir zum Zeitvertreib mitgebracht habe. Rastlos tigere ich im Raum umher und lande vor der kleinen Galerie, zu der Cameron die Stirnseite des Wohnzimmers gemacht hat. Es ist erstaunlich, wie er das Haus in der kurzen Zeit bereits eingerichtet hat, und ich kann es nicht sein lassen, mir die Fotografien genauer zu betrachten. Zwar habe ich das Gefühl, in seine Privatsphäre einzudringen, doch außer Hunter, der aufspringt und mich aus traurigen Augen beobachtet, während ich langsam an der Reihe der gerahmten Bilder entlanggehe, ist schließlich niemand hier, der mich verraten könnte.

Unzählige Fotografien hängen hier und verstärken das Gefühl, als fegte ein Orkan durch mich hindurch und brächte sämtliche Empfindungen für Cameron – altbekannte und völlig neue – gehörig durcheinander. Ich freue mich unglaublich, dass er sich dazu entschieden hat, zurückzukehren. Anderseits fühlt es sich an, als hätte er mir mit seiner Rückkehr den Boden unter den Füßen weggezogen. Die Zeit, in der ich mir einreden konnte, ich sei über ihn hinweg, ist vorbei. In dem Moment, als er vor mir stand und ich ihn am liebsten in mein Bett gezerrt hätte, anstatt ihn ins Fast-Food-Restaurant zu begleiten, ist meine Scharade aufgeflogen. Jetzt muss ich mich unweigerlich der Wirklichkeit stellen, dass sich jede Faser meines Körpers heftiger denn je nach ihm und seinen Berührungen sehnt. Nur wie soll ich damit klarkommen, wenn sich meine Hoffnungen nicht erfüllen – wie damals?

Seufzend betrachte ich die Fotos, um mich von dieser irrsinnigen Fahrt auf dem Gedankenkarussell abzulenken, die mich nur immer wieder zu der Antwort führt: Wir werden sehen … Und bis dahin muss ich damit zufrieden sein, ihn wieder bei mir zu haben – und heimlich seine Fotos anzusabbern!

Neben drolligen Welpenfotos von Hunter, wie er auf großen Tatzen auf die Kamera zuläuft und einem Ball hinterherjagt, finden sich allerhand auf Papier gebannte Erinnerungen an der Wand wieder. Ein Rahmen erregt besonders meine Aufmerksamkeit: Cameron und ein paar andere Männer im Footballdress. Er sieht verdammt heiß aus mit den schützenden Polstern, die seine breiten Schultern nur noch mehr betonen. Lässig hat er im Knien ein Bein aufgestellt und stützt sich mit dem Unterarm darauf ab. Die Pose wirkt locker, doch unter der engen Hose des Sportoutfits spannen sich die Muskeln seiner durchtrainierten Oberschenkel. Allein ihn so zu sehen, macht mich an – der Anblick gezähmter Kraft im Körper eines jungen, gesunden Sportlers. Unweigerlich steigen Bilder in meinen Kopf, wozu er sie noch gebrauchen könnte. »Mmh …« Von innen heraus erschaudere ich wohlig und spüre, wie sich meine Nippel bei der Vorstellung versteifen, wie sein Körper sich zwischen meinen geöffneten Schenkeln bewegt, während er sich mir mit all seiner körperlichen Energie widmet. Doch das Bild erregt mich nicht nur sexuell, sondern versetzt mir auch einen weiteren Stich. Ich habe ihn nie Footballspielen gesehen! Die Tatsache erinnert mich an das weiße Stück Leinwand, zu dem sein Leben in den letzten Jahren für mich geworden ist.

Was, wenn er erkennt, dass ihm das Leben in Emmett noch immer nicht genügt und er plötzlich wieder seine Sachen packt? Cameron wollte die Welt sehen und überall darauf seine Spuren hinterlassen. Einkaufszentren, Bürogebäude und vielleicht auch Hotels bauen in allen bekannten Städten in Europa und Amerika: Barcelona, Rom, New York, Buenos Aires …

Eine Welle der Übelkeit erfasst mich. Auf die Dauer wird Idaho und vor allem Emmett mit seinen gerade mal sechstausend Einwohnern ihm sicherlich nicht genug zu bieten zu haben.

Ehe sich die verzweifelten Gedanken vertiefen können, gehe ich schnell zur nächsten Fotografie weiter. Ungebremstes Verlangen überkommt mich, als ich erkenne, was sie darstellt. Aufgenommen worden sein muss sie zu der Zeit, als mir klar wurde, was ich wirklich für Cameron empfinde: eine leidenschaftliche Sehnsucht, die weit über die Zuneigung zu einem guten Freund hinausgeht.

Nur mit engen Badeshorts bekleidet steht er da und grinst jungenhaft charmant in die Kamera. Er war damals im Schwimmteam unserer High-School und war wohl gerade erst aus dem Wasser gestiegen. Wassertropfen glitzern auf seinem durchtrainierten, nackten Oberkörper und rinnen durch die Täler seines muskulösen Bauches. Unter der engen Badehose lässt sich nicht nur erahnen, dass er prächtig ausgestattet sein muss.

Das dumpf dahinbrodelnde Gefühl in meinem Bauch weicht einem heißen Verlangen im Unterkörper. Nur zu gut kann ich mich auch ohne die Aufnahme vor meiner Nase daran erinnern, wie verdammt sexy er nach seinen Wettkämpfen immer aussah – wie er trotz körperlicher Erschöpfung vom Kampf um den Sieg energiegeladen und gespannt wie eine Feder aus dem Wasser stieg. Sein dunkles Haar war wie auf der Fotografie noch nass und stand sexy verstrubbelt von seinem Kopf ab – ganz so, als hätte er ein paar leidenschaftliche Stunden im Bett verbracht und seine Gespielin sich in purer Ekstase durch sein Haar gewühlt.

Genüsslich sauge ich die bildgewordene Erinnerung in mich auf und betrachte jedes Detail – seinen einladenden Mund, die dunklen Härchen auf seiner Brust und die feinen Lachfältchen in seinen Augenwinkeln, die sich im Laufe der Jahre etwas vertieft haben. Am meisten bannt mich jedoch der Ausdruck in seinem Blick. Das Funkeln in seinen Augen, das erahnen lässt, dass er noch genügend Power für einen weiteren Wettkampf hätte – für eine weitere heiße Stunde im Bett. Unwillkürlich muss ich seufzen, als ich spüre, wie es verlockend an meinen Schamlippen kitzelt. Die ganze Szenerie und die Reaktionen meines Körpers darauf sind mir vertraut und nehmen dem bitteren Gefühl, Cameron nach all der Zeit nicht mehr wirklich zu kennen und ihn auf diese Weise irgendwie noch einmal zu verlieren, wenigstens etwas die Schärfe. Seit er wieder da ist, fühle ich mich nicht nur körperlich hypersensibel. Konnte ich mich in den letzten Jahren mit dem Gedanken trösten, dass ich es meinen pubertierenden Hormonen zu verdanken hatte, mich mit körperlichem Schmerz nach Cameron zu sehnen, muss ich mich nun der Realität stellen.

Die Pubertät habe ich zweifelsohne hinter mir, trotzdem fühle ich zwischen meinen Schenkeln rohe Lust. Stärker als je zuvor will ich die Frau sein, die sich laut stöhnend in sein Haar krallt, während er mit heftig zuckenden Hüften in sie stößt. Die Liebhaberin, die seine Ausdauer auf die Probe stellt, während sie sich von ihm von einem Höhepunkt zum nächsten treiben lässt, auf alle erdenklichen Arten – mit Zunge, Händen und seinem Schwanz tief in sich. In allen möglichen Stellungen – hilflos unter seinem schweren Körper begraben, schnell reitend auf ihm und sich gierig windend vor ihm, während er sie an den Hüften hält und von hinten nimmt.

Die Fantasiebilder sind so eindringlich, dass ich mir einbilde, noch immer seinen Duft zu atmen und die Wärme seiner Haut an meinen Lippen zu spüren. Hätte ich es vorhin gewagt, ihn zu küssen, hätte ich meine Finger genüsslich in sein Haar geschoben, ihn zur Couch dirigiert und mich mit gespreizten Schenkeln auf seinem Schoß niedergelassen …

Hitze rast durch meine Adern und sinkt heiß glühend in meinen Schoß. »Hör auf damit«, schimpfe ich mich selbst. Ich sollte mich nicht derart bereitwillig in die heißen Tagträumereien meiner Teenagerjahre stürzen. Doch schon der Anblick seines nassen Haares auf dem Foto setzt meine Vernunft, die zur Geduld mahnt, außer Gefecht.

Er trägt es jetzt kürzer, doch ich bin mir sicher, dass es sich hervorragend zwischen meinen Fingern anfühlen würde, wenn ich sie darin versenkte, während ich mich so lange an ihm riebe und ihn hart werden ließe, bis er es nicht länger aushalten würde. Er würde mich ausziehen, schnell und ungeduldig – mir die Kleider vom Leib reißen, anstatt sie ordentlich aufzuknöpfen und herunterzustreifen. Und dann würde er sich mit Schwung umdrehen, mich unter seinen kräftigen Körper zwingen und sich auf mich legen. Mich trotz des rohen Verlangens, das in seinem Körper wütet, gefühlvoll küssen …

Automatisch lecke ich mir über die Unterlippe. Mein Hirn spult die Bilder ab, die ich mir schon so oft vorgestellt habe: Cameron und ich nackt im Bett. Während er mich leidenschaftlich und kraftvoll nimmt und sich mit tiefen Stößen in mir versenkt, beteuert er wieder und wieder, dass er mich liebt.

Mein Puls rast und die Muskeln in meinem Innern krampfen sich begehrlich nach dem ersehnten Reiz zusammen. In meiner Klit pocht ein wildes Verlangen – nicht nach zärtlichem Liebemachen mit der Liebe meines Lebens, sondern nach einer unkontrollierten, zügellosen Inbesitznahme. Er soll mir nicht nur sagen, dass ich zu ihm gehöre, er soll es mir zeigen, indem er meine Hände über meinem Kopf auf der Unterlage festpinnt und mich fickt, als gäbe es nichts Wichtigeres auf der Welt.

In meinem Schoß brennt es, es fühlt sich an, als würde meine Haut Feuer fangen und die Hitze wie glühende Lava zwischen meinen Schenkeln zusammenfließen. Heftig atmend wende ich mich von der Bildergalerie ab. Wenn ich mir die Fotos noch länger anschaue, schiebe ich mir gleich jetzt und hier die Hände in die Hose. Von wegen: geduldig abwarten, auf meine Gefühle und meine Bedürfnisse achten und nichts überstürzen! Himmel, wäre Cameron jetzt noch hier, hätte ich mich eindeutig nicht mehr im Griff.

Ich will Cameron, aber Fakt ist auch, dass er mich verletzt und im Stich gelassen hat. Egal wie geil mich die Vorstellung von ihm und mir macht, er hat etwas zwischen uns kaputtgemacht. Damals. Es wäre einfach, mich daran festzuklammern, dass es ihre – Cynthias – Schuld war. Doch er hat zugelassen, dass sie sich zwischen uns drängte und die von mir erträumte gemeinsame Geschichte kurzerhand umschrieb. Der Sturm in meinem Körper wird zum Orkan und unter die Erregung mischt sich Wut, die sich mit einem unglaublichen Druck in mir festbeißt. Hätte sie im letzten Semester doch nur nicht an unsere Schule gewechselt …

Als ich vierzehn wurde und plötzlich bemerkte, wie sehr mein ehemaliger Sandkastenfreund mich zu erregen vermochte, war da manchmal diese Verlegenheit zwischen uns, als würden wir uns bewusst, dass wir nicht nur Freunde, sondern auch Mann und Frau sind … Es war eine zarte, schüchterne Anziehung, die viel zu zerbrechlich war, um stürmisch darauf einzugehen. Es dauerte Jahre und meine Ungeduld wuchs, doch niemals hätte ich es gewagt, Cameron zu gestehen, was er in mir auslöste. So wie er mit mir umging, stand für mich jedoch fest, dass er eines Tages erkennen würde, dass wir zusammengehören. Es ist schwer zu beschreiben, aber wenn wir zusammen waren, schien es, als wäre Cameron mir immer einen Schritt voraus und wüsste, was ich brauche, ehe ich es auch nur ahnte. Er ging vorsichtig und bedacht mit mir um, und eben das schürte meine Hoffnung, auch er spüre, dass wir zu mehr bestimmt sind. Doch einer hätte die Grenze überschreiten müssen, die uns noch trennte, und ich habe darauf gewartet, dass Cameron es tun würde. Als der Abschluss näher rückte, schien auch der Zeitpunkt der Entscheidung immer näher zu kommen. Und dann tauchte Cynthia auf …

In meinem Kopf dreht sich alles und das bittersüße Gedankenspiel um das, was hätte sein können, wühlt mich auf. Trotz der Sicherheit, die ich im Hinblick darauf verspürte, dass Cameron alles begreifen würde, war ich viel zu zurückhaltend und unscheinbar, um gegen Cynthia mit ihrem sprühenden Wesen eine Chance zu haben. Es kam, wie es kommen musste: Cameron war überwältigt von ihr und ihrem Charme und ich habe mich von ihm distanziert, um die beiden nicht zusammen ertragen zu müssen. Bis auf sporadische E-Mails und Postkarten zum Geburtstag, zu Weihnachten, Thanksgiving und anderen Feiertagen war er dann ganz aus meinem Leben verschwunden, als wir uns für verschiedene Colleges entschieden.

Der Rest ist Geschichte, und wer weiß, ob sich der rote Faden, der uns damals hätte zusammenführen und aneinanderbinden können, wieder aufnehmen lässt – und ob Cameron das überhaupt will?

So viel Zeit ist vergangen, wir haben völlig voneinander unabhängige Leben geführt. Meinen Körper interessieren die leisen Zweifel allerdings wenig. Jeder Zentimeter davon kribbelt bei dem Wissen, dass nun, da er zurück ist, alles möglich ist. Einfach alles. Jeder zärtliche Gedanke und jeder geile Tagtraum. Die Erkenntnis, welche Chance ich damit bekomme, sinkt schwer wie Blei in mir hinunter. Zwischen meinen Schamlippen brennt es gnadenlos und eine beispiellose Gier gräbt sich immer tiefer in mich hinein.

Fuck, was tue ich hier nur? Und damit meine ich nicht nur, dass ich mich geradezu masochistisch der bittersüßen Qual von Camerons Nähe und meinen Fantasien um uns ausliefere, sondern vor allem, was ich in seinem Schlafzimmer zu suchen habe!

Völlig in die Erinnerung versunken bin ich durchs Haus gewandert, die Treppe hinaufgestiegen und habe die erste Tür geöffnet. Vor mir liegt ein kleines gemütliches Schlafzimmer mit einem großen Bett in der Mitte – Camerons Bett. Mein Mund wird trocken, meine Lippen heiß und spröde. Ich sollte aufhören, solange ich mich noch nicht völlig an ihn verloren habe, doch dafür ist es wohl bereits zu spät. Meine Beine setzen sich von selbst in Bewegung und meine Hände strecken sich ganz automatisch nach einem der Kissen aus. – Nur einmal daran schnuppern und seinen Duft inhalieren. So wie ich es vorhin verstohlen getan habe, als er mir gegenüberstand …

Benommen von dem übermächtigen Drang, alles was mit Cameron zu tun hat, in mich aufzusaugen, gehe ich weiter in sein Schlafzimmer hinein. Schon als ich vor seinem Bett stehe, steigt mir diese betörende Mischung, die seinen Duft ausmacht, zart in die Nase und ich kann einfach nicht widerstehen. Beinahe ehrfürchtig streiche ich über den Bettbezug und beuge mich nach vorn, um meine Nase in eins der Kissen zu stecken.

Mmh … Flanell. Es fühlt sich unter meinen Händen weich und geschmeidig an und Camerons ureigener Geruch – gut bekannt und zugleich so aufregend fremd – überwältigt mich. Herb und männlich steigt er mir in die Nase und legt einen Schalter in mir um – vermutlich den meines Verstandes.

»Oh Cameron …«, murmle ich und lasse mich auf die bauschige Bettdecke gleiten. Sinnlich schmiegt sich der weiche Stoff an meine Handflächen und gleitet durch meine Finger. Wie er erst meinem nackten Körper schmeicheln würde!, schießt mir unweigerlich durch den Kopf. Der Drang in mir, wonach auch immer, steigt und wird immer unerträglicher. »Mmh …« Leise keuchend winde ich mich, um ihm zu entgehen. Mir ist klar, dass ich bis in die Zehenspitzen hinunter geil bin, doch das allein ist es nicht, was mich derart aufreibt. Berauschend schlägt Camerons Geruch über mir zusammen – so nah und intensiv, wie ich ihn noch nie wahrgenommen habe. Er wühlt mich auf und verwandelt den Druck in meinem Becken. Das dumpfe Pochen wird konzentrierter und richtet sich immer intensiver auf meine Klit aus. Es fühlt sich an, als schwellte sie in der Feuchtigkeit in meinem Höschen an und verlangte zuckend nach Aufmerksamkeit.

Automatisch fahren meine Hände über meinen Körper – an meinen Seiten hinauf, weg von der triebhaften Lust, die meinen Unterkörper beherrscht. Nur ein oder zwei Berührungen würden genügen, da bin ich mir sicher. Doch dieses Vergnügen mit Camerons benebelndem Duft in der Nase ist viel zu kostbar, um es nicht richtig zu genießen. Leise stöhnend lege ich meine Hände auf meine Brüste und beginne, sie zu massieren. »Aah!« Ich schreie leise auf und meine Brustwarzen recken sich gierig meinen Handflächen entgegen. In meinem Innern krampfen sich die Muskeln quälend um die Leere in meiner Pussy zusammen. Schon die leiseste Berührung ist wie eine süße Folter und der stimulierende Reiz treibt mich bis kurz vor den Orgasmus. Ich kann nicht widerstehen, will es auch gar nicht mehr, und reibe mit der anderen Hand genüsslich über meinen Venushügel. Der Druck auf meine hart pochende Klit verlagert sich und die Naht meiner Jeans verstärkt den erregenden Effekt der reibenden Finger. Oh ja, das ist es! Genüsslich fahre ich auf und ab, tauche meine Finger zwischen meine Schenkel und ziehe sie wieder hervor. Gerade so schnell und fest genug, um nicht sofort zu kommen, und kräftig genug, um Stück für Stück die Leiter zum Himmel der Lust zu erklimmen. Beben erschüttern meinen Weg, ich spreize die Schenkel und heiße die ersten Vorboten meiner Befriedigung willkommen. Doch die allein ist mir noch nicht genug!

Hastig streife ich mein Shirt über den Kopf und öffne mit fliegenden Fingern meine Jeans. Irgendwo in meinem Hinterkopf ist mir bewusst, wie übergriffig es ist, mich in Camerons Bett selbst zu befriedigen, doch das ist mir egal. Ich brauche ihn und alles, was ich in diesem Moment von ihm haben kann – den Gedanken an ihn. Die herbe Aftershave-Note, die in den Kissen hängt, und der Geruch nach purer Männlichkeit umwabern mich wie eine unsichtbare Nebelwolke, als ich mich bewege, die Hüften anhebe und mir die Jeans über die Beine streife. Meine Schulterblätter drücken in den kuscheligen Stoff unter mir, als ich den Rücken wölbe und meine Finger vorbei an meinem Slip in meine gierig pochende Spalte schiebe. Die ersten Spasmen meines Höhepunktes machen mich enger.

»Cameron!« Stöhnend stoße ich meine Finger in meine feuchte Hitze. Geschmeidig gleiten sie in mich hinein. Die Reibung und das Gefühl der Härte lassen mich schier explodieren. Mein Unterkörper bebt, der Druck ist unerträglich. Dennoch verharre ich für einen Moment und genieße die süße Qual, in der Schwebe zu hängen. Angespannt bis in die Zehenspitzen, kurz vor dem freien Fall.

Genüsslich massiere ich abwechselnd meine Brüste, schmiege mich in das anschmiegsame Bettzeug und schließe die Augen. Meine Nippel drücken hart durch den Stoff meines Büstenhalters gegen meine Handflächen. Wie von selbst krümmen sich tief in mir meine Fingerspitzen, drücken meinen G-Punkt und lassen die rasende Lust zwischen meinen Schenkeln noch weiter wachsen. Meine Pussy verkrampft sich wellenartig unter dem zarten Druck in meinem Innern. Mein Körper will die Kontrolle übernehmen, sich holen, was er braucht, doch ich genieße es viel zu sehr, mich Cameron ein wenig nahe zu fühlen, um es jetzt schnell zu Ende zu bringen.

Wäre er hier, würde ich mich auf ihn stürzen und ihn mit Haut und Haaren verschlingen. Ich würde mich an seinem nackten Körper reiben, ihn meine vollen Brüste spüren lassen und nur noch mit einem Slip bekleidet auf seinem harten Schwanz hin und her rutschen, nur um wie jetzt diese quälende Begierde nach ihm noch weiter zu steigern und das folgende Vergnügen noch köstlicher werden zu lassen.

Er würde mich ebenso reizen, sich ausgiebig mit meinen Brüsten befassen und mich damit foltern, das Brennen in meiner Möse noch weiter anzustacheln. Mein Inneres erzittert begehrlich bei der Vorstellung, dass ich ihn um seinen Schwanz anbetteln würde.

Ich würde ihn lutschen, an seiner prallen Kuppe saugen und ihn so wahnsinnig vor Gier nach mir machen, dass er gar nicht mehr anders könnte, als sich mit seinen schmalen Hüften zwischen meine Schenkel zu drängen und mich zu ficken – so hemmungslos und tief, wie ich es mir nach all den Jahren meiner heimlichen Gefühle für ihn ersehne. Und endlich gibt er mir nach …

Wohlig stöhnend lege ich den Daumen auf meinen Kitzler, um das lustvolle Vibrieren darin zu verstärken, und verreibe meinen glitschigen Saft um den pochenden Lustknoten. »Fuck, ja! Gleich!« Ganz langsam ziehe ich meine Finger zurück, lasse mich von der Reibung berauschen und gebe mich meinen Empfindungen hin. »Oh mein Gott!« Die Anspannung in meinem Schoß zerreißt mich schier, doch ich koste sie so lange ich es aushalte aus, ehe ich meine Finger wieder in mich bohre, um mein Verlangen endgültig zu stillen. – Fuck, ist das gut! Genau das hier brauche ich, um wieder klar denken zu können. Jeder Muskel in meinem Körper ist zum Zerreißen angespannt, meine Gedanken entrückt. Ich muss mich nur noch fallen lassen, um wieder bei mir anzukommen. Keuchend öffne ich meine Schenkel und ziehe meine Hand zurück.

»Ja!« Mein Oberkörper ruckt in die Höhe, als ich zustoße und meine Finger bis zum Anschlag in mir versenke. Ich winde mich und bebe vor unbefriedigter Lust. Ich kann nicht mehr und ich will es auch nicht mehr hinauszögern. Schnell lasse ich meine Hand zwischen meine Schenkel zucken, ignoriere den Widerstand meiner sich zusammenziehenden Muskeln und hämmere gnadenlos meine Finger in mich – hart und tief. Mein Daumen reibt im Rhythmus meiner überschäumenden Lust über meine Klit, schneller und schneller – bis der Strudel, der in mir umherwirbelt, mit einem weiteren Stoß implodiert und die Druckwellen mich an die Oberfläche schleudern. Kleine Sternchen explodieren vor meinen Augen. Entrückt nehme ich das raue Keuchen wahr, das ich von mir gebe, während der Orgasmus durch mich hindurchströmt und warm mein Becken flutet.

Die Kraft meiner inneren Muskeln und die Spitzen der Erlösung ebben langsam ab und machen der Befriedigung Platz. Aber ich höre nicht auf, mich wie eine Besessene selbst mit der Hand zu ficken, denn genau das bin ich: besessen. Ich kann einfach nicht genug davon bekommen, mich ungehemmt auf Camerons Bett zu winden und mit keuchenden Atemzügen seinen Geruch einzusaugen. Schweiß benetzt meine Stirn, immer wieder stoße ich zu und treibe mich von Welle zu Welle auf einen erneuten Höhepunkt zu. So lange, bis meine Bewegungen sich vor Erschöpfung verlangsamen und ich nicht mehr die Kraft habe, den Gipfel erneut zu erklimmen. Erst als ich die letzte erreichbare Spitze hinter mir habe, löst sich die Spannung meiner Muskeln und ich sinke erschöpft auf die Decke zurück.

Warm von der Hitze meiner Lust schmiegt sie sich an meinen ausgelaugten Körper, an der Innenseite meiner Oberschenkel spüre ich die Nässe herunterlaufen. »Fuck.« In meinem Kopf dreht sich alles, aber der Gedanke, dass Cameron meine Lust wird riechen können, setzt sich durch. Und dann höre ich es: ein leises Tappen draußen im Flur. Jemand kommt die Treppe herauf!

Reflexartig springe ich aus dem Bett. »Fuck!«, fluche ich erneut, als ich wegen der in meinen Kniekehlen hängenden Jeans stolpere. Die Schritte kommen näher, der Traum vom heftigsten Orgasmus meines Lebens verwandelt sich in einen Albtraum. Panisch zerre ich an meinen Hosen. Ich habe sie noch nicht mal zur Hälfte hochgezogen, da geht langsam die Tür auf.

»Oh Mann!« Hysterisch kichernd lasse ich mich zurück aufs Bett fallen. »Hunter …« Natürlich ist Cameron noch nicht zurück. Er kann kaum eine halbe Stunde fort sein, doch daran habe ich bei dem grauenvollen Gedanken, von ihm in seinem Bett erwischt zu werden, gar nicht gedacht. »Oh, Hunter!« Lachend presse ich die Hand auf meinen vor Lachsalven zuckenden Bauch. Dass mich stattdessen sein Hund ertappt, der sicherlich von den stöhnenden Lauten aus dem Schlafzimmer angelockt wurde, ist irgendwie komisch. Immer noch gackernd wische ich mir die Lachtränen aus den Augenwinkeln und erstarre. Erst jetzt sehe ich, was er tatsächlich von mir will …

»Aus, Hunter!«, fauche ich und springe auf. Entweder will er spielen oder mich daran erinnern, dass ich meine Aufgabe, auf ihn aufzupassen, bisher sträflich vernachlässigt habe. Zu meiner Überraschung lässt er den Turnschuh tatsächlich fallen, den er im Maul mitgebracht hat. Doch seine Zähne haben bereits Spuren im weißen Leder hinterlassen. Und dann ist da auch noch der Duft meines lustvollen Treibens, den ich in Camerons Laken hinterlassen habe.

»Shit, Shit, Shit!« Wie konnte ich mich nur so gehen lassen? Eine erneute Panikwelle erfasst mich und ich kann mich nicht dazu entscheiden, was ich zuerst tun soll: nach einem Wäschespray suchen, um meinen Geruch zu übertünchen, den Turnschuh vor Hunter in Sicherheit bringen oder nach unten laufen und nachschauen, ob er dort schon eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat, die ich schleunigst beseitigen sollte. Ich hätte mich wohl zuerst wieder anziehen sollen …

Plötzlich scheint alles gleichzeitig zu geschehen. Hunter schaut mir direkt ins Gesicht und senkt den Kopf. »Aus!«, kiekse ich, doch der Hund hört nicht und vergräbt leise knurrend seine Zähne im Schuh, schüttelt ihn und wirbelt herum, als ich auf ihn zustolpere, um ihn ihm wegzunehmen. Ich gerate aus dem Gleichgewicht. Unten schlägt eine Tür zu.

»Ally?«

Polternd stürze ich zu Boden. Es tut nicht wirklich weh, trotzdem ist mir nach Heulen zumute. Cameron hat mich natürlich gehört und kommt die Treppe hoch. Obwohl er nicht rennt, ist er viel zu schnell, weil ich es mit meinen zitternden Händen nicht schaffe, meine verdammte Jeans hochzuziehen!

»Hunter …? Hey, mein Schuh!«, höre ich seine Stimme vom oberen Flur aus. – Bitte, bitte lauf ihm nach!, flehe ich in Gedanken und endlich gibt der steife Stoff meinen bebenden Fingern nach. Eine andere Art der Erregung erfasst mich – die, davonlaufen und mich verstecken zu wollen, um nicht bei etwas Unanständigem erwischt zu werden. Ein hart pochender Knoten bildet sich in meinem Unterbauch. Gerade noch so gelingt es mir, die Jeans über meinen Hintern zu ziehen, als ein Schatten auf mich fällt.

»Ally, was zum Teufel ist hier –?«, lacht Cameron. Der Rest der Frage scheint ihm im Hals stecken zu bleiben. Überrascht schaut er auf mich hinunter, das amüsierte Funkeln in seinen Augen weicht. Ich erstarre – es ist vorbei. Aus, finito. Er durchschaut mich, und ich kann weniger denn je sagen, was dabei in ihm vorgeht.

Sein Blick zuckt über meinen halbnackten Oberkörper. Nur noch den BH trage ich, unter dessen zarter Spitze meine immer noch oder wieder steifen Nippel hervorspitzen. Seine Augen huschen über meine Kurven und bleiben am offen stehenden Reißverschluss meiner Hose hängen, durch die das zum BH passende Höschen hervorschaut. Für einen Moment bilde ich mir ein, er könnte sogar die darunter glitzernde Feuchtigkeit sehen, die verräterisch aus mir herausfließt. Sicher wollte ich nicht erwischt werden, doch dass Cameron mich so sieht, macht mich verdammt an.

Und so langsam scheint er zu begreifen. Sein Blick zuckt zum Bett und wieder zu mir zurück. Etwas Dunkles legt sich über das helle Grau in seinen Augen und lässt mich innerlich erschauern. »Ally …«

»Nicht!«, höre ich mich zu meinem Erstaunen sagen, als er einen Schritt auf mich zu machen will und die Hände nach mir ausstreckt. Nach nichts sehne ich mich mehr, als an seine breite Brust gezogen zu werden und mich an seinen heißen Körper zu schmiegen, der bis in den letzten Muskel angespannt ist. Aber nicht so … Verlangen steht in Camerons Gesicht geschrieben und facht mein eigenes wieder an. Weder ihm noch mir ist in diesem Moment zu trauen. »Geh einfach weg«, sage ich flehender, als ich vorhatte. Am besten vergisst er sofort wieder, dass er mich so gesehen hat. Der Gedanke, er könnte nur wegen der pikanten Situation auf mich aufmerksam geworden sein, bereitet mir Übelkeit.

Anstatt mich jedoch endlich mit meiner Beschämung allein zu lassen, bleibt er wie angewurzelt vor mir stehen und bohrt seinen glühenden Blick in mich. »Ally … ich …« Seine Stimme klingt dunkel, er scheint jedoch keine Ahnung zu haben, was er sagen soll.

In meinem Bauch implodiert Wut. Das wäre ihm mit der zurückhaltenden Ally von früher bestimmt nie passiert. Aber es ist nicht mehr wie früher zwischen uns! »Du solltest überhaupt noch nicht hier sein!«, fauche ich und rapple mich vom Boden hoch, um einen Rest Würde zu behalten. Viel schlimmer noch, als ertappt zu werden, ist es, so geil davon zu werden! Schon wieder breitet sich in mir der Drang aus, meine Hand ins Höschen gleiten zu lassen, um den Druck zu lösen, der sich nagend immer tiefer gräbt und jedes andere Gefühl verdrängen will. Pure Begierde erfüllt mich, doch da ist noch etwas anderes, etwas, das ich im Chaos in meinem Kopf einfach nicht richtig erfassen kann. Ich muss hier weg, ehe ich noch etwas Dummes anstelle!