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Warschau ist eine der führenden und aufregendsten Großstädte Osteuropas und lebt vom Charme des Widersprüchlichen. Hier trifft Hightech-Architektur auf sozialistische Monumentalbauten, eine traditionsreiche Altstadt auf junge Kunst, angesagte Clubs und moderne Einkaufspassagen. Zudem kann man an jeder Ecke hautnah die bewegte Geschichte der Stadt erleben. Überall ist der Wandel zu spüren, der die polnische Hauptstadt in den letzten Jahrzehnten so sehr verändert hat, dass man die Weichselmetropole kaum wiedererkennt, wenn man sie ein paar Jahre nicht besucht hat. Das gilt nicht nur für die Innenstadt, sondern auch für von Touristen weniger stark frequentierte Bezirke wie das aufstrebende Praga. Dieser aktuelle Stadtführer ist der ideale Begleiter, um alle Seiten der polnischen Hauptstadt selbstständig zu entdecken: - Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Museen der Stadt sowie weniger bekannte Attraktionen und Viertel ausführlich vorgestellt und bewertet - Faszinierende Architektur: königliche Prachtbauten, sozialistischer Zuckerbäckerstil und moderne Glaspaläste - Abwechslungsreiche Stadtspaziergänge - Erlebnisvorschläge für einen Kurztrip - Ausflüge nach Wilanów und Praga - Shoppingtipps von der traditionellen Markthalle bis zu hippen Modegeschäften - Die besten Lokale der Stadt und allerlei Wissenswertes über die polnische Küche - Tipps für die Abend- und Nachtgestaltung: vom klassischen Opernbesuch bis zum angesagten Szeneclub - Warschau während des Zweiten Weltkriegs - Warschau zum Durchatmen: Łazienki-Park, Botanischer Garten, Weichselstrand, Saski-Garten - Ausgewählte Unterkünfte von preiswert bis ausgefallen - Alle praktischen Infos zu Anreise, Preisen, Stadtverkehr, Touren, Events, Hilfe im Notfall ... - Hintergrundartikel mit Tiefgang: Geschichte, Mentalität der Bewohner, Leben in der Stadt ... - Kleine Sprachhilfe Polnisch mit den wichtigsten Vokabeln für den Reisealltag
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 215
Veröffentlichungsjahr: 2025
Stadtplan für Smartphone und Tablet
Verweise im Buch
Preiskategorien
Abkürzungen
Warschau – eine Stadt im Wandel
Willkommen in Warschau
Kurztrip nach Warschau
Stadtspaziergänge
Altstadt (Stare Miasto)
Neustadt (Nowe Miasto)
Königlicher Weg (Trakt Królewski)
Mittendrin – im Zentrum (Centrum)
Auf den Spuren des kämpfenden Warschau
Łazienki-Park
Wilanów
Bezirk Praga
Warschau für Kunst- und Museumsfreunde
Warschau für Genießer
Warschau am Abend
Warschau zum Stöbern und Shoppen
Warschau zum Durchatmen
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort
Warschau – ein Porträt
Von den Anfängen bis zur Gegenwart
Leben in der Stadt
Ab ans Wasser!
An- und Rückreise
Autofahren
Barrierefreies Reisen
Diplomatische Vertretungen
Geldfragen
Informationsquellen
Internet
LGBT+
Medizinische Versorgung
Mit Kindern unterwegs
Notfälle
Öffnungszeiten
Orientierungssystem
Post
Radfahren
Sicherheit
Sport und Erholung
Sprache
Stadttouren
Telefonieren
Toiletten
Unterkunft
Verhaltenstipps
Verkehrsmittel
Wetter und Reisezeit
Register
Der Autor
Impressum
Ergänzend zum Zentrumsausschnitt am Ende dieses Ebooks können Sie sich den Faltplan zum Buch auf Ihr mobiles Gerät laden: Einfach die kostenlose App „Avenza Maps“ der Firma Avenza™ installieren (erhältlich für Android, iOS und Windows Phone) und anschließend in der App den Stadtplan zum Buch herunterladen.
Die App „Avenza Maps“ ist ohne Internetverbindung nutzbar, es fallen bei der Nutzung keine Datengebühren an. Sie bietet einige Features, z.B. die Anzeige des eigenen Standorts auf der Karte oder den Import und das Speichern von Ortsmarken. Weitergehende Informationen: www.avenza.com/pdf-maps
Alle Sehenswürdigkeiten und interessanten Orte (Points of Interest) im Buch haben eine eindeutige Nummer, die sich als Ortsmarke im Kartenmaterial wiederfinden. (Nummern von Sehenswürdigkeiten stehen in geschweiften Klammern, z.B. {2}, Nummern von Points of Interest in spitzen Klammern, z.B. <16>.) Beim Klick auf die Nummer öffnet sich die Web-App zum Buch und der ausgewählte Punkt wird auf einer Online-Karte als Ortsmarke angezeigt. Die Web-App ermöglicht zudem die Routenführung vom aktuellen Standort zur ausgewählten Ortsmarke: www.reise-know-how.de/citytrip/warschau25
Gastronomie
Durchschnittlicher Preis für ein Menü:
€ bis 30 zł (ca. 6 €)
€€ 30–80 zł (ca. 6–19 €)
€€€ ab 80 zł (ab ca. 19 €)
Unterkünfte
Die Preisangaben zu den Hotels gelten für ein Doppelzimmer mit Frühstück.
€ bis 75 €
€€ 75–125 €
€€€ ab 125 €
> ul. ulica (Straße)
> Al./al. Aleje/aleja (Allee)
> pl. plac (Platz)
Wie kaum eine andere europäische Metropole hat Warschau in den letzten Jahrzehnten ihr Gesicht verändert. Wer länger nicht mehr hier war, erkennt die Stadt kaum wieder. Die Skyline von Warschau wächst in einem atemberaubenden Tempo; gefühlt jede Woche wird ein neues Hochhaus errichtet. 2022 wurde mit dem Varso Tower (–>) das höchste Gebäude der EU fertiggestellt, das sogar den von überall sichtbaren Kulturpalast {26} in den Schatten stellt.
Aber nicht nur architektonisch, sondern auch in kultureller Hinsicht spürt man überall den Wandel. Die polnische Hauptstadt hat einige neue Museen erhalten, dazu zählten zuletzt vor allem politisch umstrittene, aber architektonisch interessante Projekte im Rahmen der Umgestaltung der Zitadelle {11} im Norden der Stadt.
Und auch im lange vernachlässigten Stadtteil Praga tut sich was: Mittlerweile wurden ehemalige Fabrikareale zu neuen, attraktiven Kunst- und Freizeitgeländen umgestaltet. Kürzlich hat sich zur bereits existierenden SOHO Factory das Koneser-Areal hinzugesellt (–>).
All die neuen Attraktionen können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei Warschau um eine Stadt mit einer bewegten Vergangenheit handelt, was man gerade im Zentrum und in der Altstadt spürt. Überall stößt man hier auf Relikte aus vergangenen Jahrhunderten, auch die Spuren des Zweiten Weltkriegs sind in Form von Gedenkstätten, Denkmälern und Museen überall sichtbar. Es ist gerade diese Mischung aus Alt und Neu, die Warschau zu einer der spannendsten Metropolen Europas macht. Auf den folgenden Seiten nehme ich Sie gerne mit in „mein“ Warschau und zeige Ihnen die schönsten, überraschendsten und bedeutendsten Orte der Stadt!
Wer vorwiegend durch das historische Warschau bummeln möchte, dem sind primär die Altstadt mit dem Königsschloss {2} sowie die dazugehörige Neustadt und der Königliche Weg mit seinen prachtvollen Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert zu empfehlen. Auch wenn diese Gegenden gut auf den Touristenansturm vorbereitet sind, sollte sich der Warschaubesucher besonders zur Hauptsaison auf volle Gassen und gehobenen Lautstärkepegel in den Restaurants einstellen. Hier ist was los und dies wird auch so gewünscht.
Nur wenige Touristen verirren sich jedoch in das südlich an die Altstadt angrenzende Mariensztat [I/J5]. Der wunderschön verträumte, kleinste Warschauer Bezirk wird von den Warschauern als die zweite, aber unentdeckte Altstadt bezeichnet. Er wurde direkt nach dem Zweiten Weltkrieg mit Wohnhäusern für besonders vorbildliche Arbeiter im lockeren Stil der Kleinstadtwohnhäuser aus dem 18. Jahrhundert wiederaufgebaut. Hier, fern von touristischem Trubel und Attraktionen, findet man Ruhe und kann ohne Eile einen Abstecher an die Weichsel oder in die Neue Bibliothek der Warschauer Universität {18} machen. Kleine Grünanlagen und der Mariensztatmarkt (Rynek Mariensztacki [I5]) bilden den einmaligen Charakter dieser Gegend. Ortskundige, darunter viele Studierende, nutzen Mariensztat als Ruhezone und erholsame Abkürzung auf dem Weg zum Universitätsgelände.
Das moderne Warschau präsentiert sich in der Stadtmitte (Śródmieście Północne und Południowe, einfach Centrum genannt), wo der sozialistische Repräsentationsbau Kulturpalast {26} mit den angrenzenden blau schimmernden Wolkenkratzern konkurriert. Hier ist es hektisch und laut, auch wegen des nahen Zentralbahnhofs (–>). Dieser lebhafte Teil der Stadt entfaltet seinen Reiz erst beim Betreten der Nebenstraßen. Da sind die ul. Hoża, die ul. Wilcza oder die ul. Piękna [I9], die zu einem Bummel einladen. Aus der hektischen ul. Marszałkowska {28} kommend, verlangsamt man das Tempo automatisch. Kleine Galerien, Cafés, Ateliers noch unbekannter Warschauer Modedesigner oder Werkstätten alter Handwerker – hier findet man sie, in den oft wunderbar restaurierten Altbauhäusern des Vorkriegs-Warschau. Doch kaum hat man den Reiz dieser Gegend erfasst, trifft man schon wieder auf die moderne Großstadt. Hier wird der Beiname „Die Stadt der Gegensätze“ deutlich spürbar.
Wer der pulsierenden Großstadt nicht entkommen möchte, dem seien die ul. Mazowiecka [I6] und die ul. Sienkiewicza [I7] empfohlen. Flaneure in Partylaune sind hier bestens aufgehoben, denn die beiden Straßen laden zum ausgedehnten Abend- und Nachtbummel ein. Ob kulinarische Köstlichkeiten, exotische Drinks, heiße Rhythmen, experimentelle Konzerte, fantasievolle Performances oder kühles Bier: In dieser Gegend ist alles vorhanden und soll erobert werden.
Praga (–>), der Stadtbezirk am anderen Weichselufer, kann am besten durch einen ausgedehnten Spaziergang erschlossen werden. Bis vor wenigen Jahren hatte die Gegend noch einen ziemlich schlechten Ruf. Sie galt mitunter als gefährlich und Touristen trauten sich nur selten hierher. Heute zieht die Gegend junge Kreative an. Glücklicherweise kann man aber auch an vielen Orten noch den ganz speziellen Charme des alten Praga mit seinem berühmten Markt {53} und den typischen Hausaltären spüren. Einen deutlichen Kontrast zum Flair des Viertels stellen der moderne Komplex rund um das Nationalstadion {51} und die Koneser-Fabrik {54} dar. Auch dieser Stadtteil zeigt also die beeindruckenden Gegensätze der Weichselmetropole auf.
Die Ulica Freta {7} zählt zu den schönsten Flaniermeilen jenseits der Altstadtmauern (171wa Abb.: mb)
Mein Tipp: Warschau per Bus entdecken
Die reguläre Buslinie 180 hält an fast allen wichtigen Warschauer Sehenswürdigkeiten und eignet sich somit hervorragend sowohl als Fortbewegungsmittel als auch als Orientierungshilfe für den Warschaubesucher.
Der Bus fährt von Wilanów {45} über den Łazienki-Park {38} zum Rondo de Gaulle {22} und weiter über den Königsweg zur Altstadt, vorbei am Warschauer-Aufstand-Denkmal, dem Gettodenkmal {33} in die Nähe des Umschlagplatz-Denkmals {32} zum Jüdischen Friedhof {31} und dem Powązki-Friedhof.
> Fotoplastikon: Mit dem Fotoplastikon begibt man sich auf eine Reise in vergangene Zeiten. Seit 1905 kann man hier dreidimensionale Dioramen bewundern. Neben der Unterhaltung diente das Fotoplastikon im Zweiten Weltkrieg als ein wichtiger Treffpunkt des polnischen Widerstands (–>).
> Bary Mleczne: Die Milchbars sind so etwas wie das letzte kulinarische Überbleibsel des Kommunismus in Polen. Da hier in der Zwischenkriegszeit viele Gerichte auf Milchbasis serviert wurden, überrascht der Name nur auf den ersten Blick. Die günstigen Milchbars waren und sind Kult! Ein Stück echtes Polen, das sich auch der Besucher nicht entgehen lassen sollte (–>).
> Das Internationales Open-Air-Festival „Jazz in der Altstadt“ (Międzynarodowy Plenerowy Festiwal „Jazz na Starówce“): Jazz spielt in ganz Polen eine wichtige Rolle. Das Festival „Jazz in der Altstadt“ bietet die Möglichkeit, sich vor beindruckender Kulisse in die Welt des internationalen Jazz entführen zu lassen. Eines der international angesehendsten Festivals überhaupt (–>).
> Der Kniefall von Willi Brandt: Am Denkmal der jüdischen Gettohelden fand im Dezember 1970 der Kniefall des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt statt, der zu einem bewegenden Symbol der deutsch-jüdischen und deutsch-polnischen Aussöhnung wurde (–>).
Zwei Tage können nur einen flüchtigen Einblick in diese lebendige Großstadt voller Sehenswürdigkeiten und Geschichten bieten. Dennoch soll hier versucht werden, zwei Tage in der Stadt der Gegensätze so zu gestalten (Voraussetzung ist die Anreise am Vorabend oder am frühen Vormittag und eine Unterkunft in der Stadtmitte), dass man in der Kürze der Zeit einen möglichst treffenden und umfassenden Einblick erhält. Der Vorschlag beinhaltet eine Mischung aus Geschichte mehrerer Epochen, Kultur, Natur und Shopping.
Der erste Tag steht ganz im Zeichen der Geschichte. Wer sich für die schönen Seiten der Stadt interessiert, vielleicht Lust auf einen ausgiebigen Einkaufsbummel hat und die Touristenmassen nicht scheut, der sollte der Route des Spaziergangs durch das königliche Warschau (–>) folgen. In dessen Verlauf begegnet man den wichtigsten klassischen Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Wer schon einmal in Warschau war oder sich besonders für die Geschichte interessiert, der sollte dem Spaziergang durch die jüngere Geschichte Warschaus (–>) folgen, denn er führt vor allem durch das ehemalige Getto und entlang wichtiger Orte des kollektiven polnischen Gedächtnisses.
Auf jeden Fall sollte man in den frühen Abendstunden in die ul. Krakowskie Przedmieście {12} {17} bzw. deren Verlängerung, die ul. Nowy Świat {19}, zurückkehren, wo man einen stimmungsvollen Bummel über die abendliche Prachtstraße unternehmen kann. In deren Seitengassen und Hinterhöfen gibt es übrigens immer etwas Neues zu entdecken. Spätestens hier sollte man sich den kulinarischen Genüssen der polnischen Küche hingeben. Wer es nach einem langen Tag deftig mag, sollte in der Kuźnia Smaku (–>) einkehren, um echte polnische pierogi zu genießen.
Nach den vielen Eindrücken des ersten Tages muss der zweite nicht allzu früh beginnen. Doch spätestens gegen 10 Uhr sollte das Frühstück beendet und eine Fahrt zum Wilanów-Komplex {45} (hier eignet sich die Touristenlinie 180) gestartet werden. Das märchenhafte Schloss {48} mit seinen reich verzierten Innenräumen und einer umfangreichen Gemäldesammlung sowie eine traumhafte Parkanlage {49} bilden die Hauptanziehungspunkte dieses Ortes. Besonders an sonnigen Tagen ist der Aufenthalt im Park zu empfehlen. Auf verschiedenen Ebenen angelegt, beherbergt die Anlage einen italienischen Barockgarten, einen romantischen Park im englisch-chinesischen Stil mit den ältesten Bäumen des Komplexes sowie einen englischen Landschaftspark.
Für das Mittagessen stehen in nordwestlicher Richtung einige Restaurants mit unterschiedlichem Preisniveau rund um den Komplex zur Verfügung. Doch bevor man Wilanów wieder verlässt, darf die Besichtigung des Plakatmuseums {50} nicht fehlen. Es war das erste Museum in Europa, das dieser Kunstform gewidmet ist.
Am Nachmittag folgt die Rückfahrt zur Metro-Haltestelle Centrum [H8] (z. B. mit der Buslinie 519). Nach der dörflichen Idylle hat nun die Großstadt wieder das Sagen. Los geht es mit einem Einkaufsbummel: Ob Mitbringsel für Freunde und Verwandte, exklusive Mode der Topdesigner, Volkskunst, Bildbände oder Lebensmittel, in den unzähligen Geschäften zwischen Kulturpalast {26} und Krakowskie Przedmieście {12} / {17} oder in den berühmten Goldenen Terrassen {27} wird jeder fündig. Die Geschäfte im Zentrum der Stadt haben die ganze Woche meist bis 20 oder 21 Uhr geöffnet, sodass keine Eile nötig ist. Wer sich dem regen Stadttreiben entziehen möchte, dem sei unweit der Goldenen Terrassen das Fotoplastikon (–>) empfohlen, das ununterbrochen seit 1905 an seinem Ursprungsort dreidimensionale Dias präsentiert.
Für diejenigen, die dem Kaufrausch der Großstadt entgehen möchten, ist der Besuch des Nationalmuseums {23} mit der umfangreichsten Gemäldesammlung Polens zu empfehlen. Für Liebhaber der modernen Kunst ist die Galeria Zachęta (–>) eine gute Adresse. Von hier aus ist auch das Grab des unbekannten Soldaten {14} nicht weit.
Zur Stärkung zwischendurch ist es ein Muss, bei E. Wedel (–>) einzukehren. Hier wird eine Trinkschokolade serviert, die so dickflüssig ist, das das Umrühren schwerfällt. Feinste Schokoladen, handgemachte Pralinen und Bonbons stehen in dem Caféladen zum Verkauf. Ein perfektes Geschenk made in Poland! Ob Einkaufsbummel oder Museumstrip, der Abend sollte auf jeden Fall mit einem Schlummertrunk in der Panorama Sky Bar (–>) im 40. Stock des Marriott Hotels beendet werden. Hier erwartet den Besucher ein toller Blick auf die nächtliche Stadt, der für jeden Kilometer des Tages entschädigt. Die Unermüdlichen können anschließend ihre überschüssige Energie in einem der zahlreichen Clubs im Zentrum herauslassen. Am besten lässt man sich hierzu einfach durch die hippen Hinterhof-Bars und -Clubs um die ul. Nowy Świat {19} treiben.
Der Verlauf der beiden hier beschriebenen Spaziergänge kann mittels unserer kostenlosen Web-App nachvollzogen werden.
Am besten beginnt man den Rundgang in der ul. Nowy Świat {19} und der ul. Krakowskie Przedmieście {12} {17} mit ihren noblen Palästen und repräsentativen Bauten wie etwa dem Präsidenten-Palais und dem architektonisch reizvollen Universitätsgelände. Hier findet sich auch die Heiligenkreuzkirche, der Chopin buchstäblich sein Herz schenkte (–>).
Hat man sich sattgesehen, gelangt man zum pl. Zamkowy (Schlossplatz) {1}. Hier bietet eine Kletterpartie auf die Aussichtsterrasse (–>) die Gelegenheit eines Gesamtüberblicks der Altstadt. Eine buchstäblich „bodenständige“ Alternative bietet die Fahrt mit den bereitstehenden Droschken oder dem Pferdeomnibus. Die Besichtigung des Königlichen Schlosses {2} mit seinen pompösen Sälen und geschichtsträchtigen Exponaten füllt die restliche Zeit des Vormittages gut aus.
Für das Mittagessen bieten sich hervorragend die Lokale am Altstadtmarkt {4} an. Hierhin gelangt man am besten, indem man links in die ul. Świętojańska einbiegt und an der Johanniskathedrale {3} vorbeispaziert. Im Restaurant U Fukiera (–>) beispielsweise gibt es altpolnische Küche in schönem Ambiente.
Bei dem anschließenden Verdauungsspaziergang durch die Gassen der Altstadt sollten die kleinen Galerien, Ausstellungsräume und das Warschau-Museum {5} berücksichtigt werden. Durch die Barbakane {6} erreicht man dann die Neustadt mit ihren Bürgerhäusern im Stil des ausgehenden 18. Jh. Spätestens jetzt bietet sich eine Kaffeepause in einem kleinen Café des Viertels an. Nachdem das Viertel ausgiebig erkundet wurde, sollte man entlang der Straße Podwale zurück zum Schlossplatz {1} gehen, der sich hervorragend als Ausgangspunkt für eine individuelle Abendgestaltung eignet. Wer schon früher hier ist, kann nun die ul. Krakowskie Przedmieście zurückschlendern und sich an ausgefallen Boutiquen, schicken Cafés und ganz viel Warschauer Flair erfreuen.
Für Freunde der klassischen Musik ist ein Konzert im Königlichen Schloss {2} zu empfehlen (Spielplan: https://zamek-krolewski.pl/strona/wizyta-koncerty/964-repertuar). Von hier ist es anschließend nicht weit in die ul. Mazowiecka [I6], die eine hervorragende Adresse darstellt, um ins Nachtleben einzutauchen. Sollte man hier nicht das Geeignete finden, stehen weitere Etablissements in den umliegenden Straßen zur Verfügung.
Der Spaziergang beginnt am unbeliebtesten Wahrzeichen der Stadt, dem Kulturpalast {26}. Ob man sich für eine genaue Erkundung oder einen nur flüchtigen Blick auf den Koloss aus sozialistischen Zeiten entscheidet, eins darf auf keinen Fall fehlen: eine Fahrt in den 30. Stock des Gebäudes und ein Blick über die Hauptstadt bei Tageslicht. Unweit des Eingangs ist der Verlauf der ehemaligen Gettomauer eingezeichnet. Der Tag wird nun ganz der Geschichte Warschaus während des Zweiten Weltkrieges gewidmet sein.
Zunächst folgt man der ul. Emilii Plater entlang des Kulturpalastes {26} und bestaunt die Skyline auf der linken Seite, bis nach etwa 300 Metern etwas versteckt hinter einigen Häusern die Nożyk-Synagoge {29} zu sehen ist. Man ist jetzt mitten im Zentrum des ehemaligen Warschauer Gettos und folgt nun der ul. Grzybowska [G7] bis zur al. Jana Pawła II und geht diese nach Norden. Nach ca. 250 m taucht auf der rechten Seite mit der Hala Mirowska (–>) eine neoromanische Markthalle auf, die mit kleinen Läden und noch kleineren Verkaufsständen an der Ostseite des Gebäudes aufwartet.
Nach einem zehnminütigen Spaziergang auf der al. Jana Pawła II verändert sich die Szenerie langsam. Nun dominieren nicht mehr die vielen Geschäfte, es wird merklich ruhiger. In der Dzielna-Straße wird im Museum des Pawiak-Gefängnisses {36} ein bedrückendes Kapitel der Stadtgeschichte beschrieben. Nur 200 Meter nördlich von hier befindet sich das Museum der Geschichte der Polnischen Juden {34}, das unbedingt einen Abstecher lohnt. Vor ihm liegt mit dem Denkmal der Gettohelden {33} der Ort, an dem Willy Brandt den weltweit beachteten Kniefall beging.
Nun folgt man an der ul. Karmelicka Richtung Norden und gelangt zum Umschlagplatz {32}, von dem aus damals die Züge ins Vernichtungslager Treblinka abfuhren. Weiter geht es die ul. Stawki entlang, die in die ul. Muranowska mündet, zur al. Generała Władysława Andersa. Auf der Kreuzung erinnert das Denkmal für die Gefallenen und Ermordeten in Form eines Zuges und Schienen, auf denen einige Orte geschrieben stehen, die früher zu Polen gehörten, an das Schicksal der Polen, die in der Sowjetunion ermordet wurden oder in Lagern ihr Dasein fristeten.
An dieser Stelle kann man entweder nach Norden gehen und gelangt so zur Metrostation Dworzec Gdański bzw. zum Zitadellen-Komplex {11}, der mit weiteren historischen Museen aufwartet. Oder man folgt der al. Andersa nach Süden und erreicht auf diese Weise die Metrostation Ratusz – dann böte sich ein Abstecher in den Krasiński-Garten (Ogród Krasińskich) [G4] an, wo auf der gegenüberliegenden Straßenseite das Denkmal des Warschauer Aufstands (–>) steht.
Die Warschauer Altstadt ist das historische Zentrum der Metropole und gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Sie vereint Geschichte aus mehr als 500 Jahren und spiegelt die besondere Bindung der Warschauer an ihre Stadt wieder. Genaugenommen aber handelt es sich bei der Altstadt um eine perfekte Rekonstruktion eines Stadtteils, der im Zweiten Weltkrieg zu über 90 % zerstört wurde.
Der Wiederaufbau wurde von der polnischen Bevölkerung in ihrer Freizeit geleistet. Man sammelte im ganzen Land Gelder für die Rekonstruktion. Die gelungene Arbeit wurde in der Altstadt 1963 abgeschlossen und 1980 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.
Die heutige Altstadt bietet eine einzigartige historische Atmosphäre: alte Laternen, Handwerksschilder an den Häuserwänden, schmiedeeiserne Türen, gemütliche Cafés und Feinschmeckerrestaurants, gewölbte Tore sowie schmale, gepflasterte Straßen, auf denen die Droschken ihre Runden drehen, bestimmen das Bild. In kürzester Zeit kann dieser Stadtteil zu einer historischen Filmkulisse umgebaut werden, was auch gelegentlich getan wird.
Der Aufenthalt in der Altstadt, gepaart mit einem Spaziergang durch die Neustadt, kann schon gut einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Denn das ausgiebige Schlendern durch die Gassen, die Schloss-, Kirchen-, Museen- und Galeriebesichtigungen sowie eine kulinarische Pause in einem der Restaurants oder Cafés sind ein Muss für jeden Warschaubesucher. Kleine Konzerte und Performances, die in vielen Cafés und Kneipen ab ca. 19 Uhr stattfinden, verlängern den Aufenthalt bis in die späten Nachtstunden und runden den Tag optimal ab.
Anfahrt in die Altstadt/Neustadt
Die Altstadt und die Neustadt sind für Privat-Pkw nicht zugänglich. Rund um die Sehenswürdigkeiten stehen nur wenige bewachte Parkplätze zur Verfügung. Sind Sie nicht mit einem ortskundigen Warschauer unterwegs, sind öffentliche Verkehrsmittel für die Anfahrt in die Altstadt/Neustadt die bessere Wahl. Am besten, man fährt bis zur Metrostation Nowy Świat – Uniwersytet (Linie 2) oder zur Haltestelle Świętokrzyska (Linie 1) und geht von dort ein Stück zu Fuß.
Der pl. Zamkowy bildet das Tor zur Altstadt und empfängt den Besucher mit einer Fülle an unterschiedlichsten Eindrücken.
Gleich am Rande des Platzes steht die Sigismundsäule(Kolumna Zygmunta). Das älteste Denkmal der Stadt (1644 erbaut/1945 wieder aufgestellt/1994 restauriert) zeigt König Zygmunt III. auf einer 22 m hohen Säule. Er war für die Verlegung der polnischen Hauptstadt von Krakau nach Warschau im Jahre 1596 verantwortlich. Besondere Bedeutung hat die Säule heute für die jungen Warschauer Liebespaare. Einer Tradition zufolge muss das erste Rendezvous an der Zygmunt-Säule verabredet werden. Skater, BMX-Biker, Hippies mit Gitarren, Drohnenpiloten, Familien mit Kindern, Rentner oder Hip-Hopper, sie alle sitzen gerne auf den Bänken und Mauern rund um den Platz Zamkowy. Die vorbeigehenden Touristen, Kleinkünstler, die Souvenirverkäufer und die Droschken, die ihre Runden durch die Altstadt und entlang des Königlichen Wegs ziehen, gehören fest zu dem Bild dieses Ortes.
Unter dem Plac Zamkowy verläuft die 1949 entstandene Schnellstraße mit Fußgängerwegen, die Trasa W-Z (was im Polnischen für „Ost-West“ steht). Von hier aus kann der Architekturinteressierte die Ostseite der Schlossanlage am besten betrachten.
Ein beliebter Treffpunkt zu jeder Tageszeit: der Schlossplatz {1} (173wa Abb.: mb)
Kleine Kutschfahrt
Rundfahrten durch das historische Warschau lassen sich dank der zahlreichen Fiaker auf stilvolle Art und Weise unternehmen.
> Droschken(dorożka). Die stimmungsvollen Fuhrwerke findet man auch auf dem Altstadtmarkt. Kosten: bis zu 650 zł je Stunde. Die Preise und die Routen sind, je nach Saison, unterschiedlich und verhandelbar.
Mein Tipp: Schöne Aussichten
Will man wie Zygmunt III. einen schönen Ausblick über die Altstadt und auf das rechte Weichselufer mit dem Stadtteil Praga und dem Nationalstadion genießen, bietet der nahe Aussichtsturm an der Kirche der Heiligen Anna eine wunderbare Gelegenheit.
<1> [I5] Aussichtsterrasse (Taras Widokowy), ul. Krakowskie Przedmieście 68, http://taraswidokowy.pl, geöffnet: Mai–Okt. Mo.–Fr. 10–21, Sa., So. 11–22, Okt.–April Mo.–Fr. 10–18, Sa., So. 11–18 Uhr (bei Regen und Schneefall geschlossen), Eintritt: 10 zł (ermäßigt 7 zł)
Der rot verputzte Schlosskomplex ist, so wie er sich heute präsentiert, erst wenige Jahrzehnte alt. Nach der kompletten Zerstörung im Jahre 1945 wurde mit dem Wiederaufbau lange gezögert. „Wir haben keine Könige mehr, wozu brauchen wir dann ein Schloss?“, war die Meinung der sozialistischen Stadtväter. Solche rationalen Argumente waren der Bevölkerung jedoch fremd und so wurde mit dem Aufbau 1971 begonnen. Einer der wichtigsten Bauabschnitte wurde 2009 für die Besucher freigegeben: Arkady Kubickiego heißt diese Sehenswürdigkeit, die ursprünglich 1818–1821 in die östliche Böschung der Schlossanlage gekonnt integriert wurde und das Schloss mit den königlichen Gärten der Weichselseite verband. Heute finden in den gemauerten Arkaden Konzerte statt und Absolventen der Warschauer Kunstakademie bieten ihre Werke zum Verkauf an. 2019 erfolgte mit der Wiederherstellung des Oberen Gartens der letzte Schliff am neuen, alten Schlosskomplex.
Doch zurück zum eigentlichen Schloss: Hier wandelt man durch goldverzierte Räume, die mit viel Marmor, kunstvollen Parkettböden, flämischen Wandteppichen und pompösem Mobiliar ausgestattet sind. Im Canalettosaal, dem Verbindungsraum zwischen königlicher Kapelle und Appartement, sind die Wände mit 22 Landschafts- und Stadtansichten des gleichnamigen Künstlers behängt. Ebenfalls sehenswert ist die königliche Kapelle. Die klaren Formen und Farben vermitteln den Eindruck, als würden räumliche Grenzen überschritten. Des Weiteren lohnt sich auch ein Blick in den alten Audienzsaal, das königliche Schlafzimmer und den Ballsaal.
Das Marmorzimmer mit seinen zweiundzwanzig Porträts polnischer Könige überrascht Barockliebhaber durch seine Fülle.
> pl. Zamkowy 4, www.zamek-krolewski.pl, geöffnet: Mai–Sept. Mo.–Do., Sa. 10–18, Fr. 10–20, So. 11–18 Uhr (Zugang bis 1 Stunde vor Schließung), Okt.–April Di.–So. 10–17 Uhr. Mittwochs ist der Eintritt frei, jedoch mit verkürzter Route. Die Anzahl der kostenlosen Eintrittskarten ist beschränkt, daher sollte man früh vor Ort sein. Wer besonderes Interesse an Kunst, Architektur und Geschichte hat, kommt besser an einem Werktag her. Eintritt: 50 zł, ermäßigt 40 zł (Königsroute) bzw. 40 zł, erm. 30 zł (Galerie der Meisterwerke), Blechpalast 30 zł, erm. 20 zł. Kinder von 7 bis 16 Jahre zahlen für alle Bereiche lediglich 1 zł. Der gesamte Schlosskomplex ist an den wichtigsten katholischen Feiertagen sowie an Neujahr, am 1.5. und an Silvester geschlossen.
> Das Betreten der Arkaden und des königlichen Parks (tägl. 10–18 Uhr) mit dem Unteren Garten (Öffnungszeiten leicht abweichend) ist kostenlos. Der Eintritt in die Ausstellungen der Arkaden ist ebenfalls kostenlos. Für die Königsroute und die Galerie der Meister gibt es einen deutschsprachigen Audioguide, für den Blechpalast einen in englischer Sprache.
Schon im 14. Jh. stand an gleicher Stelle eine gotische Burg der masowischen Herzöge. 1569 begann der polnische König Zygmunt II. August mit dem Ausbau der Burg zu einer Renaissance-Residenz.
Mit der Verlegung der Hauptstadt von Krakau nach Warschau wurde das Schloss in den Jahren 1599–1619 im Auftrag von König Zygmunt III. Wasa von dem italienischen Architekten Jacopo Rodondo zu der noch heute bestehenden Fünfflügelanlage umgebaut.
Am 3.5.1791 wurde hier in einem feierlichen Akt die erste polnische Verfassung verabschiedet, ein Gesetz, das es in dieser Form in Europa noch nicht gab und das den revolutionären Satz „Jeder Fremde, der Polen betritt, ist ein freier Mann!“ beinhaltete. Die Verabschiedung der für damalige Verhältnisse sehr fortschrittlichen Verfassung rief allerdings die Nachbarstaaten auf den Plan, die Polen nun erneut untereinander aufteilten.
Schon vier Jahre später musste Stanisław II. August, der letzte König Polens, das Schloss verlassen. Die Besatzungsmächte Preußen und Russland nutzten es nun als Verwaltungsgebäude. Nachdem der Novemberaufstand gegen die russischen Besatzer 1831 niedergeschlagen worden war, wurde das Schloss geplündert.
Nach der Errichtung des unabhängigen Staates Polen 1918 wurde der Sitz des ersten polnischen Staatspräsidenten im Jahre 1926 nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten in den Schlosskomplex verlegt. Im Jahre 1939 erlebte das Warschauer Königsschloss – bewusstes Ziel deutscher Bombardierungen – Brand und Plünderungen. Aus den Flammen wurden wertvolle Einrichtungsgegenstände, Stuckaturen, Gemälde, Fußbodenfliesen und vieles mehr gerettet, in den Kellern von Privathäusern versteckt und somit der endgültigen Vernichtung durch die Sprengung des Schlosses 1944 entzogen. Viele Kunstschätze wurden allerdings von den Deutschen geraubt.
Der Aufbau des Schlosses wurde zwar schon 1950 im Sejm (dem polnischen Parlament) beschlossen, um dem Druck der Bevölkerung entgegenzuwirken, aber im Sozialismus waren Erinnerungen an die Monarchie nicht gerne gesehen und so standen lange Zeit keine Gelder zum Wiederaufbau zur Verfügung. Als der erste Sekretär der Volksrepublik Polen Edward Gierek 1971, einem Jahr, in dem es wieder zu Arbeiterstreiks kam, Sympathisanten für seine Politik brauchte, veranlasste er die Rekonstruktion des Schlosses. Der Aufbau, der zu großen Teilen mit Spenden aus dem In- und Ausland finanziert wurde, erfolgte überwiegend im Stil des frühen Barocks. Der Staat hielt sich mit Investitionen weiterhin vornehm zurück.
Das gerettete und bis dahin gut verstaute Inventar trug man Stück für Stück zusammen und auch das Ausland half bei der Rückführung des fehlenden Mobiliars. Heute ist der größte Teil des Gebäudekomplexes zur Besichtigung freigegeben. Dem Warschaubesucher bietet sich heute beim Anblick des Schlosses ein ähnliches Bild wie in der gesamten Altstadt. Man steht verwundert vor dem wunderschönen Bau und kann nicht glauben, dass dieser Teil der Stadt im Krieg von den Deutschen komplett zerstört wurde.
Die Routen durch das Schloss
> Königsroute(Trasa Królewska),
