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Commander Rak’les und seine Crew versuchen sich aus der Gefangenschaft zu befreien. Sly selbst befindet sich in einer verzweifelten Situation. Sie ist aus den Minen von Ughuigh geflohen und irrt auf der Oberfläche des unwirtlichen Planeten umher. Noch ahnt sie nicht wirklich, dass dieser Planet zu leben beginnt. Erst als er seine mentalen Fühler nach ihr ausstreckt, bemerkt sie die Ähnlichkeit mit der Schöpferkraft der Erde.
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Seitenzahl: 45
Veröffentlichungsjahr: 2019
PLANET ESCALATION
Band 7
SCHÖPFERKRAFT
Simon J. Frank
© 2019 Simon J. Frank
Illustration: S. Verlag JG
Verlag: S. Verlag JG, 35767 Breitscheid,
Alle Rechte vorbehalten
Die Bände sind ebenfalls erschienen unter dem Romantitel: Unendlichkeit des Lebens von Simon J. Frank
Ein E-Book to Go S. Verlag JG® Roman
1.Auflage
ISBN: 978-3-95745-944-2
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
PLANET ESCALATION Serien-Bände:
Band1: Terror
Band2: Rekrutierung
Band3: Alien Undercover
Band4: Machtkämpfe
Band5: Entführung
Band6: Die Minen von Ughuigh
Band7: Schöpferkraft
Band8: Planeten Kräfte
Das Universum ist geistig und ist erschaffen als Paar von Gegensätzen. Das Leben in der Schöpfung ist männlich und weiblich. Nur beides zu-sammen gibt Ausgewogenheit, Gleichgewicht und Mitte. Selbst die Schöpferkraft kann sich darüber nicht mehr hinwegsetzen.
Inhaltsverzeichnis:
Commander Rak’les Plan
Quaoarie, der junge Planet
Die neue Macht der geistigen Alchemie
Einsatz der ORANIA
eBook to Go Navigation
Brukhard Well, ehemalige Schiffsordonnanz, abgestellt zur ständigen Begleitung der Botschafterin Sly van Gelden auf dem Raumschiff OMALLA blickte missmutig hinüber zu Commander Rak’les, der zusammen mit dem Chef der Internen Sicherheit, Mat‘han Illoy, seit zwei Tagen ununterbrochen konferierte.
Die beiden hatten sich dazu in eine Ecke des Laderaums zurückgezogen, geschützt durch mehrere Crewmitglieder, die sie abwechselnd vor den festinstallierten Überwachungsmodulen mit ihren Körpern verbargen.
Seitdem die gesamte Crew der OMALLA hier in diesem fast leeren Laderaum eingesperrt wurde, waren bereits fünf Tage vergangen.
Niemand wusste genau, was überhaupt vor sich gegangen war und worum es ging. Tatsache war jedoch, dass Samuel Kirchner hinter der Kaperung des Trägerschiffs stand und vielleicht sogar der Initiator gewesen war.
Brukhard und mit ihm die meisten Angehörige der Crew wurde von Tag zu Tag nervöser und fordernder, wenn es um den seit zwei Tagen diskutierten Versuch eines Ausbruchs ging.
Der Commander hatte viel zu viel Skrupel und bereits zweimal mit seinen ständigen Sicherheitsbedenken die Männer daran gehindert, einen Ausbruch zu wagen.
Die Versorgung der Eingesperrten mit Nahrung wurde von Tag zu Tag schlechter und die sanitären Anlagen waren katastrophal.
Mc Elroy und Melfin, ehemals loyale Crewmitglieder der OMALLA und jetzt übergelaufene Helfer von Kirchner, hatten anfänglich noch die Lebensmittelversorgung regelmäßig erbracht.
Nachdem sie aber mehrmals von einigen ihrer ehemaligen Kameraden dabei massiv bedroht wurden und es sogar zu Handgreiflichkeiten gekommen war, wurde die Versorgung von ihnen stark vernachlässigt.
Dies war auch ein Grund, weshalb die Forderung der eingesperrten Besatzung, endlich etwas zu unternehmen, immer lauter wurde.
„Wenn ich die beiden ich die Hände bekomme, drehe ich ihnen eigenhändig die Hälse um!“
Brukhard schaute Zahla Begar entgegen, die auf ihn zukam. Die junge Frau hatte als Hadronenspezialistin erst vor einem halben Jahr auf der OMALLA angemustert.
Sie war ihm schon mehr als einmal aufgefallen, mit ihrer etwas direkten und manchmal auch provokanten Art. Aber sie war auch hübsch und das Dumme dabei war, sie wusste es auch.
„Was glotzt du mich so dümmlich an, Brukhard. Ich habe noch nie hungern müssen. Das ist einfach unzivilisiert und barbarisch. Wenn ich auch nur annähernd in Mc Elroys oder Melfins Nähe kommen sollte, werde ich beide zur Verantwortung ziehen, aber auf meine Art und Weise!“
Sie setzte sich unaufgefordert neben Brukhard Well, wobei sie sich mit dem Rücken ebenfalls gegen die Schiffswandung lehnte.
Es gab einen hellen, metallischen Ton, als sie die Wand berührte. Brukhard zuckte irritiert zusammen.
Selbst Zahla schien kurz überrascht zu sein, fing sich aber schnell wieder.
Als sie seinen fragenden Blick bemerkte, wurde sie tatsächlich verlegen.
„Alles in Ordnung bei dir?“ Brukhards Frage verunsicherte sie noch mehr.
Etwa zwei Minuten vergingen, bis sie ihm antwortete. „Das ist mir jetzt aber unangenehm. Bitte behalte die Information für dich, die ich dir jetzt gebe!“
Sie blickte ihn erwartungsvoll an, und erst als er bejahend die rechte Faust in die linke, flache Hand drückte, begann sie von ihrem Strahlenunfall zu berichten.
Brukhard hörte ihr mit zunehmendem Staunen zu, als Zahla ihm ausführlich erzählte, wie sie zu der Rückenprothese aus Stahlplastik gekommen war.
Auch ein Teil der Schädeldecke hatte man künstlich ersetzen müssen. Sie hatte froh sein können, dass sie überhaupt an der harten Strahlung nicht gestorben war.
„Dabei ist sie wirklich so hübsch“, dachte er und hörte sich weiter ihre noch junge Lebensgeschichte an.
Unzweifelhaft hatte sie Nachholbedarf und begann sich all ihre Sorgen und Nöte von der Seele zu reden.
Sie rückte noch etwas enger an ihn heran und Brukhard begann ihr zuzuhören, ohne sie auch nur einmal zu unterbrechen. Er fing sogar an, ihre ungewohnte Nähe richtiggehend zu genießen.
„Es sind elf Positronikspezialisten anwesend. Mehrere von ihnen führten sogar noch einen Teil ihrer Werkzeuge mit sich. Wieso versuchen wir nicht, dieses verdammte Schott zu knacken?“
Mat‘han Illoy hatte es mittlerweile satt, gegen Windmühlen zu reden. So jedenfalls kam es ihm vor.
Commander Rak’les konnte oder wollte einfach nicht verstehen, dass es längst überfällig war, einen Ausbruchsversuch zu wagen.
Die Crew würde sich nicht mehr lange zurückhalten lassen und schließlich war es immer noch besser, eine gelenkte und geplante Aktion durchzuführen, als dass einzelne unüberlegt etwas unternahmen, was sie alle gefährden könnte.
„Die Lüftungsschächte sind unpassierbar. Natürlich sind sie groß genug, dass hintereinander jeweils ein Mann hindurchpassen würde. Jedoch befinden sich an den Abzweigungen Überwachungsscanner, die jede Bewegung sofort wahrnehmen werden. Die Schächte scheiden aus, da gibt es absolut keinen Ansatzpunkt!“
Rak’les war zwar immer noch nicht ganz überzeugt, aber er beharrte wenigstens nicht mehr auf seinem Standpunkt.
„Eine weitere Möglichkeit wäre, dass wir tatsächlich während der nächsten Essensausgabe Mc Elroy und Sven Melfin überwältigen!“
Mit einem müden Lächeln schaute er Illoy an. Der Chef der Inneren Sicherheit verstand nicht, warum er seinen Ansatz mit den Positronikspezialisten nicht weiterverfolgte.
